[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Ölauffüllung eines Speicherraums eines
hydro-pneumatischen Druckübersetzers, sowie von einem hydro-pneumatischen Druckübersetzer
bekannter Art zur Durchführung des Verfahrens, jeweils nach der Gattung des Anspruchs
1 bzw. des Anspruchs 5.
[0002] Bei den gattungsgemäßen hydro-pneumatischen Druckübersetzern (DE-B-2 818 337 oder
DE-A-2 810 894) werden hin und wieder in Arbeitspausen die Leckverluste des Hydrauliköls
durch Auffüllen des Speicherraums ausgeglichen. Das Hydrauliköl wird dabei über einen
Nippel von außerhalb des Druckübersetzers in den Speicherraum gefördert, wobei der
federbelastete Speicherkolben entsprechend entgegen der Federkraft verschoben wird.
Die Federkraft wird meist durch eine mechanische Schraubenfeder oder durch eine Luftfeder
erzeugt, die jeweils den Speicherkolben auf der dem Speicherraum abgewandten Stirnseite
beaufschlagen. Natürlich sind auch andere Mittel zur Erzeugung der Federkraft denkbar.
[0003] Ein Problem bei der Ölauffüllung des Speicherraums stellt die Entlüftung des Speicherraums
dar, die natürlich beim Erstauffüllen des Speicherraums mit Hydrauliköl erforderlich
ist, aber auch beim Nachfüllen von Hydrauliköl erforderlich sein kann, nämlich immer
dann, wenn Luft vom Federraum über die radialen Dichtungen des Speicherkolbens zum
Speicherraum gelangt ist. Derartige schädliche Luft kann auch vom Arbeitsraum in den
Speicherraum gelangt sein, wenn beispielsweise die radialen Dichtungen am Arbeitskolben
nicht ausreichend zu den am Arbeitskolben angreifenden pneumatischen Drücken hin abdichten.
[0004] Die Entlüftung des Speicherraums erfolgt üblicherweise durch eine Entlüftungsbohrung,
die durch eine Entlüftungsschraube verschlossen ist, welche beim Hydraulikölnachfüllen
und beabsichtigtem Entlüften entfernt werden muß. Häufig ist jedoch beim Ölnachfüllen
eine Entlüftung nicht erforderlich, so daß die Entlüftungsbohrung dabei nicht geöffnet
wird. Je nach konstruktiver Ausgestaltung der Speicherfeder und des Federraums kann
bei unvorsichtigem Nachfüllen von Hydrauliköl der Speicherkolben so weit in den Federraum
hineingeschoben werden, daß die radialen Außendichtungen Anschlußbohrungen des Federraums
überfahren und dadurch im Laufe der Zeit verletzt werden können. Im Unterschied zu
der nur einen geringen Durchmesser aufweisenden Entlüftungsbohrung sind diese Anschlußbohrungen
des Federraums verhältnismäßig groß. Diese Anschlußbohrungen dienen beispielsweise
für eine Luftfeder oder aber, wenn im Federraum eine Schraubenfeder angeordnet ist,
für die Hauptentlüftung des Federraums.
[0005] Wenn jedoch Luft im Speicherraum vorhanden ist, kann diese zu Schäumen des Hydrauliköls
und zu Funktionsstörungen führen bzw. zu mangelnden Druckübersetzungen.
[0006] Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Druckübersetzer besteht darin, daß bei unkontrolliertem
Ölnachfüllen, was ja stets unter gewissem Druck erfolgen muß, der Arbeitskolben aus
seiner Ausgangslage verschoben wird, da das in den Speicherraum eingefüllte Hydrauliköl
nach Beenden des Ausweichhubs des Speicherkolbens vom Speicherraum in den Arbeitsraum
dringt. Das nunmehr erforderliche Ablassen von Hydrauliköl ist zeitaufwendig. In jedem
Fall ist das Ölauffüllen bei den bekannten Druckübersetzern schlecht kontrollierbar.
Vorteile der Erfindung
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Auffüllung eines Speicherraum eines hydro-pneumatischen
Druckübersetzers und der hydro-pneumatische Druckübersetzer zur Durchführung dieses
Verfahrens mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 und des Anspruchs 4 hat
demgegenüber den Vorteil, daß etwaige im Speicherraum vorhandene Luftmengen, oder
beim Auffüllen des Speicherraums mit Hydrauliköl hineingelangende Luftmengen automatisch
entlüftet werden. Da die Ölauffüllung stets mit einem gewissen, die Kraft der Speicherfeder
überwindenden Überdruck erfolgt, wird bei Ausnutzung der einzelnen Drücke bzw. der
die Drücke bewirkenden Kräfte, der Speicherkolben beim Auffüllen solange verschoben,
bis nach ausreichender Ölauffüllung, aber bevor der Arbeitskolben verschoben wird,
die Ölauffüllung beendet wird. Diese Beendung kann erfindungsgemäß durch Öffnen des
Druckventils, beispielsweise eines Druckhalteventils, erfolgen, so daß ein bestimmter
Druck im Speicherraum nicht überschritten wird. Natürlich kann diese Unterbrechung
auch dadurch erfolgen, daß bei Erreichen eines Auffülldrucks, der etwas höher als
der Speicherdruck aber niedriger als der am Arbeitskolben zu dessen Verschiebung erforderliche
Druck ist, die Ölauffüllung beendet wird. In jedem Fall wird erfindungsgemäß der Maximaldruck
im Speicherraum bei der Ölauffüllung nach oben begrenzt und dies vorzugsweise in Verbindung
mit einer automatischen Steuerung (Entlüftung).
[0008] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird der Druck durch ein Druckhalteventil
begrenzt, das bekanntlich bei Überschreiten eines bestimmten Druckes entweder öffnet,
um den Überdruck abzubauen, oder schließt, um einen Überdruck zu verhindern, so daß
ein solches Druckhalteventil entweder am Ölüberlauf oder am Ölzulauf angeordnet sein
kann. Als Druckventil mit gleichzeitiger Entlüftungswirkung kann auch ein Rückschlagventil
dienen, das bei entsprechendem Überschreiten des Speicherdruckes öffnet.
