| (19) |
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(11) |
EP 0 349 811 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.03.1992 Patentblatt 1992/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.06.1989 |
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| (54) |
Regelsystem für eine Brennkraftmaschine
Feed-back control system for a combustion engine
Système de régulation d'un moteur à combustion
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
| (30) |
Priorität: |
01.07.1988 DE 3822245
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.01.1990 Patentblatt 1990/02 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Möller, Heinz, Ing.
D-7000 Stuttgart 31 (DE)
- Wahl, Josef, Dipl.-Ing.
D-7000 Stuttgart 80 (DE)
- Eisele, Hermann, Dipl.-Ing. (FH)
D-7000 Stuttgart 61 (DE)
- Löwl, Wolfgang, Dipl.-Ing. (FH)
D-7142 Marbach (DE)
- Ebinger, Bernhard, Dipl.-Ing.
D-7000 Stuttgart 1 (DE)
- Bechtold, Günter, Dr. Dipl.-Phys.
D-7000 Stuttgart 1 (DE)
- Niethammer, Rolf, Dipl.-Ing. (FH)
D-7000 Stuttgart 30 (DE)
- Diehl, Udo, Dipl.-Ing. (FH)
D-7145 Hardt und Schönbühlhof (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 175 596 GB-A- 2 111 255
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DE-A- 3 303 617 US-A- 4 572 132
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Refgelsystem für eine selbstzündende Brennkraftmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 vergleiche GB-A-2 111 255. Ein weiteres System
zur Regelung von Betriebsparametern einer Brennkraftmaschine ist aus dem SAE-Paper
800167 "Electronic Control of Diesel Passenger Cars bekannt. Dort wird ein Regelsystem
für eine selbstzündende Brennkraftmaschine beschrieben. Dieses enthält Sensoren für
Betriebskenngrößen, ein elektronisches Steuergerät und ein Stellglied für die der
Brennkraftmaschine zuzumessende Kraftstoffmenge. Dabei berechnet das Steuergerät abhängig
von verschiedenen Betriebskenngrößen die der Brennkraftmaschine zuzumessende Kraftstoffmenge.
Des weiteren ist aus der DE-OS 33 03 617 ein Regelsystem zur Regelung von Betriebsparametern
einer selbstzündenden Brennkraftmaschine beschrieben. Dabei wird abhängig von der
Differenz zwischen einem Sollwert der Abgastemperatur und einem vom Betriebszustand
der Brennkraftmaschine abhängigen Istwert ein mengenbestimmendes Einstellorgan angesteuert.
Ferner ist aus der DE-OS-31 49 095 eine Einrichtung bekannt, die abhängig von verschiedenen
Betriebkenngrößen die einzuspritzende Kraftstoffmenge bestimmt. Dabei wird das Kraftstoffmengensignal
abhängig von einem Abgastemperatursignal auf einen höchstzulässigen Wert begrenzt.
[0002] Bei diesen Verfahren können keinerlei Störeinflüsse, die die Betriebskenngrößen der
Brennkraftmaschine beeinflussen, korrigiert werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Regelsystem für eine selbstzündende
Brennkraftmaschine der eingangs genannten Art, schädliche Störeinflüsse zu korrigieren.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Vorteile der Erfindung
[0005] Das erfindungsgemäße Regelsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil,
daß mittels eines Korrekturverfahrens die Abgastemperatur aus der gemessenen Abgastemperatur
gewonnen wird. In das Korrekturverfahren gehen dabei verschiedene Betriebskenngrößen
ein, die durch Störeinflüsse beeinflußt werden. Dadurch ist es möglich, äußere und
innere Störeinflüsse auszuregeln.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Zeichnung
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird in den Zeichnungen dargestellt und im
Beschreibungsteil näher erläutert. Es zeigen Figur 1 schematisch das Prinzip der Kraftstoffmassenregelung
einer selbstzündenden Brennkraftmaschine, Figur 2 ein Schaubild zur Verdeutlichung
der Korrektur des Zeitverhaltens der gemessenen Abgastemperatur, Figur 3 eine detaillierte
Darstellung der stationären Meßwertverarbeitung, Figur 4 eine detallierte Darstellung
der dynamischen Abgastemperaturkorrektur, Figur 5 zeigt mögliche Realisierungen des
Reglers 56.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0008] Das Ausführungsbeispiel betrifft ein elektronisches Regelsystem für die pro Hub einzuspritzende
Kraftstoffmasse einer selbstzündenden Brennkraftmaschine. Einem an sich bekannten
Kraftstoffmassenregler 12 werden Signale abhängig von der Fahrpedalstellung FP und
von verschiedenen Betriebskenngrößen y zugeführt. Dieser Kraftstoffmassenregler 12
erzeugt einen Kraftstoffmassengrundwert ME. Dieser wird zum einen der Meßdatenerfassung
und Normierung 25 und zum anderen dem Korrekturglied 14 zugeführt. Mit dem Ausgangssignal
MEA des Korrekturglieds wird ein mengenbestimmendes Stellglied 15 der Brennkraftmaschine
16, auf die verschiedene äußere und innere Störeinflüsse 18 einwirken, beaufschlagt.
