(19)
(11) EP 0 349 725 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.08.1992  Patentblatt  1992/34

(21) Anmeldenummer: 89107855.2

(22) Anmeldetag:  29.04.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A47B 67/00, A47G 1/04

(54)

Schrank mit mindestens einem innenliegenden Regalteil

Cabinet with at least one inner shelf

Armoire avec au moins une étagère intérieure


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB IT LI LU NL

(30) Priorität: 08.07.1988 DE 3823150

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
10.01.1990  Patentblatt  1990/02

(73) Patentinhaber: BURG-BADMÖBEL GMBH
D-57392 Schmallenberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Metz, Werner
    D-5948 Schmallenberg 2 (DE)

(74) Vertreter: Stracke, Alexander, Dipl.-Ing. et al
Jöllenbecker Strasse 164
33613 Bielefeld
33613 Bielefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-C- 851 675
DE-U- 8 808 768
FR-A- 987 579
FR-A- 2 017 103
US-A- 1 868 104
US-A- 3 936 669
DE-C- 880 641
FR-A- 828 252
FR-A- 1 264 643
GB-A- 408 324
US-A- 1 966 800
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schrank gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Ein derartiger Schrank ist aus der DE-C 880 641 bekannt. Dabei verlaufen die Zugriffsöffnungen auf das jeweilige Regalteil parallel zur Rückwand, während sie durch Korpusseiten im Sinne von Türen verschließbar sind.

    [0003] Als nachteilig ist jedoch anzusehen, daß der Benutzer, um sich rückseitig zu betrachten, die Korpusseiten verschwenken muß, wobei in jedem Fall das entsprechende Regalteil zu öffnen ist. Naturgemäß besteht hierbei die Gefahr, daß im Regalteil deponierte Utensilien herausfallen können. Weiter ist durch eine fehlende Arretiermöglichkeit der Türen in einer verschwenkten Stellung deren Handhabung denkbar ungünstig. Der Benutzer des Schrankes, der sich rückseitig betrachten will, kann eine optimale Stellung der Türen nur durch ausprobierendes Verschwenken erreichen.

    [0004] Überdies ist das vollständige Gewicht der Tür praktisch von der Schwenkachse aufzunehmen, so daß allein aus statischen Gründen der Dimensionierung der Tür bzw. des aufliegenden Spiegels sehr enge Grenzen gesetzt sind, die einer optimalen Ausgestaltung entgegenstehen.

    [0005] Außerdem ist die Herstellung des gattungsgemäßen Schrankes relativ teuer, da die Verschriebung und Verschwenkung der Türen recht aufwendige Schaniere erfordert.

    [0006] Weiter sind Schränke bekannt, bei denen das Korpusteil eine ortsfeste Lage einnimmt, das Regalteil hingegen aus dem Korpusteil herausziehbar ist.

    [0007] Zwar wird bei solcher Art ausgebildeter Schränke der Zugriff zum Regalinhalt gegenüber den Schränken verbessert, bei denen das Regalteil und das Korpusteil gemeinsam eine Einheit bilden, jedoch treten dabei nicht nur statische Probleme auf, da das bewegbare Regalteil entsprechend der durch den Regalinhalt auftretenden Belastung dimensioniert sein muß.
    Darüber hinaus müssen auch entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, um den Regalinhalt bei der Hin- und Herbewegung des Regalteiles zu arretieren.

    [0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Schrank der gattungsgemäßen Art so zu gestalten, daß seine Verwendungsfähigkeit verbessert und die Herstellkosten gesenkt werden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.

    [0009] Nunmehr ist einerseits durch die stumpfwinklige Anordnung der sich gegenüberliegenden Korpusseiten und andererseits durch die auf diesen Korpusseiten aufgebrachten Seitenspiegel, die demnach gleichfalls stumpfwinklig zur Rückwand angeordnet sind, eine in jeder Verschiebelage der Korpusseite gleiche Stellung der Seitenspiegel zueinander gegeben. Für den Benutzer des Schrankes ergibt sich daraus, egal ob das Regalteil geschlossen, teilweise oder ganz geöffnet ist, die gleiche Betrachtungsposition durch die sich gegenüberliegenden Seitenspiegel.

