| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 357 595 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
22.01.1992 Patentblatt 1992/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.06.1987 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F01N 3/02 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE8700/270 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 8809/865 (15.12.1988 Gazette 1988/27) |
|
| (54) |
ABGASREINIGUNGSVORRICHTUNG FÜR DIESELMOTOREN
EXHAUST GAS CLEANING DEVICE FOR DIESEL ENGINES
DISPOSITIF DE NETTOYAGE DES GAZ D'ECHAPPEMENT DE MOTEURS DIESEL
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR GB IT SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
14.03.1990 Patentblatt 1990/11 |
| (73) |
Patentinhaber: Firma J. Eberspächer |
|
73730 Esslingen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- WÖRNER, Siegfried
D-7300 Esslingen 1 (DE)
- REISER, Peter
D-7300 Esslingen 1 (DE)
- PRINZ, Peter
D-7066 Baltmannsweiler 2 (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Klunker . Schmitt-Nilson . Hirsch |
|
Winzererstrasse 106 80797 München 80797 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 089 127 EP-A- 0 174 742 US-A- 4 393 652 US-A- 4 535 588
|
EP-A- 0 114 696 DE-A- 3 516 442 US-A- 4 419 113
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Abgasreinigungsvorrichtung für Dieselmotoren,
mit einer in der Abgasleitung vorgesehenen Rußfiltereinheit, die einen in einem Gehäuse
abgestützten, durch Rußabbrand regenerierbaren Filterkörper mit einer Abgaseintrittsseite,
einer Abgasaustrittsseite und dazwischen einer Außenoberfläche aufweist, wobei zwischen
dem Gehäuse und der Außenoberfläche des Filterkörpers ein Abstandsraum besteht, und
mit einem Brenner mit Verbrennungsluftgebläse, dessen Heißgasseite mit dem Abstandsraum
in Strömungsverbindung steht, so daß der Filterkörper zum Regenerieren von mindestens
einem Großteil seiner Außenoberfläche her aufheizbar ist.
[0002] Im Abgas von Dieselmotoren finden sich in mehr oder weniger hoher Konzentration Rußpartikel,
die umweltverschmutzend sind und sogar als potentiell gesundheitsgefährdend gelten,
wenn sie in höherer Konzentration in der Atemluft vorhanden sind. Daher sind seit
einiger Zelt Bemühungen im Gange, die Abgase von Dieselmotoren durch zumindest weitgehende
Entfernung der Rußpartikel zu entgiften. Als technisch erfolgversprechendste Maßnahme
hierzu sind Abgas-Rußfilter ins Auge gefaßt worden, die in ihrer Porosität so abgestimmt
sind, daß sie die Rußpartikel weitgehend aus dem durchströmenden Abgas zurückhalten.
Diese Rußfilter, die wegen der erforderlichen Temperaturfestigkeit gegenüber den üblichen
Absastemperaturen von Dieselmotoren häufig aus keramischem Werkstoff bestehen, haben
jedoch die Tendenz, sich mit zunehmender Betriebsdauer zuzusetzen. Man hatte gehofft,
daß die im Rußfilter abgefangenen Rußpartikel im praktisch gleichen Ausmaß wegbrennen,
wie sich neue Rußpartikel ansammeln, insbesondere bei höheren Leistungszuständen des
entsprechenden Dieselmotors. Es hat sich jedoch gezeigt, daß sich diese Hoffnung zumindest
bei einer Vielzahl von Dieselmotoren nicht erfüllt, insbesondere bei solchen, die
nicht oder zu selten in Betriebszuständen mit relativ hohen Abgastemperaturen betrieben
werden. Es kommt vielmehr zu einer immer stärkeren Ansammlung von Rußpartikeln im
Rußfilter, der damit immer stärker in den Zustand unerwünscht hohen Abgas-Strömungswiderstands
kommt.
[0003] Bei einer aus dem Dokument EP-A-0 114 696 bekannten Abgasreinigungsvorrichtung der
eingangs genannten Art strömt das Heißgas des Regenerierungsbrenners einem ersten
Teilbereich des Außenumfanges des Filterkörpers zu, durchströmt den Filterkörper quer
zu der Motorabgas-Durchströmungsrichtung, und strömt von einem zweiten, gegenüberliegenden
Teilbereich des Außenumfanges des Filterkörpers ab.
