(19)
(11) EP 0 348 716 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
01.02.1995  Patentblatt  1995/05

(21) Anmeldenummer: 89110509.0

(22) Anmeldetag:  10.06.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6H05B 1/02, H05B 3/74

(54)

Temperaturschalter

Thermal switch

Commutateur thermique


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB GR IT LI SE

(30) Priorität: 25.06.1988 DE 3821496
25.06.1988 DE 3821495

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.01.1990  Patentblatt  1990/01

(73) Patentinhaber: E.G.O. Elektro-Geräte Blanc und Fischer GmbH & Co. KG
D-75038 Oberderdingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Gössler, Gerhard
    D-7519 Oberderdingen (DE)
  • Wilde, Eugen
    D-7134 Knittlingen 2 (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Ruff, Beier, Schöndorf und Mütschele 
Willy-Brandt-Strasse 28
70173 Stuttgart
70173 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 839 161
DE-A- 3 817 113
US-A- 3 926 648
DE-A- 3 440 156
GB-A- 2 192 279
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Temperaturschalter



    [0001] Die Erfindung betrifft einen Temperaturschalter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und geht aus von der GB-A-2′192′279.

    [0002] Aus der EP-B-116 861 ist ein Temperaturschalter beschrieben, bei dem ein Steg aus dem Isoliermaterial des Strahlheizkörpers, in den er eingebaut ist, eine Strahlungsabschirmung und damit eine temporäre Ansprechverzögerung bewirkt. Dadurch ist es möglich, in der Anheiz- bzw. Ankochphase den Strahlheizkörper auf ein höheres Temperaturniveau zu bringen, das dann beim weiteren Betrieb auf einen Beharrungszustand abgesenkt wird, der mit Sicherheit keine Schädigung der Glaskeramikplatte im Dauerbetrieb bewirkt.

    [0003] Außerdem wird dadurch die Schaltamplitude bzw. -hysterese vergrößert, so daß die Schalthäufigkeit unter allen Bedingungen auf einen zulässigen wert gesenkt werden kann.

    [0004] Aus der EP-B-150 087 geht ein Temperaturschalter für die Beheizung einer Glaskeramikplatte hervor, bei dem ein Quarzglasrohr verwendet wird, das selektiv nur Strahlung mit einer Wellenlänge absorbiert, die von der Glaskeramikplatte zurückgestrahlt wird, um den Temperaturschalter auf die Temperatur der Glaskeramikplatte ansprechen zu lassen. Die von der Strahlungsquelle kommende Strahlung soll durchgelassen werden. Damit kann eine temporäre Ansprechverzögerung nicht erreicht werden.

    [0005] Zum gleichen Zweck und aufbauend auf dem gleichen Prinzip wird bei der WO85/01412 (entsprechend GB-A-2 192 279) der Ausdehnungsstab oder das ihn umgebende Rohr mit einer Strahlung reflektierenden Beschichtung versehen. Diese reflektierende Beschichtung erfordert zusätzliche Maßnahmen bei der Herstellung und ist im Betrieb auch in ihrer Wirkung gefährdet, da die Reflektionsfähigkeit nachlassen kann.

    [0006] Die DE-A-34 40 156 beschreibt einen Temperaturschalter mit einem Rohr aus Quarzglas oder Keramik, das eine Hülle für einen Ausdehnungsstab bildet. Der Stab besteht aus einer Nickel-Chrom-Legierung. Einen Hinweis auf eine temporäre Ansprechverzögerung enthält die Schrift nicht.

    [0007] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Temperaturschalter zu schaffen, der die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und besonders einfach und wirksam aufgebaut ist.

    [0008] Diese Aufgabe wird durch den Anspruch 1 gelöst.

    [0009] Wenn vorzugsweise das Rohr zumindest teilweise ein strahlungsabsorbierendes Material aufweist, oder aus diesem besteht, dann nimmt das strahlungsabsorbierende Material primär die Strahlung des Strahlheizkörpers auf und absorbiert sie. Sie kommt also anfänglich nicht an den Ausdehnungsstab. Das Rohr heizt sich dabei jedoch auf und gibt seinerseits Wärme, wenn auch mit Verzögerung, durch Eigenstrahlung und Konvektion an den Ausdehnungsstab ab. Da das Material des Rohres zwar einen geringeren, jedoch nicht gänzlich vernachlässigbaren Ausdehnungskoeffizienten hat als der Ausdehnungsstab, bewirkt die erhöhte Anfangsaufheizung des Rohres gegenüber dem Ausdehnungsstab auch eine gewisse Gegenkompensation, was die Verzögerungswirkung noch verstärkt. Im weiteren Betrieb wird die infolge der sehr ansprechungsempfindlichen Schalter-Grundcharakteristik sehr geringe Schaltamplitude wunschgemäß vergrößert und damit die Schalthäufigkeit herabgesetzt.