Von Sensoren erzeugte Signale von Betriebskenngrößen wie Motortemperatur TM, Abgaskrümmertemperatur
TAK, Drehzahl n, gemessene Abgastemperatur TA und weitere Betriebskenngrößen x, wie
z.B. die Ansauglufttemperatur, gelangen zur Meßdatenerfassung und Normierung 25, von
wo sie zu einem Abgastemperaturkorrekturglied 30 weitergeleitet werden. Zwei Ausgangssignale
der Meßdatenerfassung und Normierung gelangen zu einem Kennfeld 50. Die Ausgangssignale
des Abgastemperaturkorrekturglieds 30 und des Kennfeldes 50 werden über einen Vergleicher
54 zum Regler 56 weitergeleitet. Der Regler 56 erhält ein weiteres Signal direkt von
der Meßdatenerfassung und Normierung 25. Die Ausgangssignale des Reglers 56 gelangen
zum Korrekturglied 14.
[0009] Die in Figur 1 dargestellte Regelung funktioniert nun wie folgt: Der Kraftstoffmassenregler
12 berechnet in Abhängigkeit von der Fahrpedalstellung, die den Fahrgeschwindigkeitswunsch
des Fahrers wiederspiegelt und weiteren Betriebskenngrößen den Kraftstoffmassengrundwert
ME. Dieses Signal ME wird zum einen zu der Meßdatenerfassung und Normierung 25 und
zum anderen zu dem Korrekturglied 14 weitergeleitet. Das Korrekturglied berechnet
mittels Anpaßgrößen AF1 und AF2, die von dem Regler 56 geliefert werden, ein Signal
MEA zur Ansteuerung des Stellglieds 15. Dieses Signal wird dem mengenbestimmenden
Stellglied 15 der Brennkraftmaschine zugeführt. Das Stellglied mißt der Brennkraftmaschine
16 die dem Ausgangssignal des Korrekturglieds 14 entsprechende Kraftstoffmasse zu.
Auf die Brennkraftmaschine wirken verschiedene äußere und innere Störeinflüsse 18
wie Luftdruck, Alterung und weitere Einflüsse ein. Verschiedene Betriebskenngrößen
wie Motortemperatur, Abgaskrümmertemperatur, gemessene Abgastemperatur, Motordrehzahl
und weitere Größen werden durch Sensoren ermittelt und von der Meßdatenerfassung und
Normierung 25 erfaßt und aufgearbeitet. Die von Meßdatenerfassung und Normierung 25
erfaßten Daten werden so aufgearbeitet, daß sie von einem elektronischen System weiterverarbeitet
werden können. Die normierten Meßdaten werden zu dem Abgastemperaturkorrekturglied
30 weitergeleitet. Dieses Abgastemperaturkorrekturglied 30 berechnet aus der gemessenen
Abgastemperatur TA die korrigierte Abgastemperatur TA˝ in Abhängigkeit der übrigen
erfaßten Betriebskenngrößen der Brennkraftmaschine. Diese korrigierte Abgastemperatur
dient als Istgröße und wird mit der Sollgröße der Abgastemperatur verglichen. Die
Sollgröße wird einem Kennfeld 50 entnommen, das den Sollzusammenhang zwischen Sollabgastemperatur
und verschiedenen Betriebskenngrößen, insbesondere der einzuspritzenden Kraftstoffmasse
ME und der Motordrehzahl n, enthält. Ein solches Sollkennfeld kann, unter Verwendung
definierter Umgebungs- und Betriebsbedingungen, durch Motor-Prüfstandsversuche repräsentativ
für einen bestimmten Motortyp festgelegt werden.
[0010] Die Regelabweichung, die man durch den Vergleich von Ist- und Sollabgastemperatur
erhält, wird dem Regler 56 zugeführt. Abhängig von der Regelabweichung und dem aktuellen
Lastbereich, werden durch den Regler 56 additiv bzw. multiplikativ wirkende Anpaßgrößen
erzeugt. In diesem Ausführungsbeispiel wirken zwei Größen. Eine Anpassungsgröße AF1
wird im unteren Lastbereich ermittelt und wirkt im gesamten Lastbereich additiv. Sie
soll vorzugsweise den Einfluß von Alterungs- und Drifterscheinungen des Einspritzsystems
ausgleichen. Die andere Anpaßgröße AF2 wird im oberen Lastbereich ermittelt und wirkt
im gesamten Lastbereich multiplikativ. Sie soll vorwiegend äußere Einflüsse, wie Luftdruck
und Lufttemperatur, ausgleichen. Das Korrekturglied 14 bestimmt in Abhängigkeit von
dem vom Regler 12 berechneten Kraftstoffmassengrundwert ME und den Anpaßgrößen die
angepaßte einzuspritzende Kraftstoffmasse MEA, nach folgender Formel:

[0011] Werden nicht in jedem Zeitraum und jedem Betriebszustand Anpassungsgrößen erzeugt,
so werden die Anpaßgrößen zur Steuerung der einzuspritzenden Kraftstoffmasse pro Hub
verwendet, die vor diesem Zeitraum ermittelt wurden. Die Anpassungsgrößen werden vorzugsweise
so von dem Regler 56 gespeichert, daß sie auch nach dem Ausschalten des Fahrzeuges
zur Verfügung stehen. Auf diese Weise stehen die zuletzt ermittelten Anpassungsgrößen
bei erneutem Einschalten sofort wieder zur Verfügung.
