[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Freilegen von Silizium-Kristallen an den
Oberflächen feinbearbeiteter, vorzugsweise gehonter Werkstücke, bei denen die Silizium-Kristalle
in eine erheblich weichere Matrix eingebettet sind.
[0002] Derartige Verfahren werden z.B. eingesetzt, um die zylindrischen Kolbenlaufbahnen
der Motorblöcke von Kraftfahrzeugmotoren zu bearbeiten. Die durch das Freilegen gegenüber
der zurückgesetzten Aluminium-Matrix erhabenen Silizium-Kristalle bilden die verschleißfeste
Oberfläche, auf der die Kolben bzw. Kolbenringe laufen, während das durch die Zurücksetzung
der Aluminium-Matrix freigewordene Volumen zwischen den Silizium-Kristallen zur Aufnahme
von Schmieröl dient. Ein dabei häufig verwendeter Leichtmetall-Werkstoff ist die übereutektische
Aluminium-Silizium-Legierung Al Si 17 Cu 4 Mg. Sie wird im Niederdruckverfahren vergossen
und bildet bei der Erstarrung hochverschleißfeste Silizium-Kristalle einer Größe von
30-80 µm. Die Feinbearbeitung erfolgt durch Bohren und Honen. Anschließend werden
die Kristalle freigelegt.
[0003] Bei bekannten Verfahren der eingangs genannten Art (JP-A 62 173 164) erfolgt die
Freilegung durch elektro-chemische oder außenstromlose chemische Ätzverfahren (ECM
=
Elektro
Chemical
Machining). Das Ätzen erfordert in der Serienfertigung jedoch ein hohes Maß an ingenieurmäßiger
Betreuung, da nur durch eine aufmerksame Überwachung des Prozesses zufriedenstellende
Arbeitsergebnisse erzielt werden können. Der Anlagenwert ist außerordentlich hoch.
Es entstehen darüberhinaus Probleme bei der Entsorgung der verbrauchten Ätz- und Reinigungsflüssigkeiten.
Dadurch ergeben sich sehr hohe Betriebskosten. Die Tatktzeit beträgt bis zu vier Minuten.
Die Vorgänge sind nur mit großem Aufwand automatisiert.
[0004] Es ist ferner bekannt (EP-A-1-0247572; VDI-Zeitschrift Band 128 (1986) Nummer 11
- Juni (I), S. 439-442), die Innenflächen von Graugußzylinderbüchsen oder beschichteten
Leichtmetallzylindern anschließend an das Honen zu bürsten. Diese Nachbearbeitung
der bereits betriebsfertigen Oberflächen dient dazu, den sog. Blechmantel zu beseitigen
und - bei Grauguß - damit auch die Graphitlamellen freizulegen. Durch die Beseitigung
des Blechmantels wird die Einlaufzeit abgekürzt. Durch die Freilegung der Graphitlamellen
ergeben sich günstige Notlaufeigenschaften. Das bekannte Verfahren findet jedoch an
einer an sich bereits betriebsfertigen Oberfläche statt und dient nicht dazu, einzelne
Bereiche der Werkstückoberfläche zurückzusetzen und damit Aufnahmeräume für Schmiermittel
zu schaffen.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art
derart weiterzubilden, daß ein leicht automatisierbares vereinfachtes Verfahren der
eingangs genannten Art bei erheblicher Kostensenkung zu schaffen.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Oberfläche des Werkstückes
anschließend an die Feinbearbeitung gebürstet wird. Vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.
[0007] Die Erfindung schafft also im Gegensatz zu dem bekannten chemischen Ätzverfahren
ein spanendes Verfahren. Dabei macht man sich die im Werkstoff örtlich sehr unterschiedlichen
Härten der Silizium-Kristalle einerseits und der Aluminium-Matrix andererseits, sowie
die damit verbundenen unterschiedlichen Zerspanungseigenschaften beider Werkstoffe
zunutze. Durch die Verwendung eines Bürstwerkzeuges wird im Bereich der Matrix, d.h.des
weicheren Materials, Werkstoff abgetragen. Aufgrund der zwanzigmal größeren Härte
der Silizium-Kristalle findet eine Abarbeitung der Silizium-Kristalle dabei nicht
statt. Dieses Verfahren ist außerordentlich einfach, da bekannte Honmaschinen dazu
eingesetzt werden können. Die Taktzeit sinkt auf weniger als eine Minute.
