Vorrichtung zur Steuerung mindestens eines Drosselquerschnittes an mindestens einer
Steueröffnung
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung nach der Gattung des Hauptanspruches.
Es ist schon eine derartige Vorrichtung bekannt (DE-A-32 34 468), bei der jedoch der
Nachteil besteht, daß bei wirkungslosem Federelement, beispielsweise durch einen
Bruch des Federelementes und erregtem Stellmotor oder einer Störung im elektronischen
Steuergerät die Steueröffnung durch das Drosselorgan vollständig geöffnet wird und
dadurch der Betrieb der Brennkraftmaschine in unerwünschter Weise beeinflußt oder
gar durch einen zu hochtourigen Lauf gefährdet wird. Bei einer anderen derartigen
Vorrichtung (DE-A-33 40 060) wird bei einem wirkungslosen Federelement und erregtem
Stellmotor das Drosselorgan in eine die Bypassleitung schließende Endstellung bewegt.
Bekannt ist ebenfalls eine Vorrichtung (US-A-44 80 614), bei der ein Schrittmotor
über ein Schraubengetriebe ein Drosselorgan in axialer Richtung verschiebt. Eine
am Drosselorgan angreifende Druckfeder gleicht das Spiel im Schraubengetriebe aus.
Wird die Druckfeder wirkungslos, so ist das Drosselorgan weiterhin durch den Schrittmotor
verstellbar, jedoch verschlechtert sich infolge des nun wirksam werdenden Spieles
im Schraubengetriebe die Genauigkeit der Steuerung des Drosselquerschnittes.
Vorteile der Erfindung
[0002] Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß bei einer Erregung des Stellmotors und einem wirkungslosen
Federelement, bei spielsweise einem Bruch des Federelementes, gegen das der Stellmotor
arbeitet, durch die Vorrichtung nicht eine Luftmengenströmung gesteuert wird, die
den Betrieb der Brennkraftmaschine in unerwünschter Weise beeinflußt oder gar durch
einen zu hochtourigen Lauf gefährdet. Die Einstellung eines Sicherheitsquerschnittes
der Bypassleitung bewirkt eine Begrenzung der pro Zeiteinheit strömenden Luftmenge,
mittels welcher die Brennkraftmaschine in ungefährdeter Weise
betrieben werden kann
[0003] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Vorrichtung möglich.
[0004] Besonders vorteilhaft ist es, den Sicherheitsquerschnitt durch einen Teilbereich
der Steueröffnung zu bilden und durch eine Steuerkante des Drosselorganes zu öffnen.
[0005] Weiterhin vorteilhaft ist es, das Drosselorgan über seine die Steueröffnung schließende
Stellung hinaus in die den Sicherheitsquerschnitt öffnende Stellung zu bewegen.
Zeichnung
[0006] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 ein Diagramm,
das die Durchflußmenge pro Zeiteinheit Q des Betriebsmittels Luft über dem Verstellweg
s des Drosselorgans zeigt, Figur 2 einen Schnitt durch eine Vorrichtung zur Steuerung
mindestens eines Drosselquerschnittes entlang der Linie II-II in Figur 3, Figur 3
einen Schnitt entlang der Linie III-III in Figur 2, Figur 4a bis d eine vereinfachte
Darstellung verschiedener Stellungen eines Drosselorgans mit einer Drosselöffnung
gegenüber einer Steueröffnung in einer ersten Ausführungsform, Figur 5a bis d eine
vereinfachte Darstellung der Stellungen eines Drosselorganes mit einer dreieckförmigen
Drosselöffnung gegenüber einer parallelogrammförmigen Steueröffnung in einer zweiten
Ausführungsform, Figur 6 eine Draufsicht auf eine entsprechend den Figuren 2 und 3
ausgestaltete und mit einer Steueröffnung und einer Drosselöffnung entsprechend
den Figuren 5a bis d ausgestalteten Vorrichtung, Figur 7a bis d eine vereinfachte
Darstellung der Stellungen eines mit zwei Drosselöffnungen ausgestalteten Drosselorgans
gegenüber zwei Steueröffnungen in einem dritten Ausführungsbeispiel.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0007] In der Figur 1 ist in einem Diagramm die pro Zeiteinheit strömende Menge Q eines
zu steuernden Betriebsmittels, beispielsweise der im Leerlauf einer Brennkraftmaschine
zu steuernden Leerlaufluftmenge für die Brennkraftmaschine, über dem Verstellweg s
eines Drosselorganes einer Vorrichtung dargestellt, wie sie in dem folgenden Text
anhand verschiedener Ausführungsbeispiele beschrieben wird. Bei der in den Figuren
2 und 3 dargestellten Vorrichtung strömt in Pfeilrichtung 1 Verbrennungsluft durch
ein Ansaugrohr 2 an einer Drosselklappe 3 vorbei zu einer nicht dargestellten Brennkraftmaschine.