[0009] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Entlüftungsöffnung
durch den Speicherkolben erst in dessen Ausgangslage freigelegt. Dies ist für eine
Entlüftung allerdings nur dann sinnvoll, wenn in überlicher Weise der den Speicherkolben
aufnehmende Zylinder vertikal eingebaut ist, so daß sich oberhalb der Ölsäule und
unterhalb des Speicherkolbens die Luftmengen sammeln können, die dann nach entsprechender
Verschiebung des Speicherkolbens zuerst, und zwar automatisch, entweichen, bevor dann
Öl nachströmen kann. Als reine Sicherung gegen Ölüberdruck im Speicherraum spielt
die Einbaulage keine entscheidende Rolle. Das hierbei zu verwendende Druckventil muß
in jedem Fall ein Rückströmen von Luft von außerhalb über die Entlüftungsbohrung in
den Speicherraum verhindern.
[0010] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind zwei Entlüftungsbohrungen
vorhanden, von denen eine in Ausgangslage und die andere bei weiterem Verschieben
des Speicherkolbens in Richtung Speicherfeder erst in Extremlage des Speicherkolbens
aufgesteuert wird. Während der Speicherkolben bei normalem Betrieb immer in seine
Ausgangslage zurückläuft und dabei die erste Entlüftungsbohrung aufsteuert, durch
die dann auch kontinuierlich entlüftet werden kann, wird die zweite Entlüftungsbohrung
nur dann aufgesteuert, wenn ein Fehler beim Ölnachfüllen geschieht, beispielsweise
wenn zu viel Öl in das System eingepumpt wird und von der relativ kleinen ersten Entlüftungsbohrung
nicht ausreichend abgeführt werden kann. Sobald dann die Überfüllung beendet ist,
schiebt die Speicherfeder den Speicherkolben wieder ein wenig zurück, wobei diese
zweite Entlüftungsbohrung durch den Speicherkolben verschlossen wird. In der sich
dann ergebenden, vom Speicherdruck bestimmten, schwimmenden Ausgangslage des Speicherkolbens
ist die erste Entlüftungsbohrung noch aufgesteuert, um so eine kontinuierliche Entlüftung
zu gewährleisten. Vorteilhafterweise kann diese zweite Entlüftungsbohrung ebenfalls
von einem Druckventil steuerbar sein, wobei jedoch auch der Speicherkolben selbst
mit seinen Radialdichtungen in Verbindung mit der Mündung dieser zweiten Entlüftungsbohrung
als Druckventil arbeitet und somit ein extra Druckventil als zusätzliche Sicherung
gegen Leckluft dient.
[0011] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Extremlage des Speicherkolbens
durch einen Anschlag bestimmt, so daß der Speicherkolben beim Auffüllen von Hydrauliköl
erst an diesen Anschlag geschoben wird, bevor die Entlüftung bzw. die Überfüllsicherung
öffnet, um die Luft bzw. zu viel geförderte Hydraulikmengen entweichen zu lassen.
Hierdurch wird insbesondere auch verhindert, daß der Speicherkolben so weit verschoben
wird, daß die Radialdichtung durch irgendwelche Anschlüsse, die von ihr überfahren
würden, beschädigt werden könnten.
[0012] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind im Speicherkolben
Ringnuten (Labyrinthnuten) zur Zylinderwand und zum Tauchkolben hin mit Leckleitungen
vorhanden zur Ableitung von Leckluft und Lecköl. Hierdurch ist gewährleistet, daß
die besonders bei unterschiedlichen Drücken in Federraum und Speicherraum möglichen
Leckagen unschädlich abgeleitet werden. In den Speicherraum gelangende Luftmengen
können zu einer Verschäumung des Öls führen und auch in den Arbeitsraum gelangen,
was zu erheblichen Funktionsstörungen, insbesondere zu einer mangelnden Krafterzeugung,
führen kann.
[0013] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung, bei der als Speicherfeder
eine Druckluftfeder dient, weist der Federraum eine feststehende Trennwand auf, mit
einer zentralen mit der Führungsbohrung fluchtenden Bohrung, in der der Tauchkolben
radial dichtend gleitet, und wobei die Trennwand als Anschlag für den Speicherkolben
dient. Üblicherweise wird bei der Verwendung von Druckluft als Speicherfeder der Federraum
nahezu auf Null abgebaut
- um damit Baulänge des Druckübersetzers zu sparen
- da die Kraft der Speicherfeder durch den Luftdruck bestimmt wird, der auch in den
Zuführleitungen zum Federraum herrscht und von der Luftversorgung her aufrechterhalten
werden kann.
[0014] Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung dient als Anschlag ein
in eine entsprechende Nut der Innenwand der den Speicherkolben aufnehmenden Zylinderbohrung
greifender Sicherungsring. Ein solcher Sicherungsring ist beim Zusammenbau des Druckübersetzers
problemlos in die entsprechend vorgesehene Nut der Zylinderbohrung einsetzbar. Um
eine möglichst langlebige, verschleißfeste Einrichtung zu erhalten, ist nach einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung zwischen dem Speicherkolben und
dem Sicherungsring ein loser Anschlagring angeordnet, dessen Außendurchmesser dem
Innendurchmesser der Zylinderbohrung entspricht. Letztere Ausgestaltung ist besonders
vorteilhaft bei der Verwendung einer Schraubenfeder als Speicherfeder anwendbar, bei
der sich diese Schraubenfeder am Anschlagring abstützt. Natürlich kann diese Ausgestaltung
auch vorteilhaft bei einer Luftfeder als Speicherfeder eingesetzt werden.
[0015] So wie eine Schraubenfeder in einer Doppelfunktion als Speicherfeder und als Rückstellfeder
zwischen dem Speicherkolben und dem Antriebskolben des Tauchkolbens eingesetzt sein
kann, so kann in gleicher Funktion einerseits am Speicherkolben und andererseits am
Antriebskolben angreifende Druckluft als Speicherfeder dienen. In einem solchen Fall
muß der diesen Antriebskolben beaufschlagende Luftdruck für einen Antrieb des Tauchkolbens
entsprechend höher sein als der Speicherfederdruck.
[0016] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann als Stromventil
oder Druckhalteventil eine Einrichtung dienen mit einem elastischen Ventilglied, das
über eine Wippe von außen auf die Mündung der Entlüftungsbohrung gepresst wird, wobei
die Wippe auf einer Bundschraube mit radialem Spiel gelagert ist, und die Schließkraft
durch ein am anderen Hebelende der Wippe angreifendes federndes Element bestimmt wird.
Als federndes Element bzw. als bewegliches Ventilglied können gummiartige Elemente
dienen, wobei die Öffnungskraft dieses Ventils durch den Querschnitt der Mündung der
Entlüftungsbohrung und die elastischen Kräfte der Gummielemente bestimmt wird.