[0008] Das Bürsten erfolgt mit einem relativ einfachen Bürstwerkzeug ohne Handhabung ätzender
Flüssigkeiten.
[0009] Die Erfindung und ihre vorteilhaften Weiterbildungen werden im folgenden anhand der
beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es stellen dar:
Figur 1a schematisch die Lage von Silizium-Kristallen
und Ib in einer Aluminium-Matrix vor und nach dem Bürsten;
Figur 2 ein Bürstwerkzeug zur Ausführung des Verfahrens;
Figur 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2;
Figur 4 eine fotografische Aufnahme einer bei einem Bürstwerkzeug gemäß Fig. 2 und
3 eingesetzten Borste;
Figur 5 (a), (b),
(c) Funktionsdiagramme des Bearbeitungsablaufs;
Figur 6 eine fotografische Aufnahme der durch das Bürsten bearbeiteten Oberfläche.
[0010] Figur 1a zeigt die Oberfläche einer
Silizium-Aluminium-Legierung nach einer Feinbearbeitung, bspw. nach dem Honen, wobei
Silizium-Kristalle 1 in eine Aluminium-Matrix 2 eingebettet sind. Figur 1b zeigt den
gewünschten Zustand, bei dem die Aluminium-Matrix 2 nach der Bearbeitung gegenüber
der durch die Silizium-Kristalle gebildeten Auflagefläche um einen Betrag h zurückgesetzt
sind. Bei einer derartigen Oberfläche kann es sich z.B. um zylindrische Kolbenlaufbahnen
in einem Motorblock handeln. Das in den Figuren 2 und 3 dargestellte Bürstwerkzeug
3 ist für diesen Anwendungsfall geeignet.
[0011] Das Bürstwerkzeug 3 weist Bürstleisten 4 auf, die durch einen im Querschnitt T-förmig
ausgebildeten Träger 5 und eine Vielzahl darauf angebrachter Borsten 6 bestehen. Die
senkrecht stehenden Balken 7 der T-Form des Querschnittes der Träger 5 haben eine
achsparallele Kante 7′ und eine dazu schräg verlaufende Kante 7''. Eine Bürstleiste
4 bzw. ein Träger 5 hat in Achsrichtung zwei derartige Balken 7. Die Kanten 7′ und
7'' wirken mit einem Aufweitkörper 8 zusammen, der zwei konische Bereiche 9 aufweist,
in denen jeweils Nuten 10 vorgesehen sind, die die Balken 7 der Träger 5 derart aufnehmen
und führen, daß die schrägen Kanten 7′ der Balken 7 auf dem Grund der Nuten 10 gleiten.
Die radiale Aufweitung der Bürstleisten 4 erfolgt durch axiale Verschiebung des Aufweitkörpers