Mit dem Ansaugrohr 2 steht eine Bypassleitung 5 in Verbindung, die um die Drosselklappe
3 führt und deren Durchgangsquerschnitt durch die Vorrichtung 6 mittels eines Drosselorganes
7 änderbar ist. Die Vorrichtung 6 wird durch ein elektronisches Steuergerät 8 angesteuert,
an dem bei 10 die von der Fahrzeugbatterie gelieferte Versorgungsspannung, bei 11
das vom Zündverteiler der Brennkraftmaschine abgenommene Signal für die Drehzahl
der Brennkraftmaschine, bei 12 das Signal für die Motortemperatur und bei 13 eine
die Stellung der Drosselklappe 3 kennzeichnende Spannung, die beispielsweise ein mit
der Drosselklappe 3 verbundenes Potentiometer liefert, anliegt. Dem elektronischen
Steuergerät 8 können bei Bedarf noch weitere Betriebskenngrößen der Brennkraftmaschine
eingegeben werden.
[0008] Als Stellmotor der Vorrichtung 6 dient beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ein
nicht näher dargestellter Elektromotor 15, der über einen Stecker 16 durch das elektronische
Steuergerät 8 in Abhängigkeit von Betriebskenngrößen der Brennkraftmaschine ansteuerbar
ist. Der Elektromotor 15 verdreht im erregten Zustand eine Hohlwelle 17, die über
Wälzlager 18 um eine Achse 19 drehbar gelagert ist, welche in einen Gehäuseboden 21
eines topfförmig ausgebildeten Gehäuses 22 der Vorrichtung 6 eingepreßt ist und darin
fest steht. Mit der Hohlwelle 17 ist drehfest das Drosselorgan 7 verbunden, das rohrsegmentförmig
ausgebildet ist und in einen im Gehäuseboden 21 gestalteten und die Bypassleitung
5 schneidenden Schwenkraum 24 ragt. Mit dem Schwenkraum 24 ist einerseits ein Zuströmstutzen
26 zum Ansaugrohr 2 stromaufwärts der Drosselklappe und andererseits ein Abströmstutzen
27 zum Ansaugrohr 2 stromabwärts der Drosselklappe 3 verbunden. Das rohrsegmentförmige
Drosselorgan 7 ragt mit seinem Umfang möglichst dicht bis an die Wandung des Schwenkraumes
24. In der dem Zuströmstutzen 26 zugewandten Wandung 28 des Schwenkraumes 24 ist
wenigstens eine Steueröffnung 29 ausgespart, die durch das Drosselorgan 7 mehr oder
weniger geöffnet werden kann. Hierfür kann beispielsweise das rohrsegmentförmig ausgebildete
Drosselorgan 7 eine dieses durchdringende Drosselöffnung 31 aufweisen, die bei einer
Drehbewegung des Drosselorganes 7 mehr oder weniger in Überdeckung mit der Steueröffnung
29 gebracht wird und hierdurch die Steueröffnung 29 unter Bildung eines Drosselquerschnittes
mehr oder weniger öffnet. Die Verdrehung des Drosselorganes 7 durch den Elektromotor
15 erfolgt entgegen der Kraft eines beispielsweise als Spiralfeder 32 ausgebildeten
Federelementes, die mit ihrem inneren Ende mit der Hohlwelle 17 und mit ihrem äußeren
Ende mit dem Gehäuse 22 verbunden ist. In nicht erregtem Zustand des Elektromotors
15 verdreht die Spiralfeder 32 die Hohlwelle 17 mit einem Anschlagabschnitt 33 gegen
eine in den Gehäuseboden 21 geschraubte Anschlagschraube 34. Bei an der Anschlagschraube
34 anliegendem Anschlagabschnitt 33 wird das Drosselorgan 7 durch die Spiralfeder
32 in einer Ausgangsstellung gehalten, in der die Steueröffnung 29 durch das Drosselorgan
7 nicht vollständig verschlossen wird, sondern die Drosselöffnung 31 teilweise mit
der Steueröffnung 29 in Überdeckung steht, so daß in dieser Stellung ein Notlaufquerschnitt
36 geöffnet bleibt, über den durch die Bypassleitung 5 Luft oder Gemisch von stromaufwärts
der Drosselklappe nach stromabwärts der Drosselklappe 3 in das Ansaugrohr 2 strömen
kann. Die über den Notlaufquerschnitt 36 strömende Betriebsmittelmenge pro Zeiteinheit
reicht bei Ausfall der Stromversorgung der Vorrichtung 6 aus, für den Weiterlauf der
Brennkraftmaschine ein günstiges Kraftstoff-Luft-Gemisch bereitzustellen oder beim
Start der Brennkraftmaschine eine vorbestimmte günstige Menge zum Motor strömen zu
lassen. Im Diagramm nach Figur 1 ist die über den Notlaufquerschnitt pro Zeiteinheit
strömende Betriebsmittelmenge mit Q
N bezeichnet, bei deren Vorliegen sich das Drosselorgan 7 in seiner Ausgangsstellung
Null befindet.