[0012] Figur 2 dient zur Verdeutlichung des Abgaskorrekturverfahrens. Das Diagramm zeigt
den Temperaturverlauf verschiedener Temperatursensoren und der wahren Abgastemperatur
bei plötzlicher positiver Laständerung. In der Skizze sind die Einbauorte des Abgastemperatursensors
37 und des Abgaskrümmertemperatursensors 38 im Abgaskrümmer 40 eingezeichnet. Die
Abgastemperatur TA′ folgt der Laständerung unverzüglich. Die im Abgasstrom gemessene
Abgastemperatur TA folgt der Laständerung nur mit einer Verzögerung. Die Abgaskrümmertemperatur
TAK ist nach positivem Lastsprung kleiner als die gemessene Abgastemperatur. Aus der
Differenz zwischen gemessener Abgastemperatur TA und der Abgaskrümmertemperatur TAK
wird die Abgastemperatur TA′ berechnet. Der Korrekturfaktor F ist abhängig von Last
und Drehzahl der Brennkraftmaschine. Er wird experimentiell ermittelt. Die Berechnung
der Abgastemperatur TA′ erfolgt mit folgender Formel:

[0013] Diese Formel gilt sowohl für die gemessenen Größen als auch die gemittelten Größen
(TAM, TAKM)
[0014] Figur 3 zeigt eine spezielle Ausführung des Abgastemperaturkorrekturgliedes 30. Die
Eingangssignale wie gemessene Abgastemperatur TA, Drehzahl n, Kraftstoffmassengrundwert
ME, Abgaskrümmertemperatur TAK und der Motortemperatur TM gelangen direkt zur Mittelwertbildung
33. Das Drehzahlsignal und ein Signal über die einzuspritzende Kraftstoffmasse ME
werden der Regelbereichsuche 31 zugeführt. Das Ausgangssignal der Regelbereichsuche,
die gemessene Abgastemperatur TA und eventuel weitere Größen wie die Zeit dienen als
Eingangssignal für die Meßfenstersuche 32. Deren Ausgangssignale gelangen direkt zur
Mittelwertbildung 33. Ein Teil der Ausgangssignale der Mittelwertbildung gelangt zum
ersten Korrekturglied 34. Dessen Ausgangssignal und die restlichen Ausgangssignale
der Mittelwertbildung werden einem zweiten Korrekturglied 36 zugeführt. Dessen Ausgangssignal
dient als Ausgangssignal des Abgastemperaturkorrekturgliedes 30.
[0015] Das Abgastemperaturkorrekturglied 30 hat folgende Funktion. Als Eingangssignale des
Korrekturgliedes dienen alle Ausgangssignale der Meßdatenerfassung und Normierung
25. Die Regelbereichsuche 31 wählt einen durch untere und obere Drehzahl- und Lastgrenzen
vorgegebenen Regelbereich aus. Die obere Drehzahlgrenze und, oder die obere Lastgrenze
kann auch entfallen. Nur innerhalb dieser Grenzwerte (Regelbereich) wird die Brennkraftmaschine
geregelt, außerhalb des Regelbereichs wird sie gesteuert, die Reglerstellgröße bleibt
auch bei ausgeschaltetem Regler erhalten.
[0016] Die Meßfenstersuche 32 sucht im Verlauf der gemessenen Abgastemperatur TA nach einem
Meßfenster mit quasistationärem Zustand im Sekundenbereich. Die Bildung eines Meßfensters
erfolgt erst, wenn die Motortemperatur einen bestimmten Schwellwert übersteigt, und
die Drehzahl und die Last innerhalb festgelegter Grenzwerte dem Regelbereich liegen.
Dadurch kann die Aktivierung der Abgastemperaturregelung bei ungünstigen Betriebsbedingungen
verhindert werden. Es wird ein Bereich ausgewählt in dem die Abgastemperatur einen
quasistationären Zustand besitzt.