    [0010] Desweiteren ist es nun nicht mehr erforderlich, daß Regalteil zu öffnen, um sich in den Seitenspiegeln betrachten zu können.
    Insofern wird die Verwendungsfähigkeit des Schrankes erheblich verbessert.

    [0011] Da über dies lediglich Führungsschienen erforderlich sind, um das Korpusteil gegenüber dem Regalteil zu verschieben, wobei trotzdem die spiegelnde Betrachtungsmöglichkeit weiter fortbesteht, können die Herstellungskosten gegenüber einem gattungsgemäßen Schrank um einen wesentlichen Betrag gesenkt werden.

    [0012] Im Umkehrschluß ist es jedoch auch möglich, aufgrund der höheren Belastbarkeit der einzusetzenden Führungsschienen, die Korpusteile bzw. die Seitenspiegel größer zu dimensionieren als dies bislang möglich war.

    [0013] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in einem Unteranspruch gekennzeichnet.

    [0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen beschrieben.

    [0015] Es zeigen:

    Fig. 1- 3 verschiedene Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Schrankes in perspektivischer Darstellung,

    Fig. 4 + 5 Teilquerschnitt durch unterschiedlich gestaltete, erfindungsgemäße Schränke.



    [0016] In den Figuren 1 bis 3 ist ein sogennanter Spiegelschrank dargestellt, wie er bevorzugt in Bädern Verwendung findet. Dieser Spiegelschrank besteht aus zwei sich gegenüberliegenden Schränken 1, die durch einen Frontspiegel 4 miteinander verbunden sind.
    Wie die Figuren 4 und 5 deutlich zeigen, ist der Frontspiegel 4 an einer Rückwand 7 befestigt.

    [0017] Jeder Shrank 1 weist ein Regalteil 3, daß an der Rückwand 7 festgelegt ist, und ein Korpusteil 2 auf, wobei das Korpusteil 2 gegenüber dem feststehenden Regalteil 3 entsprechend den Pfeilrichtungen verschiebbar ist.

    [0018] Bei dem in der Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Korpusteil 2 aus einer in Richtung des anderen Schrankes 1 weisenden Korpusseite 10, entsprechend den Darstellungen der Figuren 4 und 5, einer Korpusrückwand 9 und einer die Korpusrückwand 9 und die Korpusseite 10 verbindenden Frontleiste 11.

    [0019] Die Korpusseite 10, an der ein Seitenspiegel 5 festgelegt ist, verläuft stumpfwinklig zum Frontspiegel 4, während die Korpusrückwand 9 rechtwinklig dazu angeordnet ist.

    [0020] Entsprechend ergibt sich eine etwa dreieck- bzw. trapezförmige Grundfläche, der in dem Regalteil 3 einliegende Regalböden 6 angepaßt sind.

    [0021] Das Regalteil 3 ist oberseitig mit einer Deckplatte 12 versehen, so daß in Nichtgebrauchsstellung des Schrankes 1 dieser vollständig geschlossen ist.

    [0022] Neben der in den Figuren dargestellten Ausführungsform der Deckplatte 12 besteht auch die Möglichkeit, beide Schränke 1 beispielsweise durch eine geschlossene Leuchtenleiste abzudecken.

    [0023] Eine Möglichkeit der Schieberichtung ist in der Figur 4 dargestellt.
    Dabei wird die Korpusrückwand 9 parallel zur Regalwand 8, die ja rechtwinklig zur Rückwand 7 angeordnet ist, geführt. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, daß direkt im Anschluß an die Korpusrückwand 9 weitere Regale, Schränke oder dergleichen angeordnet werden können, da seitlich kein weiterer, zunehmender Platzbedarf besteht.

    [0024] Dies ist allerdings bei dem in der Figur 5 dargestellten Ausführungsbeispiel der Fall, bei dem sich der Abstand der Korpusrückwand 9 zur Regalwand mit einem Verschieben des Korpusteiles 2 verändert, da hier die Führung entlang der Verlaufslinie der Korpusseite 10 erfolgt.