[0009] Es soll nun, ausgehend von der den Notlaufquerschnitt 36 darstellenden Ausgangsstellung
Null des Drosselorganes, bei einer Erregung des Elektromotors das Drosselorgan 7 eine
Bewegung in gleichbleibender Bewegungsrichtung ausführen, in der es zunächst mit der
Drosselöffnung 31 die Steueröffnung 29 vollständig öffnet und erst danach entsprechend
dem von den Betriebskenngrößen der Brennkraftmaschine abhängenden Steuerstrom durch
das elektronische Steuergerät so weiter bewegt werden, daß es die Steueröffnung 29
wieder mehr oder weniger verschließt, also die Überdeckung zwischen Drosselöffnung
31 und Steueröffnung 29 verringert wird. Daraus ergibt sich eine Kennlinie der Vorrichtung
6, wie sie in Figur 1 durch den dargestellten Kurvenverlauf gekennzeichnet ist. Die
in Figur 1 dargestellte Kurve beginnt bei der den Regelweg Null darstellenden Ausgangsstellung
des Drosselorganes mit einer durch den Notlaufquerschnitt 36 kennzeichnenden Notlaufbetriebsmittelmenge
pro Zeiteinheit Q
N in dem Punkt A. Wird der Elektromotor 15 durch das Steuergerät 8 erregt, so bewegt
der Elektromotor 15 das Drosselorgan 7 in Richtung einer weiteren vergrößerung des
zwischen der Steueröffnung 29 und der Drosselöffnung 31 gebildeten Drosselquerschnittes,
bis nach dem relativ kurzen Verstellweg s₁ die Steueröffnung 29 und die Drosselöffnung
31 vollständig in Überdeckung sind und im Punkt B der Kurve die maximale Betriebsmittelmenge
pro Zeiteinheit Q
max über die Bypassleitung 5 strömen kann. Erst nach der durch den Punkt B gekennzeichneten
Stellung des Drosselorganes, in der die maximale Betriebsmittelmenge Q
max über die Steueröffnung 29 strömen kann, kann durch in gleicher Bewegungsrichtung
wie bisher fortgeführter Bewegung des Drosselorgans 7 entsprechend den Ansteuersignalen
des Steuergerätes 8 eine Verringerung der Überdeckung zwischen der Steueröffnung
29 und der Drosselöffnung 31 erfolgen, so daß bei Bedarf der zwischen diesen beiden
Öffnungen gebildete Drosselquerschnitt verringert werden kann, ggf. geschlossen wird,
so daß zwischen der Steueröffnung 29 und der Drosselöffnung 31 keine Überdeckung mehr
vorhanden ist und lediglich eine auf Undichtigkeiten beruhende Leckmenge über die
Bypassleitung 5 strömt. Die Bewegung des Drosselorganes 7 von der Stellung s₁, in
der die Steueröffnung 29 vollständig durch die Drosselöffnung 31 geöffnet ist, in
die Stellung s₂, in der die Steueröffnung 29 vollständig durch das Drosselorgan 7
verschlossen wird und nur noch eine Leckmenge pro Zeiteinheit Q
L über die Bypassleitung 5 strömen kann, und die durch den Punkt C gekennzeichnet
ist, wird durch den Kurvenverlauf zwischen den Punkten B und C gekennzeichnet. In
einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung kann bei einem Ausfall, beispielsweise
Bruch der Spiralfeder 32 oder einer Störung eines elektronischen Bauteiles des Steuergerätes
8 vorgesehen sein, daß das Drosselorgan 7 durch den erregten Elektromotor 15 in eine
Stellung s₄ bewegt wird, in der das Drosselorgan 7 an der Steueröffnung 29 einen
Sicherheitsquerschnitt öffnet, so daß über diesen Sicherheitsquerschnitt und über
die Bypassleitung 5 eine Betriebsmittelmenge pro Zeiteinheit Q
S strömen kann, die einen sicheren, die Brennkraftmaschine nicht gefährdenden Betrieb
der Brennkraftmaschine gewährleistet und geringer als die maximal mögliche strömende
Betriebsmittelmenge pro Zeiteinheit Q
max über die Steueröffnung 29 ist.