[0004] Demgegenüber ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß die
Rußfiltereinheit zugleich als Schalldämpfer mit dem Abstandsraum als Resonanzraum
ausgebildet ist, der den Filterkörper ringförmig umgibt; und daß der Brenner stromaufwärts
vor dem Filterkörper angeschlossen ist, so daß dessen Heißgas beim Betrieb des Brenners
den Filterkörper sowohl von dessen Eintrittsseite her durchströmend als auch von dem
Resonanzraum her aufheizt.
[0005] Aus der DE-A-2 800 687 ist eine Abgasreinigungsvorrichtung für Benzinmotoren bekannt,
bei der ein Katalysatorkörper für die katalytische Entgiftung der Abgase auf einem
Teil seines Umfangs von einem Abstandsraum umgeben ist und durch diesen Abstandsraum
ein Schalldämpfeffekt erzeugt wird. Es ist kein Brenner zum Beaufschlagen des Katalysatorkörpers
mit Heißgas vorgesehen.
[0006] Aus dem Dokument EP-A-0158 625 ist eine katalytische Abgasreinigungsvorrichtung für
Brennkraftmaschinen bekannt, bei der die Abgase nach Passieren des Katalysatorkörpers
und Umlenkung um 180° durch einen schalldämpfenden Ringraum strömen, der den Katalysatorkörper
umgibt. Diese Abgasreinigungsvorrichtung ist nicht für Dieselmotoren vorgesehen, so
daß sich das Problem der Rußabbrennregenerierung nicht stellt.
[0007] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung - wie prinzipiell aus EP-A-0114 696 bekannt
- wird also dafür gesorgt, daß zur Regenerierung des Rußfilters an diesem über die
betriebsnormalen Abgastemperaturen hinausgehende Temperaturen herrschen, die einen
Rußabbrand ermöglichen, und daß die hinsichtlich der Regenerierung besonders kritischen
Randbereiche des Rußfilters von seiner Außenoberfläche her (zusätzlich) aufgeheizt
werden.
[0008] Der mittlere bzw. betriebsnormale Abgastemperaturbereich von Dieselmotoren liegt
etwa in der Gegend von 200 bis 400° C, wobei Temperaturspitzen bei Betrieb im Bereich
der Höchstleistung unberücksichtigt sind. Mit "Außenoberfläche" wird der jenige Bereich
der äußeren Oberfläche des Rußfilters bezeichnet, der nicht Abgaseintrittsseite oder
Abgasaustrittsseite ist. Es kann Vorgesehen sein, daß aufgrund der gewählten Filterkörperabstützung
nahezu diese gesamte Außenoberfläche des Filterkörpers von außen her aufgeheizt wird.
Die Außenaufheizung erfolgt in der Regel indirekt durch eine dortise Filterkörperummantelung
hindurch. Der Brenner steht mit der Zuströmseite des Abgas-Rußfilters in Strömungsverbindung.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Abgas-Rußfilters wird eine kombinativ als
Schalldämpfer und Rußfilter wirkende Einheit verfügbar gemacht.
[0009] Abgas-Rußfilter haben häufig eine im wesentlichen prismatische Gestalt mit einer
Abgaseintrittsseite und einer Abgasaustrittsseite und einem quer zur Abgas-Durchströmungsrichtung
gegebenem Querschnitt mit Kreisform, elliptischer Form, ovaler Form, rechteckiger
Form, quadratischer Form oder dergleichen. Der Ausdruck "prismatische Gestalt" soll
auch Geometrien decken, bei denen die Abgaseintrittsseite und/oder die Abgasaustrittsseite
nicht rechtwinklig zur Durchströmungsrichtung des Rußfilters stehen und/oder bei denen
die Außen(umfangs)fläche des Rußfilters in Richtung seiner Durchströmung fortschreitend
in gewissen Grenzen variiert.