    [0010] Diese Verzögerungswirkung kann dadurch wunschgemäß bemessen werden, daß das Rohr entweder ganz oder teilweise das strahlungsabsorbierende Material aufweist. Dies könnte zum Beispiel als Beschichtung ausgebildet sein. Vorzugsweise ist aber das Rohr selbst aus strahlungsabsorbierendem Material hergestellt.

    [0011] Die Verzögerungswirkung wird ferner verbessert, wenn das Rohr eine erhöhte thermische Trägheit aufweist. Das bedeutet, daß es eine erhöhte Masse und/oder spezifische Wärme aufweist, so daß die Strahlungswärme gespeichert wird, bevor sie an den Ausdehnungsstab weitergegeben wird. Diese Wärme wirkt nach dem Abschalten des Heizelementes noch auf den Ausdehnungsstab ein und verzögert seine Abkühlung. Auch eine geringe thermische Leitfähigkeit des Rohrmaterials trägt dazu bei.

    [0012] Bevorzugt besteht das Rohr aus einem durchgesinterten keramischen Material, beispielsweise aus Cordierit, das ausgezeichnete Strahlungsabsorptions-Eigenschaften bei geringen Reflektionswerten aufweist.

    [0013] Es ist jedoch auch vorteilhaft möglich, das Rohr aus einer Glaskeramik, insbesondere mit geringen Transmissions-Eigenschaften, herzustellen. Geringe Transmissions-Eigenschaften können durch eine Metalloxid-Beimischung erzeugt werden. Auch eine Herstellung aus strahlungsabsorbierendem, nichttransmissivem Quarzgut hat sich bewährt.

    [0014] Wenn der Ausdehnungsstab bei einer bevorzugten Ausführung zumindest teilweise aus einer Chrom-Eisen-Aluminium-Legierung besteht, die bei einer Temperatur oberhalb 800 °C (ca. 1100 K), vorzugsweise oberhalb 1100 °C (ca. 1400 K) wärmebehandelt ist, wird erstaunlicherweise gegenüber dem üblichen Chrom-Nickel-Material, das für den Ausdehnungsstab bisher verwendet wurde, eine wesentliche Erhöhung der Schaltamplitude von beispielsweise ± 2 K auf ± 5,5 K erreicht. Die Chrom-Eisen-Aluminium-Legierung, die vorzugsweise ca. 22 % Chrom und ca. 5 % Aluminium enthält, ist unter der Bezeichnung "Kanthal A, Al, AF" von der Firma AB Kanthal, Schweden, erhältlich und wurde bisher als elektrisches Widerstandsmaterial verwendet. In Verbindung mit der Wärmebehandlung bewirkt es die angegebenen Werte der thermischen Verzögerung bzw. Erhöhung der Schaltamplitude.

    [0015] Besonders vorteilhaft ist der Temperaturschalter bei einem Strahlungsheizelement mit wenigstens einem Hochtemperatur-Strahlheizkörper, beispielsweise einem von einem Lampenkolben umschlossenen Heizwiderstand, einsetzbar. Durch sein schnelles Ansprechen könnte die Schaltamplitude anderenfalls sehr klein werden und damit eine erhöhte Schalthäufigkeit zur Folge haben, die, vor allem auch wegen der hohen Anlaufströme derartiger Hochtemperatur-Strahlungsheizkörper unzulässig wäre. Die temporäre Ansprechverzögerungswirkung kann so bemessen sein, daß sie eine kurzzeitige Anfangsüberhitzung der Glaskeramikplatte zuläßt, die wegen ihrer Kurzzeitigkeit keine Schädigung auslöst, sie kann aber auch geringer bemessen sein, so daß sie die aufgrund der höheren Masse der Glaskeramikplatte ohnehin vorhandene Verzögerung der Aufheizung der Glaskeramikplatte kompensiert.