[0010] Der den Sicherheitsquerschnitt kennzeichnende Punkt E in Figur 1 kann von der Stellung
s₂ des Drosselorgans 7 im Punkt C, in dem nur noch eine Leckmenge Q
L strömt entsprechend der strichpunktierten Linie 37 direkt durch eine Bewegung in
die Stellung s₄ erreicht werden, bei der ausgehend von der Leckmenge Q
L im Punkt C eine erneute Vergrößerung des Drosselquerschnittes an der Steueröffnung
29 bis zum Punkt E erfolgt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, zunächst aus der
Stellung s₂ das Drosselorgan 7 bis zur Stellung s₃ zu bewegen, ohne daß die Steueröffnung
29 geöffnet wird. Die Verstellbewegung von der Stellung s₂ zur Stellung s₃ des Drosselorgans
7 wird durch den Kurvenverlauf vom Punkt C zum Punkt D gekennzeichnet. In dem Verstellbereich
zwischen der Stellung s₂ und der Stellung s₃ kann nur die Leckmenge Q
L über die Steueröffnung 29 strömen. Ausgehend vom Punkt D, also der Stellung s₃ des
Drosselorgans 7 erfolgt entsprechend der durchgezogenen Linie die weitere Öffnung
des Drosselquerschnittes bis zum Punkt E, in dem das Drosselorgan 7 die Stellung s₄
einnimmt und der Sicherheitsquerschnitt an der Steueröffnung 29 geöffnet ist, über
den die Sicherheitsbetriebsmittelmenge Q
S strömen kann. Die in der Figur 1 dargestellte Kennlinie zwischen den Punkten A, B,
C, D und E zeigt bei einer Verstellung des Drosselorganes 7 in gleicher Bewegungsrichtung
die Größe des zwischen der wenigstens einen Steueröffnung 29 und der wenigstens einen
Drosselöffnung 31 gebildeten Drosselquerschnittes auf, die der über die Bypassleitung
5 strömenden Betriebsmittelmenge pro Zeiteinheit Q äquivalent ist. Dabei ist insbesondere
vorteilhaft, daß von der den Notlaufquerschnitt 36 darstellenden Ausgangsstellung
des Drosselorgans 7 ausgehend bei einer Erregung des Elektromotors 15 nach einem
sehr kurzen Verstellweg in der Stellung s₁ bereits die vollständige Öffnung der Steueröffnung
29 durch die Drosselöffnung 31 erreichbar ist, in der die maximale Betriebsmittelmenge
Q
max über die Bypassleitung 5 strömen kann. Erst bei einer weiteren Bewegung des Drosselorgans
7 über die Stellung s₁ hinaus beginnt bis zum Punkt C die eigentliche Regelung des
Drosselquerschnittes, so daß in Abhängigkeit von den Betriebskenngrößen der Brennkraftmaschine
jede Zwischenstellung des Drosselorganes 7 von der vollständigen Öffnung der Steueröffnung
29 im Punkt B und der dabei möglichen maximal strömenden Betriebsmittelmenge Q
max bis zur nahezu vollständigen Sperrung der Steueröffnung 29 im Punkt C, bei der lediglich
eine Leckmenge Q
L strömen kann, möglich ist. Der aufgezeigte Kennlinienverlauf gewährleistet, daß auch
bei ungünstigsten Startverhältnissen der Brennkraftmaschine, in denen infolge von
niederen Starttemperaturen und einem Strombedarf auch für andere Aggregate der Brennkraftmaschine
die Versorgungsspannung der Kraftfahrzeugbatterie abgesunken ist, diese niedere Versorgungsspannung
noch ausreicht, um das Drosselorgan 7 in eine Stellung s₁ zu bewegen, in der für den
sicheren Start und Weiterlauf der Brennkraftmaschine eine meist erforderliche maximale
Betriebsmittelmenge Q
max über die Bypassleitung 5 strömen kann.