[0010] Zur Abstützung des Filterkörpers im Gehäuse des AbgasRußfilters gibt es, insbesondere
bei den vorstehend genannten Geometrien, eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die eine
Aufheizung der Außenoberfläche bzw. des Außenumfangs ermöglichen, wobei jedoch darauf
zu achten ist, daß ein äußeres Vorbeiströmen der Abgase an dem Filterkörper zumindest
vorzugsweise zu vermeiden ist, um die effektive Abscheidung der Rußpartikel aus dem
gesamten Abgasstrom sicherzustellen. So könnte man beispielsweise den Filterkörper
durch strebenartige Halterungsteile in seinem Gehäuse mit umlaufendem Abstand abstützen
und an einer Stelle eine strömungsverhindernde Barriere in dem Ringspalt zwischen
dem Filterkörper und dem Gehäuse vorsehen. Besonders bevorzugt ist eine Abstützung
des Filterkörpers mittels mehrerer, in Strömungsrichtung beabstandeter, ringartiger
Halter, die Durchbrechungen in derartiger Zahl und Größe aufweisen, daß Gas hindurchströmen
kann, und von denen jedoch einer geschlossen ist, um die vorstehend angesprochene
freie Umströmung des Ringspalts mit Abgas zu verhindern. Es wird darauf hingewiesen,
daß die Begriffe "ringartig" und "Ringspalt" keineswegs "kreisringförmig" bedeuten,
sondern im umfassenden Sinn gemeint sind und auch insbesondere ovale, elliptische
und eckige, insgesamt ringförmig geschlossene Konfigurationen mit umfassen.
[0011] Die erfindungsgemäße Abgasreinigungsvorrichtung weist vorzugsweise als Filterkörper
einen keramischen Monolith mit nicht-durchgehenden Strömungskanälen auf, wie er an
sich bekannt ist. Die häufigste Konfiguration besteht darin, daß die im wesentlichen
in Gesamt-Durchströmungsrichtung des Filterkörpers verlaufenden Strömungskanäle abwechselnd
an der Eintrittsseite des Filterkörpers und an der Austrittsseite des Filterkörpers
geschlossen sind, so daß das auf der Eintrittsseite in einen Strömungskanal einströmende
Abgas zwingend durch die poröse Wand des betreffenden Strömungskanals in einen oder
mehrere benachbarte Strömungskanäle übertreten muß, um auf der Strömungsaustrittsseite
wieder aus dem Filterkörper austreten zu können.
[0012] Vorzugsweise ist der Brenner ein nach dem Prinzip eines Verdampfungsbrenners aufgebauter
Brenner.
[0013] Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Brenner für
Regenerierungsbetrieb in Betriebspausen des Dieselmotors jeweils nach einer längeren
Dieselmotor-Betriebsphase vorgesehen. Man läßt also nach dieser Ausgestaltung nicht
etwa den Brenner ständig mitlaufen, um die Abgastemperatur am Eintritt in den Filterkörper
ausreichend zu erhöhen, sondern zieht einen intermittierenden Betrieb vor, bei dem
während einer Stillstandsphase des Dieselmotors der Rußfilter innerhalb recht kurzer
Zeit regeneriert wird. Dabei ist ein Betrieb des Brenners mit Luftüberschuß günstig,
um im Rußfilter Sauerstoff zum Abbrennen des dort abgelagerten Rußes zur Verfügung
zu haben. Die genannte Ausgestaltung macht das Rußabbrennen besonders effektiv, da
sich die Heißgase des Brenners nicht mit kälterem Dieselmotorabgas mischen.
[0014] Vorzugsweise weist die Abgasreinigungsvorrichtung eine Steuereinrichtung des Brenners
auf, die zu Beginn des Regenerierungsbetriebs das Verbrennungsluftgebläse und eine
Glühkerze zur Zündung des Brennstoffs für den Brenner einschaltet, mit Zeitverzögerung
eine Brennstoffpumpe des Brenners zuschaltet, nach Zünden des Brenners die Glühkerze
abschaltet, weil dieser jetzt ohne Glühkerzenunterstützung weiterbrennt, und nach
einer gewissen Zeit die Brennstoffpumpe abschaltet und das Verbrennungsluftgebläse
noch eine kurze oder eine längere Zeit lang nachlaufen läßt. Diese Steuereinrichtung
steuert die genannten Phasen des Regenerierungsbetriebs vorzugsweise automatisch.
[0015] Vorzugsweise ist ein Sensor vorgesehen, der das Ausmaß des Zusetzens des Filterkörpers
mit Ruß direkt oder indirekt feststellt und entweder ein Signal liefert, daß eine
neue Regenerierung erforderlich sei,und/oder in geeigneter Weise selbsttätig eine
Regenerierung auslöst, vorzugsweise beim nächsten Stillstand des Dieselmotors. Der
Sensor kann beispielsweise auf die durch zunehmendes Zusetzen des Filterkörpers erzeugte
Druckerhöhung vor dem Rußfilter ansprechen, auf der Basis der Messung von Gas-Strömungsgeschwindigkeiten
arbeiten oder dergleichen. Es ist auch möglich, mit einem Gerät zur Erfassung der
Betriebszeit des Dieselmotors seit der letzten Regeneration zu arbeiten.
