[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Eine bekannte Vorrichtung dieser Art (DE-C-31 03 336) weist außer einer Verspanneinrichtung
mit in zwei Ebenen angeordneten, ausschiebbaren und zurückziehbaren Spannstücken eine
von der Verspanneinrichtung getrennte Einstelleinrichtung mit einwärts und auswärts
verschiebbaren Abstützorganen auf. Die Einstelleinrichtung befindet sich dabei an
einem relativ zur Verspanneinrichtung bewegbaren Teil. Die Abstützorgane der Einstelleinrichtung
sind in einer dritten Ebene im Abstand von den beiden Verspannebenen angeordnet. Das
Bohrwerkzeug ist bei einer Ausführung der bekannten Vorrichtung mittels eines den
tragenden Strang bildenden Bohrgestänges drehbar.
[0003] Bei Schachtbohrmaschinen, die an einem Seil als tragenden Strang aufgehängt sind,
ist es auch bekannt, einen Drehantrieb für das Bohrwerkzeug in der Maschine vorzusehen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Vorrichtung zum Niederbringen von im wesentlichen
vertikalen Bohrungen, vornehmlich Großlochbohrungen, den Anforderungen der Praxis,
namentlich in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Sicherheit, besonders gut Rechnung
zu tragen. Dies bedeutet u.a., daß die Vorrichtung möglichst wirksam steuerbar sein
soll, um die Vertikalität einer Bohrung einzuhalten bzw. schnell wieder herzustellen.
Dies soll erreicht werden, ohne besondere Vorkehrungen in einer zusätzlichen Einstellebene
treffen zu müssen. Die Vorrichtung soll sich zum Einsatz in unterschiedlichen Formationen
eignen, also z.B. außer im Festgestein auch im Lockergestein arbeiten können. Schließlich
soll Vorsorge dafür getroffen werden, daß die Vorrichtung auch bei auftretenden Schwierigkeiten,
besonders im Bereich der Übermittlung von Signalen, Steuerbefehlen u.dgl. sowie der
Energiezuführung, nicht verloren gegeben werden muß. Weitere mit alledem zusammenhängende
Probleme, mit denen sich die Erfindung befaßt, ergeben sich aus der jeweiligen Erläuterung
der aufgezeigten Lösung.
[0005] Bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art sieht die Erfindung vor, daß die
Verspannvorrichtung zumindest teilweise zugleich als Einstelleinrichtung ausgebildet
ist, daß in wenigstens einer Verspannebene jeder Linearantrieb für sich steuerbar
ist, daß den Linearantrieben wenigstens teilweise Wegmeßeinrichtungen mit Anzeigeelementen
am Steuerstand zugeordnet sind und daß für die Verspanneinrichtung zusätzlich zu einem
Betätigungssystem eine separate Löse-Einrichtung vorhanden ist.
[0006] Eine solche Vorrichtung zeichnet sich durch eine Reihe wesentlicher Vorteile aus.
Dadurch, daß zumindest ein Teil der Verspannvorrichtung zugleich als Einrichtung für
die Richtungseinstellung ausgebildet ist, erübrigen sich Einstellmittel an einem mit
dem Bohrwerkzeug bewegbaren Teil in einer dritten Ebene. Dies trägt zur Betriebssicherheit
erheblich bei und eröffnet außerdem besondere Arbeitsmöglichkeiten. Eine separate
Löse-Einrichtung für die Verspannvorrichtung gewährleistet, daß die Vorrichtung auch
dann nicht verloren ist, sondern mittels des tragenden Stranges aus dem Bohrloch nach
über Tage gebracht werden kann, wenn im verspannten Zustand Steuerleitungen, Signalübertrager,
Energiezuführungen oder sonstige für den Normalbetrieb der Verspannvorrichtung und/oder
Einstelleinrichtung notwendige Teile defekt oder beschädigt werden, brechen oder aus
anderen Gründen ihre Funktion nicht mehr erfüllen können.
[0007] Je nach den Gegebenheiten und Anforderungen des Einsatzfalles kann es genügen, die
Verspannvorrichtung nur in einer der beiden Verspannebenen zugleich als Teil der Einstelleinrichtung
auszubilden. In vielen Fällen ist es vorteilhaft, beide Verspannebenen für eine Richtungseinstellung
des Führungsteiles der Vorrichtung heranzuziehen. Zweckmäßig sind dann alle Linearantriebe
in den beiden Verspannebenen für sich steuerbar und mit Wegmeßeinrichtungen ausgestattet.
[0008] Mit der Vorrichtung ist ein vielseitiges Arbeiten und damit eine Anpassung an unterschiedliche
Bedarfsfälle möglich. Es kann insbesondere so verfahren werden, daß die Vorrichtung
mit stillstehendem Bohrwerkzeug in eine am tragenden Strang hängende Lage gebracht
wird, daß hierauf zunächst die Einstellung des Führungsteiles der Vorrichtung in die
gewünschte Richtung vorgenommen wird und daß dann die endgültige Verspannung unter
Fixierung der vorgegebenen Führungsrichtung erfolgt. Es ist außerdem auch möglich,
die Einstellung und damit die Bohrrichtung sogar während des Bohrens in gewissen Grenzen
zu ändern.
[0009] Ein Beispiel für den Verlauf einer Bohroperation wird weiter unten im zweiten Teil
der Beschreibung noch erläutert werden.
[0010] Sind beide Verspannebenen zugleich als Einstellebenen ausgebildet, ergeben sich besonders
vielseitige Möglichkeiten für eine Richtungseinstellung des Führungsteiles der Vorrichtung.
Es ergibt sich ein exakt definierbarer Schwenkpunkt für die Richtungseinstellung.
Dies ist von ganz besonderer Bedeutung beim Bohren im Lockergestein, wenn im Bereich
des Bohrkopfes ein Freiraum vorhanden ist.
[0011] Bei einer zweckmäßigen Ausführung sind die Spannstücke in einer Verspannebene gegenüber
den Spannstücken der anderen Verspannebene in Umfangsrichtung um einen Winkel zueinander
versetzt. Dieser Versatzwinkel ist vorteilhaft halb so groß wie der Winkel des Abstandes
zwischen den Spannstücken. Sind vier Spannstücke in einer Ebene vorhanden, die einen
Winkelabstand von 90° voneinander haben, darin beträgt der Versatzwinkel 45°. Dadurch
ergibt sich eine sehr sichere Abstützung und auch eine Schonung der Bohrlochwand,
weil keine Gefahr besteht, daß die Spannstücke einer Ebene beim Nachsetzen der Vorrichtung
für den nächsten Bohrhub etwa an die gleiche Stelle gelangen, an der zuvor bereits
die Spannstücke der anderen Ebene angelegen haben.
[0012] Als tragender Strang, an dem die Vorrichtung von über Tage her gehalten ist, kann
ein Seil oder ein ähnliches Zugorgan vorgesehen sein. In vielen Fällen ist ein Gestänge
als tragender Strang besonders vorteilhaft. Vor allem kann ein solches Gestänge einen
Förderweg für Bohrgut bilden. Dies gilt vornehmlich für die Durchführung des Lufthebe-Bohrverfahrens
oder andere indirekte Spülbohrverfahren, für die die Vorrichtung in entsprechender
Ausbildung besonders bestimmt ist. Ist der tragende Strang ein Seil, so muß für das
Bohrgut eine gesonderte Förderleitung vorhanden sein. Bei einem Gestänge als tragender
Strang kann dieses von einer über Tage befindlichen Einrichtung aus drehend antreibbar
sein, so daß es ein Drehmoment zum Bohrkopf leitet. Das Gestänge kann insbesondere
nichtdrehend sein, wobei dann ein Antrieb für den Bohrkopf in der Vorrichtung angeordnet
ist.
[0013] Das grundsätzliche Merkmal der separaten Löse-Einrichtung für die Verspanneinrichtung
besteht darin, daß mit dieser Einrichtung eine Aufhebung der Verspannung auch dann
erfolgt, wenn mit dem normalerweise zur Betätigung der Verspannvorrichtung und/oder
der Einstelleinrichtung vorgesehenen Betriebssystem ein Lösen aus dem verspannten
Zustand nicht mehr möglich ist. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn eine Signal- oder
Steuerleitung, ein Energiekabel od.dgl. gebrochen ist, ein Schaltelement ausgefallen
oder eine andere Beeinträchtigung eingetreten ist.
[0014] Die separate Löse-Einrichtung läßt sich je nach der sonstigen Gestaltung der Vorrichtung
in verschiedener Weise ausbilden. Bei einer vorteilhaften Ausführung weist die Löse-Einrichtung
einen Energiespeicher und wenigstens ein Schalt- oder Steuerorgan zum Bewirken des
Lösevorganges auf. Der Energiespeicher macht die Vorrichtung unabhängig von einer
äußeren Energiezufuhr, so daß ein Lösen der Verspannung auch dann noch möglich ist,
wenn die Vorrichtung von über Tage her nicht mehr mit Energie versorgt werden kann,
etwa, wenn durch unerwartete Einwirkungen die Energiezuleitung zerstört worden ist.