    [0016] Weitere Vorteile der Erfindung gehen auch aus der nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen hervor.

    [0017] Anhand der einzigen Zeichnungsfigur, die einen schematischen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, d.h. einen Temperaturschalter zeigt, wird die Erfindung nachstehend erläutert.

    [0018] Die Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung einen Strahlheizkörper 11, der unterhalb einer Glaskeramikplatte 12 angeordnet ist und diese beheizt. In einer Trägerschale 33 liegt eine Isolation 42. Heizwiderstände 13 oder 14 sind in Form einer in die Isolation 42 teilweise eingebetteten Heizwendel 13 und in Form eines Hochtemperatur-Strahlheizkörpers 14 vorgesehen, bei dem es sich beispielsweise um eine Halogenlampe handelt, deren Heizwendel 15 aus Wolfram oder ähnlichen Materialien in einem Quarz-Lampenkörper 16 enthalten ist und die aufgrund von Temperaturen oberhalb 1500 K ein Abstrahlungsspektrum weitgehend im sichtbaren Bereich hat.

    [0019] Durch bis zur Glaskeramikplatte 12 reichende Ränder 17 der Isolierung 12 ragt ein Temperaturfühler 20 eines Temperaturschalters 21 hindurch, der zwischen der Glaskeramikplatte 12 und den Heizkörpern 13, 14 quer über den Strahlheizkörper ragt.

    [0020] Bei dem Temperaturschalter 21 handelt es sich um einen fest eingestellten, jedoch justierbaren Temperaturbegrenzer, dessen als Schnappschalter 22 angedeutetes Schaltwerk die Heizkörper 13 und/oder 14 abschaltet oder in anderer Weise ihre Leistung mindert, wenn die Begrenzungstemperatur erreicht ist. Der Temperaturschalter 21 kann noch ein zweites, auf eine andere Temperatur einjustiertes Schaltwerk besitzen, das beispielsweise zur Anzeige des Heißzustandes der Glaskeramikplatte verwendet werden kann.

    [0021] Das Schaltwerk 22 und ggf. das weitere Schaltwerk wird durch einen Ausdehnungsstab 24 betätigt. Er ist in einem Rohr 25 angeordnet, das aus einem Material besteht, das gegenüber dem Ausdehnungsstab 24 einen wesentlich geringeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten hat.

    [0022] Der Ausdehnungsstab 24 ist durch eine an einem verdickten Kopf 30 des Ausdehnungsstabes 24 angreifende Feder 26 im außerhalb des beheizten Bereiches des Strahlheizkörpers liegenden Schalterkopf 27 des Temperaturschalters 21 in Richtung auf den Schnappschalter hin belastet, so daß er eine an seinem freien Ende auf einem Gewinde 28 angeordnete Justiermutter 29 gegen das Ende des Rohres 25 und damit das Rohr auch gegen den Schalterkopf zieht. Diese sog. Zugstab-Anordnung, bei der der Zugstab das thermisch aktive Teil ist, ermöglicht eine relativ einfache Montage, weil der Temperaturfühler durch die Feder selbst in kraftschlüssiger Anlage gehalten wird und trotz einiger Flexibilität der Anbringung die Justiergenauigkeit nicht leidet.

    [0023] Der Ausdehnungsstab 24 besteht aus einer Chrom-Eisen-Aluminium-Legierung, die vorzugsweise ca. 22 % Chrom und 5 % Aluminium enthält und die von der Firma AB Kanthal, Schweden, unter der Bezeichnung Kanthal A bzw. Al bzw. AF als Heizleiter-Legierung hergestellt wird. Der aus diesem Material hergestellte Stab wird, nachdem er mit einem Kopf 30 für den Angriff der Feder 26 und dem Gewinde 28 versehen ist, einer Voralterung in einer Temperatur oberhalb 800 °C, vorzugsweise bei ca. 1200 °C in normaler Atmosphäre unterzogen. Dadurch wird auch die durch die mechanische Umformung entstehende Spannung abgebaut. Dadurch wird die Schaltamplitude überraschenderweise um etwa ± 3 K erhöht.

