[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kaltpressen eines konischen
Aussengewindes in ein Ende eines Stabförmigen Werkstücks gemäss dem Oberbegriff von
Anspruch 1,
sowie eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.
[0002] Konische Gewinde ermöglichen, mit einer oder nur wenigen Umdrehungen eine Vielzahl
von Gewindegängen in Eingriff zu bringen. Sie eignen sich darum insbesondere für Befestigungsgewinde,
wenn der Gewindebolzen und/oder das Mutterstück beim Anziehen nur mit grossem Aufwand
gedreht werden können oder nur wenig in axialer Richtung verschoben werden sollen.
[0003] Eine bekannte Verwendung konischer Gewinde ist die mechanische Verbindung der stumpf
aneinanderstossenden Enden von Armierungsstählen für Beton. Dabei werden die mit konischen
Aussengewinden versehenen Enden der Armierungsstähle mit einem Mutterstück, das zwei
gegenläufige, konische Gewinde aufweist, miteinander verschraubt.
[0004] Zum Herstellen konischer Aussengewinde sind mehrere unterschiedliche Verfahren bekannt.
Bei Werkstücken aus Werkstoffen mit relativ geringer Zähigkeit und Härte, beispielsweise
Holzschrauben aus Aluminium, kann das konische Aussengewinde mittels radial verschiebbarer
Pressbacken direkt in ein zylindrisches Halbfabrikat eingepresst werden.
[0005] Werkstücke aus Werkstoffen mit relativ grosser Zähigkeit und Härte, beispielsweise
Armierungsstahl, werden üblicherweise zuerst konisch angeformt, und danach wird in
die konische Fläche das Gewinde eingeschnitten, wozu relativ komplizierte Vorrichtungen
mit zwei einander gegenüberliegender Strehlern verwendet werden.
[0006] Weil beim Schneiden eines Gewindes der Faserverlauf im Werkstück unterbrochen und
damit dessen Festigkeit verringert und durch die Kerbwirkung im Bereich des Gewindeinnenkerns
der tragfähige Querschnitt des Gewindes verkleinert wird, ist auch schon versucht
worden, stark belastbare konische Gewinde zu walzen. Beim Walzen von Gewinden werden
nicht nur die genannten Nachteile des Gewindeschneidens vermieden, sondern die durch
den Walzendruck erreichte Oberflächenbefestigung ermöglicht die Herstellung höher
belastbarer und verschleissfesterer Gewinde. Vorrichtung zum Walzen konischer Gewinde
in relativ harte und zähe Werkstoffe erfordern einen hohen konstruktiven Aufwand,
weshalb trotz der erwähnten Vorteile bisher solche Vorrichtungen nicht gebräuchlich
sind.
[0007] Aus der EP-A-0 187 623 ist ein Verfahren zum Herstellen eines konischen Aussengewindes
an einem Werkstück aus einem zähen und harten Werkstoff bekannt, bei dem das Gewinde
in ein konisch vorgeformtes Ende eines Werkstücks kalt eingepresst wird. Das zur Ausführung
dieses Verfahrens verwendete Presswerkzeug weist Pressbacken auf, die im konischen
Innenraum einer Führungshülse in axialer Richtung verschoben und dabei in radialer
Richtung zusammengepresst oder auseinandergezogen werden. Dieses Verfahren ermöglicht
Gewinde herzustellen, die die oben beschriebenen Vorteile der spanlosen Verformung
aufweisen, und die relativ leichte, robuste und einfach zu bedienende Vorrichtung
benötigt zum Betrieb nur solche Energiequellen, die auf jeder Baustelle vorhanden
sind. Der einzige Nachteil dieses Verfahrens bzw. der Vorrichtung ist, dass der Teil
des Werkstücks, in den das konische Gewinde eingepresst werden soll, vorgängig konisch
angeformt werden muss.
[0008] Der vorliegenden Erfindung lag darum die Aufgabe zugrunde, das vorerwähnte Verfahren
und die zu dessen Ausführung verwendete Vorrichtung derart weiterzuentwickeln, dass
konische Gewinde auch in Werkstücke aus einem relativ harten und zähen Werkstoff eingepresst
werden können, ohne dass das praktisch zylindrische Werkstück vorgängig konisch angeformt
werden muss.
[0009] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mit einem Verfahren der eingangs genannten Art
gelöst, das durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gekennzeichnet
ist.
[0010] Das erfindungsgemässe Verfahren hat den Vorteil, dass in ein praktisch zylindrisches
Werkstück aus einem harten und zähen Werkstoff ohne vorgängiges Anformen einer konischen
Fläche ein konisches Gewinde kalt eingepresst werden kann, dass zur Ausführung dieses
Verfahrens nur eine Vorrichtung erforderlich ist und dass das Kaltpressen einem Kaltschmiedevorgang
entspricht, der eine Kornverfeinerung im Werkstoff und damit eine Erhöhung von dessen
Festigkeit bewirkt.
[0011] Zum Herstellen relativ langer konischer Gewinde werden vorzugsweise die Verfahrensschritte
mindestens einmal wiederholt.