[0015] Es kann zur Erhöhung der Gesamtsicherheit zweckmäßig sein, die Ausbildung so zu treffen,
daß ein Betätigen der Verspannvorrichtung für den Führungsteil der Vorrichtung nur
bei zuvor gefülltem Energiespeicher möglich ist. Dies gewährleistet die Herstellung
der Betriebsbereitschaft der separaten Löse-Einrichtung vor dem Beginn des Arbeitens
der Vorrichtung. Hierbei handelt es sich um ein sehr bedeutsames Merkmal.
[0016] Die Ausbildung wird insbesondere so getroffen, daß das Schalt- oder Steuerorgan der
Löse-Einrichtung bei Eintritt vorgebbarer Bedingungen, so in Fällen der vorstehend
genannten Art, selbsttätig den Lösevorgang bewirkt. Die Energie aus dem Speicher kann
dann sogleich denjenigen Organen zugeführt werden, mittels derer die Verspannung des
Führungsteiles der Vorrichtung aufhebbar ist.
[0017] Handelt es sich um eine hydraulisch arbeitende Verspannvorrichtung mit Linearantrieben
in Form von Zylinder-Kolben-Einheiten, so enthält die separate Löse-Einrichtung zweckmäßig
einen Hydrospeicher und eine Ventileinrichtung, mittels derer zum Lösevorgang alle
Zylinder-Kolben-Einheiten des Spannsystems im Sinne einer radialen Einwärtsbewegung
der Spannstücke betätigbar sind. Die Ventileinrichtung weist dabei insbesondere ein
in eine zum Bewirken des Lösevorganges geeignete Stellung selbsttätig rückführbares
Wegeventil auf.
[0018] Vorteilhaft ist eine Wegmeßeinrichtung vorhanden, mittels derer die jeweilige Relativbewegung
zwischen dem Arbeitsteil und dem Führungsteil erfaßt werden kann. Dadurch läßt sich
über Tage der betreffende Zustand bzw. der gerade ablaufende Vorgang gut kontrollieren.
Es kann u.a. festgestellt werden, ob der Führungsteil etwa an der Bohrlochwand verrutscht,
z.B. beim Nachlassen mittels des tragenden Stranges.
[0019] Der Wegmeßeinrichtung ist insbesondere ein Sicherungssystem zugeordnet, namentlich
im Sinne einer Überfahr-Sicherung. Dadurch läßt sich am unteren Hubende verhindern,
daß der Bohrkopf zu tief kommt. Beim Umsetzen wird die Gefahr eines Abreißens vermieden.
Im weiteren Teil der Beschreibung wird darauf noch eingegangen.
[0020] Zwischen dem Arbeitsteil und dem Führungsteil sind zweckmäßig Hubantriebe vorhanden,
mittels deren eine Verschiebung beider Teile zueinander erfolgen kann, sei es im Sinne
eines bloßen Nachholens, sei es zur Aufbringung einer zusätzlichen Andruckkraft. Vorteilhaft
ist wenigstens einem Hubantrieb eine Wegmeßeinrichtung zugeordnet, insbesondere in
Verbindung mit einem Sicherungssystem zur Verhinderung unerwünschter oder nicht ordnungsgemäßer
Bewegungen und Betriebszustände und/oder zum Bewirken von Vorgängen oder Betätigungen
von Teilen oder Systemen der Vorrichtung in einem Sinne, daß Beschädigungen oder Zerstörungen
vermieden werden. Auch dazu werden im anschließenden Teil der Beschreibung noch Erläuterungen
gegeben.
[0021] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden,
gleichermaßen zur Darlegung der Erfindung gehörenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen,
aus der zugehörigen Zeichnung und aus den Ansprüchen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung gemäß der Erfindung in Ansicht,
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in größerem Maßstab, überwiegend in einem nach
der Linie II - II in Fig. 4 verlaufenden Schnitt,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III - III in Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV - IV in Fig. 2,
Fig. 5 weitgehend schematisch ein hydrauisches Betätigungssystem für die Verspann-
und Einstellteile der Vorrichtung mit Anzeige- und Steuerorganen an einem Steuerstand
od.dgl.,
Fig. 6 eine besondere Ausführung eines hydraulischen Betätigungssystems, weitgehend
schematisch und
Fig. 7 eine teils schematische Darstellung eines Hubantriebs zwischen Führungsteil
und Arbeitsteil mit weiteren Elementen.
[0022] In den Figuren 1 bis 4 ist eine Ausführung der Vorrichtung dargestellt, die zum Niederbringen
gerichteter Vertikalbohrungen dient, insbesondere unter Anwendung des sog. Lufthebe-Bohrverfahrens.
Die Vorrichtung kann unter Wasser arbeiten und eignet sich dazu, Bohrungen mit einem
Durchmesser von beispielsweise 2100 mm niederzubringen, und zwar bis zu Teufen, die
1000 m und auch mehr betragen können.
[0023] Mit der Zahl 1 ist ein Bohrwerkzeug in Form eines Bohrkopfes bezeichnet, der mit
Rollenmeißeln 2, Schneidrollen od.dgl. versehen ist. Der Bohrkopf 1 mit einer Antriebswelle
3 verbunden, die bei der gezeigten vorteilhaften Ausführung mittels einer Antriebseinheit
18 drehbar ist. Die letztere kann einen oder mehrere hydraulische Motoren enthalten.
Insbesondere weist die Antriebseinheit einen elektrisch angetriebenen Kraftdrehkopf
19 mit Lagerung auf. Von der Antriebseinheit 18 erstreckt sich ein nichtdrehbares
hohles Gestänge 4 nach oben, an dem bei dieser Ausführung Luftleitungen 11 für die
Durchführung des Lufthebe-Bohrverfahrens entlanglaufen. Diese Luftleitungen 11 enden
in einem Anschlußteil 12, in dem sich in das Innere des Gestänges 4 öffnende Durchlässe
befinden, derart, daß die von oben her zugeführte Luft an dieser Stelle in das Innere
des Gestänges 4 eintreten kann. Die Antriebswelle 3 bildet über den Kraftdrehkopf
19 eine Fortsetzung des Gestänges 4. Sie ist wie dieses hohl und steht mit einem im
Bohrkopf 1 vorgesehenen Saugstutzen bzw. Einlaßkanal 5 in Verbindung. Somit kann mit
Bohrgut beladene Spülung in die hohle Antriebswelle 3 und über den Kraftdrehkopf 19
in das Gestänge 4 gelangen und darin aufwärts gefördert werden.
[0024] Am Gestänge 4 läuft außerdem ein Kabel 6 entlang, das in eine druckfest gekapselte
Verteilereinheit 7 eingeführt ist. Das Kabel 6 enthält Meß-, Steuer- und Energieversorgungsleitungen,
so u.a. auch die Stromversorgung für die Antriebseinheit 18 und für Motoren zum Antrieb
von Pumpen in einem noch zu erläuternden Hydrauliksystem. Von der Verteilereinheit
7 zu solchen und anderen Aggregaten führende Energie-, Meß und Steuerleitungen sind
in Fig. 2 lediglich schematisch bei der Zahl 8 angedeutet.
[0025] Die Vorrichtung enthält ein in zwei im Winkel von 90° zueinander stehenden Meßebenen
X und Y arbeitendes Neigungsmeßgerät 25 (Fig. 2), etwa ein sog. Inclinometer. Über
eine Meßleitung 9 ist dieses Gerät 25 mit der Verteilereinheit 7 und über diese mit
dem zu einem Steuerstand über Tage führenden Kabel 6 verbunden. Dort kann somit jederzeit
festgestellt werden, ob bzw. in welcher Richtung und um welchen Betrag die Bohrung
bzw. deren jeweils hergestellter Abschnitt von der Vertikalen abweicht.
[0026] Bei der Vorrichtung lassen sich vom grundsätzlichen Aufbau her zwei Teile unterscheiden,
und zwar einerseits ein insgesamt mit der Zahl 21 bezeichneter Arbeitsteil und andererseits
ein insgesamt mit der Zahl 22 bezeichneter Führungsteil.
[0027] Der Arbeitsteil 21, der auch als "Innenkelly" bezeichnet werden kann, umfaßt u.a.
ein unteres Lagersystem 15 für die Antriebswelle 3 mit Anschlußflansch 20 für den
Bohrkopf 1, die genannte Antriebseinheit 18 sowie Gehäuseteile 17 mit verschiedenen
Einbauten. So sind in dem Arbeitsteil 21 außer der Verteilereinheit 7 und dem Neigungsmeßgerät
25 Belastungsgewichte 13, Behälter für elektrische und hydraulische Bauelemenle, ein
Tank für ein Hydraulikmedium, Pumpen und sonstige Teile untergebracht, die bei der
Erläuterung der Arbeitsweise der Vorrichtung und der Beschreibung weiterer Einzelheiten
noch genannt werden.
[0028] Das gesamte Lagersystem, nämlich die untere Lagerung 15 und die obere Lagerung im
Kraftdrehkopf 19, ist mit seiner Schmiermittelversorgung druckkompensiert ausgebildet.