[0016] Vorzugsweise ist der Brenner so ausgelegt, daß er den Filterkörper auf eine Regenerierungstemperatur
von mehr als 550° C, höchst vorzugsweise mehr als 600°C oder sogar mehr als 700°C
bringt. Der Brenner muß nicht für die gesamte Regenerierungszeit in Betrieb sein,
da der einmal in Brand gesetzte Ruß auch ohne Brennerunterstützung noch zu Ende abbrennt
und hierbei Wärme frei wird. Der Brenner ist ferner vorzugsweise so ausgelegt, daß
man mit einer relativ kurzen Regenerierungszeit von, je nach Größe des Filterkörpers,
einigen Minuten bis etwa dreissig Minuten auskommt. Während des Abbrennens des Rußes
können Temperaturen in der Gegend von 850°C auftreten.
[0017] Vorzugsweise setzt man einen Brenner und ein Verbrennungsluftgebläse für den Brenner
ein, wie sie bereits handelsüblich verfügbar sind, insbesondere von motorunabhängigen
Kraftfahrzeug-Heizgeräten her.
[0018] Ein besonders bevorzugtes Einsatzgebiet der erfindungsgemäßen Abgasreinigungsvorrichtung
sind Fahrzeuge, insbesondere Gabelstapler, die in mindestens weitgehend geschlossenen
Gebäuden, beispielsweise Fabrikationshallen, Lagerhallen oder dergleichen, eingesetzt
werden. Bei diesen Einsatzbedingungen ist Rußausstoß ganz besonders störend, und man
kann beispielsweise jeweils bei Schichtende bequem die Regenerierung vornehmen.
[0019] Die Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden im folgenden anhand eines
zeichnerisch dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiels noch näher erläutert.
Die einzige Zeichnung zeigt einen Längsschnitt eines Abgas-Rußfilters und einen angeschlossenen
brenner.
[0020] Der dargestellte Abgas-Rußfilter 2 besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse 4 aus
Stahlblech mit darin abgestütztem, keramischem, monolithischem Filterkörper 6. Das
Gehäuse 4 ist im mittleren Bereich zylindrisch und verjüngt sich links und rechts
konisch auf den Durchmesser einer Abgasleitung 8. Die Abgas-Durchströmungsrichtung
durch den Rußfilter 2 ist in der Zeichnung von rechts nach links entsprechend dem
Pfeil P, wobei der von rechts zuführende Abgasleitungsabschnitt von einem Dieselmotor
kommt und der nach links abgehende Abgasleitungsabschnitt zum Ende des Auspufftraktes
führt. Der Filterkörper 6 ist ebenfalls zylindrisch und weist zeichnerisch nur angedeutete
Strömungskanäle 10 auf, die im wesentlichen parallel zur gemeinsamen Längsachse 12
des Filterkörpers 6 und des Gehäuses 4 verlaufen und abwechselnd rechts und links
geschlossen sind.
[0021] Man erkennt ferner einen Zwischenträger 14 aus Stahlblech, der im we sentlichen zylindrisch
mit am linken und am rechten Ende nach innen gezogenen Flanschbereichen 16 ist. Der
Filterkörper 6 ist mittels federnd nachgiebiger Zwischenringe 18 aus hinreichend temperaturfestem
Material axial zwischen den beiden Flanschbereichen 16 gehalten. In Radialrichtung
besteht aus Gründen der Wärmedehnfähigkeit ein enger Spalt zwischen dem Filterkörper
6 und dem Zwischenträger 14. Der Zwischenträger 14 ist seinerseits mit hilfe von zwei
kreisringförmigen Haltern 20 innen an dem zylindrischen Bereich des Gehäuses 4 festgeschweißt,
so daß ein kreisringförmiger Ringspalt 22 zwischen dem Filterkörper 6 bzw. dem Zwischenträger
14 und dem Gehäuse 4 besteht, der radial 5 bis 20 mm breit ist. Die beiden Halter
20 sind in Axialrichtung beabstandet und befinden sich jeweils näher an einem Axialende
des Zwischenträgers 14 als an dessen Mitte.
