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EP 0 358 051 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.1994 Patentblatt 1994/44 |
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Anmeldetag: 23.08.1989 |
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Elektromagnetisches Schaltgerät
Electromagnetic switch gear
Appareil de commutation électromagnétique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
05.09.1988 DE 8811207 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.03.1990 Patentblatt 1990/11 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Streich, Georg
D-8450 Amberg (DE)
- Gnahn, Günter
D-8458 Sulzbach-Rosenberg (DE)
- Held, Kurt
D-8450 Amberg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 360 907
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DE-B- 1 151 302
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein elektromagnetisches Schaltgerät mit einem in einem
Gehäuse geführten beweglichen Magnetteil, der mit einem Kontaktbrückenträger gekoppelt
ist und bei dem am Gehäuse Anschläge in Form von Vorsprüngen für den beweglichen Magnetteil
vorgesehen sind.
[0002] Bei einem bekannten Schaltgerät der obengenannten Art (DE-AS 1 151 302) ist der Anker
über einen Stößel mit dem als Schliesser arbeitenden Schaltstück einer Kontaktbrücke
fest verbunden. An dem Stößel greift die Ankerrückzugfeder an. Ein zweiter Anker,
der mit der Spule des Magnetsystems zusammenwirkt, ist mit Zapfen versehen, auf denen
Federn angebracht sind, die den Anker in der Ruhestellung gegen das Gehäuse drücken.
Da hier beide Anker beim Einschalten des Magnetsystems eine Bewegung durchlaufen,
werden die auf den Zapfen einwirkenden Federn zu Kontaktdruckfedern. Die hier dargestellte
Konstruktion hat zum Ziel, Prellungen im Einschaltvorgang zu verhindern, so daß die
Anschläge, an denen der erste Anker im Ruhezustand anliegt, keinen Beitrag zur Prellfreiheit
liefern, zumal lediglich Schließerkontakte vorgesehen sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Prellfreiheit beim Ausschaltvorgang
zu verbessern. Derartige Ausschaltprellungen treten besonders dann auf, wenn die Anschläge
des beweglichen, die Kontaktbrücken tragenden Magnetteil am aus Kunststoff bestehenden
Kontaktbrückenträger vorgesehen sind, wie dies beispielsweise beim Schaltgerät nach
DE-A-23 60 907 der Fall ist. Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auf einfache Weise
dadurch gelöst, daß die Vorsprünge in Bewegungsrichtung des beweglichen Magnetteils
ungleich hoch sind und durch Öffnungen des den beweglichen Magnetteil umgreifenden
Kontaktbrückenträgers zum Eingriff mit dem Magnetteil hindurchführbar sind. Hier sind
einerseits die Reibverhältnisse zwischen Kunststoff und Eisen ausgenutzt und zum anderen
die zeitlich nacheinander folgende Energievernichtung infolge der versetzten Vorsprünge.
Um auch die bei Wechselstrommagneten üblichen Kontaktbrückenträger, die den Wechselstrommagneten
umgreifen, bei Gleichstromantrieben zu verwenden - d.h. der aufzusetzende Kontaktsatz
kann bei Wechselstrom- und Gleichstromschützen gleich ausgeführt werden-,ist es vorteilhaft,
wenn der bewegliche Magnetteil der Klappanker eines Gleichstrommagnetsystems für das
Schaltgerät ist und die Kupplung zwischen Anker und Kontaktbrückenträger über einen
Verbindungsarm erfolgt, der vom Querriegel durchdrungen ist, der mit seinen freien
Enden in Ausnehmungen des Kontaktbrückenträgers anliegt und daß eine Blattfeder vorhanden
ist, deren Enden vor den Öffnungen für die Vorsprünge im Kontaktbrückenträger liegen,
wobei die Blattfeder mittig an dem Querriegel und in den Endbereichen an den Kanten
der Öffnungen anliegt. Vorteilhaft ist es hierbei, wenn der Querriegel für die wahlweise
Halterung eines beweglichen Wechselstrommagnetteils ausgebildet ist.