[0012] Eine zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeignete Vorrichtung enthält
ein Presswerkzeug mit einer Führungshülse, in deren konischen Innenraum mehrere Pressbacken
längs Mantellinien des Innenraums verschiebbar gelagert sind, sowie einen Druckstempel,
der zum Verschieben der Pressbacken in der Längsrichtung des Innenraums vorgesehen
ist, sowie mit einer Halteeinrichtung, um das Werkstück in der Längsachse des konischen
Innenraums der Führungshülse zu halten, und ist gekennzeichnet durch die Merkmale
des kennzeichnenden Teils von Anspruch 8.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform dieser Vorrichtung ist der Vorschubeinrichtung
ein Ausgleichszylinder zugeordnet, der eine von der axialen Komponente der Verschiebung
der Pressbacken und vom Fliessen des Materials während des Pressvorgangs bewirkte
Längenänderung des Werkstücks ausgleicht.
[0014] Nachfolgend werden das erfindungsgemässe Verfahren und eine zu dessen Ausführung
geeignete Vorrichtung mit Hilfe der Figuren beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- die schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens,
- Fig. 2
- den Längsschnitt durch eine Ausführungsform des Presswerkzeugs der Vorrichtung gemäss
der Fig. 1,
- Fig. 3
- den Querschnitt durch das Presswerkzeug längs der Linie A-A in Fig. 2 und
- Fig. 4
- ebenfalls in schematischer Darstellung eine bevorzugte Ausführungsform der Verschiebeeinrichtung
und des Ausgleichszylinders.
[0015] Die in Fig. 1 schematisch gezeigte Vorrichtung enthält ein nicht gezeigtes Maschinenbett,
an dem eine Dreheinrichtung 11 und eine Vorschubeinrichtung 12 mit einstellbarem Abstand
voneinander befestigbar sind. An der Dreheinrichtung sind auf der der Vorschubeinrichtung
zugewandten Seite ein Presswerkzeug 13 und auf der abgewandten Seite eine Presse 14
gehaltert. An der Vorschubeinrichtung 12 ist eine Halteeinrichtung 16 angeordnet.
Diese Halteeinrichtung ist zum Halten eines stabförmigen Werkstücks 91 vorgesehen
und dazu in der Art eines hydraulisch betätigbaren Mehrbackenfutters ausgebildet.
[0016] Die Drehachse der Dreheinrichtung 11, die Symmetrieachse des Presswerkzeugs 13, sowie
die Symmetrieachse der Halteeinrichtung 16 liegen ineinander, so dass bei geeignetem
Abstand zwischen Presswerkzeug und Halteeinrichtung das Presswerkzeug um ein in der
Halteeinrichtung gehaltenes stabförmiges Werkstück gedreht werden kann.
[0017] Die Dreheinrichtung 11 und die Presse 14 sowie die Vorschubeinrichtung 12 und die
Halteeinrichtung 16 werden hydraulisch betätigt und sind über Hydraulikleitungen 21,
22, 23 bzw. 24 mit einer Hydraulikanlage 17 verbunden. Die Hydraulikanlage enthält
eine nicht gezeigte Hydraulikpumpe, die beim Betrieb der Vorrichtung einen konstanten
Druck des Hydraulikfluids erzeugt. In jeder Hydraulikleitung ist mindestens ein elektrisch
steuerbares Ventil 26, 27, 28 bzw. 29 angeordnet, das über eine elektrische Leitung
31, 32, 33 bzw. 34 mit einer elektronischen Steuerschaltung 36 verbunden ist. Die
Hydraulikleitungen 21 und 24 sind zwischen den Ventilen 27 bzw. 29 paarweise ausgeführt,
was ermöglicht, die Drehrichtung der Dreheinrichtung 11 umzukehren und die Halteeinrichtung
16 zu schliessen und zu öffnen. Die Leitung 23 zur Vorschubeinrichtung besteht aus
mehreren (nicht gezeigten) parallel zueinander verlaufenden Leitungen, von denen jede
ein Ventil enthält, das unabhängig von den anderen Ventilen ansteuerbar ist, was mit
Hilfe der Fig. 4 noch ausführlich beschrieben werden wird. Die elektronische Steuerschaltung
36 ist für verschiedene Verwendungen der Vorrichtung programmierbar. Weiter ist ein
Steuerpult 37 vorgesehen, mit einem Tastenfeld zum Ein- und Ausschalten der Vorrichtung
sowie zum Einstellen der Steuerschaltung auf ein ausgewähltes Programm.
[0018] Die Fig. 2 zeigt in einem Längsschnitt ein Presswerkzeug 13 sowie eine zu dessen
Betätigung vorgesehene Presse 14. Die Presse 14 enthält einen Hydraulikzylinder 41,
in dem ein Kolben 42 in axialer Richtung verschiebbar eingepasst ist. Der Zylinderboden
43 weist eine Bohrung 44 auf, die für den Anschluss der Hydraulikleitung 22 vorgesehen
ist. An der der Arbeitsfläche des Kolbens 42 abgewandten Fläche ist eine Kolbenstange
46 angeformt, deren freies Ende durch die zentrale Oeffnung eines ringförmigen Zylinderdeckels
47 aus dem Zylinder herausragt. Am freien Ende der Kolbenstange ist ein Druckstempel
48 befestigt, dessen Durchmesser grösser als der Durchmesser der Kolbenstange ist.
