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EP 0 358 634 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.01.1995 Patentblatt 1995/03 |
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Anmeldetag: 07.09.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: A43B 5/04 |
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Schischuh
Ski boot
Chaussure de ski
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
09.09.1988 AT 2222/88
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.03.1990 Patentblatt 1990/11 |
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Patentinhaber: Koflach Sport
Gesellschaft m.b.H. & Co. KG |
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A-5602 Wagrain (AT) |
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Erfinder: |
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- Perner, Johann, Ing.
A-8053 Graz (AT)
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Vertreter: Haffner, Thomas M., Dr. et al |
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Patentanwalt
Schottengasse 3a 1014 Wien 1014 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 964 402 FR-A- 2 341 283
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DE-A- 2 057 094 FR-A- 2 498 432
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schischuh mit einer Schale und einem schwenkbar
an der Schale angelenkten Schaft bzw. einer Manschette, bei welchem Schale und Schaft
bzw. Manschette im Fersenbereich über ein Federelement miteinander verbunden sind
und ein am Federelement angreifendes Zugglied schwenkbar an der Schale festgelegt
ist, wobei das Zugglied ein am Schaft bzw. an der Manschette festgelegtes Widerlager
für die Feder durchsetzt und am dem Widerlager abgewandten Ende der Feder angreift.
[0002] Bei Schischuhen der eingangs genannten Art, wie sie unter anderem gegenwärtig auf
dem Markt befindlichen Modellen entsprechen, ist das Zugglied als Stange ausgebildet
und schwenkbar an der Schale angelenkt. Die Lagerstelle bzw. das Widerlager am schwenkbaren
Schaft bzw. der schwenkbaren Manschette kann als einstückig mit dem Schaft bzw. der
Manschette ausgebildeter Fortsatz ausgebildet sein, welcher eine in Längsrichtung
bzw. in Achillessehnenrichtung verlaufende Nut oder Ausnehmung für den Durchtritt
der Zugstange freiläßt. Das oberhalb dieses Fortsatzes bzw. Widerlagers angeordnete
Federpaket ist zum einen an diesem Fortsatz abgestützt und wird am freien Ende des
Zuggliedes vom Zugglied übergriffen. An dieser Stelle kann beispielsweise durch Anordnung
einer Mutter die Federvorspannung durch verkürzen des Zuggliedes verändert werden.
Bei einem verschwenken des Schaftes bzw. der Manschette in Richtung einer Vorlage
wird ein derartiges Federpaket komprimiert, wobei die Abstützkräfte vom Fortsatz der
Manschette bzw. des Schaftes aufgenommen werden müssen. Je nach Winkelstellung des
Schaftes bzw. der Manschette verändert sich bei einer derartigen Ausbildung aber auch
der Winkel zwischen dem das Widerlager durchsetzenden Zugglied und der Auflagefläche
bzw. dem Federteller für die Feder. Wenn zusätzlich mit dem Zugglied eine verstellbare
Abstützung in Form eines Anschlages für die Begrenzung der maximalen Rücklage vorgesehen
ist, trifft dieser Anschlag je nach Einstellposition der maximalen Rücklage gleichfalls
in unterschiedlichen Winkelstellungen auf das Widerlager am Schaft bzw. an der Manschette
auf, so daß dieses Widerlager am Schaft bzw. an der Manschette je nach den gewählten
Einstellungen bzw. nach dem auftretenden Schwenkwinkel zwischen Schale und Schaft
außermittige, exzentrische Kräfte aufnehmen muß, welche eine hohe Materialbeanspruchung
des Widerlagers darstellen. Auch die Ausbildung des Widerlagers aus vom Schaft bzw.
der Manschette verschiedenem Material, beispielsweise in Form eines metallischen Bügels,
verhindert hierbei nicht, daß je nach Schwenklage die jeweiligen Kräfte nur längs
einer Kante des Gegenanschlages für die Rücklagebegrenzung bzw. unter Verbiegung der
Feder auf Grund des nunmehr zur Achse des Zuggliedes geneigten Federtellers zur Wirkung
gelangen.
[0003] Eine derartige Ausführungsform eines Schischuhes gemäß der eingangs genannten Art
ist aus der FR-A 2 341 283 bekannt geworden, wobei ein längenveränderliches Zugglied
schwenkbar an der Schale festgelegt ist und ein starr am Schaft festgelegtes Widerlager
durchsetzt, an welchem Widerlager eine mit dem Zugglied zusammenwirkende Schraubenfeder
abgestützt ist.
[0004] Eine abgewandelte Ausführungsform eines Schischuhes ist beipielsweise der DE-A 2
057 094 zu entnehmen, wobei eine Vorrichtung zur Begrenzung des Schwenkbereichs eines
gegenüber einem Unterschaft schwenkbaren Oberschaftes eines Schischuhes ein schwenkbar
am Schaft festgelegtes Gehäuse aufweist, in welches ein schwenkbar an der Schale festgelegtes
Verbindungs- bzw. Zugglied eintaucht. Das Zugglied wirkt mit im Gehäuse angeordneten,
zylindrischen Federn zusammen, welche am mit Deckeln versehenen Gehäuse abgestützt
sind. Bei dieser bekannten Ausbildung wird darauf abgezielt, mit kompakten Baueinheiten
eine kombinierte Rückfedermöglichkeit bei einer Rückwärtsschwenkung des Schaftes und
bei einer Vorwärtsschwenkung zu bieten, wobei beim Vorwärts- und Rückwärtsschwenken
ein Anschlag nur bei Überwindung einer wachsenden Gegenkraft erreichbar sein soll.
[0005] Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Ausbildung der eingangs genannten Art zu
schaffen, mit welcher es möglich wird, auch Federpakte mit großer Federkraft mit kleinbauenden
Bauteilen, und insbesondere ohne unzulässige Überlastung von einstückig mit dem Schaft
oder der schwenkbaren Manschette ausgebildeten Kunststofflagerböcken, auf geringstem
Raum mit geringer Ausladung unterzubringen und entsprechend hohe Abstützkräfte ohne
unzulässige Überlastung der Widerlagerstellen aufnehmen zu können, ohne daß diese
Bauteile vergrößert werden müssen. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung
im wesentlichen darin, daß das Widerlager am Schaft bzw. der Manschette um eine das
Zugglied kreuzende oder schneidende Achse schwenkbar am Schaft bzw. der Manschette
gelagert ist. Dadurch, daß ausgehend von einer Ausbildung, wie sie im Oberbegriff
vorausgesetzt wurde, eine zweite schwenkbare Lagerstelle an der Stelle bzw. Position
des Widerlagers an der schwenkbaren Manschette bzw. dem schwenkbaren Schaft vorgesehen
ist, wird in relativ kurzem Abstand von der schwenkbaren Lagerstelle an der Schale
eine zweite schwenkbare Lagerstelle angeordnet, deren Abstand von der ersten Lagerstelle
an der Schale wesentlich geringer sein kann, als die gesamte Länge des Zuggliedes
und des Federpaketes. Auf Grund dieses verringerten Abstandes ist es möglich, die
Ausladung über das Hinterende des Schuhes geringer zu halten und dadurch die Anbringung
eines Federpaketes in einer Weise zu ermöglichen, daß die gesamten Bauteile einer
derartigen federnden Dämpfung in die Schale und den hinteren Wandbereich der Manschette
bzw. des Schaftes integriert werden können. Während bei einer Ausbildung, wie sie
beispielsweise aus der DE-OS 1 964 402 im Zusammenhang mit einem reibschlüssigen Dämpfungsglied
bekanntgeworden ist, die beiden Anlenkstellen des Dämpfers an Schale und Schaft jeweils
