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EP 0 350 825 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.02.1995 Patentblatt 1995/05 |
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Anmeldetag: 10.07.1989 |
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Elektrisches Schaltgerät
Electrical switch gear
Appareil de commutation électrique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
15.07.1988 DE 3824027
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.01.1990 Patentblatt 1990/03 |
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Patentinhaber: Asea Brown Boveri Aktiengesellschaft |
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68309 Mannheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Runtsch, Erhard
D-6944 Hemsbach (DE)
- Greefe, Klaus
D-6900 Heidelberg (DE)
- Dymke, Dietmar
D-6903 Neckargemünd (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rupprecht, Klaus, Dipl.-Ing. et al |
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c/o ABB Patent GmbH,
Postfach 10 03 51 68128 Mannheim 68128 Mannheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 111 662 DE-A- 2 944 619 FR-A- 2 584 529
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EP-A- 0 205 369 FR-A- 2 409 593
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft elektrische Schaltgeräte, insbesondere Selbstschalter, wie
z. B. Sicherungsautomaten, mit einem Hauptstrompfad zwischen einer Zugangs- und einer
Abgangsklemme, mit wenigstens einer Hauptkontaktstelle im Hauptstrompfad, die von
einem Magnet- und/oder Thermoauslöser beaufschlagbar ist und mit einer Lichtbogenlöscheinrichtung
zusammenarbeitet, sowie mit einem, dem Hauptstrompfad zugeordneten Nebenstrompfad
mit einer Kontaktstelle, die als Strombegrenzungseinrichtung dient.
[0002] Elektrische Schaltgeräte, insbesondere Selbstschalter, wie Sicherungsautomaten oder
Motorschutzschalter, werden hinsichtlich ihrer Kontaktanordnung auf die Beanspruchung
durch einen Maximalstrom ausgelegt. Ein solcher Maximalstrom ist im allgemeinenen
ein mit der Schaltnennleistung des Schaltgerätes in Zusammenhang stehender voraussichtlicher
Kurzschlußstrom, der vom Schaltgerät noch sicher beherrschbar sein muß. Demgemäß wird
die Dimensionierung der Schalterbauteile im wesentlichen durch die hieraus resultierende
Belastung bestimmt, wobei insbesondere die thermische Belastung durch den Schaltlichtbogen
zu beachten ist.
[0003] Eine bewährte Maßnahme, wie sie beispielsweise aus der DE-OS 30 30 429 bekannt geworden
ist, besteht darin, den bei Betätigung der Kontaktanordnung entstehenden Schaltlichtbogen
in eine Lichtbogenlöscheinrichtung kommutieren zu lassen und dort möglichst schnell
zum Erlöschen zu bringen. Dabei wirkt der Lichtbogen strombegrenzend.
[0004] Zur Unterstützung der Lichtbogenbewegung in die Löscheinrichtung können weitere Maßnahmen,
wie magnetische Blasfelder, die von Magnetspulen oder Leiterschleifen herrühren und
den Lichtbogen beaufschlagen, vorgesehen sein.
[0005] Um das Kurzschlußschaltvermögen eines Motorschutzschalters oder eines Leistungsschalters
zu verbessern ist es üblich, dynamisch öffnende Kontaktanordnungen in Reihe vor diese
Schalter zu installieren, was den Nachteil einer erhöhten Verlustleistung im Nennbetrieb
beinhaltet.
[0006] Ausgehend vom zuvor erläuterten Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung ein
Schaltgerät der eingangs genannten Art anzugeben, dessen Verlustleistung im ungestörten
Betrieb möglichst gering ist, aber trotzdem eine Erhöhung des Kurzschlußschaltvermögens
zu erreichen. Dabei soll durch einfache Gestaltung unter weitgehender Verwendung herkömmlicher
Schalterbauteile auf kostengünstige Herstellbarkeit geachtet werden.
[0007] Die Lösung der Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der Nebenstrompfad
über die Lichtbogenlöscheinrichtung mit dem Hauptstrompfad verbunden und im ungestörten
Betrieb stromlos ist und erst durch einen Schaltlichtbogen der geöffneten Hauptkontaktstelle,
der in die Lichtbogenlöscheinrichtung kommutiert, eingeschaltet ist.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Nebenstrompfad gegenüber
dem Hauptstrompfad niederohmig ausgelegt ist, wobei sein elektrischer Innenwiderstand
höchstens 1/10 des Widerstandes des Hauptstrompfades beträgt.
[0009] Dies wird insbesondere dadurch erreicht, daß die Strombegrenzungseinrichtung im Nebenstrompfad
durch eine infolge Stromdurchfluß dynamisch öffnende Kontaktanordnung gebildet ist.
[0010] Eine bevorzugte Anordnung der Strombegrenzungseinrichtung sieht vor, daß diese zwischen
der Zugangsklemme und der Lichtbogenlöscheinrichtung im Nebenstrompfad angeordnet
ist.
[0011] Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schaltgerätes
ist vorgesehen, die Strombegrenzungseinrichtung zwischen der Lichtbogenlöscheinrichtung
und der Abgangsklemme anzuordnen.
[0012] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung insbesondere bei elektrischen
Schaltgeräten für hohe Nennschaltleistungen sieht vor, die Hauptkontaktstelle als
Doppelkontaktstelle auszubilden, wobei eine erste und eine zweite Hauptkontaktstelle
miteinander in Reihe geschaltet sind und jeweils mit einer Lichtbogenlöscheinrichtung
zusammenwirken.
[0013] Entsprechend der Erfindung ist dabei vorgesehen, die Strombegrenzungseinrichtung
im Nebenstrompfad wiederum entweder zwischen der Zugangsklemme und der Lichtbogenlöscheinrichtung
der ersten Hauptkontaktstelle oder der Lichtbogenlöscheinrichtung der zweiten Hauptkontaktstelle
und der Abgangsklemme anzuordnen.
