| (19) |
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(11) |
EP 0 353 194 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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11.03.1998 Patentblatt 1998/11 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.1994 Patentblatt 1994/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.07.1989 |
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| (54) |
Vorrichtung zum An- und Abstellen sowie Einstellen von Farbwerks- bzw. Feuchtwerkswalzen
einer Druckmaschine
Device for tripping and adjusting inking system rollers or damping system rollers
in a press
Dispositif d'enclenchement de déclencheur ou de réglage des rouleaux d'un dispositif
d'encrage ou de mouillage dans une presse
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH FR GB IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
27.07.1988 DE 3825517
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.01.1990 Patentblatt 1990/05 |
| (73) |
Patentinhaber: Maschinenfabrik Wifag |
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CH-3001 Bern (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Gertsch, Peter
CH-3145 Niederscherli (CH)
- Miescher, Andreas
CH-3063 Ittigen (CH)
- Imhof, Robert
CH-3014 Bern (CH)
- Faiazza, Raffaele
CH-3315 Bätterkinden (CH)
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| (74) |
Vertreter: Schwabe - Sandmair - Marx |
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Patentanwälte
P.O. Box 860245 D-81629 München D-81629 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 28 420 DE-A- 3 136 223 DE-A- 3 743 646 GB-A- 2 132 944
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EP-A- 0 061 581 DE-A- 3 342 853 GB-A- 237 454 US-A- 3 067 674
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- Richard C. Dorf, Modern Control Systems, 3. edition, p. 422 , fig. 11.2
- "Technik des Flexodrucks", Coating Verlag Thomas & Co., CH- 9001 St. Gallen, 1982,
Seiten 3.11, 3.22, 3.23
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum An- bzw. Abstellen sowie Einstellen einer
Farbwerks- bzw. Feuchtwerkswalze einer Druckmaschine der im Oberbegriff des Anspruches
1 angegebenen Gattung.
[0002] Solche Vorrichtungen sind aus der EP-PS 0 061 581, sowie der DE-OS 33 42 853 bekannt
und weisen in der Regel ein erstes Stellelement zur Verstellung in bezug auf eine
erste, ortsfest im Maschinengestell gelagerte Reibwalze und ein zweites Stellelement
zur Verstellung in bezug eine zweite, ortsfest im Maschinengestell gelagerte Reibwalze
oder in bezug auf einen Formzylinder der Druckmaschine auf.
[0003] Die hierzu erforderliche Schwenkbewegung erfolgt über pneumatisch betätigbare Zylinder.
Auch während des Verschwenkens der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze um die ortsfeste,
erste Reibwalze bleibt die Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze ständig in Berührungskontakt
mit der ersten Reibwalze. Um eine Einjustierung der Lage der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze
zu ermöglichen, sind auf den Schwenkhebeln mechanische Einstellvorrichtungen angeordnet,
durch die eine Justierung der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze bezüglich der ersten
Reibwalze in radialer Richtung erfolgen kann.
[0004] Zur Einstellung der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen bezüglich der zweiten, ortsfest
im Maschinengestell gelagerten Reibwalze und in Bezug auf die Formzylinder-Druckmaschine
sind Anschläge vorgesehen, die mechanisch einstellbar sind. Durch Pneumatikzylinder
werden die Schwenkhebel und die daran gelagerten Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen
gegen diese Anschläge gedrückt.
[0005] Da die Schwenkmechanismen von einer Stelle aus, die sich außerhalb der Druckmaschine
befindet, verstellt werden müssen, sind aufwendige mechanische Vorrichtungen erforderlich,
insbesondere für die Verstellung der festen Anschläge.
[0006] Außerdem muß auch während des Druckens das Diagonalregister durch Verstellen des
Formzylinders neu eingestellt werden. Damit nun nicht bei jeder Diagonalregister-Verstellung
des Formzylinders die Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen, die über die gegen die Anschläge
gepreßten Schwenkhebel in Kontakt mit dem Formzylinder stehen, ebenfalls neu eingestellt
werden müssen, befinden sich die an sich festen Anschläge auf mechanischen Vorrichtungen,
die die Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen der Diagonalregisterverstellung des Formzylinders
nachführen. Auch diese mechanischen Vorrichtungen sind sehr aufwendig und kompliziert
und erfordern außerdem zusätzlichen Raum.
[0007] Da die Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen auf Schwenkhebeln angeordnet sind, die um
die erste Reibwalze schwenkbar sind, sind zwar die Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen
von der zweiten Reibwalze oder vom Formzylinder abzustellen, d.h. wegzuschwenken;
die Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen stehen aber weiterhin ständig in Kontakt mit
der ersten Reibwalze, was beim Einjustieren der Farbwerks- oder Feuchtuerkswalze in
bezug auf die beiden benachbarten Walzen, aber auch bei der Auswechslung von Farbwerks-
oder Feuchtwerkswalzen bei sog. Papierwicklern von Nachteil ist, die bis ins Farbwerk
hineinreichen.
[0008] Es ist bei solchen Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen nicht möglich, automatisch äußere
Einflüsse, wie beispielsweise die Wärmeausdehnung, die die ursprüngliche Einstellung
der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen verändern können, durch Nachführen der Stellorgane
zu eliminieren. Ein derartiges Nachstellen müßte von Hand erfolgen und auch wieder
von Hand rückgängig gemacht werden. Solche Veränderungen der ursprünglichen Einstellung
der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen durch äußere Einflüsse während der Produktion
können sich nachteilig auf die Druckqualität der Druckprodukte auswirken.
[0009] Es wurde auch bereits versucht, die auf den Schwenkhebeln gelagerten Farbwerks- oder
Feuchtwerkswalzen, die mittels Pneumatikzylindern angestellt werden, durch Weglassen
der oben beschriebenen Anschläge direkt auf die zweite Reibwalze oder den Formzylinder
zu drücken. Dabei sollten durch Veränderung des Luftdruckes der Pneumatikzylinder
unterschiedliche Anpressungen bei den jeweiligen Walzen erreicht werden. Dadurch wird
jedoch das gesamte System zu labil und kann insbesondere zu Schwingungen der Walzen
führen.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache und bedienerfreundliche Vorrichtung
zum An- und Abstellen sowie Einstellen einer Farbwerks- bzw. Feuchtwerkswalze einer
Druckmaschine der angegebenen Gattung zu schaffen, die eine Fernverstellung mit Stellungsrückmeldung
in mindestens einer Richtung zuläßt und problemlos an die verschiedenen Betriebszustände
angepaßt werden kann.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0012] Zweckmäßige Ausführungsformen werden durch die Merkmale der Unteransprüche definiert.
[0013] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen auf folgender Funktionsweise. Zum
Einjustieren der einstellbaren Walzen können die Spindeln, so lange verstellt werden,
beispielsweise von Hand über einen entsprechenden Schlüssel, bis die verstellbaren
Walzen die entsprechende, ortsfeste Walze berühren. Diese Lage wird in der speicherprogrammierbaren
Steuerung abgespeichert. Gleichzeitig kann dieser Lage noch der Wert des Durchmessers
der verstellbaren Walze zugeordnet werden. Von dieser Grundstellung der verstellbaren
Walze aus ergeben sich für unterschiedliche Produktionsarten andere, gegebenenfalls
erforderliche Stellungen. Die entsprechenden Stellwerte werden wiederum in der speicherprogrammierbaren
Steuerung gespeichert. Damit ist es nun möglich, beim Arbeiten in einer bestimmten
Produktionsart alle verstellbaren Walzen dieser Produktionsart entsprechend einzustellen.
Indem die verstellbare Walze tangential in Bezug auf wenigstens eine der ortsfesten
Walzen aus ihrer Andruckstellung an diese ortsfeste Walze bewegt wird, läßt sich die
verstellbare Walze in Bezug auf die andere ortsfeste Walze oder den Formzylinder verstellen,
ohne daß sich ihre Anstellung in Bezug auf die wenigstens eine ortsfeste Walze ändert.
[0014] Während der Herstellung einer großen Zahl von gleichen Druckprodukten können sich
die äußeren Bedingungen ändern, beispielsweise die Temperatur. Dies kann zur Folge
haben, daß die Einstellung der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze in bezug auf die bnachbarten,
ortsfesten Walzen nicht mehr optimal ist. Eine Korrektur der Einstellung der Farbwerks-
oder Feuchtwerkswalze in bezug auf die benachbarten, ortsfesten Walzen kann nur durch
Temperaturüberwachung in einem vorgegebenen Programm in der speicherprogrammierbaren
Steuerung erfolgen. Dadurch wird während der gesamten Produktionsdauer eine gleichbleibende
Druckqualität gewährleistet.
[0015] Da die oben erläuterte Grundstellung vom Durchmesser der einstellbaren Walze abhängt.
dieser Grundstellung aber als Parameter der entsprechende Durchmesser der einstellbaren
Walze zugeordnet ist, muß man bei einem Walzenwechsel nur den genauen Durchmesser
der neuen Wale eingeben, wodurch die entsprechend programmierte, speicherprogrammierbare
Steuerung die Grundstellung für diese neue Walze definiert. Das erneute Einjustieren
der neuen Walze ist nun nicht mehr erforderlich, da alle vorher eingegebenen, unterschiedlichen
Stellungen der verstellbaren Walze für die verschiedenen Produktionsbedingungen durch
die speicherprogrammierbare Steuerung entsprechend einem vorhandenen Programm neu
festgelegt werden.
[0016] Da sich das erste und zweite Stellelement, in der Regel Spindeln, in auf beiden Seiten
der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze angebrachten Walzenschlössern befinden, benötigen
sie nur relativ wenig Raum und behindern insbesondere die Verstellung der Walzen nicht.
[0017] Solche Spindeln sind drehbar im Gehäuse des Walzenschlosses angebracht und mit einem
Gewinde versehen. Durch Verdrehen der Spindeln über einen Gleichstrommotor und ein
entsprechendes Getriebe lassen sich die Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen, in deren
Lagerzapfen die Spindeln eingreifen, sehr leicht verstellen.
[0018] Bringt man das Gehäuse des Walzenschlosses auf einem Schwenkhebel an und läßt sich
das dem Walzenschloß gegenüberliegende Ende dieses Schwenkhebels um die Achse der
ortsfesten Reibwalze verschwenken, so erfolgt die Verstellung der Farbwerks- oder
Feuchtwerkswalze in bezug auf die ortsfeste Reibwalze in radialer Richtung. Die Verstellung
der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze in bezug auf eine zweite, ortsfeste Reibwalze
geschieht durch das Schwenken des Schwenkhebels um die Achse der ersten, ortsfesten
Reibwalze. Das als Spindel ausgebildete Stellglied für das Verschwenken des Schwenkhebels
ist an einem Lenkhebel drehbar befestigt. dessen anderes Ende schwekbar am Maschinengestell
gelagert ist. Hierdurch läßt sich die Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze in Bezug auf
die ortsfeste, zweite Reibwalze verstellen, ohne daß sich ihre Anstellung in Bezug
auf die erste Reibwalze ändert.
[0019] Die Lage der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze wird mittels eines Potentiometers,
das jedem Stellglied zugeordnet ist, in der speicherprogrammierbaren Steuerung festgehalten.
[0020] Nach einer anderen Ausgestaltung ist das Gehäuse des Walzenschlosses fest mit dem
Maschinengestell verbunden. In diesem Walzenschloß sind zwei als Stellglieder dienende
Spindeln vorgesehen, die etwa im rechten Winkel zueinander verlaufen und die Farbwerks-
oder Feuchtwerkswalze innerhalb des definierten Verstellbereiches in jede beliebige
Lage bringen können.
[0021] Beide Spindeln werden durch Gleichstrommotoren angetrieben: eine der beiden Spindeln
ist so angeordnet, daß sie in etwa tangentialer Richtung zur Reibwalze oder zum Formzylinder
verläuft, wodurch sich die Steuerung des Verstellvorganges vereinfacht. Denn durch
Verstellen der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze in tangentialer Richtung in Bezug
auf die ortsfeste Reibwalze ändert sich die Lage in beug auf diese Reibwalze innerhalb
eines vorgegebenen Bereiches nur sehr wenig.
[0022] Das als Stellwertgeber dienende Potentiometer kann durch eine Druckmeßdose ersetzt
werden, die einen Meßwert für den Anstelldruck der Farbwerks- bzw. der Feuchtwerkswalze
an den Reibwalzen oder an dem Formzylinder liefert. Durch die Eingabe eines vorbestimmten
Anstelldruckes in die speicherprogrammierbare Steuerung läßt sich die Lage der Farbwerks-
oder Feuchtwerkswalze in bezug auf die entsprechende ortsfeste Reibwalze selbsttätig
regeln. Schwankungen des Anstelldruckes der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze in bezug
auf die ortsfeste Reibwalze, wie sie im Verlaufe einer Produktion auftreten können,
lassen sich so vermeiden, so daß eine gleichbleibende Druckqualität auch über längere
Zeiträume gewährleistet wird.
[0023] Mit dieser Vorrichtung können die Farbwerks- oder Feuchtwerkswalzen vollständig von
den beiden ortsfesten Walzen, an denen sie in Anlage sind, abgestellt werden: dies
bringt in bestimmten Betriebssituationen Vorteile, beispielsweise dann, wenn in der
Druckmaschine ein sogenannter "Papierwickler" auftritt, der bis in das Farbwerk hineinreicht.
Eine Behebung dieser Störung vereinfacht sich bei vollständig abgestellter Farbwerks-
oder Feuchtwerkswalze wesentlich; die ursprüngliche Stellung der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze
läßt sich durch das Abspeichern der entsprechenden Stellwerte in der speicherprogrammierbaren
Steuerung bei Fortsetzung der Produktion wieder selbsttätig erreichen.
[0024] Zum Einjustieren der Farbwerks- oder Feuchtwerkswalze in bezug auf die benachbarten,
ortsfesten Walzen, beispielsweise Reibwalzen, kann z.B. die Farbwerkswalze eingefärbt
werden, um dann durch Anstellen an die entsprechende, ortsfeste Walze und Ausmessen
des darauf entstehenden Druckstreifens die optimale Lage zu definieren. Diese Einjustierung
läßt sich dann einfacher durchführen, wenn die Farbwerkswalze vollständig von den
beiden benachbarten Walzen abgestellt werden kann.
[0025] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter bezugnahme
auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein schematisch dargestelltes Druckwerk einer Druckmaschine,
- Fig. 2
- eine Darstellung der Anordnung des Walzenschlosses auf einem Schwenkhebel,
- Fig. 3
- einen Schnitt längs der Linie V - V durch das Walzenschloß nach Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Schnitt längs der Linie VI - VI durch das Walzenschloß nach Fig. 3,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung mit einem fest am Maschinengestell angeordneten Walzenschloß,
- Fig. 6
- einen Schnitt längs der Linie VIII - VIII durch das Walzenschloß nach Fig. 7, und
- Fig. 7
- einen Schnitt längs der Linie IX - IX durch das Walzenschloß gemäß Fig. 6.
[0026] In Fig. 1 ist schematisch ein Druckwerk für eine Druckmaschine dargestellt. Hierbei
wird eine Farbkastenwalze 2 durch in einem Farbkasten 1 sich befindende Farbe mit
einem Farbfilm versehen. Eine Heberwalze 3 überträgt Farbe von der Farbkastenwalze
2 pendelnd auf eine erste, ortsfeste Reibwalze 4a. Eine erste Übertragungswalze 5a
überträgt die Farbe auf eine zweite Reibwalze 4b. Von da gelangt die Farbe über zweite
Übertragungswalzen 5b auf dritte, ortsfeste Reibwalzen 4c, die ihrerseits die Farbe
an Farbauftragwalzen 6 übergeben. Eine Druckplatte eines Formzylinders 7 wird über
die Farbauftragwalzen 6 eingefärbt. Auf ähnliche Weise gelangt Feuchtmittel von einem
Feuchtmittelkasten 8 mit einer Feuchtmittelkastenwalze 9 über eine Heberwalze 10 auf
eine ortsfeste Reibwalze 11, von wo das Feuchtmittel mittels Auftragwalzen 12 auf
die Druckplatte des Formzylinders 7 übertragen wird. Sowohl der Formzylinder 7 als
auch die Reibwalzen 4 bzw. 11 sind zumindest während des Produktionsvorganges praktisch
ortsfest im Maschinengestell der Druckmaschine gelagert. Die Übertragungswalzen 5
sowie die Auftragwalzen 6 bzw. 12 sind mit Verstellvorrichtungen ausgerüstet, mit
denen ihre Lage bezüglich der ortsfesten Walzen, mit denen sie in Anlage sind, verändert
werden können.
[0027] In Fig. 2 sind schematisch eine ortsfeste Reibwalze 4, eine Farbauftragwalze 6 und
der Formzylinder 7 dargestellt. Um die Drehachse 31 der Reibwalze 4 ist ein Schwenkhebel
30 drehbar gelagert. Mit diesem Schwenkhebel 30 ist ein Walzenschloß 20, in welchem
die Farbauftragwalze 6 drehbar gelagert ist, fest verbunden. In das Walzenschloß 20
hinein ragt ein Bolzen 32, der an einemn Lenkhebel 33 befestigt ist, wobei der Lenkhebel
33 mit einem Maschinengestell 34 über einen Gelenkzapfen 37 gelenkig verbunden ist.
Die Verstellung der Farbauftragwalze 6 bezüglich der Reibwalze 4 erfolgt durch Verschieben
in radialer Richtung (Pfeil A) der Reibwalze 4. Die Verstellung der Farbauftragwalze
6 bezüglich des Formzylinders 7 erfolgt durch Verschwenken des Schwenkhebels 30 (Pfeil
B) bezüglich des Lenkhebels 33.
[0028] Bei einer derartigen Einrichtung wird vorzugsweise zuerst die Lage der Farbauftragwalze
6 bezüglich der Reibwalze 4 eingestellt, wobei dies geschehen soll, wenn die Farbauftragwalze
6 und damit der Schwenkhebel 30 sich in der vom Formzylinder 7 abgestellten Lage befindet.
Ist die Lage der Farbauftragwalze 6 bezüglich der Reibwalze 4 eingestellt, so kann
durch Verschwenken des Schwenkhebels 30 in Richtung Formzylinder 7 die Lage der Farbauftragwalze
6 bezüglich des Formzylinders 7 eingestellt werden. Hierbei bleibt die Einstellung
der Farbauftragwalze 6 bezüglich der Reibwalze 4 unverändert.
[0029] Diese in Fig. 2 dargestellte Einrichtung zur Einstellung der Farbauftragwalze 6 bezüglich
des Formzylinders 7 bzw. der Reibwalze 4 ist auch für die Übertragungswalzen 5 anwendbar,
wobei die Einstellung dieser Übertragungswalzen 5 bezüglich zweier Reibwalzen 4 erfolgt.
[0030] In Fig. 3 ist das Walzenschloß 20 nach Fig. 2 dargestellt. Das Walzenschloß 20 weist
ein Gehäuse 23 auf. In dieses Gehäuse 23 ist eine erste Ausnehmung 22 eingearbeitet,
in welcher ein Lagerzapfen 21 der Farbauftragwalze 6 hineinragt. Der Mantel der Farbauftragwalze
6 ist über ein Wälzlager 39 auf dem Lagerzapfen 21 frei drehbar. Der Lagerzapfen 21
ist mit einem Flansch 38 versehen, der die Ausnehmung 22 des Gehäuses 23 abdeckt.
Das in das Gehäuse 23 des Walzenschlosses 20 hineinragende Ende des Lagerzapfens 21
ist mit einem quer zur Mittelachse angeordneten Gewindeloch 24 versehen. In dieses
Gewindeloch 24 ist als Stellelement eine Spindel 25 eingeschraubt. Diese Spindel 25
ist drehbar im Gehäuse 23 gelagert, aber gegen Verschieben gesichert. Drehfest mit
der Spindel 25 verbunden ist ein Zahnrad 27. Dieses Zahnrad 27 steht über weitere
Zahnräder mit einem nicht dargestellten Potentiometer (19) und einem nicht gezeigten
Antrieb (17, 18) in Verbindung. Das in das Gehäuse 23 des Walzenschlosses 20 hineinragende
Ende des Lagerzapfens 21 ist mit Abflachungen 40 versehen.
[0031] Etwa rechtwinklig zur Spindel 25 ist eine weitere Spindel 26 als zweites Stellelement
im Gehäuse 23 des Walzenschlosses 21 angeordnet. Auch diese Spindel 26 ist drehbar
und gegen Verschieben gesichert gelagert. Diese Spindel 26 ist in ein Gewindeloch
45 des Bolzens 32 eingeschraubt. Der Bolzen 32 durchdringt das Gehäuse 23 des Walzenschlosses
20 in einer Bohrung 35. Ein auf dem Bolzen 32 angeordneter Flansch 41 deckt die Bohrung
35 des Gehäuses 23 ab. Auf einem Endzapfen 43 des Bolzens 32 ist der Lenkhebel 33
bewegbar aufgesteckt. Das andere Ende des Lenkhebels 33 ist auf dem Gelenkzapfen 37,
der fest mit dem Maschinengestell 34 verbunden ist, ebenfalls bewegbar aufgesteckt.
[0032] Auf die Spindel 26 ist ein Zahnrad 44 gegen Verdrehung gesichert aufgesteckt. Dieses
Zahnrad 44 kämmt mit einem Zahnrad 29, welches auf einem Potentiometer 19 befestigt
ist. Mit dem Zahnrad 44 ist ebenfalls Zahnrad 28 in Eingriff. Das Zahnrad 28 ist auf
der abtreibenden Welle eines Getriebes 18 drehfest angebracht. Das Getriebe 18 ist
an einen Gleichstrommotor 17 angeflanscht (siehe Fig. 4).
[0033] Aus Fig. 4 ist ersichtlich, wie die Spindel 26 im Gehäuse 23 des Walzenschlosses
20 drehbar und gegen Verschieben gesichert gelagert ist. Spindel 26 ist in das Gewindeloch
45 des Bolzens 32 eingeschraubt. Der Bolzen 32, der mit Abflachungen 46 versehen ist,
ragt durch eine Öffnung 35 des Gehäuses 23 in das Walzenschloß 20 hinein. Sämtliche
bewegbaren Teile des Walzenschlosses 20 sind einerseits durch das Gehäuse 23, andererseits
durch eine Abdeckung 42 vollständig abgeschlossen, wodurch Verschmutzungen ausgeschlossen
sind.
[0034] Anstelle der Anordnung des Walzenschlosses auf einem Schwenkhebel ist es auch möglich,
einen Teil des Walzenschlosses mit dem Maschinengestell fest zu verbinden, wie es
in Fig. 6 und 7 dargestellt ist.
[0035] In Fig. 5 sind die zwei Reibwalzen 4a, 4b mit der zwischengeordneten Übertragungswalze
5b dargestellt. Die Verstellung der Übertragungswalze 5b erfolgt gradlinig. Hierbei
zeigen die beiden Pfeile 48 und 49, die mit den Richtungen der Spindeln 25, 26 übereinstimmen,
die Richtungen, in denen die Verstellung vorgenommen werden kann, an. Der Winkel zwischen
den beiden Pfeilen 48 und 49 beträgt 90°. In vorteilhafter Weise wird eine der beiden
Verstellrichtungen 48 oder 49 bezüglich der entsprechenden Reibwalze 4a bzw. 4b so
gewählt, daß sie praktisch mit einer an den Umfang der Reibwalze 4a bzw. 4b angelegten
Tangente zusammenfällt. Ist die Verstellrichtung 48 tangentiell zur Reibwalze 4a,
so läßt sich die Übertragungswalze 5b zur Reibwalze 4b in einem kleinen Bereich verstellen,
ohne daß sich die Einstellungen der Übertragungswalze 5b bezüglich der Reibwalze 4a
merkbar ändert.
[0036] In den Fig. 6 und 7 wird ein zweites Ausführungsbeispiel des Gegenstandes des Anspruches
1 dargestellt.
[0037] In Fig. 6 ist ein mit einem Sockel 51 versehener Bolzen 52 fest mit dem Maschinengestell
60 verbunden. Der Bolzen 52 ragt in eine Ausnehmung 61 in ein Gehäuse 62 eines Walzenschlosses
63 hinein. Durch ein im Bolzen 52 eingebrachtes Gewindeloch ist eine Spindel 64 eingeschraubt,
die im Gehäuse 62 drehbar und gegen Verschieben gesichert angeordnet ist. Parallel
zur Spindel 64 ist in das Gehäuse 62 ein Führungsbolzen 53 eingelassen, der in einem
mit Führungen 54 versehenen Loch 55 des Bolzens 52 steckt. Dieser Führungsbolzen 53
dient zur Aufnahme von Kräften und entlastet die Spindel 64. Die Spindel 64 ist mit
einem Zahnrad 65 versehen, das wieder mit dem in Fig. 7 dargestellten Zahnrad 74 des
nicht dargestellten Antriebs 17, 18 und dem Zahnrad 72 eines Potentiometers 73 kämmt.
[0038] Praktisch senkrecht zur Spindel 64 ist die andere Spindel 66 angeordnet. Diese Spindel
66 steckt in einem entsprechend angeordneten Gewindeloch 77 eines mit einem Flansch
56 versehenen Achsbolzens 57. Der Achsbolzen 57 ragt durch eine Ausnehmung 67 in das
Gehäuse 62 des Walzenschlosses 63. Ein Walzenzapfen 58 einer verstellbaren Walze ist
im Flansch 56 drehbar gelagert. Das Gehäuse 62 des Walzenschlosses 63 ist mit einer
Abdeckung 68 und mit Gummibälgen 59 vollständig eingeschlossen.
[0039] Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, ist der Walzenzapfen 58 im Flansch 56 durch Wälzlager
drehbar gelagert. Der Achsbolzen 57 ragt in das Walzenschloß 63 hinein und ist mit
einem Gewindeloch versehen, in welches die Spindel 66 eingeschraubt ist. Die Spindel
66 ist mit einem Zahnrad 69 ausgerüstet, welches wiederum mit dem in Fig. 6 dargestellten
Zahnrad 76 eines nicht dargestellten Antriebes 17, 18 und dem Zahnrad 75 eines zweiten
Potentiometers 70 kämmt. Auch hier nimmt ein Führungsbolzen 71 entstehende Biegekräfte
auf.
[0040] Zum Einjustieren der einstellbaren Walzen 5, 6 oder 12 können die Spindeln 25, 26,
64, 66 solange verstellt werden, bis die verstellbaren Walzen 5, 6 oder 12 die entsprechende
ortsfeste Walze berühren. Diese Lage kann in einer speicherprogrammierbaren Steuerung
abgespeichert werden. Gleichzeitig kann dieser Lage noch der Wert des Durchmessers
der verstellbaren Walze 5, 6 oder 12 zugeordnet werden. Von dieser Grundstellung der
verstellbaren Walze 5, 6 oder 12 aus ergeben sich für unterschiedliche Produktionsarten
andere, erforderliche Stellungen. Die entsprechenden Stellwerte sind in der speicherprogrammierbaren
Steuerung wiederum speicherbar. Damit ist es möglich, aufgrund einer vorbekannten
Produktionsart alle verstellbaren Walzen 5, 6 oder 12 dieser Produktionsart entsprechend
einzustellen.
1. Vorrichtung zum An- und Abstellen sowie Einstellen einer Farbwerks- bzw. Feuchtwerkswalze
einer Druckmaschine
a) mit einem ersten Stellelement zur Verstellung in Bezug auf eine erste, ortsfest
in einem Maschinengestell gelagerte Reibwalze und
b) mit einem zweiten Stellelement zur Verstellung in Bezug auf eine zweite, ortsfest
im Maschinengestell gelagerte Reibwalze oder auf einen Formzylinder, wobei
c) das erste und das zweite Stellelement in auf beiden Seiten der Farbwerks- oder
Feuchtwerkswalze angebrachten Walzenschlössern, die zur Aufnahme der stirnseitigen
Lagerzapfen der Farbwerks- bzw. Feuchtwerkswalze dienen, angeordnet sind,
gekennzeichnet durch die Kombination der folgenden Merkmale:
d) das erste und das zweite Stellelement sind Spindeln (25, 26, 64, 66);
e) das zweite Stellelement (26, 66) bewegt die Farbwerks- (5a, 5b, 6) oder Feuchtwerkswalze
(12) tangential in Bezug auf die erste Reibwalze (4, 4a, 4b, 11) aus der Andruckstellung
an diese erste Reibwalze (4);
f) jede Spindel (25, 26, 64, 66) ist über einen elektrisch angesteuerten Antrieb (17,
18) betätigbar;
g) die elektrische Ansteuerung des Antriebes (17, 18) erfolgt von einer speicherprogrammierbaren
Steuerung aus; und
h) jedem elektrisch angesteuerten Antrieb (17, 18) ist ein Pontentiometer (19, 70,
73) zugeordnet, das ein von der Lage des Antriebes (17, 18) abhängiges elektrisches
Signal abgibt, das der speicherprogrammierbaren Steuerung zuführbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerzapfen (21, 57) der Farbwerks- (5a, 5b, 6) bzw. Feuchtwerkswalze (12)
durch eine Ausnehmung (22, 67) eines Gehäuses (23, 62) des Walzenschlosses (20, 63)
ragt und mit einem Gewindeloch (24, 77) versehen ist, durch das eine erste Spindel
(25, 66) geführt ist, die drehbar gegen Verschieben gesichert im Gehäuse (23, 62)
des Walzenschlosses (20, 63)gelagert ist und dass im Gehäuse (23, 62) des Walzenschlosses
(20, 63) eine zweite Spindel (26, 64) drehbar und gegen Verschieben gesichert gelagert
ist, die gegenüber der ersten Spindel (25, 66) um einen Winkel (α) von 90° verdreht
angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass auf den Spindeln (25, 26, 66, 64) je ein Zahnrad (27, 44, 69, 65) drehfest
befestigt ist, das je mit einem Zahnrad (28, 74) kämmt, das über je ein Getriebe (18)
durch je einen als Gleichstrommotor (17) ausgebildeten ansteuerbaren Antrieb (17,
18) antreibbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Zahnrad (27, 44, 59, 65), das über das Getriebe (18) durch den Gleichstrommotor
(17) antreibbar ist, ein weiteres Zahnrad (29, 75, 72) im Eingriff steht, das die
Drehbewegung der Spindel (25, 26, 66, 64) auf das Potentiometer (19, 70, 73) übertragt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (23) des Walzenschlosses (20) auf einem Ende eines Schwenkhebels
(30) befestigt ist, dessen anderes Ende an die Achse (31) der ortsfesten Reibwalze
(4, 11) angelenkt und um diese schwenkbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende eines Lenkhebels (33) schwenkbar am Maschinengestell (34) angelenkt
ist, dass auf dem anderen Ende des Lenkhebels (33) ein Bolzen (32) befestigt ist,
und dass der Bolzen (32) durch eine Ausnehmung (35) in das Gehäuse (23) des Walzenschlosses
(20) hineinragt und mit einem Gewindeloch (45) versehen ist, durch das die zweite
Spindel (26) geführt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Bolzen (52), durch den die zweite Spindel (64) geführt ist, fest
mit dem Maschinengestell (60) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Spindel (64) so angeordnet ist, dass sie in etwa tangentialer Richtung
zur Reibwalze (4, 11) verläuft, und dass die erste Spindel (66) rechtwinkelig zur
zweiten Spindel (64) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle des Potentiometers (19) eine Druckmessdose vorgesehen ist, mit deren
abgegebenem Messwert für den Anstelldruck der Farbwerks- (5a, 5b, 6) bzw. Feuchtwerkswalze
(12) an die Reibwalzen (4, 11) und/oder an den Formzylinder (7) die Anstellung dieser
Walzen (4a, 5b, 6, 12) regelbar ist.
1. Apparatus for applying and lifting off and adjusting an inking unit or dampening unit
roller of a printing machine
a) having a first adjusting element for adjustment in relation to a first friction
roller mounted fixed in a machine frame
and
b) having a second adjusting element for adjustment in relation to a second friction
roller, which is mounted fixed in the machine frame, or to a forme cylinder,
c) the first and the second adjusting elements being arranged in roller locks which
are mounted on both sides of the inking unit roller or dampening unit roller and which
serve to receive the end-side bearing journals of the inking unit roller or dampening
unit roller,
characterized by the combination of the following features:
d) the first and the second adjusting elements are spindles (25, 26, 64, 66);
e) the second adjusting element (26, 66) moves the inking unit roller (5a, 5b, 6)
or dampening unit roller (12) tangentially in relation to the first friction roller
(4, 4a, 4b, 11) away from the position of pressure application against this first
friction roller (4);
f) each spindle (25, 26, 64, 66) can be actuated by way of an electrically triggered
drive (17, 18);
g) the electrical triggering of the drive (17, 18) is effected from a memory-programmable
control;
and
h) a potentiometer (19, 70, 73) which emits an electrical signal which is dependent
on the position of the drive (17, 18) and which can be supplied to the memory-programmable
control is associated with each electrically triggered drive (17, 18).
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the bearing journal (21, 57)
of the inking unit roller (5a, 5b, 6) or dampening unit roller (12) projects through
a cutout (22, 67) of a housing (23, 62) of the roller lock (20, 63) and is provided
with a threaded hole (24, 77) through which is guided a first spindle (25, 66) which
is mounted such that it is rotatable and is prevented from displacement in the housing
(23, 62) of the roller lock (20, 63), and in that in the housing (23, 62) of the roller
lock (20, 63) a second spindle (26, 64) is mounted such that it is rotatable and is
prevented from displacement and is arranged rotated by an angle (α) of 90° with respect
to the first spindle (25, 66).
3. Apparatus according to Claim 2, characterized in that a respective toothed wheel (27,
44, 69, 65) is rotatably secured to the spindles (25, 26, 66, 64) and each of these
toothed wheels meshes with a toothed wheel (28, 74) which can be driven by way of
a respective gearing (18) by means of a respective triggerable drive (17, 18), constructed
as a d.c. motor (17).
4. Apparatus according to Claim 3, characterized in that a further toothed wheel (29,
75, 72) which transfers the rotary movement of the spindle (25, 26, 66, 64) to the
potentiometer (19, 70, 73) is in engagement with the toothed wheel (27, 44, 59, 65)
which can be driven by way of the gearing (18) by the d.c. motor (17).
5. Apparatus according to one of Claims 2 to 4, characterized in that the housing (23)
of the roller lock (20) is secured to one end of a pivotal lever (30) whereof the
other end is articulated to the axle (31) of the fixed friction roller (4, 11) and
can be pivoted about the latter.
6. Apparatus according to Claim 5, characterized in that one end of a guide lever (33)
is pivotally articulated to the machine frame (34), in that a pin (32) is secured
to the other end of the guide lever (33), and in that the pin (32) projects through
a cutout (35) into the housing (23) of the roller lock (20) and is provided with a
threaded hole (45) through which the second spindle (26) is guided.
7. Apparatus according to one of Claims 2 to 4, characterized in that a second pin (52),
through which the second spindle (64) is guided, is securely connected to the machine
frame (60).
8. Apparatus according to Claim 7, characterized in that the second spindle (64) is arranged
such that it runs in an approximately tangential direction with respect to the friction
roller (4, 11), and in that the first spindle (66) is arranged at a right angle to
the second spindle (64).
9. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that instead
of the potentiometer (19) a pressure cell is provided by means of whose emitted measurement
value for the application pressure of the inking unit roller (5a, 5b, 6) or dampening
unit roller (12) against the friction rollers (4, 11) and/or against the forme cylinder
(7) the application of these rollers (4a, 5b, 6, 12) can be regulated.
1. Dispositif pour la mise en position d'appui et d'écartement et pour le réglage de
position d'un rouleau d'encrage ou de mouillage d'une machine d'imprimerie, comportant
a) un premier organe de réglage pour régler la position par rapport à un premier rouleau
baladeur monté à poste fixe dans un bâti de la machine, et
b) un second organe de réglage pour régler la position par rapport à un second rouleau
baladeur monté à poste fixe dans le bâti de la machine, ou par rapport à un cylindre
porte-cliché,
c) le premier et le second organes de réglage étant disposés dans des mécanismes de
réglage, disposés des deux côtés du rouleau d'encrage ou de mouillage, qui servent
à recevoir les tourillons des extrémités du rouleau d'encrage ou de mouillage,
caractérisé par la combinaison des particularités suivantes :
d) le premier et le second organes de réglage sont des broches filetées (25, 26, 64,
66) ;
e) le second organe de réglage (26, 66) déplace le rouleau d'encrage (5a, 5b, 6) ou
de mouillage (12) tangentiellement par rapport au premier rouleau baladeur (4, 4a,
4b, 11) à partir de la position d'appui sur ce premier rouleau baladeur (4) ;
f) chaque broche filetée (25, 26, 64, 66) peut être actionnée par l'intermédiaire
d'un organe moteur (17, 18) commandé électriquement ;
g) la commande électrique de l'organe moteur (17, 18) s'effectue à partir d'un système
de commande à mémoire programmable ; et
h) à chaque organe moteur (17, 18) commandé électriquement est associé un potentiomètre
(19, 70, 73), adapté à émettre un signal électrique dépendant de la position de cet
organe moteur (17, 18), à destination du système de commande à mémoire programmable.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tourillon d'extrémité
(21,57) de l'arbre du rouleau d'encrage (5a, 5b, 6) ou du rouleau de mouillage (12)
passe à travers une échancrure (22,67) d'une paroi du carter (23,62) du mécanisme
de réglage (20,63) du rouleau pour pénétrer dans ce carter, ce tourillon (21,57) étant
pourvu d'un trou taraudé (24,77) dans lequel est vissée une première broche filetée
(25,66), ainsi montée rotativement dans le carter (23,62) du mécanisme de réglage
(20,63) du rouleau sans pouvoir s'y déplacer, et en ce qu'une deuxième broche filetée
(26,64) est également montée rotativement dans le carter (23,62) du mécanisme de réglage
(20,63) sans pouvoir s'y déplacer, cette deuxième broche filetée (26,64) étant décalée
d'un angle (α) égal à 90° par rapport à la première broche filetée (25,66).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il comporte une roue dentée
(27,44,69,65) clavetée sur chacune des broches filetées (25,26,66,64) et en prise
avec une deuxième roue dentée (28,74) associée à un train d'engrenages (18) à travers
lequel cette deuxième roue dentée peut être entraînée en rotation par un organe moteur
(17,18) commandé à distance et constitué par un moteur à courant continu (17).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'il comporte, outre la roue
dentée (27,44,59,65) pouvant être commandée par le moteur à courant continu (17) à
travers le train d'engrenages (18), une autre roue dentée (29,75,72) en prise avec
la première roue dentée, pour transmettre au potentiomètre (19,70,73) le mouvement
de rotation de la broche filetée (25,26,66,64).
5. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que le carter (23)
du mécanisme de réglage (20) du rouleau est fixé à une extrémité d'un levier orientable
(30) articulé par son autre extrémité sur l'axe fixe (31) du rouleau baladeur (4,11)
et pouvant ainsi pivoter autour de cet axe.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'il comporte une belle d'orientation
(33), articulée par l'une de ses extrémités sur le bâti (34) de la machine, l'autre
extrémité de la bielle d'orientation (33) portant un doigt(32) qui pénètre dans le
carter (23) du mécanisme de réglage (20) du rouleau en passant à travers une échancrure
(35) de la paroi de ce carter (23), ce doigt (32) étant pourvu d'un trou taraudé (45)
dans lequel est vissée la deuxième broche filetée (26).
7. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce qu'il comporte
un trou taraudé fixe, usiné dans un bossage (52) solidaire du bâti (60) de la machine,
et dans lequel est vissée la deuxième broche filetée (64).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que la deuxième broche filetée
(64) est montée suivant une orientation sensiblement tangentielle par rapport au deuxième
rouleau baladeur (4,11), la première broche filetée (66) étant montée dans une orientation
sensiblement perpendiculaire à la deuxième broche filetée (64).
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comporte,
à la place du potentiomètre (19), un capteur de mesure de pression d'appui, permettant
de mesurer la valeur de la pression d'appui du rouleau d'encrage (5a, 5b, 6) ou du
rouleau de mouillage (12) contre les rouleaux baladeurs (4,11) et/ou contre le cylindre
portecliché (7), afin de régler la position de ces rouleaux (4a,5b, 6,12) d'après
la valeur de la pression d'appui indiquée par ce capteur de mesure.