Um den im Zylinder liegende Teil der Kolbenstange ist eine Druckfeder 49 gelegt, deren
Enden an der rückwärtigen Fläche des Kolbens bzw. an der Innenfläche des Zylinderdeckels
anliegen.
[0019] Das Presswerkzeug 13 enthält eine Führungshülse 51, die im Bereich des Zylinderdeckels
47 an der hydraulischen Presse 14 befestigt ist. Die Führungshülse weist einen konischen
Innenraum 52 auf, dessen grösster Durchmesser oder Grundkreis dem Druckstempel 48
benachbart ist und dessen kleinster Durchmesser oder Deckkreis eine Oeffnung 53 in
der der Presse 14 abgewandten Deckfläche des Presswerkzeuges bildet. In die Wand des
konischen Innenraums 52 sind vier um 90° versetzte und im Querschnitt T-förmige Nuten
56, 57, 58, 59 eingearbeitet (Fig. 3). Die Nuten verlaufen parallel zu den Mantellinien
des konischen Innenraums und sind darum gegenüber der Längsachse 61 des Presswerkzeugs
um einen Winkel α geneigt.
[0020] In den konischen Innenraum sind vier in der Seitenansicht trapezförmige Gewindepressbacken
62, 63, 64, 66 angeordnet. Die Pressbacken weisen einen T-förmigen Querschnitt auf
mit einem zweiarmigen Führungsbalken und einem davon abragenden Pressstempel. Jeder
Pressbacken ist mit seinem Führungsbalken in einer zugeordneten Nut in der Führungshülse
in der Längsrichtung des Presswerkzeugs verschiebbar gelagert und mittels einer Schraube
67, 68 mit dem Druckstempel 48 verbunden. Die Schraubenköpfe sind im Druckstempel
in radialen Schlitzen 69 geführt, um die jeder Verschiebung der Pressbacken in axialer
Richtung überlagerte Verschiebung in radialer Richtung nicht zu blockieren. Die der
Mitte des konischen Innenraums 52 zugewandten Innenflächen der Pressbacken sind gegenüber
der Längsachse 61 um einen Winkel β geneigt. Die Neigungsrichtung dieses Winkels β
ist der Neigungsrichtung des Winkels α entgegengesetzt, und der Winkel β ist kleiner
als der Winkel α. Die Innenflächen der Pressbacken sind im Querschnitt kreisbogenförmig
und weisen ein Oberflächenprofil auf, das einem entsprechenden Teil eines Mutterstücks
für das zu pressende konische Aussengewinde entspricht.
[0021] Die Fig. 4 zeigt eine Vorschubeinrichtung 12, der eine Längenausgleichseinrichtung
71 zugeordnet ist. Die Vorschubeinrichtung enthält ein Gehäuse 72, in das mehrere
und im gezeigten Ausführungsbeispiel drei in Serie geschaltete Kolben-Zylinder-Anordnungen
eingebaut sind. Die erste Kolben-Zylinder-Anordnung besteht aus einem im Gehäuse fest
eingebauten ersten Zylinder 73, an den Druckfluidleitungen 123′ und 123'' angeschlossen
sind. An der Kolbenstange 76 des im ersten Zylinder gleitenden Kolbens 74 ist ein
im zweiten Gehäuse 72 verschiebbarer Zylinder 77 befestigt. An diesen zweiten Zylinder
sind die Druckfluidleitungen 223′ und 223'' angeschlossen. An der Kolbenstange 79
des im zweiten Zylinder gleitenden Kolbens 78 ist ein dritter Zylinder 81 befestigt,
an den Druckfluidleitungen 323′ und 323'' angeschlossen sind. Der im dritten Zylinder
gleitende Kolben 82 ist mittels einer Kolbenstange 83 mit einem Kolben 84 der Längenausgleichseinrichtung
71 starr verbunden.
[0022] Der Hub der Kolben in den drei Kolben-Zylinder-Anordnungen ist unterschiedlich lang,
was ermöglicht, durch Verschieben eines, zweier oder auch aller drei Kolben den Kolben
84 in der Längenausgleichseinrichtung um vorgegebene Gesamtlängen zu verschieben.
Der Arbeitsraum 86 der Längenausgleichseinrichtung ist über die Leitung 23A mit der
Hydraulikanlage 17 verbunden und wird zu Beginn jedes Arbeitszyklus mit dem Druckfluid
gefüllt, so dass bei jeder Verschiebung des Kolbens 84 (in der Fig. 4 nach rechts)
der Zylinder 87, der wie die Zylinder der Verschiebeeinrichtung im Gehäuse 72 gleitend
angeordnet ist, nach rechts verschoben wird. Der Zylinder 87 ist mit der Halteeinrichtung
16 für das Werkstück direkt oder indirekt mechanisch verbunden, so dass die Halteeinrichtung
16 entsprechend der Verschiebung des Zylinders 87 ebenfalls verschoben wird.