Durch die Belastungsgewichte 13 und die übrigen Komponenten des Arbeitsteiles 21 wird
über das Lagersystem 15 zumindest ein wesentlicher Teil der Andruckkraft für den Bohrkopf
1 beim Arbeiten desselben erzeugt. Falls erwünscht, kann über das Gestänge 4 und/oder
andere, noch zu erläuternde Vorrichtungen eine zusätzliche Andruckkraft aufgebracht
werden.
[0029] Der Führungsteil 22, der auch als "Außenkelly" bezeichnet werden kann, weist eine
Verkleidung oder ein Gehäuse 26 auf und enthält eine Verspannvorrichtung mit in zwei
Verspannebenen AE und BE angeordneten Linearantrieben 14, mittels derer schildartige
Spannstücke 10 radial auswärts und einwärts bewegt werden können.
[0030] Die Belastungsgewichte 13 sind so ausgebildet und montiert, daß sie mit dem Führungsteil
22 zusammenwirken, um im verspannten Betriebszustand eine einwandfreie Richtungsführung
für den Arbeitsteil 21 sicherzustellen. Vorteilhaft sind dabei Führungsleisten 16
aus geeignetem Material vorhanden, die entweder an dem Führungsteil 22 bzw. dessen
Gehäuse 26 oder am Arbeitsteil 21 bzw. Komponenten desselben, etwa an den Belastungsgewichten
13, befestigt sind und auf Flächen an dem betreffenden Gegenteil gleiten. Wie besonders
Fig. 3 erkennen läßt, können solche Führungsleisten 16 jeweils an Stellen vorgesehen
sein, die den Linearantrieben 14 benachbart sind. Sie können sich über die ganze Länge
des Führungsteiles 22 erstrecken oder insbesondere auch nur am oberen und am unteren
Ende vorgesehen sein. Letzteres ist bei der dargestellten Ausführung der Vorrichtung
der Fall.
[0031] Zwischen dem Führungsteil 22 und dem Arbeitsteil 21 sind parallel zur Längsachse
L der Vorrichtung zwei axiale Bewegungseinheiten 27 vorgesehen (Fig. 2, 4 und 8),
nachstehend als Hubantriebe bezeichnet, mittels derer der Führungsteil 22 und der
Arbeitsteil 21 relativ zueinander in Richtung der Längsachse L der Vorrichtung verschiebbar
sind. (Der Schnitt der Fig. 2 ist so geführt, daß dort nur einer dieser Hubantriebe
erkennbar ist.)
[0032] Die zum Aus- und Einfahren der Spannstücke 10 dienenden Linearantriebe 14 der oberen
Verspannebene AE können zu denjenigen der unteren Verspannebene BE in Umfangsrichtung
um 45° zueinander versetzt sein, wie Fig. 1 erkennen läßt, oder aber auch ohne einen
solchen Versatz übereinander angeordnet sein, wie in Fig. 2 dargestellt ist.
[0033] Als Linearantriebe sind bei dem dargestellten vorteilhaften Ausführungsbeispiel hydraulische
Zylinder-Kolben-Einheiten vorgesehen, die nachstehend der Einfachheit halber als Hydraulik-Einheiten
bezeichnet werden. Die Erfindung ist jedoch nicht auf solche Hydraulik-Einheiten beschränkt.
Vielmehr können alle Arten von Linearantrieben vorgesehen werden, die für die Funktion
geeignet sind. Das gleiche gilt für die Hubantriebe 27.
[0034] Wie weiter oben schon gesagt wurde, ist das hydraulische Versorgungssystem mit Tank
für Druckmedium, Pumpe mit Antrieb, Steuerelementen und sonstigen für den Betrieb
benötigten Teilen in der Vorrichtung untergebracht. Nachstehend werden Ausführungen
von Steuer- und Betriebssystemen mehr im einzelnen erläutert.
[0035] In Fig. 5 sind die Teile, die denjenigen bei der Ausführung nach den Figuren 1 bis
4 gleich sind oder ihnen entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen wie dort bezeichnet,
mit Ausnahme der Linearantriebe 14, die nunmehr zur besseren Erläuterung für die obere
Ebene AE mit A1, A2, A3 und A4 und für die untere Ebene BE mit B1, B2, B3 und B4 bezeichnet
sind.
[0036] Im rechten äußeren Teil der Fig. 5 sind die Hydraulik-Einheiten A1, A2, A3, A4 der
oberen Verspannebene AE und im linken äußeren Teil der Fig. 5 die Hydraulik-Einheiten
B1, B2, B3, B4 der unteren Verspannebene BE (mit Versetzung um 45° in Umfangsrichtung,
vgl. Fig. 1) dargestellt. Bei der Zahl 25 ist mit strichpunktierter Umgrenzung das
Neigungsmeßgerät veranschaulicht, wobei die Messung in den beiden Ebenen X und Y jeweils
durch die symbolische Darstellung eines Pendels in Seiten- und Vorderansicht angedeutet
ist.
[0037] Weiterhin ist mit strichpunktierter Umgrenzung ein Teil eines an geeigneter Stelle
über Tage befindlichen Steuerstandes ST mit verschiedenen Anzeige- und Betätigungs-bzw.
Steuerorganen dargestellt.
[0038] In Fig. 5 sind Hydraulikleitungen jeweils mit ausgezogenen Linien und elektrische
Signal- oder Steuerleitungen jeweils mit gestrichelten Linien gezeichnet. Bei der
Zahl 23 sind jeweils Steckverbindungen oder sonstige lösbare Verbindungen in diesen
Leitungen angedeutet.
[0039] Aus einem Tank 30 kann Hydraulikflüssigkeit durch eine Saugleitung 31 mittels einer
durch einen steuerbaren Motor 33 antreibbaren Pumpe 34 über eine Leitung 32 in zwei
Leitungen 35 und 36 gefördert werden. Die Leitung 15 führt zu einem Verteilerblock
VA für die obere Verspannebene AE und die Leitung 36 zu einem Verteilerblock VB für
die untere Verspannebene BE. Jeder dieser beiden Verteilerblöcke enthält vom Steuerstand
ST aus über Steuerkabel 37, 38 zu betätigende Magnetventile MA bzw. MB, derart, daß
mittels dieser Magnetventile jede Hydraulik-Einheit A1 bis A4 der oberen Ebene und
jede Hydraulik-Einheit B1 bis B4 der unteren Ebene für sich im Sinne des Ausfahrens
der Spannstücke 10 gesteuert werden kann.
[0040] Zu diesem Zweck führen von den Magnetventilen in dem Verteilerblock VA Hydraulikleitungen
41, 42, 43, 44 zu den großen Zylinderräumen A11 der Einheiten der oberen Ebene AE
und ebenso von den Magnetventilen in dem Verteilerblock VB Hydraulikleitungen 51,
52, 53, 54 zu den großen Zylinderräumen B11 der unteren Ebene BE. Die kleinen Zylinderräume
A12 der Einheiten der oberen Ebene AE sind durch Einzelleitungen mit einer zum Verteilerblock
VA gehenden gemeinsamen Leitung 45 verbunden. Ebenso sind die kleinen Zylinderräume
B12 der Einheiten der unteren Ebene BE durch Einzelleitungen mit einer zum Verteilerblock
VB gehenden gemeinsamen Leitung 55 verbunden. Mit den Zahlen 46 und 56 sind jeweils
von den Verteilerblöcken VA und VB zum Tank 10 führende Abströmleitungen bezeichnet.
[0041] Aus dem vorstehend Gesagten ergibt sich, daß in jeder der beiden Ebenen AE uns BE
jedes Spannstück 10 individuell radial nach außen bewegt, also ausgefahren werden
kann, während andererseits in jeder Ebene alle Spannstücke 10 gemeinsam bzw. gleichzeitig
radial nach innen bewegt, also eingefahren werden können. Dem Fachmann stehen dazu
die erforderlichen hydraulischen und elektrischen Bauelemente mit ihren Schaltungsmöglichkeiten
zur Verfügung, so daß darauf hier nicht im einzelnen eingegangen zu werden braucht.
[0042] Am Steuerstand ST sind Steuerschalter AS1, AS2, AS3, AS4 für die Einheiten A1 bis
A4 der oberen Ebene AE und Steuerschalter BS1, BS2, BS3, BS4 für die Einheiten B1
bis B4 der unteren Ebene BE vorhanden, mittels derer jede der Einheiten für sich im
Sinne des Ausfahrens betätigt werden kann. Steuerschalter AR und BR dienen zum Betätigen
der Einheiten jeder Ebene im Sinne des gemeinsamen Einfahrens. Schließlich ist noch
ein weiterer Steuerschalter ABS vorhanden, dessen Funktion später erläutert werden
wird.
[0043] Jeder Einheit A1 bis A4 der oberen Ebene AE und jeder Einheit B1 bis B4 der unteren
Ebene BE ist eine Wegmeßeinrichtung zugeordnet, mittels derer der Weg, den die Spannstücke
10 oder deren Kolbenstangen bzw. andere damit verbundene Teile zurücklegen, erfaßt
und für jede Einheit gesondert am Steuerstand ST über Tage an Analog- oder Digital-Anzeigeinstrumenten
G1 bis G4 angezeigt werden kann. Bei entsprechender Eichung der Wegmeßeinrichtungen
kann an diesen Instrumenten unmittelbar die von einer Bezugsposition aus gemessene
radiale Position jedes Spannstückes abgelesen werden.
