[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schrank gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein derartiger Schrank ist aus der DE-C 880 641 bekannt. Dabei verlaufen die Zugriffsöffnungen
auf das jeweilige Regalteil parallel zur Rückwand, während sie durch Korpusseiten
im Sinne von Türen verschließbar sind.
[0003] Als nachteilig ist jedoch anzusehen, daß der Benutzer, um sich rückseitig zu betrachten,
die Korpusseiten verschwenken muß, wobei in jedem Fall das entsprechende Regalteil
zu öffnen ist. Naturgemäß besteht hierbei die Gefahr, daß im Regalteil deponierte
Utensilien herausfallen können. Weiter ist durch eine fehlende Arretiermöglichkeit
der Türen in einer verschwenkten Stellung deren Handhabung denkbar ungünstig. Der
Benutzer des Schrankes, der sich rückseitig betrachten will, kann eine optimale Stellung
der Türen nur durch ausprobierendes Verschwenken erreichen.
[0004] Überdies ist das vollständige Gewicht der Tür praktisch von der Schwenkachse aufzunehmen,
so daß allein aus statischen Gründen der Dimensionierung der Tür bzw. des aufliegenden
Spiegels sehr enge Grenzen gesetzt sind, die einer optimalen Ausgestaltung entgegenstehen.
[0005] Außerdem ist die Herstellung des gattungsgemäßen Schrankes relativ teuer, da die
Verschriebung und Verschwenkung der Türen recht aufwendige Schaniere erfordert.
[0006] Weiter sind Schränke bekannt, bei denen das Korpusteil eine ortsfeste Lage einnimmt,
das Regalteil hingegen aus dem Korpusteil herausziehbar ist.
[0007] Zwar wird bei solcher Art ausgebildeter Schränke der Zugriff zum Regalinhalt gegenüber
den Schränken verbessert, bei denen das Regalteil und das Korpusteil gemeinsam eine
Einheit bilden, jedoch treten dabei nicht nur statische Probleme auf, da das bewegbare
Regalteil entsprechend der durch den Regalinhalt auftretenden Belastung dimensioniert
sein muß.
Darüber hinaus müssen auch entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, um den Regalinhalt
bei der Hin- und Herbewegung des Regalteiles zu arretieren.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Schrank der gattungsgemäßen
Art so zu gestalten, daß seine Verwendungsfähigkeit verbessert und die Herstellkosten
gesenkt werden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil
des Anspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
[0009] Nunmehr ist einerseits durch die stumpfwinklige Anordnung der sich gegenüberliegenden
Korpusseiten und andererseits durch die auf diesen Korpusseiten aufgebrachten Seitenspiegel,
die demnach gleichfalls stumpfwinklig zur Rückwand angeordnet sind, eine in jeder
Verschiebelage der Korpusseite gleiche Stellung der Seitenspiegel zueinander gegeben.
Für den Benutzer des Schrankes ergibt sich daraus, egal ob das Regalteil geschlossen,
teilweise oder ganz geöffnet ist, die gleiche Betrachtungsposition durch die sich
gegenüberliegenden Seitenspiegel.
[0010] Desweiteren ist es nun nicht mehr erforderlich, daß Regalteil zu öffnen, um sich
in den Seitenspiegeln betrachten zu können.
Insofern wird die Verwendungsfähigkeit des Schrankes erheblich verbessert.
[0011] Da über dies lediglich Führungsschienen erforderlich sind, um das Korpusteil gegenüber
dem Regalteil zu verschieben, wobei trotzdem die spiegelnde Betrachtungsmöglichkeit
weiter fortbesteht, können die Herstellungskosten gegenüber einem gattungsgemäßen
Schrank um einen wesentlichen Betrag gesenkt werden.
[0012] Im Umkehrschluß ist es jedoch auch möglich, aufgrund der höheren Belastbarkeit der
einzusetzenden Führungsschienen, die Korpusteile bzw. die Seitenspiegel größer zu
dimensionieren als dies bislang möglich war.
[0013] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in einem Unteranspruch gekennzeichnet.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
beschrieben.
[0015] Es zeigen:
Fig. 1- 3 verschiedene Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Schrankes in perspektivischer
Darstellung,
Fig. 4 + 5 Teilquerschnitt durch unterschiedlich gestaltete, erfindungsgemäße Schränke.
[0016] In den Figuren 1 bis 3 ist ein sogennanter Spiegelschrank dargestellt, wie er bevorzugt
in Bädern Verwendung findet. Dieser Spiegelschrank besteht aus zwei sich gegenüberliegenden
Schränken 1, die durch einen Frontspiegel 4 miteinander verbunden sind.
Wie die Figuren 4 und 5 deutlich zeigen, ist der Frontspiegel 4 an einer Rückwand
7 befestigt.
[0017] Jeder Shrank 1 weist ein Regalteil 3, daß an der Rückwand 7 festgelegt ist, und ein
Korpusteil 2 auf, wobei das Korpusteil 2 gegenüber dem feststehenden Regalteil 3 entsprechend
den Pfeilrichtungen verschiebbar ist.
[0018] Bei dem in der Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Korpusteil 2
aus einer in Richtung des anderen Schrankes 1 weisenden Korpusseite 10, entsprechend
den Darstellungen der Figuren 4 und 5, einer Korpusrückwand 9 und einer die Korpusrückwand
9 und die Korpusseite 10 verbindenden Frontleiste 11.
