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(11) |
EP 0 347 783 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.1994 Patentblatt 1994/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.06.1989 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen von Mustern mittels Farbe o.dgl. auf Unterlagen
Process and device for producing designs by colours or the like on substrates
Procédé et dispositif pour produire des motifs au moyen de couleurs ou analogues sur
des substrats
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
18.06.1988 DE 3820709
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.12.1989 Patentblatt 1989/52 |
| (73) |
Patentinhaber: Steiner, Michael |
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D-33397 Rietberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Steiner, Michael
D-33397 Rietberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Meldau, Gustav, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Dipl.-Ing. Gustav Meldau
Dipl.-Phys. Dr. Hans-Jochen Strauss,
Postfach 24 52 33254 Gütersloh 33254 Gütersloh (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 010 831 US-A- 2 584 021
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FR-A- 2 113 650
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen von Mustern mittels Farbe o.dgl.
auf Unterlagen, wie aus Papier, Pappe, Holz, Keramik, Porzellan, Glas sowie auf textilen
Unterlagen; sie betrifft darüber hinaus eine Vorrichtung, mit der das Verfahren vorteilhaft
durchgeführt werden kann.
[0002] Während das Aufbringen regelmäßiger Muster mit Hilfe von Druckstöcken oder Schablonen
in einfacher Weise möglich ist, verursacht das Aufbringen von rapport- oder unregelmäßigen
Farbmustern erhebliche Schwierigkeiten. Derartige Muster werden beispielsweise beim
Herstellen von Mustern im Design-Bereich, aber auch im Fertigungsbereich bei der Herstellung
von rapport losen Tapeten oder von unregelmäßig gemusterten Textilbahnen benötigt.
[0003] Hier setzt die Erfindung ein; ihr liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben,
mit dessen Hilfe unregelmäßige Farbmuster in nahezu beliebiger Vielfalt erzeugt und
auf Unterlagen aufgebracht werden können; darüber hinaus soll eine Vorrichtung angegeben
werden, mit der das Verfahren vorteilhaft durchgeführt werden kann.
[0004] Die Aufgabe wird nach der Erfindung durch das Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst;
vorteilhafte Weiterbildungen und bevorzugte Ausführungsformen beschreiben die Unteransprüche.
[0005] Zur Erzeugung der gewünschten Muster wird nach der Erfindung die Bewegung von Farbstoffträgern,
die zumindest ferromagnetische Teile enthalten, im Feld von Führungsmagneten ausgenutzt.
Eine Möglichkeit besteht darin, daß derartige Farbstoffträger mit ferromagnetischen
Eigenschaften vom Führungsmagnet-Feld eingefangen auf der Unterlage bewegt werden,
wobei sie vorher aufgenommene Farbstoffe an die Unterlage abgeben und so ihre Spuren
hinterlassen. Dabei werden die Farbstoffträger durch die Bewegung des Magneten mitgeschleppt
und hinterlassen entsprechende Spuren auf der Unterlage. Dies gilt auch, wenn die
Unterlage z.B. mit einer Spachtelmasse oder einem Farbspachtel belegt ist, dann verursachen
die bewegten Farbstoffträger Strukturen im Spachtelauftrag und erzeugen so das gewünschte
Muster. Dabei wird das entstehende Muster wesentlich von der Bewegung der Führungsmagneten
bestimmt, die manuell oder über elektro-mechanische Antriebselemete erfolgen kann.
Das Erzeugen von Mustern in Farbaufträgen dadurch, daß in der aufgetragenen Farbe
ferromagnetische Partikel enthalten sind, die sich im Feld eines Magneten ordnen,
ist aus der DE-OS 20 10 831 bekannt. Hierbei sind jedoch die Partikel von vornherein
in der aufzutragenden Farbe vorhanden und verbleiben in dieser. Im Gegensatz dazu
sind die hier verwendeten Farbstoffträger mit ferromagnetischen Eigenschaften bei
Farbaufträgen immer wesentlich dicker als die Stärke des entstehenden Farbauftrages
und bei Spachtelaufträgen mindestens gleich stark wie die Dicke des Spachtelauftrages
und sie verbleiben nach der Herstellung des Musters nicht auf der Unterlage. Mit dem
in der genannten Offenlegungsschrift beschriebenen Verfahren lassen sich vom Feld
des Magneten abhängige Muster erzeugen, während das Feld des Führungsmagneten lediglich
ein Mittel ist, um die Farbstoffträger mit ferromagnetischen Eigenschaften zu bewegen.
[0006] Wird ein auf einer Unterlage befindlicher Farbstoffträger mit ferromagnetischen Eigenschaften
vom Feld eines Führungsmagneten eingefangen, wird der Farbstoffträger bei Bewegung
des Führungsmagneten mitgeschleppt und hinterläßt, wenn er mit Farbstoff getränkt
ist, Farbstoffspuren auf der Unterlage. Nahezu abrollfähige Farbstoffträger können
dabei der Bewegung des Führungsmagneten nicht unverzögert folgen, da sie als nur nahezu
abrollfähige Körper Hemmungen auf der Unterlage erfahren und von Zeit zu Zeit über
das Abrollen verhindernde Kanten "springen" müssen. Dadurch entstehen Zufälligkeiten
in den hinterlassenen Farbspuren, die Unregelmäßigkeit des Musters bewirken. Wird
darüber hinaus auch die Unterlage bewegt, z.B. bei runden Unterlagen gedreht oder
bei bahnenförmigen Unterlagen in Längsrichtung der Bahn bewegt, erfolgt die Bewegung
vorteilhafterweise etwa quer zur Bewegungsrichtung (wobei bei runden Gegenständen
die Bewegung über den gesamten Durchmesser geführt werden kann).
