Stand der Technik
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Die Greifbehälter lassen sich mit Schüttgut oder mit Hilfe spezieller Einsätze mit
lageorientierten Montageteilen füllen. Sie werden am manuellen Arbeitsplatz an der
Haltevorrichtung angebracht und stellen dort die Montageteile in dem für den Mitarbeiter
günstigsten Griffbereich bereit. Die dem Greifbehälter vorgelagerte Greifzunge erleichtert
das Greifen insbesondere von Kleinteilen, welche der Mitarbeiter auf der Greifzunge
sicherer erfassen und von dieser abstreifen kann. Bei einer bekannten Ausführung der
gattungsmäßigen Art (DE 26 30 681 A1) ist die Greifzunge über ihre gesamte Länge
schräg zum Boden des Greifbehälters gestellt, der an der am Montagearbeitsplatz vorgesehenen
Haltevorrichtung als ganzes schräg ausgerichtetet ist, so daß die im Greifbehälter
enthaltenen Kleinteile unter dem Einfluß der Schwerkraft auf die Greifzunge rutschen.
Beim Transport der Greifbehälter bildet die Greifzunge einen Seitenrand begrenzter
Höhe, die ein Herausfallen von eingelagerten Kleinteilen verhindert. Nachteilig bei
dieser Ausführung ist, daß die Greifzunge einstückig an den Greifbehälter angeformt
ist, wodurch ein Stapeln der Greifbehälter in einem größeren Magazinbehälter erschwert
ist beziehungsweise für einen Greifbehälter ein größerer Stapelraum benötigt wird,
als es dem Speichervolumen des Greifbehälters entspricht.
Vorteile der Erfindung
[0002] Die erfindungsgemäße Ausbildung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß der für einen Greifbehälter benötigte Stapel- bzw.
Transportraum nur unwesentlich größer als sein Speichervolumen ist und daß sich mehrere
Greifbehälter in einen größeren Magazinbehälter raumfüllend und sich gegenseitig
gegen Verschieben sichernd einsetzen lassen.
[0003] Durch die in den Unteransprüchen enthaltenen Merkmale sind vorteilhafte Weiterbildungen
der Anordnung nach dem Hauptanspruch möglich.
[0004] Die Greifzunge kann beispielsweise ein an den Greifbehälter angelenktes Teil sein,
das bei Nichtgebrauch gegen die vordere Behälterwand schwenkbar ist und gegebenenfalls
in der verschwenkten Stellung auch eine Vorderwand des Greifbehälters bildet, die
etwa gleich hoch wie dessen Seitenwände ist.
[0005] Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Greifzunge einstückig an einem Aufnahmebehälter
für den Greifbehälter angeformt ist, der vorzugsweise mit eigenen Mitteln zum lösbaren
Anbringen an einer am Montagearbeitsplatz vorgesehenen Haltevorrichtung versehen ist.
Der Aufnahmebehälter kann in diesem Fall ständig am Montagearbeitsplatz verbleiben
und darüberhinaus auch so ausgebildet sein, daß er für Greifbehälter unterschiedlicher
Typen und Größen verwendbar ist. Der Aufnahmebehälter kann gegebenenfalls auch selbst
als Greifbehälter für eingelagerte Teile dienen.
[0006] Eine konsequente Trennung von Transport- und Lagerfunktion ergibt sich, wenn der
Greifbehälter auf der Zugriffseite mit einer Vorderwand versehen ist, die derart
nach außen schräg ansteigend angeordnet ist und derart ausgerundet in den Boden des
Greifbehälters übergeht, daß eingelagerte Kleinteile leicht aus dem Greifbehälter
über die Vorderwand herausstreifbar sind, beim Transport des gefüllten Greifbehälters
jedoch nicht aus diesem herausfallen können. Bei am Montagearbeitsplatz angebrachtem
Greifbehälter wird jeweils eine Teilmenge der eingelagerten Kleinteile über die schräge
Vorderwand auf die Greifzunge überführt, wo sie leicht zwischen den Fingern greifbar
und abstreifbar sind.