[0044] Wegmeßeinrichtungen solcher Art stehen dem Fachmann in verschiedenen Ausführungen
zur Verfügung. In der rechten Hälfte der Fig. 5 sind schematisch jeweils Meßwertaufnehmer
47 angedeutet, die über Signalleitungen an eine Verarbeitungseinheit 48 angeschlossen
sind. Von dieser führt ein Signalkabel 49 zu den genannten Anzeigeinstrumenten G1
bis G4.
[0045] In der linken Hälfte der Fig. 5 ist dargestellt, daß die großen Zylinderräume B11
der Einheiten B1 bis B4 über Leitungen 57 und 58 mit hydraulisch-elektrischen Meßwert-Aufnehmern
59 und 60 zur Messung des Druckes und damit zur Ermittlung der jeweils an einem Spannstück
10 wirkenden Anpreßkraft ausgestattet sind. In den von den Einheiten B1, B3 bzw. B2,
B4 zu den Aufnehmern 59, 60 führenden Leitungen sind steuerbare Wechselventile 61,
62 vorgesehen. Dadurch ist es möglich, wahlweise den einen oder den anderen von zwei
sich gegenüberliegenden Zylindern zur Druckmessung mit dem zugehörigen Aufnehmer 59
bzw. 60 zu verbinden. Es kann aber auch für jeden Zylinder ein Meßwert-Aufnehmer vorgesehen
sein. Jeder Meßwert-Aufnehmer 59, 60 ist mit einem Anzeige-Instrument P1 bzw. P2 für
den Druck verbunden. Am Steuerstand kann somit abgelesen werden, mit welcher Kraft
das jeweilige Spannstück an die Bohrlochwand angepreßt wird. Mittels des Hydrauliksystems
kann daher unter Berücksichtigung der Druckanzeige die Anpreßkraft individuell für
jede Einheit entsprechend den Erfordernissen und Gegebenheiten gewählt werden. Dies
ist besonders wichtig beim Bohren in unterschiedlichen Formationen. So kann z.B. beim
Durchteufen von lockeren Schichten die Anpreßkraft geringer gewählt werden als im
Festgestein.
[0046] Wegen der Übersichtlichkeit der Darstellung ist in Fig. 5 das Wegmeß- und Anzeige-System
47 bis 49, G1 bis G4 nur für die obere Ebene AE und das Druckmeß- und Anzeige-System
57 bis 62, P1, P2 nur für die untere Ebene BE wiedergegeben. Tatsächlich ist es so,
daß bei der erläuterten vorteilhaften Ausführung in jeder der beiden Ebenen AE und
BE für jede Einheit A1 bis A4 bzw. B1 bis B4 Meß- und Anzeige-Systeme für Weg und
Druck vorhanden sind.
[0047] Das Neigungsmeßgerät 25 ist über Leitungen 24 mit Anzeige-Instrumenten NX und NY
am Steuerstand ST verbunden, so daß dort jederzeit die Neigung der Vorrichtung in
der X-Ebene und in der Y-Ebene mit positiven oder negativen Werten abgelesen werden
kann.
[0048] Bei der Zahl 66 sind in Fig. 5 Betätigungsorgane für die Hubantriebe 27 zur Verschiebung
von Führungsteil 22 und Arbeitsteil 21 relativ zueinander angedeutet. Vorteilhaft
sind diesen Hubantrieben 27 auch Wegmeßeinrichtungen mit Anzeige-Instrumenten 67 am
Steuerstand ST zugeordnet, so daß dort auch das Arbeiten derselben kontrolliert werden
kann. Eine vorteilhafte Ausbildung wird weiter unten noch erläutert werden.
[0049] Die Figur 6 veranschaulicht eine besonders vorteilhafte Ausführung der Vorrichtung,
bei der für die Verspannvorrichtung zusätzlich zu einem Betätigungssystem eine separate
Löse-Einrichtung vorgesehen ist. Zugleich läßt diese Figur auch noch weitere Teile
eines Betätigungssystems erkennen. Teile, die denjenigen der Ausführung nach Fig.
5 gleich sind oder entsprechen, tragen die gleichen Bezugszeichen wie dort.
[0050] Die Förderleitung 32 der Pumpe 34 ist einerseits über ein einstellbares Druckbegrenzungsventil
70 mit den zu den Verteilerblöcken VA und VB führenden Leitungen 35 und 36 verbunden,
so daß den Verteilerblöcken wie bei der Darstellung in Fig. 5 Druckmedium zuströmen
kann. Außerdem ist die Förderleitung 32 über ein Rückschlagventil 71 mit einer zu
einem Magnetventil 72 führenden Leitung 73 verbunden. An die letztere ist über eine
Leitung 74 ein hydraulischer Druckspeicher 75 sowie ein Druckschalter 76 angeschlossen,
der bei Erreichen eines vorbestimmbaren Druckes im Druckspeicher 75 ein Signal abgibt,
das in noch zu erläuternder Weise genutzt wird. Das Magnetventil 72 befindet sich
beim ordnungsgemäßen Betrieb der Vorrichtung nicht in der in Figur 6 gezeigten Stellung,
sondern in der anderen von seinen beiden möglichen Stellungen. Es wird in dieser gehalten,
bis entweder vom Steuerstand ST aus bewußt eine Umschaltung des Ventils in die gezeigte
Stellung bewirkt wird oder bis es in diese Stellung bei Eintritt bestimmter vorgebbarer
Bedingungen selbsttätig überführt wird.
[0051] In der eingezeichneten Position des Ventils 72 kann Druckmedium aus dem Druckspeicher
75 über eine Leitung 81 und ein Rückschlagventil 82 zu einer Sammelleitung 83 fließen,
an die die kleinen Zylinderräume A12 der Einheiten A1 bis A4 der oberen Ebene AE angeschlossen
sind. Ebenso kann Druckmedium über eine Leitung 91 und ein Rückschlagventil 92 zu
einer Sammelleitung 93 fließen, an die die kleinen Zylinderräume B12 der Einheiten
B1 bis B4 der unteren Ebene BE angeschlossen sind.
[0052] An jede Sammelleitung 83 bzw. 93 ist außerdem eine Leitung 84 bzw. 94 angeschlossen,
in der ein entsperrbares Rückschlagventil 85 bzw. 95 angeordnet ist. Diese Leitungen
84 bzw. 94 kommen von Magnetventilen, die sich im Verteilerblock VA bzw. VB befinden
und Anschlüsse an die Druckleitungen 35 bzw. 36 und an die Abströmleitungen 46 bzw.
56 zum Tank 30 haben.
[0053] Vom Verteilerblock VA für die obere Ebene AE führen, wie auch in Verbindung mit Fig.
5 erläutert, Hydraulikleitungen 41 bis 44 zu den großen Zylinderräumen A11 der Einheiten
A1 bis A4 der oberen Ebene AE. In diesen Leitungen befinden sich jeweils entsperrbare
Rückschlagventile 41a bis 44a (Fig. 6), von denen eine gemeinsame Schaltleitung 88
zu einem Wechselventil 77 führt. Die Hydraulikleitungen 41 bis 44 gehen von im Verteilerblock
VA untergebrachten Magnetventilen aus, die zu den in Fig. 5 generell mit MA bezeichneten
Magnetventilen gerechnet werden können und die jeweils Anschlüsse an die Druckleitung
35 und an die Abströmleitung 46 zum Tank 30 haben. Diese Magnetventile können vom
Steuerstand aus einzeln betätigt werden, und zwar über Steuerschalter, wie sie auch
in Fig. 5 am Steuerstand ST bei den Bezugszeichen AS1 bis AS4 gezeigt sind. Von den
Hydraulikleitungen 41 bis 44 gehen jeweils zu Rückschlagventilen 105 bis 108 führende
Leitungen ab. Diese Rückschlagventile sind auf ihren Auslaßseiten an eine zum entsperrbaren
Rückschlagventil 85 führende Betätigungsleitung 109 angeschlossen, um dieses zu öffnen
und damit den Abfluß von Hydraulikflüssigkeit aus einem oder mehreren der kleinen
Zylinderräume A12 der Einheiten A1 bis A4 zu ermöglichen, wenn einem oder mehreren
der großen Zylinderräume A11 durch Betätigung eines oder mehrerer der Magnetventile
Druckmedium zugeführt wird, um das betreffende Spannstück 10 auszufahren.
