[0001] Die Erfindung betrifft einen Brenner, insbesondere für einen Herd, eine Warmluftheizung
und/oder für die Warmwasseraufbereitung auf Yachten, in Wohnwagen, - mobilen, Zelten
od.dgl., welcher an einen Brennstofftank über eine Leitung angeschlossen ist, in
der sich zumindest ein Absperrorgan für den Brennstoff befindet, auf das eine Düse
od.dgl. folgt, sowie ein Verfahren zum Entzünden eines derartigen Brenners.
[0002] Yachten, Wohnwägen, Wohnmobile oder dergleichen Einrichtungen sind heute mit leicht
zu transportierenden Anlagen zur Wärmeerzeugung in vielfältiger Form bestückt. Dabei
werden nicht nur ganze Kocheinrichtungen mitgeliefert, sondern auch Heizungsanlagen
und Warmwasseraufbereitungsanlagen, beispielsweise für Duschzellen. All diese Wärmeerzeugungsanlagen
benötigen Brenner, welcher mit Gas, Petroleum, Dieselöl od dgl. arbeitet. Vom Gas,
welches leicht entzündbar ist und bei welchem deshalb das Anlassen des Brenners kein
Problem darstellt, wird inzwischen Abstand genommen, da das Gas sehr viele Gefahren
in sich birgt. Nicht nur das unbeabsichtigte Entweichen von Gas sondern auch die Benutzung
von Gasflaschen in warmen Ländern hat in der Vergangenheit viele Opfer gefordert.
Zudem muß neben dem eigentlichen Kraftstoff für den Betrieb der Yacht, des Wohnmobils
oder einer Zugeinrichtung ein zusätzliches Behältnis für den Brennstoff für die Wärmeerzeugungsanlage
mit sich geführt werden.
[0003] Deshalb werden üblicherweise die heute verwendeten Brenner für die o.g. Einrichtungen
mit Petroleum oder Dieselkraftstoff betrieben. Damit der Brenner aber anläuft, bedarf
es hier einer Vorwärmschale, in die vor der Zuleitung des eigentlichen Brennstoffes
ein leicht entflammbarer Stoff, beispielsweise Brennspiritus, eingegossen und entzündet
wird. Wenn dieser Stoff fast abgebrannt und die Vorwärmschale genügend erwärmt ist,
wird die Zuleitung mit dem eigentlichen Brennstoff geöffnet. Die Bestimmung des Zeitpunktes
der Zuleitung des Brennstoffes birgt aber sehr viele Unsicherheiten in sich, so daß
der Zündvorgang oftmals wiederholt werden muß. Wird aber in eine bereits vorgewärmte
Vorwärmschale nochmals Brennspiritus eingegeben, so kann sich dieser explosionsartig
entzünden und zu Verbrennungen führen.
[0004] Der Erfinder hat sich zum Ziel gesetzt eine Vorrichtung und ein Verfahren der o.g.
Art zu entwickeln, bei der oder dem ein Brennstoff benutzt werden kann, welcher entweder
bereits anderweitig zum Transport bzw. der Bewegung der Einrichtung benutzt oder relativ
ungefährlich zu handhaben ist, bei der oder dem zudem die Entzündung des Brennstoffes
sicher, ungefährlich und automatisch erfolgt.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe führt, daß an die Leitung vor dem Absperrorgan zumindest
eine Heizeinrichtung angelegt ist.
[0006] Befindet sich ein Brennstoff, wie beispielsweise Petroleum, Dieselöl od.dgl.,in der
Leitung vor dem Absperrorgan, so wird durch die Wärme dieser zumindest teilweise in
einen gasförmigen Aggregatzustand versetzt, in welchem der Brennstoff leicht entzündbar
ist. Dabei sammelt sich das Gas unterhalb des Absperrorgans an, wobei der flüssige
Brennstoff zumindest teilweise in den Tank zurückgedrückt wird. Nach Öffnen des Absperrorgans
entweicht in erster Linie das leichter zu entzündende Gas, das dann die Düse umgebenden
Elemente vorwärmen kann. Der dem Gas nachfolgende flüssige Brennstoff setzt dann
unbeeinträchtigt die Tätigkeit des Brenners fort.