[0007] Zur weiteren Verbesserung des Ergreifens der Kleinteile sowie der Verhinderung des
Haftens verschmutzter Kleinteile am Behälterboden wird vorgeschlagen, daß der Behälterboden
mit Abstreifrillen versehen ist, die sich vorzugsweise bis in die Ausrundung am Übergang
zur schräg ansteigenden Vorderwand hinein erstrecken.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, die an einem Greifbehälter vorgesehenen
Mittel zum lagerorientierten Stapeln mehrerer Behälter gemäß den Merkmalen der Ansprüche
12 und 13 auszubilden. Durch die Möglichkeit, Greifbehälter und Greifschale auch
versetzt zueinander lagerorientiert und -fixiert stapeln zu können, ist erreicht,
daß die Greifbehälter bzw. -schalen auch am Montagearbeitsplatz unmittelbar übereinander
gestapelt angebracht sein können, ohne daß der Zugriff zu den jeweils untenliegenden
Behältern beeinträchtigt wird.
[0009] Bei Ausbildung des Greifbehälters gemäß den Ansprüchen 16 - 18 läßt sich ein Informationsträger
leicht und gegebenenfalls auch durch ein Handhabungsgerät am Greifbehälter anbringen
und von diesem wieder entfernen.
[0010] Das Ausheben von in einem größeren Behältnis bzw. Magazinbehälter eingesetzten Greifbehältern
und Greifschalen wird durch die Merkmale der Ansprüche 26 - 28 erleichtert.
[0011] Ein vollständiges und einheitliches Behältersystem, mit welchem Kommissionier-,
Lager-, Transport- und Bereitstellungsaufgaben in vielfältiger Weise ausführbar sind,
ergibt sich mit den Merkmalen des Anspruchs 31.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels hervor.
Zeichnung
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0014] Es zeigen
- Figur 1 einen Greifbehälter in perspektivischer Darstellung,
- Figur 2 einen Schnitt nach der Linie II, Figur 1,
- Figur 3 einen Aufnahmebhälter für den Greifbehälter nach Figur 1,
- Figur 4 den Greifbehälter nach Figur 1 und den Aufnahmebehälter nach Figur 3 im
zusammengesetzen Zustand, in einer gegenüber den Figuren 1 und 3 um 90° gedrehten
Lage
- Figur 5 eine Greifschale der Einrichtung nach dem Ausführungsbeispiel, ebenfalls
in perspektivischer Darstellung und in einem etwas größeren Maßstab,
- Figur 6 zwei versetzt zueinander gestapelte Greifbehälter nach Figur 1 und einen
zugehörigen Deckel,
- Figur 7 eine Haltevorrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel und
- Figur 8 ein einheitliches Behältersystem mit nach dem Ausführungsbeipiel ausgebildeten
Einzelbehältern.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0015] Ein Greifbehälter 10 hat einen Boden 11, der auf der Zugriffseite über einen ausgerundeten
Zwischenbereich 12 in eine schräg nach oben ansteigende Vorderwand 13 stufenlos übergeht,
die einen abgerundeten Bereich 14 hat, der an einer Stirnkante 15 endet. Der Greifbehälter
10 hat ferner zwei Seitenwände 16, 17 und eine Rückwand 18, die oben mit einem umlaufenden
Randflansch 19 versehen sind. Die Rückwand 18 geht ebenfalls über einen merklich ausgerundeten
Bereich 20 in den Boden 11 über, der mit parallelen Abstreifrillen 21 versehen ist.
Am Randflansch 19 sind ferner im Bereich der Rückwand 18 zwei Einhängelappen 22 im
Abstand zur Rückwand 18 angeformt und an deren unterem Bereich ist eine Stützleiste
23 vorgesehen. Das eine hintere Eck des Greifbehälters 10 ist abgeschrägt durch eine
Eckwand 24, in deren Bereich der Randflansch 19 mit einem durch Rillen gebildeten
Griffsymbol 25 versehen ist.