[0017] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
[0018] Drei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen hydro-pneumatischen Druckübersetzer im Längsschnitt als erstes Ausführungsbeispiel;
- Fig. 2 und 3
- einen Ausschnitt aus Fig. 1 in vergrößertem Maßstab im Längsschnitt und im Querschnitt;
- Fig. 4
- einen Teil eines Druckübersetzers im Längsschnitt als zweites Ausführungsbeispiel;
- Fig. 5
- einen Ausschnitt aus Fig. 4 in vergrößertem Maßstab, aber als Variante dieses zweiten
Ausführungsbeispiels;
- Fig. 6
- einen Teil eines Druckübersetzers im Längsschnitt als drittes Ausführungsbeispiel
und
- Fig. 7
- einen Ausschnitt aus Fig. 6 in vergrößertem Maßstab und als Variante.
[0019] Der in Fig. 1 dargestellte Druckübersetzer weist zylinderförmige Außenabmessungen
auf, kann aber auch andere Außenformen haben, wie beispielsweise zwei nebeneinanderliegende
Zylinder oder eine quaderförmige Ausbildung. Bei dem dargestellten Beispiel ist in
einem mit Hydrauliköl gefüllten Arbeitsraum 1 ein Arbeitskolben 2 axial verschiebbar
angeordnet, der in einer Bohrung eines Gehäuses 3 des Druckübersetzers radial dichtend
geführt ist. An dem Arbeitskolben 2 ist zur Kraftübertragung eine Kolbenstange 4 angeordnet.
Außerdem weist der Arbeitskolben 2 einen als Bund an ihm angeordneten Hilfskolben
5 auf, der zu einem Mantelrohr 6 hin radial abgedichtet ist und dadurch zwei Räume
7 und 8 begrenzt, die für den Eilgang des Arbeitskolbens pneumatisch versorgt werden.
Sobald ausreichend Druckluft in den Raum 7 strömt, wird der Arbeitskolben 2 nach unten
geschoben, wenn hingegen in den Raum 8 Druckluft gefördert wird, gelangt der Arbeitskolben
2 wieder in die dargestellte Ausgangsstellung.
[0020] Oberhalb vom Arbeitsraum 1 und mit diesem hydraulisch verbunden ist ein Speicherraum
9 für Hydrauliköl vorhanden, dessen Speicherdruck durch einen Speicherkolben 11 und
eine Speicherfeder 12 erzeugt wird. Der Speicherkolben 11 ist in einem Mantelrohr
13 radial dichtend axial verschiebbar geführt. Ebenfalls radial dichtend und axial
verschiebbar ist in diesem Mantelrohr 13 ein Antriebskolben 14 eines Tauchkolbens
15 gelagert, der entgegen der Kraft der Speicherfeder 12 in Richtung Arbeitsraum 1
verschiebbar ist. Der Tauchkolben 15 durchringt radial abgedichtet den Speicherkolben
11 und taucht in den Speicherraum 9. Der Antriebskolben 14 mit Tauchkolben 15 wird
durch Druckluft angetrieben, die in einen Antriebsraum 16 oberhalb des Antriebskolbens
14 geleitet wird. Dies wird dann vorgenommen, wenn der Arbeitskolben 2 seinen Eilgang
beendet hat, d.h. das an der Kolbenstange 4 angebrachte Werkzeug in Arbeitslage gebracht
ist. Wenn der Antriebskolben 14 durch die Druckluft verschoben wird, taucht nach Zurücklegung
eines bestimmten Hubes der Tauchkolben 15 in eine vom Speicherraum 9 zum Arbeitsraum
1 führende Verbindungsbohrung 17, wonach diese Verbindung unter Mitwirkung einer Radialdichtung
18 unterbrochen ist. Bei weiterem Eintauchen des Tauchkolbens 15 in den Arbeitsraum
1 wird dort Hydraulikflüssigkeit verdrängt, wobei ein entsprechend hoher Arbeitsdruck
im Arbeitsraum 1 entsteht. Dieser Druck entspricht dem Übersetzungsverhältnis der
Arbeitsflächen von Arbeitskolben 14 zu Tauchkolben 15, ausgehend von dem den Antriebskolben
14 beaufschlagenden pneumatischen Druck. Dieser hohe hydraulische Druck wirkt unmittelbar
auf den Arbeitskolben 2 und bewirkt die gewünschte hohe Kraft an der Kolbenstange
4. Für den Rückhub wird der pneumatische Druck im Antriebsraum 16 abgebaut, so daß
die Speicherfeder 12 den Antriebskolben 14 in die gezeigte Ausgangslage zurückschiebt,
wonach aus dem Arbeitsraum 1 durch den Arbeitskolben 2 verdrängt Hydraulikflüssigkeit
in den Speicherraum 9 strömt, und wobei der Arbeitskolben 2 durch Druckluft im Raum
8, die am Hilfskolben 5 angreift, in die gezeigte Ausgangslage verschoben wird.
[0021] An einem solchen an sich bekannten hydro-pneumatischen Druckübersetzer ist erfindungsgemäß
eine Entlüftungseinrichtung mit Überfüllsicherung 19 und 42 vorgesehen, wie sie im
Einzelnen anhand von Fig. 2 beschrieben ist.
[0022] Während des Betriebes eines solchen hydro-pneumatischen Druckübersetzers entstehen
durch die verschiedenen Radialdichtungen Leckverluste des Hydrauliköls, welche wieder
ausgeglichen werden müssen. Außerdem gelangt in den Speicherraum 9 und in den Arbeitsraum
1 insbesondere aus dem unter Luftdruck stehenden Raum 7 und dem die Speicherfeder
aufnehmenden Federraum 21 an den Radialdichtungen vorbeileckende Luft, so daß der
Speicherraum 9 und damit der Arbeitsraum 1 von Zeit zu Zeit entlüftet werden muß.
Die Nachfüllung von Hydrauliköl erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel über eine Füllschraube
22, die an der Kolbenstange 4 vorhanden ist und von der ein in der Kolbenstange 4
verlaufender Kanal 23 zum Arbeitsraum 1 führt.