[0007] Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob der Führungsmagnet unter der Unterlage angeordnet
ist oder sich über ihr befindet. Im ersten Fall wird der Farbstoffträger mit ferromagnetischen
Eigenschaften vom Magnetfeld des Führungsmagneten gegen die Unterlage gezogen, so
daß das Magnetfeld über die Führungsaufgabe hinaus auch die Aufgabe des Andrückens
übernimmt. Im zweiten Fall würde der Farbstoffträger mit ferromagnetischen Eigenschaften
vom Magnetfeld von der Unterlage abgehoben, so daß die Anordnung wirkungslos würde.
Dem wird in diesem Falle vorgebeugt, daß die Fahrstoffträger zwischen Unterlage und
einer über den Farbstoffträgern angeordneten, zur Unterlage parallelen Platte "eingefangen"
bleiben, wobei die zur Unterlage parallele Platte derart ausgebildet ist, daß sie
das Feld des Führungsmagneten nur unwesentlich schwächt.
[0008] Der Farbstoffträger mit ferromagnetischen Eigenschaften kann auf vielerlei Arten
realisiert werden: Zur Farbauftragung können direkt ferromagnetische Kugeln oder Walzen
oder auch unregelmäßige Körper benutzt werden. Werden diese z.B. aus Sintermaterial
porös hergestellt, weisen sie ein eigenes Speichervermögen für den Farbstoff auf.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, diese ferromagnetischen Körper mit einem Gummi-
oder einem Kunststoff-Überzug zu versehen, der als Farbstoffüberträger wirkt. Schließlich
lassen sich derartige Farbstoffträger auch aus Stahlwolle bilden, die zu einer Art
Walzenform oder zu einer Art Kugel geformt die für die Verhinderung eines glatten
Abrollen notwendigen "Unrundheiten" aufweist. Andere Möglichkeiten sind dadurch gegeben,
daß ferromagnetischer Draht - vorzugsweise Weicheisendraht - zu einem Farbstoffträger
"zusammengeknüllt" wird. Dabei ist der Draht zur besseren Farbaufnahme umwickelt,
umspannt oder beflockt, wobei vorzugsweise Baumwollfarne oder -fasern eingesetzt sind.
In Erhöhung des Speichervermögens für Farbe wird im Farbstoffträger auch eine saugende
Einlage, z.B. aus Wolle, vorgesehen. Derartige Farbstoffträger können aufgrund ihrer
Porosität auch entsprechende Farbstoffmengen aufnehmen, so daß sie hinreichend lange
Farbspuren auf der Unterlage hinterlassen. Es versteht sich von selbst, daß zur Erzeugung
der Muster nicht allein Farbstoffe benutzt werden können, sondern in diesem Sinne
auch aufgetragene Farbstoffe anlösende Lösemittel, aufgetragene Schichten entfernende,
durch Farbumschlag umfärbende oder die Oberfläche anlösende Ätzmittel oder im Hinblick
auf Batik-Techniken auch Wachsaufträge zur Vorbereitung von Badfärbungen oder auch
Leim - die Leimspuren lassen sich z. B. durch Abstreuen mit Farbpulver in die gewünschte
Farbe bringen - Farbstoff-Aufträge im Sinne der Erfindung sind.
[0009] Allein auch ein von einem kugelförmigen Farbstoffträger ausgeübter Druck auf entsprechende
Unterlagen (z.B. weiches Büttenpapier) hinterläßt Spuren, die ein Muster im Sinne
der Erfindung bilden und das später mit den Mitteln der Einfärbetechniken "entwickelt"
werden kann.
[0010] Um ein den Farbstoffträger einfangendes und festhaltendes magnetisches Führungsfeld
zu erzeugen, werden die Polschuhe der Führungsmagneten der Form der Farbstoffträger
angepaßt, so daß bei etwa walzenförmigen Farbstoffträgern ein länglicher Luftspalt
entsteht, der sich bei kugelförmigen Farstoffträgern bis unter den Kugeldurchmesser
verkürzt. Die Bewegung des Führungsmagneten geschieht zweckmäßigerweise in einer Führungsschiene,
so daß diese Bewegung automatisiert werden kann. Dabei kann der Vorschub auch über
einen entsprechenden Zufalls-Zahlengenerator zufallsgesteuert sein, wobei es gleichgültig
ist, ob der Vorschub über doppelt wirkende hydraulische Zylinder oder elektrische
Stellmotoren oder dergleichen erfolgt.
[0011] Eine andere Art, einen vielpoligen Führungsmagneten zum Erfassen mehrerer Farbstoffträger
zu realisieren, besteht darin, Permanentmagnete oder elektrisch erregte Magnete in
Form einer Stange so anzuordnen, daß die Einzelmagnete mit entgegengesetzter Polrichtung
aneinander liegen, wobei zweckmäßigerweise eine Trennplatte aus nicht-ferromagnetischem
Material zwischengesetzt wird. In einfacher Weise kann dies dadurch geschehen, daß
die Magnete als Ringmagnete ausgebildet sind, die auf eine Welle aus nicht-ferromagnetischem
Material mit wechselweise entgegengesetzter Magnetisierungsrichtung gegeneinander
geschoben werden, ggfs. unter Zwischenführung der nicht-ferromagnetischen Zwischenlagen.