[0014] Abhängig von den räumlichen Gegebenheiten des erfindungsgemäßen Schaltgerätes kann
es allerdings auch vorteilhaft sein, die Strombegrenzungseinrichtung im Nebenstrompfad
zwischen den beiden Lichtbogenlöscheinrichtungen vorzusehen.
[0015] Ein wesentlicher Vorteil der vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Ausgestaltung
besteht darin, daß der Nebenstrompfad erst dann eingeschaltet ist, wenn der Hauptstrompfad
durch Öffnung der Hauptkontaktstelle unterbrochen ist. Der beim Öffnen der Hauptkontaktstelle
entstehende Schaltlichtbogen kommutiert dabei in die Lichtbogenlöscheinrichtung, wodurch
wiederum der Nebenstrompfad eine leitende Verbindung mit dem Hauptstrompfad erhält
und der Strom in den Nebenstrompfad kommutiert. Die Lichtbogenlöscheinrichtung ist
dabei bevorzugt aus einzelnen übereinandergestapelten Lichtbogenlöschblechen gebildet,
zwischen denen Einzellichtbögen zünden. Der Spannungsfall an den Einzellichtbögen
führt hierbei zu einer Strombegrenzung zusätzlich zu der der Strombegrenzungseinrichtung
im Nebenstrompfad.
[0016] Diese und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0017] Anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen sollen die Erfindung,
vorteilhafte Ausgestaltung und besondere Vorteile der Erfindung näher erläutert und
beschrieben werden.
[0018] Es zeigen:
- Figur 1
- Prinzipschaltbild eines Schaltgerätes mit Strombegrenzungseinrichtung im Nebenstrompfad
zwischen Zugangsklemme und Lichtbogenlöscheinrichtung,
- Figur 2
- Prinzipschaltbild eines Schaltgerätes mit Strombegrenzungseinrichtung zwischen Lichtbogenlöscheinrichtung
und Abgangsklemme,
- Figur 3
- Prinzipschaltbild eines Schaltgerätes mit Doppelunterbrechung und Strombegrenzungseinrichtung
zwischen Zugangsklemme und Lichtbogenlöscheinrichtung der ersten Hauptkontaktstelle,
- Figur 4
- Prinzipschaltbild eines Schaltgerätes mit Doppelunterbrechung und Strombegrenzungseinrichtung
zwischen den Lichtbogenlöscheinrichtungen der Hauptkontakte,
- Figur 5
- Aufbau einer Strombegrenzungseinrichtung.
[0019] In Figur 1 ist das Prinzipschaltbild eines elektrischen Schaltgerätes 10 wiedergegeben,
das einen Hauptstrompfad 12 mit einem Magnetauslöser 14, einem Thermoauslöser 16 und
einer Hauptkontaktstelle 18 aufweist. Der Hauptstrompfad 12 geht aus von einer Zugangsklemme
20 und endet an einer Abgangsklemme 21. Die Hauptkontaktstelle 18 besitzt ein bewegliches
Kontaktstück 17 und ein festes Kontaktstück 19, welches mit einer zu einer Lichtbogenlöscheinrichtung
22 gehörenden Lichtbogenleitschiene 23 verbunden ist. Die Lichtbogenlöscheinrichtung
22 ist aus einzelnen übereinandergestapelten Lichtbogenlöschblechen 24 gebildet, die
zur Hauptkontaktstelle hin von der Lichtbogenleitschiene 23 und auf der gegenüberliegenden
Seite von einer zweiten Lichtbogenleitschiene 25 begrenzt sind.
[0020] Die zweite Lichtbogenleitschiene 25 ist Teil eines von der Zugangsklemme 20 abgehenden
Nebenstrompfades 26, der zwischen der zweiten Lichtbogenleitschiene 25 und der Zugangsklemme
eine Strombegrenzungseinrichtung 28 aufweist.
[0021] Die Strombegrenzungseinrichtung 28 ist dabei als dynamisch öffnende Kontaktanordnung
vorgesehen, bei der infolge eines in den Nebenstrompfad 26 geleiteten Stromes entstehende
elektrodynamische Abhebekräfte das hier nicht näher gezeigte bewegliche Kontaktstück
der dynamisch öffnenden Kontaktanordnung der Strombegrenzungseinrichtung 28 soweit
abhebt, daß durch den dabei entstehenden Schaltlichtbogen die gewünschte Strombegrenzung
resultiert.
[0022] Bei dem in Figur 1 dargestellten Schaltungszustand des Schaltgerätes 10 findet der
Stromfluß nur über den Hauptstrompfad 12 statt, da die Hauptkontaktstelle 18 geschlossen
ist. Der Nebenstrompfad 26 ist demgemäß stromlos. Dieser Schaltungszustand entspricht
dem ungestörten, bestimmungsgemäßen Betrieb, d. h. dem Normalbetrieb des Schaltgerätes
10.
[0023] Erst bei Unterbrechung des Hauptstrompfades 12 durch Öffnen der Hauptkontaktstelle
18 wird durch den beim Abheben des beweglichen Kontaktstückes 17 vom festen Kontaktstück
19 entstehenden Schaltlichtbogen, der in die Lichtbogenlöscheinrichtung 22 kommutiert,
der Nebenstrompfad 26 eingeschaltet. Hierdurch wird der Hauptstrompfad zwischen der
Zugangsklemme 20 und dem beweglichen Kontaktstück 17 stromlos, da der Strom vom Hauptstrompfad
12 auf den Nebenstrompfad 26 kommutiert und über die Lichtbogenlöscheinrichtung bzw.
die darin zwischen den Löschblechen 24 trennenden Einzellichtbögen mit dem festen
Kontaktstück 19 elektrisch leitend verbunden ist, welches an die Abgangsklemme 21
anschließt.