[0017] Zur Meßfenstersuche wird ein bestimmter Zeitraum vorgegeben und überprüft ob in diesem
Zeitraum die Abgastemperatur vorgegebene Grenzen überschreited. Werden die Grenzen
nicht überschritten, so spricht man von einem Meßfenster mit quasistationärem Zustand
des Meßsignals. Das Meßfenster ist durch den vorgegebenen Zeitraum (Länge des Meßfensters)
und durch den in diesem Zeitraum überstrichenen Temperaturbereich (Höhe des Meßfensters)
definiert.
[0018] Es ist aber auch möglich einen bestimmten Temperaturbereich für die Bildung des Meßfensters
vorzugeben und die Zeit zu erfassen, während der die Abgastemperatur in dem bestimmten
Bereich liegt. Auch in diesem Fall ist das Meßfenster durch den Temperaturbereich
und den Zeitraum, in dem die Temperatur innerhalb des gewählten Temperaturbereichs
liegt, definiert.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, die Meßfenster in verschiedene Klassen einzuteilen.
Die Einteilung der Klassen erfolgt anhand verschiedener Kriterien. Dies sind die Länge,
Fläche oder die Höhe des Meßfensters b.z.w. die Steigung des Abgastemperaturverlaufs
oder die Anzahl der im Abgastemperaturverlauf auftretenden Wendepunkte. Meßfenster
der gleichen Klassen können die gleiche zeitliche Länge bei unterschiedlicher Höhe,
die gleiche Höhe bei unterschiedlicher Länge oder bei gleicher Fläche unterschiedliche
Längen bei entsprechend unterschiedlichen Höhen haben.
[0020] Die Verwendbarkeit des Meßfensters kann zusätzlich von dessen Vorgeschichte, z.B.
dem Verlauf der Abgastemperatur oder weiterer erfaßter Betriebskenngrößen, abhängig
gemacht werden. Ist ein verwendbares Meßfenster gefunden, werden von den für die Regelung
benötigten Signalen, wie z. B. Drehzahl, Kraftstoffmassengrundwert Abgaskrümmertemperatur,der
Motortemperatur und eventuel weiterer Größen, in der Mittelwertbildung 33 die arithmetischen
Mittelwerte gebildet. Zur Mittelwertbildung können alle innerhalb der Meßfenstergrenzen
erfaßten Meßdaten verwendet werden, oder es findet nur ein Teil der Daten Verwendung.
[0021] Aus der gemittelten gemessenen Abgastemperatur TAM, der mittleren Drehzahl nM, dem
mittleren Kraftstoffmassengrundwerts MEM und der mittleren Abgaskrümmertempertur TAKM
errechnet das erste Korrekturglied 34 die Abgastemperatur TA′. Dieses Korrekturglied
beinhaltet die Korrektur des Zeitverhaltens der gemessenen Abgastemperatur. Mit Hilfe
des Korrekturfaktors F und der Temperaturdifferenz zwischen mittlerer Abgastemperatur
TAM und der mittleren Abgaskrümmertemperatur TAKM wird mittels der Formel 2 die Abgastemperatur
TA′ errechnet. Der Korrekturfaktor F ist last- und drehzahlabhängig. Er wird empirisch
ermittelt und bei Bedarf an Langzeitänderungen der selbstzündenden Brennkraftmaschine
angeglichen.
[0022] Das Korrekturglied 42 in Figur 4 hat diesselbe Aufgabe wie das Korrekturglied 34
in Figur 3. Aus gemessener Abgastemperatur TA, Drehzahl n, Kraftstoffmassengrundwert
ME und Abgaskrümmertemperatur TAK berechnet das Korrekturglied 42 die Abgastemperatur
TA′. Die Berechnung erfolgt kontinuierlich über eine Modellrückführung, so daß auch
die Regelung kontinuierlich erfolgen kann. Es folgt keine Mittelwertbildung der Meßgrößen.
[0023] Im zweiten Korrekturglied 36 wird durch Berücksichtigung der mittleren Motortemperatur
TMM die Anpassung an den aktuellen Betriebszustand des Motors vorgenommen. Es können
auch weitere Größen wie die Ansauglufttemperatur berücksichtigt werden. Das zweite
Korrekturglied 36 liefert die korrigierte Abgastemperatur TA˝.
[0024] Figur 4 zeigt eine weitere mögliche Ausgestaltung des Abgastemperaturkorrekturgliedes
30. Alle Ausgangssignale der Meßdatenerfassung und Normierung 25 dienen als Eingangssignale
des Abgastemperaturkorrekturgliedes. Vier Eingangssignale werden dem ersten Korrekturglied
42 zugeleitet. Das zweite Korrekturglied 44 wird mit dem Ausgangssignal des ersten
Korrekturglieds und den übrigen Eingangssignalen beaufschlagt. Es erfüllt die gleiche
Funktion wie das Korrekturglied 36 der Figur 3. Das Ausgangssignal des zweiten Korrekturgliedes
44 dient gleichzeitig auch als Ausgangssignal des Abgastemperaturkorrekturgliedes
30. Die Korrektur erfolgt abhängig von der Klasse des gefundenen Meßfensters. Die
Regelparameter werden abhängig von der Klasse des Meßfensters gewählt.
[0025] Den Gleichungen liegt folgendes Modell zugrunde:
[0027] Die Berechnung der Abgastemperatur TA′ wird in zwei Stufen durchgeführt. Zunächst
wird TABG aus TA bestimmt, danach erfolgt die Berechnung von TA′ aus TABG und TAK.
Um ein zu großes Rauschen bei der Auswertung der Rekursionsformel für TABG zu verringern,
wird das gemessene Abgastemperatursignal in der Meßdatenerfassung und Normierung 25
gefiltert. Die Rekursionsformel für TABG erhält man durch Transformation der Gleichung
3 in den Zeitbereich, und durch Einführen des rückwärtigen Differenzenquotienten.
So erhält man die Rekursionsformel.

[0028] Aus Gleichung 4 ergibt sich:

[0029] In jedem Rechenschritt werden die Gleichungen 6 und 7 ausgewertet. Dabei werden für
jeden Rechenschritt k die Werte des vorhergehenden Rechenschritts k-1 verwendet.
[0030] Da das Modell auch die Abgaskrümmertemperatur TAK als Zustandsgröße enthält, kann
der Hardwareaufwand dadurch reduziert werden, daß man auf die Messung von TAK verzichtet.
Dazu wird die Abgaskrümmertemperatur TAK aus der gemessenen Abgastemperatur TA berechnet.
Damit kann auf die Messung von TAK verzichtet und TA′ allein aus TA bestimmt werden.
Da bei der Rückrechnung zweimal differenziert werden muß, ist eine genaue Bestimmung
der Modellparameter kkr, x, zkr und zf sowie ein möglichst glattes Meßsignal des Thermoelements
notwendig. Dann kann aus den Gleichungen 3 bis 5 eine Bestimmungsgleichung 8 für TA′
abgeleitet werden:

[0031] Die Abgastemperatur TA′
k ist also eine Funktion der letzten berechnten Abgastemperatur TA′
k-1 sowie der drei letzten gemessenen Abgastemperaturen TA
k, TA
k-1 und TA
k-2.
[0032] Mit Hilfe der vier Parameter zkr, zf, x und kkr wird das Modell an die Motor-Fahrzeug-Kombination
angepaßt. Die beiden Zeitkonstanten zkr und zf sowie der Parameter x werden aus Lastsprüngen
am Prüfstand bestimmt, wobei x, wie in Figur 2 gezeigt, direkt aus der Anfangssprunghöhe
bestimmt wird. Alle Parameter variieren drehzahl- und lastabhängig. Der Faktor kkr
in Formel 8 wird aus den Stationärwerten von Krümmertemperatur TAK und gemessener
Abgastemperatur TA bestimmt. Im eingeschwungenen Zustand vereinfacht sich das Modell
wie folgt:

[0033] Daraus ergibt sich die Bestimmungsgleichung für den Parameter kkr:

[0034] Die kontinuierlich berechnete Abgastemperatur TA′ wird im zweiten Korrekturglied
44 an die Motortemperatur TM angepaßt. Dadurch erhält man die korrigierter Abgastemperatur
TA˝.
[0035] Figur 5 zeigt mögliche Ausführungsbeispiele des Reglers 56. Das Ausgangssignal T
des Vergleichers 54 (Figur 1) wird abhängig von einem lastabhängigen Signal ME, entweder
dem Regler 71 oder dem Regler 72 zugeführt. Diese erzeugen die Anpaßgrößen AF1 oder
AF2 für den entsprechenden Lastbereich. Bei großer Last, der Mittelwert des Kraftstoffmassengrundwertes
MEM liegt über einer bestimmten Schwelle, bestimmt der Regler 71 abhängig von T die
Anpaßgröße AF1. Bei kleiner Last, der Mittelwert des Kraftstoffmassengrundwertes liegt
unterhalb der Schwelle, bestimmt der Regler 72 abhängig von T die Anpaßgröße AF2.
Für den oberen und den unteren Lastbereich ist ein separater Regler vorhanden, der
die für diesen Lastbereich am stärksten wirkende Anpaßgröße berechnet. Die Anpaßgrößen
werden dann in allen Lastbereichen zur Berechnung der einzuspritzenden Kraftstoffmasse
MEA verwendet.
[0036] Statt der PI-Regler 71 und 72 kann auch jeweils ein selbstanpassender Regler verwendet
werden. Figur 5b zeigt einen solchen selbstanpassenden Regler. Dieser kann an die
Stelle der Regler 71 oder 72 von Figur 5a treten. Der Regler 70 erzeugt eine der Anpaßgrößen
die zum einen dem Verknüpfungspunkt 63 und zum anderen dem Kennfeld 61 zugeführt werden.