[0023] An den Zylinder 87 der Längenausgleichseinrichtung 71 bzw. an die mit diesem Zylinder
verbundene Druckfluidleitung 23A ist eine weitere Druckfluidleitung 23B angeschlossen.
Diese Leitung enthält ein Ueberdruckventil 88, das öffnet, sobald der Druck im Arbeitsraum
86 einen vorgegebenen Wert übersteigt, wie nachfolgend noch erläutert werden wird.
[0024] Bei der Verwendung der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Kaltpressen eines konischen
Gewindes in ein stabförmiges, praktisch zylindrisches Werkstück wird zuerst am Steuerpult
37 die "EIN"- Taste gedrückt, die dann die elektronische Steuerschaltung 36 und die
Hydraulikanlage 17 aktiviert. Die Steuerschaltung stellt das Ventil 27 in eine erste
Stellung, in der Hydraulikfluid in den Zylinder 41 der Presse 14 einströmt und den
Kolben 42 gegen die Kraft der Feder 49 (in der Fig. 2 nach rechts) verschiebt. Dadurch
werden auch die Pressbacken 62, 63, 64 und 65 in axialer Richtung verschoben und infolge
der Neigung der Führungsnuten 56, 57, 58, 59 gegenüber der Längsachse des Presswerkzeugs
zugleich in radialer Richtung zusammengefahren, bis ihre Seitenflächen aneinanderliegen.
Gleichzeitig wird auch das Ventil 29 in eine erste Stellung verstellt, in der das
einströmende Hydraulikfluid die Haltebacken der Halteeinrichtung 16 in radialer Richtung
auseinanderzieht. Dann kann das stabförmige Werkstück 91 in der Richtung des Pfeils
92 zwischen die geöffneten Haltebacken bis zum Anschlag an die zusammengefahrenen
Pressbacken eingeführt werden.
[0025] Vor dem Beginn des eigentlichen Arbeitszyklus werden mit Hilfe des Tastenfelds am
Steuerpult 27 die für den Zyklus wichtigen Kenndaten des Werkstücks in die elektronische
Steuerschaltung eingegeben, insbesondere der Durchmesser des Werkstücks, oder der
Nenndurchmesser und die Länge des zu pressenden konischen Gewindes und mindestens
eine das Material des Werkstücks betreffende Kenngrösse. Die eingegebenen Kennwerte
bestimmen dann, welches von mehreren in der Steuerschaltung gespeicherten Arbeitsprogrammen
auszuführen ist.
[0026] Der Arbeitszyklus beginnt, sobald am Steuerpult die "START"-Taste gedrückt ist. Beim
ersten Arbeitsschritt wird das Ventil 29 in eine zweite Stellung umgesteuert, in der
die Haltebacken zusammenfahren, bis das Werkstück festgeklemmt ist. Beim zweiten Arbeitsschritt
wird das Ventil 27 in seine zweite Stellung gesteuert, in der der Zylinder 41 der
Presse belüftet wird und die Feder 49 den Kolben 42 mitsamt den Pressbacken 62, 63,
64, 66 in die in Fig. 2 gezeigte Ruhestellung zurückzieht. Beim darauffolgenden dritten
Arbeitsschritt wird das Ventil 28 in eine erste Stellung gesteuert, in der das durchströmende
Hydraulikfluid die Vorschubeinrichtung 12 und damit auch die Halteeinrichtung 16 und
das von dieser gehaltene Werkstück 91 um eine vorgegebene Strecke in Richtung des
Presswerkzeugs 13 bzw. zwischen die Pressbacken verschiebt. Beim letzten vierten Arbeitsschritt
wird das Ventil 27 wieder in seine erste Stellung gesteuert, in der die Pressbacken
in axialer Richtung verschoben und zugleich zusammen- und in das Werkstück eingepresst
werden, bis ihre Seitenflächen aneinanderliegen.
[0027] Beim Einpressen der Pressbacken in das Werkstück erzeugt die axiale Komponente von
deren Verschiebung einen auf die Halteeinrichtung wirkenden Druck. Dieser Druck wird
noch verstärkt, wenn das Material des Werkstücks beim Einpressen der Pressbacken in
Richtung des grösseren Werkstückdurchmessers fliesst. Wenn dieser Druck einen vorgegebenen
Wert übersteigt, dann öffnet das Ueberdruckventil 88 und ermöglicht eine rückwärts
gerichtete Verschiebung des Zylinders 87 mitsamt der daran befestigten Halteeinrichtung,
bis der Druck des Werkstücks auf einen tolerierbaren Wert abgesunken ist.
