[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung eines piezoelektrischen Tintendruckkopfes,
wie im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angegeben.
[0002] Ein Tintendruckkopf mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1 ist
aus der DE-A-36 30 206 bekannt. Die Figur 2 dieser Druckschrift zeigt einen aus zwei
Teilen zusammengesetzten Tintendruckkopf, von denen das eine Teil aus piezoelektrischer
Keramik besteht und das zweite Teil ein aus beliebigem Material bestehender Deckel
ist. Das piezoelektrische Teil weist von seiner einen Oberfläche her in das Material
eingebrachte Rinnen auf, die, im montierten Zustand durch den Deckel abgedeckt, einzelne
Hohlräume für die Tintenkanäle bilden. Die für das Tintenausspritzen dienenden Düsen
sind ebenfalls in das piezoelektrische Material eingebracht. Der Boden einer jeden
Rinne ist mit einer streifenförmigen Elektrode versehen. Bezogen auf das Material
dieses piezoelektrischen Anteils ist einer jeden dieser ersten Elektroden eine zweite
entsprechend streifenförmige Elektrode gegenüberliegend auf der Unterseite des piezoelektrischen
Anteils angebracht. Mit Hilfe der ersten und der zweiten Elektrode läßt sich in dem
piezoelektrischen Material zwischen jeweils diesen Elektroden ein elektrisches Feld
erzeugen. Der Tintenkanal befindet sich außerhalb, neben diesem piezoelektrisch wirksamen
Bereich.
[0003] Der wie in Figur 2 dargestellte Tintendruckkopf ist aus zwei Teilen zusammenzumontieren,
die beide miteinander zuverlässig derart abgedichtet montiert sein müssen, daß keinerlei
leckweiser Übertritt von Tinte aus dem einen Kanal in einen benachbarten Kanal eintreten
kann. Diese Abdichtung muß für eine Dimensionierung sichergestellt werden, bei der
der Mittenabstand benachbarter Tintenkanäle in der Größe einiger Zehntel Millimeter
liegt. Das heißt, daß nur wenige Zehntel Millimeter dicke Stege gegenüber dem Deckel
abzudichten sind.
[0004] Für einen jeglichen Tintendruckkopf mit benachbarten Tintenkanälen ist sicherzustellen,
daß die piezoelektrische Anregung des einen Tintenkanals auf allein diesen Kanal beschränkt
ist und sich nicht parasitär in den benachbarten Tintenkanälen auswirkt.
[0005] Als piezoelektrisches Material für derartige Tintendruckköpfe wird Piezokeramik als
preiswertes, zur Verfügung stehendes Material verwendet.
[0006] Ein weiterer Tintendruckkopf mit tinteführenden Kanälen, auf die piezoelektrische
Antriebselemente einwirken, ist aus der deutschen Patentschrift 2 543 451 bekannt.
Dabei wird jeweils ein Abschnitt der Kanäle von einem piezoelektrischen Antriebselement
zylindrisch umfaßt. Bei diesem Tintendruckkopf ist die Länge der von den Antriebselementen
nicht umfaßten, zwischen den Austrittsöffnungen der Tintenkanäle und den Antriebselementen
liegenden Abschnitte der Tintenkanäle so bemessen, daß die Tintenkanäle mit den piezoelektrischen
Antriebselementen von der Abdrucksstelle her strahlenförmig knickfrei wegfluchtend
verlaufend anordbar sind. Dieser Tintendruckkopf hat also im Bereich der piezoelektrischen
Antriebselemente wesentlich größere Abmessungen als es dem Druckraster entspricht.
Für einen modularen Aufbau einer Schreibeinrichtung mit mehreren Tintendruckköpfen
ist dieser Tintendruckkopf daher weniger geeignet. Eine vollständige Druckzeile kann
nur realisiert werden, wenn der Tintendruckkopf in Zeilenrichtung bewegt wird. Damit
ist aber die Druckgeschwindigkeit und die Auflösung begrenzt.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, solche Maßnahmen für die Herstellung eines
piezoelektrischen Tintendruckkopfes mit, wie oben erwähnten, für die übliche hohe
Druckpunktdichte sehr kleinen Abmessungen anzugeben, nach denen ein solcher Tintendruckkopf
wirtschaftlich hergestellt werden kann. Insbesondere muß dieser Tintendruckkopf zuverlässige
Flüssigkeitsabdichtung zwischen den einzelnen Tintenkanälen haben und die Anregung
eines Tintenkanals darf nicht zu parasitärer Auswirkung in benachbarten Tintenkanälen
führen.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
[0009] Weitere Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
hervor.
[0010] In der DE-A-36 19 871 ist ein Verfahren zur Herstellung piezokeramischen Materials
mit vorgebbarer akustischer Impedanz, das innere Hohlräume besitzt, beschrieben. Die
Hohlräume werden fotolithographisch erzeugt, wobei ein Zwischenstadium des Verfahrens
die Herstellung eines Stapels aus Piezokeramikrohfolien ist.