[0024] Mit der Einschaltung des Nebenstrompfades 26 sind demgemäß auch die im Hauptstrompfad
12 angeordneten Magnetauslöser 14 und thermischer Auslöser 16 stromlos, d. h. die
aufnehmbare Schaltleistung für den hier beschriebenen Kurzschlußfall wird durch die
Lichtbogenspannung bestimmt, die in der Strombegrenzungseinrichtung 28 sowie der Lichtbogenlöscheinrichtung
22 erzeugt wird.
[0025] Figur 2 zeigt ein elektrisches Schaltgerät 30, das einen Hauptstrompfad 32 mit einem
Magnetauslöser 34, einem thermischen Auslöser 36 und einer Hauptkontaktstelle 38 aufweist.
Der Hauptstrompfad 32 geht aus von einer Zugangsklemme 40 und führt zu einer Abgangsklemme
41. Im Unterschied zu der in Figur 1 gezeigten Anordnung schließt bei dem in Figur
2 gezeigten elektrischen Schaltgerät 30 die Zugangsklemme 40 unmittelbar an die Hauptkontaktstelle
38 an, welche ebenfalls ein bewegliches Kontaktstück 37 und ein festes Kontaktstück
39 besitzt. Das feste Kontaktstück 39 ist jedoch im Unterschied der aus Figur 1 bekannten
Anordnung nicht galvanisch leitend mit einer zugeordneten Lichtbogenlöscheinrichtung
42 verbunden sondern einer hierzu gehörigen Lichtbogenleitschiene 43 lediglich benachbart,
so daß ein beim Öffnen der Hauptkontaktstelle 38 zwischen dem abhebenden beweglichen
Kontaktstück 37 und dem festen Kontaktstück 39 entstehender Schaltlichtbogen zunächst
auf die Lichtbogenleitschiene 43 kommutiert und von dort in die aus einzelnen Lichtbogenlöschblechen
44 gebildete Lichtbogenlöscheinrichtung 42. Die der ersten Lichtbogenleitschiene 43
gegenüberliegende Seite ist von einer zweiten Lichtbogenleitschiene 45 begrenzt, die
Teil eines Nebenstromprades 46 ist, der ebenfalls von der Zugangsklemme 40 abgeht
und hierbei einen ersten Zweig 461 bildet. Ein zweiter Zweig 462 des Nebenstrompfades
46, der eine Strombegrenzungseinrichtung 48 aufweist und mit der Abgangsklemme 41
verbunden ist, schließt an die erste Lichtbogenleitschiene 43 an und bildet so über
die Lichtbogenlöscheinrichtung 42 einen Strompfad, der im ungestörten bestimmungsgemäßen
Betrieb stromlos ist.
[0026] Erst im zuvor erläuterten Auslösefall, wenn beispielsweise ein Kurzschlußstrom zur
Öffnung der Hauptkontaktstelle 38 führt, wird durch den dabei verursachten Schaltlichtbogen,
der in die Lichtbogenlöscheinrichtung 42 kommutiert, der Nebenstrompfad 46 eingeschaltet,
so daß der Strom von dem Hauptstrompfad 32 auf den Nebenstrompfad 46 kommutiert und
die Auslöseglieder 34, 36 im Hauptstrompfad 32 stromlos sind.
[0027] Auch mit dieser beispielhaft gezeigten Schaltungsanordnung wird die Verlustleistung
des Schalters im Nennbetrieb gering gehalten und trotzdem wird im Kurzschlußfall ein
hohes Schaltvermögen erreicht.
[0028] In Figur 3 ist ein Schaltgerät 50 gezeigt, das einen Hauptstrompfad 52 mit einem
Magnetauslöser 54 und einem thermischen Auslöser 56 aufweist. Der Magnetauslöser 54
wie auch der thermische Auslöser 56 stehen in Wirkverbindung mit einer ebenfalls im
Hauptstrompfad 52 angeordneten aber nachgeschalteten Hauptkontaktstelle 58, die als
Doppelkontaktstelle mit einer ersten Hauptkontaktstelle 581 und einer zweiten Hauptkontaktstelle
582 ausgerüstet ist. Auch hier führt der Hauptstrompfad 52 von einer Zugangsklemme
60 zu einer Abgangsklemme 61.
[0029] Die beiden zur Hauptkontaktstelle 58 gehörigen Kontaktstellen 581, 582 arbeiten jeweils
mit einer Lichtbogenlöscheinrichtung 621, 622 zusammen, die aus einzelnen Lichtbogenlöschblechen
64 gebildet sind, welche jeweils von oberen Lichtbogenleitschienen 631, 632 und unteren
Lichtbogenleitschienen 651, 652 begrenzt sind. Die oberen Lichtbogenleitschienen 631,
632 sind mit jeweils mit einem festen Kontaktstück 591, 592 der zugeordneten Hauptkontaktstellen
581, 582 leitend verbunden, die ihrerseits wiederum über einen Verbindungsleiter 523
miteinander in Reihe geschaltet sind.
[0030] Die unteren Lichtbogenleitschienen 651, 652 gehören jeweils zu einem Nebenstrompfad
66, der aus einem ersten Abschnitt 661 und einem zweiten Abschnitt 662 gebildet ist.
