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EP 0 354 877 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.06.1993 Patentblatt 1993/22 |
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Anmeldetag: 08.08.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E05B 9/08 |
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Verschluss-System für auswechselbare Sicherheits-zylinderschlösser
Lock system with interchangeable cylinder locks
Système de serrures avec serrures à cylindre interchangeables
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB NL SE |
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Priorität: |
11.08.1988 CH 3034/88
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.02.1990 Patentblatt 1990/07 |
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Patentinhaber: Keller, Ernst |
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CH-8805 Richterswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Keller, Ernst
CH-8805 Richterswil (CH)
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Vertreter: Groner, Manfred et al |
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Isler & Pedrazzini AG,
Patentanwälte,
Postfach 6940 8023 Zürich 8023 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 465 055 US-A- 3 793 857
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US-A- 1 761 092
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verschluss-System nach dem Oberbegriff des unabhängigen
Patentanspruchs 1.
[0002] Ein solches System ist durch die US-A-3 793 857 bekannt geworden. Dieses System weist
ein Sperrelement auf, das nur dann in eine den Schliesszylinder freigebende Position
bringbar ist, wenn ein mit dem Sperrelement in Verbindung stehender, quer zur Schlossachse
verschiebbarer Schieber mittels eines in eine Oeffnung des Schliesszylinders einsteckbaren
und anschliessend auf einer Kreisbahn bewegbaren Stifts in eine Ausnehmung auf dem
Umfang des Zylinderkerns einschiebbar ist. Dabei ist der Zylinderkern nur mit dem
Schlüssel in eine Stellung drehbar, in der die Ausnehmung den Schieber aufnimmt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verschluss-System der eingangs genannten
Art zu schaffen, das bei einfachem Aufbau eine hohe Betriebssicherheit bietet. Die
Aufgabe wird durch die Erfindung gemäss Anspruch 1 gelöst.
[0004] Um den Schliesszylinder zu lösen, muss lediglich der Zylinderkern in die Position
gedreht werden, in welcher die beiden Durchgänge in Deckung sind. Mit einem von der
Aussenseite des Schliesszylinders in die Durchgänge eingesetzten Dorn, beispielsweise
einer aufgebogen Bureauklammer, wird das Sperrelement in eine diesen entsperrende
Position gebracht und der Schliesszylinder aus der Führungshülse herausgezogen. Der
neue Schliesszylinder wird dann in die Führungshülse eingesetzt, wobei das Sperrelement
von selbst in die Nut der Führungshülse einschnappt. Das Auswechseln kann somit in
einfacher Weise und mit wenigen Griffen vorgenommen werden und erfordert keinerlei
handwerkliches Geschick. Die Erfindung macht Bureauanlagen möglich, bei denen jeder
Mitarbeiter bei einem Bureauwechsel seine Schliesszylinder mitnehmen und das Auswechseln
der Schliesszylinder ohne Fachpersonal vorgenommen werden kann. Wesentlich ist, dass
die beiden Durchgänge nur mit Hilfe des zum Schliesszylinder gehörenden Schlüssels
zur Deckung gebracht werden können.
[0005] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist der Zylinderkern auf seiner Mantelfläche
hinter seinem genannten Durchgang eine Ausnehmung auf, in die das Sperrelement beim
Lösen des Schliesszylinders ausweichen kann, wobei diese Ausnehmung sich nur über
einen Teil des Umfangs des Zylinderkerns erstreckt. Dadurch wird verhindert, dass
der Schliesszylinder an geeigneter Stelle durchgebohrt und das Sperrelement in die
den Schliesszylinder entsperrende Position gebracht werden kann. Der auszuwechselnde
Schliesszylinder wird nach vorne aus der Führungshülse herausgezogen und nicht nach
hinten wie bisher.
[0006] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verschluß-Systems sind
Gegenstand der Ansprüche 3 und 4.
[0007] Ein Sperrelement in einem Schliesszylinder ist durch die DE-A-36 03 655 bekannt geworden.
Bei diesem wird der Zylinderkern und nicht der Schliesszylinder als ganzes ausgewechselt.
Zum Lösen des Sperrelementes wird bei abgezogenem Schlüssel ein Stift durch den Schlüsselkanal
in einen Stiftkanal des Zylinderkerns eingesteckt.
[0008] Ein Auführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Teilängsschnitt durch einen in ein Möbel eingesetzten Schliesszylinder in Wechselposition,
- Fig. 2
- einen Teilquerschnitt durch den Schliesszylinder in Offenstellung und bei abgenommener
Deckhülse und
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Sperrelementes.