[0022] Der in der Zeichnung linke, also strömungsabwärts liegende Halter 20 ist über seinen
gesamten Umfang mit beispielsweise kreisförmigen Öffnungen oder Durchbrechungen 24
versehen. Diese Durchbrechungen könnten stattdessen auch im in der Zeichnung rechten
Halter 20 vorgesehen sein. Es wäre auch möglich; im linken Halter große und zahlreiche
Durchrechungen 24 vorzusehen, während man im rechten Halter 20 nur wenige und kleine
Durchbrechungen vorsieht, oder umgekehrt, so daß eine sehr kleine Abgasmenge durch
den Ringspalt 22 von vorn bis hinten hindurchströmen kann. Der Ringspalt 22 axial
zwischen den beiden Haltern 20 kann auch mit einem ausreichend temperaturfesten, durchströmbaren
Dämm-Material, beispielsweise Basaltwolle, ausgefüllt sein. Der gezeichnete und bisher
beschriebene Rußfilter 2 dient zugleich als Auspuff-Schalldämpfer, wobei der Ringraum
22 einen Resonanzraum darstellt.
[0023] An den in der Zeichnung rechten, konischen, also zuströmseitigen Bereich des Gehäuses
4 ist ein Brenner 26 mit Verbrennungsluftgebläse 28 angeschlossen. Ferner erkennt
man eine Brennstoffpumpe 30 für den Brennstoff des Brenners 26, beispielsweise Dieselöl,und
eine Glühkerze 32 zum Entzünden des im Brenner gebildeten Brennstoff-Luft-Gemischs.
Schließlich erkennt man eine Steuereinheit 34 für den Brenner 26 bzw. die aus Brenner
26 und Verbrennungsluftgebläse 28 bestehende Einheit.
[0024] Wenn der Rußfilter 6 nach mehrstündigem Betrieb des Dieselmotors in erheblichem Ausmaß
mit Rußpartikeln zugesetzt ist, wird, vorzugsweise in einer Betriebspause des Dieselmotors,
eine Regenerierung des Filterkörpers 6 durchgeführt. Hierzu wird mittels der Steuereinheit
34 zunächst das Verbrennungsluftgebläse 28 und die Glühkerze 32 eingeschaltet. Nach
etwa 30 bis 60 s wird die Brennstoff-Dosierpumpe 30 zugeschaltet, die Brennstoff in
die Brennkammer des Brenners 26 fördert. Wenn dort die Verbrennung ordnungsgemäß in
Gang gekommen ist, was durch eine Flammüberwachung festgestellt werden kann, wird
die Glühkerze 32 abgeschaltet; das Verbrennungsluftgebläse 28 läuft weiter. Dieser
Verbrennungsbetrieb des Brenners läuft, je nach Größe des Rußfilters 2, etwa 2 bis
10 min und im Verlauf dieser "Aktivierungszeit" wird am Filterkörper 6 eine Temperatur
in der Größenordnung von 600 bis 750° C erreicht. Dann kann man den Brenner 26 abschalten,
da bei dieser Temperatur das Abbrennen des Rußes am Filterkörper 6 in Gang gekommen
ist und auch ohne Brennerunterstützung weiterläuft. Der hierfür erforderliche Sauerstoff
kann entweder aus dem Auspufftrakt entnommen werden (der ja bei Dieselmotoren noch
Restsauerstoff enthält) oder kann durch das Verbrennungsluftgebläse 28 und den Brenner
26 hindurch angesaugt werden; man kann aber auch das Verbrennungsluftgebläse 28 noch,
beispielsweise auch auf niedrigerer Stufe, weiterlaufen lassen. Dieses Rußabbrennen
dauert, je nach Größe des Rußfilters 2, etwa 5 bis 30 Minuten, während welcher Zeit
die Temperatur am Filterkörper 6 durch die Rußverbrennung noch leicht ansteigen oder
in etwa gleichbleiben oder leicht absinken kann. Nach dem beschriebenen Abschalten
des Brenners 26 durch Abschalten der Brennstoff-Dosierpumpe 30 läßt man das Verbrennungsluftgebläse
28 auf jeden Fall noch eine gewisse Zeit, beispielsweise 2 bis 4 min nachlaufen, um
im Brenner 26 kein zündfähiges Brennstoff-Luft-Gemisch mehr zu haben.