[0019] Die Korpusseite 10, an der ein Seitenspiegel 5 festgelegt ist, verläuft stumpfwinklig
zum Frontspiegel 4, während die Korpusrückwand 9 rechtwinklig dazu angeordnet ist.
[0020] Entsprechend ergibt sich eine etwa dreieck- bzw. trapezförmige Grundfläche, der in
dem Regalteil 3 einliegende Regalböden 6 angepaßt sind.
[0021] Das Regalteil 3 ist oberseitig mit einer Deckplatte 12 versehen, so daß in Nichtgebrauchsstellung
des Schrankes 1 dieser vollständig geschlossen ist.
[0022] Neben der in den Figuren dargestellten Ausführungsform der Deckplatte 12 besteht
auch die Möglichkeit, beide Schränke 1 beispielsweise durch eine geschlossene Leuchtenleiste
abzudecken.
[0023] Eine Möglichkeit der Schieberichtung ist in der Figur 4 dargestellt.
Dabei wird die Korpusrückwand 9 parallel zur Regalwand 8, die ja rechtwinklig zur
Rückwand 7 angeordnet ist, geführt. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, daß
direkt im Anschluß an die Korpusrückwand 9 weitere Regale, Schränke oder dergleichen
angeordnet werden können, da seitlich kein weiterer, zunehmender Platzbedarf besteht.
[0024] Dies ist allerdings bei dem in der Figur 5 dargestellten Ausführungsbeispiel der
Fall, bei dem sich der Abstand der Korpusrückwand 9 zur Regalwand mit einem Verschieben
des Korpusteiles 2 verändert, da hier die Führung entlang der Verlaufslinie der Korpusseite
10 erfolgt.
[0025] Diese Ausführungsform hat allerdings den Vorteil, daß eine bessere Zugriffsmöglichkeit
in den Regalbereich gegeben ist.
[0026] Eine Veränderung der Lage der beiden sich gegenüberliegenden Seitenspiegel 5 ist
aber nicht nur durch das Verschieben des Korpusteiles 1 denkbar, sondern beispielsweise
auch dadurch, daß er in geeigneter Weise schwenkbar mit der Korpusseite 10 verbunden
ist.
[0027] Bei dem in der Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Korpusteil 2
aus der den Frontspiegel 4 zugewandten, mit dem Seitenspiegel 5 versehenen Korpusseite
10 und der Frontleiste 11.
In diesem Fall fehlt also die Korpusrückwand, wobei die Führung des Korpusteiles 2
zweckmäßiger Weise entsprechend der Ausführung nach der Figur 5 erfolgt.
1. Schrank mit zwei sich gegenüberliegenden, von einem Korpusteil (2) jeweils teilweise
umschlossenen Regalteilen (3) die durch eine einen Frontspiegel (4) aufweisende Rückwand
(7) miteinander verbunden sind, wobei jedes Korpusteil (2) zumindest teilweise begenüber
dem zugeordneten Regalteil (3) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die einander
zugewandten Korpusseiten (10) der Korpusteile (2) stumpfwinklig zur Rückwand (7) verlaufen
und mit Seitenspiegeln (5) versehen sind, wobei jedes Korpusteil (2) parallel zur
rechtwinklig zum Frontspiegel (4) angeordneten Regalwand (8) des zugewandten Regalteiles
(3) oder im stumpfen Winkel der Korpusseite (10) zum Frontspiegel (4) verschiebbar
ist.
2. Schrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes verschiebbare Korpusteil
(2) aus der Korpusseite (10) und einer, die dem Frontspiegel (4) abgewandte Vorderseite
des Regalteiles (3) abdeckenden Frontleiste (11) besteht.
1. A cabinet comprising two oppositely disposed shelf portions (3) which are each
partially enclosed by a respective body portion (2) and which are connected together
by a rear wall (7) having a front mirror (4), wherein each body portion (2) is at
least partially displaceable relative to the associated shelf portion (3), characterised
in that the mutually facing body sides (10) of the body portions (2) extend at an
obtuse angle to the rear wall (7) and are provide with side mirrors (5), wherein each
body portion (2) is displaceable parallel to the shelf wall (8) of the facing shelf
portion (3), which shelf wall (8) is arranged at a right angle to the front mirror
(4), or is displaceable at the obtuse angle of the body side (10) relative to the
front mirror (4).
2. A cabinet according to claim 1 characterised in that each displaceable body portion
(2) comprises the body side (10) and a front strip portion (11) which covers the front
side of the shelf portion (3), which is remote from the front mirror (4).
1. Armoire à deux parties formant étagère (3) opposées, respectivement partiellement
entourées par un corps (2), reliées par une paroi arrière (7) pourvue d'un miroir
frontal (4), chaque corps (2) pouvant au moins partiellement être déplacé par rapport
à la partie formant étagère associée (3), caractérisée en ce que les côtés de corps
(10) se faisant face, des corps (2), sont orientés selon un angle obtus par rapport
à la paroi arrière (7), et sont pourvus de miroirs latéraux (5), chaque corps (2)
pouvant être déplacé parallèlement à la paroi (8) de la partie formant étagère (3)
tournée vers elle et formant un angle droit avec le miroir frontal (4), ou selon l'angle
obtus du côté de corps (10) par rapport au miroir frontal (4).
2. Armoire selon la revedication 1, caractérisée en ce que chaque corps (2) déplaçable
comprend le côté de corps (10) et une bande frontale (11) recouvrant la face avant
de la partie formant étagère (3) tournée à l'opposé du miroir frontal (4).