[0016] Im Bereich der Seitenwände 16, 17 ist der Randflansch 19 außen je mit einer nach
oben gerichteten Führungsleiste 28, 29 versehen, die sich von der vorderen Stirnkante
15 bis zum Beginn der Eckwand 24 bzw. bis zum Ende der Seitenwand 17 erstrecken. An
der Zugriffseite gehen die Führungsleisten 28, 29 in nach unten gerichtete versteifende
Randleisten 30 über, die am unteren Ende je mit einer Aussparung 31 versehen sind,
deren Höhe der Höhe der Führungsleisten 28 bzw. 29 und deren Tiefe der Breite der
Führungsleisten 28 bzw. 29 entspricht. Am unteren Längsrand sind die Seitenwände 16,
17 je mit zwei Führungnoppen 32 und 33 versehen, die so weit über die Seitenwand
16 bzw. 17 seitlich nach außen vorstehen, daß sie mit geringem Spiel zwischen die
Führungsleisten 28, 29 eines gleichgestalteten Greifbehälters 10 passen. An den Innenseiten
der Führungsleisten 28, 29 ist der Greifbehälter 10 je mit zwei Führungsnoppen 34,
35 versehen, deren senkrecht zu den Führungsleisten 28, 29 gemessene Breite der Breite
der unteren Führungsnoppen 32, 33 entspricht. Der freie Abstand a zwischen den beiden
oberen Führungsnoppen 34, 35 entspricht mit einem leichten Übermaß dem Abstand b,
den die beiden voneinander abgekehrten Seitenflanken der unteren Führungsnoppen 32,
33 zueinander einnehmen. Der Führungsnoppen 32 ist so weit von der vorderen Stirnseite
entfernt, daß seine hintere Seitenflanke den Abstand b zur senkrechten Randkante
30a der Randleiste 30 einnimmmt.
[0017] An der vorderen Stirnseite (Zugriffseite) ist der Greifbehälter 10 mit einer senkrechten
Stirnwand 36 versehen, wobei zwischen dieser, der Vorderwand 30 und den Seitenwänden
16, 17 ein freier, gegebenenfalls durch Versteifungsrippen 37 unterteilter Raum 38
gebildet ist (Figur 2). Die Stirnwand 36 hat einen nach innen versetzten rechteckigen
Bereich 39, der an seinen senkrechten Versetzungsrändern 40 je mit einem schlitzartigen
Durchbruch 41 versehen ist. Die Versetzungstiefe entspricht etwa der Stärke einer
Kunststoffplatte 42, die mit seitlichen Rastschenkeln 43 versehen ist, welche durch
die Durchbrüche 41 durchdrückbar sind und danach die Kunststoffplatte 42 schüttelsicher
am Greifbehälter 10 festhalten. Die Kunststoffplatte 42 kann entweder als Träger für
ein Informationselement 44 dienen, oder selbst ein Informationselement sein, oder
eine Abdeckung für einen eingelegten Informationsträger bilden. Für diesen Fall ist
es zweckmäßig, wenn die Oberfläche der Kunststoffplatte 42 durch ein geeignetes Verfahren
entspiegelt ist.
[0018] Der beschriebene Greifbehälter 10 zeichnet sich u. a. durch eine hohe Verwindungssteifigkeit
und durch einen geringen Platzbedarf beim Transport in größeren Magazinbehältern aus.
Durch die besondere Ausgestaltung und Anordnung der Führungsmittel können zwei gleichgestaltete
Greifbehälter 10 entweder deckungsgleich oder, wie Figur 6 zeigt, auch in einer versetzten
Stellung übereinander gestapelt werden. Durch die Anordnung der Abstreifrillen 21
am Boden 11, der schräg gestellten Vorderwand 13 und der stark ausgerundeten Bereiche
12, 14, 20 wird das Entnehmen von eingelagerten Kleinteilen wesentlich erleichtert.
Wenn die Greifbehälter 10 versetzt zueinander gestapelt sind, können auch die Teile
im jeweils unten liegenden Greifbehälter ungehindert erfaßt werden. Die Entnahme von
Restmengen kann zweckmäßig durch Abstreifen über die schräge Vorderwand 13 erfolgen.
