[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein verwandelbares Sitz- und Liegemöbel zum Gebrauch
im Haus und im Freien, dessen Elemente aus mittels Gelenke verbundenen Rahmen bestehen
und durch Veränderung der Stellung zueinander von der Sitz- in die Liegeposition und
umgekehrt zu bringen sind.
[0002] Es ist bekannt, daß es einerseits eine Reihe von Klappstühlen gibt, auf denen man
gut sitzt, deren Sitzposition auch zu verstellen ist, jedoch nicht so weit, daß aus
einer normalen Sitzposition eine völlig waagrechte Liegefläche wird.
[0003] Ein derartiges gattungsbildendes Sitz- und Liegemöbel ist beispielsweise auch aus
der FR-A-1 557 189 bekannt geworden. Das Sitz- und Liegemöbel weist eine zumindest
dreiteilige Sitz- und Liegefläche auf, die aus der Rückenlehne, einer Sitzfläche und
einer Beinauflage gebildet ist, wobei die Rückenlehne über ein Gelenk mit der Sitzfläche
und diese wiederum über ein Gelenk mit der Beinauflage verbunden ist.
[0004] Der Verstellmechanismus und Aufbau ist aber kompliziert, umfaßt eine Vielzahl von
einzelnen Schwenkhebeln und Tragstützen, die einzeln verschwenkt und umgelegt werden
müssen, so daß die Handhabung insgesamt als wenig komfortabel bezeichnet werden muß.
[0005] Andererseits gibt es verschiedene Badeliegen, die eine waagrechte Liegefläche aufweisen
und verstellbare Kopf- und Fußteile besitzen, die jedoch nicht insoweit verstellbar
sind, daß eine bequeme Sitzposition erreicht werden kann.
[0006] Dies ergibt sich vor allem durch die zu geringe Sitzhöhe.
[0007] Aus der DE-A-34 17 283 ist zwar ein Sitz- und Liegemöbel bekannt, das eine normale
Sitz- und Liegeposition ermöglicht, das aber durch die komplizierte Mechanik und die
vielen mittels Gelenke zusammengehaltenen Rahmenteile für einen einfachen Gebrauch
als Strand- oder Badeliege insbesondere wegen des hohen Gewichtes ungeeignet ist.
Durch die Vielzahl von Gelenken und Rahmenteilen ist ein Verklemmen bei Positionsänderungen
nicht auszuschließen. Vor allem läßt sich dieses Sitz- und Liegemöbel nicht vollkommen
flach, zum Transport z. B. im Gepäckraum eines Kraftfahrzeuges zusammenlegen und auch
nicht in Zwischenposition aufstellen.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Sitz- und Liegemöbel der genannten
Gattung zu schaffen, das äußerst leicht handhabbar ist, d.h. welches leicht aufgestellt
und wieder leicht zusammengelegt und darüber hinaus zwischen seiner Sitz- und seiner
Liegeposition äußerst leicht verstellt werden kann.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
[0010] Das erfindungsgemäße Sitz- und Liegemöbel kann äußerst leicht aufgestellt und zusammengeklappt
und dabei auch problemlos von seiner Sitzposition in seine völlig flache Liegeposition
und umgekehrt verstellt werden.
[0011] Dies kann bei der entsprechend einfachen konstruktiven Gestaltung als durchaus überraschend
bezeichnet werden. Denn herkömmliche, von einer Sitz- in eine Liegeposition verstellbare
Möbel erforderten bisher einen relativ komplizierten Aufbau, der zudem schwer handhabbar
war, so daß das Aufstellen wie Zusammenlegen und insbesondere auch das Verstellen
von einer Sitzposition in eine Liegeposition und umgekehrt Probleme bereitete.
[0012] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgend
anhand von Zeichnungen näher dargestellten Ausführungsbeispielen. Dabei zeigen im
einzelnen:
Figur 1 : die Kinematik eines ersten Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemäßen
Sitz- und Liegemöbels in zusammengeklapptem Zustand in schematischer Seitendarstellung;
Figur 2 : das erfindungsgemäße Sitzmöbel gemäß Figur 1 in schematischer Seitendarstellung
in aufgeklapptem Zustand für die Sitzposition;
Figur 3 : eine weitere Darstellung des Ausführungsbeispieles gemäß den Figuren 1 und
2 in schematischer Seitendarstellung in aufgestellter Liegeposition;
Figur 4 : eine genauere Darstellung des zusammengeklappten Sitz- und Liegemöbels in
Seitenansicht;
Figur 5 : das Sitz- und Liegemöbel in Seitenansicht in der Sitzposition;
Figur 6 : den Zustand des Sitz- und Liegemöbels in Liegeposition;
Figur 7 : eine weitere Ausführungsform des Sitz- und Liegemöbels in Seitenansicht;
Figur 8 : das Sitz- und Liegemöbel gemäß Figur 7 in seitlicher Sitzposition;
Figur 9 : das Sitz- und Liegemöbel gemäß Figuren 7 und 8 in seitlich dargestellter
Liegeposition;
Figur 10 : eine seitliche Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispieles in Sitzposition;
Figur 11: das Sitz- und Liegemöbel gemäß Figur 10 in seitlich dargestellter Liegeposition;
Figur 12 : eine seitliche Darstellung des zusammengeklappten Sitz- und Liegemöbels
gemäß den Figuren 10 und 11;
Figur 13 : eine weitere Darstellung eines Ausführungsbeispieles in der Sitzposition;
Figur 14 : das in Figur 13 gezeigte Sitz- und Liegemöbel in horizontaler Liegeposition
in Seitendarstellung;
Figur 15 : eine Seitendarstellung des zusammengelegten Sitz- und Liegemöbels gemäß
dem letzten Ausführungsbeispiel.
[0013] In Figur 1 bis 3 ist in vereinfachter Darstellung in der Seitenansicht die Veränderung
vom zusammengeklappten Sitz- und Liegemöbel zum Sessel und weiter zur Liege dargestellt.
[0014] Dabei besteht das Sitz- und Liegemöbel aus einer vorderen und hinteren Stütze 1 und
2, die gleichzeitig als Gestelltragstütze 1′ und 2′ dienen und mittels eines oberen
Gelenkes 3 miteinander verbunden sind, und einer im gezigten Ausführungs-biespiel
vierteiligen Sitz- und Liegefläche 4, bestehend auseiner zweiteiligen, aufklappbaren
7, wobei die Rückenlehne mit der Sitzfläche 6 mittels eines Gelenkes 8 und die Sitzfläche
6 mit der Beinauflage 7 mittels eines Gelenkes 9 verbunden sind. Die Rückenlehne ist
mittels eines Gelenkes 10 mit der hinteren Stütze 2, die im gezeigten Ausführungsbeispiel
als Gestelltragstütze 2′ verlängert ist und die Sitzfläche 6 mittels eines Gelenkes
11 an der vorderen Stütze 1 befestigt, die zur Gestelltragstütze 1′ verlängert ist.
[0015] Die Abstützung der Beinauflage 7 in der Sitz- und Liegeposition erfolgt mittels einer
Fußstütze 17, die mit einem Gelenk 22 an der vorderen Stütze 1 bzw. 1′ und einem weiteren
Gelenk 23 an der Benauflage 7 am jeweils unteren Ende befestigt ist.
[0016] Die entsprechenden Rahmenteile sind dabei in der Regel beidseitig zu der Sitz- und
Liegefläche 4 ausgebildet.
[0017] In der Sitzposition gemäß Figur 2 ergeben die Gelenke 11, 3, 10 und 8 zwischen den
Stützen 1, 2 und der Rückenlehne 5 sowie der Sitzfläche 6 die vier Eckpunkte eines
Vierecks, die mit den Seiten a, b, c und d die Rahmenteile bilden.
[0018] Das die beiden Stützen 1 und 2 verbindende Gelenk 3 liegt dabei oberhalb des tiefergelegenen
Gelenkes 8, welches die Gelenkachse zwischen der Rückenlehne 5 und der Sitzfläche
6 darstellt.
[0019] In dem erwähnten Viereck mit den Seiten a, b, c und d gilt dabei die Beziehung

