(19)
(11) EP 0 356 708 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.10.1994  Patentblatt  1994/42

(21) Anmeldenummer: 89113819.0

(22) Anmeldetag:  27.07.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D03D 15/00

(54)

Textiles Substrat für Bezüge an Sitzeinrichtungen

Textile substrate for seat upholsteries

Substrat textile pour revêtement de sièges


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE ES FR GB GR IT LU NL SE

(30) Priorität: 31.08.1988 CH 3256/88

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.03.1990  Patentblatt  1990/10

(73) Patentinhaber: ROHNER TEXTIL AG
CH-9436 Balgach (CH)

(72) Erfinder:
  • Kälin, Albin
    CH-9443 Widnau (CH)

(74) Vertreter: EGLI-EUROPEAN PATENT ATTORNEYS 
Horneggstrasse 4
8008 Zürich
8008 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
BE-A- 342 813
CH-A- 393 214
FR-A- 2 490 688
BE-A- 639 856
FR-A- 2 109 466
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein textiles Substrat gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] An Stoffüberzüge, die für den Bezug von Sitzeinrichtungen verwendet werden, werden besondere Anforderungen gestellt. Unter Sitzeinrichtungen werden alle Arten von Sitzen verstanden, d.h. Polstermöbel, bezogene Stühle, Automobilsitze, Bürostühle und Sitze in andern Fahrzeugen wie Flugzeuge und Eisenbahnen, aber auch Rollstühle für gehbehinderte und invalide Personen.

    [0003] Die an diese Stoffe zu stellenden Anforderungen sind sehr mannigfaltig, die teilweise auch entgegengesetzte Tendenz aufweisen, d.h. eine Verbesserung einer Eigenschaft führt zu einer Verminderung einer andern gewünschten Eigenschaft.

    [0004] Im Besonderen ist der durch die Bezüge vermittelbare Sitzkomfort dort von zusätzlicher Bedeutung, wo die Sitzeinrichtung während längerer Zeit benützt wird, ohne dass der Benützer sich von diesem erheben kann. Eine solche Situation besteht beispielsweise für einen invaliden Rollstuhlfahrer, der an seinen Sitz gefesselt ist und ihn nur mit fremder Hilfe verlassen kann. Eine ähnliche Situation besteht aber auch für den Führer eines Kraftfahrzeuges, wenn er gezwungen ist, eine grössere Strecke zurückzulegen, ohne dass er die Fahrt unterbrechen kann. Aehnliche Verhältnisse können auch für Passagiere oder Reisende in Flugzeugen und in der Eisenbahn eintreten, die zu einem längeren Stillsitzen zwingen.

    [0005] Auch während des Sitzens entwickelt der menschliche Körper Wärme, welche an die Umgebung abgegeben wird. Der Betrag an abzugebender Wärme ist vom Wärmewiderstand der Umgebung abhängig. Ist dieser zu hoch, kann der Körper seinen Wärmeausgleich nicht aufrecht erhalten, so dass die Transpiration angeregt wird, die für die Kühlung des Körpers sorgt. Ist diese Transpiration klein, ist sie kaum spürbar, so dass für die betreffende Person kein Unbehagen entsteht. Ist jedoch die Transpiration so gross, dass Flüssigkeit bei der Transpiration entsteht, fühlt sich der Sitz unangenehm an, wenn die Feuchtigkeit nicht abgeführt werden kann. Das Wohlbefinden beim längeren Sitzen hängt einerseits von der Kleidung, aber andererseits vor allem vom Bezug des Sitzes und seinem Wärmewiderstand ab.

    [0006] Aus dem Bekleidungssektor ist es bekannt, Stoffe einzusetzen, die einen geringen Wärmewiderstand aufweisen und dadurch die Transpiration vom Körper nach aussen erleichtern sowie das Eindringen von Wind und Regen weitgehend verhindern. Solche Bekleidungen bestehen aus einem Schichtmaterial, bei welchem zwei oder drei Lagen benützt werden. Hierbei ist eine dieser Lagen eine dünne Membran aus Polytetrafluorethylen (PTFE), die mikroskopisch kleine Poren enthält. Die kleinen Poren dieser an sich wasserabstossenden Membran lassen kein Wasser durch. Dagegen kann Wasserdampf, wie er bei der Wärmeerzeugung des menschlichen Körpers entsteht, durch diese Poren diffundieren.