[0023] Die Ausgangslage des Speicherkolbens 11, die in Fig. 1 dargestellt ist, wird durch
das Kräftegleichgewicht zwischen der Kraft der Speicherfeder 12 und der aus dem Hydraulikdruck
mal Speicherkolbenfläche sich ergebenden Kraft bestimmt. Erst wenn der Druck im Speicherraum
9 unzulässig weiter ansteigt, wird der Speicherkolben 11 in eine Extremlage an einen
Sicherungsring 24 geschoben, der in eine entsprechende Nut in der Innenwand des Mantelrohres
13 greift. Sobald im Speicherraum 9 obengenannte Leckverluste entstehen, wird der
Speicherkolben 11 durch die Speicherfeder 12 entsprechend nach unten gehalten, so
daß der Speicherkolben 11 nicht mehr in seine dargestellte Ausgangslage unterhalb
des durch den Sicherungsring 24 gebildeten Anschlags gelangt. Erst wenn wieder Hydrauliköl
in den Arbeitsraum 1 bzw. den Speicherraum 9 nachgefüllt wird, wird der Speicherkolben
11 entsprechend nach oben in Richtung Anschlag 24 geschoben.
[0024] Obwohl die in den Speicherraum 9 bzw. den Arbeitraum 1 ungewünscht eindringende Luft
bezüglich der Ausgangslage des Speicherkolbens 11 einen umgekehrten Einfluß wie die
hydraulischen Leckverluste hat, da sie eine Volumenvergrößerung bewirkt, muß sie abgeführt
entlüftet werden, um eine Verschäumung des Öls zu unterbinden bzw. um dessen Inkompressibilität
zu gewährleisten.
[0025] Wie Fig. 2 entnehmbar, ist einerseits, um die Verschleißfestigkeit zu erhöhen, zwischen
Speicherkolben 11 und Sicherungsring 24 ein Stahlring 30 vorgesehen, an dem sich außerdem
die Speicherfeder 12 abstützt und es wird andererseits durch den Speicherkolben 11
in der dargestellten gewünschten Ausgangslage der Eingang einer ersten Entlüftungsbohrung
25 aufgesteuert. Sobald der Speicherkolben jedoch zur Kompensierung des bei der Verschiebung
des Arbeitskolbens 2 entstehenden Volumenverlustes weiter nach unten geschoben wird,
wird die Entlüftungsbohrung 25 durch eine Ringdichtung 26, die in einer Ringnut 27
des Speicherkolbens angeordnet ist, vom Speicherraum 9 getrennt. Wenn danach für die
Einleitung des Hochdruckes der Tauchkolben 15 nach unten verschoben wird und dabei
im Speicherraum 9 eine gewisse Verdrängung bewirkt, wird der Speicherkolben 11 zwar
wieder etwas unter einer gewissen Druckerhöhung gegen die Speicherfeder 12 zurückgeschoben,
ohne daß dabei die Entlüftungsbohrung 25 wieder aufgesteuert wird, d.h. ohne daß durch
diese leichte Druckerhöhung Öl aus dem Speicher in die Entlüftungsbohrung gelangen
kann. Wenn nach Beendigung des Arbeitszyklus dann der Speicherkolben 11 wieder die
dargestellte Ausgangslage einnimmt, werden mögliche, ungewünscht in den Arbeitsraum
1 oder Speicherraum gelangte Luftmengen automatisch über die Entlüftungsbohrung 25
entlüftet.
[0026] Die Mündung der Entlüftungsbohrung 25 wird durch ein pilzförmiges bewegliches Ventilteil
28 gesteuert, das an einer als Wippe ausgebildeten Entlüftungsplatte 29 gelagert ist.
Die Entlüftungsplatte 29 ist mit einer Bundschraube 31 an dem Mantelrohr 13 verankert,
wobei zwischen dem Schaft der Bundschraube 31 und der den Bund der Bundschraube aufnehmenden
Bohrung 32 der Entlüftungsplatte ein bestimmtes Spiel vorgesehen ist, um ein Wippen
der Entlüftungsplatte 29 bei feststehender Bundschraube 31 zu ermöglichen. Die Schließkraft
des Ventilteils 28 und damit die Drucksteuerung des Speicherraumdrucks wird durch
einen zweiten Gummipilz 33 bestimmt, der an dem anderen Ende der Entlüftungsplatte
29 angreift.
[0027] Wenn zum Auffüllen des Hydrauliköls die Füllschraube 22 geöffnet und Hydrauliköl
unter bestimmtem Druck eingefüllt wird, strömt dieses über den Kanal 23 in den Arbeitsraum
1 und von dort in den Speicherraum 9, wobei der Speicherkolben 11 entgegen der Kraft
der Speicherfeder nach oben geschoben wird. Normalerweise wird beim Auffüllen sowie
bei der Erst befüllung die Entlüftungsplatte entfernt, um so ein ungehindertes Ausströmen
von Luft zu ermöglichen und um leicht erkennen zu können, wann die Entlüftung beendet
ist und nur noch Hydrauliköl durch die Entlüftungsbohrung 25 abströmt. Wenn jedoch
vergessen wird, die Entlüftungsplatte 29 und damit das bewegliche Ventilteil 28 zu
entfernen, so wird aufgrund der sich damit ergebenden größeren Drosselwirkung beim
Abströmen von Luft und Hydrauliköl der Speicherkolben 11 weiter nach oben bis an den
Sicherungsring 24 geschoben. In der Ausgangslage und natürlich in dieser Extremlage,
in der die Entlüftungsbohrung 25 freigelegt ist, wirkt der Hydraulikdruck des Speicherraums
9 unmittelbar über die Entlüftungsbohrung 25 auf das bewegliche Ventilteil 28. Nachdem
etwaige im Speicher 9 vorhandene Luft entwichen ist, strömt über diese Entlüftungsbohrung
25 Hydrauliköl am Ventilteil vorbei, woran festgestellt werden kann, daß eine ausreichende
Ölauffüllung stattgefunden hat, so daß diese beendet werden kann.
[0028] In Fig. 3 ist ein Querschnitt durch das erste Ausführungsbeispiel gemäß der Linie
III dargestellt, und zwar mit dem Sicherungsring 24, aber unter Weglassen der inneren
Teile wie Tauchkolben, Speicherkolben und Speicherfeder. Anhand dieser Figur ist außerdem
erkennbar, daß der Sicherungsring 24 an der Stelle, an der die Bundschraube 31 in
das Mantelrohr 13 geschraubt ist, unterbrochen ist.