mit
1,02 ≦ n ≦ 1,3, vorzugsweise 1,05 ≦ n ≦ 1,15
[0020] Dabei liegt zwischen den Gelenken 11 und 3 die Strecke a, zwischen den Gelenken 3
und 10 die Strecke b, zwischen den Gelenken 10 und 8 die Strecke c und zwischen den
Gelenken 8 und 11 die Strecke d.
[0021] Der Faktor n ist so gewählt, daß sich in der Liegeposition ein sinnvoller Abstand
zwischen Aufstellfläche 12 und Liegefläche 4 ergibt.
[0022] Da n größer als der Wert eins ist, ergibt sich dadurch automatisch, daß

gilt.
[0023] Für den zusammengeklappten Zustand gilt theoretisch die Bedingung

[0024] In der Praxis ist allerdings der Wert für a + d 3 bis 5 mm kürzer als b + c, also
um bis zu ca. 10 %, wenn die üblichen Größenabmessungen für a + d beispielsweise um
50 cm liegen.
[0025] Das Verhältnis der Strecken a:b und c:d zu der vorderen und hinteren Stütze, im gezeigten
Ausführungsbeispiel der vorderen und hinteren Gestelltragstütze 1′ bzw. 2′ ist zweckmäßigerweise
so zu wählen, daß das Gelenk 8 in der Sitzposition mindestens den gleichen Abstand
von der Aufstellfläche 12 aufweist, wie in der Liegeposition.
[0026] Außerdem ergeben sich in der Sitzposition gemäß Figur 2 die Gelenke 11, 22, 23 und
9 zwischen der vorderen Gestelltragstütze 1′, der Sitzfläche 6, der Fußauflage 7 und
der Fußstütze 17 die vier Eckpunkte eines weiteren zweiten Viereckes mit den Seiten
e, f, g und h, wobei für diese Seiten bzw. Strecken die Beziehung gilt

mit
1,15 ≦ m ≦ 1,50, vorzugsweise 1,25 ≦ m ≦ 1,35
[0027] Dabei liegt die Strecke e zwischen den Gelenken 23 und 22, die Strecke f zwischen
den Gelenken 22 und 11, die Strecke g zwischen den Gelenken 11 und 9 und die Strecke
h zwischen den Gelenken 9 und 23.
[0028] Der Faktor m soll so in Abhängigkeit vom Faktor n gewählt werden, daß sich die ebene
Liegeposition möglichst problemlos erzielen läßt.
[0029] Auch wenn nur insgesamt die Bedingung gelten muß,

und

so kann gleichwohl die zusätzliche Bedingung auch erfüllt sein, wonach gilt


und


[0030] Durch die zuletzt genannten Bedingungen wird eine angenehme Sitzposition gewährleistet.
Solange aber die zuvor genannten Gleichungen erfüllt werden, kann im Einzelfall durchaus
auch einmal a dem Wert für c entsprechen oder geringfügig kleiner sein, solange nur
die Gesamtsumme aus a + b größer ist als d + c. Gleiches gilt für e, f, g und h.
[0031] Für den zusammengeklappten Zustand gilt bezüglich des weiteren vorderen Vierecks
ebenfalls die theoretische Bedingung, wonach