Im ersten Abschnitt 661 des Nebenstrompfades 66, der von der Zugangsklemme 60 abgeht,
befindet sich eine Strombegrenzungseinrichtung 68, die ebenfalls als dynamisch öffnende
Kontaktanordnung vorgesehen ist. Von der Strombegrenzungseinrichtung 68 führt der
Nebenstrompfad 66 direkt zur unteren Lichtbogenleitschiene 651 der Lichtbogenlöscheinrichtung
621 der ersten Hauptkontaktstelle 581. Die zweite untere Lichtbogenleitschiene 652,
die zur Lichtbogenlöscheinrichtung 622 der zweiten Hauptkontaktstelle 582 gehört,
ist mit dem zweiten Abschnitt 662 des Nebenstrompfades 66 verbunden, der zur Abgangsklemme
61 führt. Zur elektrischen Isolierung der beiden Lichtbogenlöscheinrichtungen 621
und 622 dient eine Isoliertrennwand 583, die die beiden Löschblechpakete 64 gegeneinander
abtrennt.
[0031] Im Kurzschlußfall, wenn die Hauptkontaktstelle 58 durch Ansprechen des Magnetauslösers
54 geöffnet ist, kommutiert der zwischen dem beweglichen Kontaktstück 571 der ersten
Hauptkontaktstelle 581 und deren festen Kontaktstück 591 gezündete Lichtbogen in die
zugeordnete Lichtbogenlöscheinrichtung 621, wodurch der Strom, von der Zugangsklemme
60 ausgehend, in den Nebenstrompfad 66 kommutiert. Über den Verbindungsleiter 523
ist die Lichtbogenlöscheinrichtung 621 der ersten Hauptkontaktstelle 581 mit der Lichtbogenlöscheinrichtung
622 der zweiten Hauptkontaktstelle 582 verbunden, wobei auch hier der beim Öffnen
der zweiten Hauptkontaktstelle 582 gezündete Schaltlichtbogen vom abhebenden beweglichen
Kontaktstück 572 in die Lichtbogenlöscheinrichtung 622 kommutiert. Auf diese Weise
ist der Nebenstrompfad 66 mit seinen beiden Teilabschnitten 661, 662 stromführend,
während der Hauptstrompfad 52 mit seinen beiden Teilabschnitten 521, 522 stromlos
ist.
[0032] Auch hier gilt wiederum wie bei den zuvor erläuterten Beispielen, daß die Verlustleistung
so durch die gezeigte Schaltungsanordnung im Nennbetrieb gering ist aber trotzdem
im Kurzschlußfall ein hohes Schaltvermögen erreicht wird.
[0033] In Figur 4 ist ein Schaltgerät 70 gezeigt, das einen Hauptstrompfad 72, bestehend
aus den Teilabschnitten 721 bzw. 722, mit einem Magnetauslöser 74 und einem thermischen
Auslöser 76 aufweist. Der Magnetauslöser 74 wie auch der thermische Auslöser 76 stehen
in Wirkverbindung mit einer ebenfalls im Hauptstrompfad 72 angeordneten Hauptkontaktstelle
78, die als Doppelkontaktstelle mit einer ersten Hauptkontaktstelle 781 und einer
zweiten Hauptkontaktstelle 782 ausgerüstet ist. Auch hier führt der Hauptstrompfad
72 von einer Zugangsklemme 80 zu einer Abgangsklemme 81.
[0034] Die beiden zur Hauptkontaktstelle 78 gehörigen Kontaktstellen 781, 782 arbeiten jeweils
mit einer Lichtbogenlöscheinrichtung 821, 822 zusammen, die aus einzelnen Lichtbogenlöschblechen
84 gebildet sind, welche jeweils von oberen Lichtbogenleitschienen 831, 832 und unteren
Lichtbogenleitschienen 851, 852 begrenzt sind. Die oberen Lichtbogenleitschienen 831,
832 sind über die Teilabschnitte 863 und 864 des Nebenstrompfades 86, sowie die Strombegrenzungseinrichtung
88 leitend verbunden. Die unteren Leitschienen 851, 852 sind über die Teilabschnitte
861 und 862 des Nebenstrompfades 86 mit der Zugangsklemme 80 bzw. dem Teilabschnitt
722 des Hauptstrompfades verbunden. Die Verbindung der Teilabschnitte 721 und 722
wird über die bewegliche Kontaktbrücke 77 hergestellt, deren Teilabschnitte 771, 772
mit den Festkontaktstücken 791 bzw. 792 in Verbindung stehen.
[0035] Zur elektrischen Isolierung der beiden Lichtbogenlöscheinrichtunge 821 und 822 dient
eine Isoliertrennwand 783, die die beiden Löschblechpakete 84 gegeneinander abtrennt.
[0036] Im Kurzschlußfall, wenn die Hauptkontaktstelle 78 durch Ansprechen des Magnetauslösers
74 geöffnet wird, kommutiert der zwischen dem Teilstück 771 der beweglichen Kontaktbrücke
77 und dem festen Kontaktstück 791 entstehende Lichtbogen in die zugeordnete Lichtbogenlöscheinrichtung
821, wodurch der Strom, von der Zugangsklemme 80 ausgehend, in den Teilabschnitt 861
des Nebenstrompfades 86 kommutiert. Über die Teilabschnitte 863, 864 sowie über die
Strombegrenzungseinrichtung 88 ist die Verbindung zur Lichtbogenlöscheinrichtung 822
hergestellt, in die der beim Abheben des Teilstückes 772 der Kontaktbrücke 77 vom
Festkontakt 792 entstehende Lichtbogen kommutiert.
[0037] Somit ist der Nebenstrompfad 86 mit seinen Teilabschnitten 861, 862, 863, 864 sowie
der Teilabschnitt 722 des Hauptstrompfades 72 stromführend, während der Teilabschnitt
721 stromlos ist.