[0054] Während es somit möglich ist, jede Einheit A1 bis A4 im Sinne des Ausfahrens eines
Spannstückes 10 für sich zu betätigen, genügt es, für das Einfahren der Spannstücke
eine gemeinsame Betätigung der Einheiten einer Ebene vorzusehen. Dieses Einfahren
geschieht im normalen Betrieb dadurch, daß ein weiteres Magnetventil des Ventilblocks
VA in eine solche Stellung überführt wird (z.B. durch Betätigen des Schalters AR am
Steuerstand ST, Fig. 5), daß das Druckmedium über dieses Magnetventil, eine Leitung
111, das Rückschlagventil 85 und die Leitung 83 zu den kleinen Zylinderräumen A12
fließt und die Kolben der Einheiten A1 bis A4 im Sinne des Einfahrens bewegt. Dabei
wird außerdem durch den Druck in einer von der Leitung 111 abzweigenden Leitung 112
das auch an die letztere angeschlossene Wechselventil 77 so verstellt, daß Druckmedium
über die Schaltleitung 88 zu den entsperrbaren Rückschlagventilen 41a bis 44a strömen
kann, um diese im Sinne eines Durchganges von den großen Zylinderräumen A11 her und
dann durch die Ventile des Ventilblockes VA zur Abströmleitung 46 zu öffnen, so daß
ein druckloser Abfluß von Hydraulikflüssigkeit auf diesem Wege stattfinden kann.
[0055] Was vorstehend für die Betätigung der Einheiten A1 bis A4 der oberen Ebene AE gesagt
wurde, gilt bei der dargestellten vorteilhaften Ausführung sinngemäß und entsprechend
auch für die Betätigung der Einheiten B1 bis B4 der unteren Ebene BE, so daß sich
eine besondere Erläuterung dazu erübrigt. In Fig. 6 sind bei der unteren Ebene BE
die den Rückschlagventilen 105 bis 108 der oberen Ebene AE entsprechenden Ventile
mit den Zahlen 115 bis 118 bezeichnet.
[0056] Die Erfindung ist nicht auf die wiedergegebenen und beschriebenen Einzelheiten der
Systeme und der verwendeten Bauelemente beschränkt. Vielmehr können auch andere geeignete
Teile vorgesehen und Abwandlungen in den Betätigungs- und Steuersystemen vorgenommen
werden, die den gewünschten Zweck erfüllen.
[0057] Zusätzlich zu den beschriebenen Betätigungsmöglichkeiten für den normalen Betrieb
der Vorrichtung ist eine separate Löse-Einrichtung für die Verspannvorrichtung vorgesehen.
Diese tritt unter vorgebbaren Bedingungen in Funktion, insbesondere bei einem Bruch
von Leitungen auf dem Weg vom Steuerstand zur Vorrichtung bzw. in dieser selbst, und
vorteilhaft auch bei manueller Auslösung eines Schalters oder sonstigen geeigneten
Betätigungsgliedes.
[0058] Bei der Erläuterung der Fig. 5 ist ein solcher am Steuerstand ST vorgesehener Schalter
ABS bereits erwähnt worden. Auch sind bestimmte Einzelheiter des Hydrauliksystems
in Verbindung mit Fig. 6 bereits genannt worden. Die Wirkungsweise der separaten Löse-Einrichtung
wird nachstehend an einem Beispiel erläutert.
[0059] Während des betriebsmäßigen Einsatzes der Vorrichtung ist die Spule 72a des Magnetventils
72 infolge Stromzufuhr über die elektrische Leitung 78 erregt, so daß sich das Magnetventil
72 abweichend von der in Figur 6 gezeigten Stellung in der anderen von den beiden
möglichen Stellungen befindet, in der die Leitungen 81 und 91 mit dem Tank verbunden
sind. Es sei nun angenommen, daß die genannte elektrische Leitung 78 unterbrochen
wird, etwa durch Beschädigung des diese Leitung enthaltenden Kabels, z.B. des am Gestänge
4 entlanggeführten Kabels 6 (Fig. 2). Damit wird die Magnetspule 72a des Ventils 72
stromlos, so daß dieses unter der Wirkung einer Belastungsfeder od.dgl. selbsttätig
in die in der Zeichnung wiedergegebene Lage überführt wird. Hierauf kann, wie u.a.
aus Fig. 6 ersichtlich ist, Druckmedium aus dem zuvor gefüllten Speicher 75, über
die Leitung 74, das Ventil 72, die Leitungen 81 und 91 sowie über die Rückschlagventile
82, 92 in die Sammelleitungen 83, 93 und damit zu den kleinen Zylinderräumen A12 und
B12 der Einheiten A1 bis A4 der oberen Ebene AE und den Einheiten B1 bis B4 der unteren
Ebene BE strömen. Dadurch werden die Spannstücke 10 aller Einheiten in den beiden
Ebenen eingefahren, so daß die gesamte Vorrichtung von der Bohrlochwand gelöst wird.
Aus den großen Zylinderräumen A11 und B11 der Einheiten A1 bis A4 und B1 bis B4 kann
die verdrängte Hydraulikflüssigkeit über die in Fig. 6 für die obere Ebene gezeigten
entsperrbaren Rückschlagventile 41a bis 44a und die Magnetventile des Ventilblocks
VA und über entsprechende Elemente der unteren Ebene zum Tank 30 hin abströmen. Die
Magnetventile des Ventilblocks VA stehen jeweils unter Federbelastung, so daß sie
sowohl bei beabsichtigter Abschaltung als auch bei Stromausfall selbsttätig in die
gezeichnete Stellung zurückkehren. Eine elektrische Abschaltung kann auch in Abhängigkeit
von einem anderen Vorgang automatisch bewirkt werden, insbesondere in Abhängigkeit
vom Stromloswerden der Spule des Magnetventils 72. Bei dem geschilderten Vorgang werden
die Rückschlagventile 41a bis 44a für den Rückstrom der Hydraulikflüssigkeit aus den
großen Zylinderräumen A11 der Einheiten A1 bis A4 wiederum dadurch entsperrt, daß
der Leitung 88 Druckmedium zugeführt wird, und zwar jetzt Druckmedium aus dem Speicher
75, das über eine von der Leitung 81 abzweigende Leitung 113 und das Wechselventil
77 in die Schaltleitung 88 gelangt. Dieser Vorgang findet in beiden Verspannebenen
AE und BE gleichzeitig statt, unabhängig davon, wie die Hydraulik-Einheiten in jeder
Ebene sonst betätigt oder gesteuert werden, sei es einzeln oder in einer Ebene auch
gemeinsam.
[0060] Der weiter oben erwähnte Druckschalter 76 (Fig. 6) kann zunächst einmal dazu dienen,
ein Signal an einer Anzeigeeinrichtung 114 am Steuerstand ST (Fig. 5) über Tage zu
bewirken, um kenntlich zu machen , daß der Speicher 75 in der gewünschten Weise mit
dem vorgegebenen Druck gefüllt ist. Vorteilhaft wird der Druckschalter weiterhin noch
genutzt, um bestimmte Schaltvorgänge oder Betriebsfunktionen so lange zu blockieren
oder zu verhindern, bis der vorgegebene Speicherdruck erreicht ist. Insbesondere wird
die Ausbildung so getroffen, daß die Spannstücke 10 in den beiden Ebenen AE und BE
erst dann ausgefahren werden können, wenn der Speicher 75 ordnungsgemäß gefüllt ist.
Dies kann durch eine einfache elektrische Schaltung erreicht werden, für die dem Fachmann
die Mittel zur Verfügung stehen. Damit ist sichergestellt, daß mit dem Arbeiten der
Vorrichtung im Bohreinsatz erst begonnen werden kann, wenn die Sicherheits-Löse-Einrichtung
ihren betriebsbereiten Zustand erreicht hat.
[0061] Nachstehend wird der Ablauf eines Bohrvorganges mit mehreren Schritten zur Richtungskorrektur
erläutert. Der Einfachheit halber ist dabei nur eine Abweichung in der Y-Ebene betrachtet.
Bei einer Abweichung in der X-Ebene ist der Sachverhalt analog.
[0062] Es sei ein erster Zustand angenommen, bei dem nach dem Abbohren eines Hubes eine
Abweichung vor- der Sollachse um einen bestimmten Betrag Y und somit um einen bestimmten
Winkel eingetreten ist. Dies wird am Steuerstand ST an den Geräten NX und NY mit entsprechenden
Werten angezeigt. Die Verspannung ist gelöst, d.h. die Spannstücke 10 sind eingefahren.
Die Vorrichtung wird mittels des Gestänges 4 etwas angehoben, so daß der Bohrkopf
1 sich in einem geringen Abstand von der Bohrlochsohle befindet. Handelt es sich um
eine verhältnismäßig große Abweichung von der Sollrichtung, dann kann die Vorrichtung
nicht völlig frei im Bohrloch hängen, vielmehr liegt der Bohrkopf auf einer Seite
an der Bohrlochwandung an.
[0063] Zur Durchführung einer Korrektur werden dann die Spannstücke 10 nach Maßgabe der
jeweiligen Meßwert-Anzeige mit Hilfe der Steuerung zunächst so weit um unterschiedliche
Beträge ausgefahren, daß die Vorrichtung die gewünschte Lage einnimmt, worauf dann
in dieser Lage die Verspannung bewirkt wird.
[0064] Die Gegebenheiten lassen es zu, die Vorrichtung nach Maßgabe der jeweiligen Meßwert-Anzeige
mit Hilfe der Steuerung nicht nur lotrecht, sondern entgegengesetzt zur Abweichung
einzustellen und zu verspannen.