[0028] Im nachfolgenden fünften Arbeitsschritt wird das Ventil 27 in die zweite Stellung
gesteuert, wodurch die Pressbacken wieder in radialer Richtung auseinandergezogen
werden. Beim nächsten sechsten Arbeitsschritt wird das Ventil 26 in die erste Stellung
gesteuert, so dass die Dreheinrichtung 11 und mit ihr die Presse 14 und das Presswerkzeug
um 45° nach links gedreht werden. Beim siebten Arbeitsschritt wird das Ventil 27 wieder
in die erste Stellung gesteuert, wobei die Pressbacken des Presswerkzeugs erneut in
radialer Richtung zusammengefahren werden und der Grat, der sich beim Pressen des
konischen Gewindes im Bereich der seitlichen Ränder der Pressbacken gebildet hat,
ausgepresst wird. Im achten Arbeitsschritt werden durch Ansteuern der Ventile 27 und
26 zuerst die Pressbacken wieder auseinandergezogen und danach das Presswerkzeug um
45° nach rechts in seine Ausgangsstellung gedreht. Das Werkstück mit einem kalt eingepressten
konischen Gewinde kann dann aus der Vorrichtung entnommen werden.
[0029] Werkstücke mit grossem Durchmesser und/oder aus einem relativ zähen Material bzw.
konische Gewinde mit mehr als beispielsweise fünf Gängen werden vorteilhafterweise
in mehreren Arbeitszyklen gepresst. Beim zweiten und jedem darauf folgenden Arbeitszyklus
bleiben nach dem oben beschriebenen vierten Arbeitsschritt die Pressbacken in der
Pressstellung, während in einem ersten Zwischenarbeitsschritt das Ventil 24 in die
erste Stellung gesteuert und dadurch die Haltebacken der Halteeinrichtung 16 auseinandergefahren
werden. In einem zweiten Zwischenarbeitsschritt wird das Ventil 28 in die zweite Stellung
gesteuert und dadurch die Vorschubeinrichtung 12 in ihre Ausgangsstellung zurückgefahren.
Anschliessend wird jeder oben beschriebene erste, zweite, dritte und vierte Arbeitsschritt
wiederholt, d.h. die Haltebacken werden zusammengefahren, die Pressbacken in die Ruhestellung
zurückgezogen, das Werkstück durch Verschieben der Vorschubeinrichtung um eine vorgegebene
Länge tiefer in das Presswerkzeug eingeführt und die Pressbacken wieder zusammengepresst.
[0030] Den Abschluss eines Arbeitszyklus bilden immer die oben beschriebenen Arbeitsschritte
sechs und sieben, mit denen der beim Pressen des konischen Gewindes unvermeidliche
Grat in das Werkstück eingepresst wird.
[0031] Beim Pressen eines Gewindes in mehreren Arbeitszyklen, wird das Werkstück für jeden
Arbeitszyklus tiefer in das Presswerkzeug hineingeschoben. Dabei werden die vorgängig
gepressten Gewindegänge nachgepresst und neue Gewindegänge eingepresst. Um die mit
zunehmender Anzahl Arbeitszyklen zunehmende, gesamthafte Verformung des Werkstücks
im Bereich des Gewindes zu begrenzen, kann es vorteilhaft sein, den Vorschub des Werkstücks
in das Presswerkzeug bei jedem nachfolgenden Arbeitszyklus etwas kürzer als beim vorgängigen
Arbeitszyklus einzustellen.
[0032] Bei der praktischen Erprobung der erfindungsgemässen Vorrichtung wurden konische
Gewinde in Armierungsstähle eingepresst. Jeder Armierungsstahl hatte einen Durchmesser
von 40 mm. Das konische Gewinde hatte einen Konus von 6°, eine Steigung von 4 mm und
einen Flankenwinkel von 90°, entsprechend einer Gangtiefe von 2 mm oder der halben
Steigung Das verwendete Presswerkzeug enthielt vier Pressbacken, von denen jeder in
axialer Richtung gesehen einen Querschnitt aufwies, der einem Viertelkreis entsprach.
Der Druck der Presse betrug in axialer Richtung bis 650 bar, womit ein Pressdruck
der Pressbacken in radialer Richtung von bis 850 t erreicht wurde.
[0033] Zum Kaltpressen eines konischen Gewindes mit 15 Gängen wurden fünf Arbeitszyklen
ausgeführt, wobei der Vorschub des Armierungsstahls in das Presswerkzeug beim ersten
Zyklus der (axialen) Länge von fünf Gewindegängen und beim zweiten bis fünften Zyklus
der Länge von vier, drei, zwei bzw. einem Gewindegang entsprach. Die gesamte Bearbeitungszeit
betrug etwa 90 sec. Das fertig gepresste konische Gewinde zeigte weder Ausbrüche noch
einen Grat.
[0034] Es versteht sich, dass die beschriebene Vorrichtung und deren Einrichtungen auf vielerlei
Weise abgeändert und an spezielle Arbeitsbedingungen angepasst werden können. Beispielsweise
kann anstelle einer Presse, die hydraulisch in die Arbeitsstellung und mittels einer
Feder in die Ruhestellung verschoben wird, eine Presse verwendet werden, die in beiden
Richtungen hydraulisch verschoben wird. Weiter kann eine Vorschubeinrichtung mit nur
einem Zylinder verwendet werden, deren Vorschub durch die Menge des eingeleiteten
Hydraulikfluids gesteuert wird. Bei einer Vorschubeinrichtung mit nur einem Zylinder
kann auch das Ueberdruckventil 88 an diesen Zylinder angeschlossen und dafür auf die
Längsausgleichseinrichtung verzichtet werden.