nahe den freien Enden der gesamten Länge eines derartigen Stoßdämpfers angeordnet
sind und daher ein relativ großer Abstand zwischen der Hinterkante des Schuhes und
dem Dämpferbauteil eingehalten werden muß, ermöglicht die zweite schwenkbare Lagerstelle,
welche vom Zugglied durchsetzt wird, die Ausbildung so zu treffen, daß der Abstand
wesentlich geringer gewählt werden kann und die Ausladung nach hinten wesentlich verringert
wird. Dadurch, daß nun diese Widerlagerstelle, welche gleichzeitig den Federteller
für die Druckfeder und gegebenenfalls einen Gegenanschlag für einen Begrenzungsanschlag
zur Begrenzung der Verschwenkung des Schaftes bzw. der Manschette in die Rücklagestellung
darstellen kann, schwenkbar angeordnet ist, werden die außermittigen Kräfte wesentlich
herabgesetzt und es wird sichergestellt, daß sowohl die Feder als auch ein gegebenenfalls
vorgesehener Begrenzungsanschlag für die Begrenzung der Verschwenkung des Schaftes
bzw. der Manschette in die Rücklagestellung immer in Achsrichtung des Zuggliedes wirksam
werden und somit über die gesamte Fläche des jeweiligen Gegenanschlages bzw. Federtellers
ohne Verkantung wirksam werden.
[0006] Mit Vorzug ist die erfindungsgemäße Ausbildung hiebei so getroffen, daß das Widerlager
als Ringscheibe ausgebildet ist, welche vom Zugglied durchsetzt ist, und über einander
diametral gegenüberliegende Zapfen oder Ausnehmungen in Ausnehmungen oder an Zapfen
eines am Schaft bzw. der Manschette festgelegten Lagerbockes schwenkbar gelagert ist.
Auf diese Weise wird ein kleiner, stabiler Bauteil vorgeschlagen, welcher in ebenfalls
kleinbauenden und beispielsweise integral mit dem Material des Schaftes bzw. der Manschette
angeformten Lagerbockbauteilen sicher verankert werden kann, welcher die entsprechenden
Festigkeitseigenschaften aufweist, um die jeweiligen Stützkräfte sicher aufzunehmen.
Die schwenkbare Anlenkung dieses als Ringscheibe ausgebildeten Widerlagers erlaubt
hiebei zusätzlich auch im Falle von lateralen Verschwenkungen des Schaftes bzw. der
Manschette eine gewisse Ausgleichsmöglichkeit durch axiale Verschiebung der jeweiligen
Lagerzapfen in den korrespondierenden Ausnehmungen, so daß auch in diesen Fällen keine
unzulässigen, außermittigen Kräfte auf das Widerlager ausgeübt werden. Für die sichere
Aufnahme der Kräfte ist es hiebei unerheblich, ob die Zapfen bzw. die zugehörigen
Ausnehmungen ein gewisses Spiel aufweisen, da die jeweiligen Federkräfte bzw. die
Kräfte, welche bei Kollision mit dem Begrenzungsanschlag für die Begrenzung der Rücklage
auftreten, immer flächig von der Ringscheibe aufgenommen werden.
[0007] Mit Vorteil ist die erfindungsgemäße Ausbildung so getroffen, daß das Widerlager
unmittelbar mit einem am Zugglied festgelegten Anschlag für die Rücklagebegrenzung
in Wirkverbindung setzbar ist. Insbesondere bei einer solchen Ausbildung kann ein
baulich überaus einfacher und kleiner Bauteil als Begrenzungsanschlag für die Verschwenkung
des Schaftes bzw. der Manschette in die Rücklage eingesetzt werden, welcher im einfachsten
Fall von einer Rändelmutter gebildet sein kann.