[0065] Nach dem Abbohren eines oder mehrerer weiterer Abschnitte wird dann beispielsweise
festgestellt, daß sich der Bohrkopf auf der Sollachse befindet. Somit wird die Vorrichtung
jetzt wieder lotrecht eingestellt und verspannt, wobei ihre Achse also mit der Sollachse
zusammenfällt. Anschließend kann dann genau in vertikaler Richtung gebohrt werden.
[0066] Bei einer weiteren Messung wird sich dann z.B. ergeben, daß die Vorrichtung bei von
der Bohrloch-Sohle abgehobenem Bohrkopf frei im Bohrloch hängt, ohne daß der Bohrkopf
auf irgendeiner Seite an der Bohrlochwand anliegt, und daß dabei die Längsachse der
Vorrichtung mit der Sollachse übereinstimmt.
[0067] Dann werden alle Spannstücke um den gleichen Weg bis zur Anlage an der Bohrlochwand
ausgefahren, und es wird die Verspannung bewirkt. Hierauf kann der nächste Bohrhub
auf der Sollachse vertical durchgeführt werden.
[0068] Entsprechende Korrekturmöglichkeiten mit ähnlichem Vorgehen bestehen bei Abweichungen
in anderer Richtung bzw. nach anderen Seiten.
[0069] Wie schon weiter oben bei der Erläuterung der Figuren 1 bis 4 beschrieben, ist die
Vorrichtung mit Hubantrieben 27 ausgerüstet, mittels derer der Führungsteil 22 und
der Arbeitsteil 21 relativ zueinander in Richtung der Längsachse L der Vorrichtung
verschoben werden können. Figur 7 zeigt bei schematischer Darstellung der Vorrichtung
solche Hubantriebe zusammen mit weiteren vorteilhaften Merkmalen.
[0070] Die Hubantriebe 27 sind bei der dargestellten Ausführung als parallel zueinander
angeordnete hydraulische Zylinder-Kolben-Einheiten ausgebildet. Es ist aber auch möglich,
je nach den Gegebenheiten und Anforderungen andere Arten von Antrieben zur Ausführung
von Linearbewegungen zu wählen, etwa Elektromotoren mit Zahnstangengetrieben od.dgl.
Wie Fig. 7 erkennen läßt, sind hier Zylinder 121 mit Schwenkzapfen 122 an Lagerböcken
123 gehalten, die am Arbeitsteil 21 befestigt sind. Die Enden der Kolbenstangen 124
sind über Gelenkzapfen 125 mit Halterungen 126 am Führungsteil 22 verbunden. Die Hubantriebe
27 können lediglich als Nachhol-Vorrichtungen dienen, um nach Beendigung eines Bohrhubes
das Absenken des Führungsteiles 22 in die Ausgangsposition für einen neuen Bohrhub
zu unterstützen. Sie können aber auch als Vorschub-Vorrichtungen konzipiert sein,
um die Andruckkraft des Bohrkopfes beim Bohren zu erhöhen. Je nach den Anforderungen
können die Hubantriebe einfach-wirkend oder doppelt-wirkend sein.
[0071] In der Zeichnung ist die Druckmittelversorgung für die Zylinder-Kolben-Einheiten
nicht besonders dargestellt. Sie kann von dem im Arbeitsteil 21 der Vorrichtung untergebrachten
Hydraulik-Aggregat aus erfolgen, wobei vom Steuerstand ST über Tage aus mittels der
Schalter 66 od.dgl. (Fig. 5) zu betätigende Magnetventile vorhanden sind, über die
den Zylindern 121 der Einheiten 27 in der gewünschten Weise Druckmedium zugeführt
werden kann. Es können also ähnliche Bauelemente wie bei den Einheiten der Verspannvorrichtungen
vorgesehen sein.
[0072] Die Vorrichtung ist mit einem Weg-Meßsystem zur Erfassung der Relativbewegung zwischen
Arbeitsteil 21 und Führungsteil 22 ausgerüstet. Dieses kann grundsätzlich an jeder
Stelle angeordnet sein, an der eine solche Wegmessung möglich ist. Bei einer einfachen
und zweckmäßigen Ausführung ist ein Weg-Meßsystem wenigstens an einem Hubantrieb vorgesehen.
Fig. 7 zeigt einen Wegmeßkopf 127 an der in dieser Figur linken Zylinder-Kolben-Einheit
27. Wegmeßeinrichtungen für Hydraulikzylinder stehen dem Fachmann an sich zur Verfügung,
so daß auf Einzelheiten derselben hier nicht näher eingegangen zu werden braucht.
Solche Einrichtungen können insbesondere berührungslos bzw. mit indirekter Abtastung
arbeiten, z.B. induktiv.
[0073] Von dem Wegmeßkopf 127 führt eine Signalleitung 128 zu einer zentralen Kommando-Einheit
129, von der aus auch eine nicht dargestellte Leitung zum Anzeigeinstrument 67 am
Steuerstand ST (Fig. 5) geht, so daß hier jederzeit die Größe der Relativbewegung
zwischen Arbeitsteil 21 und Führungsteil 22 bzw. die jeweilige Position des Arbeitsteiles
relativ zum Führungsteil festgestellt werden kann.
[0074] Mit den Hubantrieben 27 und der Verspannvorrichtung für die Spannstücke 10 ist ein
Sicherungssystem verknüpft. Dieses dient u.a. dazu, bei Fehlbetätigungen oder nicht
ordnungsgemäßen Betriebszuständen Beschädigungen der Vorrichtung zu verhindern. Der
Weg, den der Arbeitsteil und der Führungsteil relativ zueinander ausführen können
und der zumindest im wesentlichen dem Bohrhub entspricht, ist durch den maximalen
Arbeitshub der Zylinder-Kolben-Einheiten 27 bestimmt. Würde dieser Weg überschritten,
z.B. dadurch, daß der Arbeitsteil 21 bei verspanntem Führungsteil 22 mittels des Gestänges
4 bei ausgefahrenen Einheiten 27 über deren Hubende hinaus nach unten gedrückt oder
bei eingefahrenen Einheiten nach oben gezogen wird, so ergäben sich Beschädigungen
oder Zerstörungen an den Teilen der Vorrichtung, am Bohrkopf oder am Gestänge.
[0075] Der Grundgedanke des Sicherungssystems liegt darin, daß die Verspannung des Führungsteiles
22 automatisch gelöst wird, wenn die Gefahr einer Überschreitung des zulässigen Relativ-Weges
zwischen dem Arbeitsteil 21 und dem Führungsteil 22 eintritt. Zu diesem Zweck ist
im Hubantrieb 27 wenigstens ein Meldepunkt in einem vorgewählten Abstand vor einem
Hubende, insbesondere beim Ausfahr-Hub, vorgesehen, bei dessen Erreichen an einem
Anzeigegerät am Steuerstand ein Warnsignal gegeben wird, so daß der Bedienungsmann
darauf aufmerksam gemacht wird, daß er den Bohrkopf-Antrieb ausschalten und/oder die
Verspannung des Führungsteiles lösen muß. Erfolgt auf das Warnsignal hin keine Reaktion,
so wird nach einem vorbestimmten Abstand eine automatische Abschaltung des Bohrkopf-Antriebes
18 und ein automatisches Lösen der Verspannvorrichtung bewirkt. Das Abschalten des
Bohrkopf-Antriebes geschieht auf entsprechende Signalgabe hin durch geeignete, dem
Fachmann zur Verfügung stehende Bauelemente im Steuersystem für den Antrieb, so bei
elektrischen Bohrkopf-Motoren mit Hilfe elektrischer Schaltelemente und bei hydraulischen
Bohrkopf-Motoren über Ventile oder Abschalten eines Pumpen-Motors. Das Lösen der Verspannung
des Führungsteiles geschieht je nach der Ausbildung der Verspannvorrichtung und der
Art der Linearmotoren für die Spannstücke 10 durch für sie geeignete Steuerelemente.
Bei der weiter oben erläuterten hydraulischen Verspannvorrichtung kann durch das vom
Sicherungssystem abgegebene Kommando eine Betätigung der für den normalen Betrieb
vorgesehenen Magnetventile bewirkt werden, oder es kann durch das Kommando des Sicherungssystems
die separate Löse-Einrichtung mit Überführung des Magnetventils 72 in die in Fig.
6 gezeigte Stellung ausgelöst werden.
[0076] In Fig. 7 ist mit der Zahl 130 eine Einheit bezeichnet, welche u.a. die Verteilerblöcke
VA und VB mit den verschiedenen Ventilen und sonstigen Bauelementen enthält, wobei
durch eine Linie 131 die Signalverbindung zwischen der Kommando-Einheit 129 und der
Einheit 130 und durch mehrere Linien die Verbindungen zu den Linearantrieben 14 der
beiden Verspannebenen AE und BE angedeutet sind.