[0007] Im Rahmen der Erfindung soll unter dem Anlegen der Heizvorrichtung auch verstanden
werden, daß die Heizvorrichtung in der Zuleitung selbst angeordnet werden kann. Allerdings
ist dann ihre Handhabung, beispielsweise bei einem Ersatz, erschwert.
[0008] Die Leitungsteile, welche mit der Heizeinrichtung in Kontakt gebracht werden, sollten
auf jeden Fall aus einem gut wärmeleitfähigen Material beispielsweise aus einem Metall
bestehen.
[0009] Je geringer der Durchmesser der Leitung ist, welche den zu erwärmenden Brennstoff
in sich führt, um so schneller erfolgt die Erwärmung. Deshalb hat es sich als günstig
erwiesen, die eigentliche Hauptleitung, die zudem meist ein flexibler Schlauch ist,
in Zweigleitungen geringeren Durchmessers aufzuspalten, wobei die letzteren als Teil
des Brenners hergestellt und aus Metall sein können. An diese Zweigleitung schließt
dann auch die Heizeinrichtung an.
[0010] Um nun den Brenner wegen der Zweigleitung nicht zu groß werden zu lassen und um eine
Vorwärmung des heranzuführenden Brennstoffes auch während der eigentlichen Tätigkeit
des Brenners nach der Anfahrphase zu gewährleisten, werden Teile der Zweigleitung,
nämlich Queräste nahe der Brennzone geführt.
[0011] Sobald das Gas aus der Düse entweicht, kann es mit einem Streichholz od.dgl. entzündet
werden. Bevorzugt wird jedoch eine automatisch arbeitende Zündanlage, welche am besten
einen intermittierenden Zündfunken erzeugt. Hier genügt beispielsweise eine Zündkerze,
welche nahe der Düse festliegt und mit einer Batterie des Zugfahrzeuges oder Motors
verbunden ist.
[0012] Als geeignete Brenner für die vorliegende Erfindung werden solche betrachtet, die
bereits auf dem Markt erhältlich sind und bei denen die Zweigleitungen eine Vorwärmschale
halten bzw. tragen in der ein Flammenverteiler sitzt. Derartige Brenner haben bereits
geeignete Absperrorgane und Düsen, so daß nur die Heizeinrichtung angelegt und die
Zündanlage zugeordnet werden muß.
[0013] In einem weiteren verbesserten Ausführungsbeispiel wird die Zündanlage über die Temperatur
bzw. die Zeit der Vorwärmung gesteuert.
[0014] Der erfindungsgemäße Brenner kann nun sehr wirkungsvoll mit bereits mitgeführten
Brennstoffen bzw. im normalen Aggregatzustand relativ ungefährlichen Brennstoffen
arbeiten. Das Entzünden erfolgt vollautomatisch, lediglich das Absperrventil muß geöffnet
werden. Auch dies kann allerdings anhand einer Steuerung über die Temperatur oder
die Zeit der Vorwärmung durch die Heizeinrichtung erfolgen. Der handelsübliche Brenner
bedarf nur weniger Zusatzelemente und ist deshalb sehr wirtschaftlich umzurüsten.
[0015] Der Brenner ist im Rahmen der Erfindung auch einsetzbar für die Erwärmung kleinerer
Wohneinheiten, wobei er hier in geeignete Wärmkörper eingesetzt werden soll. Bei
der Erwärmung von Brauchwasser befindet er sich in einem Brennraum eines Gehäuses,
der von einem Mantel umgeben ist, in dem das zu erwärmende Wasser im Kreislauf geführt
wird.
[0016] Weiterhin ist daran gedacht, ihn zum Vorwärmen des Kühlwassers von Motoren einzusetzen.
Insbesondere hierzu wird eine Steuereinheit notwendig sein, welche die Vorwärmung
zu einer bestimmten Zeit beginnen läßt, das Absperrorgan öffnet und die Zündanlage
in Betrieb setzt.