[0009] Eine Hülse 3 ist in eine Bohrung 2 einer Wand 1 oder dergl. eines Möbelstückes eingesetzt
und festgeschraubt. Ein Schliesszylinder 4 mit einem Zylindergehäuse 5, einer Deckhülse
6 und einem im Gehäuse 5 drehbar gelagerten Zylinderkern 7 ist von vorne in die Büchse
3 eingesetzt. Mit einem Sprengring 8 am hinteren Ende und einem Kragen 9 am vorderen
Ende ist der Zylinderkern 7 im Zylindergehäuse 5 axial gesichert.
[0010] In eine Ausnehmung 10 des Zylindergehäuses 5 ist ein Sperrelement 11 eingesetzt,
das mit zwei abgewinkelten Sperrteilen 13 in eine Nut 12 in der Innenseite der Hülse
3 eingreift und dadurch den Schliesszylinder axial fixiert. Wie die Figur 3 zeigt,
weist das Sperrelement 11 zwischen den Sperrteilen 13 einen Betätigungsteil 14 auf,
der zum Zylinderkern 7 hin abgebogen ist und an dem das freie Ende des Sperrelements
mit einem Stift 15 gegen die Kraft eine Blattfeder 16 zum Zylinderkern 7 hin soweit
ausgelenkt werden kann, bis die beiden Sperrteile 13 nicht mehr in die Nut 12 eingreifen
und der Schliesszylinder 4 nach vorne aus der Hülse 3 herausgezogen werden kann. Hierbei
wird eine an sich bekannte Kupplung gelöst.
[0011] Der Betätigungsteil 14 taucht beim Lösen in eine Ausnehrung 17 in der Mantelfläche
des Zylinderkerns 7 ein. Diese Ausnehmung 17 erstreckt sich nur um einen kleinen Teil
des Umfangs des Zylinderkerns 7 und befindet sich nur dann im Bereich des Sperrelementes
11, wenn der Schliesszylinder 4 in der in Fig. 1 gezeigten Wechselposition ist. Ausserhalb
dieser Position stösst das Sperrelement 11 nach geringer Auslenkung mit dem Betätigungsteil
14 an die Mantelfläche des Zylinderkerns 7, so dass die Sperrteile 13 nicht aus der
Nut 12 herausgebracht werden können.
[0012] Wie die Fig. 2 zeigt, weist der Zylinderkern 7 am Kragen 9 einen Durchgang 18 auf,
der mit einer Drehung des Zylinderkerns 7 um z.B. 90° in die Wechselposition und zur
Deckung mit einem Durchgang 19 im Zylindergehäuse 5 gebracht wird. In der Wechselposition
wird der Stift 15 zum Auswechseln des Schliesszylinders durch die Durchgänge 18 und
19 eingeführt und am Betätigungsteil 14 angelegt. Hierbei ist der nicht gezeigte Schlüssel
selbstverständlich in den Schlüsselkanal 20 eingesetzt. Es besteht somit eine doppelte
Sicherheit gegen ein unbefugtes Oeffnen, da einerseits ausserhalb der Wechselposition
der Durchgang 19 durch den Kragen 9 überdeckt ist und anderseits das Sperrelement
11 an seinem freien Ende nur in der Wechselposition gegen den Zylinderkern 7 hin ausgelenkt
werden kann.
[0013] Der Austausch-Schliesszylinder wird von vorne in die Hülse 3 eingesetzt, wobei das
Sperrelement 11 selbsttätig in die Nut 12 einschnappt und die Kupplung zum Antriebsorgan
hergestellt wird.
[0014] Aus den obigen Angaben ergibt sich ein Verschluss-System, das ersichtlich mit verhältnismässig
wenigen, einfachen und robusten Bauteilen realisierbar ist und das nicht nur den sicherheitstechnischen
Anforderungen in hervorragender Weise Rechnung trägt, sondern auch das Auswechseln
des Schliesszylinders in sehr einfacher Weise ermöglicht.
1. Verschluss-System für auswechselbare Sicherheitszylinderschlösser, welche mit Antriebsorganen
zur Betätigung der Spermittel oder zur direkten Verriegelung kuppelbar sind, wobei
es eine Führungshülse (3) zur Aufnahme eines Schliesszylinders (4) mit Zylindergehäuse
(5) und Zylinderkern (7) aufweist, und die in eine Bohrung (2) beispielsweise eines
Möbels (1), einer Tür oder eines Fensters einsetzbar ist, und wobei im Zylindergehäuse
(5) ein Sperrelement (11) angeordnet ist, das bei eingesetztem Schliesszylinder (4)
in eine Nut (12) auf der Innenseite der Führungshülse (3) einschnappt, dadurch gekennzeichnet,
dass das Zylindergehäuse (5) und der Zylinderkern (7) Durchgänge (18,19) aufweisen,
die durch Drehen des Zylinderkerns (7) zur Deckung gebracht werden können und durch
die hindurch mit einem Stift (15) das Sperrelement (11) in eine den Schliesszylinder
(4) freigebende Position bringbar ist, und dass das Sperrelement (11) an seinem vorderen,
zum vorderen Ende des Zylinderkerns (7) gerichteten Ende wenigstens einen nach aussen
zur Nut (12) auf der Innenseite der Führungsbüchse (3) hin abgebogenen Sperrteil (13)
und einen nach innen zum Zylinderkern (7) hin gebogenen Betätigungsteil (14) aufweist.