Diese Magnetwalze kann prallel zu ihrer Längsachse und rechtwinklig dazu, z.B. durch
einen Koordinatenantrieb, verschoben werden, sie kann darüber hinaus rotieren und
über Mitnahmeeffekte die Farbstoffträger bewegen und sie bei geeigneter Konfiguration
auch zur Rotation bringen.
[0012] Zur Veränderung der Stärke des magnetischen Führungsfeldes für den Farbstoffträger
kann der Abstand verringert werden. Dadurch wird die Andruckkraft und damit die Stärke
der Farbspur variiert. Es ist vorstellbar, daß dazu auch die Führungsschiene die Bewegung
des Führungsmagneten mit Höhen-Verstelleinrichtungen versehen ist. Als Führungsmagnete
kommen Permanentmagnete in Frage, die den Vorteil haben, daß sie ohne eigene Stromversorgung
auskommen. Werden Elektromagnete eingesetzt, kann die Höhenveränderung des Führungsmagneten
zur Variation des magnetischen Führungsfeldes für den Farbstoffträger durch Änderung
der Stromstärke und damit der Polstärke des Elektromagneten ersetzt werden.
[0013] Eine Möglichkeit der Farbstoffergänzung ist dadurch gegeben, daß der Farbstoffvorrat
in einem Behälter vorgesehen ist, der über eine Kapillare austropfen kann. Es versteht
sich von selbst, daß dieses "Austropfen" auch in einem Vordruck nach Art einer "Injektionsspritze"
geschehen kann, wobei der Vordruck zweckmäßigerweise nur dann angelegt wird, wenn
der Farbstoffträger in Aufnahmeposition ist. Mit Hilfe eines Führungsmagneten (oder
ggfs. eines Hilfsmagneten) wird der Farbstoffträger unter die Austropföffnung der
Kapillare bzw. unter die Spitze der Nadel gebracht, ggfs. angehoben und übernimmt
dann dort eine abmessbare Farb-Dosis. Wird das untere Ende der Kapillare mit einer
vom Kugelschreiber bekannten Übertragungskugel verschlossen, wird das Austropfen ersetzt
durch eine Berührungsübertragung, die besonders dann von Interesse ist, wenn der Farbstoffträger
abrollfähig ausgebildet ist. Ist eine über der Unterlage und parallel zu ihr angeordnete
Platte vorgesehen und befinden sich der bzw. die Farbstoffträger im Zwischenraum zwischen
diesen beiden Platten, kann die der Unterlage gegenüberliegende Platte mit einem den
Farbstoff enthaltenden Überzug in Form z.B. eines dünnen Filzes ausgestattet sein.
In diesem Fall geschieht die Farbübertragung durch das Abrollen abrollfähiger Farbstoffträger.
[0014] Es versteht sich von selbst, daß zur Farbübertragung auch andere Möglichkeiten bestehen,
nämlich die Übernahme von Farbpuder (das auch als Kompaktpuder stückig vorliegen kann)
oder von Farbpaste oder Farbflüssigkeit, insbesondere wenn diese zum Tränken eines
Kissens, etwa eines Stempelkissens, dient. Um den Farbstoffträger zur Farbergänzung
zu bewegen, kann auch anstelle des Führungsmagneten ein anderes Überführungsmittel
eingesetzt werden. So ist es möglich, den Farbstoffträger auch mit Hilfe einer Saugdüse
zu erfassen und gezielt zum Ort der Farbstoffaufnahme zu bewegen. Anstelle der Saugdüse
kann auch ein vom Führungsmagneten unabhängiger Hilfsmagnet Verwendung finden. Zweckmäßig
ist es, wenn die Überführungsmittel parallel und synchron zum Führungsmagneten bewegt
werden. Dann "finden" diese Mittel den ihnen zugeordneten Farbstoffträger und können
ihn nach Farbaufnahme wieder im Feld des Führungsmagneten absetzen.
[0015] Darüber hinaus ist es auch möglich, den Farbstoffauftrag invers durchzuführen, wobei
eine zum Führungsmagneten synchron bewegte Sprühdüse einen Farbstoffnebel austreten
läßt und der Farbstoffträger den Farbstoffnebel abdeckend eine "Schatten-Spur" hinterläßt.
In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß unter "Farbstoff" nicht nur Farben
im eigentlichen Sinne des Wortes verstanden werden, sondern z.B. auch Ätzmittel, um
Druckvorlagen ätzen zu können.