Die Anpaßgröße wird in dem Kennfeld 61 an dem zugehörigen Betriebspunkt gewichtet
abgespeichert. Die mittlere Drehzahl nM und der mittlere Kraftstoffmassengrundwert
MEM definieren diesen Betriebspunkt. Die Auswerteschaltung 60 arbeitet die Werte des
Kennfeldes 61 nach einer geeigneten Strategie um und speichert die Werte ins Kennfeld
62 ab und korrigiert gleichzeitig das integrale Verhanden des PI-Reglers 70.
[0037] Die Auswerteschaltung 60 kann z.B. nach folgender Strategie arbeiten. Die Auswerteschaltung
60 wird nach einer bestimmten Anzahl von gefundenen Regelfenstern, oder einer bestimmten
Anzahl von Einträgen in das Kennfeld 61 aktiviert. Es wird zuerst von allen im Kennfeld
61 gewichtet abgespeicherten Anpaßgrößen der Mittelwert gebildet.
[0038] Dieser Mittelwert bildet den neuen Integralwert des Reglers 70. Die Differenz zwischen
Mittelwert und allen im Kennfeld 61 an einem bestimmten Betriebspunkt abgespeicherten
Anpaßgrößen wird am gleichen Betriebspunkt im Kennfeld 62 gespeichert. Anschließend
wird Kennfeld 61 gelöscht. Durch die Kraftstoffmasse ME und die Drehzahl n wird ein
Betriebspunkt im Kennfeld 62 definiert. Das Kennfeld 62 liefert abhängig von Momentandrehzahl
n und Last ME ein Ausgangssignal das zum Verknüpfungspunkt 63 geführt wird, und dort
der jeweiligen Anpaßgröße überlagert wird.
[0039] Diese Auswertung der Abgastemperatur kann sowohl für ein als auch für mehrere Signale
angewendet werden, so z.B. auch für ein oder mehrere Abgastemperatursignale pro Zylinder,
oder auch für jeden Zylinder separat. Dabei können spezielle Korrekturverfahren, die
den Verhältnissen der jeweiligen Einbaustelle angepaßt sind, zur Verwendung kommen.
[0040] Die Realisierung des beschriebenen Regelsystems mit diskreten Bauteilen oder mit
einem Mikrocomputer stellt für den Fachmann kein Problem dar.
[0041] Der Aufgabenbereich der Regelung kann auch auf die sequentielle Beeinflussung bestimmter
Zylinder ausgedehnt werden.
1. Regelsystem für eine Brennkraftmaschine mit Selbstzündung, mit Sensoren für Betriebskenngrößen,
einem elektronischen Steuergerät (12,) sowie einem nachgeschalteten Stellglied (15)
für die der Brennkraftmaschine (16) zuzuführende Kraftstoffmasse, wobei im Steuergerät
(12) abhängig von wenigstens der Drehzahl und der Fahrpedalstellung ein Kraftstoffmassengrundwert
(ME) berechnet wird, der anschließend korrigiert wird, wobei die Korrektur abhängig
von einem von Betriebskenngrößen beeinflußten Abgastemperatursignal erfolgt, wobei
das Abgastemperatursignal aus dem Vergleich eines korrigierten Abgastemperatursignals
(TA˝) mit einem Abgastemperatursollwert (TA) gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abgastemperatursollwert (TA) einem Kennfelt (50) entnommen wird, das den Sollzusammenhang
zwischen einzuspritzender Kraftstoffmasse (ME), resultierender Abgastemperatur (TA)
und wenigstens einer weiteren Betriebskenngröße (n) enthält.
2. Regelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein wenigstens PI-Verhalten
aufweisender Regler (56) aus der durch den Vergleich entstehenden Regelabweichung,
abhängig von der aktuellen Last, wenigstens eine Anpassungsgröße (AF1, AF2), mit der
die einzuspritzende Kraftstoffmasse pro Hub beeinflußt wird, erzeugt.
3. Regelsystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine additive Anpaßgröße,
mit der vorzugsweise innere Einflüsse ausgeglichen werden, im unteren Lastbereich
ermittelt wird und im gesamten Lastbereich additiv wirkt.
4. Regelsystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine multiplikative
Anpaßgröße, mit dem vorzugsweise äußere Einflüsse ausgeglichen werden, im oberen Lastbereich
ermittelt wird und im gesamten Lastbereich multiplikativ wirkt.
5. Regelsystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anpaßgrößen vorzugsweise so gespeichert werden, daß sie nach dem Ausschalten
des Fahrzeuges oder dem Ausfall der Spannungsversorgung ihre Information behalten,
und nach der Wiederinbetriebnahme sofort wieder zur Verfügung stehen.
6. Regelsystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem stationären Korrekturverfahren nach einem Regelbereich und einem Meßfenster,
in dessen Verlauf die gemessene Abgastemperatur quasistationär ist, gesucht wird (Meßfenstersuche
32).
7. Regelsystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Meßfenster abhängig von wenigstens einer der Größen gewünschtem Zeitraum,
Größe der Abgastemperatur, Verlauf der Abgastemperatur oder der Vorgeschichte der
Abgastemperatur gebildet wird.
8. Regelsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßfenster in verschiedene
Klassen eingeteilt werden , und die Korrektur abhängig von diesen Klassen erfolgt.
9. Regelsystem nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß von den
für die Regelung benötigten Betriebskenngrößen arithmetische Mittelwerte, unter Verwendung
mindestens eines Teils der innerhalb des Meßfenster erfaßten Betriebskenngrößen, gebildet
werden.
10. Regelsystem nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem ersten Schritt des Korrekturverfahrens, mittels mindestens einem Korrekturfaktor,
der empirisch ermittelt werden kann, eine Abgastemperatur berechnet wird, die in einem
zweiten Schritt an wenigstens eine weitere aktuelle Betriebskenngröße angepaßt wird.
11. Regelsystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem dynamischen Korrekturverfahren, die momentane vom Abgastemperatursensor
gemessene Abgastemperatur mittels eines thermodynamischen Modells laufend ausgewertet
wird, und die korrigierte Abgastemperatur durch Anpassen an weitere Betriebskenngrößen
gewonnen wird.
12. Regelsystem nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anpaßgrößen in einem Kennfeld abgespeichert werden und damit an jedem Betriebspunkt
zur Verfügung stehen.
13. Regelsystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das integrale Verhalten
des Reglers von den Anpaßgrößen abhängig ist.
1. Feed-back control system for an internal combustion engine with compression ignition,
having sensors for operating parameters, an electronic control unit (12) and a downstream
actuator (15) for the fuel mass to be fed to the internal combustion engine (16),
wherein a fuel mass basic value (ME) is calculated in the control unit (12) as a function
of at least the engine speed and the accelerator pedal position, this fuel mass basic
value (ME) being subsequently corrected, wherein the correction takes place as a function
of an exhaust gas temperature signal influenced by operating parameters, wherein the
exhaust gas temperature signal is obtained from the comparison between a corrected
exhaust gas temperature signal (TA˝) and a required exhaust gas temperature value
(TA), characterised in that the required exhaust gas temperature value (TA) is taken
from a characteristic diagram (50) which contains the required relationship between
the fuel mass (ME) to be injected, the resulting exhaust gas temperature (TA) and
at least one other operating parameter (n).
2. Feed-back control system according to Claim 1, characterised in that a feed-back
control unit (56) having at least PI behaviour generates from the control deviation
arising from the comparison, as a function of the current load, at least one adjustment
parameter (AF1, AF2), by means of which the fuel mass to be injected per stroke is
influenced.
3. Feed-back control system according to Claims 1 and 2, characterised in that an
additive adjustment parameter, by means of which compensation is provided preferably
for internal influences, is determined in the lower load range and acts additively
over the whole load range.
4. Feed-back control system according to Claims 1 and 2, characterised in that a multiplicative
adjustment parameter, by means of which compensation is provided preferably for external
influences, is determined in the upper load range and acts multiplicatively over the
whole load range.
5. Feed-back control system according to at least one of Claims 1 to 4, characterised
in that the adjustment parameters are preferably stored in such a way that they retain
their information after the vehicle is switched off or after the voltage supply fails,
and are immediately available again when the vehicle is put into operation once more.
6. Feed-back control system according to at least one of Claims 1 to 5, characterised
in that, in a steady-state correction method, a search is made for a control range
and a measurement window in the course of which the measured exhaust gas temperature
is quasi-steady-state (measurement window search 32).
7. Feed-back control system according to at least one of Claims 1 to 5, characterised
in that a measurement window is formed as a function of at least one of the parameters:
desired period, magnitude of the exhaust gas temperature, variation in the exhaust
gas temperature or the previous history of the exhaust gas temperature.
8. Feed-back control system according to Claim 7, characterised in that the measurement
windows are subdivided into various classes, and the correction takes place as a function
of these classes.
9. Feed-back control system according to one of Claims 6 to 8, characterised in that
arithmetic averages are formed from the operating parameters necessary for the feed-back
control, using at least some of the operating parameters recorded within the measurement
window.
10. Feed-back control system according to at least one of Claims 6 to 9, characterised
in that an exhaust gas temperature is calculated in a first step of the correction
method by means of at least one correction factor, which can be empirically determined,
which exhaust gas temperature is adjusted in a second step to at least one further
current operating parameter.
11. Feed-back control system according to at least one of Claims 1 to 5, characterised
in that, in a dynamic correction method, the exhaust gas temperature instantaneously
measured by the exhaust gas temperature sensor is continuously analysed by means of
a thermodynamic model, and the corrected exhaust gas temperature is obtained by adjustment
to further operating parameters.
12. Feed-back control system according to at least one of Claims 2 to 11, characterised
in that the adjustment parameters are stored in a characteristic diagram and are therefore
available at any operating point.