erfüllt sein muß. In der Praxis können auch hier ähnlich wie bei dem mittleren oben
erwähnten Viereck diese theoretischen Bedingungen nur annähernd erfüllt sein.
[0032] Des weiteren bilden die Strecken a + f die vordere Stütze 1 und die Strecken p +
d die Sitzfläche 6.
[0033] In Figur 4 bis 6 ist das erfindunpspemäße Sitz- und Liegemöbel in drei verschiedenen
Stellungen gezeigt. Hier wurde für die Fixierung der Sitzstellunp an der hinteren
Gestelltragstütze 2′ als Arretierunp 49 für eine Sitzstellung je ein Klapphebel 13
in einem Lagerpunkt 14 angebracht, wobei ein Verbindunpsstück 15, das über die Breite
des Möbels reicht, beide Klapphebel 13 verbindet. Ist dieser Klapphebel 13 nach vorne
in Richtung Rücklehne 5 geklappt, so stützt er die gesamte Konstruktion in der Sitzposition
ab.
[0034] Zur sicheren Arretierung des Klapphebels 13 ist in der Rückenlehne 5 eine Nase 16
angeformt, an der er einrasten kann. Das Verbindungsstück 15 ist zweckmäßigerweise
so geformt. daß es sowohl in der Sitzstellung als auch in der Liegestellung des Möbels
genügend Abstand zur bespannten Rückenlehne 5 aufweist. Letztere ist zweiteilig ausgebildet
und läßt sich um das Gelenk 21 nach innen umlegen. Dies ist aber nicht zwingend notwendig,
so daß die Rückenlehne gleichwohl auch einteilig ausgebildet sein kann, so daß das
Sitz- und Liegemöbel insgesamt nur eine dreiteilige Sitz- und Liegefläche 4 aufweist.
[0035] Verschiedene Sitzpositionen können übrigens durch Anbringen von mehreren Nasen 16
in der Rückenlehne 5 erzielt werden.
[0036] Wird der Klapphebel 13 nach hinten weggeklappt, so kann das Möbel von der Sitz- in
die Liegeposition verstellt werden. Dies wird durch die Verbindung der beiden Vierecke
über die vordere Stütze 1 und die Sitzfläche 6 sowie über den gemeinsamen Gelenkpunkt
11 erreicht.
[0037] Die hintere U-förmig ausgebildete Stütze 2, die hier im gezeigten Ausführungsbeispiel
ebenfalls als möbeltragende Gestelltragstütze 2′ ausgebildet ist, ist an ihrem Fußende
in einem Winkel von 90° zu einem Hakenteil 18 abgebogen. Durch das Hakenteil 18 ist
eine Achse 19 geführt, auf deren Ende je ein Rad 20 sitzt, dessen Durchmesser der
Länge des Hakenteiles entspricht.
[0038] Dieses Hakenteil 18 dient in der zusammengeklappten Stellung des Möbels als Gepäckhalter.
Es können so z. B. Taschen oder sonstige Gepäckstücke vom Parkplatz zum Badeplatz
transportiert werden, wobei die Räder 20 ein leichtes Bewegen und auch ein müheloses
Verschieben am Standplatz selbst erlauben. Zum Transport könnten die Räder sogar demontierbar
sein. Schließlich könnte auf die Räder auch grundsätzlich verrichtet werden.
[0039] Der Arretiermechanismus 49 kann auch einen Klapphebel 13 aufweisen, der beispielsweise
an der Rückenlehne 5 angelenkt und an entsprechenden Nasen an der Stütze 1 abstützbar
ist. Ebenso kann die Arretierung 49 auch einen umleg- und abstützbaren Klapphebel
13 umfassen, der beispielsweise im mittleren Gelenkviereck mit den Gelenken 3, 11,
8 und 10 oder im Bereich des vorderen, unteren Gelenkviereckes mit den Gelenken 23,
22, 11 und 9 vorgesehen ist und in seiner Sperrstellung ein Zusammenklappen des Möbels
in einer vorgewählten Sitzstellung verhindert. Schließlich könnte sogar ein verschwenkbarer
Klapphebel als Arretierung 19 vorgesehen sein, der nicht zwischen den verschiedenen
gelenkig zueinander verstellbaren Rahmenteilen, sondern nur an einem Rahmenteil gegenüber
dem Boden, d. h. der Aufstellfläche 12 abgestützt ist.
[0040] In Figur 7 und 8 ist eine Variante des erfindunosgemäßen Sitz.- und Liegemöbels in
den drei verschiedenen Stellungen gezeigt, wobei der wesentliche Unterschied darin
besteht, daß nicht die obere Stütze 2, sondern der Rahmen der Sitzfläche 6, also der
Strecke d zur hinteren Gestelltragstütze 2′ verlängert ist. Die Stütze 2 bzw. die
Strecke b kann dabei in dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 3 bis 6 wie auch
dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 7 bis 9 als Armstütze ausgebildet sein.
[0041] Als Arretierung 49 zur Fixierung der Sitzstellung ist hier ein U-Bügel 24 vorgesehen,
der im gezeigten Ausführungsbeispiel an der Rückenlehne 5 an einem entsprechenden
Gelenk angebracht ist, wozu gemäß Figur 8 und 9 ebenfalls das Gelenk 10 für die obere
Stütze 2 dient. Der U-Bügel 24 kann sich in einem Zapfen 25 auf der hinteren Gestelltragstütze
2′ abstützen. Für unterschiedliche Sitzpositionen können mehrere Zapfen oder Nasen
25 vorgesehen sein, wobei der U-Bügel 24 ähnlich dem Klappbügel 13 auch umgekehrt
an der verlängerten Gestelltragstütze 2′ angelenkt und gegenüber dem Rahmen der Rückenlehne
abstützbar ist oder sogar an anderen Teilen des Gelenkgetriebes angebracht sein kann.
[0042] In dem zuletzt erläuterten Ausführungsbeispiel muß die hintere Gestelltragstütze
2′ mit einem Hakenteil versehen sein, das sich aus der Höhe des Hakenteiles die Liegehöhe
ergibt.
[0043] Aus Stabilitratsgründen kann die vordere Gestelltragstütze 1′ ebenfalls U-förmig
ausgebildet sein.
[0044] Innerhalb der Rückenlehne 5, der Sitzfläche G und der Beinauflage 7 ist die Bespannung
des Möbels verankert, die aus Stoff, Bändern oder auch aus gepolsterten Materialen
sowie aus Folien oder ähnlich geeigneten Materialien bestehen kann.
[0045] Nachfolgend wird auf die Figuren 10 bis 12 Bezug genommen, in denen ein weiteres
Ausführungsbeispiel gezeigt ist.
[0046] Auch dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich im wesentlichen nur durch die
unterschiedliche hintere Gestelltragstütze 2′. In den Figuren 10 bis 12 verläuft die
obere Stütze 2 zwischen dem oberen Gelenk 3 und dem Gelenk 10 an der Rückenlehne,
wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 7 bis 9. Die hintere Gestelltragstütze
2′ ist aber weder als Verlängerung der Stütze 2, die auch als Armlehne 40 ausgebildet
sein kann, noch als Verlängerung des Rahmenteiles der Sitzfläche 6 ausgebildet. Vielmehr
ist bei diesem Ausführungsbeispiel die Gelenktragstütze 2′ als separate Stütze an
dem oberen Gelenkviereck gebildet durch die Gelenke 3, 10, 8, 11 an geeigneter Stelle
angelenkt und mit einer zusätzlichen Führung 31 versehen, in die ein einsprechend
an anderer Stelle am Gelenkviereck gehaltener Zapfen gleitet. Im gezeigten Ausfürungsbeispiel
ist dabei die Gestelltragstütze 2′ an dem oberen Gelenk 3 mitangelenkt, wobei als
in die Führung 31 eingreifender Zapfen das zum oberen Gelenk 3 gegenüberliegende untere
Gelenk 8 verwandt wird.
[0047] Die hintere Gelenktragstütze 2′ verbleibt dabei durch die Führung 11 immer in Verbindung
mit den Gelenken 3 und 8, die durch die obere Stütze 2, die auch gleichzeitig die
Armlehne 40 darstellt und die vordere Stütze 1 sowie die Rückenlehne 5 und die Sitzfläche
6 gebildet werden.
[0048] Zur Verstellung der Sitzposition ist im Gelenk 8 zusätzlich ein Bügel 36 angebracht,
der in Haken 37 an der hinteren Gestelltragstütze 2′ eingreifen kann. Der Bügel 36
verhindert in der Sitzposition bei Belastung des Gelenkes 9 ein Auseinanderstrecken
in die Liegestellung. Für die Belastung des Gelenkes 8 wäre der Bügel 36 nicht nötig
(siehe herkömmliche Kllappstühle). In der Liegeposition hat der Bügel 36 die Funktion
der zusätzlichen Abstützung der Rückenlehne, wozu er über die gesamte Stuhlbreite
verläuft.
[0049] Das Gelenk 8 zwischen Rückenlehne 5 und Sitzfläche 6 ist im zusammengeklappten Zustand
am unteren Ende 38 der Führung 31, d.h. in Richtung Stellfläche, in Sitzposition etwa
in Mitte der Führung 31 und in Liegeposition am oberen Ende 39 der Führung 31, d.h.
in Richtung Gelenk 3 zwischen den Gestelltragstützen 1′ und 2′. Durch diese Verschiebung
des Gelenkes 8 in der Führung 31 an der hinteren Gestelltragstütze 2′ wird auch erreicht,