[0029] Bei dem in Fig. 4 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel ist der Druckübersetzer
im Prinzip genauso wie beim ersten aufgebaut. Im Unterschied zu diesem dient als Speicherfeder
eine Luftfeder, die in Form von Luftdruck im Federraum 121 wirkt. Da hier die Anforderungen
an die Radialdichtungen besonders hoch sind, sind auch der Antriebskolben 114 und
der Speicherkolben 111 entsprechend gestaltet. Während beim ersten Ausführungsbeispiel
im Federraum 21 nahezu kein Luftüberdruck herrscht, ist im Federraum 121 dieses zweiten
Ausführungsbeispiels ein entsprechend ausreichend hoher Luftdruck vorhanden, um die
erforderliche Federkraft zu erzeugen. Dadurch ist auch die Gefahr eines Leckens von
Luft in den Speicherraum 9 vergrößert. Um den Antrieb des Antriebskolbens 114 gegen
die Luftfeder zu ermöglichen, muß jener im Antriebsraum 16 erforderliche Antriebsluftdruck
entsprechend größer sein als der Luftfederdruck. Durch eine einfache pneumatische
Steuerung kann jedoch bei Zuschaltung der Druckluft zum Antriebsraum 16 hin gleichzeitig
eine vollständige Druckentlastung des Federraums 121 erfolgen, da ab dem Moment, ab
dem der Tauchkolben 15 in die Verbindungsbohrung 17 taucht, der Druck im Speicherraum
9 und damit die Kraftfeder nicht mehr erforderlich sind.
[0030] In Fig. 5 weist der Speicherkolben 211 als Dichtung zusätzliche Leckringnuten 34
und 35 auf, die eine Verbindungsbohrung 36 haben, und von denen die Leckringnut 34
über eine im Mantelrohr 113 angeordnete Leckbohrung 37 entlüftet ist. Hierdurch wird
ein Durchlecken von Druckluft der Luftfeder aus dem Federraum 121 in den Speicherraum
9 unterbunden.
[0031] Bei dem in Fig. 6 dargestellten dritten Ausführungsbeispiel, das ebenfalls wie das
zweite Ausführungsbeispiel mit einer Luftfeder arbeitet, greift diese einerseits am
Speicherkolben 311, andererseits aber an einer im Mantelrohr 213 angeordneten Zwischenwand
38 an, also nicht wie beim zweiten Ausführungsbeispiel am Antriebskolben 214. Der
Raum 39 oberhalb der Zwischenwand 38 hat somit keine Steuerfunktion und ist nur mit
Luft niederen Drucks füllbar, um den Antriebskolben 214 rückzustellen. Natürlich kann
statt einer solchen pneumatischen Rückstellkraft auch eine Schraubenfeder dienen,
die dann zwischen Antriebskolben 214 und Zwischenwand 38 angeordnet ist. Das Mantelrohr
213 ist zur Aufnahme der Zwischenwand 38 unterbrochen und es ist an der Zwischenwand
38 radial ein entsprechender Bund 40 vorhanden.
[0032] Die Luft wird in den in der dargestellten Lage nahezu auf Null geschrumpften Luftfederraum
221 über eine nichtdargestellte Bohrung zugeführt.
[0033] Im Unterschied zu Fig. 6 ist bei der Variante in Fig. 7 des dritten Ausführungsbeispiels
die Bundschraube 31 an der Zwischenwand 38 bzw. dem Bund 40 befestigt. In jedem Fall
dient bei diesem dritten Ausführungsbeispiel die Zwischenwand 38 als Extremanschlag
für den Speicherkolben 311, wobei in dieser dargestellten Extremlage natürlich die
Entlüftungsbohrung 25 aufgesteuert ist. Im übrigen arbeitet auch dieses dritte Ausführungsbeispiel
wie die beiden vorher beschriebenen Ausführungsbeispiele.
[0034] Bei einer fehlerhaften Auffüllung der Anlage und insbesondere bei Vergessen des Demontierens
der Entlüftungsplatte 29 beim Auffüllen, kann erfindungsgemaß in der Extremlage des
Speicherkolbens eine weitere Entlüftungsbohrung durch den Speicherkolben aufgesteuert
werden. Eine derartige Zusatzeinrichtung ist in Fig. 2 und 3 dargestellt. Der Speicherkolben
11 nimmt dort die Ausgangslage ein, in der eine zweite Entlüftungsbohrung 41 noch
durch die als Quadring ausgebildete Ringdichtung 26 geschlossen ist. Erst wenn der
Speicherkolben 11 weiter nach oben in seine Extremlage geschoben wird, in der der
Stahlring 30 auf den als Anschlag dienenden Sicherungsring 24 stößt, wird diese zweite
Entlüftungsbohrung 41 durch den Speicherkolben 11 aufgesteuert. Der Entlüftungsbohrung
41 ist ein Rückschlagventil 42 nachgeschaltet mit einem beweglichen Ventilglied 43,
das durch eine Schließfeder 44 belastet ist.
[0035] Grundsätzlich kann natürlich auch die erste Entlüftungsbohrung 25 über ein solches
Rückschlagventil gesteuert werden, bzw. es können beide Entlüftungsbohrungen 25 und
41 jeweils durch eine Entlüftungsplatte, wie sie beispielhaft in Fig. 2 dargestellt
ist, gesteuert werden.
[0036] In Fig. 3 ist unter der Ziffer 45 ein zusätzlicher Nippel 45 des Federraums 21 dargestellt,
wobei dieser Nippel der Entlüftung aber auch Belüftung, beispielsweise bei Verwendung
einer Luftfeder,dienen kann.
1. Verfahren zur Ölauffüllung und Entlüftung eines Speicherraums (9) eines hydropneumatischen
Druckübersetzers,
- mit einem mit dem Speicherraum (9) hydraulisch verbindbaren Arbeitsraum (1), in
welchem ein Arbeitskolben (2) für seinen Arbeitshub aus seiner Ausgangslage gegen
eine Rückstellkraft verschiebbar beaufschlagt wird und wobei während eines Eilgangs
des Arbeitshubs Hydrauliköl unter Speicherdruck vom Speicherraum (9) in den Arbeitsraum
(1) und beim Rückhub aus dem Arbeitsraum (1) strömt,
- mit einem für die Druckübersetzung gegen eine Rückstellkraft betätigten und nach
dem Eilgang des Arbeitskolbens (2) in den Arbeitsraum (1) tauchenden Tauchkolben (15)
bei gleichzeitiger hydraulischer Trennung von Speicherraum (9) und Arbeitsraum (1),
- mit einer den Speicherdruck erzeugenden pneumatischen oder mechanischen Kraft einer
Speicherfeder (12),
- mit einer Entlüftung (19) des Speicherraums (9) zur Abführung der in den Speicherraum
(9) gelangten Leckluftmengen und Überfüllmengen und
- mit einer von Zeit zu Zeit in den Arbeitspausen stattfindenden Ölauffüllung des
Speicherraums (9 oder Arbeitsraums (1) zur Kompensation der entstehenden Leckölverluste,
gekennzeichnet,
- durch eine Ölauffüllung des Speicherraums (9), bei der der Auffülldruck größer ist
als der durch die Speicherfeder (12) bewirkte, sich im Normalbetrieb einstellende
Speicherdruck, wobei der Auffülldruck gerade so groß ist, daß die dadurch erzeugte,
am Arbeitskolben (2) angreifende Kraft kleiner ist als die an diesem angreifende und
ihn in seine Ausgangslage schiebende Rückstellkraft, so daß der Arbeitskolben (2)
stets in seine Ausgangslage zurückgelangt
- und dadurch, daß der Auffülldruck durch mindestens ein dem Speicherraum (9) zugeordnetes
Druckhalteventil (25, 28 bis 33 bzw. 41, 42) mit Rückschlagfunktion bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckhalteventil (25, 28
bis 33; 41, 42) auch als Entlüftungsventil dient.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Druckhalteventile (25,
28 bis 33 und 41, 42) nacheinander einschaltbar sind.