8. Die Bürstleisten 4 werden durch Federn 11 und 12 in radialer Richtung zusammengehalten.
Sie sind von einer Manschette 13 umgeben, die auf der Vorderseite mit einem Deckel
14 verschraubt ist und Schlitze 15 aufweist, durch die hindurch sich die Enden der
Borsten der Bürstleisten erstrecken. Die Manschette 13 umgreift einen Flansch 16 des
Werkzeugkörpers 17 und ist mit diesem verschraubt. Der Werkzeugkörper ist mittels
Bolzen 18 mit der Hülse 19 fest verbunden. Im Werkzeugkörper 17 ist mittels eines
Seegerrringes 20 eine Scheibe 21 angeordnet. Ferner ist der Aufweitkörper 8 fest mit
dem stabförmigen zylindrischen Fortsatz 22 verbunden, der ebenfalls einen Seegerring
23 trägt. Zwischen der Scheibe 21 und dem Seegerring 23 ist eine Feder 24 wirksam,
die den Fortsatz 22 und mit ihm den Aufweitkörper 8 nach links in die Lage zieht,
die der geringsten radialen Aufweitung der Bürstleisten 4 entspricht. Eine Aufweitung
erfolgt, wenn der Aufweitkörper 8 nach rechts geschoben wird. Dies erfolgt durch einen
Druckbolzen 25, der in der Hülse 19 verschiebbar aufgenommen ist und gleichzeitig
über einen quer angeordneten Bolzen 26, der sich durch Schlitze 27 in der Hülse 19
hindurcherstreckt, mit einer Gewindehülse 28 verbunden ist. Diese sitzt mittels eines
Gewindes 29 außen auf der Hülse 19. Eine Drehung der Gewindehülse 28 am Gewinde 29
an der Hülse 19 bewirkt eine axiale Verschiebung des Druckbolzens 25 und damit über
Fortsatz 22, Aufweitkörpers 8 und eine radiale Verschiebung der Bürstleisten 4. Mit
der Hülse 19 ist ein Einspannschaft 30 verbunden, der zur Einspannung in die drehangetriebene
und einem bestimmten Vorschub entsprechend in axialer Richtung verschiebbare Spindel
einer Maschineneinheit dient.
[0012] Bei dem dargestellten Bürstwerkzeug erfolgt die Zustellung der Leisten in radialer
Richtung manuell, d.h. durch Verdrehen der Gewindehülse. Für die Serienfertigung wird
man entsprechend anders ausgebildete Werkzeuge nehmen, die nicht manuell über eine
Gewindehülse, sondern mittels einer im Inneren des Einspannschaftes 30 verlaufenden
Betätigungsstange einen Schrittmotor trittweise verstellbar sind. Eine nähere Beschreibung
einer derartigen Vorrichtung ist jedoch im vorliegenden Zusammenhange nicht notwendig,
denn derartige Zustelleinrichtungen sind bei Honmaschinen zur radialen Aufweitung
von Honwerkzeugen dem Fachmann bekannt. Das gilt im Prinzip auch für Werkzeuge der
beschriebenen Art, wenngleich die Konizität des Aufweitkörpers 8 im vorliegenden Fall
sehr viel größer als bei üblichen Honwerkzeugen ist, da die Abnützung der Borsten
schneller vor sich geht und demgemäß größere Zustellwege erforderlich sind. Da beim
Bürsten mit wesentlich höheren Umfangsgeschwindigkeiten gearbeitet wird, ist der Werkzeugkörper
ausgewuchtet.
[0013] Figur 4 zeigt eine stark vergrößerte Aufnahme einer einzelnen Borste 6. In ein Trägermaterial
aus Polyamid sind Schneidkörner eingelagert. Die Schneidkörner 31 können bspw. aus
Diamant, Korund, Siliziumkarbid, Borkarbid oder CBN (Cubisches Bohrnitrid) bestehen.
Die Korngrößen liegen im Bereich 60 bis 800 mesh. Der Durchmesser einer einzelnen
Borste sollte so ausgelegt sein, daß er nicht größer ist als der mittlere Abstand
der Silizium-Kristalle voneinander auf der zu bearbeitenden Oberfläche. Bei dem oben
genannten Werkstoff Al Si 17 Cu 4 Mg befinden sich auf z.B. 1 cm
2 ca. 14 000 Silizium-Kristalle der Korngröße 30 bis 50 µm und ca. 3.100 Kristalle
der Korngröße 40 bis 80 µm. Der sich hieraus ergebende Mindestkristallabstand an der
Oberfläche beträgt ca. 0,030 bis 0,050 mm. Der Borstendurchmesser sollte daher entsprechend
kleiner gewählt werden, hängt jedoch von dem Abstand der Kristalle ab. Wichtig ist,
daß die Borsten die Bereiche der Matrix zwischen den Silizium-Kristallen direkt erreichen
und dort Material abtragen können.