[0025] Mit 34 ist eine Drucksonde im Raum vor dem Filterkörper 6 bezeichnet, die auf durch
zunehmendes Zusetzen des Filterkörpers 6 erhöhten Druck anspricht und die Notwendigkeit
einer neuen Regenerierung anzeigt und/oder diese, vorzugsweise in einer nachfolgenden
Betriebspause des Dieselmotors, über die Steuereinheit 34 selbsttätig auslöst.
[0026] Aufgrund der Durchbrechungen 24 in dem linken Halter 20 können die Heißgase des Brenners
26 nach Durchströmen des Filterkörpers 6 in den Ringspalt 22 gelangen und von dort
aus den Filterkörper 6 auch von seiner Außenoberfläche bzw. seinem Außenumfang her
aufheizen. Diese Aufheizung wirkt sich durch den Zwischenträger 14 hindurch aus. Diese
Außenumfangsaufheizung ist wesentlich, um gerade die ohne die beschriebene Maßnahme
schwer aufheizbaren Randpartien des Filterkörpers 6 auf genügend hohe Temperatur zu
bringen. Wenn mehr als zwei beabstandete Halter 20 vorgesehen sind, werden alle oder
alle bis auf einen mit Durchbrechungen 24 ausgestattet.
[0027] Die Leistung des Brenners beträgt in der Gegend von 2 bis 15 kW, je nach Größe des
Rußfilters 2.
[0028] Der Rußfilter 2 kann auch axial hintereinander mehrere Filterkörper 6 aufweisen,
wobei es ausreicht - wenn man ein äußeres Vorbeiströmen von Abgas an allen Filterkörpern
vorbei ausschließen will - an nur einem der Filterkörper eine umgebende Abgasströmungssperre
vorzusehen.
1. Abgasreinigungsvorrichtung für Dieselmotoren, mit einer in der Abgasleitung (8)
vorgesehenen Rußfiltereinheit (2), die einen in einem Gehäuse (4) abgestützten, durch
Rußabbrand regenerierbaren Filterkörper (6) mit einer Abgaseintrittsseite, einer Abgasaustrittsseite
und dazwischen einer Außenoberfläche aufweist, wobei zwischen dem Gehäuse (4) und
der Außenoberfläche des Filterkörpers (6) ein Abstandsraum (22) besteht, und mit einem
Brenner (26) mit Verbrennungsluftgebläse (28), dessen Heißgasseite mit dem Abstandsraum
(22) in Strömungsverbindung steht, so daß der Filterkörper (6) zum Regenerieren von
seiner Außenoberfläche her aufheizbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
däß die Rußfiltereinheit (2) zugleich als Schalldämpfer mit dem Abstandsraum als Resonanzraum
(22) ausgebildet ist, der den Filterkörper (6) ringförmig umgibt;
und daß der Brenner (26) stromaufwärts vor dem Filterkörper (6) angeschlossen ist,
so daß dessen Heißgas beim Betrieb des Brenners (26) den Filterkörper (6) sowohl von
dessen Eintrittsseite her durchströmend als auch von dem Resonanzraum (22) her aufheizt.
2. Abgasreinigungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Ummantelung (14) an der Außenoberfläche des Filterkörpers (6) vorgesehen
ist, wobei der Resonnanzraum (22) zwischen dem Gehäuse (4) und der Ummantelung (14)
gebildet ist.
3. Abgasreinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch gasdurchlässiges
Dämmaterial im Resonanzraum (22).
4. Abgasreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere beabstandete, ringartige Halter (20) zur Abstützung des Filterkörpers
(6) in dem Gehäuse (4) vorgesehen sind;
und daß mit Ausnahme eines geschlossenen Halters (20) der oder die anderen Halter
(20) Strömungsöffnungen (24) aufweisen.
5. Abgasreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Filterkörper (6) ein keramischer Monolith mit nicht-durchgehenden Strömungskanälen
(10) ist.
6. Abgasreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Filterkörper (6) eine im wesentlichen prismatische Gestalt mit kreisrundem
oder nicht-kreisförmig gerundetem Querschnitt aufweist.
7. Abgasreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Brenner (26) ein Verdampfungsbrenner ist.
8. Abgasreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Brenner (26) für Regenerierungsbetrieb in Betriebspausen des Dieselmotors
jeweils nach mehreren Dieselmotor-Betriebsstunden vorgesehen ist.
9. Abgasreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch
eine Steuereinrichtung (34) des Brenners (26), die zu Beginn des Regenerierungsbetriebs
das Verbrennungsluftgebläse (28) und eine Glühkerze (32) einschaltet, mit Zeitverzögerung
eine Brennstoffpumpe (30) des Brenners (26) zuschaltet, nach Zünden des Brenners (26)
die Glühkerze (32) abschaltet, und nach einer gewissen Zeit die Brennstoffpumpe (30)
abschaltet und das Verbrennungsluftgebläse (28) noch eine kurze oder eine längere
Zeit lang nachlaufen läßt.
10. Abgasreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Brenner (26) so ausgelegt ist, daß er den Filterkörper (6) auf eine Regenerierungstemperatur
von mehr als 550 °C bringt.
11. Abgasreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Sensor (36) vorgesehen ist, der das Ausmaß des Zusetzens des Filterkörpers
(6) mit Ruß feststellt und ein Regenerierungssignal liefert und/oder die Regenerierung
auslöst.
12. Verwendung der Abgasreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 in
einem für Einsatz in mindestens weitgehend geschlossenen Gebäuden bestimmten Fahrzeug,
vorzugsweise ein Gabelstapler.
1. An exhaust gas cleaning device for diesel engines, comprising a soot filter unit
(2) provided in the exhaust line (8) and including a filter body (6) supported in
a housing (4) and adapted to be regenerated by soot combustion and having an exhaust
gas entry side, an exhaust gas exit side and an outer surface therebetween, a distance
space (22) being present between the housing (4) and the outer surface of the filter
body (6), and comprising a burner (26) with a combustion air fan (28) having its hot
gas side in flow communication with the distance space (22) so that the filter body
(6) can be heated from at least a large part of its outer surface for regeneration,
characterized in
that the soot filter unit (2) at the same time is designed as a sound absorber with
the distance space (22) as a resonance space annularly surrounding the filter body
(6); and in that the burner (26) is connected upstream in front of the filter body
(6) such that the hot gas thereof during operation of the burner (26) heats the filter
body (6) upon flowing therethrough from the entry side thereof, as well as from the
resonance space (22).
2. An exhaust gas cleaning device according to claim 1,
characterized in that
an enclosure (14) is provided on the outer surface of the filter body (6), the resonance
space (22) being formed between the housing (4) and the enclosure (14).
3. An exhaust gas cleaning device according to claim 1 or 2,
characterized by
gas-permeable insulating material in the resonance space (22).
4. An exhaust gas cleaning device according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that
several spaced ring-like holders (20) are provided for supporting the filter body
(6) in the housing (4);
and in that, with the exception of one closed holder (20), the other holder or holders
(20) have flow openings (24).
5. An exhaust gas cleaning device according to any one of claims 1 to 4,
characterized in that
the filter body (6) is a ceramic monolith with discontinuous flow channels (10).
6. An exhaust gas cleaning device according to any one of claims 1 to 5,
characterized in that
the filter body (6) is of substantially prismatic configuration having a circular
cross-section or a cross-section that is rounded in non-circular manner.
7. An exhaust gas cleaning device according to any one of claims 1 to 6,
characterized in that
the burner (26) is a vaporizing burner.
8. An exhaust gas cleaning device according to any one of claims 1 to 7,
characterized in that
the burner (26) is provided for regenerative operation in the operational pauses of
the diesel engine after several diesel engine operating hours each.
9. An exhaust gas cleaning device according to any one of claims 1 to 8,
characterized by
a control means (34) of the burner (26) which, at the beginning of the regenerative
operation, turns on the combustion air fan (28) and a glow plug (32), additionally
turns on a fuel pump (30) of the burner (26) in time-delayed manner, turns off the
glow plug (32) after ignition of the burner (26) and, after a certain time, turns
off the fuel pump (30) and allows the combustion air fan (28) to stay in operation
for a short or a longer period of time.
10. An exhaust gas cleaning device according to any one of claims 1 to 9,
characterized in that
the burner (26) is designed such that it brings the filter body (6) to a regeneration
temperature of more than 550°C.
11. An exhaust gas cleaning device according to any one of claims 1 to 10,
characterized in that
a sensor (36) is provided which detects the amount of soot clogging of the filter
body (6) and delivers a regeneration signal and/or triggers regeneration.
12. The use of the exhaust gas cleaning device according to any one of claims 1 to
11 in a vehicle intended for use in at least largely closed buildings, preferably
a fork lifter.