[0035] Die Vorrichtung kann aus handelsüblichen Bauelementen und -Gruppen zusammengebaut
werden, und es wird angenommen, dass auch die elektronische Steuerung und Hydraulikanlage
zum Steuern bzw. Betätigen der einzelnen Einrichtungen jedem Fachmann bekannt sind,
weshalb auf eine detaillierte Beschreibung dieser Einrichtungen verzichtet wird.
1. Verfahren zum Kaltpressen eines konischen Aussengewindes in ein Ende eines stabförmigen
Werkstücks (91), vorzugsweise eines Armierungsstahls, mit einem Presswerkzeug (13),
das mehrere Pressbacken (62, 63, 64, 66) aufweist, die um eine Längsachse (61) angeordnet
und mindestens radial zu dieser verschiebbar sind, und deren radial innere Flächen
einzelnen Segmenten eines Mutterstücks für das zu pressende Gewinde entsprechen, wobei
(a) das Presswerkzeug durch Auseinanderziehen der Pressbacken in radialer Richtung
geöffnet wird,
(b) das Presswerkzeug und das zu dessen Längsachse ausgerichtete Werkstück relativ
zueinander verschoben werden, bis die Pressbacken das Werkstück in der Längsrichtung
um einen vorgegebenen Betrag umfassen,
(c) die Pressbacken in radialer Richtung zusammen- und in das Werkstück hineingepresst
werden, bis deren parallel zur Längsachse verlaufenden seitlichen Ränder der Innenflächen
aneinanderliegen, und
(d) die Pressbacken wieder auseinandergezogen werden, dadurch gekennzeichnet, dass
ein praktisch zylindrisches Werkstück (91) zwischen die Pressbacken (62, 63, 64, 66)
geschoben wird, so dass mit den Verfahrensschritten (a) bis (d) ein kurzes konisches
Gewinde, bei dem mindestens der erste Gewindegang bis zur vollen Tiefe ausgeformt
wird, in das Werkstück (91) gepresst wird, und
(e) nach dem Auseinanderziehen der Pressbacken (62, 63, 64, 66) das Presswerkzeug
(13) und das Werkstück (91) relativ zueinander um die Längsache (61) gedreht werden,
wobei die Drehung einem Teil des dem Querschnitt jedes Pressbackens entsprechenden
Kreissektors entspricht, und
(f) anschliessend die Verfahrensschritte (c) und (d) wiederholt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
(g) das Werkstück (91) nach dem Verfahrensschritt (f) weiter in das Presswerkzeug
(13) geschoben wird und die Verfahrensschritte (c) bis (f) wiederholt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für ein konisches Gewinde
mit einem Konus von 6° das Presswerkzeug und das Werkstück in axialer Richtung um
die fünffache Steigung des konischen Gewindes relativ zueinander verschoben werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Verfahrensschritt
(g) die relative Drehung gemäss und dem Zu-Verfahrensschritt (e) rückgangig gemacht
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Wiederholung des Verfahrensschrittes
(2b) der Betrag der Verschiebung der Steigung des konischen Gewindes oder eines ganzzahligen
Vielfachen davon entspricht.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der relativen Verschiebung
von Presswerkzeug und Werkstück mit zunehmender Wiederholung der Verfahrensschritte
(c) bis (f) kleiner wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für ein Presswerkzeug mit
vier Pressbacken das Presswerkzeug und das Werkstück um 45° relativ zueinander um
die Längsachse gedreht werden.
8. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem Presswerkzeug
(13) mit einer Führungshülse (51), in deren konischem Innenraum mehrere Pressbacken
(62, 63, 64, 66) längs Mantellinien des Innenraums verschiebbar gelagert sind, sowie
mit einem Druckstempel (48), der zum Verschieben der Pressbacken in der Längsrichtung
des Innenraums vorgesehen ist, sowie mit
eine Halteeinrichtung (16), um das Werkstück (91) in der Längsachse (61) des konischen
Innenraums der Führungshülse zu halten, gekennzeichnet durch
eine Vorschubeinrichtung (12), um die Halteeinrichtung und/oder das Presswerkzeug
relativ zueinander längs der Achse des konischen Innenraums um einen voreinstellbaren
Vorschubweg zu verschieben, sowie durch eine Dreheinrichtung (11), um die Halteeinrichtung
und/oder das Presswerkzeug relativ zueinander um die Achse des konischen Innenraums
um einen voreinstellbaren Winkel zu drehen, wobei
die Vorschubeinrichtung (12) mit einer Einrichtung (71) zum Ausgleich einer von der
axialen Komponente der Verschiebung der Pressbacken und vom Fliessen des Materials
des Werkstücks bewirkten Verschiebung des Werkstücks zusammenwirkt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubeinrichtung
(12) mehrere Sektionen (73, 74; 77, 88; 81, 82) aufweist, die unabhängig voneinander
ansteuerbar sind und von denen jede für eine andere Vorschubstrecke vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hydraulikanlage (17)
vorgesehen ist, die mit mindestens einigen der Einrichtungen (11, 12, 13, 14, 16)
verbunden ist, um deren Bewegung zu bewirken.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass weiter eine elektronische
Steuerschaltung (36) vorgesehen ist, die in Uebereinstimmung mit eingegebenen Programmen
die Ventile (26, 27, 28, 29) in den Hydraulikleitungen (21, 22, 23, 24) steuert.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch ein elektronisches Steuerpult (37)
mit einem Tastenfeld zum manuellen Eingeben der für das zu pressende konische Gewinde
erforderlichen Kenndaten.