daß sich die Aufstellbasis zwischen Sitz- und Liegeposition wesentlich vergrößert
und im zusammengeklappten Zustand praktisch gleich Null ist.
[0050] Aus Stabilitätsgründen sind beide Gestelltragstützen 1′ und 2′ U-förmig ausgebildet,
ebenso die Beinauflage 7 und die Rükkenlchne. Die Gelenke 9 sind in einer nicht dargestellten
Stabilisierungsstange zum Halten des Abstandes miteinander verbunden. Um bei Belastung
der Bespannung ein Auflegen auf die Stabilisierungsstange und auf den Bügel 36 zu
verhindern, sind diese in Richtung der Belastung gekröpft ausgeführt.
[0051] Ansonsten gelten bezüglich der Strecken a bis d des hüherliegenden Gelenkviereckes
und der Strecken e bis h des vorderen Gelenkviereckes die anhand auch der eingangs
erläuterten Ausführungsbeispiele erörterten Bedingungen und Längenverhältnisse. Da
auch bei diesem Ausführungsbeispiel Teile der Sitzfläche 6 und der vorderen Stütze
1, die auch hier in die Gelenktragstütze 1′ übergeht, in beiden Vierecken vorhanden
und einstückig ausgebildet sind, ergibt sich ein gleichzeitiges Verstellen bzw. Verändern
beider Vierecke. Da die Strecken, wie eingangs erläutert, zwischen den Gelenkpunkten
unterschiedlich groß sind, ergibt sich eine Veränderung des Viereckes in der Liegeposition
zu einem Dreieck, da der Winkel zwischen Sitzfläche 6 und Beinauflage 7 sowie der
Winkel zwischen Sitzfläche 6 und Rückenlehne 5 aufgrund der ebenen Liegefläche 180°
wird, so daß dann in der ebenen Liegeposition die Gelenke 23, 9, 11, 8 und 10 auf
einer Geraden liegen. Mit anderen Worten wird also auch das vordere Gelenkviereck
in der Liegeposition zu einem Dreieck.
[0052] Im zusammengeklappten Zustand sind theoretisch die Winkel zwischen Sitzfläche 6,
vorderer Stütze 1 bzw. Gelenktragstützte 1′ sowie zwischen Beinauflage 7, Fußstütze
17 und zwischen Rückenlehen 5 und Armlehne 20 ebenfalls 180°, wodurch sich eine Überdeckung
aller Rahmenteile ergibt.
[0053] In den Figuren 13 bis 15 ist ein weiteres Ausführunbsbeispiel jeweils in Seitendarstellung
gezeigt, um zu verdeutlichen, daß die hintere Gelenktragstütze 2′, wie bereits erwähnt,
auch an anderer Stelle am oberen Viereck angreifen kann. Bei der Ausführungsform gemäß
den Figuren 13 bis 15 ist die hintere Gelenktragstütze 2′ im unteren Bereich zwischen
Rückenlehne 5 und Sitzfläche 6, im konkreten genau im Gelenk 8 zusätzlich angelenkt.
Das obere Ende der Gelenktragstütze 2′ ist hier ebenfalls in einer Führung 31 über
einen darin eingreifenden Zapfen bzw. eine Rolle 41 geführt. Die Führung 31 ist hier
nicht an der Gestelltragstütze 2′ selbst, sondern an der oberen auch als Armlehne
40 ausbildbaren Stütze 2 ausgebildet.
[0054] Eine Sicherung der Sitzposition in unterschiedlichen Sitzstellungen erfolbt auch
hier, ähnlich wie im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 8, über einen U-Bügel 24, der
sich an entsprechenden Nasen oder Zapfen 25 an der Gestelltragstütze 2′ abstützen
kann. Auch hier kann die Abstützung, wie ausführlich erläutert, an der Gestelltragstützte
2′ angelenkt und gegenüber auf der Rückseite der Rückenlehne 5 ausgebildeten Nasen
oder auch an anderer Stelle abstützbar sein. Wie aus Figur 15 hervorgeht, dient der
unterste Zapfen 25 als zusätzliche Abstützung in der horizontalen Liegeposition.
[0055] Auch bei dem zuletzt erörterten Ausführungsbeispiel liegt der Zapfen bzw. die Rolle
41 erst in der Horizontalstellung gemäß Figur 14 am Ende der Führung 31 an. In der
Sitzstellung befindet sich demgegenüber das Eingriffsmittels, d. h. beispielsweise
die Rolle 41 in etwa im mittleren Bereich der Führung 31, wohingegen die Rolle 41
am zur Liegestellung gegenüberliegenden Ende in der Führung 31 im zusammengeklappten
Zustand plaziert wird.
[0056] Wie nicht näher ausgeführt zu werden braucht, liegen die auf beiden Seiten jeweils
ausgebildeten Gelenke in Seitenansicht fluchtend zueinander, also auf einer jeweils
gemeinsam gedachten Achslinie, wobei alle Achsen bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
horizontal und parallel zueinander ausgerichtet sind.
[0057] Ferner wird abschließend noch anbemerkt, daß die einzelnen Gelenke, beispielsweise
die Gelenke 9, 11, 8, 10 selbst nicht auf einer horizontalen gemeinsamen Ebene angeordnet
sein müssen, selbst wenn ansonsten die horizontale Liegefläche eingestellt worden
ist. Denn es müssen nur die einzelnen Rahmenteile bzw. Rahmenteilabschnitte c, d sowie
g und h in der Horizontallage tatsächlich auch zur Bildung der Liegefläche horizontal
angeordnet sein, wohingegen die Gelenke von dieser Horizontalebene versetzt liegen
können. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die einzelnen Rahmenteile mit
Kröpfungen im Bereich der Gelenke versehen sind. So könnte beispielsweise in Figur
3 das Gelenk 8 zwischen den Rahmenteilen c und d oberhalb der horizontalen Liegefläche
4 dann liegen, wenn an den Rahmenteilen c und d nach oben gekröpft wegstehende und
über die horizontale Liegefläche 4 überstehende Rahmenabschnitte ausgebildet werden,
an denen das Gelenk 8 erhöht zu liegen kommt. Bei der in den Ansprüchen gewählten
Formulierung "Länge der Rahmenteile a, b ..." werden dabei vor allem die in der Verlängerung
der einzelnen Rahmenteile liebenden Abschnitte und Schenkelabschnitte verstanden.
So kann beispielsweise bei der Darstellung gemäß Figur 9 die Gelenkachse 8 noch erheblich
höher über der horizontalen Liegefläche 4 dann liegen, wenn die Abkröpfungen an den
Rahmenteilen c und d noch größer ausfallen. Der "tatsächliche" Abstand zwischen der
Gelenkachse 11 und 8 entspräche dann der Hypotenuse in einem rechtwinkeligen Dreieck,
gebildet aus der Kathete d, d.h. dem eigentlichen die horizontale Liege bildenden
Rahmenteile-Abschnitt und einer weiteren Kathete, die der Höhe zwischen dem Gelenk
8 gegenüber der Horizontalliegefläche 4 entspricht. Bei derartigen Kröpfungen handelt
es sich also bloß um Abweichungen, wodurch der Erfindungsgedanke der vorliegenden
Anmeldung nicht verlassen wird.
[0058] Ähnliche gekröpfte Abstützstangen, die lediglich zu einer leicht veränderten Kinematik
führen, ohne den Schutzbereich der Anmeldung zu verlassen, können beispielsweise auch
bei den Gestelltragstützen 1′ und 2′ sowie bei den Stützen 1 und 2 sowie auch anderen
Teilen des Sitz- und Liegemöbels vorgenommen werden.
1. Verwandelbares Sitz- und Liegemöbel zum Gebrauch im Haus und im Freien, dessen Elemente
aus mittels Gelenken verbundenen und Gestelltragstützen (1′, 2′) umfassenden Rahmen
bestehen und durch Veränderung der Stellung zueinander von der Sitz- in die Liegeposition
und umgekehrt zu bringen sind, wobei das Sitz- und Liegemöbel eine zumindest dreiteilige,
aus einer Rückenlehne (5), einer Sitzfläche (6) und einer Beinablage (7) gebildete
Sitz- und Liegefläche (4) aufweist, deren Rückenlehne (5) über ein Gelenk (8) mit
der Sitzfläche (6) und diese wiederum über ein Gelenk (9) mit der Beinauflage (7)
verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sitzfläche (6) in Seitenansicht über ein Gelenk (11) mit einer vorderen Stütze
(1; a) und die Rückenlehne (5) über ein Gelenk (10) mit einer hinteren Stütze (2;
b) verschwenkbar verbunden sind, deren zum jeweiligen Gelenk (11 bzw. 10) gegenüberliegende
Enden mittels eines weiteren obenliegenden Gelenkes (3) miteinander so verbunden sind,
daß in Seitenansicht das obere Gelenk ( 3 ), das vordere Gelenk ( 11 ), das untere
Gelenk (8) und das hintere Gelenk (10) die Eckpunkte eines Viereckes ergeben, wobei
die Länge der Rahmenteile (a, b) zwischen den Gelenken (11, 3, 10) und die Länge der
Rahmenteile (d, c) zwischen den Gelenken (11, 8, 10) der Bedingung