Der Greifbehälter 10 selbst ist durch das Vorhandensein des Raumes 38 zwischen der
Vorderwand 13 und der Stirnwand 36 leicht handhabbar und die abgeschrägte Ecke erleichtert
das Herausnehmen des Greifbehälters 10 aus einem größeren Magazinbehälter, in welchen
mehrere Greifbehälter aneinanderliegend eingesetzt sind. Über den freien Raum 38 läßt
sich auch die Kunststoffplatte 42 vom Greifbehälter 10 entrasten, was gegebenenfalls
auch über ein selbsttätiges Handhabungsgerät erfolgen kann. Aus geschmacklichen Gründen
können auch die Seitenwände 16, 17 des Greifbehälters mit Rillen 45 versehen sein.
[0019] Dem Greifbehälter 10 ist ein Aufnahmebehälter 50 (Figur 3) zugeordnet, der mit einem
Boden 51, einer Rückwand 52 und zwei Seitenwänden 53, 54 versehen ist, die einen eingesetzten
Greifbehälter 10 an dessen Randflansch 19 und den unteren Führungsnoppen 32, 33 passend
umgreifen. Die Rückwand 52 ist zum erleichterten Entnehmen des Aufnahmebehälters
50 aus einem größeren Magazinbehälter an einem Eck ebenfalls durch eine Eckwand 55
abgeschrägt. Am Boden 51 des Aufnahmebehälters 50 sind die Seitenwände 53, 54 innen
mit je einem Arretiernocken 56 versehen, die einen von oben eingesetzen Greifbehälter
10 mit geringem Spiel an der Rückwand 52 angelegt halten. An der Rückwand 52 ist der
Aufnahmebhälter 50 gleich wie der Greifbehälter 10 ausgebildet, nämlich mit zwei
Einhängelappen 22 und einer Stützleiste 23 versehen.
[0020] Ein erfindungsgemäßes Merkmal des Aufnahmebehälters 50 ist, daß an dessen Boden 51
eine Greifzunge 60 einstückig und übergangslos angeformt ist, welche einen eingesetzten
Greifbehälter 10 zugriffseitig überragt (Fig. 4). Der Boden 51 und die Greifzunge
60 sind ebenfalls mit Abstreifrillen 61 und 62 zum sicheren Greifen von kleinen Teilen
versehen. Die Greifzunge 60 ist seitlich von Seitenwände 63 und 64 begrenzt, die einstückig
und übergangslos an die Seitenwangen 53 und 54 angeformt sind. Die Greifzunge 60 hat
ferner einen leicht nach oben abgewinkelten Endabschnitt 65, in den sich die Abstreifrillen
62 hineinerstrecken.
[0021] Die Greifzunge 60 dient zur montagegerechten Vorvereinzelung der im eingesetzten
Greifbehälter 10 gespeicherten Kleinteile. Figur 4 zeigt anschaulich, daß die Teile
leicht über die schräge Vorderwand 13 des Greifbehälters 10 aus diesem herausgestreift
und auf die Greifzunge 60 verlagert werden können. Der Aufnahmebehälter 50 kann zweckmäßig
am Montagearbeitsplatz verbleiben, während der Greifbehälter zum Zweck des Transportes
bzw. Auswechselns oder Nachfüllens für sich allein handhabbar ist. Zur Betonung eines
einheitlichen Behältersystems bzw. Behälterprogramms kann auch der Aufnahmebehälter
50 an den Seitenwänden 53, 54 mit Rillen 66 versehen sein.