[0016] In der Praxis wird der Farbauftrag mit mehreren Farbstoffträgern durchgeführt, wobei
jeder Farbstoffträger einem Führungsmagneten zugeordnet ist und die Führungsmagnete
im wesentlichen unabhängig voneinander bewegbar sind. Für diesen Fall können die Überführungsmittel
- gleichgültig ob magnetisch oder saugend - deckenartig über dem gesamten Farbauftragbereich
vorgesehen sein. Es versteht sich dabei von selbst, daß die den Überführungsmitteln
auf die Farbstoffträger ausgeübten Kräfte größer sein müssen als die Kräfte, die die
Führungsmagnete auf die Farstoffträger ausüben. Um die Abstimmung zu erleichtern,
kann so vorgegangen werden, daß die Führungsmagnete dann von der Unterlage entfernt
werden, wenn die Farbstoffträger zur Farbstoffaufnahme mit den Überführungsmitteln
erfaßt und zum Ort der Farbergänzung verbracht werden. Durch die dadurch entstehende
Abstandsvergrößerung verringern sich die auf die Farbstoffträger wirkenden magnetischen
Kräfte. Dieses Vorgehen ist insbesondere dann angezeigt, wenn es sich bei den Führungsmagneten
um Permanentmagnete handelt. Werden Elektromagnete als Führungsmagnete eingesetzt,
kann Verringerung der magnetischen Kräfte auch durch Verringerung der die Elektromagnet
erregenden Stromstärken erreicht werden. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, daß
unterschiedliche Erregung der als Führungsmagnete dienenden Elektromagnete den Andruck
der Farstoffträger auf der Unterlage und somit die Intensität des Farbauftrags beeinflußt.
Unterschiedliche Erregungen können somit zusätzliche Effekte bewirken.
[0017] Um die Farbstoffträger von Zeit zu Zeit mit der sich verbrauchenden Farbe versehen
zu können, können auch im Bereich des Bewegungsraumes der Führungsmagneten zumindest
ein Farbvorrat vorgesehen sein. Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Farbvorrat in Form
eines die Farbe enthaltenden Napfes, einer Rinne oder eines Kissens ausgebildet ist.
Die Farbstoffe können flüssig oder pulverförmig, aber auch als Paste vorliegen. In
den Rinnen oder Näpfen können auch Farbstoff-Aufnahmekissen nach Art von Stempelkissen
angeordnet sein, die für eine Verteilung des Farbstoffes an der Oberfläche sorgen
und ein Durchtränken des porösen Teils des Farbstoffträgers verhindern. Mit Hilfe
seines Führungsmagneten wird der Farbstoffträger von Zeit zu Zeit zum Farbstoffvorrat
gebracht und dort - etwa durch Verstärkung des Magnetfeldes (Annäherung, Erhöhung
der Stromstärke) auf den Farbstoffvorrat bzw. in diesen gedrückt. Nach Aufnahme der
Farbe wird der Farbstoffträger vom Führungsmagneten wieder auf die Unterlage bewegt.
Sollen die Farbverstärkungen im Randbereich der Unterlage (bedingt durch die frische
Einfärbung des Farbstoffträgers) unterdrückt werden, empfiehlt es sich, einen Hilfsmagneten
so anzuordnen, daß der Hilfsmagnet die Führung des Farbstoffträgers, während dieser
mit neuem Farbstoff versehen wird, übernimmt. Dazu wird der Hilfsmagnet zweckmäßigerweise
mit dem Führungsmagneten mechanisch gekuppelt, so daß beide parallel zueinander bewegt
werden. Soll der Farbstoffträger mit neuer Farbe versehen werden, wird er vom Hilfsmagneten,
der dann erregt wird, übernommen vom nicht mehr erregten Führungsmagneten freigegeben.
Der Hilfsmagnet bewegt den Farbstoffträger nunmehr abgehoben von der Unterlage zum
Farbstoffvorrat.
[0018] Durch entsprechende Polanordnung lassen sich Feldkonfigurationen erzeugen, bei denen
die Farbstoffträger mit ferromagnetischen Eigenschaften in der Nähe eines der Pole
eine stabile Lage aufweisen. Bei Änderung der Feldverteilung durch Änderung der Erregung
- Elektromagnete vorausgesetzt - oder durch Änderung der Geometrie bei Kippen der
Magnetanordnung - Permanent- oder Elektromagnete vorausgesetzt - verliert diese Lage
des Farbstoffträgers die Stabilität und der Farbstoffträger "springt" in eine neue
stabile Lage. Auf diese Weise lassen sich sowohl Multi-Polartige Felder als auch gleichpolige
Felder mit von der Polzahl und der Polform abhängiger Feldverteilung nachbilden, die
entsprechend der Wechselwirkung mit dem Farbstoffträger mit ferromagnetischen Eigenschaften
jeweils andere Bewegungsformen bewirken.
[0019] Es versteht sich von selbst, daß dieses im Zusammenhang mit dem Hilfsmagneten beschriebene
Vorgehen auch mit der Saugdüse möglich ist.
[0020] Auf die beschriebene Weise lassen sich auch von Hand erzeugte Muster nachbilden,
in dem diese z.B. mit einer Maus oder einem Scanner abgetastet und digitalisiert im
Speicher eines Rechners abgelegt werden. Mit Hilfe dieser abgelegten Muster (die im
Rechner selbst durch Maßstabänderung, Stauchen in der einen oder anderen Richtung,
o.dgl. noch verändert werden können) können in Art einer CAM-Steuerung die Führungsmagnete
bewegt werden, so daß mit diesem Verfahren auch Vervielfältigungen möglich sind. Dabei
ist zu beachten, daß die Bewegung der Farbstoffträger der Bewegung des Führungsmagneten
niemals exakt folgt, so daß die einzelnen, durch diese Vervielfältigung gewonnen Muster
Abweichungen voneinander zeigen.
[0021] Das Wesen der Erfindung wird anhand der Figuren 1 bis 2 beispielhaft näher beschrieben,
wobei
- Figur 1
- einen (stark schematisierten) Querschnitt einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens,
- Figur 2
- eine Aufsicht auf diese Vorrichtung und
- Figur 3
- eine Einzelheit eines walzenförmigen mehrfachen Führungsmagneten
zeigen.