[0011] In den Figuren 4a bis d ist ein Ausführungsbeispiel eines Drosselorganes 7 und einer
Steueröffnung 29 einer Vorrichtung 6 entsprechend den Figuren 2 und 3 dargestellt,
mit dem eine Kennlinie entsprechend dem Kurvenverlauf A bis E nach Figur 1 erzielbar
ist. Für die gleichen und gleichwirkenden Teile wurden die gleichen Bezugszeichen
gewählt. Die Ausgestaltung nach den Figuren 4a bis d kann nicht nur bei einer Ausgestaltung
des Drosselorgans als Drehschieber Verwendung finden, sondern auch bei anderen Ausgestaltungen
des Drosselorgans 7, beispielsweise in Form eines ebenen Flachschiebers. In Figur
4 ist das Drosselorgan 7 beispielsweise als ebener Flachschieber ausgebildet und
besitzt eine rechteckförmig ausgebildete Drosselöffnung 31, die auch quadratisch,
kreisförmig oder in anderer Form sphärisch ausgebildet sein kann. Die Drosselöffnung
31 ist zum Rand 38 des Drosselorgans 7 offen, sie kann jedoch auch geschlossen sein.
Die Drosselöffnung 31 wird in Bewegungsrichtung von einem rechten Flügel 40 und andererseits
von einem linken Flügel 41 begrenzt. In der Figur 4a nimmt das Drosselorgan 7 seine
Ausgangsstellung ein, die dem Punkt A der Kurve in Figur 1 entspricht und in der
sich die Steueröffnung 29 und die Drosselöffnung 31 nur teilweise überdecken, so daß
der Notlaufquerschnitt 36 an der Steueröffnung 29 geöffnet bleibt, während der linke
Flügel 41 teilweise die Steueröffnung 29 sperrt. Die Steueröffnung 29 ist beim Ausführungsbeispiel
rechteckförmig dargestellt, sie kann jedoch ebenfalls quadratisch, kreisförmig oder
in einer anderen sphärischen Form ausgebildet sein. Bei Erregung des Elektromotors
15 wird das Drosselorgan 7 gegenüber der Steueröffnung 29 entsprechend der Figur 4b
nach links bewegt und kommt dabei in eine Stellung s₁ nach Figur 1, in der Steueröffnung
29 und Drosselöffnung 31 vollständig in Überdeckung sind und die Steueröffnung 29
vollständig geöffnet ist, so daß die maximale Betriebsmittelmenge Q
max strömen kann. Ausgehend von der in Figur 4b dargestellten Stellung des Drosselorganes
7 beginnt die eigentliche Regelung des Drosselquerschnittes entsprechend dem Kurvenverlauf
B nach C in Figur 1, bei dem sich die Steueröffnung 29 und die Drosselöffnung 31
mehr oder weniger überdecken bzw. der rechte Flügel 40 die Steueröffnung 29 mehr oder
weniger verschließt. Die in der Figur 4c dargestellte Stellung entspricht der Stellung
s₂ in Figur 1, bei der die Steueröffnung 29 durch den rechten Flügel 40 vollständig
geschlossen ist und nur noch eine Leckmenge Q
L strömen kann. Bei einem Ausfall der Spiralfeder 32 und erregtem Elektromotor 15 kann
nun entsprechend Figur 4d das Drosselorgan 7 weiter nach links bewegt werden, um
in der Stellung s₄ entsprechend dem Punkt E in Figur 1 mit einer am rechten Flügel
40 ausgebildeten Steuerkante 42 die Steueröffnung 29 zur Bildung eines Sicherheitsquerschnittes
43 wieder etwas zu öffnen.
[0012] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 6 nach den Figuren 2 und 3 zur Darstellung
einer Kennlinie nach der Figur 1 zeigen die Figuren 5a bis d, bei denen für gleiche
und gleichwirkenden Teile die bereits bisher verwendeten Bezugszeichen benutzt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 5a bis d hat die Steueröffnung 29 der
Vorrichtung 6 die Form eines Parallelogramms und die in dem Drosselorgan 7 ausgebildete
Drosselöffnung 31 die Form eines Dreiecks, das beispielsweise wie dargestellt zu
dem einen Rand des Drosselorgans hin offen ist, aber auch geschlossen sein kann.