[0011] Dieses Verfahren kann vorteilhaft dazu eingesetzt werden, kanalförmige Hohlräume
in Piezokeramikfolienstreifen zu erzeugen, die als Tintenkanäle dienen.
[0012] In der DE-A- 37 18 323 ist ein Verfahren beschrieben, mit dem die Bearbeitung von
Keramikwerkstoffen ohne das Entstehen von Damageschichten möglich ist. Dabei wird
eine Laserstrahlung mit einer (Luft) Wellenlänge kleiner als etwa 350 nm verwendet,
die Beaufschlagung mit Laserstrahlung nur impulsweise durchgeführt und die Impulsdauer,
die Pulswiederholungsrate und die Pulsenergie derart aufeinander abgestimmt bemessen,
daß in dem bearbeiteten Werkstoff ein wesentlicher Wärmestau vermieden wird. Vorteilhaft
ist der Einsatz eines Excimerlasers.
[0013] Dieses Laserverfahren kann beim Verfahren zur Herstellung des piezoelektrischen Tintendruckkopfes
zum Erzeugen der Düsen, der Gräben und zum Zerteilen der Piezokeramikstreifen verwendet
werden, wobei keine störenden Damageschichten an den Rändern der bearbeiteten Bereiche
entstehen. Damit kann die Ausbeute bei der Herstellung und die Funktionsgenauigkeit
der piezoelektrischen Tintendruckköpfe erhöht werden.
[0014] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels mit den Figuren
1 bis 4 weiter erläutert.
[0015] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Schnitt durch einen nach erfindungsgemäßem
Verfahren hergestellten piezoelektrischen Tintendruckkopf.
[0016] Fig. 2 zeigt schematisch den Tintendruckkopf in Draufsicht.
[0017] Fig. 3 zeigt schematisch den Verlauf der Herstellung des piezoelektrischen Tintendruckkopfes
anhand aufeinanderfolgender Verfahrensschritte mit den Bezugszeichen 301 bis 304,
301a, 301b, 304a, 305a und 304b bis 307b. Bei den Verfahrensschritten, deren Bezugszeichen
mit a oder b versehen sind, ist der piezoelektrische Tintendruckkopf in Draufsicht
gezeigt.
[0018] Fig. 4 zeigt schematisch eine Vorrichtung, die zur Herstellung von Piezokeramikfolienstreifen
mit kanalförmigen Hohlräumen verwendet werden kann.
[0019] Fig. 5 zeigt eine Folie, die zur Herstellung von Piezokeramikstreifen mit kanalförmigen
Hohlräumen verwendet werden kann.
FIG. 1:
[0020] Auf einer Trägerschicht 6 befinden sich mehrere paralell nebeneinander liegende Antriebselemente
1. Jedes Antriebselement 1 besteht aus einem Piezokeramikteil 2, einer zweiten Elektrode
4 und einem Teil einer gemeinsamen ersten Elektrode 3. Auf den zweiten Elektroden
4 befinden sich elektrische Anschlußstreifen 8. Die Piezokeramikteile 2 besitzen Tintenkanäle
5 mit rechteckigem Querschnitt. Die Trägerschicht 6 kann aus Kunststoff oder Metall
bestehen. Der piezoelektrische Tintendruckkopf kann auf der Seite der Antriebselemente
1 mit Kunststoff 7 vergossen sein.
FIG.2:
[0021] An der Stirnseite des piezoelektrischen Tintendruckkopfes befindet sich die Düsenfront
21 mit Düsen 22. Die Düsenfront 21 ist direkt mit den Piezokeramikteilen 2 verbunden
und jeder Tintenkanal 5 mündet in eine Düse 22. Die Piezokeraaikteile 2 berühren sich
auf der Länge der elektrisch kontaktierten Bereiche nicht. Die Düsenfront 21 kann
aus Metall oder Piezokeramik bestehen. Die Düsen 22 sind zur Tröpfenchenausbildung
beim Betrieb des piezoelektrischen Tintendruckkopfes richtig. Auf der der Düsenfront
21 gegenüberliegenden Seite des piezoelektrischen Tintendruckkopfes ist die elektrische
Anschlußstreifenleitung 9 angeordnet, deren elektrische Anschlußstreifen 8 zu den
zweiten Elektroden 4 einen elektrischen Kontakt herstellen.