[0038] Die in Figur 5 dargestellte Kontaktanordnung 28 entspricht der in Figur als "black
box" gezeigten Strombegrenzungseinrichtung 28. Sie besitzt zugangsseitig eine elektrische
Anschlußvorrichtung 90, an die sich eine elektrisch leitende Haltevorrichtung 92 angliedert,
welche als Lagerstützpunkt für eine Achse 94 dient. Auf dieser Achse 94 ist ein beweglicher
Kontakt96 gelagert, wobei die elektrische Verbindung zur Haltevorrichtung 92 über
eine Litze 96 erfolgt. Der bewegliche Kontakt 96 bildet mit einem Festkontakt 97,
der sich auf einem Leiterstück 100 zwischen seinen Teilabschnitten 101 und 102 befindet,
eine elektrische Verbindung, wobei die Kontaktkraft durch eine Feder 104 erzeugt wird.
Das Teilstück 101 des Leiters 100 verläuft parallel und in geringem Abstand zum beweglichen
Kontakt 96, so daß es zu einem elektrodynamischen Abstoßen des beweglichen Kontaktes
96 kommt, sobald die Haltekraft der Feder 104 bei einem bestimmten Strom überschritten
wird.
[0039] Der Teilabschnitt 102 des Leiters 100 bildet die Leitschiene für eine Lichtbogenlöschkammer
110, die aus den Löschblechen 112 aufgebaut ist. Abgangsseitig befindet sich an dem
Leiter 100 die elektrische Anschlußvorrichtung 106.
[0040] Der beim Abheben des beweglichen Kontaktes 96 vom Festkontakt 97 entstehende Lichtbogen
läuft in die aus ca. 5 bis 6 Löschblechen bestehende Lichtbogenlöschkammer 110 ein.
Die hier erzeugte Lichtbogenspannung unterstützt die Kurzschlußstrombegrenzung der
in Figur 1 bis 4 dargestellten Lichtbogenlöschkammern (22, 42, 621, 622, 821, 822).
Sinkt die abstoßende Kraft aufgrund des fallenden Stromes unter die Federkraft, fällt
der bewegliche Kontakt 96 wieder zu.
1. Elektrisches Schaltgerät (10, 30, 50, 70), insbesondere Selbstschalter wie Leitungsschutzschalter
oder Motorschutzschalter, mit einem Hauptstrompfad (12, 32, 52, 72) zwischen einer
Zugangsklemme (20, 40, 60, 80) und einer Abgangsklemme (21, 41, 61, 81), mit wenigstens
einer Hauptkontaktstelle (18, 38, 58, 78) im Hauptstrompfad (12, 32, 52, 72), die
von einem Magnetauslöser (14, 34, 54, 75) und/oder Thermoauslöser (16, 36, 56, 76)
beaufschlagbar ist und mit einer Lichtbogenlöscheinrichtung (22, 42, 62, 82) zusammenarbeitet,
sowie mit einem zum Hauptstrompfad (12, 32, 52, 72) parallel angeordnetem Nebenstrompfad
(26, 46, 66, 86) mit einer Strombegrenzungseinrichtung (28, 48, 68, 88), der einen
Teil des Hauptstrompfad (12, 32, 52, 72) zwischen der Zugangsklemme (20, 40, 60, 80)
und der Abgangsklemme (21, 41, 61, 81) überbrückt, dadurch gekennzeichnet, daß der Nebenstrompfad (26, 46, 66, 86) über die Lichtbogenlöscheinrichtung (22,
42, 62, 82) mit dem Hauptstrompfad (12, 32, 52, 72) verbunden ist und im ungestörten
Betrieb stromlos ist und daß ein Schaltlichtbogen der geöffneten Hauptkontaktstelle
(18, 38, 58, 78), der in die Lichtbogenlöscheinrichtung (22, 42, 62, 82) kommutiert,
den Nebenstrompfad (26, 46, 66, 86) einschaltet.
2. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nebenstrompfad
(26, 46, 66, 86) niederohmig ausgelegt ist gegenüber dem Hauptstrompfad (12, 32, 52,
72).
3. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische
Innenwiderstand des Nebenstrompfades (26, 46, 66, 86) höchstens 1/10 des Widerstandes
des Hauptstrompfades (12, 32, 52, 72) beträgt.
4. Elektrisches Schaltgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strombegrenzungseinrichtung (28, 48, 68, 88) im Nebenstrompfad (26, 46, 66)
als Unterbrechungsstelle mit einer bei Stromdurchfluß dynamisch öffnenden Kontaktanordnung
ausgebildet ist, deren Schaltlichtbogen eine Strombegrenzung hervorruft.
5. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Strombegrenzungseinrichtung
(28) im Nebenstrompfad (26) zwischen der Zugangsklemme (28) und der Lichtbogenlöscheinrichtung
(22) angeordnet ist.
6. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Strombegrenzungseinrichtung
(28) mit einer Lichtbogenleitschiene (25) verbunden ist, die zur Lichtbogenlöscheinrichtung
(22) gehört und einer mit dem festen Kontaktstück (19) der Hauptkontaktstelle (18)
verbundenen ersten Lichtbogenleitschiene (23) gegenüberliegt.
7. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Strombegrenzungseinrichtung
(48) zwischen der mit ihr in Reihe geschalteten Lichtbogenlöscheinrichtung (42) und
der Abgangsklemme (41) im Nebenstrompfad (46) angeordnet ist.
8. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Strombegrenzungseinrichtung
(48) mit einer oberen Lichtbogenleitschiene (43) der Lichtbogenlöscheinrichtung (42)
verbunden ist, auf welche ein von der Hauptkontaktstelle (38) herrührender Schaltlichtbogen
kommutiert, und über in der Lichtbogenlöscheinrichtung (42) brennende Einzellichtbögen
verbunden ist mit einer unteren Lichtbogenleitschiene (45), die ihrerseits mit der
Zugangsklemme (40) verbunden ist.
9. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die im Hauptstrompfad
(52) angeordnete Hauptkontaktstell (58) als Doppelkontaktstelle ausgebildet ist mit
zwei voneinander getrennten Lichtbogenlöscheinrichtungen (621, 622), über welche eine
Verbindung mit dem eine Strombegrenzungseinrichtung (68) aufweisenden Nebenstrompfad
(66) herstellbar ist.
10. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Strombegrenzungseinrichtung
(68) in einem ersten Teilabschnitt (661) des Nebenstrompfades (66) angeordnet ist,
der von der Zugangsklemme (60) zur Lichtbogenlöscheinrichtung (621) der ersten Kontaktstelle
(581) der Hauptkontaktstelle (58) geführt ist, wobei zur Verbindung mit der zweiten
Kontaktstelle (582) der Hauptkontaktstelle (58) ein Verbindungsleiter (523) vorgesehen
ist, der sowohl die Festkontaktstücke (591, 592) der beiden Kontaktstelle (581, 582)
der Hauptkontaktstelle (58) als auch die damit verbundenen oberen Leitschienen (631,
632) der zugeordneten Lichtbogenlöscheinrichtungen (621, 622) verbindet und daß ein
zweiter Teilabschnitt (662) des Nebenstrompfades (66) mit der unteren Lichtbogenleitschiene
(652) der der zweiten Kontaktstelle (582) zugeordneten Lichtbogenlöscheinrichtung
(622) verbunden ist.
11. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die im Hauptstrompfad
(72) angeordnete Hauptkontaktstelle (78) als Doppelkontaktstelle ausgebildet ist mit
zwei voneinander getrennten Lichtbogenlöscheinrichtungen (821, 822), die über die
Teilabschnitte (863, 864) des Nebenstrompfades (86) und die Strombegrenzungseinrichtung
(88) leitend verbunden sind.
12. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Strombegrenzungseinrichtung
(88) sich im Nebenstompfad (86) befindet, dessen erster Teilabschnitt (861) die Zugangsklemme
(80) mit der unteren Leitschiene (851) der der ersten Kontaktstelle (781) zugeordneten
Lichtbogenlöscheinrichtung (821) verbindet, daß die Verbindung ihrer oberen Leitschiene
(831) mit der oberen Leitschiene (832) der der zweiten Kontaktstelle (782) zugeordneten
Lichtbogenlöscheinrichtung (822) über die Teilabschnitte (863, 864) des Nebenstrompfades
(86) sowie über die Strombegrenzungseinrichtung (88) vorgesehen ist und daß ein zweiter
Teilabschnitt (862) des Nebenstrompfades (86) mit der unteren Lichtbogenleitschiene
(852) der der zweiten Kontaktstelle (782) zugeordneten Lichtbogenlöscheinrichtung
(822) verbunden ist.
13. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
der Hauptkontaktstelle (58, 78) zugeordneten Lichtbogenlöscheinrichtungen (621, 622,
821, 822) durch eine Isoliertrennwand (583, 783) gegeneinander isoliert sind.
14. Elektrisches Schaltgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strombegrenzungseinrichtung (28, 48, 78, 98) als lichtbogenfeste Kontaktanordnung
ausgebildet ist, deren bewegliches Kontaktstück (96) gegen die Kraft einer Schließfeder
(104) beim Stromdurchfluß entsprechender Stärke dynamisch öffnet, wobei der entstehende
Lichtbogen in eine zugeordnete Lichtbogenlöschkammer (110) einläuft.
15. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das feste Kontaktstück
(97) der Strombegrenzungseinrichtung (28) von einer Leiterschleife (100) gebildet
ist, die zumindest teilweise parallel zum beweglichen Kontaktstück (96) geführt ist.
1. Electrical switching device (10, 30, 50, 70), especially an automatic circuit breaker
such as a line protective circuit breaker or motor protective circuit breaker, having
a main current path (12, 32, 52, 72) between a feed terminal (20, 40, 60, 80) and
an outlet terminal (21, 41, 61, 81), having at least one main contact point (18, 38,
58, 78) in the main current path (12, 32, 52, 72), which main contact point (18, 38,
58, 78) can be acted on by a magnetic release (14, 34, 54, 75) and/or a thermal release
(16, 36, 56, 76) and which interacts with an arc extinguishing device (22, 42, 62,
82), and having an auxiliary current path (26, 46, 66, 86) which is arranged in parallel
with the main current path (12, 32, 52, 72), has a current limiting device (28, 48,
68, 88) and bridges over part of the main current path (12, 32, 52, 72) between the
feed terminal (20, 40, 60, 80) and the outlet terminal (21, 41, 61, 81), characterized
in that the auxiliary current path (26, 46, 66, 86) is connected to the main current
path (12, 32, 52, 72) via the arc extinguishing device (22, 42, 62, 82) and carries
no current in fault-free operation, and in that a switching arc at the open main contact
point (18, 38, 58, 78), which arc commutates into the arc extinguishing device (22,
42, 62, 82), switches on the auxiliary current path (26, 46, 66, 86).
2. Electrical switching device according to Claim 1, characterized in that the auxiliary
current path (26, 46, 66, 86) is designed to have a lower impedance than the main
current path (12, 32, 52, 72).
3. Electrical switching device according to Claim 2, characterized in that the electrical
internal impedance of the auxiliary current path (26, 46, 66, 86) is at most 1/10
of the impedance of the main current path (12, 32, 52, 72).
4. Electrical switching device according to one of the preceding claims, characterized
in that the current limiting device (28, 48, 68, 88) in the auxiliary current path
(26, 46, 66) is constructed as an interruption point having a contact arrangement
which opens dynamically when a current flows through and whose switching arc causes
current limiting.
5. Electrical switching device according to Claim 4, characterized in that the current
limiting device (28) in the auxiliary current path (26) is arranged between the feed
terminal (28) and the arc extinguishing device (22).