[0014] Zur Einstellung der Schneidfähigkeit ist eine sorgfältige Auswahl des Schmierstoffes
notwendig, so auch für dessen Fettgehalt, der die Reibung zwischen den Borstenenden
und der Matrix und damit das Schneidverhalten der Borsten der Schneidkörner an den
Borsten bestimmt. In der Praxis hat sich ein wasserlöslicher Kühlschmierstoff mit
niedrigem Fettanteil bewährt. Die Reibung von Schneidkorn und Werkstoff kann dabei
so eingestellt werden, daß sich genau der geforderte Werkstoffabtrag von 1 bis 1,5
µm im Bereich der Matrix 2 ergibt.
[0015] Einen wichtigen Einfluß auf das Arbeitsergebnis hat auch die Vorspannung der Bürsten.
Das Werkzeug wird erst in der Bohrung, deren Innenfläche gebürstet werden soll, aufgeweitet.
Mit Erreichen eines konstanten Aufweitmaßes setzt die Drehbewegung ein. Um das Werkzeug
zu expandieren, erfolgtbei Verwendung eines Werkzeuges nach Fig. 2 und 3 - eine definierte
Verstellung der Gewindehülse 28, die in der Serienfertigung - wie beschrieben - durch
einen Schrittmotor getriebenes Zustellsystem ersetzt wird. Es muß auf jeden Fall sichergestellt
sein, daß das Werkzeug bei jedem Arbeitszyklus auf den gleichen Aufweitdurchmesser
expandiert wird und somit mit konstanter Borstenvorspannung arbeitet. Um einen Verschleiß
der Borsten und des Besatzmaterials zu kompensieren, wird in der Serienfertigung nach
einer empirisch zu ermittelnden Stückzahl das Werkzeug um ein bestimmtes Maß, das
dem erfolgten Verschleiß entspricht, stärker aufgeweitet. Dies erfolgt bei Verwendung
einer Schrittsteuerung durch zusätzliche Zustellimpulse.
[0016] Dabei hat sich herausgestellt, daß die Borstenvorspannung zweckmäßigerweise zwischen
0,5 und 2 mm im Durchmesser beträgt, d.h. daß die Borsten auf einen Durchmesser von
Borstenende zu Borstenende aufgeweitet werden, der ohne Anliegen an einer Bohrung
um den genannten Betrag größer ist als der Durchmesser der Bohrung.
[0017] Fig. 5 zeigt das Funktionsdiagramm für den Bearbeitungsvorgang. In Fig. 5 (a) ist
die axiale Lage 1 des Werkzeuges über der Zeit t aufgetragen. 1
H ist die Hublänge. Der Punkt a bezeichnet die obere Endlage. Fig. 5 (b) zeigt die
Zustellbewegung dr in Abhängigkeit von der Zeit. Daraus ist ersichtlich, daß die Aufweitung
des Werkzeuges nach dem Einfahren erfolgt und daß vor dem Ausfahren des Werkzeugs
die Bürstenleisten wieder in radialer Richtung zurückgezogen werden. Fig. 5 (c) zeigt
den Verlauf der Drehbewegung n über der Zeit. Daraus ist durch Vergleich mit Fig.
5 (a) und Fig. 5 (b) zu ersehen, daß die Drehbewegung erst nach dem Einfahren und
dem Aufweiten des Werkzeuges beginnt. Die Drehrichtung wird nach der Hälfte der Bearbeitungszeit
umgekehrt, damit die Silizium-Kristalle von beiden Seiten her angeschnitten werden.
Man arbeitet vorzugsweise mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 250 bis 450 m/min und
mit einem Vorschub mit axialer Richtung von 5 bis 15 m/min. Die Bearbeitungszeit kann
10 bis 40 Sekunden betragen. Das ergibt 10 bis 20 Doppelhübe.