[0022] Der Farbstoffträger 1 ist vom Magnetfeld des Führungsmagneten 2 eingefangen, wobei
das Magnetfeld wesentlich durch die geometrische Form der Polschuhe 3.1 und 3.2 bestimmt
wird. Der Führungsmagnet 2 ist auf einem Schlitten 12 angeordnet; dieser Schlitten
12 ist seinerseits bewegbar an einer Schiene 12.1 befestigt, die sich quer zur Bewegungsrichtung
der mit dem Muster zu versehenden Unterlage 5 erstreckt. Ist dieser Magnet 2 als Elektromagnet
ausgebildet, sind die Schenkel der Polschuhe 3.1 und 3.2 oder aber - wie in Fig. 1
dargestellt - das Joch zwischen ihnen mit einer Erregungsspule 4 versehen.
[0023] Um eine gewisse Beweglichkeit in Richtung der Bewegung der Unterlage 5 zu erhalten,
ist die Schiene 12.1 ihrerseits auf seitlichen Führungsstegen 12.2 aufgelegt, so daß
auch hier eine Bewegung parallel zur Bewegungsrichtung der Unterlage 5 erfolgen kann.
Diese seitlichen Auflageschienen 12.2 sind mit Endanschlägen zur Begrenzung des Weges
der Führungsschiene 12.1 versehen. Zweckmäßigerweise werden die seitlichen Auflageschienen
12.2 an dem Führungsgestell 10 für die Unterlage 5 befestigt. Dieses Führungsgestell
10 besteht aus einer Auflageplatte 11 und einem den Farbauftragbereich umgebenden
Rahmen 11.1, der im Bereich der Durchführung der bahnförmigen Unterlage 5 gegenüber
der Auflageplatte zurückgesetzt ist, so daß ein Schlitz zum Durchführen der Unterlage
5 entsteht. Die Unterlage 5 selbst - hier als Papierbahn oder Textilbahn dargestellt
- wird von einer Vorratsrolle 6 abgezogen und läuft insbesondere zum Ausgleich des
wechselnden Durchmessers der Vorratsrolle über eine erste Umlenkkrolle 8 in das Führungsgestell
10 ein. Oberhalb der Auflageplatte 11 ist der Farbauftragbereich, in dem sich zumindest
ein Farbstoffträger 1 - im Regelfall mehrere mit mehreren Führungsmagneten - befinden.
Beim kontinuierlichen Durchziehen der bahnförmigen Unterlage 5, im Zusammenwirken
mit der Bewegung des Führungsmagneten 2, entsteht das gewünschte Muster; die mit dem
Muster versehene bahnförmige Unterlage 5 läuft aus dem Führungsgestell aus und wird
über eine zweite Umlenkrolle 8 in eine Trockenstrecke 9 geführt, in der z.B. mittel
eines IR-Strahlers 9.1 die aufgetragenen Farben getrocknet werden. Nach der Trocknung
wird die fertige bahnförmige Unterlage 5 auf die Vorratsrolle 7 aufgespult. Es versteht
sich von selbst, daß die zweite Umlenkrolle 8 auch hier den sauberen Auslauf der mit
Muster versehenen bahnförmigen Unterlage 5 aus dem Führungsgestell 10 trotz sich ändernden
Durchmessers der Aufwickelrolle 7 gewährleistet. Dabei wird auch mit üblichen Mitteln
dafür Sorge getragen, daß Hilfsmittel wie z.B. IR-Strahler 9.1 im Bereich der Trockenstrecke
einen konstanten Abstand zur Unterlage 5 behalten.
[0024] Figur 2 zeigt eine Aufsicht, die teilweise aufgeschnitten ist. Zwischen dem äußeren
Rand der bahnförmigen Unterlage 5 und dem in Bewegungsrichtung der Unterlage 5 liegenden
Teilen des Rahmens 11.1 befinden sich Farbstoff-Vorratsrinnen 13, in die der Farbstoffträger
1 mit Hilfe des Führungsmagneten 2 zum Beladen mit Farbe "eingetaucht" werden kann.
Es versteht sich von selbst, daß neben flüssiger Farbe auch pulverförmige Farbpigmente
oder nach Art von Stempelkissen getränkte Kissen in den Rinnen 13 vorhanden sein können,
ebenso können die Rinnen selbst napfförmig oder ähnlich ausgebildet sein, wesentlich
ist lediglich, daß bestimmte Orte außerhalb der bahnförmigen Unterlage 5 mit einem
Farbstoffvorrat versehen sind. Es versteht sich von selbst, daß der Farbstoffvorrat,
besonders wenn es sich um einen Farbstoffvorrat in Form eines Kompaktpulvers oder
in Form von getränkten Kissen handelt, auch an den Innenseiten der rahmenartigen Seitenwände
11.1 des Führungsgestells 10 vorgesehen werden kann.
[0025] In der Darstellung der Figur 2 ist auch die auf den seitlichen Auflageschienen 12.2
aufliegende, sich quer zur Bewegungsrichtung der bahnförmigen Unterlage 5 erstreckende
Führungsschiene 12.1 zu erkennen, die die Führung des den Magneten 2 tragenden Gleitschlittens
12 ist. Die Antriebe für die Bewegungen selbst sind übliche Schrittmotoren, hydraulische
oder pneumatische Zylinder o.dgl., die zum Erzeugen rapportloser Muster zufallgesteuert
geschaltet werden, so daß der Farbstoffträger 1 zufällige Bewegungen ausführt. Es
versteht sich von selbst, daß auch andere Arten von Steuerungen möglich sind, so daß
auch Muster mit mehr oder weniger großem Grad an Symmetrie gebildet werden können.