    [0024] Das gegenüber dem Ausdehnungsstab-Material 24 geringer thermisch dehnende Rohr 25, das als Vergleichsnormal für den Ausdehnungsstab dient, besteht vorteilhaft aus einem hauptsächlich strahlungsabsorbierenden Material. Das bedeutet, daß es Strahlung praktisch nicht durchläßt, andererseits aber auch in größtem Umfang absorbiert und nicht reflektiert. Vorteilhaft konnte ein Material aus Keramik, insbesondere Cordierit KER 410, eingesetzt werden. Cordierit ist ein Mischkristall aus den Oxiden der Stoffe Magnesium, Aluminium und Silicium (2 MgO x 2 Al₂O₃ x 5 SiO₂). Die Keramik KER 410 wird aus tonsubstanz-magnesiumsilicat-haltigen Massen bei Temperaturen um 1400 °C gebrannt und besitzt als Hauptbestandteil das Mineral Cordierit. Es kann auch über die Schmelzphase und spätere Kristallisations-Behandlung hergestellt werden (vgl. D.M. Müller, "Sintered Cordierite Glass-Ceramic Bodies", Corning N.Y., US-PS 3 926 648). Bei Cordierit handelt es sich um ein durchgesintertes Material, das hauptsächlich strahlungsabsorbierend ist.

    [0025] Ferner wurde als geeignetes Material ein Rohr 25 aus Glaskeramik verwendet, beispielsweise vom Typ Ceran 85573. Dieses Material ist eine Glaskeramik mit niedriger Transmission und hoher Strahlungsabsorption, die durch eine Metalloxid-Beimischung erreicht wird.

    [0026] Ferner wurde mit Erfolg ein Rohr 25 aus undurchsichtigem Quarzgut untersucht, beispielsweise aus dem Material 'Rotosil' der Firma Heraeus. Auch hier ist die Strahlungsundurchlässigkeit und Absorptionsfähigkeit durch eine Beimischung von Metalloxiden erreicht worden.

    [0027] In allen Fällen war es möglich, eine jeweils den Anforderungen entsprechende mehr oder weniger große thermische Verzögerung und Schaltamplitudenverzögerung zu erreichen. Insbesondere bei der Verwendung von Hochtemperatur-Strahlungsheizkörpern 14 war diese Verzögerung, was auch den Anforderungen der Praxis entspricht, größer, so daß beim ersten Ansprechen bei vorher kaltem Temperaturfühler die Abschaltung später erfolgt als beim nachfolgenden Dauerbetrieb. Vor allem wurde auch die Schalthysterese bzw. -amplitude vergrößert, ohne die Ansprechempfindlichkeit im übrigen zu beeinträchtigen. Die Schaltamplitude sollte etwa in der Größenordnung zwischen 4 und 10 K (bevorzugt 5 bis 7 K) liegen, um eine Schalthäufigkeit zu erreichen, die unter 5 Schaltungen pro Minute liegt. Anderenfalls könnte die durch jeweilige örtliche Bestimmungen festgelegte Maximalzahl von Schaltungen pro Minute (wegen Netz- bzw. Funkstörungen) überschritten werden. In diesem Zusammenhang wirkt die strahlungsabsorbierende Ausbildung des Rohres 25 besonders dann vorteilhaft, wenn die thermische Masse vergrößert wird. Dies kann dadurch geschehen, daß die bisher übliche Wandstärke für derartige Rohre von 1 mm wesentlich überschritten wird und vorzugsweise bis 3 mm gewählt wird. Auch ein Vorsehen anderer wärmespeichernder Mittel am Rohr wäre möglich. Es ist auch denkbar, die strahlungsabsorbierenden Eigenschaften in einer Oberflächenbeschichtung vorzusehen, während das Rohr wärmespeichernde Eigenschaften aufweist. Durch die Verwendung eines Rohrmaterials mit geringer thermischer Leitfähigkeit kann die Wärmeabgabe vom Rohr an den Ausdehnungsstab behindert werden, was auch durch zwischengeschaltete Isolationsmaßnahmen erreichbar wäre.

    [0028] Vorzugsweise ist das am Rohr verwendete strahlungsabsorbierende Material im gesamten für die Strahlungs-Beheizung wesentlichen Wellenlängenbereich strahlungsabsorbierend, insbesondere in dem Bereich, der von der jeweiligen Strahlungsquelle direkt herrührt, so daß das Ansprechverhalten hauptsächlich von der Beheizung und nicht von Sekundärstrahlern, z.B. der Glaskeramikplatte, bestimmt wird. Diese Charakteristik ist bei den beschriebenen Materialien gewährleistet, ist aber auch mit anderen Materialien zu erreichen.