4. Hydropneumatischer Druckübersetzer zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 3,
- mit einem Speicherraum (9), der über eine Verbindungsbohrung (17) mit einem Arbeitsraum
(1) verbunden ist,
- mit einem Speicherdruck erzeugenden, federbelasteten, axial verschiebbaren und radial
dichtenden Speicherkolben (11, 111, 211, 311), der den ölgefüllten Speicherraum (9)
von einem luftgefüllten Federraum (21, 121, 221) trennt,
- mit einem Antriebskolben (14) und einem mit diesem starr verbundenen Tauchkolben
(15), der durch den Federraum (21, 121, 221) und den Speicherkolben (11, 111, 211,
311) in den Speicherraum (9) hineinragt und nach einem entsprechenden Eilgang die
Verbindungsbohrung (17) radial dichtend durchdringt,
- mit einem Arbeitskolben (2), auf den im Arbeitsraum (1) nach dem Eilgang hydraulisch
ein hoher Druck ausgeübt wird und der nach Abbau des auf ihn wirkenden Druckes einen
Rückhub erfährt
- und mit einer Ölfülleinrichtung (23) sowie einer Entlüftungseinrichtung (19, 42)
des Speicherraums (9),
dadurch gekennzeichnet, daß die Entlüftungseinrichtung (19) mit einem die Entlüftungsbohrung
(25) steuernden Druckventil (28 bis 33) arbeitet, welches in Richtung zum Speicherraum
(9) hin sperrt und dessen Schließdruck höher ist als der Arbeitsdruck des Speichers
(9), so daß das Druckventil (28 bis 33) erst öffnet, wenn dieser Schließdruck überschritten
ist.
5. Druckübersetzer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließdruck dann
überschritten ist, wenn der Speicherkolben (11) in eine Extremlage verschoben ist.
6. Druckübersetzer nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Speicherkolben
(11) eine zentrale, mit der Verbindungsbohrung (17) fluchtende Führungsbohrung vorhanden
ist, in der der Tauchkolben (15) radial dichtend und axial verschiebbar geführt ist,
und daß der Antriebskolben (14) pneumatisch beaufschlagbar ist.
7. Druckübersetzer nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Entlüftungsbohrung (25) durch den Speicherkolben (11, 111) erst in dessen Ausgangslage
freigelegt ist.
8. Druckübersetzer nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Entlüftungsbohrungen (25, 41) vorhanden sind, von denen die erste (25) in der Ausgangslage
und die zweite (41) erst bei weiterem Verschieben des Speicherkolbens (11) in Richtung
Federraum (21) in der Extremlage des Speicherkolbens (11) aufgesteuert wird.
9. Druckübersetzer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Entlüftungsbohrung
(41) ebenfalls von einem Druckventil (42) steuerbar ist.
10. Druckübersetzer nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Extremlage des Speicherkolbens (11, 111) durch einen Anschlag (24, 38) bestimmt ist.
11. Druckübersetzer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Anschlag ein in
eine entsprechende Nut der Innenwand der den Speicherkolben (11, 111) aufnehmenden
Zylinderbohrung greifender Sicherungsring (24) dient.
12. Druckübersetzer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Speicherkolben
(11) und dem Anschlag (24) ein Anschlagring (28) angeordnet ist, dessen Außendurchmesser
dem Innendurchmesser der den Speicherkolben (11) aufnehmenden Zylinderbohrung entspricht.
13. Druckübersetzer nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß als
Speicherfeder Druckluft dient und daß der Federraum (121) durch eine feststehende
Zwischenwand (38) begrenzt ist, mit einer zentralen, mit der Verbindungsbohrung (17)
fluchtenden Bohrung, in der der Tauchkolben (15) radial dichtend gleitet.
14. Druckübersetzer nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß als
Speicherfeder eine Schraubenfeder (12) dient, die sich einerseits am Speicherkolben
(11) und andererseits am Antriebskolben (14) abstützt.
15. Druckübersetzer nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß im
Speicherkolben (111) radiale Leckstoppringnuten (34, 35) zur Zylinderwand und/oder
zum Tauchkolben (15) hin vorhanden sind zur Ableitung von Leckluft und Lecköl.
16. Druckübersetzer nach einem der Ansprüche 4 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das
Druckventil (19) ein die Entlüftungsöffnung (25) steuerndes bewegliches Ventilglied
(28) aufweist, das an einer Wippe (29) angeordnet ist, die mit Spiel auf einer Bundschraube
(31) gelagert ist, und wobei die Schließkraft über ein federndes, am anderen Ende
der Wippe (29) angreifendes Element (33) bestimmbar ist.
1. A process for filling the reservoir (9) of a hydropneumatic pressure transfer valve
with oil and expelling the air,
- with a working space (1) connectable hydraulically with the reservoir (9), in which
a working piston (2) is moved away from its start position for each working stroke
so that it can be returned by a counter-opposing force, in such a way that during
its high-speed part of its working stroke hydraulic oil flow under the pressure from
the reservoir (9) into the working space (1) and out of the working space (1) again
on the reverse stroke,
- with an immersion piston (15) operated for the transfer of pressure against a counter-opposing
force and immersing itself in the working space (1) after the high-speed part of the
stroke of the working piston (2) while at the same time being hydraulically separated
from the reservoir (9) and the working space (1),
- with a storage spring (12) generating the pneumatic or mechanical reservoir pressure,
- with a device (19) for expelling air from the reservoir (9) and the leakage quantities
and overflow quantities that enter the reservoir (9), and
- with a device for topping up the oil in the reservoir (9) or the working space (1)
from time to time during the working pauses in order to compensate for the loss of
oil through leakage,
the whole being characterised
- by a device for topping up the oil in the reservoir (9) in which the topping-up
pressure is greater than that resulting from the reservoir spring (12), a reservoir
pressure which adjusts itself during normal operation, with the topping-up pressure
being just sufficient for the force reaching the working piston (2) generated by it
being less than that of the reverse force pushing it back to its start position, such
that the working piston (2) always returns to its start position and the topping-up
pressure is determined by at least one constant-pressure valve (25, 28 to 33, or 41,
42) arranged on the reservoir (9).