entspricht, und daß die vordere Stütze (1) unter Bildung eines Verlängerungsabschnittes
über das eine Verbindung mit der Sitzfläche (6) herstellende Gelenk (11) hinaus nach
unten verlängert ist, wobei dieser Verlängerungsabschnitt der vorderen Stütze (1)
mit der Beinauflage (7) über eine Fußstütze (17) verbunden ist, die zum einen auf
der Beinauflage (7) und zum anderen an dem Verlängerungsabschnitt der vorderen Stütze
(1) über jeweils ein Gelenk (23 bzw. 22) derart gehalten ist, daß in Seitenansicht
das obere Gelenk (9), das vordere Gelenk (23), das untere Gelenk (22) und das hintere
Gelenk (11) die Eckpunkte eines weiteren Viereckes ergeben, wobei die Länge der Rahmenteile
(e, f) zwischen den Gelenken (23, 22, 11) und die Länge der Rahmenteile (h, g) zwischen
den Gelenken (23, 9, 11) der Bedingung

genügen.
2. Sitz- und Liegemöbel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß für die Rahmenteile (a, b, c, d) folgende Bedingung gilt

mit
1,02 ≦ n ≦ 1,3, vorzugsweise 1,05 ≦ n ≦ 1,15
3. Sitz- und Liegemöbel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß für die Rahmenteile (e, f, g, h) die folgende Bedingung gilt

mit
1,15 ≦ m ≦ 1,50, vorzugsweise 1,25 ≦ m ≦ 1,35.
4. Sitz- und Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenlehne (5) von oben her und die Beinauflage (7) von unten her auf die
Sitzfläche (6) zur Erzielung eines zusammengeklappten Zustandes flach umlegbar sind,
wozu die Rahmenteile des einen Gelenkviereckes (3, 11, 8, 10) und die Rahmenteile
des weiteren Gelenkviereckes (9, 23, 22, 11) zumindest näherungsweise der folgenden
Bedingung genügen