2. Verschluss-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderkern (7)
auf seiner Mantelfläche hinter dem Durchgang (18) des Zylinderkerns (7) eine Ausnehmung
(17) aufweist, in die ein Betätigungsteil (14) des Sperrelementes (11) bei Lösen des
Schliesszylinders ausweichen kann, wobei diese Ausnehmung (17) sich nur über einen
Teil des Umfangs des Zylinderkerns (7) erstreckt.
3. Verschluss-System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Sperrelement
(11) ein Federelement (16) angebracht ist, das am Zylindergehäuse (5) abgestützt ist.
4. Verschluss-System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das
Sperrelement (11) in einer Ausnehmung (10) des Zylindergehäuses schwenkbar gelagert
ist.
1. A locking system for replaceable safety cylinder locks, which can be coupled with
drive elements for actuating the locking means or for direct locking, the locking
system comprising a guide sleeve (3) for receiving a locking cylinder (4), which has
a cylinder housing (5) and cylinder core (7), and which can be inserted into a bore
(2), for example in a piece of furniture (1), door or window, and a locking element
(11) being arranged in the cylinder housing (5) and, when the locking cylinder (4)
is inserted, snapping into a groove (12) on the inside of the guide sleeve (3), characterised
in that the cylinder housing (5) and the cylinder core (7) comprise ducts (18, 19),
which can be brought into alignment by rotating the cylinder core (7) and through
which the locking element (11) can be moved by means of a pin (15) into a position
releasing the locking cylinder (4), and at its front end pointing towards the front
end of the cylinder core (7), the locking element (11) comprises at least one locking
part (13) bent outwards towards the groove (12) on the inside of the guide sleeve
(3) and one actuating part (14) bent inwards towards the cylinder core (7).
2. A locking system according to claim 1, characterised in that, on its cylindrical surface
behind the duct (18) of the cylinder core (7), the cylinder core (7) comprises a recess
(17), into which an actuating part (14) of the locking element (11) can move out of
the way when the locking cylinder is released, said recess (17) extending over only
part of the circumference of the cylinder core (7).
3. A locking system according to claim 1 or 2, characterised in that a spring element
(16) is arranged on the locking element (11) and is supported against the cylinder
housing (5).
4. A locking system according to one of claims 1 to 3, characterised in that the locking
element (11) is pivotally mounted in a recess (10) in the cylinder housing.
1. Système de verrouillage pour serrures à cylindre de sécurité interchangeables pouvant
être couplées à des organes moteurs pour l'actionnement des moyens de blocage ou pour
le verrouillage direct, présentant un manchon de guidage (3) destiné à recevoir un
cylindre de fermeture (4) à boîtier de cylindre (5) et noyau de cylindre (7) pouvant
être introduit dans un alésage (2), par exemple, dans un meuble (1), une porte ou
une fenêtre, dans le boîtier de cylindre (5) étant disposé un élément de blocage (11)
qui, lorsque le cylindre de fermeture (4) est introduit, s'engage dans une rainure
(12) dans la face intérieure du manchon de guidage (3), caractérisé en ce que le boîtier
de cylindre (5) et le noyau de cylindre (7) présentent des passages (18, 19) qui peuvent
être recouverts par rotation du noyau de cylindre (7) et à travers lesquels, à l'aide
d'une goupille (15), l'élément de blocage (11) peut être amené dans une position libérant
le cylindre de fermeture (4) et que l'élément de blocage (11) présente, à son extrémité
avant orientée vers l'extrémité avant du noyau de cylindre (7), au moins une pièce
de blocage (13) recourbée vers l'extérieur, vers la rainure (12) dans la face intérieure
du manchon de guidage (3), et une pièce d'actionnement (14) repliée vers l'intérieur,
vers le noyau de cylindre (7).
2. Système de verrouillage suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le noyau
de cylindre (7) présente, sur sa surface d'enveloppe, derrière le passage (18) du
noyau de cylindre (7), un évidement (17) dans lequel peut se dévier une pièce d'actionnement
(14) de l'élément de blocage (11) lors du déblocage du cylindre de fermeture, cet
évidement (17) ne s'étendant que sur une partie de la périphérie du noyau de cylindre
(7).
3. Système de verrouillage suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que sur
l'élément de blocage (11) est disposé un élément de ressort (16) qui s'appuie sur
le boîtier de cylindre (5).
4. Système de verrouillage suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que l'élément de blocage (11) est monté de manière pivotable dans un évidement (10)
du boîtier de cylindre.