[0004] Anhand der Zeichnung werden Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung beschrieben.
[0005] Es zeigen:
- FIG 1
- Teile eines elektromagnetischen Schaltgerätes mit einem für Wechselstrom geeigneten
Anker in Seitenansicht, zum Teil im Schnitt, mit Teilen des Gehäuses,
- FIG 2
- die Draufsicht auf den Kontaktbrückenträger,
- FIG 3
- die Anordnung nach FIG 1 unter Verwendung eines Klappankers für ein Gleichstrommagnetsystem
in Seitenansicht.
[0006] Das in der Zeichnung, FIG 1, dargestellte bewegliche Magnetteil 1 ist der Anker eines
Wechselstrommagneten, der mit dem Kontaktbrückenträger 2 aus Kunststoff über einen
Querriegel 3 verbunden ist. Der Querriegel 3 durchdringt den Anker 1 und ist mit seinen
Enden in Ausnehmungen des Kontaktbrückenträgers 2 gehalten. Der Kontaktbrückenträger
ist - wie die FIG 2 zeigt - wannenförmig ausgebildet, mit einem turmartigen Ansatz
4 zur Halterung der nicht dargestellten Kontaktbrücken, die Schließer- und Öffnerkontakte
mit den feststehenden Kontaktteilen bilden können, und hat Öffnungen 5, durch die
Vorsprünge 6 und 7 hindurchragen können. Die Vorsprünge 6 und 7 sind am nicht näher
dargestellten Gehäuse des Schaltgerätes angeformt, wobei z.B. der Vorsprung 6 etwas
länger ist als der Vorsprung 7, so daß dieser bei der Ausschaltbewegung des Ankers
1 zuerst mit diesem in Berührung kommt. Dieser Zustand ist in FIG 1 und FIG 3 dargestellt.
Nach weiterer Bewegung kommt auch bei leichter Kippbewegung der Vorsprung 7 mit dem
Anker 1 in Berührung, so daß zwei zeitlich aufeinanderfolgende Anschläge vorhanden
sind. Die Rückstellbewegung des Kontaktbrückenträgers 2 erfolgt über nicht dargestellte
Druckfedern, die am Kontaktbrückenträger 2 angreifen.
[0007] Im Ausführungsbeispiel nach FIG 3 ist anstelle des Wechselstromankers 1 ein Klappanker
8 vorgesehen, der über einen Verbindungsarm 9 mit dem Drehzapfen 10 über den Querriegel
3 mit dem Kontaktbrückenträger 2 verbunden ist. Der Querriegel 3 durchdringt den Verbindungsarm
in einer Öffnung 11 und ist mit den freien Enden in denselben Ausnehmungen des Kontaktbrückenträgers
gehalten, wie bei der Wechselstromankerausführung. Um auch für diese Anordnung die
Anschläge zu schaffen, ist eine Blattfeder 12 vorgesehen, die sich mit ihrem Mittelteil
am Querriegel 3 abstützt und mit den freien Enden 13 und 14 an Kanten 15 derart anliegt,
daß sie auf den Vorsprüngen 6 und 7 in den Öffnungen 5 aufliegen. Die Wirkungsweise
der Vorsprünge 6 und 7 beim Ausschalten des Schaltgerätes ist somit entsprechend der
Ausführung nach FIG 1. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung kann somit das Oberteil
des Schaltgerätes sowohl für Wechsel- als auch für Gleichstrommagnetsysteme verwandt
werden.
1. Elektromagnetisches Schaltgerät mit einem in einem Gehäuse geführten beweglichen Magnetteil,
der mit einem Kontaktbrückenträger gekoppelt ist und bei dem am Gehäuse Anschläge
in Form von Vorsprüngen für den beweglichen Magnetteil vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (6, 7) in Bewegungsrichtung des beweglichen Magnetteils (1) ungleich
hoch sind und durch Öffnungen (5) des den beweglichen Magnetteil (1) umgreifenden
Kontaktbrückenträgers (2) zum Eingriff mit dem Magnetteil (1) hindurchführbar sind.
2. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Magnetteil der Klappanker (8) eines Gleichstrommagnetsystems
für das Schaltgerät ist und die Kupplung zwischen Anker (8) und Kontaktbrückenträger
(2) über einen Verbindungsarm (9) erfolgt, der von einem Querriegel (3) durchdrungen
ist, der mit seinen freien Enden in Ausnehmungen des Kontaktbrückenträgers (2) anliegt,
und daß eine Blattfeder (12) vorhanden ist, deren Enden (13, 14) vor den Öffnungen
(5) für die Vorsprünge (6, 7) im Kontaktbrückenträger (2) liegen, wobei die Blattfeder
(12) mittig an dem Querriegel (3) und in den Endbereichen an den Kanten (15) der Öffnungen
(5) anliegt.
3. Schaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Querriegel (3) für die wahlweise Halterung eines beweglichen Wechselstrommagnetteils
(1) ausgebildet ist.
1. Electromagnetic switching device having a movable magnetic part which is guided in
a housing and which is coupled to a contact bridge carrier, and in which stops in
the form of projections are provided for the movable magnetic part on the housing,
characterized in that the projections (6, 7) are of unequal height in the direction
of movement of the movable magnetic part (1) and can be passed through openings (5)
in the contact bridge carrier (2) engaging round the movable magnetic part (1) for
the purpose of engagement with the magnetic part (1).
2. Switching device according to Claim 1, characterized in that the movable magnetic
part is the clapper-type armature (8) of a direct-current magnet system for the switching
device and the coupling between armature (8) and contact-bridge carrier (2) takes
place via a linking arm (9) which has, passing through it, a cross bracket (3) whose
free ends rest in the recesses in the contact-bridge carrier (2), and in that a leaf
spring (12) is present whose ends (13, 14) are situated in front of the openings (5)
for the projections (6, 7) in the contact-bridge carrier (2), the leaf spring (12)
resting centrally on the cross bracket (3) and on the edges (15) of the openings (5)
in the end regions.
3. Switching device according to Claim 2, characterized in that the cross bracket (3)
is designed for the optional mounting of a movable alternating-current magnetic part
(1).
1. Appareil de coupure électromagnétique comportant une pièce magnétique mobile, guidée
dans un boîtier et qui est accouplée à un support de pont de contact et dans lequel
sur le boîtier sont prévues des butées se présentant sous la forme d'appendices saillants
pour la pièce magnétique mobile, caractérisé par le fait que les parties saillantes
(6, 7) possèdent des hauteurs différentes dans le sens du déplacement de la pièce
magnétique mobile (1) et peuvent traverser des ouvertures (5) du support (2) du pont
de contact, qui entoure la pièce magnétique mobile (1), pour engrener avec cette pièce
magnétique (1).
2. Appareil de coupure suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que la pièce
magnétique mobile est l'armature battante (8) d'un système magnétique à courant continu
sur l'appareil de coupure et l'accouplement entre l'armature (8) et le support (2)
du pont de contact s'effectue au moyen d'un bras de liaison qui est traversé par un
verrou transversal (3) dont l'extrémité libre s'applique dans des évidements du support
(2) du pont de contact, et qu'il est prévu un ressort à lame (12), dont les extrémités
(13, 14) sont situées devant les ouvertures (5) de passage des appendices saillants
(6, 7), ménagées dans le support (2) du pont de contact, le ressort à lame (12) étant
raccordé, en son centre, au verrou transversal (3) et, au niveau de ses parties d'extrémité,
aux bords (15) des ouvertures (5).
3. Appareil de coupure suivant la revendication 2, caractérisé par le fait que le verrou
transversal (3) est réalisé pour retenir, aux choix, une pièce magnétique mobile à
courant alternatif (1).