6. Electrical switching device according to Claim 5, characterized in that the current
limiting device (28) is connected to an arc guide rail (25) which belongs to the arc
extinguishing device (22) and is opposite a first arc guide rail (23) which is connected
to the fixed contact piece (19) of the main contact point (18).
7. Electrical switching device according to Claim 4, characterized in that the current
limiting device (48) is arranged in the auxiliary current path (46), between the arc
extinguishing device (42), which is connected in series with it, and the outlet terminal
(41).
8. Electrical switching device according to Claim 7, characterized in that the current
limiting device (48) is connected to an upper arc guide rail (43) of the arc extinguishing
device (42), onto which a switching arc, which emanates from the main contact point
(38), commutates, and is connected via individual arcs, which burn in the arc extinguishing
device (42), to a lower arc guide rail (45) which, for its part, is connected to the
feed terminal (40).
9. Electrical switching device according to Claim 4, characterized in that the main contact
point (58), which is arranged in the main current path (52), is constructed as a double
contact point with two mutually separate arc extinguishing devices (621, 622) via
which a connection can be produced to the auxiliary current path (66), which has a
current limiting device (68).
10. Electrical switching device according to Claim 9, characterized in that the current
limiting device (68) is arranged in a first sub-section (661) of the auxiliary current
path (66), which sub-section (661) is passed from the feed terminal (60) to the arc
extinguishing device (621) of the first contact point (581) of the main contact point
(58), a connector conductor (523) being provided for connection to the second contact
point (582) of the main contact point (58), which connector conductor (523) connects
both the fixed contact pieces (591, 592) of the two contact point [sic] (581, 582)
of the main contact point (58) and the upper guide rails (631, 632), which are connected
thereto, of the associated arc extinguishing devices (621, 622), and in that a second
sub-section (662) of the auxiliary current path (66) is connected to the lower arc
guide rail (652) of the arc extinguishing device (622) which is assigned to the second
contact point (582).
11. Electrical switching device according to Claim 4, characterized in that the main contact
point (78), which is arranged in the main current path (72) is constructed as a double
contact point having two mutually separate arc extinguishing devices (821, 822), which
are conductively connected via the sub-sections (863, 864) of the auxiliary current
path (86) and the current limiting device (88).
12. Electrical switching device according to Claim 11, characterized in that the current
limiting device (88) is located in the auxiliary current path (86), whose first sub-section
(861) connects the feed terminal (80) to the lower guide rail (851) of the arc extinguishing
device (821) which is assigned to the first contact point (781), in that the connection
of its upper guide rail (831) to the upper guide rail (832) of the arc extinguishing
device (822) which is assigned to the second contact point (782) is provided via the
sub-sections (863, 864) of the auxiliary current path (86) and via the current limiting
device (88), and in that a second subsection (862) of the auxiliary current path (86)
is connected to the lower arc guide rail (852) of the arc extinguishing device (822)
which is assigned to the second contact point (782).
13. Electrical switching device according to Claim 9 or 10, characterized in that the
arc extinguishing devices (621, 622, 821, 822) which are assigned to the main contact
point (58, 78) are insulated from one another by means of an insulating partition
wall (583, 783).
14. Electrical switching device according to one of the preceding claims, characterized
in that the current limiting device (28, 48, 78, 98) is constructed as an arc-resistant
contact arrangement whose moving contact piece (96) opens dynamically against the
force of a closing spring (104) in the event of a current flow of suitable strength,
the arc which is produced running into an associated arc extinguishing chamber (110).
15. Electrical switching device according to Claim 14, characterized in that the fixed
contact piece (97) of the current limiting device (28) is formed by a conductor loop
(100) which is guided at least partially parallel to the moving contact piece (96).
1. Appareil de commutation électrique (10, 30, 50, 70), en particulier interrupteur automatique
tel que disjoncteur de protection de ligne ou disjoncteur de protection de moteur,
comprenant un trajet de courant principal (12, 32, 52, 72) entre une borne d'arrivée
(20, 40, 60, 80) et une borne de départ (21, 41, 61, 81), au moins un emplacement
de contact principal (18, 38, 58, 78) qui est disposé dans le trajet de courant principal
(12, 32, 52, 72), sur lequel agit un déclencheur magnétique (14, 34, 54, 74) et/ou
un déclencheur thermique (16, 36, 56, 76) et qui coopère avec un dispositif d'extinction
d'arc électrique (22, 42, 62, 82), ainsi qu'un trajet de courant auxiliaire (26, 46,
66, 86) disposé en parallèle avec le trajet de courant principal (12, 32, 52, 72)
et comportant un dispositif de limitation de courant (28, 48, 68, 88) qui shunte une
partie du trajet de courant principal (12, 32, 52, 72) entre la borne d'arrivée (20,
40, 60, 80) et la borne de départ (21, 41, 61, 81), caractérisé par le fait que le
trajet de courant auxiliaire (26, 46, 66, 86) est relié au trajet de courant principal
(12, 32, 52, 72) en passant par le dispositif d'extinction d'arc (22, 42, 62, 82)
et n'est pas traversé par le courant en l'absence de perturbations et qu'un arc de
coupure de l'emplacement de contact principal (18, 38, 58, 78) ouvert, qui commute
dans le dispositif d'extinction d'arc (22, 42, 62, 82), met en circuit le trajet de
courant auxiliaire (26, 46, 66, 86).
2. Appareil de commutation électrique suivant revendication 1, caractérisé par le fait
que le trajet de courant auxiliaire (26, 46, 66, 86) est dimensionné avec une faible
résistance ohmique par rapport au trajet de courant principal (12, 32, 52, 72).
3. Appareil de commutation électrique suivant revendication 2, caractérisé par le fait
que la résistance électrique interne du trajet de courant auxiliaire (26, 46, 66,
86) s'élève au plus à 1/10ème de la résistance du trajet de courant principal (12,
32, 52, 72).