[0008] Im Falle der Anordnung eines derartigen Begrenzungsanschlages für die Verschwenkung
des Schaftes bzw. der Manschette in die Rücklagestellung muß das Zugglied zumindest
in jenem Teilbereich als biegesteife Stange ausgebildet sein, welcher den Anschlag
für die Rücklagebegrenzung trägt. Mit Vorteil ist die erfindungsgemäße Ausbildung
jedoch so getroffen, daß das gesamte Zugglied als biegesteife Stange ausgebildet ist.
In an sich bekannter Weise kann hiebei die Ausbildung so getroffen sein, daß der Anschlag
für die Rücklagebegrenzung höhenverstellbar an der Stange festlegbar ist.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen Fig.1 einen Schischuh mit
einem erfindungsgemäß angelenkten Federglied im Fersen- bzw. Achillessehnenbereich;
Fig.2 eine vergrößerte, schematische Darstellung der Anlenkkinematik, wie sie sich
aus der Verwendung einer zweiten, schwenkbaren Anlenkung eines derartigen Federelementes
ergibt, und Fig.3 eine schematische Darstellung der herkömmlichen Lösungen zur Erläuterung
der hiebei auftretenden exzentrischen Kräfte.
[0010] In Fig.1 ist mit 1 ein Schischuh bezeichnet, bei welchem an einer Schale 2 ein Schaft
bzw. eine Manschette 3 um eine Achse 4 schwenkbar angelenkt ist. Zum Verschließen
des Schischuhes sind am Schaft 3 Verschlußglieder 5 angedeutet.
[0011] Am Schischuh 1 ist im Fersenbereich zur Verbindung der Schale 2 mit dem schwenkbaren
Schaft bzw. der schwenkbaren Manschette 3 ein federnder Bauteil 6 vorgesehen, welcher
ein an der Schale 2 um eine Achse 7 schwenkbar festgelegtes Zugglied 8 aufweist. Am
schwenkbaren Schaft bzw. der schwenkbaren Manschette 3 ist um eine Achse 9 schwenkbar
ein Widerlager 10 festgelegt. Dieses Widerlager 10 wird vom Zugglied 8 durchsetzt,
wobei das Zugglied 8 einen höhenverstellbaren Begrenzungsanschlag für die Begrenzung
der Verschwenkung des schwenkbaren Schaftes bzw. der Manschette 3 in die Rücklagestellung
trägt. Dieser Anschlag 11 wirkt in maximal zulässiger Rücklagestellung mit dem Widerlager
10 zusammen. Das Widerlager 10 dient aber gleichzeitig als Federteller für eine Feder
12, deren Federkraft durch eine Rändelmutter 13 einstellbar ist.
[0012] In Fig.2 sind die Verhältnisse im Bereich der Anlenkstellen deutlicher schematisch
dargestellt. Die Anlenkachse des von einer Stange gebildeten Zuggliedes 8 an der Schale
2 ist wiederum mit 7 bezeichnet. Die Zugstange 8 trägt einen als Rändelmutter ausgebildeten
Begrenzungsanschlag 11 für die Begrenzung des Schwenkweges in die Rücklage. Der Widerlagerbauteil
10 ist als Kreisscheibe ausgebildet, wie dies strichliert schematisch angedeutet ist
und ist um die vergrößert dargestellte Schwenkachse 9 um Zapfen 21 schwenkbar am schwenkbaren
Schaft bzw. der schwenkbaren Manschette 3 abgestützt, wobei diese Schwenkachse 9 die
Längsachse des Zuggliedes 8 schneidet. Zusätzlich zu einer derartigen die Längsachse
des Zuggliedes 8 schneidenden Anordnung der Schwenkachse 9 kann entweder durch entsprechendes
Spiel in der Lagerung im Lagerbock 22 der Manschette bzw. des Schaftes eine weitere
Schwenkbarkeit um eine dritte Achse zugelassen werden, so daß an dieser Stelle eine
Art kardanischer Aufhängung ermöglicht ist. Eine derartige zusätzliche Schwenkbarkeit,
wie sie beispielsweise durch das Lagerspiel im Lagerbock erzielt werden kann, erlaubt
es, auch zusätzliche Kräfte vom Lagerbock fernzuhalten, welche auf seitliche Verschwenkungen
des Schaftes, insbesondere auf entsprechende Kanting-Verstellungen des Schaftes zurückzuführen
wären. In der in Fig.2 rechts dargestellten Position ist die maximale Rücklagestellung,
wie sie durch die Einstellung der Rändelmutter 11 gegeben ist, angedeutet. In dieser
Position wirkt der durch die Rändelmutter 11 gebildete Anschlag flächig mit dem Widerlager
10 zusammen.Bei einer Verschwenkung der Manschette bzw. des schwenkbaren Schaftes
in die Vorlagestellung in Richtung des Pfeiles 14 kann das Widerlager 10 auf Grund
der Schwenkbarkeit um die Achse 9 die relative Winkelstellung zur Achse des Zuggliedes
8 aufrechterhalten, so daß auch in der in Fig.2 links dargestellten Position eine
schematisch mit 12 angedeutete Feder wiederum ohne Seitenkräfte genau axial mit dem
Widerlager zusammenwirkt.