Durch das Ansteuern von Farbvorräten unterschiedlicher Farbe lassen sich auch Farbeffekte
erzeugen, die im Farbübergang von der einen zur anderen Farbe über entsprechende Mischungsstufen
liegen. Hierbei ist zu beachten, daß der Farbstoffträger nicht gleichmäßig mit einer
Farbe durchtränkt sein muß, sondern in sich Bereiche aufweisen kann, in denen die
eine und andere Bereiche, in denen die andere Farbe rein vorliegt; dazwischen befinden
sich Bereiche mit mehr oder weniger starker Durchmischung beider Farben. Gleiches
gilt auch, wenn drei oder mehr Farben Anwendung finden. Bei der unregelmäßigen Bewegung
wird der Farbstoffträger auch gedreht, so daß dadurch die in den vorerwähnten Farbabstufungen
gehaltenen Muster entstehen.
[0026] Die Figur 3 zeigt schließlich als Beispiel eines Führungsmagneten eine Magnetwalze
15 mit ringförmigen Permanentmagneten 16. Diese Permanentmagnete sind voneinander
durch nicht-ferromagnetische (z.B. Messing oder Aluminium) Zwischenscheiben 17 getrennt.
Die gesamte Anordnung befindet sich auf einer Welle 18. Die Welle 18 kann mit nicht
näher dargestellten Antrieben gemäß den eingezeichneten Pfeilrichtungen bewegt werden:
Zum einen ist eine Bewegung in Achsrichtung möglich, wobei diese Bewegung im allgemeinen
begrenzt sein kann auf die Länge eines Ringmagneten, des weiteren ist eine Bewegung
rechtwinklig zur Achse möglich, wobei diese Bewegung über die gesamte Länge der Unterlage
hinweg erfolgen soll. Schließlich ist eine Rotation möglich, so daß bei geeigneter
Ausbildung der Magnete und der ferromagnetischen Teile der Farbstoffträger deren rotierende
Mitnahme erzwungen werden kann.
[0027] Mit Hilfe des Farbauftrags über die im magnetischen Feld von Führungsmagneten geführten
Farbstoffträger lassen sich neben Muster der Gebrauchsgrafik auch künstlerische Muster
gestalten, wobei an die Unterlage lediglich die Anforderung gestellt wird, daß sie
das Magnetfeld nicht wesentlich schwächt. Es können somit alle Arten von Unterlagen
verwandt werden, wie Papier, Pappe, Gewebe, Filze, Kunststoffe und auch Metalle, soweit
diese das Magnetfeld nicht wesentlich schwächen. Besonders gut eignen sich dabei nicht
zu dicke, insbesondere folienartige Unterlagen, dickere Unterlagen sind jedoch nicht
auszuschließen, sie bedingen jedoch höhere Feldstärken der Führungsmagnete. Dem Farbauftrag
sind Aufträge von Ätzmitteln, Leim oder ähnlichem, auf der Oberfläche der Unterlage
im Muster erzeugenden Mittel gleichwertig, wobei die Bewegung der entsprechenden Träger
mit den beschriebenen magnetische Mitteln nach der Erfindung erreicht wird.
1. Verfahren zum Erzeugen von Mustern mittels Farbe o.dgl. auf ein Magnetfeld nicht wesentlich
schwächenden Unterlagen, wie auf Papier, Pappe, Holz, Keramik, Porzellan und Glas
sowie auf textilen Unterlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbmuster von den Spuren von mit Farbstoff versehenen Farbstoffträgern
mit ferromagnetischen Eigenschaften auf der Unterlage gebildet werden, die diese beim
Bewegen mit Hilfe eines Magnetfeldes eines bewegten Führungsmagneten auf der Unterlage
hinterlassen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
- Versehen eines Farbstoffträgers mit ferromagnetischen Eigenschaften mit dem aufzutragenden
Farbstoff
- Aufbringen des mit Farbstoff versehenen Farbstoffträgers auf die Unterlage
- Einfangen des Farbstoffträgers im Felde eines Führungsmagneten
- Bewegen des Führungsmagneten, wobei der vom magnetischen Feld mitgenommene Farbstoffträger
die Farbstoffspuren auf der Unterlage hinterläßt
- Erneutes Versehen des Farbstoffträgers mit aufzutragendem Farbstoff.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 mit bewegter Unterlage, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsrichtung des Führungsmagneten quer zur Bewegungsrichtung der Unterlage
ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der Bewegung des Führungsmagneten die Antriebsmotoren im Sinne
einer CAM-Steuerung von einem Rechner aufgrund des im Speicher des Rechners abgelegten
Musters angesteuert werden.