2. A process along the lines of Claim 1 characterised by the constant-pressure valve
(25, 28 to 33, or 41, 42) also serving a air-escape valve(s).
3. A process along the lines of Claim 2 characterised by two constant-pressure valves
(25, 28 to 33, and 41, 42) being capable of being switched on one after the other.
4. A hydropneumatic pressure-transfer device for implementing the procedure described
in Claims 1 to 3,
- with a reservoir (9) which is connected through a drilled hole (17) with a working
space (1),
- with a reservoir piston (11, 111, 211, 311) producing the reservoir pressure, spring-loaded,
axially mobile, and radially sealing, which separates the oil-filled reservoir (9)
from an air-filled spring space (21, 121, 221),
- with a drive piston (14) and an immersion piston (15) connected rigidly with it,
which protrudes through the spring space (11, 111, 211, 311) into the reservoir (9)
and runs through the connecting drilled hole (17) after the appropriate high-speed
part of the stroke sealing radially,
- with a working piston (2) on which a higher pressure is exerted hydraulically in
the working space (1) after the high-speed part of the stroke and which makes a return
stroke after the pressure it produces has been released,
- and with a device for topping up oil (23) and a device for releasing air (19, 42)
from the reservoir (9),
the whole characterised by the air-release device (19) working with a pressure valve
(28 to 33) controlling the air-release hole (25) and which closes in the direction
of the reservoir (9) and whose closing pressure is greater than the working pressure
of the reservoir (9), so that the pressure valve (28 to 33) does not open until this
closing pressure is exceeded.
5. A pressure-transfer device along the lines of Claim 4 characterised by the closing
pressure being exceeded when the reservoir piston (11) is pushed to its extreme position.
6. A pressure-transfer device along the lines of Claim 4 or 5 characterised by a central
guide hole being present in the reservoir piston (11) connected with the connecting
hole (17) in which the immersion piston (15) is led, radially sealing and axially
mobile, and the drive piston (14) being activatable pneumatically.
7. A pressure-transfer device along the lines of one of the Claims 4 to 6 characterised
by the air-escape hole (25) only be revealed by the reservoir piston (11, 111) when
it reaches its start position.
8. A pressure-transfer device along the lines of one of the Claims 4 to 7 characterised
by two air-escape holes (25, 41) being present, of which the first (25) is in the
start position and the second (41) is only reached when further movement of the reservoir
piston (11) in the direction of the spring space (21) in the extreme position of the
reservoir piston (11).
9. A pressure-transfer device along the lines of Claim 8 characterised by the second
air-escape hole (41) likewise being controllable by a pressure valve (42).
10. A pressure-transfer device along the lines of one of the Claims 4 to 9 characterised
by the extreme position of the reservoir piston (11, 111) being determined by a stop
(24, 38).
11. A pressure-transfer device along the lines of Claim 10 characterised by fixing ring
(24) fitting into a corresponding groove in the inner wall of the cylinder drilling
taking the reservoir piston (11, 111) serving as the stop.
12. A pressure-transfer device along the lines of Claim 11 characterised by a stop ring
(28) being arranged between the reservoir piston (11) and the stop (24), the outside
diameter of which corresponds to the internal diameter of the cylinder drilling taking
the reservoir piston (11).
13. A pressure-transfer device along the lines of one of the Claims 4 to 12 characterised
by compressed air serving as the reservoir spring and the spring space (121) being
limited by a fixed dividing wall (38), with a central drilling running in line with
the connecting hole (17) in which the immersion piston (15) slides sealing radially.
14. A pressure-transfer device along the lines of one of the Claims 4 to 12 characterised
by a coil spring (12) serving as the reservoir spring, supported on the one side at
the reservoir piston (11) and at the other by the drive piston (14).
15. A pressure-transfer device along the lines of one of the Claims 4 to 14 characterised
by radial leakage stop grooves (34, 35) facing the cylinder wall and/or the immersion
piston (15) being present in the reservoir piston (111), in order to divert leaking
air and oil.
16. A pressure-transfer device along the lines of one of the Claims 4 to 15 characterised
by the pressure valve (19) having a movable valve member (28) controlling the air-escape
opening (25) and arranged on a rocker (29) which is mounted on a grub-screw (31),
and with the closing pressure being determined via a sprung element (33) acting on
the other end of the rocker (29).
1. Procédé permettant de faire le plein d'huile et de ventiler l'accumulateur (9) d'un
multiplicateur de pression hydropneumatique,
- avec un espace de travail (1) susceptible d'être relié hydrauliquement à l'accumulateur
(9) et dans lequel un piston moteur (2) est gonflé pour sa course de travail hors
de sa position de départ de sorte à pouvoir être déplacé à l'encontre d'une force
de rappel et étant entendu que de l'huile hydraulique s'écoule pendant une avance
rapide de la course de travail, de l'accumulateur (9) dans l'espace de travail (1)
sous l'action de la pression à l'accumulateur, et qu'elle s'écoule pendant la course
de retour hors de l'espace de travail (1),
- avec un piston plongeur (15) actionné pour la multiplication de la pression à l'encontre
d'une force de rappel et plongeant dans l'espace de travail (1) après l'avance rapide
du piston moteur (2), avec dans le même temps une séparation hydraulique de l'accumulateur
(9) et de l'espace de travail (1),
- avec la force pneumatique ou mécanique d'un ressort accumulateur (12) engendrant
la pression à l'accumulateur,
- avec une ventilation (19) de l'accumulateur (9) pour l'évacuation des quantités
d'air de fuite et des quantités excessives parvenues dans l'accumulateur (9) et
- avec un plein d'huile de l'accumulateur (9) ou de l'espace de travail (1) réalisé
de temps à autre pendant les pauses de travail dans le but de compenser les pertes
d'huile de fuite qui se produisent,
caractérisé
- par le fait qu'un plein d'huile de l'accumulateur (9) lors duquel la pression de
remplissage est supérieure à la pression à l'accumulateur s'instaurant en service
normal et qui est provoquée par le ressort d'accumulateur (12), la pression de remplissage
étant juste telle que la force en résultant et agissant au piston moteur (2) est inférieure
à la force de rappel agissant au niveau de ce dernier et poussant celui-ci dans sa
position de départ de telle sorte que le piston moteur (2) se remette toujours dans
sa position de départ
- et par le fait que la pression de remplissage est déterminéee par au moins une valve
de maintien de la pression (25, 28 à 33 ou 41, 42) à la fonction de retenue, coordonnée
à l'accumulateur (9).