1. Method of cold-pressing a conical external thread into an end of a bar-shaped workpiece
(91), preferably of a reinforcing bar, with a pressing tool (13) which comprises a
plurality of pressing jaws (62, 63, 64, 66) which are disposed about a longitudinal
axis (61) and are displaceable at least radially relative thereto, and the radially
inner surfaces of which correspond to individual segments of a nut component for the
thread to be pressed, wherein
(a) the pressing tool is opened by pulling the pressing jaws apart in the radial direction,
(b) the pressing tool and the workpiece aligned with its longitudinal axis are displaced
relative to each other until the pressing jaws surround the workpiece in the longitudinal
direction by a predetermined amount,
(c) the pressing jaws are brought together in the radial direction and pressed into
the workpiece until their lateral edges of the internal surfaces, extending parallel
to the longitudinal axis, bear against one another, and
(d) the pressing jaws are again moved apart,
characterized in that a virtually cylindrical workpiece (91) is pushed between the
pressing jaws (62, 63, 64, 66), so that with the process steps (a) to (d) a short
conical thread is pressed into the workpiece (91), at least the first thread turn
being formed to its full depth, and
(e) after the pressing jaws (62, 63, 64, 66) have been moved apart, the pressing tool
(13) and the workpiece (91) are rotated relative to each other about the longitudinal
axis (61), the rotation corresponding to a part of the circular sector corresponding
to the cross-section of each pressing jaw, and
(f) the process steps (c) and (d) are then repeated.
2. Method according to Claim 1, characterized in that
(g) the workpiece (91), after the process step (f), is pushed further into the pressing
tool (13) and process steps (c) to (f) are repeated.
3. Method according to Claim 1, characterized in that, for a conical thread with a cone
of 6°, the pressing tool and the workpiece are displaced relative to each other in
the axial direction by five times the pitch of the conical thread.
4. Method according to Claim 2, characterized in that, before process step (g) the relative
rotation according to process step (e) is cancelled.
5. Method according to Claim 3, characterized in that, when process step (b) is repeated,
the amount of the displacement corresponds to the pitch of the conical thread or to
a whole-number multiple thereof.
6. Method according to Claim 2, characterized in that the length of the relative displacement
of pressing tool and workpiece decreases with increasing repetition of process steps
(c) to (f).
7. Method according to Claim 1, characterized in that, for a pressing tool having four
pressing jaws, the pressing tool and the workpiece are rotated through 45° relative
to each other about the longitudinal axis.
8. Apparatus for carrying out the method according to Claim 1, comprising a pressing
tool (13) having a guide sleeve (51), in the conical internal space of which a plurality
of pressing jaws (62, 63, 64, 66) are mounted displaceable along generatrices of the
internal space, and comprising a pressing plunger (48), which is provided for displacing
the pressing jaws in the longitudinal direction of the internal space, and comprising
a holding device (16) for holding the workpiece (91) in the longitudinal axis (61)
of the conical internal space of the guide sleeve, characterized by
a feed device (12), for displacing the holding device and/or the pressing tool relative
to each other along the axis of the conical internal space by a preadjustable feed
distance,
and by a rotating device (11) for rotating the holding device and/or the pressing
tool relative to each other about the axis of the conical internal space through a
preadjustable angle, wherein
the feed device (12) cooperates with a device (71) for compensating a displacement
of the workpiece caused by the axial component of the displacement of the pressing
jaws and by the flow of the material of the workpiece.
9. Apparatus according to Claim 8, characterized in that the feed device (12) possesses
a plurality of sections (73, 74; 77, 88; 81, 82), which can be controlled independently
of one another and each of which is provided for a different feed distance.
10. Apparatus according to Claim 8, characterized in that a hydraulic power plant (17)
is provided, which is connected to at least some of the devices (11, 12, 13, 14, 16),
for the purpose of moving them.
11. Apparatus according to Claim 10, characterized in that furthermore an electronic control
circuit (36) is provided, which in accordance with input programmes controls the valves
(26, 27, 28, 29) in the hydraulic lines (21, 22, 23, 24).
12. Apparatus according to Claim 11, characterized by an electronic control desk (37)
comprising a keyboard for manually inputting the characteristic data necessary for
the conical thread to be pressed.