[0022] Zur Einrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel gehört ferner mindestens eine Greifschale
70 (Figur 5), deren rückseitiger Bereich 71 mit der Ausbildung des entsprechenden
Bereichs des Greifbehälters 10 praktisch übereinstimmt. Die gleichen Merkmale sind
mit gleichen Bezugszahlen bezeichnet und nicht mehr näher beschrieben. Die Länge
1 der Greifschale 70 entspricht der halben Länge eines Greifbehälters 10, so daß zwei
Greifschalen 70 hintereinander auf einen Greifbehälter 10 stapelbar sind, ohne über
dessen Umrißprofil hinauszuragen. Wenn auf einem Greifbehälter 10 nur eine Greifschale
70 aufgesetzt ist, kann diese so weit nach hinten verschoben werden, daß der In halt
aus beiden Behältern leicht greifbar ist. Die Greifschale 70 hat eine Vorderwand,
die aus zwei einen flachen Winkel miteinander einschließenden Wandabschnitten 73 und
74 besteht, die über eine leichte Rundung 75 ineinander übergehen. Der äußere Randabschnitt
74 übt hier gewissermaßen gleichzeitig die Funktion einer Greifzunge aus. Abstreifrillen
76 am Boden der Greifschale erstrecken sich bis in den Wandabschnitt 73 der Vorderwand
hinein. Eine der Stirnwand 36 des Greifbehälters 10 entsprechende Wand ist bei der
Greifschale 70 nicht vorgesehen.
[0023] Dem Greifbehälter 10 ist ferner ein aus einem Kunststoff-Spritztteil gebildeter,
im wesentlichen ebener Deckel 80 zugeordnet (Figur 6), der eine Griffmulde 81 hat
und an den beiden Längsrändern mit Aussparungen 82 versehen ist, die mit den Führungsnoppen
34, 35 des Greifbehälters 10 korrespondieren. Der aufgesetzte Deckel 80 liegt am Randflansch
19 auf und wird dort durch die Führungsnoppen 34, 35 unverschiebbar festgehalten.
Die Höhe der Führungsnoppen 34, 35 und der Führungsleisten 28, 29 ist so bemessen,
daß auch bei aufgesetztem Deckel 80 ein weiterer Greifbehälter 10 lageorientiert
stapelbar ist. Der Deckel 80 hat zwei verstärkte und entspiegelte Randzonen 83,
84, an denen Kennzeichnungen angebracht sein können. An einem Eck ist auch der Deckel
80 mit einer Eckschräge 85 und einem Griffsymbol 86 (Riffelung) versehen.
[0024] In der Figur 6 ist ferner gezeigt, wie zwei Greifbehälter 10 versetzt stapelbar
sind. In diesem Falle greifen die unteren Führungsnoppen 32 und die Stirnwand 36
des oberen Greifbehälters 10 zwischen die oberen Führungsnoppen 34 und 35 des unteren
Greifbehälters 10 ein, wodurch die gegenseitige Orientierung und Fixierung der beiden
Behälter sichergestellt ist.
[0025] Eine am Montagearbeitsplatz vorgesehene, in Figur 7 nur teilweise dargestellte Haltevorrichtung
90 für Greifbehälter 10 und/oder Aufnahmebehälter 50 und/oder Greifschalen 70 hat
einen feststehenden Profilstab 91, der mit seitlichen Nuten 92 zur Aufnahme von Befestigungselementen
93 für Haltelaschen 94 versehen ist, die fest gegen die betreffende Seitenwand des
Profilstabs 91 gespannt sind. Jede Haltelasche 94 hat oben einen Einsteckschlitz
95 für die Einhängelappen 22 an den Behältern 10 bzw. 50 bzw. 70 und ist unten mit
einer Stützschulter 96 versehen, an welcher die Stützleiste 23 der eingehängten Behälter
zur Anlage kommt.