[0018] Figur 6 zeigt eine fotografische Aufnahme einer bearbeiteten Oberfläche. Es ist deutlich
zu sehen, wie die Silizium-Kristalled 1 aus der Aluminium-Matrix 2 hervorstehen, so
daß sich das gewünschte Bild ergibt. Es handelt sich dabei um ein Rasterelektronenmikroskop-Aufnahmne
einer gehonten Oberfläche eines Leichtmetall-Motorblocks. Das einheitliche Schnittniveau,
auf dem sich die Aluminium-Matrix und das angeflachte Silizium-Kristall befinden,
ist klar erkenntlich. Ebenso sind unterschiedliche Rauhigkeiten sichtbar, die sich
aufgrund der partiellen Härteunterschiede der beiden Werkstoffe - Silizium und Aluminium
- ergeben.
1. Verfahren zum Freilegen von Silizium-Kristallen an den Oberflächen feinbearbeiteter,
vorzugsweise gehonter Werkstücke, bei denen die Silizium-Kristalle (1) eine Korngröße
von mindestens 30 bis 80 µ und einen Mindestabstand von 30 bis 50 µ aufweisen und
in eine erheblich weichere Aluminium-Matrix (2) eingebettet sind, und bei denen das
durch das Zurücksetzen der Matrix (2) um 1 bis 2 µ freiwerdende Volumen zur Aufnahme
von Schmieröl dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Werkstückes anschließend
an die Feinbearbeitung mit Borsten (6) in deren Oberfläche Schneidkeiner (31) eingelagert
sind, gebürstet wird, wobei der Durchmesser der Borsten der verwendeten Bürsten so
bestimmt ist, dass er nicht größer als der mittlere Abstand der Silizum-Kristalle
voneinander ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Bürsten von Bohrungsoberflächen
der Durchmesser der zum Durchführen des Verfahrens verwendeten Bürste (4) um 0,5 bis
2 mm größer als der Bohrungsdurchmesser ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung des
Bürstwerkzeuges (3) nach der Hälfte der erforderlichen Bearbeitungszeit umgekehrt
wird.
1. Method for exposing silicon crystals at the surface of finely machined, preferably
honed workpieces, with which the silicon crystals (1) have a grain size of at least
30 to 80 µ and a minimum distance of 30 to 50 µ and are embedded into a considerably
softer aluminum matrix (2), and with which the volume set free by setting back the
matrix (2) by 1 to 2 µ serves to receive lubricating oil, characterized in that the surface of the workpiece subsequent to the fine machining is brushed with bristles
(6), in the surface of which cutting grains (31) are incorporated, in which the diameter
of the bristles is determined such that it is not larger than the medium distance
of the silicon crystals.
2. Method in accordance to claim 1, characterized in that, when brushing boring surfaces,
the diameter of the brush (4) used for carrying out the method, is by 0.5 to 2 mm
larger than the diameter of the bore.
3. Method in accordance to claim 1 or 2, characterized in that the direction of rotation
of the brush tool (3) is reversed after half the required machining time.
1. Procédé pour dégager des cristaux de silicium sur des surfaces de pièces ayant subi
un usinage de finition, de préférence rodés, dans lesquelles lesdits cristaux de silicium
(1) ont une grosseur de grain minimal de 30 à 80 µ et une distance minimale de 30
à 50 µ et sont noyés dans une matrice (2) en aluminium dont la dureté est considerablement
moindre, et dans lesquelles le volume devenant dégagé de 1 à 2 µ par le repositionement
de la matrice sert à recevoir de l'huile de graissage, caracterisé en ce qu'à la suite
de l'usinage de finition la surface de la pièce est traitée par brossage avec des
poils (6) de brosserie ayant des grains (31) de coupe deposés dans leurs surfaces,
le diamétre des poils des brosses utilisées étant déterminé tel qu'il ne dépasse pas
la distance moyenne entre les cristaux de silicium.
2. Procédé selon revendication 1, caractérisé en ce que, lors du brossage de surfaces
internes de perçage, le diamètre de la brosse (4, 6) utilisée pour la mise en oeuvre
du procédé est supérieur de 0,5 à 2 mm à celui du perçage.
3. Procédé selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le sens de rotation
de l'outil de brossage (3) est inversé après écoulement de la moitié du temps requis
pour l'usinage.