5. Vorrichtung zum Herstellen von Mustern mittels Farbe o.dgl. nach dem Verfahren gemäß
den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Führungsmagnet (2) in einer zur Unterlage (5) parallelen Ebene zumindest
in einer Richtung bewegbar angeordnet ist, wobei die Unterlage (5) verdrehbar und/oder
längs verschiebbar angeordnet ist und die Bewegung des Führungsmagneten (2) annähernd
rechtwinklig zur Bewegung der Unterlage (5) gerichtet ist, und daß die Farbstoffträger
(1) als beschränkt abrollfähige kugel- oder walzenförmige Körper ausgebildet sind,
die zumindest im Randbereich zur Farbübertragung eingerichtet sind und die im Kernbereich
ferromagnetisches Material aufweisen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbstoffträger (1) eine die Farbübertragung ermöglichenden Gummi- oder
Kunststoffüberzug aufweisen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbstoffträger (1) zumindest im Randbereich als poröse Körper ausgebildet
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbstoffträger (1) in Form von Stahlwolleknäuels ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Führungsmagnet (2) ein Permanentmagnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Führungsmagnete (2) ein Elektromagnet mit über die Stärke des erregenden
Stromes einstellbarer Polstärke ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Bewegungsraumes der Führungsmagneten (2) zumindest ein Farbvorrat
vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, daß der Farbvorrat in Form eines die Farbe enthaltenden Napfes, einer Rinne oder
eines Kissens ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Farbvorrat im Inneren eines Vorratsbehälters vorgesehen ist, der mit einer
Austritts-Kappilare verbunden ist, deren Austrittsende im Bereich der Bewegung des
Führungsmagneten (2) liegend mit dem Farbstoffträger (1) zur Farbübernahme in Deckung
gebracht werden kann.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsmagnet (2) als Hilfsmagnet ausgebildet ist, der den Farbstoffträger
(1) gegen die Austrittsöffnung hebt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbstoff über eine Farbstoff-Vernebelungsdüse austritt, die, synchron zum
Führungsmagneten (2) bewegt, relativ zum Farbstoffträger (1) eine konstante Position
einnimmt, wobei der Farbstoffträger die Unterlage gegenüber dem Farbnebel abschirmt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsmagnet (2) eine aus mehreren Ringmagneten (16) gebildete Walze (15)
ist, wobei die einzelnen Ringmagnete (16) durch nicht-ferromagnetische Ringe (17)
voneinander getrennt wechselweise entgegengesetzt gepolt sind, wobei die gesamte Anordnung
auf einer Welle (18) angeordnet ist, die insgesamt achsial und rechtwinklig zur Achse
verschiebbar ist und/oder auch drehbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmotoren zur Bewegung des/der Führungsmagneten (2) von einem Rechner
ansteuerbare Schrittmotoren sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmagnete (2) unterhalb und die Farbstoffträger (1) oberhalb der Unterlage
(5) angeordnet sind.
1. A procedure for the generation of patterns by using paint or similar substances in
a magnetic field of not considerably weaker surfaces such as paper, board, wood, ceramics,
porcelain and glass as well as textile surfaces, characterized in that the paint patterns
are formed on the surface by traces of the paint carrier loaded with paint of ferromagnetic
properties, leaving these by moving a magnetic field of a movable guide magnet.
2. A procedure according to claim 1, characterized by the following steps:
- Loading of a paint carrier of ferromagnetic properties with the paint to be applied
- Application of the paint carrier loaded with paint to the substrate
- Capture of the paint carrier within the field of a guide magnet
- Movement of the guide magnet, causing the paint carrier being moved by the magnetic
field to leave paint traces on the substrate
- Replenishing of the paint carrier with paint to be applied
3. A procedure according to claims 1 or 2 including a moving substrate, characterized
in that the direction of movement of the guide magnet is diagonal to the direction
of movement of the substrate.
4. A procedure according to one of claims 1 to 3, characterized in that drive motors
for the control of the guide magnet movement are controlled like a CAM control by
a computer according to the pattern stored in the computer memory.
5. A device for the production of patterns using paint or similar substances according
to the procedure of claims 1 to 4, characterized in that a guide magnet (2) is arranged
in a plane parallel to the substrate (5) and moveable in at least one direction with
the substrate (5) being arranged for rotation and/or longitudinally displacement and
the movement of the guide magnet (2) being nearly right-angled to the movement of
the substrate (5) and that the paint carrier (1) is designed as a limited rollable
spherical or roll-shaped body being set in at least the edge area for paint transfer
and including ferromagnetic material in the core area.
6. A device according to claim 5, characterized in that the paint carriers (1) include
a rubber or plastic coating to allow paint transfer.
7. A device according to claim 5, characterized in that the paint carriers (1) are at
least around their edges designed as porous bodies.
8. A device according to claim 7, characterized in that the paint carriers (1) are designed
like a steel wool ball.
9. A device according to one of claims 5 to 8, characterized in that each guide magnet
(2) is a permanent magnet.
10. A device according to one of claims 5 to 8, characterized in that each of the guide
magnets (2) is an electromagnet with a pole strength controllable by the power of
the activating current.
11. A device according to claims 5 to 10, characterized in that at least one paint reservoir
is contained in the area of travel of the guide magnet (2).
12. A device according to claim 11, characterized in that the paint reservoir is designed
as a paint bowl, groove or pad.
13. A device according to one of claims 5 to 10, characterized in that a paint supply
is provided inside a reservoir connected to an capillary outlet tube, the outlet end
of which being congruent with the paint carrier (1) if required, within the area of
travel of the guide magnet (2).
14. A device according to claim 13, characterized in that the guide magnet (2) is an auxiliary
magnet, lifting the paint carrier (1) against the outlet opening.