    [0007] Diese Mehrschichtenstoffe lassen sich jedoch für Sitze nicht anwenden, da der am Körper entstehende Wasserdampf an die Aussenfläche des Bezuges gelangt und an die Umgebung abgegeben werden sollte. Da jedoch praktisch alle Sitzvorrichtungen eine Polsterung aufweisen, die aus Kunststoffeinlagen und Schaumstoffen besteht, die einen hohen Wärmewiderstand aufweisen, kann der durch die erwähnte Membran durchtretende Wasserdampf nicht oder nur in geringem Mass an die Umgebung abgegeben werden.

    [0008] Es sind textile Substrate gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt (BE-A-639 856), welche zu 25 bis 45% aus Kunstfaser wie Polyester und zu 75 bis 55% aus Wolle oder Baumwolle bestehen oder (FR-A-2 109 466) zu ca. 85% aus Wolle und zu ca. 15% aus Kunstfasern bestehen.

    [0009] Solche Stoffe weisen zwar eine gute Speicherfähigkeit für Wasserdampf auf, sie leiten denselben jedoch kaum ab. Dies führt dazu, dass sich die Sitzfläche nach längerer ununterbrochener Benutzung feucht anfühlt und der Sitzkomfort leidet.

    [0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein textiles Substrat der eingangs beschriebenen Art so auszubilden, dass der Wärmewiderstand niedrig ist, ohne dass die Saugfähigkeit und die Scheuerfestigkeit beeinträchtigt wären.

    [0011] Diese Aufgabe wird durch die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, gelöst. Es hat sich vor allem herausgestellt, dass eine Zugabe von Ramie die Fähigkeit des textilen Substrats, Wasserdampf abzuleiten und an die Umgebung abzugeben, stark erhöht, wodurch sich der Sitzkomfort wesentlich verbessert.

    [0012] Von einem textilen Substrat, das als Bezug für Sitzvorrichtungen am Sitzteil und am Rückenlehnenteil Anwendung finden kann, wird eine hohe Starpazierfähigkeit verlangt, da solche Stoffe bei den vorstehend genannten Anwendungen eine hohe Gebrauchsdauer erreichen müssen. Dies gilt beispielsweise vor allem bei Verkehrsmitteln wie Flugzeugen und Eisenbahnen. Es ist bekannt, dass Stoffe, die mit Kunststoffgarnen gewoben sind, eine hohe Strapazierfähigkeit erreichen. Zwar wird durch ein Kunststoffgarn die am Körper entstehende Feuchtigkeit schnell weitergeleitet, jedoch kann ein solches Garn keine Feuchtigkeit aufnehmen und speichern. Dies bedeutet, dass schon bei Anwesenheit geringer Feuchtigkeitsmengen der Eindruck entsteht, der Stoff sei feucht. Dies wird vom Sitzbenützer als unangenehm empfunden und deshalb als mangelhafter Sitzkomfort bewertet.

    [0013] Andererseits ist es bekannt, dass Wolle eine hohe Aufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit besitzt. Dies bedeutet, dass ein Ueberzug aus Wolle solange einen angenehmen Sitzkomfort bietet, als die Grenze der Aufnahmefähigkeit erreicht ist. Andererseits ist Wolle ein sehr schlechter Leiter für Feuchtigkeit; es muss bei langer Benützung eines Stoffes aus Wollgarnen eine erhebliche Abnahme des Sitzkomfortes erwartet werden, sobald die Aufnahmefähigkeit für Feuchtigkeit erschöpft ist.