    Ansprüche

    1. Temperaturschalter für eine eine Strahlungsquelle enthaltende Strahlungsheizung, mit wenigstens einem Schaltkontakt (22) und einem Temperaturfühler (20), der aus einem Ausdehnungsstab (24) aus einem Material mit höherem und einem diesen umgebenden Rohr (25) aus einem Material mit einem demgegenüber geringerem thermischen Ausdehnungskoeffizienten besteht, gekennzeichnet durch Mittel zur temporären, insbesondere bei Strahlung wirksamen, Ansprechverzögerung des Temperaturschalters (21), wobei das Rohr (25) zumindest teilweise ein strahlungsabsorbierendes Material aufweist, das die von der Strahlungsquelle (13, 14) kommende Strahlung hauptsächlich absorbiert.
     
    2. Temperaturschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (25) ganz aus dem strahlungsabsorbierenden Material besteht.
     
    3. Temperaturschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (25) eine erhöhte thermische Trägheit und/oder eine geringe thermische Leitfähigkeit aufweist.
     
    4. Temperaturschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (25) aus einem durchgesinterten keramischen Material, vorzugsweise aus Cordierit, besteht.
     
    5. Temperaturschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (25) aus Glaskeramik, insbesondere einer Glaskeramik mit geringen Transmissions-Eigenschaften, besteht.
     
    6. Temperaturschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (25) aus einem strahlungsabsorbierenden, nichttransmissivem Quarzgut besteht.
     
    7. Temperaturschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrmaterial eine Metalloxid-Beimischung enthält.
     
    8. Temperaturschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das strahlungsabsorbierende Material einen zumindest den von der Strahlungsquelle (13, 14) direkt herrührenden Wellenlängenbereich umfassenden Absorptionsbereich aufweist.
     
    9. Temperaturschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausdehnungsstab (24) zumindest teilweise aus einer Chrom-Eisen-Aluminium-Legierung besteht, die bei einer Temperatur oberhalb 800 °C (ca. 1100 K), vorzugsweise oberhalb 1100 °C (ca. 1400 K), wärmebehandelt ist.
     
    10. Temperaturschalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Chrom-Eisen-Aluminium-Legierung ca. 22 % Chrom und ca. 5% Aluminium enthält.
     
    11. Temperaturschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausdehnungsstab (24) federnd auf Zug belastet ist und durch eine justierbare Verbindung (28, 29) an seinem vom Schaltkontakt (22) entfernten Ende mit dem Rohr (25) verbunden ist.
     
    12. Temperaturschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er fest auf eine Begrenzungstemperatur eingestellt ist, wobei ein zweiter, eine Heißanzeige für eine Kochstelle betätigender Signalkontakt vorgesehen ist und/oder in einem Strahlungs-Heizelement (11) mit wenigstens einem Hochtemperatur-Strahlheizkörper (14) wie einem von einem Lampenkolben (16) umschlossenen Heizwiderstand (15) vorgesehen ist.
     


    Claims

    1. Temperature switch for having a radiation heating means which contains a radiation source and having at least one switch contact (22) and a temperature sensor (20), which comprises an expansion rod (24) made from a material having a relatively high coefficient of thermal expansion, and a tube (25) which encloses the expansion rod and is made from a material having a lower coefficient of thermal expansion in comparison therewith, characterized by means for temporarily delaying the response of the temperature switch (21), more particularly under radiation, the tube (25) having at least partially a radiation-absorbing material, which mainly absorbs the radiation arriving from the radiation source (13, 14).
     
    2. Temperature switch according to claim 1, characterized in that the tube (25) is entirely made from a radiation-absorbing material.
     
    3. Temperature switch according to any one of the preceding claims, characterized in that the tube (25) has an increased thermal inertia and/or a low thermal conductivity.
     
    4. Temperature switch according to any one of the preceding claims, characterized in that the tube (25) is made from a sintered ceramic material, preferably cordierite.
     
    5. Temperature switch according to any one of the claims 1 to 3, characterized in that the tube (25) is made from glass-ceramic, more particularly a glass-ceramic with low transmission properties.
     