[0026] Die beschriebenen Gegenstände bilden Einzelelemente eines einheitlichen Behältersystems,
das auch Greifbehälter unterschiedlicher Höhen und Seitenabmessungen, sowie auch einen
größeren Magazinbehälter zum Transport mehrer Greifbehälter umfassen kann. In Figur
8 sind Einzelelemente eines derartigen Systems gezeigt, das auf die Maße der EURO-Norm-Paletten
abgestimmt ist. Das System umfaßt einen Magazinbehälter 98, der vorzugsweise auch
Merkmale eines Werkstückträgers für Fließbandfertigung aufweist und dessen Seitenlängen
in Abstimmung auf die EURO-Norm-Paletten beispielsweise 40 und 60 cm betragen. Zusätzlich
zum Magazinbehälter 98 sind drei unterschiedlich große Greifbehälter 10a, 10b und
10c vorgesehen, wobei die Länge des größten Greifbehälters 10a der Breite des Magazinbehälters
98 und die Breite des Greifbehälters 10a der halben Länge des Magazinbehälters 98
entspricht. Die untereinander gleichen Grundflächen der beiden anderen Greifbehälter
10b und 10c sind jeweils durch Querteilung der Grundfläche des größten Greifbehälters
10a bestimmt. Ferner ist der kleinste Greifbehälter c nur halb so hoch wie die beiden
anderen Greifbehälter 10a und 10b. Durch diese, die Grundflächen-Maßverhältnisse
der EURO-Norm-Palette beibehaltenden Teilungen ist es möglich, den Magazinbehälter
98 ohne Platzverlust mit
[0027] Greifbehälter 10a bis c unterschiedlicher Größe aufzufüllen und diese deckungsgleich
übereinander zu stapeln.
[0028] Das System gemäß Fig. 8 kann ferner mit den beschriebenen, in Fig. 8 nicht dargestellten
Greifschalen 70 und Deckeln 80 ergänzt sein und außerdem noch weitere Greifbehälter
99 enthalten, die gleich lang wie die Greifbehälter 10b und 10c jedoch schmäler, vorzugsweise
nur halb so breit wie diese sind. Die Greifbehälter 99 können am unteren Rand in geringfügiger
Abwandlung zu den beschriebenen Ausführungen so ausgebildet sein, daß sie quer auf
den Greifbehälter 10a aufsetzbar sind und zwischen dessen Führungsnoppen 34, 35 gehalten
werden.
1. Einrichtung zum griffgerechten Bereitstellen von Montageteilen an manuellen Montagearbeitsplätzen,
mit mindestens einem die Montageteile aufnehmenden Greifbehälter, welcher mit Mitteln
zum lösbaren Anbringen an einer am Montagearbeitsplatz vorgesehenen Haltevorrichtung
versehen ist und welchem nach dem Anbringen an der Haltevorrichtung eine Greifzunge
an der dem Arbeitsbereich des Montagearbeitsplatzes zugekehrten Behälterseite zugeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifzunge (60) gegenüber dem Greifbehälter
(10) beweglich ausgeführt und bei von der Haltevorrichtung (90) abgenommenem Greifbehälter
(10) in eine dessen umrißprofil zumindest nicht nennenswert vergrößernde Stellung
bringbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifbehälter (10)
und die Greifzunge (60) als getrennte, lösbar miteinander verbindbare Bauteile ausgeführt
sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifzunge (60) einstückig
an einem Aufnahmebehälter (50) für den Greifbehälter (10) angeformt ist, der vorzugsweise
mit eigenen Mitteln (22, 23) zum lösbaren Anbringen an einer am Montagearbeitsplatz
vorgesehenen Haltevorrichtung (90) versehen ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmebehälter
(50) auf der Seite der Greifzunge (60) ohne Seitenwand ausgeführt ist und an seinem
Boden (51) zwei vorzugsweise an die Seitenwände (53, 54) angrenzende Noppen (56) zum
verschiebesicheren Festhalten eines von oben eingesetzten Greifbehälters (10) aufweist.
5. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (51)
des Aufnahmebehälters (50) stufenlos in die Greifzunge (60) und jede Seitenwand (53,
54) stufenlos in eine die Greifzunge (60) seitlich begrenzende, vorzugsweise zum
freien Ende hin in der Höhe abnehmende Seitenwange (63, 64) übergeht.
6. Einrichtung nach einer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der vordere Endbereich (65) der Greifzange (60) leicht nach oben abgewinkelt ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden
(51) des Aufnahmebehälters (50) und vorzugsweise auch die Greifzunge (60) mit Abstreifrillen
(61, 62) versehen ist.