2. Procédé conforme à la revendication 1, caractérisé par le fait que la valve de maintien
de la pression (25, 28 à 33; 41, 42) sert également de soupape de ventilation.
3. Procédé conforme à la revendication 2, caractérisé par le fait que deux valves de
maintien de la pression (25, 28 à 33; 41, 42) peuvent être mises en circuit l'une
après l'autre.
4. Multiplicateur de pression hydropneumatique permettant de réaliser ce procédé conforme
à l'une des revendications 1 à 3,
- avec un accumulateur (9) relié à l'espace de travail (1) par un perçage de jonction
(17),
- avec un piston accumulateur (11, 111, 211, 311) générant une pression à l'accumulateur,
commandé par ressort, pouvant se déplacer dans le sens axial et assurant l'étanchéité
dans le sens radial, qui sépare l'accumulateur (9) rempli d'huile de l'espace à ressorts
(21, 121, 221) rempli d'air,
- avec un piston pilote (14) et un piston plongeur (15) relié rigidement à celui-ci,
qui avance au travers de l'espace à ressorts (21, 121, 221) et du piston accumulateur
(11, 111, 211, 311) pour ensuite faire saillie dans l'accumulateur (9) et qui pénètre
dans le perçage de jonction (17) tout en assurant l'étanchéité dans le sens radial
après une avance rapide en rapport,
- avec un piston moteur (2) sur lequel est exercée hydrauliquement au terme de l'avance
rapide une forte pression dans l'espace de travail (1) et qui effectue une course
de retour après la baisse de la pression exercée sur lui
- et avec un dispositif permettant de faire le plein d'huile (23) et un dispositif
de ventilation (19, 42) de l'accumulateur (9),
caractérisé par le fait que le dispositif de ventilation (19) fonctionne avec une
soupape de compression (28 à 33) commandant l'orifice de purge (25), qui obstrue le
passage en direction de l'accumulateur (9) et dont la pression de fermeture est supérieure
à la pression de service de l'accumulateur (9) si bien que la soupape de compression
(28 à 33) n'ouvre que lorsque cette pression de fermeture est dépassée.
5. Multiplicateur de pression conforme à la revendication 4, caractérisé par le fait
que la pression de fermeture est dépassée lorsque le piston accumulateur (11) est
déplacé dans une position extrême.
6. Multiplicateur de pression conforme à la revendication 4 ou 5, caractérisé par le
fait qu'il existe dans le piston accumulateur (11) un perçage de guidage central,
s'alignant sur le perçage de jonction (17), dans lequel le piston plongeur (15) est
guidé de sorte à assurer l'étanchéité dans le sens radial et à se déplacer dans le
sens axial, et par le fait que le piston pilote (14) peut être gonflé pneumatiquement.
7. Multiplicateur de pression conforme à l'une des revendications 4 à 6, caractérisé
par le fait que le piston accumulateur (11, 111) dégage seulement l'orifice de purge
(25) quand il est dans sa position de départ.
8. Multiplicateur de pression conforme à l'une des revendications 4 à 7, caractérisé
par le fait qu'il existe deux orifices de purge (25, 41); le premier (25) est ouvert
quand le piston accumulateur (11) est dans sa position de départ et le deuxième (41)
l'est lorsqu'il est dans sa position extrême ce qui n'est le cas que quand le piston
accumulateur (11) se déplace à nouveau dans la direction de l'espace à ressorts (21).
9. Multiplicateur de pression conforme à la revendication 8, caractérisé par le fait
que le second orifice de purge (41) peut être lui aussi piloté par une soupape de
compression (42).
10. Multiplicateur de pression conforme à l'une des revendications 4 à 9, caractérisé
par le fait que la position extrême du piston accumulateur (11, 111) est définie par
une butée (24, 38).
11. Multiplicateur de pression conforme à la revendication 10, caractérisé par le fait
qu'un circlip extérieur (24) agissant dans une gorge adéquate de la paroi intérieure
de l'alésage cylindrique qui recueille le piston accumulateur (11, 111) sert de butée.
12. Multiplicateur de pression conforme à la revendication 11, caractérisé par le fait
qu'entre le piston accumulateur (11) et la butée (24) se trouve une bague de butée
(28) dont le diamètre extérieur correspond au diamètre intérieur de l'alésage cylindrique
où vient se positionner le piston accumulateur (11).
13. Multiplicateur de pression conforme à l'une des revendications 4 à 12, caractérisé
par le fait que de l'air comprimé sert de ressort accumulateur et que l'espace à ressorts
(121) est limité par une cloison fixe (38) avec un perçage central, s'alignant sur
le perçage de jonction (17), dans lequel le piston plongueur (15) coulisse de sorte
à assurer l'étanchéité dans le sens radial.
14. Multiplicateur de pression conforme à l'une des revendications 4 à 12, caractérisé
par le fait qu'un ressort cylindrique (12) qui s'appuie d'un côté sur le piston accumulateur
(11) et de l'autre sur le piston pilote (14) sert de ressort accumulateur.
15. Multiplicateur de pression conforme à l'une des revendications 4 à 14, caractérisé
par le fait que l'on trouve dans le piston accumulateur (111), des gorges de segment
de piston radiales permettant de stopper les fuites (34, 35), en direction de la paroi
cylindrique et/ou du piston plongueur (15) pour assurer la dérivation de l'air de
fuite et de l'huile de fuite.
16. Multiplicateur de pression conforme à l'une des revendications 4 à 15, caractérisé
par le fait que la soupape de compression (19) présente un clapet (28) mobile commandant
l'orifice de purge (25), qui est disposé sur une bascule (29) laquelle est positionnée,
en laissant suffisamment de jeu, sur une vis d'assemblage à embase (31) et étant entendu
que la force de fermeture peut être déterminée par un élément (33) à ressorts, agissant
à l'autre extrémité de la bascule (29).