    6. Temperature switch according to any one of the claims 1 to 3, characterized in that the tube (25) is made from a radiation-absorbing, non-transmissive quartz material.
     
    7. Temperature switch according to any one of the preceding claims, characterized in that the tube material contains a metal oxide admixture.
     
    8. Temperature switch according to any one of the preceding claims, characterized in that the radiation-absorbing material has an absorption zone covering at least the wavelength range directly originating from the radiation source (13, 14).
     
    9. Temperature switch according to any one of the preceding claims, characterized in that the expansion rod (24) is made at least partially from a chromium-iron-aluminium alloy, which is heat treated at a temperature above 800°C (about 1100 K), preferably above 1100°C (about 1400 K).
     
    10. Temperature switch according to claim 9, characterized in that the chromium-iron-aluminium alloy contains about 22% chromium and about 5% aluminium.
     
    11. Temperature switch according to any one of the preceding claims, characterized in that the expansion rod (24) is resiliently subjected to tensile loading and is connected to the tube (25) at the end of the rod remote from the switch contact (22) via an adjustable connection (28, 29).
     
    12. Temperature switch according to any one of the preceding claims, characterized in that it is permanently set to a limitation temperature, a second signal contact being provided which actuates a hot indication for a hotpoint and/or is provided in a radiation heating element (11) having at least one high temperature radiation heating element (14) such as a heating resistor (15) enclosed by a lamp bulb (16).
     


    Revendications

    1. Commutateur thermostatique pour un dispositif de chauffage à rayonnement contenant une source de rayonnement, avec au moins un contact de commutation (22) et un palpeur de température (20), qui est constitué d'un barreau à dilatation (24) en un matériau de plus grand coefficient de dilatation thermique et d'un tube (25) entourant ce barreau et réalisé en un matériau de plus petit coefficient de dilatation thermique que celui du barreau, caractérisé par des moyens pour un retardement temporaire, actif notamment lors du rayonnement, de la réponse du commutateur thermostatique (21), le tube (25) présentant au moins pour partie un matériau absorbeur de rayonnement, qui absorbe l'essentiel du rayonnement provenant de la source de rayonnement (13,14).
     
    2. Commutateur thermostatique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tube (25) est constitué en totalité du matériau absorbeur de rayonnement.
     
    3. Commutateur thermostatique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tube (25) présente une inertie thermique accrue et/ou une faible conductibilité thermique.
     
    4. Commutateur thermostatique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tube (25) est constitué d'un matériau céramique fritté à coeur, de préférence de cordiérite.
     
    5. Commutateur thermostatique selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le tube (25) est constitué de vitrocéramique, notamment de vitrocéramique présentant de faibles propriétés de transmission.
     
    6. Commutateur thermostatique selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le tube (25) est constitué de silice vitreuse non transmettrice, absorbeuse de rayonnement.
     
    7. Commutateur thermostatique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau du tube contient une addition d'oxydes métalliques.
     
    8. Commutateur thermostatique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau absorbeur de rayonnement présente une plage d'absorption englobant au moins la plage de longueurs d'onde provenant directement de la source de rayonnement (13, 14).
     
    9. Commutateur thermostatique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le barreau à dilatation (24) est constitué au moins pour partie d'un alliage chrome/fer/aluminium qui est traité thermiquement à une température supérieure à 800°C (environ 1100 K), de préférence supérieure à 1100 °C (environ 1400 K).
     
    10. Commutateur thermostatique selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'alliage chrome/fer/aluminium contient environ 22 % de chrome et environ 5 % d'aluminium.
     
    11. Commutateur thermostatique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le barreau à dilatation (24) est sollicité élastiquement en traction et est, à son extrémité éloignée du contact de commutation (22), assemblé au tube (25) par un assemblage réglable (28, 29).
     
    12. Commutateur thermostatique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est réglé fixement à une température limite, un contact de signalisation étant prévu, qui actionne un témoin d'état chaud pour un poste de cuisson, et/ou en ce qu'il est prévu pour un élément chauffant (11) à rayonnement pourvu d'au moins un corps chauffant (14) à rayonnement à haute température, tel qu'une résistance chauffante (15) entourée d'un tube de lampe (16).
     




    Zeichnung