1. Procédé de matriçage à froid d'un filetage mâle conique dans une extrémité d'une pièce
façonnée (91) en forme de barre, de préférence un acier d'armature, avec un outil
de matriçage (13) présentant plusieurs mâchoires de matriçage (62, 63, 64, 66), disposées
autour d'un axe longitudinal (61) et pouvant être déplacées au moins radialement par
rapport à celui-ci et dont les faces intérieures correspondent radialement à des segments
séparés d'une pièce mère, pour le filetage à matricer, dans lequel :
(a) l'outil de matriçage présente une ouverture radiale par écartement des mâchoires
de pressage,
(b) l'outil de matriçage et la pièce façonnée orientée dans son axe longitudinal sont
déplacés l'un par rapport à l'autre, jusqu'à ce que les mâchoires de matriçage entourent
la pièce façonnée dans la direction longitudinale, d'une valeur prédéterminée,
(c) les mâchoires de matriçage sont enfoncées ensemble en direction radiale et en
pénétrant dans la pièce façonnée, jusqu'à ce que leurs bords latéraux s'étendant parallèlement
à l'axe longitudinal des faces intérieures viennent en appui mutuel, et
(d) les mâchoires de matriçage sont de nouveau écartées les une des autres,
caractérisé en ce qu'
une pièce façonnée (91) pratiquement cylindrique est déplacée entre les mâchoires
de matriçage (62, 63, 64, 66), de sorte qu'avec les étapes de procédé (a) à (d) on
matrice dans la pièce façonnée (91) un court filetage conique pour lequel au moins
le premier pas de filet est pressé dans la totalité de sa profondeur, et
(e) après avoir écarté les unes des autres des mâchoires de matriçage (62, 63, 64,
66) l'outil de matriçage (13) et la pièce façonnée (91) sont tournées l'une par rapport
à l'autre autour de l'axe longitudinal (61), la rotation correspondant à une partie
du secteur circulaire correspondant à la section transversale de chaque mâchoire de
matriçage, et
(f) les étapes de procédé (c) et (d) sont ensuite répétées.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que
(g) la pièce façonnée (91) est déplacée plus loin après l'étape de procédé (f) dans
l'outil de matriçage (13) et les étapes de procédé (c) à (f) sont répétées.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour réaliser un filetage
conique, avec un cône de 6°, l'outil de matriçage et la pièce façonnée sont déplacés
l'un par rapport à l'autre en direction axiale sur cinq fois la valeur du pas du filetage
conique.
4. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'avant l'étape de procédé (g)
on effectue une rotation arrière relative selon l'étape de procédé (e).
5. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que, lors de la répétition de
l'étape de procédé (b), la valeur du déplacement correspond au pas du filetage conique,
ou à un multiple entier de celui-ci.
6. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la longueur du déplacement
relatif entre outil de matriçage et pièce façonnée devient plus petite lorsqu'augmente
le nombre de répétitions des étapes de procédé (c) à (f).
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour un outil de matriçage
avec quatre mâchoires de matriçage, l'outil de matriçage et la pièce façonnée sont
tournés de 45° l'un par rapport à l'autre autour de l'axe longitudinal.
8. Dispositif pour mettre en oeuvre le procédé de la revendication 1 avec un outil de
matriçage (13) et avec une douille de guidage (51) dans l'espace intérieur conique
de laquelle plusieurs mâchoires de pressage (62, 63, 64, 66) sont montées déplaçables
le long des génératrices de l'espace intérieur, ainsi qu'avec un poinçon de matriçage
(48) prévu pour opérer le déplacement des mâchoires de matriçage dans la direction
longitudinale de l'espace intérieur, ainsi qu'avec
un dispositif de blocage (16) destiné à bloquer la pièce façonnée (91) dans l'espace
longitudinal (61) de l'espace intérieur conique de la douille de guidage, caractérisé
par
un dispositif d'avance (12), pour déplacer le dispositif de blocage et/ou l'outil
de matriçage l'un par rapport à l'autre le long de l'axe de l'espace intérieur conique,
de la valeur d'une course d'avance réglable au préalable,
ainsi qu'un dispositif de rotation (11) pour faire tourner le dispositif de maintien
et/ou l'outil de matriçage l'un par rapport à l'autre autour de l'axe de l'espace
intérieur conique, de la valeur d'un angle réglable au préalable, où
le dispositif d'avance (12) coopère avec un dispositif (71) pour opérer la compensation
de l'une des composantes axiales du déplacement des mâchoires de matriçage et la compensation
du déplacement provoqué par le fluage du matériau de la pièce façonnée.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif d'avance
(12) présente plusieurs sections (73, 74; 77, 88; 81, 82), pouvant être commandés
indépendamment les unes des autres et dont chacune est prévue pour une autre course
d'avance.
10. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'est prévu une installation
hydraulique (17) reliée à au moins quelques uns des dispositifs (11, 12, 13, 14, 16),
pour provoquer leur déplacement.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'en outre est prévu un circuit
de commande électronique (36) commandant, en concordance avec des programmes prédéterminés,
les soupapes (26, 27, 28, 29) situées dans les tuyauteries hydrauliques (21, 22, 23,
24).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé par un pupitre de commande électronique
(37) à clavier pour l'introduction manuelle des données caractéristiques nécessaires
pour le matriçage d'un filetage conique.