    [0014] Um diese ungünstigen Eigenschaften von Kunststoff und Wolle zu verbessern wurden zunächst Bezüge hergestellt, bei denen der Stoff aus einem synthetischen Garn und einem Wollgarn gewebt wurde. Hierbei wurde beispielsweise für die Kette ein synthetisches Garn und für den Schuss ein Wollgarn verwendet. Bezüge an Sitzvorrichtungen mit einem solchen Stoff ergaben zwar einen guten Sitzkomfort, jedoch nur im Rahmen der Eigenschaften der Wolle und des synthetischen Stoffes, d.h. eine Feuchtigkeitsableitung und eine Saugfähigkeit im Rahmen des jeweiligen Woll- und Synthetikanteils. Wenn auch durch die Verwendung eines synthetischen Garnes die Weiterleitung des Wasserdampfes erhöht wurde, ergab sich für den Sitzbenützer nach einer verhältnismässig kurzen Zeit eine subjektiv feststellbare Abnahme des Sitzkomfortes.

    [0015] Weitere Untersuchungen zur Verbesserung des Sitzkomfortes führten zur Verwendung eines Mischgarnes anstelle eines Wollgarnes. Ueberraschenderweise ergab sich aber eine Erhöhung des Sitzkomfortes erst dann, als ein Mischgarn aus Wolle und Ramie verwendet wurde. Ramie ist eine Bastfaser und ist eine der ältesten, für die Herstellung von textilen Stoffen verwendete Faser. Ramie und eine ähnliche, als Chinagras bezeichnete Pflanze gedeihen vor allem in tropischem und subtropischem Klima. Die perenierende Ramiepflanze erreicht in geeignetem Klima eine Höhe von 120-250 cm, und es können bis zu fünf Ernten jährlich gewonnen werden. Die durch Decortieren und Degommieren gereinigte Ramiefaser besteht zum grössten Teil aus Zellulose. Sie verhält sich daher ähnlich wie Baumwolle, doch ist sie glatter, glänzender und steifer.

    [0016] Mit dem erwähnten Mischgarn konnten nun Bezugstoffe für Sitzvorrichtungen geschaffen werden, die einen deutlich erhöhten Sitzkomfort ergaben.

    [0017] Vergleichsversuchse wurden von den Springborn Laboratories (Europe) AG in CH-9326 Horn durchgeführt. Hierbei wurde der Feuchtigkeitstransport in einem Gewebeverband in Quer- und Längsrichtung gemessen, indem die Steighöhe von Wasser festgestellt wurde. Für diesen Versuch wurde ein Bezugstoff verwendet, dessen Kette aus einer Polyesterfaser PE/CS mit der Markenbezeichnung "TREVIRA" bestand, während als Schussfaden ein mit der Marke "CLIMATEX" bezeichnetes Gewebe der Anmelderin verwendet wurde. Die Zusammensetzung dieses Gewebes ist:
    Polyester PE/CS 23 %
    Ramie RA 15 % (Faser mit der Markenbzeichnung FIRON der Firma Ernest H. Fischers Söhne, CH-5605 Dottikon)
    Wolle WO 62 %
    Die Steighöhe betrug in Kettrichtung nach 3 Stunden 19,5 cm und in der Schussrichtung 16,9 cm.

    [0018] Bei einem Vergleichsstoff, dessen Kette und Schuss aus PE/CS bestand, betrugen die Werte nach drei Stunden 20,8 cm in der Kettrichtung und 18,0 cm in Schussrichtung. Die Steighöhe betrug demnach für einen aus 100 % PE/CS hergestellten Stoff nur wenig mehr als für den Stoff mit dem als Schussfaden verwendeten Mischgarn "CLIMATEX". Der nur aus PE/CS bestehende Stoff bietet aber nur einen geringen Sitzkomfort, während der Stoff mit dem Mischgarn sehr hohe Ansprüche bezüglich des Sitzkomfortes erfüllt. Es kommt noch hinzu, dass durch die Verwendung der Ramie-Faser die Reissfähigkeit des Stoffes erhöht wird.