und
5. Sitz- und Liegemöbel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Rahmenteile (a + d) von der Summe der Rahmenteile (b + c) bzw.
die Summe der Rahmenteile (e + h) von der Summe der Rahmenteile (g + f) um bis zu
5 mm bzw. bis zu 10 % voneinander abweichen.
6. Sitz- und Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Gestelltragstütze (1′) die Stütze (1) mit umfaßt.
7. Sitz- und Liegemöbel nach einem der Anspruche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die hintere Gestelltragstütze (2') aus der Verlängerung des Rahmenteiles (b)
zwischen den Gelenken (3, 10), das auch als Armlehne (40) ausbildbar ist, gebildet
ist.
8. Sitz- und Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die hintere Gestelltragstütze (2′) aus der Verlängerung des Rahmenteiles (d)
zwischen den Gelenken (11, 8), d.h. der Sitzfläche (6) gebildet ist.
9. Sitz- und Liegemöbel nach Anspruch 1, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der hinteren Gestelltragstütze (2′) ein nach unten weisendes Hakenteil (18)
angeformt ist.
10. Sitz- und Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 oder 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der hinteren Gestelltragstütze (2′) Räder (20 ) angeordnet sind.
11. Sitz- und Liegemöbel nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Hakenteil (18) eine Achse (19) vorgesehen ist, an deren Ende die Räder (20)
mit einem Durchmesser gleich der Höhe des Hakenteiles (18) angeordnet sind.
12. Sitz- und Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6 bzw. 9 bis 11 dadurch gekennzeichnet, daß die hintere Gelenktragstütze (2′) zumindest mittelbar an dem oberen Gelenkviereck
(3, 11, 8, 10) an einer Stelle angelenkt und an einer dazu versetzt liegenden weiteren
Stelle über eine Führung (31) relativ verschiebbar gehalten ist.
13. Sitz- und Liegemöbel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (31) an der Gestelltragstütze (2′) ausgebildet ist.
14. Sitz- und Liegemöbel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß in die an der Gestelltragstütze
(2′) ausgebildete Führung (31) ein an der, Sitzfläche (6) bzw. der Rückenlehne (5)
ausgebildeter Zapfen, vorzugsweise das die Sitzfläche (6) und die Rückenlehne (5)
verbindende Gelenk (8) eingreift, und daß das obere Ende der Gestelltragstütze (2′)
am Rahmenteil (a bzw. b) vorzugsweise an den die beiden Rahmenteile (a, b) verbindenden
Gelenk (3) zusätzlich angelenkt ist.
15. Sitz- und Liegemöbel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (31)
an dem gegebenenfalls als Armlehne (40) ausgebildeten Stütze (2) bzw. Rahmenteil (b)
ausgebildet ist, in welche das obere Ende der Gestelltragstütze (2′) über einen Zapfen
(41) in der Längsrichtung der Führungseinrichtung (31) verfahrbar eingreift, und daß
die Gestelltragstütze (2′) an den unteren Rahmenteilen (c, d), vorzugsweise an dem
die entsprechendne Rahmenteile (c, d) verbindenden Gelenk (8) angelenkt ist.
16. Sitz- und Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
ferner eine Arretierung (49) zur Fixierung zumindest einer Sitzposition vorgesehen
ist.
17. Sitz- und Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 11 oder 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Arretierung (49) ans einem zwischen der hinteren Gestelltragstütze (2′) und
der Rückenlehne (5) wirksamen verschwenkbaren Klapphebel (13, 24) besteht, der an
seinem einen Ende angelenkt und an seinem gegenüberliegenden Ende an Zapfen oder Nasen
(25, 16) einrastbar ist.
18. Sitz- und Liegemöbel nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die beidseitig des Möbels verschwenkbar angeordneten Klapphebel (13) über ein
Verbindungsstück (15) bzw. nach Art eines U-Bügels (24) miteinander verbunden sind.
19. Sitz- und Liegemöbel nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß im Gelenk (8) zwischen Rückenlehne (5) und Sitzfläche (6) ein Bügel (36) zur
Arretierung der Sitzposition angebracht ist, der in entgegengesetzt ausgerichteten
Haken (37) an der hinteren Gestelltragstütze (2′) eingreift und gleichzeitig das Lager
des Gelenkes (8) in der Führung (31) an der Gestelltragstütze (2′) darstellt.
20. Sitz- und Liegemöbel nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß durch das in der Führung (31) an der hinteren Gestelltragstütze (2′) gleitende
Gelenk (8) die Aufstellbasis veränderbar ist, wobei in der Liegeposition der Bügel
(36) die Rückenlehne gegenüber der hinteren Gestelltragstütze (3′) abstützt.
21. Sitz- und Liegemöbel nach einem der Ansprüche 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der in die Führung (31) eingreifende Zapfen (41; 8) sich in der Sitzstellung
in einem mittleren Bereich der Führung (31) befindet und erst in der horizontalen
Liegestellung auf das eine Ende der Führung (31) zubewegt wird, und vorzugsweise in
dieser Stellung am Ende der Führung (31) anschlägt.
1. Siège couchette transformable pour utilisation à l'intérieur et à l'extérieur, dont
les éléments sont constitués de châssis assemblés par articulations et comprenant
des supports de châssis (1′, 2′) et qui peuvent être amenés de la position de siège
en position de couchette et inversement en modifiant la disposition, tandis que le
siège couchette présente une surface de siège et de couchette au moins en trois pièces
formées d'un dossier (5), d'une surface de siège (6) et d'un support pour les jambes
(7), dont le dossier (5) est assemblé par une articulation (8) à la surface de siège
(6), celle-ci étant assemblée à son tour par une articulation (9) au support pour
les jambes (7), caractérisé en ce que la surface de siège (6) est assemblée à pivot
en vue latérale par une articulation (11) à un support antérieur (1; a) et en ce que
le dossier (5) est assemblé à pivot par une articulation (10) avec un support postérieur
(2; b), les extrémités de chaque élément (5 et 6) opposées à l'articulation correspondante
(10 et 11) sont assemblées l'une à l'autre par une autre articulation supérieure (3),
en ce que l'articulation supérieure (3), l'articulation antérieure (11), l'articulation
inférieure (8) et l'articulation postérieure (10) forment un carré en vue latérale,tandis
que la longueur des parties de châssis (a, b) entre les articulations (11, 3, 10)
et la longueur des parties de châssis (d, c) entre les articulations(11, 8, 10) satisfont
à la condition