13. Feed-back control system according to Claim 12, characterised in that the integral
behaviour of the control unit depends on the adjustment parameters.
1. Système de réglage pour un moteur à combustion interne à allumage spontané, avec
des détecteurs pour des grandeurs caractéristiques de fonctionnement, avec un appareil
électronique de commande (12) ainsi qu'un organe de réglage (15) branché à la suite
pour la masse de carburant à amener au moteur à combustion interne (16), système de
réglage dans lequel une valeur de base (ME) de la masse de carburant est calculée
dans l'appareil de commande (12) en fonction d'au moins la vitesse de rotation et
la position de la pédale d'accélérateur, puis cette valeur est corrigée, la correction
s'effectuant en fonction d'un signal de température des gaz d'échappement influencé
par des grandeurs caractéristiques du fonctionnement, tandis que le signal de température
des gaz d'échappement est obtenu par la comparaison d'un signal corrigé (TA˝) de la
température des gaz d'échappement avec une valeur de consigne (TA) de la température
des gaz d'échappement. Système de réglage caractérisé en ce que la valeur de consigne
(TA) de la température des gaz d'échappement est prélevée dans un champ caractéristique
(50) qui contient la corrélation entre la masse de carburant (ME) à injecter, la température
résultant (TA) des gaz d'échappement et au moins une autre grandeur caractéristique
du fonctionnement (n).
2. Système de réglage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un régulateur
(56) avec un comportement (PI) fournit à partir de l'écart de réglage résultant de
la comparaison, et en fonction de la charge actuelle, au moins une grandeur d'adaptation
(AF1, AF2) par laquelle la masse de carburant à injecter par course est influencée.
3. Système de réglage selon la revendication 1 et la revendication 2, caractérisé
en ce qu'une grandeur d'adaptation additive avec laquelle de préférence des influences
internes sont compensées, est déterminée dans la zone de charge inférieure et agit
additivement dans l'ensemble de la zone de charge.
4. Système de réglage selon la revendication 1 et la revendication 2, caractérisé
en ce qu'une grandeur d'adaptation multiplicative avec laquelle de préférence des
influences externes sont compensées, est déterminée dans la zone de charge supérieure
et agit de façon multiplicative dans l'ensemble de la zone de charge.
5. Système de réglage selon au moins une des revendications 1 à 4, caractérisé en
ce que les grandeurs d'adaptation sont de préférence mémorisées de façon qu'elles
conservent leur information après l'arrêt du véhicule ou la suppression de l'alimentation
en tension et qu'elles soient à nouveau immédiatement disponibles après la remise
en service.
6. Système de réglage selon au moins une des revendications 1 à 5, caractérisé en
ce que dans un procédé de correction stationnaire, on recherche une zone de réglage
à une fenêtre de mesure dans laquelle la température mesurée des gaz d'échappement,
est quasi stationnaire (recherche 32 d'une fenêtre de mesure).
7. Système de réglage selon au moins une des revendications 1 à 5, caractérisé en
ce qu'une fenêtre de mesure est formée en fonction d'au moins une des grandeurs, intervalle
de temps désiré, grandeurs de la température des gaz d'échappement, évolution de la
température des gaz d'échappement ou des antécédents de la température des gaz d'échappement.
8. Système de réglage selon la revendication 7, caractérisé en ce que la fenêtre de
mesure est divisée en différentes classes et la correction s'effectue en fonction
de cette classe.
9. Système de réglage selon une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce qu'à partir
des grandeurs caractéristiques du fonctionnement utilisées pour la régulation, on
forme des valeurs moyennes arithmétiques en utilisant au moins une partie des grandeurs
caractéristiques du fonctionnement détectées à l'intérieur de la fenêtre de mesure.
10. Système de réglage selon au moins une des revendications 6 à 9, caractérisé en
ce que dans une première étape du procédé de correction, au moyen d'au moins un facteur
de correction qui peut être déterminé empiriquement, une température des gaz d'échappement
est calculée, qui dans une seconde étape est adaptée à au moins une autre grandeur
caractéristique actuelle du fonctionnement.
11. Système de réglage selon au moins une des revendications 1 à 5, caractérisé en
ce que dans un procédé de correction dynamique, la température momentanée des gaz
d'échappement mesurée par un détecteur de température des gaz d'échappement, est exploitée
en continu au moyen d'un modèle thermodynamique, et la température corrigée des gaz
d'échappement est obtenue par adaptation à d'autres grandeurs caractéristiques du
fonctionnement.
12. Système de réglage selon au moins une des revendications 2 à 11, caractérisé en
ce que les grandeurs d'adaptation sont mémorisées dans un champ caractéristique et
sont ainsi disponibles en tout point de fonctionnement.
13. Système de réglage selon la revendication 12, caractérisé en ce que le comportement
intégral du régulateur dépend des grandeurs d'adaptation.