4. Appareil de commutation électrique suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que le dispositif de limitation de courant (28, 48, 68, 88) dans le trajet
de courant auxiliaire (26, 46, 66, 86) est réalisé sous forme d'emplacement d'interruption
avec un agencement de contact qui ouvre dynamiquement en cas de passage de courant
et dont l'arc de coupure provoque une limitation de courant.
5. Appareil de commutation électrique suivant revendication 4, caractérisé par le fait
que le dispositif de limitation de courant (28) dans le trajet de courant auxiliaire
(26) est disposé entre la borne d'arrivée (28) et le dispositif d'extinction d'arc
(22).
6. Appareil de commutation électrique suivant revendication 5, caractérisé par le fait
que le dispositif de limitation de courant (28) est relié à une corne de guidage d'arc
(25) qui fait partie du dispositif d'extinction d'arc (22) et se trouve à l'opposé
d'une première corne de guidage d'arc (23) reliée à la pièce de contact fixe (19)
de l'emplacement de contact principal (18).
7. Appareil de commutation électrique suivant revendication 4, caractérisé par le fait
que le dispositif de limitation de courant (48) est disposé entre le dispositif d'extinction
d'arc (42) monté en série avec lui, et la borne de départ (41) dans le trajet de courant
auxiliaire (46).
8. Appareil de commutation électrique suivant revendication 7, caractérisé par le fait
que le dispositif de limitation de courant (48) est relié à une borne de guidage d'arc
supérieure (43) du dispositif d'extinction d'arc (42), sur laquelle commute un arc
de coupure provenant de l'emplacement de contact principal (38), et est relié par
des arcs individuels engendrés dans le dispositif d'extinction d'arc (42) à une corne
de guidage d'arc inférieure (45) qui est à son tour reliée à la borne d'arrivée (40).
9. Appareil de commutation électrique suivant revendication 4, caractérisé par le fait
que l'emplacement de contact principal (58) disposé dans le trajet de courant principal
(52) est réalisé sous forme d'emplacement de contact double avec deux dispositifs
d'extinction d'arc (621, 622) séparés l'un de l'autre, par lesquels une liaison peut
être établie avec le trajet de courant auxiliaire (66) présentant un dispositif de
limitation de courant (68).
10. Appareil de commutation électrique suivant revendication 9, caractérisé par le fait
que le dispositif de limitation de courant (68) est disposé dans un premier tronçon
partiel (661) du trajet de courant auxiliaire (66), lequel tronçon passe de la borne
d'arrivée (60) au dispositif d'extinction d'arc (621) du premier emplacement de contact
(581) de l'emplacement de contact principal (58), la liaison avec le deuxième emplacement
de contact (582) de l'emplacement de contact principal (58) étant établie par un conducteur
de liaison (523) qui relie entre elles aussi bien les pièces de contact fixes (591,
592) des deux emplacements de contact (581, 582) de l'emplacement de contact principal
(58) que les cornes de guidage supérieures (631, 632) faisant partie des dispositifs
d'extinction d'arc (621, 622) associés et reliées à ces pièces de contact, et qu'un
deuxième tronçon partiel (662) du trajet de courant auxiliaire (66) est relié à la
corne de guidage d'arc (652) inférieure du dispositif d'extinction d'arc (622) associé
au deuxième emplacement de contact (582).
11. Appareil de commutation électrique suivant revendication 4, caractérisé par le fait
que l'emplacement de contact principal (78) disposé dans le trajet de courant principal
(72) est réalisé sous forme d'emplacement de contact double avec deux dispositifs
d'extinction d'arc (821, 822) séparés l'un de l'autre et reliés entre eux de façon
conductrice par les tronçons partiels (863, 864) du trajet de courant auxiliaire (86)
et le dispositif de limitation de courant (88).
12. Appareil de commutation électrique suivant revendication 11, caractérisé par le fait
que le dispositif de limitation de courant (88) se trouve dans le trajet de courant
auxiliaire (86) dont le premier tronçon partiel (861) relie la borne d'arrivée (80)
à la corne de guidage inférieure (851) du dispositif d'extinction d'arc (821) associé
au premier emplacement de contact (781), que la liaison de sa corne de guidage d'arc
supérieure (831) à la corne de guidage supérieure (832) du dispositif d'extinction
d'arc (822) associé au deuxième emplacement de contact (782) est établie par les tronçons
partiels (863, 864) du trajet de courant auxiliaire (86) ainsi que par le dispositif
de limitation de courant (88) et qu'un deuxième tronçon partiel (862) du trajet de
courant auxiliaire (86) est relié à la corne de guidage d'arc inférieure (852) du
dispositif d'extinction d'arc (822) associé au deuxième emplacement de contact (782).
13. Appareil de commutation électrique suivant revendication 9 ou 10, caractérisé par
le fait que les dispositifs d'extinction d'arc (621, 622, 821, 822) associés à l'emplacement
de contact principal (58, 78) sont isolés l'un par rapport à l'autre par une cloison
isolante (583, 783).
14. Appareil de commutation électrique suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que le dispositif de limitation de courant (28, 48, 78, 98) est réalisé
sous forme d'agencement de contact résistant aux arcs électriques, dont la pièce de
contact mobile (96) ouvre dynamiquement à l'encontre de la force d'un ressort de fermeture
(104) lors du passage d'un courant d'intensité approprié, l'arc résultant pénétrant
dans une chambre d'extinction d'arc (110) associée.
15. Appareil de commutation électrique suivant revendication 14, caractérisé par le fait
que la pièce de contact fixe (97) du dispositif de limitation de courant (28) est
formée par une boucle de conducteur (100) qui s'étend au moins partiellement parallèlement
à la pièce de contact mobile (96).