Das Drosselorgan 7 kann ebenfalls wieder eben, gewölbt oder in einer anderen Form
ausgebildet sein. Der rechte Flügel 40 wird durch einen linken Schenkel 45 der dreieckförmigen
Drosselöffnung 31 und der linke Flügel 41 durch einen rechten Schenkel 46 der Drosselöffnung
31 begrenzt. Linker Schenkel 45 und rechter Schenkel 46 schließen zwischen sich
einen spitzen Winkel ein, der dem spitzen Winkel der parallelogrammförmigen Steueröffnung
29 zwischen zwei benachbarten Seiten der Steueröffnung entspricht. Drosselorgan 7
und Steueröffnung 29 sind so zueinander angeordnet, daß der linke Schenkel 45 und
der rechte Schenkel 46 jeweils parallel zu zwei der Seiten der Steueröffnung 29 verlaufen
und die den Winkel einschließenden Schenkel 45, 46 der Drosselöffnung 31 bei einer
Bewegung des Drosselorganes 7 in eine Stellung, in der die Steueröffnung 29 vollständig
geöffnet ist, mit zwei ebenfalls einen Winkel einschließenden benachbarten Seiten
in Überdeckung gelangen. Bei der in Figur 5a dargestellten Stellung des Drosselorgans
7 ist die Ausgangsstellung gezeigt, in der sich Steueröffnung 29 und Drosselöffnung
31 zur Bildung des Notlaufquerschnittes 36 teilweise überdecken, also der rechte
Flügel 40 die Steueröffnung 29 mit dem linken Schenkel 45 nur teilweise abdeckt. In
Figur 5b ist die Stellung s₁ des Drosselorgans 7 nach Figur 1 dargestellt, in der
die Drosselöffnung 31 vollständig die Steueröffnung 29 zum Durchlaß einer maximalen
Betriebsmittelmenge Q
max öffnet und sich die Schenkel 45, 46 mit zwei benachbarten Seiten der parallelogrammförmigen
Steueröffnung 29 überdecken. Die Figur 5c zeigt die Stellung s₂ nach Figur 1 des Drosselorgans
7, in der der linke Flügel 41 die Steueröffnung 29 vollständig sperrt und lediglich
eine Leckmenge Q
L strömen kann. Zur Steuerung eines Sicherheitsquerschnittes 43 an der Steueröffnung
29 ist das Drosselorgan 7 weiter in Richtung nach rechts in eine Stellung s₄ nach
Figur 1 bewegbar, in der mit der Steuerkante 42 des linken Flügels 41 ein Teil der
Steueröffnung 29 wieder geöffnet wird.
[0013] Figur 6 zeigt eine Draufsicht auf eine Vorrichtung 6 nach den Figuren 2 und 3 mit
einem Blick in den Zuströmstutzen 26, durch den hindurch die Steueröffnung 29 erkennbar
ist, die durch ein gestrichelt dargestelltes Drosselorgan 7 steuerbar ist. Die Steueröffnung
29 ist entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 5a bis d parallelogrammförmig
ausgebildet und die Drosselöffnung 31 im Drosselorgan 7 dreieckförmig. Die Schenkel
45, 46 der Drosselöffnung 31 und die Seiten der Steueröffnung 29 gehen bei der Darstellung
nach Figur 6 unter einem Radius 47 ineinander über, wodurch diese Öffnungen leichter
und genauer herstellbar sind.
[0014] Bei dem in Figur 7 dargestellten weiteren Ausführungsbeispiel sind gleiche und gleichwirkende
Teile durch die gleichen Bezugzszeichen gekennzeichnet wie bisher. Im Gegensatz zu
dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 4a bis d sind bei dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 7a bis d zwei Steueröffnungen 49, 50 und zwei Drosselöffnungen 51, 52
im Drosselorgan 7 vorgesehen. Diese Öffnungen sind mit rechteckförmigem Querschnitt
dargestellt, sie können jedoch in der oben beschriebene Weise eine andere Form haben.