[0013] Diese Verhältnisse werden bei einer herkömmlichen Ausbildung nicht erzielt. In Fig.3
ist das Widerlager am schwenkbaren Schaft bzw. der schwenkbaren Manschette 3 schematisch
durch einen L-förmigen Bügel 15 angedeutet. Die Anlenkachse 7 am Hinterende der Schale
2 ist hiebei unverändert beibehalten. Bei einer Verschwenkung des Schaftes bzw. der
Manschette 3 in die Vorlagestellung ändert sich die relative Winkelstellung zwischen
den wirksamen Abstützflächen 16 bzw. 17 des Widerlagerbauteiles 15 zur Achse 18 der
Zugstange 8. Bei entsprechender Verstellung des Anschlages 11 für die Begrenzung des
Schwenkweges in die Rücklage kann dieser Anschlag 11 nur mehr mit seiner Kante 19
am Widerlager 15 angreifen, wobei sich zwischen der entsprechenden Fläche 17 des Widerlagers
15 und dem Anschlag 11 ein sich keilförmig verjüngender Spalt ausbildet, so daß die
gesamten Kräfte exzentrisch an der Kante 19 aufgenommen werden müssen. Analoges gilt
für die Federkräfte einer Feder 12, welche auf Grund der Schrägstellung des entsprechenden
Federtellers 20 nicht mehr koaxial zur Achse 18 des Zuggliedes 8 auf das Widerlager
15 zur Wirkung gelangen. Eine Verschwenkung der Manschette 3 in die Vorlagestellung
führt hiebei zu Deformationskräften innerhalb der Feder auf Grund der Schrägstellung
des Federtellers, so daß bei entsprechend klein dimensionierter Feder zusätzliche
Reibungskräfte zwischen Zugstange und der Innenkontur einer entsprechend verformten
Feder die exakte Aufbringung von Federkräften verhindern.
1. Schischuh mit einer Schale (2) und einem schwenkbar an der Schale angelenkten Schaft
bzw. einer Manschette (3), bei welchem Schale und Schaft bzw. Manschette (3) im Fersenbereich
über ein Federelement (12) miteinander verbunden sind und ein am Federelement (12)
angreifendes Zugglied (8) schwenkbar an der Schale (2) festgelegt ist, wobei das Zugglied
(8) ein am Schaft bzw. an der Manschette (3) festgelegtes Widerlager (10) für die
Feder durchsetzt und am dem Widerlager (10) abgewandten Ende der Feder angreift, dadurch
gekennzeichnet, daß das Widerlager (10) am Schaft bzw. der Manschette (3) um eine
das Zugglied (8) kreuzende oder schneidende Achse (9) schwenkbar am Schaft bzw. der
Manschette (3) gelagert ist.
2. Schischuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager als Ringscheibe
(10) ausgebildet ist, welche vom Zugglied (8) durchsetzt ist, und über einander diametral
gegenüberliegende Zapfen oder Ausnehmungen in Ausnehmungen oder an Zapfen (21) eines
am Schaft bzw. der Manschette (3) festgelegten Lagerbockes (22) schwenkbar gelagert
ist.
3. Schischuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager (10)
unmittelbar mit einem am Zugglied festgelegten Anschlag (11) für die Rücklagebegrenzung
in Wirkverbindung setzbar ist.
4. Schischuh nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugglied (8)
als biegesteife Stange ausgebildet ist.
5. Schischuh nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (11) für
die Rücklagebegrenzung höhenverstellbar an der Stange (8) festlegbar ist.
1. A ski boot having a shell (2) and a shaft or leg (3) pivotably articulated on the
shell, wherein the shell and shaft or leg (3) are connected to each other in the heel
region via a spring element (12), and a tensile member (8) engaging the spring element
(12) is pivotably fixed to the shell (2), wherein the tensile member (8) passes through
an abutment (10) for the spring, the said abutment (10) being fixed to the shaft or
leg (3), and engages the end of the spring facing away from the abutment (10), characterised
in that the abutment (10) on the shaft or leg (3) is mounted on the shaft or leg (3)
so as to be pivotable about an axis (9) traversing or intersecting the tensile member
(8).
2. A ski boot according to claim 1, characterised in that the abutment is formed as an
annular disc (10), through which the tensile member (8) passes, and is pivotably mounted,
via diametrically opposed pins or recesses, in recesses or on pins (21) of a bearing
block (22) fixed to the shaft or leg (3).
3. A ski boot according to claim 1 or 2, characterised in that the abutment (10) can
be directly operatively connected to a stop (11) which is fixed to the tensile member
and limits the rear position.
4. A ski boot according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the tensile member
(8) is formed as a flexurally rigid rod.
5. A ski boot according to claim 3 or 4, characterised in that the stop (11) for limiting
the rear position can be fixed to the rod (8) in a vertically adjustable manner.
1. Chaussure de ski, comprenant une coque (2) et une tige et respectivement une manchette
(3) articulées sur la coque, dans laquelle la coque et la tige et respectivement la
manchette (3) sont couplées l'une avec l'autre dans la région du talon par l'intermédiaire
d'un élément de ressort (12) et dans laquelle un organe de traction (8) fixé sur l'élément
de ressort (12) est articulé sur la coque (2), l'organe de traction (8) traversant
une butée (10) pour le ressort montée sur la tige et respectivement sur la manchette
(3) et agissant sur l'extrémité du ressort opposée à la butée (10), caractérisée en
ce que la butée (10) est montée sur la tige et respectivement sur la manchette (3)
de façon à pouvoir pivoter autour d'un axe (9) qui croise ou coupe l'organe de traction
(8).
2. Chaussure de ski selon la revendication 1, caractérisée en ce que la butée est conformée
en disque annulaire (10) qui est traversé par l'organe de traction (8) et qu'elle
est montée de manière pivotante, par l'intermédiaire de tourillons ou d'évidements
diamétralement opposés, dans des évidements ou sur des tourillons (21) d'un support
(22) fixé sur la tige et respectivement sur la manchette (3).
3. Chaussure de ski selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que la
butée (10) peut être couplée directement de manière active avec une butée (11) pour
la limitation de l'inclinaison vers l'arrière fixée sur l'organe de traction, .
4. Chaussure de ski selon l'une quelconque des revendications 1, 2 ou 3, caractérisée
en ce que l'organe de traction (8) est réalisé sous la forme d'une tige rigide en
flexion.
5. Chaussure de ski selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisée en ce que la
butée (11) pour la limitation de l'inclinaison vers l'arrière peut être fixée de manière
réglable en hauteur sur la tige (8).