    [0019] Vergleichsweise sei erwähnt, dass in einem Gewebeverband, bei dem Schuss und Kette aus 100% Wolle bestand die Steighöhe sowohl in Quer- als auch in Längsrichtung nach ein und drei Stunden praktisch Null war. Die vorstehend erwähnten günstigen Ergebnisse können annähernd auch mit Mischgarnen erreicht werden, bei denen den natürlichen Fasern des Mischgarnes Baumwolle, Leinen, Zellwolle mit Wolle oder andere tierische Fasern aber auch synthetische Fasern zugefügt werden.

    [0020] Für die zur Erhöhung des Sitzkomfortes bei Sitzvorrichtungen eignen sich vorzugsweise Bezugsstoffe mit einer Zusammensetzung:
    Wolle 50-70%
    Ramie 10-20%
    Polyester 15-35%
    Anstelle der Polyesterfaser können auch andere Fasern aus Polypropylen, Polyacryl, Aramid und Polyamid verwendet werden. Dem Mischgarn können auch Metallfasern zugefügt werden, wodurch das Garn antistatische Eigenschaften erhält. Der Anteil kann hierbei 1-5 % erreichen.

    [0021] Muss eine hohe antistatische Eignung erreicht werden, ist es zweckmässig, auf den Metallfaserzusatz im Mischgarn zu verzichten und anstelle desselben einen separaten Metalldraht in das Gewebe des Bezugsstoffes einzuweben.

    [0022] Wie bereits erwähnt, kann das Substrat als Gewebe ausgebildet sein, jedoch auch als Schussraschel oder als Malimo. Hierbei kann das Mischgarn sowohl als Schussfaden als auch Kettfaden verwendet werden. Wird es als Schussfaden verwendet, kann der Kettfaden ein synthetisches Garn sein. Wird umgekehrt das Mischgarn als Kettfaden verwendet, besteht der Schussfaden aus seinem synthetischen Garn. Es ist aber auch möglich, für die genannten Bezugstoffarten sowohl für den Schussfaden als auch für den Kettfaden ein Mischgarn zu verwenden. In diesem Fall werden dem Mischgarn synthetische Fasern der vorstehend genannten Art zugefügt, so dass die vorstehend genannten Prozentzahlen erreicht werden.

    [0023] Bezugsstoffe ergeben dann einen hohen Sitzkomfort, wenn sowohl Schuss als auch Kette aus dem Mischgarn hergestellt werden. Wegen der hohen Reissfestigkeit der Ramie- und Polyester-Faser ist auch die Scheuerfestigkeit eines solchen Stoffes mit demjenigen aus Synthetik allein vergleichbar. Bezugsstoffe, bei denen der Schuss und/oder die Kette aus dem beschriebenen Mischgarn hergestellt sind, können auch mit einer Schwerentflammbarkeits-Ausrüstung versehen werden, ohne dass dadurch der Sitzkomfort, d.h. der Feuchtigkeitstransport durch das Gewebe, beeinflusst wird.

    [0024] Die Gewebebindung hat nur einen geringen Einfluss auf den Feuchtigkeitstransport. Zweckmässig ist es, für das Mischgarn Garne der Garnnummern Nm 10/2-40/2 zu verwenden.


    Ansprüche

    1. Textiles, aus natürlichen und synthetischen Fasern bestehendes Substrat, welches zu Bezügen von Sitzmöbeln, Stühlen und anderen Sitzeinrichtungen verarbeitbar ist und das mindestens ein ebenfalls natürliche Fasern enthaltendes Mischgarn enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischgarn Wolle und Ramie enthält und das Substrat 65 - 85% (Gew.) natürliche Fasern aus Wolle und Ramie aufweist und der Rest synthetische Fasern sind.
     
    2. Substrat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischgarn 65-85% natürliche Fasern aus Wolle und Ramie aufweist.
     
    3. Substrat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Mischgarn synthetische Fasern beigemischt sind.
     
    4. Substrat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Mischgarn aufweist, bei dem der Anteil an natürlichen Fasern aus tierischen und pflanzlichen Fasern zusammengesetzt ist.
     