Die Steueröffnungen 49, 50 und die Drosselöffnungen 51, 52 sind jeweils mit Abstand
zueinander angeordnet. Zweckmäßigerweise sind die Steueröffnungen 49, 50 unterschiedlich
breit und die Drosselöffnungen 51, 52 ebenfalls. Bei der in den Figuren 7a bis d dargestellten
Ausführungsweise ist die rechts angeordnete Steueröffnung 49 schmäler als die links
angeordnete Steueröffnung 50 und die rechts angeordnete Drosselöffnung 51 schmäler
als die links angeordnete Drosselöffnung 52. Der Abstand der Öffnungen zueinander
kann in dargestellten Weise so gewählt sein, daß in der Ausgangsstellung des Drosselorgans
7, also bei nicht erregtem Elektromotor 15 die rechte Steueröffnung 49 durch das Drosselorgan
7 verschlossen wird und die linke Steueröffnung 50 teilweise mit der linken Drosselöffnung
52 zur Bildung des Notlaufquerschnittes 36 in Überdeckung ist, wie es die Figur 7a
zeigt. Bei der in Figur 7b dargestellten Stellung s₁ des Drosselorgans 7 nach Figur
1 werden die beiden Steueröffnungen 49, 50 durch die Drosselöffnungen 51, 52 vollständig
geöffnet, so daß über die Bypassleitung 5 die maximale Betriebsmittelmenge Q
max strömen kann. Bei einer weiteren Bewegung des ebenfalls als Flachschieber, Drehschieber
oder in sonstiger Form ausgebildeten Drosselorgans 7 gelangt das Drosselorgan 7 in
eine in Figur 7c dargestellte Stellung s₂, in der die Steueröffnungen 49, 50 geschlossen
sind und entsprechend Figur 1 nur noch eine Leckmenge Q
L strömt. Bei Ausfall der Spiralfeder 32 und Erregung des Elektromotors 15 nimmt das
Drosselorgan 7 eine Stellung s₄ nach Figur 1 ein, wie sie die Figur 7d zeigt, in der
die Steuerkante 42 die linke Steueröffnung 50 teilweise zur Bildung eines Sicherheitsquerschnittes
43 öffnet. Die rechte Steueröffnung 49 wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
nicht zur Bildung des Sicherheitsquerschnittes herangezogen, die Ausgestaltung könnte
jedoch auch so gewählt werden, daß zur Bildung des Sicherheitsquerschnittes, wie
nicht dargestellt, ein Teil der Steueröffnung 50 und ein Teil der Steueröffnung 49
geöffnet werden.
1. Vorrichtung (6) zur Steuerung mindestens eines Drosselquerschnittes an mindestens
einer Steueröffnung (29, 49, 50) in einer Luft um eine Drosselklappe (3) im Ansaugrohr
(2) einer Brennkraftmaschine führenden Bypassleitung (5) zur Regelung der Leerlaufdrehzahl
der Brennkraftmaschine mit einem elektrischen Stellmotor (15), durch den bei Erregung
ein Drosselorgan (7) derart entgegen der Kraft eines Federelementes (32) betätigbar
ist, daß es die mindestens eine Steueröffnung (29, 49, 50) mehr oder weniger öffnet,
dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausfall des Federelementes (32) und einer Erregung
des Stellmotors (15) das Drosselorgan (7) nur in einer der Kraftrichtung des Federelementes
(32) entgegengerichteten Richtung in eine Stellung bewegbar ist, in der ein Sicherheitsquerschnitt
(43) der Bypassleitung (5) geöffnet wird, der einen Betrieb der Brennkraftmaschine
ermöglicht und über den eine geringere Luftmenge pro Zeiteinheit strömt, als über
die vollständig geöffnete Steueröffnung (29, 49, 50).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherheitsquerschnitt
(43) durch einen Teilbereich der Steueröffnung (29, 49, 50) gebildet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherheitsquerschnitt
(43) durch eine Steuerkante (42) des Drosselorganes (7) geöffnet wird.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Drosselorgan (7) über seine die Steueröffnung (29, 49, 50) schließende Stellung
hinaus in die den Sicherheitsquerschnitt (43) öffnende Stellung bewegbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselorgan (7) aus
seiner Ausgangsstellung heraus in gleichbleibender Bewegungsrichtung zunächst in
eine die Steueröffnung (29, 49, 50) vollständig öffnende Stellung und erst danach
in eine die Steueröffnung (29, 49, 50) mehr oder weniger schließende Stellung bewegbar
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselorgan (7) in
seiner Ausgangsstellung eine Stellung einnimmt, in der ein Notlaufquerschnitt (36)
der Bypassleitung (5) geöffnet wird, über den eine geringere Betriebsmittelmengenströmung
pro Zeiteinheit möglich ist, als über die vollständig geöffnete Steueröffnung (29,
49, 50).