[0077] Gemäß einer sehr vorteilhaften Ausbildung der Vorrichtung wird beim Wirksamwerden
der Löse-Einrichtung für die Verspannvorrichtung zugleich auch sicherheitshalber der
Bohrkopf-Antrieb abgeschaltet. In Fig. 7 ist bei der Zahl 132 eine von der Kommando-Einheit
129 zur Antriebseinheit 18 führende Schaltleitung angedeutet. Es braucht vom Sicherungssystem
nur ein Kommando gegeben werden, um zugleich die Verspannung zu lösen und den Bohrkopf-Antrieb
abzuschalten. Ein manuelles Abschalten mit Rückzug der Spannstücke 10 kann durch den
schon genannten Schalter ABS am Steuerstand ST (Fig. 5) bewirkt werden.
[0078] Die Ausbildung läßt sich auch so treffen, daß zwischen einem ersten Meldepunkt zur
Abgabe eines Warnsignals und dem Hubende ein weiterer Meldepunkt vorgesehen wird,
bei dessen Erreichen dann sofort die Verspannung gelöst und der Bohrkopf-Antrieb abgeschaltet
wird.
[0079] Alles vorstehend Gesagte gilt nicht nur für die Annäherung an das Hubende beim Ausfahren
der Hubantriebe, vielmehr können entsprechende Vorkehrungen mit einem oder mehreren
Meldepunkten auch bei Annäherung an das Hubende beim Einfahren der Hubantriebe getroffen
werden. Die gegebenen Erläuterungen gelten dafür sinngemäß und entsprechend.
[0080] Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten bzw. in der Zeichnung dargestellten
Merkmale sollen, sofern der bekannte Stand der Technik es zuläßt, für sich allein
oder auch in Kombinationen als unter die Erfindung fallend angesehen werden.
1. Vorrichtung zum Niederbringen von im wesentlichen vertikalen Bohrungen, insbesondere
Großlochbohrungen, Schächten od.dgl., mit an einem tragenden Strang aufhängbaren,
im Bohrloch arbeitenden Aggregat, das ein drehend antreibbares Bohrwerkzeug, einen
zur Durchführung des Bohrvorganges an der Bohrlochwand festlegbaren Führungsteil mit
einer Verspannvorrichtung, die in zwei in Längsrichtung der Vorrichtung Abstand voneinander
aufweisenden Verspannebenen jeweils mehrere durch Linearantriebe radial einwärts und
auswärts bewegbare, an die Wandung des Bohrloches anpreßbare Spannstücke aufweist,
einen zusammen mit dem Bohrwerkzeug relativ zum Führungsteil in Bohrrichtung bewegbaren
Arbeitsteil, sowie eine Meß- und Stellmittel aufweisende Einstell-Einrichtung zur
Einstellung des Führungsteiles in eine vorgebbare Richtung enthält, mit Signalübertragungsmitteln,
die mit Anzeige- und Betätigungselementen an einem Steuerstand od.dgl. über Tage verbindbar
sind, und mit einer Einrichtung zum Abführen des Bohrgutes nach oben, gekennzeichnet
durch folgende Merkmale:
- die Verspannvorrichtung (10, 14) bildet zumindest teilweise zugleich die Einstelleinrichtung,
- in wenigstens einer Verspannebene (AE bzw. BE ist jeder Linearantrieb (14) für sich
steuerbar,
- den Linearantrieben (14) sind wenigstens teilweise Wegmeßeinrichtungen (47) mit
Anzeigeelementen (G1 bis G4) am Steuerstand (ST) zugeordnet,
- für die Verspannvorrichtung (10, 14) ist zusätzlich zu einem Betätigungssystem (AS1
bis AS4, VA; BS1 bis BS4, VB) eine separate Löse-Einrichtung (72, 74, 75, 82 bzw.
92, 83 bzw. 93) vorgesehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Linearantriebe (14)
in den beiden Verspannebenen (AE, BE) für sich steuerbar und mit Wegmeßeinrichtungen
(47) ausgestattet sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der tragende
Strang ein nichtdrehendes Gestänge (4) ist und im Arbeitsteil (21) ein Drehantrieb
(18) für das Bohrwerkzeug (1) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als tragender
Strang ein Gestänge vorgesehen ist, über das das Bohrwerkzeug (1) drehend antreibbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als tragender
Strang ein Seil od.dgl. vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur
Durchführung eines Bohrverfahrens mit indirekter Spülung ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der tragende Strang (4)
als Förderweg für das Bohrgut ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
einem Teil der Linearantriebe (14) Kraft- oder Druckmeßeinrichtungen (59, 60) zugeordnet
sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die separate
Löseeinrichtung für die Verspannvorrichtung einen Energiespeicher (75) und wenigstens
ein Schalt- oder Steuerorgan (72, ABS) zum Bewirken des Lösevorganges aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
separate Löseeinrichtung (72, 75) zum selbsttätigen Bewirken des Lösevorganges bei
Eintritt vorgebbarer Bedingungen ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bedingung für das
selbsttätige Bewirken des Lösevorganges ein Ausfall von Signal- und/oder Energieübertragungsorganen
(6, 7, 8, 9, 78) ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, gekennzeichnet durch eine Anordnung
(76), die ein Betätigen der Verspannvorrichtung für den Führungsteil (22) im Sinne
des Verspannens nur bei gefülltem Energiespeicher (75) gestattet.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 mit einer Zylinder-Kolben-Einheiten
als Linearantriebe aufweisenden hydraulischen Verspannvorrichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß die separate Löseeinrichtung einen Hydrospeicher (75) und eine Ventileinrichtung
(72) enthält, mittels derer zum Lösevorgang alle Zylinder-Kolben-Einheiten (A1 bis
A4; B1 bis B4) im Sinne einer radialen Einwärtsbewegung der Spannstücke (10) betätigbar
sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventileinrichtung
ein in eine zum Bewirken des Lösevorganges geeignete Stellung selbsttätig rückführbares
Wegeventil (72) aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, gekennzeichnet durch eine Wegmeßeinrichtung
(127, 129) für die Relativbewegung zwischen Arbeitsteil (21) und Führungsteil (22).
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, gekennzeichnet durch ein Sicherungssystem,
mittels dessen bei Oberschreitung vorgebbarer Relativpositionen von Arbeitsteil (21)
und Führungsteil (22) Steuer- oder Betätigungsvorgänge auslösbar sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, gekennzeichnet durch Hubantriebe
(27), mittels derer der Führungsteil (22) und der Arbeitsteil (21) relativ zueinander
in Richtung der Längsachse (L) der Vorrichtung verschiebbar sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Wegmeßeinrichtung
nach einem der Ansprüche 15 und 16 den Hubantrieben (27) zugeordnet sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hubantriebe (27) ausschließlich für ein Nachholen des Führungsteiles (22) ausgebildet
sind.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hubantriebe (27) als Vorschubvorrichtungen ausgebildet sind.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spannstücke (10) in einer Verspannebene (AE) gegenüber den Spannstücken (10) der anderen
Verspannebene (BE) in Umfangsrichtung um einen Winkel zueinander versetzt sind.
1. An apparatus for sinking essential vertical bores, in particular large-hole bores,
shafts, or the like comprising an assembly that can be suspended from a supporting
element and which operates in the bore hole, said assembly comprising a rotatably
driven bore tool, a guidance section that can, for carrying out the boring process,
be secured against the walls of the bore hole, a clamping system which in two clamping
planes that are spaced apart from each other in the longitudinal direction of the
apparatus has, in each instance, a plurality of clamping elements that can be moved
radially inwards and outwards by means of linear drives and which can be pressed against
the wall of the bore hole, a working section movable in the direction of the bore
together with the bore tool relative to the guidance section, an adjusting system
incorporating measuring and adjusting means for adjusting the guidance section in
a prescribed direction, signal tranmission means that can be connected with indicating
and operating elements on a control panel or the like above ground, and a system for
removing the drilled-out material to the surface, characterized by the following features:
- the clamping system (10, 14) simultaneously forms the adjusting system, at least
in part,
- each linear drive (14) can be controlled individually in at least one clamping plane
(AE or BE-, respectively),
- travel-measurement systems (47) with indicator elements (G1 to G4) on the control
panel (ST) are associated at least in part with the linear drives (14),
- a separate release system (72, 74, 75, 82, or 92, respectively, 83 or 93, respectively)
is provided in addition to the operating system (AS1 to AS4, VA; BS1 to BS4, VB) for
the clamping system (10, 14).
2. An apparatus according to claim 1, characterized in that all the linear drives
(14) in the two clamping planes (AE, BE) are individually controllable and fitted
with travel-measurement systems (47).
3. An apparatus according to one of claims 1 and 2, charracterized in that the supporting
element is a non-rotating rod (4) and a rotary drive (18) for the bore tool (1) is
provided in the working section (21).
4. An apparatus according to one of claims 1 and 2, characterized in that a rod is
provided as the supporting element, through which the bore tool (1) is rotatably drivable.
5. An apparatus according to one of claims 1 and 2, characterized in that a cable
or the like is provided as the supporting element.
6. An apparatus according to one of claims 1 to 5, characterized in that it is arranged
to carry out a boring process with reverse circulation.
7. An apparatus according to claim 6, characterized in that the supporting element
(4) forms a conveyor route for the drilled-out material.