1. Dispositif d'épuration des gaz d'échappement pour moteurs Diesel, comprenant une
unité de filtrage de suie (2) prévue dans le tuyau d'échappement (8) et comportant
un corps de filtre (6) supporté dans un pot (4), régénérable par brûlage de la suie
et présentant un côté d'entrée des gaz d'échappement, un côté de sortie des gaz d'échappement
et une surface extérieure entre eux, avec prévision d'un volume d'espacement (22)
entre le pot (4) et la surface extérieure du corps de filtre (6), ainsi qu'un brûleur
(26) auquel est coordonné un ventilateur d'apport d'air de combustion (28) et dont
le côté de sortie des gaz chauds communique pour l'écoulement des gaz avec le volume
d'espacement (22), de manière que le corps de filtre (6) puisse être chauffé à partir
de sa surface extérieure en vue de la régénération,
caractérisé en ce
que l'unité de filtrage de suies (2) est réalisée en même temps comme un silencieux
dans lequel le volume d'espacement agit comme espace de résonance (22), lequel entoure
le corps de filtre (6) en forme d'anneau;
et que le brûleur (26) est raccordé en amont du corps de filtre (6), de sorte que
pendant le fonctionnement du brûleur (26), son gaz chaud chauffe le corps de filtre
(6) à la fois à partir du côté d'entrée de celui-ci, en traversant le corps de filtre,
et à partir de l'espace de résonance (22).
2. Dispositif d'épuration des gaz d'échappement selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'une
enveloppe (14) est prévue à la surface extérieure du corps de filtre (6), l'espace
de résonance (22) étant formé entre le pot (4) et l'enveloppe (14).
3. Dispositif d'épuration des gaz d'échappement selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par
du matériau isolant perméable aux gaz dans l'espace de résonance (22).
4. Dispositif d'épuration des gaz d'échappement selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
que plusieurs pièces de fixation annulaires (20) sont prévues à distance l'une de
l'autre dans le pot (4) pour supporter le corps de filtre (6);
et que, à l'exception d'une pièce de fixation (20) fermée, l'autre ou les autres pièces
de fixation (20) présentent des orifices d'écoulement (24).
5. Dispositif d'épuration des gaz d'échappement selon une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce
que le corps de filtre (6) est un corps monolithique en céramique avec des canaux
d'écoulement (10) non-traversants.
6. Dispositif d'épuration des gaz d'échappement selon une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce
que le corps de filtre (6) possède une conformation essentiellement prismatique de
section droite circulaire ou de section droite non-circulaire arrondie.
7. Dispositif d'épuration des gaz d'échappement selon une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce
que le brûleur (26) est un brûleur à vaporisation.
8. Dispositif d'épuration des gaz d'échappement selon une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce
que le brûleur (26) est prévu pour agir, dans un mode de régénération, lors d'arrêts
du moteur Diesel, chaque fois après plusieurs heures de fonctionnement du moteur Diesel.
9. Dispositif d'épuration des gaz d'échappement selon une des revendications 1 à 8,
caractérisé par
la coordination au brûleur (26) d'un appareil de commande (34) qui, au début du mode
de régénération, enclenche le ventilateur d'apport d'air de combustion (28) et une
bougie (32), enclenche ensuite, en plus, avec du retard, une pompe à combustible (30)
du brûleur (26), coupe la bougie (32) après l'allumage du brûleur (26), arrête la
pompe à combustible (30) au bout d'un certain temps et laisse ensuite marcher encore
le ventilateur d'apport d'air de combustion (28) pendant un temps court ou un temps
plus long.
10. Dispositif d'épuration des gaz d'échappement selon une des revendications 1 à
9,
caractérisé en ce
que le brûleur (26) est conçu de manière qu'il porte le corps de filtre (6) à une
température de régénération de plus de 550°C.
11. Dispositif d'épuration des gaz d'échappement selon une des revendications 1 à
10,
caractérisé en ce qu'il
comprend un capteur (36) qui détermine le degré de bouchage du corps de filtre (6)
par la suie et fournit un signal de régénération et/ou déclenche la régénération.
12. Application du dispositif d'épuration des gaz d'échappement selon une des revendications
1 à 11 dans un véhicule destiné à être utilisé a l'intérieur de bâtiments fermés au
moins en grande partie, de préférence dans un chariot à fourche.