8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine dem Arbeitsbereich des Montagearbeitsplatzes zugeordnete Vorderwand (13) des
Greifbehälters (10) derart nach außen schräg ansteigend angeordnet ist und daß eine
den Übergang der Vorderwand (13) zum Behälterboden (11) bildende Ausrundung (12) derart
bemessen ist, das eingelagerte Kleinteile bzw. Restmengen von eingelagerten Kleinteilen
leicht aus dem Greifbehälter (10) über die Vorderwand (13) herausstreifbar sind.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Endbereich
(14) der Vorderwand (13) zum Stirnrand (15) hin gerundet ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Übergang
der Rückwand (18) des Greifbehälters (10) zum Behälterboden (11) merklich gerundet
ist.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 8 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Boden des Greifbehälters (10) mit Abstreifrillen (21) versehen ist, die sich vorzugsweise
bis in die Ausrundung (12) am Übergang zur Vorderwand (13) hineinerstrecken.
12. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Greifbehälter der
am oberen Behälterrand mit einer ebenen Auflagefläche, sowie mit Anschlägen zum lageorientierten
Stapeln eines anderen Behälters versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge
durch Führungsnoppen (32 - 35) gebildet sind, von denen eine erste Gruppe (34, 35)
an bzw. neben der Auflagefläche (19) angeordnet ist und über diese nach oben vorsteht,
während eine zweite Gruppe (32, 33) der Führungsnoppen am unteren Seitenrand des
Greifbehälters (10) angeordnet ist und von der Behälterwand (16, 17) seitlich absteht,
und daß ferner die beiden Gruppen (32, 33 und 34, 35) der Führungsnoppen so versetzt
zueinander angeordnet sind, daß zwei aufeinander aufgesetzte Greifbehälter (10) gegeneinander
unverschiebbar sind.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnoppen (32
- 35) nur an zwei gegenüberliegenden Behälterseiten (16, 17), vorzugsweise an zwei
Längsseiten vorgesehen und derart angeordnet sind, daß zwei Greifbehälter (10) in
einer normalen und mindestens einer versetzten Lage stapelbar sind.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die über die obere Auflagefläche
(19) vorstehenden Führungsnoppen (34, 35) einer Behälterseite an einer ebenfalls über
die Auflagefläche (19) nach oben vorstehenden, sich vorzugsweise annähernd über die
gesamte Länge der Behälterseite erstreckenden Führungsleiste (28, 29) angeformt sind.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 12 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungnoppen (34, 35) an der oberen Auflagefläche (19) so hoch bemessen sind, daß
sie ihre lageorientierende Funktion auch beibehalten, wenn auf den Greifbehälter (10)
ein Deckel (80) aufgesetzt ist, und dieser seinerseits eine Auflage für einen aufgesetzten
Greifbehälter bildet.
16. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Greifbehälter (10) an seiner dem Arbeitsbereich des Montagearbeitsplatzes
zugeordneten Vorderseite mit einer mindestens annähernd senkrecht zum Behälterboden
(11) stehenden Tragwand (36, 39) für einen Informationsträger versehen ist.
17. Einrichtung nach den Ansprüchen 8 und 16, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der schräg angeordneten Vorderwand (13) und der Tragwand (36, 39) ein hintergreifbarer
Zwischenraum (38) gebildet ist.
18. Einrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragwand (36, 39)
mit Schlitzen (41) zum Durchtritt von Rastschenkeln (43) eines an der Tragwand (36,
39) lösbar anbringbaren Informationsträgers (42) bzw. einer Abdeckung für einen eingesteckten
Informationsträger versehen ist.
19. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Informationsträger
(42) bzw. die Abdeckung aus durchsichtigem Kunststoff besteht, dessen Oberflächenbereiche
durch erodieren entspiegelt sind.
20. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Greifbehälter als kleinere Greifschale (70) ausgebildet ist, die
gleich breit wie der größere Greifbehälter (10), jedoch nur halb so lang wie dieser
ist und deren unterer Rand mit Mitteln (33) zum lageorientierten Stapeln auf dem
größeren Greifbehälter (10) versehen ist.