8. An apparatus according to one of claims 1 to 7, characterized in that pressure
or force measuring systems (59, 60) are associated with at least some of the linear
drives (14).
9. An apparatus according to one of claims 1 to 8, characterized in that the separate
release system for the clamping system incorporates an energy storage device (75)
and at least one switching or control element (72, ABS) to initiate the release process.
10. An apparatus according to one of claims 1 to 9, characterized in that the separate
release system (72, 75) effects the automatic initiation of the release process in
the event that certain conditions arise.
11. An apparatus according to claim 10, characterized in that one condition for the
automatic initiation of the release system is the failure of signal and/or power transmission
elements (6, 7, 8, 9, 78).
12. An apparatus according to one of claims 9 to 11, characterized by an arrangement
(76) that permits operation of the clamping system for the guidance section (22) such
that the clamping action is initiated only when the energy storage device (75) is
full.
13. An apparatus according to one of claims 1 to 12, comprising a hydraulic clamping
system that has cylinder-piston units as linear drives, characterized in that the
separate release system incorporates a hydraulic storage device (75) and a valve system
(72) by means of which all the cylinder-piston units (A1 to A4; B1 to B4) are operable
so as to effect a radial inwards movement of the clamping elements (10) for the release
process.
14. An apparatus according to claim 13, characterized in that the valve system has
an directional control valve (72) that can be returned automatically to a position
from which the release process can be effected.
15. An apparatus according to one of claims 1 to 14, characterized by a travel-measurement
system (127, 129) for the relative movement between the working section (21) and the
guidance section (22).
16. An apparatus according to one of claims 1 to 15, characterized by a safety system,
by means of which control or operation procedures can be initiated in the event that
a preset relative position of the working section (21) and the guidance section (22)
is exceeded.
17. An apparatus according to one of claims 1 to 16, characterized by lift drives
(27), by means of which the guidance section (22) and the working section (21) can
be displaced relative to each other in the direction of the longitudinal axis (L)
of the system.
18. An apparatus according to claim 17, characterized in that the travel-measurement
system according to one of claims 15 and 16 is associated with the lift drives (27).
19. An apparatus according to one of claims 17 and 18, characterized in that the lift
drives (27) are configured exclusively for recovering the guidance section (22).
20. An apparatus according to one of claims 17 and 18, characterized in that the lift
drives (27) are configured as advance systems.
21. An apparatus according to one of claims 1 to 20, characterized in that the clamping
elements (20) in one clamping plane (AE) are arranged relative to the clamping elements
(10) in the other clamping plane (BE) in staggered relationship by an angle in the
peripheral direction.
1. Dispositif de fonçage de trous de forage, notamment trous de forage de grand diamètre,
puits et analogues, pratiquement verticaux, comportant, d'une part, un ensemble qui
est agencé de façon à pouvoir être suspendu à une ligne de support pour travailler
dans le trou de forage et qui comprend, en premier lieu, un trépan agencé de façon
à pouvoir être entraîné en rotation, en deuxième lieu, une partie de guidage agencée
de façon à pouvoir être immobilisée sur la paroi du trou de forage en vue de l'exécution
de l'opération de forage et comportant un dispositif de serrage qui comprend, dans
chacun de deux plans de serrage espacés l'un de l'autre dans la direction longitudinal
du dispositif, plusieurs pièces de serrage agencées de façon à pouvoir être déplacées
radialement vers l'intérieur et vers l'extérieur au moyen d'entraînements rectilignes
et de façon à pouvoir être appliquées sur la paroi du trou de forage, en troisième
lieu, une partie de travail agencée de façon à pouvoir être déplacée, conjointement
avec le trépan, par rapport à la partie de guidage et dans la direction du forage
et, en quatrième lieu, un dispositif de réglage en position comportant des moyens
de mesure et de réglage et servant à régler la partie de guidage en position dans
une direction fixée à l'avance et, l'autre part, des moyens de transmission de signaux,
agencés de façon à pouvoir être reliés à des éléments d'affichage et d'actionnement
disposés sur un poste de commande ou analogue situé au jour, et un dispositif d'évacuation
vers le haut de la matière extraite par le forage, caractérisé par les particularités
suivantes :
- le dispositif de serrage (10, 14) constitue en même temps, au moins partiellement,
le dispositif de réglage en position,
- dans au moins l'un des plans de serrage (AE, BE), chaque entraînement rectiligne
(14) est agencé de façon à pouvoir être commandé d'une manière indépendante,
- des dispositifs de mesure de déplacement (47), comportant des éléments d'affichage
(G1 à G4) disposés sur le poste de commande (ST), sont associés au moins partiellement
aux entraînements rectilignes (14) et
- un dispositif séparé de desserrage (72, 74, 75, 82 ou 92, 83 ou 93) est prévu pour
le dispositif de serrage (10, 14) en sus d'un système d'actionnement (AS1 à AS4, VA
; BS1 à BS4, VB).
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que tous les entraînement
rectilignes (14) situés dans les deux plans de serrage (AE, BE) sont agencés de façon
à pouvoir être commandés d'une manière indépendante et sont équipés de dispositifs
de mesure de déplacement (47).
3. Dispositif suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que la ligne
de support est un train de tiges (4) non rotatif et en ce que, dans la partie de travail
(21), il est prévu un entraînement en rotation (18) pour le trépan (1).
4. Dispositif suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'en tant
que ligne de support, il est prévu un train de tiges au moyen duquel le trépan (1)
peut être entraîné en rotation.
5. Dispositif suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'en tant
que ligne de support, il est prévu un câble ou analogue.
6. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il est
agencé de façon à mettre en oeuvre un procédé de fonçage à chasse indirecte.
7. Dispositif suivant la revendication 6, caractérisé en ce que la ligne de support
(4) est réalisée sous la forme d'un dispositif de transport de la matière extraite
par le forage.
8. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que des dispositifs
dynamométriques ou manométriques (59, 60) sont associés à au moins une partie des
entraînements rectilignes (14).
9. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le dispositif
séparé de desserrage prévu pour le dispositif de serrage comprend un accumulateur
d'énergie (75) et au moins un organe de commutation ou de commande (72, ABS) servant
à exécuter l'opération de desserrage.
10. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le dispositif
séparé de desserrage (72, 75) est agencé en vue d'une exécution automatique de l'opération
de desserrage lors de l'apparition de conditions fixées à l'avance.
11. Dispositif suivant la revendication 10, caractérisé en ce qu'une condition prévue
pour l'exécution automatique de l'opération de desserrage est constituée par une défaillance
d'organes de transmission de signaux et/ou d'énergie (6, 7, 8, 9, 78).
12. Dispositif suivant l'une des revendications 9 à 11, caractérisé par une agencement
(76) qui n'assure un actionnement du dispositif de serrage de la partie de guidage
(22) dans le sens du serrage que lorsque l'accumulateur d'énergie (75) est plein.
13. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 12, comprenant un dispositif hydraulique
de serrage comportant des vérins en tant qu'entraînements rectilignes, caractérisé
en ce que le dispositif séparé de desserrage comprend un accumulateur hydraulique
(75) et une soupape (72) au moyen de laquelle tous les vérins (A1 à A4 ; B1 à B4)
peuvent être actionnés dans le sens d'un déplacement radial des pièces de serrage
(10) vers l'intérieur en vue de l'opération de desserrage.
14. Dispositif suivant la revendication 13, caractérisé en ce que la soupape est une
soupape à plusieurs voies (72) agencée de façon à pouvoir être rappelée automatiquement
à une position appropriée pour l'exécution de l'opération de desserrage.
15. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 14, caractérisé par un dispositif
de mesure de déplacement (127, 129) prévu pour le déplacement relatif entre la partie
de travail (21) et la partie de guidage (22).
16. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 15, caractérisé par un système
de sécurité au moyen duquel des opérations de commande ou d'actionnement peuvent être
déclenchées lors du franchissement de positions relatives, pouvant être fixées à l'avance,
de la partie de travail (21) et de la partie de guidage (22).
17. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 16, caractérisé par des entraînements
d'exécution de course (27) au moyen desquels la pièce de guidage (22) et la pièce
de travail (21) peuvent être déplacée en translation l'une par rapport à l'autre suivant
la direction de l'axe longitudinal (L) du dispositif.
18. Dispositif suivant la revendication 17, caractérisé en ce que des dispositifs
de mesure de déplacement suivant l'une des revendications 15 et 16 sont associés aux
entraînements d'exécution de course (27).
19. Dispositif suivant l'une des revendications 17 et 18, caractérisé en ce que les
entraînements d'exécution de course (27) sont agencés exclusivement pour un rappel
en position de la pièce de guidage (22).
20. Dispositif suivant l'une des revendications 17 et 18, caractérisé en ce que les
entraînements d'exécution de course (27) sont réalisés sous la forme de dispositifs
d'avancement.
21. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 20, caractérisé en ce que les
pièces de serrage (10) situées dans l'un des plans de serrage (AE) et celles (10)
situées dans l'autre plan de serrage (BE) sont décalées d'un certain angle les unes
par rapport aux autres suivant la direction périphérique.