    5. Substrat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Mischgarn der Anteil an Ramie-Fasern 15-30% beträgt.
     
    6. Substrat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die synthetischen Fasern des Substrats mindestens 15% Polyesterfasern, vorzugsweise 15-35% umfassen.
     
    7. Substrat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die künstlichen Fasern Fasern der Gruppe Polypropylen, Polyamid, Polyester, Polyacryl und Aramid umfassen.
     
    8. Substrat nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es als Gewebe, Schussraschel oder Malimo ausgebildet ist, bei welchem das Mischgarn als Schuss bzw. Kette und ein synthetisches Garn als Kette bzw. Schuss verarbeitet ist.
     
    9. Substrat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als Gewebe ausgebildet ist, bei welchem sowohl die Kette als auch der Schuss Mischgarn aufweist.
     


    Claims

    1. Textile substrate consisting of natural and synthetic fibres, which can be processed to make coverings for seating furniture, chairs and other seats, and which contains at least one mixed yarn likewise containing natural fibres, characterised by the fact that the mixed yarn contains wool and ramie and the substrate has 65-85% (weight) natural fibres of wool and ramie, and the rest are synthetic fibres.
     
    2. Substrate in accordance with claim 1, characterised by the fact that the mixed yarn has 65-85% natural fibres of wool and ramie.
     
    3. Substrate in accordance with claim 2, characterised by the fact that synthetic fibres are added to the mixed yarn.
     
    4. Substrate in accordance with claim 1, characterised by the fact that it has a mixed yarn where the proportion of natural fibres is composed of animal and vegetable fibres.
     
    5. Substrate in accordance with claim 2, characterised by the fact that for the mixed yarn, the proportion of ramie fibres amounts to 15-30%.
     
    6. Substrate in accordance with claim 1, characterised by the fact that the synthetic fibres of the substrate include at least 15% polyester fibres, preferably 15-35%.
     
    7. Substrate in accordance with claim 1, characterised by the fact that the synthetic fibres include fibres of the group polypropylene, polyamide, polyester, polyacrylic and aramide.
     
    8. Substrate in accordance with one of the claims 1 to 7, characterised by the fact that it is in the form of woven fabric, weft Raschel or Malimo, where the mixed yarn is worked as weft or warp, and a synthetic yarn is worked as warp or weft.
     
    9. Substrate in accordance with claim 1, characterised by the fact that it is in the form of a woven fabric, where both the warp and the weft are mixed yarn.
     


    Revendications

    1. Substrat textile constitué de fibres naturelles et synthétiques, lequel peut être transformé en housses de meubles sièges, de chaises et autres dispositifs de siège et qui contient au moins un fil mélangé comprenant également des fibres naturelles, caractérisé en ce que le fil mélangé contient de la laine et de la ramie et que le substrat présente 65 à 85 % (en poids) de fibres naturelles en laine et ramie et que le reste est constitué par des fibres synthétiques.
     
    2. Substrat selon la revendication 1, caractérisé en ce le fil mélangé présente 65-85 % de fibres naturelles en laine et en ramie.
     
    3. Substrat selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il est ajouté des fibres synthétiques au fil mélangé.
     
    4. Substrat selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente un fil mélangé dont la teneur en fibres naturelles se compose de fibres animales et végétales.
     
    5. Substrat selon la revendication 2, caractérisé en ce que la teneur en fibres de ramie du fil mélangé s'élève à 15-30 %.
     
    6. Substrat selon la revendication 1, caractérisé en ce que les fibres synthétiques du substrat comprennent au moins 15 % de fibres polyester, de préférences 15-35 %.
     
    7. Substrat selon la revendication 1, caractérisé en ce que les fibres artificielles sont des fibres du groupe polypropylène, polyamide, polyester, polyacryle et aramide.
     
    8. Substrat selon l'une des revendications de 1 à 7, caractérisé en ce qu'il est realisé comme tissu, trame Raschel ou Malimo dont le fil mélangé est traité comme trame resp. chaîne et un fil synthétique comme chaîne resp. trame.
     
    9. Substrat selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est réalisé comme un tissu dont la trame comme la chaîne présentent un fil mélangé.