et en ce que le support antérieur (1) est prolongé vers le bas en formant une section
prolongée au-delà de l'articulation (11) assurant l'assemblage avec la surface de
siège (6), tandis que cette section prolongée du support antérieur (1) est assemblée
au support pour les jambes (7) par un support pour les pieds (17) qui est maintenu
par une articulation (23 ou 22) sur la section prolongée du support antérieur (1)
de façon que, en vue latérale, l'articulation supérieure (9), l'articulation antérieure
(23), l'articulation inférieure (22) et l'articulation postérieure (11) forment les
angles d'un autre carré tandis que la longueur des parties de châssis (e, f) entre
les articulations (23, 22, 11) et la longueur des parties de châssis (h, g) entre
les articulations (23, 9, 11) satisfont à la relation
2. Siège couchette selon la revendication 1, caractérisé en ce que les parties de châssis
(a, b, c, d) satisfont à la condition suivante

avec 1,02 ≦ n ≦ 1,3 et de préférence avec 1,05 ≦ n ≦ 1,15.
3. Siège de couchette selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les parties
de châssis (e, f, g, h) satisfont à la condition suivante

avec 1,15 ≦ m ≦ 1,50, et de préférence avec 1,25 ≦ m ≦ 1,35.
4. Siège couchette selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dossier
(5) peut être rabattu par le dessus et le support pour les jambes (7) peut être rabattu
à plat par le dessous sur la surface de siège (6) pour obtenir une disposition avec
rabattement tandis que, à cet effet, les parties de châssis d'un carré d'articulations
(3, 11, 8, 10) et les parties de châssis de l'autre carré d'articulations (9, 23,
22, 11) satisfont au moins approximativement aux conditions suivantes

et
5. Siège couchette selon la revendication 4, caractérisé en ce que la somme des parties
de châssis (a + d) diffère de la somme des parties de châssis (b + c) et que la somme
des parties de châssis (e + h) diffère de la somme des parties de châssis (g + f)
respectivement de 5 mm au maximum et de 10% au maximum les unes par rapport aux autres.
6. Siège couchette selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le support
de châssis antérieur (1′) comprend le support (1).
7. Siège couchette selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le support
de châssis postérieur (2′) est formé par le prolongement de la partie de châssis (b)
entre les articulations (3, 4), qui peut également se présenter sous forme d'un accoudoir
(40).
8. Siège couchette selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le support
de châssis postérieur (2′) est formé du prolongement de la partie de châssis (d) entre
les articulations (11, 8), c'est-à-dire celles de la surface de siège (6).
9. Siège couchette selon la revendication 1, 7 ou 8, caractérisé en ce qu'une pièce en
crochet (18) tournée vers le bas est formée sur le support de châssis postérieur (2′).
10. Siège couchette selon l'une des revendications 1 ou 7 à 9, caractérisé en ce que des
roues (20) sont disposées sur le support de châssis postérieur (2′).
11. Siège couchette selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que, dans la pièce
en crochet (18), est prévu un axe (19) à l'extrémité duquel sont disposées les roues
(20) ayant un diamètre égal à la hauteur de la partie en crochet (18).
12. Siège couchette selon l'une des revendications 1 à 6 ou 9 à 11, caractérisé en ce
que le support d'articulation postérieure (2′) est articulé, à un endroit au moins,indirectement
au carré d'articulations supérieures (3, 11, 8, 10) et est maintenu, avec possibilité
de glissement relatif, à un autre endroit décalé par rapport au premier au moyen d'un
guide (31).
13. Siège couchette selon la revendication 12, caractérisé en ce que le guide (31) est
formé par le support de châssis (2′).
14. Siège couchette selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'une broche formée
sur la surface de siège (6) ou le dossier (5) s'engage dans le guide (31) formé sur
le support de châssis (2′) et, de préférence, dans l'articulation (8) assemblant la
surface de siège (6) et le dossier (5) et en ce que l'extrémité supérieure du support
de châssis (2′) est articulée en outre à la partie de châssis (a ou b) , de préférence
à l'articulation (3) assemblant les deux parties de châssis (a, b).
15. Siège couchette selon la revendication 12, caractérisé en ce que le guide (31) est
formé sur le support (2) disposé en forme d'accoudoir (40) ou sur la partie de châssis
(b) dans laquelle s'engage de manière mobile l'extrémité supérieure du support de
châssis (2′), par l'intermédiaire d'une broche (41) dans la direction longitudinale
du dispositif de guidage (31) et en ce que le support de châssis (2′) est articulé
aux pièces de châssis inférieures (c, d) et de préférence à l'articulation (8) assemblant
les pièces de châssis correspondantes (c, d).
16. Siège couchette selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce qu'il est
prévu en outre un arrêt (49) pour fixer au moins une position du siège.
17. Siège couchette selon l'une des revendications 1 à 11 ou 16, caractérisé en ce que
l'arrêt (49) est constitué d'un levier rabattable (13, 24) pouvant pivoter entre le
support de châssis postérieur (2′) et le dossier (5), ce levier étant pivotant et
articulé à l'une de ses extrémités, tandis qu'il peut s'engager par son extrémité
opposée dans la broche ou l'ergot (25, 16).
18. Siège couchette selon la revendication 17, caractérisé en ce que les leviers rabattables
(13) montés à pivot de part et d'autre du meuble sont assemblés l'un à l'autre par
une pièce d'assemblage (15) ou à la manière d'un étrier en "U" (24).
19. Siège couchette selon l'une des revendications 12 à 15, caractérisé en ce qu'un étrier
(36) destiné à arrêter la position du siège est disposé dans l'articulation (8) entre
le dossier (5) et la surface de siège (6), ledit-étrier s'engageant dans le crochet
(37) orienté dans le sens opposé sur le support de châssis postérieur (2′) et constituant
simultanément le support de l'articulation (8) dans le guide (31) sur le support de
châssis (2′).
20. Siège couchette selon la revendication 19, caractérisé en ce que la base d'appui peut
être modifiée par l'articulation (8) glissant dans le guide (31) sur le support de
châssis postérieur (2′) tandis que, en position de couchette, l'étrier (36) supporte
le dossier par rapport au support de châssis postérieur (3′).
21. Siège couchette selon l'une des revendications 12 à 20, caractérisé en ce que la broche
(41, 8) s'engageant dans le guide (31) se trouve en position de siège dans une zone
centrale du guide (31) et est déplacée vers une extrémité du guide (31) pour la position
de couchette horizontale et vient buter de préférence dans cette position contre l'extrémité
du guide (31).
1 A piece of furniture adaptable for sitting and reclining on for use in and out of
doors, whose elements consist of frames comprising stand carrying supports (1′ and
2′) connected by joints, and by changing their relative positions, able to be converted
from the sitting into the reclining position and vice versa, the piece of furniture
having a sitting and reclining surface constituted by at least three parts and having
a back rest (5), a sitting surface (6) and a leg rest (7), the back rest (5) being
connected via a joint (8) with the sitting surface (6) and the latter is for its part
connected via a joint (9) with the leg rest (7), characterized in that as seen from
the side the sitting surface (6) is pivotally connected via a joint (11) with a front
support (1 and a) and the back rest (5) is pivotally connected with a rear support
(2 and b), whose ends which are opposite the respective joint (11 and, respectively,
10) are so connected by means of a further upper joint (3) with each other that as
seen from the side the upper joint (3), the front joint (11), the lower joint (8)
and the rear joint (10) constitute the corners of a quadrilateral, the length of the
frame parts (a and b) between the joints (11, 3 and 10) and the length of the frame
parts (d and c) between the joints (11, 8 and 10) complies with the condition:

and in that with the formation of an extending section the front support (1) is extended
via a joint (11) producing a connection with the sitting surface (6) in a downward
direction, this extending section of the front support (1) being connected with the
leg rest (7) via a foot support (17), which is held on the one hand on the leg, rest
(7) and on the other hand on the extending section of the front support (1) via a
respective joint (23 and, respectively, 22) in such a manner that in side view the
upper joint (9), the front joint (23), the lower joint (22) and the rear joint (11)
constitute the corner points of a further quadrilateral, the length of the frame parts
(e and f) between the joints (23, 22 and 11) and the length of the frame parts (h
and g) between the joints (23, 9 and 11) comply with the condition:
2 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in claim
1, characterized in that the frame parts (a, b, c and d) comply with the condition:

wherein
1.02 ≦ n ≦ 1.3 and preferably 1.05 ≦ n ≦ 1.15.
3 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in claim
1 or to claim 2, characterized in that the frame parts (e, f, g and h) comply with
the condition:

wherein
1.15 ≦ m ≦ 1.50 and preferably 1.25 ≦ n ≦ 1.35.
4 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in any
one of the preceding claims 1 through 3, characterized in that the back rest (5) is
able to be folded downwards and the leg rest (7) is able to be folded upwards respectively
onto the sitting surface (6) in order to assume a flat folded condition, for which
purpose the frame parts of the one articulated quadrilateral (3, 11, 8 and 10) and
the frame parts of the further articulated quadrilateral (9, 23, 22 and 11) at least
approximately comply with the following condition:

and
5 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in claim
4, characterized in that the sum of the frame parts (a + d) differs from the sum of
the frame parts (b + c) and the sum of the frame parts (e + h) differs respectively
from the sum of the frame parts (g + f) by up to 5 mm or up 10 % in each case.
6 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in any
one of the preceding claims 1 through 5, characterized in that the front stand support
(1′) includes the support (1) within it.
7 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in any
one of the preceding claims 1 through 6, characterized in that the rear stand carrying
support (2′) is constituted by an extension of the frame part (b) between the joints
(3 and 10) which is furthermore able to be extended as an arm rest (40).
8 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in any
one of the preceding claims 1 through 6, characterized in that the rear stand carrying
support (2′) is constituted by an extension of the frame part (d) between the joints
(11 and 8), that is to say the sitting surface (6).
9 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in any
one of the preceding claims 1, 7 or 8, characterized in that a downwardly directed
hook part (18) is formed on the rear stand carrying support (2′).
10 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in any
one of the preceding claims 1 and 7 through 9, characterized in that wheels (20) are
arranged on the rear stand support (2′).
11 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in claim
9 or claim 10, characterized in that a shaft (19) is provided in the hook part (18)
and at the end of the shaft the wheels (20) are arranged with a diameter equal to
the height of the hook part (18).
12 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in any
one of the preceding claims 1 through 6 or, respectively, 9 through 11, characterized
in that the rear joint carrying support (2′) is jointed at least indirectly on the
upper articulated quadrilateral (3, 11, 8 and 10) at one point and at a further position,
which is offset in relation to it, is held by means of a guide (31) allowing a relative
sliding movement in relation to it.
13 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in claim
12, characterized in that the guide (31) is formed on the stand carrying support (2′).
14 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in claim
13, characterized in that a pin, which is formed on the sitting surface (6) or respectively
the back rest (5), fits into the guide (31) formed on the stand carrying support (2′)
and preferably is the joint connecting the sitting surface (6) and the back rest (5)
and in that the upper end of the stand carrying support (2′) is additionally pivoted
on the frame part (a and, respectively, b) preferably at the joint (3) connecting
the two frame parts (a and b).
15 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in claim
12, characterized in that the guide (31) is formed on the support (2) optionally in
the form of an arm rest (40) or, respectively, the frame part (b), into which the
upper end of the stand carrying support (2′) fits by means of a pin (41) so as to
allow movement in the longitudinal direction of the guide device (31) and in that
the stand carrying support (2′) is pivoted on the lower frame parts (c and d) preferably
at the joint (8) connecting the respective frame parts (c and d).
16 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in any
one of the preceding claims 1 through 15, characterized in that furthermore a locking
means (49) is provided for setting in at least one position of sitting.
17 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in any
one of the preceding claims 1 through 11 or 16, characterized in that the locking
means (49) consists of a pivot lever (13 and 24) effective between the rear stand
carrying support (2′) and the back rest (5), such lever being pivoted at its one end
and at its opposite end is able to be locked on pins or projections (25 and 16).
18 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in claim
17, characterized in that the pivot levers (13) arranged on either side of the furniture
are connected with each other by means of a connection member (15) or, respectively,
like an U-shaped bridge piece (24).
19 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in claim
12 through 15, characterized in that a bridge piece (36) is arranged in the joint
(8) between the back rest (5) and the sitting surface (6) in order to lock the sitting
position and which fits in oppositely directed hooks (37) on the rear stand carrying
support (2′) and simultaneously constitutes the bearing of the joint (8) in the guide
(31) on the stand carrying support (2′).
20 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in claim
19, characterized in that the support area needed for the furniture may be changed
using the joint (6) sliding in the guide (31) on the rear stand carrying support (2′),
the bridge piece (36) supporting the back rest in relation to rear stand carrying
support (3′) in the reclining setting.
21 The piece of furniture adaptable for sitting and reclining on as claimed in any
one of the preceding claims 12 through 20, characterized in that the pin (41 and 8)
fitting into the guide (31) is located in a central part of the guide (31) in the
sitting setting and it is only in the horizontal reclining setting that it is moved
towards the one end of the guide (31) and preferably abuts against the ends of the
guide (31) in this position.