21. Einrichtung nach den Ansprüchen 12 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifschale
(70) am unteren Seitenrand mit Führungsnoppen (33) versehen ist, welche derart auf
die oberen Führungsnoppen (34, 35) eines Greifbehälters (10) abgestimmt sind, daß
die auf diesen Greifbehälter (10) aufgesetzte Greifschale (70) ein Stück weit auf
dem Greifbehälter (10) verschiebbar ist.
22. Einrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifschale
(70) am oberen Behälterrand mit einer ebenen Auflagefläche (19) und mit Anschlägen
(35) zum lageorientierten Stapeln einer anderen Greifschale (70) versehen ist.
23. Einrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (35) am
oberen Behälterrand der Greifschale (70) so ausgebildet sind, daß auf zwei hintereinander
liegenden Greifschalen (70) ein Greifbehälter (10) lageorientiert aufsetzbar ist.
24. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansrüche, dadurch gekennzeichnet, daß
auf den Greifbehälter (10) ein aus durchsichtigem Kunststoff bestehender Deckel (80)
lageorientiert aufsetzbar ist, der vorzugsweise mit einer Griffmulde (81) in der Nähe
der vorderen Deckelkante versehen ist.
25. Einrichtung nach den Ansprüchen 12 und 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel
(80) mit Randaussparungen (82) für den Eingriff der oberen Zentriernoppen (34, 35)
des Greifbehälters versehen ist.
26. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Greifbehälter (10) und gegebenenfalls der Aufnahmebehälter (50) und die Greifschale
(70) mit mindestens einer von oben zugänglichen Ausnehmung an der Rückwand (18 bzw.
52) versehen ist.
27. Einrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung an einer
Ecke des Behälters (10, 50) bzw. der Greifschale (70) gebildet und durch eine schräg
gestellte Eckwand (24 bzw. 55) begrenzt ist.
28. Einrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß ein am oberen Behälterrand
gebildeter ebener Auflageflansch (19) über die Eckwand (24) hinweggeführt ist, dort
einen hintergreifbaren Flanschrand bildet und auf der Oberseite mit einem Griffsymbol
(Riffelung 25) versehen ist.
29. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Greifbehälter (10) an der Rückwand (18) mit einem oberen Randflansch (19)
versehen ist, von welchem mindestens ein Einhängelappen (22) in einem von einer Haltelasche
(94) der Haltevorrichtung (19) hintergreifbaren Abstand von der Rückwand (18) nach
unten absteht, und daß ferner der Greifbehälter (10) im unteren Bereich der Rückwand
(18) mit mindestens einer über die Rückwand (18) hervorspringenden Stützleiste (23)
versehen ist.
30. Einrichtung nach den Ansprüchen 3, 20 und 29, dadurch gekennzeichnet, daß auch
der Aufnahmebehälter (50) und die Greifschale (70) mit den gleichen Mitteln (22, 23)
zum lösbaren Anbringen an der Haltevorrichtung (90) wie die Greifschale (10) ausgebildet
sind.
31. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen
Satz von aufeinander abgestimmten Behältern, der einen vorzugsweise als Werkstückträger
ausgebildeten Magazinbehälter (98) und mindestens drei unterschiedlich große Greifbehälter
(10a, 10b, 10c) umfaßt, wobei die Länge des größten Greifbehälters (10a) der Breite
des Magazinbehälters (98) und die Breite des größten Greifbehälters (10a) der halben
Länge des Magazinbehälters (98) entspricht, wogegen die Länge der beiden kleineren
Greifbehälter (10b, 10c) jeweils der Breite des größten Greifbebhälters (10a) und
die Breite der kleineren Greifbehälter (10b, 10c) der halben Länge des größten Greifbehälters
(10a) entspricht, und wobei ferner einer der beiden kleineren Greifbehälter (10b)
so hoch wie der größte Greifbehälter (10a) und der andere, kleinste Greifbehälter
(10c) nur halb so hoch wie der größte Greifbehälter (10a) ist.