    [0025] Diese Ausführungsform hat allerdings den Vorteil, daß eine bessere Zugriffsmöglichkeit in den Regalbereich gegeben ist.

    [0026] Eine Veränderung der Lage der beiden sich gegenüberliegenden Seitenspiegel 5 ist aber nicht nur durch das Verschieben des Korpusteiles 1 denkbar, sondern beispielsweise auch dadurch, daß er in geeigneter Weise schwenkbar mit der Korpusseite 10 verbunden ist.

    [0027] Bei dem in der Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Korpusteil 2 aus der den Frontspiegel 4 zugewandten, mit dem Seitenspiegel 5 versehenen Korpusseite 10 und der Frontleiste 11.
    In diesem Fall fehlt also die Korpusrückwand, wobei die Führung des Korpusteiles 2 zweckmäßiger Weise entsprechend der Ausführung nach der Figur 5 erfolgt.


    Ansprüche

    1. Schrank mit zwei sich gegenüberliegenden, von einem Korpusteil (2) jeweils teilweise umschlossenen Regalteilen (3) die durch eine einen Frontspiegel (4) aufweisende Rückwand (7) miteinander verbunden sind, wobei jedes Korpusteil (2) zumindest teilweise begenüber dem zugeordneten Regalteil (3) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die einander zugewandten Korpusseiten (10) der Korpusteile (2) stumpfwinklig zur Rückwand (7) verlaufen und mit Seitenspiegeln (5) versehen sind, wobei jedes Korpusteil (2) parallel zur rechtwinklig zum Frontspiegel (4) angeordneten Regalwand (8) des zugewandten Regalteiles (3) oder im stumpfen Winkel der Korpusseite (10) zum Frontspiegel (4) verschiebbar ist.
     
    2. Schrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes verschiebbare Korpusteil (2) aus der Korpusseite (10) und einer, die dem Frontspiegel (4) abgewandte Vorderseite des Regalteiles (3) abdeckenden Frontleiste (11) besteht.
     


    Claims

    1. A cabinet comprising two oppositely disposed shelf portions (3) which are each partially enclosed by a respective body portion (2) and which are connected together by a rear wall (7) having a front mirror (4), wherein each body portion (2) is at least partially displaceable relative to the associated shelf portion (3), characterised in that the mutually facing body sides (10) of the body portions (2) extend at an obtuse angle to the rear wall (7) and are provide with side mirrors (5), wherein each body portion (2) is displaceable parallel to the shelf wall (8) of the facing shelf portion (3), which shelf wall (8) is arranged at a right angle to the front mirror (4), or is displaceable at the obtuse angle of the body side (10) relative to the front mirror (4).
     
    2. A cabinet according to claim 1 characterised in that each displaceable body portion (2) comprises the body side (10) and a front strip portion (11) which covers the front side of the shelf portion (3), which is remote from the front mirror (4).
     


    Revendications

    1. Armoire à deux parties formant étagère (3) opposées, respectivement partiellement entourées par un corps (2), reliées par une paroi arrière (7) pourvue d'un miroir frontal (4), chaque corps (2) pouvant au moins partiellement être déplacé par rapport à la partie formant étagère associée (3), caractérisée en ce que les côtés de corps (10) se faisant face, des corps (2), sont orientés selon un angle obtus par rapport à la paroi arrière (7), et sont pourvus de miroirs latéraux (5), chaque corps (2) pouvant être déplacé parallèlement à la paroi (8) de la partie formant étagère (3) tournée vers elle et formant un angle droit avec le miroir frontal (4), ou selon l'angle obtus du côté de corps (10) par rapport au miroir frontal (4).
     
    2. Armoire selon la revedication 1, caractérisée en ce que chaque corps (2) déplaçable comprend le côté de corps (10) et une bande frontale (11) recouvrant la face avant de la partie formant étagère (3) tournée à l'opposé du miroir frontal (4).
     




    Zeichnung