15. A device according to one of claims 5 to 10, characterized in that the paint emerges
through a paint atomizing nozzle being synchronized to the movement of the guide magnet
(2), assuming a constant position in relation to the paint carrier (1), with the paint
carrier shielding the substrate against the paint spray.
16. A device according to one of claims 5 to 15, characterized in that the guide magnet
(2) is a roll (15) consisting of several ring magnets (16), with individual ring magnets
(16) being separated from one another by non-ferromagnetic rings (17) and alternately
having opposing polarities, with the complete arrangement being arranged on a shaft
(18), displaced and/or rotated axially and at right angles to the axis.
17. A device according to one of claims 5 to 16, characterized in that the drive motors
for the travel of the guide magnet(s) (2) are step motors controlled by a computer.
18. A device according to one of claims 5 to 17, characterized in that the guide magnets
(2) are positioned below and the paint carrier (1) above the substrate (5) .
1. Procédé pour réaliser des motifs au moyen de colorants ou similaire, sur des supports
n'affaiblissant pas sensiblement un champ magnétique, comme sur du papier, du carton,
du bois, de la céramique, de la porcelaine et du verre, ainsi que sur des supports
textiles, caractérisé en ce que les motifs colorés sont constitués sur le support
par les traces de porteurs de colorants munis de colorants, à propriétés ferromagnétiques,
que ceux-ci laissent sur le support lors d'un mouvement à l'aide d'un champ magnétique
d'un aimant de guidage mobile.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par les étapes suivantes :
- munir un porteur de colorants à propriétés ferromagnétiques du colorant à appliquer,
- appliquer le porteur de colorants muni de colorants sur le support,
- piéger le porteur de colorants dans le champ d'un aimant de guidage,
- déplacer l'aimant de guidage, le porteur de colorant qui est emmené par le champ
magnétique laissant sur le support les traces de colorant,
- de nouveau, munir le porteur de colorant de colorants à appliquer.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, avec support en mouvement, caractérisé en ce
que la direction du mouvement de l'aimant de guidage est transversale par rapport
à la direction de mouvement du support.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, pour
piloter le mouvement de l'aimant de guidage, les moteurs d'entraînement sont pilotés
par un ordinateur, au sens d'un pilotage de type CAO, sur la base du motif stocké
dans la mémoire de l'ordinateur.
5. Dispositif pour la fabrication de motifs au moyen de peinture, ou similaire, par le
procédé selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'un aimant de guidage
(2) est disposé dans un plan parallèle au support (5) de manière mobile au moins dans
une direction, le support (5) étant disposé d'une manière permettant sa rotation et/ou
son déplacement en long, le mouvement de l'aimant de guidage (2) étant orienté approximativement
selon la perpendiculaire au mouvement du support (5), et en ce que les porteurs de
colorant (1) sont constitués de corps en forme de billes ou de rouleaux à faculté
de déroulement limitée qui, au moins dans la zone de leurs bords, sont aménagés pour
le transfert de colorants et qui, dans leur zone centrale sont constitués d'un matériau
ferro-magnétique.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que les porteurs de colorants
(1) comportent un revêtement en caoutchouc ou en plastique permettant le transfert
des colorants.
7. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que les porteurs de colorants
(1), au moins dans la zone de leurs bords, sont constitués de corps poreux.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les porteurs de colorants
(1) sont constitués sous la forme de pelotes de laine d'acier.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que
chaque aimant de guidage (2) est un aimant permanent.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que
chacun des aimants de guidage (2) est un électro-aimant avec une intensité de pôle
réglable par l'intermédiaire de l'intensité du courant d'excitation.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 10, caractérisé en ce que,
au niveau de la zone de déplacement des aimants de guidage (2), il est prévu au moins
un stock de colorants.
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que le stock de colorants
est constitué sous la forme d'un godet, d'un conduit ou d'un coussin les renfermant.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 10, caractérisé en ce qu'un
stock de colorants est prévu à l'intérieur d'un récipient de stockage, qui est relié
à un capillaire de sortie dont l'extrémité de sortie, dans la zone de déplacement
de l'aimant de guidage (2), peut être placée à plat en recouvrement avec le porteur
de colorants (1) pour le transfert de colorants.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'aimant de guidage (2)
est constitué d'un aimant auxiliaire, qui élève le support de colorants (1) contre
l'ouverture de sortie.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 10, caractérisé en ce que
le colorant sort par une buse de nébulisation qui, mise en mouvement synchronisé avec
l'aimant de guidage (2), prend par rapport au porteur de colorants (1) une position
constante, le porteur de colorants faisant écran devant le support par rapport au
nuage de colorant.
16. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 15, caractérisé en ce que
l'aimant de guidage (2) est un rouleau (15) constitué de nombreux aimants annulaires
(16), les différents aimants annulaires (16) étant polarisés en alternance de manière
opposée, en étant séparés les uns des autres par des anneaux (17) non-ferromagnétiques,
l'ensemble de la structure étant placé sur un arbre (18) qui, dans son ensemble, peut
être déplacé et/ou également tourner dans le sens axial et perpendiculaire à l'axe.
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 16, caractérisé en ce que
les moteurs d'entraînement pour le déplacement du/des aimant(s) de guidage (2) sont
des moteurs pas à pas pouvant être pilotés par un ordinateur.
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 17, caractérisé en ce que
les aimants de guidage (2) sont placés au-dessous et les porteurs de colorants (1)
au-dessus du support (5).