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Drosselorgan (7) als in die Bypassleitung (5) ragender Drehschieber ausgebildet
ist.
1. Device (6) for controlling at least one throttle cross-section at at least one
control opening (29, 49, 50) in a bypass line (5), conducting air around a throttle
valve (3) in the intake pipe (2) of an internal combustion engine, for regulating
the idling speed of the internal combustion engine by an electric servomotor (15)
by which, upon energizing, a throttle member (7) can be actuated against the force
of a spring element (32) in such a way that it opens the at least one control opening
(29, 49, 50) to a greater or lesser extent, characterized in that, in the event of
failure of the spring element (32) and if the servomotor (15) is energized, the throttle
member (7) can be moved only in a direction opposed to the direction of force of the
spring element (32) into a position in which a safety cross-section (43) of the bypass
line (5) is opened, which safety cross-section (43) permits operation of the internal
combustion engine and via which a smaller air quantity per unit of time flows than
via the completely opened control opening (29, 49, 50).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the safety cross-section (43)
is formed by a sectional area of the control opening (29, 49, 50).
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the safety cross-section
(43) is opened by a control edge (42) of the throttle member (7).
4. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the throttle
member (7) can be moved past its position closing the control opening (29, 49, 50)
into the, position opening the safety cross- section (43).
5. Device according to Claim 4, characterized in that the throttle member (7) can
be moved out of its initial position in a constant direction of movement first of
all into a position completely opening the control opening (29, 49, 50) and only after
that into a position closing the control opening (29, 49, 50) to a greater or lesser
extent.
6. Device according to Claim 5, characterized in that, in its initial position, the
throttle member (7) assumes a position in which an emergency-running cross-section
(36) of the bypass line (5) is opened via which a smaller quantity of operating medium
per unit of time can flow than via the completely opened control opening (29, 49,
50).
7. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the throttle
member (7) is designed as a rotary slide valve projecting into the bypass line (5).
1. Dispositif pour commander au moins une section d'étranglement sur au moins une
ouverture de commande (29, 49, 50) d'une conduite de dérivation (5) faisant passer
de l'air autour d'un volet d'étranglement (3) dans la tubulure d'aspiration (2) d'un
moteur à combustion interne pour régler la vitesse de rotation de ralenti du moteur
à combustion interne à l'aide d'un moteur de réglage (15) électrique qui, lorsqu'il
est mis en oeuvre, actionne un organe d'étranglement (7) contre la force d'un élément
à ressort (32) pour ouvrir plus ou moins l'une des ouvertures de commande (29, 49,
50), dispositif caractérisé en cas de défaillance de l'élément à ressort (32) et d'alimentation
du moteur de réglage (15), l'organe d'étranglement (7) ne peut être déplacé que dans
une position, dans la direction opposée de la direction de la force exercée par l'élément
à ressort (32), position qui correspond à l'ouverture d'une section de sécurité (43)
de la conduite de dérivation (5), section permettant le fonctionnement du moteur à
combustion interne et par laquelle passe un débit d'air plus faible que pour l'ouverture
de commande complètement ouverte (29, 49, 50).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section de sécurité
(43) est formé par une zone partielle de l'ouverture de commande (29, 49, 50).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la section de sécurité
(43) est ouverte par une arête de commande (42) de l'organe d'étranglement (7).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'organe
d'étranglement (7) peut être déplacé au-delà de sa position fermant l'ouverture de
commande (29, 49, 50) dans la position ouvrant la section de sécurité (43).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'organe d'étranglement
(7) peut être tout d'abord déplacé de sa position de sortie, dans la même direction
de mouvement, tout d'abord dans une position ouvrant complètement l'ouverture de commande
(29, 49, 50) pour n'arriver qu'ultérieurement dans une position fermant plus ou moins
l'ouverture de commande (29, 49, 50).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que dans sa position de
sortie, l'organe d'étranglement (7) prend une position qui correspond à l'ouverture
de la section de secours (36) de la conduite de dérivation (7) par laquelle peut passer
un débit de fluide de fonctionnement plus faible que par l'ouverture de commande (29,
49, 50) complètement ouverte.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'organe
d'étranglement (7) est en forme de tiroir rotatif pénétrant dans la conduite de dérivation
(5).