(19)
(11) EP 0 352 592 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.01.1990  Patentblatt  1990/05

(21) Anmeldenummer: 89113089.0

(22) Anmeldetag:  17.07.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5H01F 23/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB NL

(30) Priorität: 28.07.1988 DE 8809646 U

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • del Valle El Cid, José Luis
    D-7500 Karlsruhe 21 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Stromversorgungsgerät für elektronische Einrichtungen


    (57) Das Stromversorgungsgerät enthält einen Netztransformator (2), der primärseitig an das Speisenetz, sekundärseitig über weitere Schaltelemente (5, 6) an Verbraucher angeschlossen ist. Der Kern des Netztransformators (2) ist in einer zwischen Primär­wicklung (3) und Sekundärwicklung (4) liegenden Ebene (a - a′) in zwei Teile (7, 7′) auftrennbar. Der die Primärwicklung (3) tragende Teil (7) des Kerns ist auf Führungselementen (8, 8′) senkrecht zur Trennebene (a - a′) zur Unterbrechung der induk­tiven Übertragung bewegbar.
    Liegt die Trennebene (a -a′) in einer einen explisionssicheren von einem nicht explosionssicheren Bereich trennenden Wand (10) einer elektronischen Einrichtung, so läßt sich die Zufuhr von Speiseenergie ohne Betätigung von Schaltern, Steckverbindungen oder dergleichen von außen her unterbrechen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Stromversorgungsgerät für elektroni­sche Einrichtungen mit einem primärseitig an das Speisenetz, sekundärseitig über weitere Schaltelemente an das Versorgungs­netz angeschlossenen Netztransformator.

    [0002] Die für elektronische Einrichtungen benötigten Betriebsspannun­gen im Niedrig-Voltbereich werden von Stromversorgungsgeräten geliefert.
    Bei der Prozeßautomatisierung werden derartige elektronische Einrichtungen häufig in explosionsgefährdeter Umgebung einge­setzt. Es muß Sorge getragen werden, daß beim Schalten keine Funkenbildung auftreten kann.
    Das Anschließen oder Trennen eines Stromversorgungsgeräts oder Verbrauchers an oder von seinem Speisenetz wurde bisher in der Weise vorgenommen, daß der Speisestrom von außerhalb ab- bzw. eingeschaltet wurde, bevor bzw. nachdem die Verbindung mit Klemmen oder Steckern zwischen Stromversorgungsgerät und Spei­senetz hergestellt wurde. Dazu mußten ganze Anlagenteile abge­schaltet werden, und der Trennvorgang am Stromversorgungsgerät war relativ arbeitsaufwendig.

    [0003] Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, ein Stromversorgungsgerät zu schaffen, welches in einfacher Weise auch in explosionsgefährdeter Umgebung mit dem Netz verbind- oder vom Netz abtrennbar ist.

    [0004] Zur Erläuterung der Erfindung ist in der Figur ein Ausführungs­beispiel schematisch dargestellt und im folgenden beschrieben.

    [0005] Das Stromversorgungsgerät 1 besteht in bekannter Art aus einem Netztransformator 2 mit einem Rahmenkern, dessen Primärwick­lung 3 aus dem Netz mit 220 V Wechselstrom gespeist wird. Die Sekundärwicklung 4 liefert über einen Gleichrichter 5 und eine Strom- oder Spannungsbegrenzungsschaltung 6 eine für den Be­trieb der elektronischen Einrichtungen benötigte Ausgangsspan­nung von 24 V Gleichstrom.

    [0006] Um das Stromversorgungsgerät ohne Verwendung von Schaltern, Steckern oder dergleichen vom Netz abzutrennen und wieder zu­schalten zu können, ist der Kern des Netztransformators 2 in einer zwischen Primär- und Sekundärseite liegenden Ebene a - a′ aufgetrennt, so daß er aus zwei spiegelbildlich zu der Trenn­ebene a - a′ angeordneten u-förmigen Teilen 7 und 7′ mit glat­ten Stirnflächen besteht.
    Der die Primärwicklung 3 tragende Kernteil 7′ läßt sich auf Führungselementen 8, 8′, beispielsweise Führungsschienen oder Bolzen, senkrecht zu der Trennebene a - a′ bewegen.
    Zur Inbetriebnahme des Stromversorgungsgeräts wird der beweg­bare Kernteil 7′ an den fest angeordneten Kernteil 7 herange­führt, so daß ein praktisch luftspaltfreier Eisenweg für den Magnetfluß gebildet wird.

    [0007] Zum Abschalten des Stromversorgungsgeräts wird der primärseiti­ge Kernteil 7′ nach Lösung von mechanischen Befestigungsmitteln von der übrigen Schaltung abgezogen, der Ausgang des Strom­versorgungsgeräts wird spannungslos, ohne daß an irgend einer Stelle eine Funkenbildung oder dergleichen auftreten kann. Be­vorzugt wird das Stromversorgungsgerät in der Weise eingesetzt, daß die Trennebene a - a′ in der, einen ex-sicheren Bereich 9 abschließenden Trennwand 10 liegt.


    Ansprüche

    1. Stromversorgungsgerät für elektronische Einrichtungen mit einem primärseitig an das Speisenetz, sekundärseitig über wei­tere Schaltelemente an Verbraucher angeschlossenen Netztransfor­mator, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern des Netztransformators (2) in einer zwischen Primär- und Sekundärseite liegenden Ebene a - a′ auftrennbar ist.
     
    2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch ge­kennzeichnet, daß der die Primärwicklung (3) tra­gende Teil (7′) des Transformatorkerns auf Führungselementen (8, 8′) senkrecht zu der Trennebene a - a′ bewegbar ist.
     
    3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Trennebene a - a′ in einer einen ex-sicheren Bereich (9) abschließenden Trennwand (10) liegt.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht