[0002] Bei einem Schutzanzug mit Atemschutzgerät der gattungsgemäßen Art ist es bekannt,
daß zwischen einem Überdruckventil eines Atembeutels des Atemschutzgerätes und einem
im Schutzanzug festgelegten Ventil ein Schlauchverbindungselement angeordnet ist,
durch das bei einer im Atembeutel angesammelten Überproduktion von Sauerstoff dieser
aus dem Schutzanzug abgeleitet werden kann (FR-A-2314735).
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einem unter einem gasdichten
Schutzanzug zu tragenden Chemikalsauerstoffgerät eine sichere Ableitung des überschüssigen
Sauerstoffs aus dem Schutzanzug hinaus ins Freie zu gewährleisten.
[0005] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß mit einfachen
Mitteln bei einem Chemikalsauerstoffgerät mit Atembeutel und Überdruckventil, dieses
ohne bauliche Veränderungen am Gerät, selbst jederzeit sicher vom Gerätträger unter
dem Schutzanzug getragen werden kann.
[0008] Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich ist, ist zwischen dem Überdruckventil 1 des
Atembeutels 2 und einem Ausatemventil 3 des Schutzanzuges 4 ein biegsames Schlauchverbindungselement
5 angeordnet, durch welches bei einer im Atembeutel angesammelten Überproduktion von
Sauerstoff dieser aus dem Schutzanzug hinaus ins Freie abgeblasen wird.
Das Schlauchverbindungselement 5 besteht im wesentlichen aus einem flexiblen Schlauchteil
6 mit jeweils an den freien Enden fest angeordneten Schraubverbindungsteilen 7, die
zum unverlierbaren Anschluß einerseits an den Ventilhalter 3a des Ausatemventils 3
im Schutzanzug 4 und andererseits an ein Verbindungsstück 8 vorgesehen sind, welches
in ein das Überdruckventil 1 umfassendes elastisches Kappenteil 9 eingesteckt bzw
eingeknöpft wird. Auf diese Weise ist das Schlauchverbindungselement 5 mit Verbindungsteil
8 an diesem Ende am Überdruckventil 1 abnehmbar festgelegt, während es an seinem anderen
Ende am Ventilhalter 3a des Ausatemventils 3 im Schutzanzug 4 fest eingeschraubt ist.
Das elastische Kappenventil 9 ist in Form einer faltenbalgartigen Gummikappe 9a ausgebildet.
Das am Überdruckventil 1 und außen am Atembeutel 2 angeordnete Kappenteil 9 ist aufgrund
seiner faltenbalgartigen Ausführung zusammenklappbar, was auch vorteilhaft für ein
angestrebtes enges Zusammenpacken des Chemikalsauerstoffgerätes 12 in einem Behälter
ist, wenn das Gerät gelagert wird. Das Kappenteil 9 dient weiterhin auch als Schutzkappe
für das Überdruckventil 1.
Am Kappenteil 9 ist ein über den Faltenbalg 9a hinausragender Ring 9b angeformt, dessen
Innendurchmesser als Haltewulst 9b ausgebildet ist, die in eine mit der Haltewulst
übereinstimmende Nut 8a im Verbindungsstück 8 des Schlauchverbindungselementes 5 eingreift,
wenn das Schlauchverbindungselement in das Kappenteil 9 eingesteckt bzw. eingeknöpft
wird. Die Dichtung zwischen dem Kappenteil 9 und dem Verbindungsstück 8 erfolgt an
einer Stelle 9d im Innern des Kappenteils 9, während die Haltewulst 9b durch einen
sogenannten satten Sitz in der Nut 8a des Verbindungsstückes 8 festgelegt ist. Dadurch
wird ein sicherer Sitz des Verbindungsstückes 8 im Kappenteil 9 erreicht. Der Ring
9b ist als ein Griffteil für das Einstecken bzw. Herausnehmen des Verbindungsstückes
8 ausgebildet.
Das Kappenteil 9 ist am Ventilhalter 1a des Überdruckventils 1 festgelegt und mit
diesem am Stoffrand 2a des Atembeutels 2 eingeklemmt. Für den Fall, daß sich im Atembeutel
ein Sauerstoffüberschuß angesammelt hat, öffnet das Überdruckventil 1 mittels einer
im Atembeutel 2 angeordneten Zugkette 10 und der aus dem Atembeutel abgeblasene Sauerstoff
gelangt in Pfeilrichtung A über das Schlauchverbindungselement 5 und das Ausatemventil
3 außerhalb des Schutzanzuges 4 ins Freie, wobei das Ausatemventil von einer Schutzkappe
11 abgedeckt ist, die den Sauerstoffstrom, beispielsweise nach unten zum Boden hin,
ablenkt.
[0009] In Fig. 2 ist ersichtlich, daß der Gerätträger das Chemikalsauerstoffgerät 12 vor
der Brust unter dem Schutzanzug 4 trägt und das erfindungsgemäße Schlauchverbindungselement
5 den im Atembeutel 2 angesammelten überschüssigen Sauerstoff über die Schutzkappe
11 nach außen ablenkt.