[0017] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Brenners mit Zündanlage;
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Zuordnung einzelner Elemente des Brenners
und der Zündanlage.
[0018] Ein erfindungsgemäßer Brenner 1 weist nach Fig. 1 eine Vorwärmschale 2 auf, in die
ein haubenförmiger Brennstoff-und Flammenverteiler 3 eingesetzt ist. Dieser ist mit
Öffnungen 4 versehen, welche den Brennstoff aus dem Innern des Verteilers 3 herausführen
und kranzförmige Flammenringe erzeugen.
[0019] Der Brennstoff wird nach Fig. 2 beispielsweise aus einem unter Druck stehenden Tank
5 dessen Innendruck über ein Meßgerät 6 ablesbar ist, entnommen. Dies geschieht über
eine Leitung 7, welche an den Brenner 1 angeschlossen wird. Hierfür ist das Anschlußstück
8 vorgesehen, welches die Leitung 7 in Zweigleitungen 9 und 10 aufteilt. Vor einem
Absperrorgan 11 werden die Zweigleitungen 9 und 10 wieder vereinigt. Nach dem Absperrorgan
11 ist eine Düse 12 vorgesehen, über welche der Brennstoff durch eine nicht gezeigte
Öffnung in der Vorwärmschale 2 in das Innere der Verteilerhaube 3 eindringen kann.
[0020] Im wesentlichen sind die Zweigleitungen 9 und 10 unterhalb der Vorwärmschale 2 angeordnet
und tragen diese. Einmal besteht jede Zweigleitung 9 und 10 aus einem aufsteigenden
Ast 13, an den eine Heizstab 14 angelegt ist. Ein Querast 15, der entweder unterhalb
der Vorwärmschale 2 oder innerhalb des Verteilers 3 angeordnet sein kann, verbindet
den aufsteigenden Ast 13 mit einem absteigenden Ast 16, wobei sich die absteigenden
Äste 13 der Zweigleitungen 9 und 10 mit jeweils einem querliegenden Düsenast 17 wieder
vereinigen.
[0021] Von den Heizstäben 14 führen Anschlußleitungen 18 zu einer nicht näher gezeigten
Energiequelle.
[0022] Das Absperrorgan kann beispielsweise ein Nadelventil sein, dessen Ventilspindel 19
in den einen Düsenast 17 eingesetzt ist. An der Verbindungsstelle zwischen Düsenast
17 und Ventilspindel 19 sind geeignete Spindelringe 20, Dichtungen und eine Stopfbüchse
21 vorgesehen. An der Ventilspindel befindet sich ein Bedienungsknopf 22.
[0023] In einer verbesserten Ausführungsform wird von der Ventilspindel 19 auch eine, der
Übersichtlichkeit halber nicht dargestellte Reinigungsnadel betätigt werden, welche
beim Schließen des Absperrorgans 11 in die Düsenbohrung einfährt.
[0024] Den Öffnungen 4 bzw. dem Verteiler 3 ist eine Zündanlage 23 zugeordnet, welche mit
einer Energiequelle 24 gekoppelt ist. Diese Zündanlage 23 kann beispielsweise aus
einer Zündkerze bestehen, wobei über ein entsprechendes elektrisches oder elektronisches
Element -im Ausführungsbeispiel nicht gezeigt- periodisch ein Zündfunke erzeugt wird.
[0025] Weitere elektrische oder elektronische Elemente zur Einschaltung der Zündanlage
23 in Abhängigkeit einer entsprechenden Temperatur des Heizstabes 14 oder einer vorbestimmten
Zeit sind ebenfalls der Einfachheit halber vernachlässigt.
[0026] Wird nun der Brenner 1 über die Leitung 7 an den Tank 5 angeschlossen und das Absperrorgan
11 geöffnet, so fließt Brennstoff, beispielsweise Öl, Dieselöl, Benzin od.dgl. bis
zur Düse 12. Sobald Brennstoff aus der Düse 12 austritt, wird das Absperrorgan 11
geschlossen. Nunmehr werden die Heizstäbe 14 erwärmt und deren Wärme durch direkten
Kontakt auf die aufsteigenden Äste 13 übertragen. Dies bewirkt, daß sich auch der
Brennstoff in diesen Ästen 13 erwärmt und zumindest teilweise in einen gasförmigen
Aggregatzustand übergeht. Dabei wird der flussige Brennstoff in entsprechendem Umfang
in der Zweigleitung 9 und der Leitung 7 zurück in den Tank 5 gedrängt, so daß vor
dem Absperrorgan 11 im wesentlichen nur gasförmiger Brennstoff ansteht.
[0027] Nach einer gewissen Zeit bzw. bei Erreichen einer bestimmten Temperatur wird das
Absperrorgan 11 geöffnet und die Zündanlage 23 eingeschaltet. Aus der Düse 12 entweicht
der gasförmige Brennstoff in den Verteiler 3 und durch dessen Öffnungen 4. Im Bereich
der Zündanlage 23 bewirkt der Zündfunke ein Entzünden des leichter entflammbaren gasförmigen
Brennstoffes. Dieser wärmt nun auch die Vorwärmschale 2 und den Verteiler 3 vor,
so daß der nachfolgende flüssige Brennstoff durch die Düse versprüht ebenfalls entzündet
wird und so die Tätigkeit des Brenners 1 aufrecht erhalten werden kann. Jetzt können
Heizstäbe 14 und Zündanlage 23 abgeschaltet werden.
1. Brenner, insbesondere für einen Herd, eine Warmluftheizung und/oder für die Warmwasseraufbereitung
auf Yachten, in Wohnwagen, - mobilen, Zelten od.dgl., welcher an einen Brennstofftank
über eine Leitung angeschlossen ist, in der sich zumindest ein Absperrorgan für den
Brennstoff befindet, auf das eine Düse od.dgl. folgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß an die Leitung (7 ,9,10) vor dem Absperrorgan (11) zumindest eine Heizeinrichtung
(14) angelegt ist.
2. Brenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung vor dem Absperrorgan
(11) in zumindest zwei Zweigleitungen (9,10) aufgespalten und wieder zusammengeführt
ist, wobei sich gegebenenfalls an jeder Zweigleitung (9,10) eine Heizeinrichtung (14)
befindet.
3. Brenner nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zweigleitung (9 bzw. 10)
aus einem aufsteigenden Ast (13), einem Querast (15), einem absteigenden Ast (16)
sowie einem Düsenast (17) besteht.
4. Brenner nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung (14) an
den aufteigenden Ast (13) angelegt ist.
5. Brenner nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Heizeinrichtung (14) aus einem Heizstab besteht, welcher über Leitungen (18) an
eine Energiequelle angeschlossen ist.
6. Brenner nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Düse (12) od.dgl. Ausmündung eine Zündanlage (23) zugeordnet ist.
7. Brenner nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündanlage gegebenenfalls
über ein elektrisches oder elektronische Element zur Erzeugung eines intermittierenden
Zündfunkens mit einer Energiequelle (24) verbunden ist.
8. Brenner nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Düse (12) in eine Vorwärmschale (2) einmündet, welche von Teilen der Zweigleitung
(9,10) gehalten bzw. getragen ist.
9. Brenner nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
über der Düse (12) ein ,Verteiler (3) mit Auslaßöffnungen (4) für den Brennstoff
angeordnet ist.
10. Brenner nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündanlage (23) vor den
Auslaßöffnungen (4) angeordnet ist.
11. Verfahren zum Entzünden eines Brenners, insbesondere eines Brenners für einen
Herd, eine Warmluftheizung und/oder für die Warmwasseraufbereitung auf Yachten, in
Wohnwagen, -mobilen, Zelten od.dgl., welcher an einen Brennstofftank über eine Leitung
angeschlossen wird, in der sich zumindest ein Absperrorgan für den Brennstoff befindet,
auf das eine Düse od.dgl. folgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff in der
Leitung vor dem Absperrorgan erwärmt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Brennstoff Heizöl,
Dieselöl, Petroleum, od.dgl. verwendet wird.