FIG.3:
[0022] Verfahrensschritt 301: Auf einem ca. 80 bis 150 mm dicken Streifen einer Piezokeramikrohfolie
41 mit einer Trägerfolie 42 werden mehrere parallele balkenförmige Profile 43 aufgebracht,
aus denen im weiteren Verlauf des Verfahrens die Tintenkanäle 5 entstehen. Das Aufbringen
der Profile kann im Siebdruckverfahren erfolgen. Dabei werden Profile 43, die die
Form der gewünschten Tintenkanäle 5 aufweisen, aus einer Paste aus organischem Bindemittel
mit einem Anteil Kohlenstoff aufgedruckt. Eine weitere Möglichkeit zur Herstellung
der Profile 43 (nicht in der Figur dargestellt) ist, den Piezokeramikrohfolienstreifen
41 mit einer Kunststoffschicht zu versehen und diese mit den bekannten Fotoätztechniken
zu strukturieren.
[0023] Für das Herstellungsverfahren ist das Erzeugen von Tintenkanälen mit rechteckigem,
ellipsenförmigem oder langlochförmigem Querschnitt besonders vorteilhaft, da durch
Materialschwund der Piezokeramik beim Sintern verursachte Ungenauigkeiten in den Abmessungen
bei der Herstellung der Düsenfront 21 durch Justierung der Düsen 22 ausgeglichen werden
können.
Verfahrensschritt 301a
[0024] Wenn die Düsenfront 21 aus Piezokeramik hergestellt werden soll, werden die Profile
43 nicht durchgehend auf dem Piezokeramikrohrfolienstreifen 41 aufgebracht. Der nicht
strukturierte Teil des Piezokeramikrohfolienstreifens 41 wird später zur Herstellung
der Düsenfront 21 verwendet.
Verfahrensschritt 301b
[0025] Wenn die Düsenfront 21 aus Metall hergestellt werden soll, werden die Profile 43
durchgehend auf den Piezokeramikrohfolienstreifen 41 aufgebracht. Im weiteren Herstellungsverfahren
entstehen dann daraus durchgehende Tintenkanäle 5.
Verfahrensschritt 302
[0026] Auf den Piezokeramikrohrfolienstreifen 41 wird eine Schicht aus Piezokeramikrohmasse
45 so aufgebracht, daß die Profile 43 bedeckt sind und der Raum zwischen den Profilen
43 ausgefüllt ist. Das Aufbringen der Piezokeramikrohmasse 45 kann mit den Gieß- und
Ziehverfahren erfolgen, die zur Herstellung von Piezokeramikrohfolie üblicherweise
verwendet werden. Eine alternative Möglichkeit zum Beschichten der Profile 43 mit
Piezokeramikrohmasse 45 ist das Aufbringen eines weiteren Piezokeramikrohfolienstreifens
und anschließendes Verpressen der Piezokeramikrohfolienstreifen, z.B. in einem Durchlauf
durch eine beheizte Kalandereinrichtung. Die Beschichtung der Profile 43 mit Piezokeramikrohmasse
45 durch Gieß- und Ziehverfahren ist vorzuziehen, wenn die Abstände der Tintenkanäle
5 voneinander mit sehr geringen Abweichungen hergestellt werden sollen. Die Beschichtung
des Piezokeramikrohfolienstreifens 41 mit einem weiteren Piezokeramikrohfolienstreifen
unter Anwendung eines Kalanderprozesses ermöglicht eine engere Toleranz der Dicke,
so daß für den fertigen Tintendruckkopf Abweichungen in der Dicke von weniger als
10% möglich werden. Alle verwendeten Piezokeramikrohfolien und Piezokeramikrohmassen
sind so gewählt, daß sie nach dem Sintern eine definiert hohe Enddichte, z.B. 99%
erreichen.
Verfahrensschritt 303.
[0027] Der gesamte Aufbau aus Piezokeramikstreifen mit inneren Profilen 43 und Trägerfolie
42 wird gesintert und es entsteht ein Piezokeramikstreifen 46 mit darin enthaltenen
Tintenkanälen 5. Auf einer Seite des Piezokeramikstreifens 46 wird die gemeinsame
erste Elektrode 3 durch Aufsputtern einer Metallschicht aufgebracht, Auf der der gemeinsamen
Elektrode 3 gegenüberliegenden Seite des Piezokeramikstreifens 46 wird eine metallische
Sputterschicht 47 aufgebracht, aus der später die zweiten Elektroden 4 hergestellt
werden.
Verfahrensschritt 304
[0028] Auf die gemeinsame erste Elektrode 3 wird eine Trägerschicht 6 aufgebracht, z.B.
durch Aufkleben einer Kunststoffolie. Durch Laserätzen werden die Piezokeramikteile
2 so voneinander getrennt, daß sie mindestens auf der länge der elektrisch kontaktierten
Bereiche voneinander separiert sind, wobei keilförmige Furchen 48 aus der gesinterten
Piezokeramik 46 herausgeschnitten werden. Dabei entstehen auch die zweiten Elektroden
4 aus der Sputterschicht 47, Bei genauer Fokussierung und Positionierung des Laserstrahls
kann das voneinander Trennen der Piezokeramikteile 2 in einem Arbeitsgang praktisch
durchgehend bis zur ersten Elektrode 3 erfolgen. Weitere Möglichkeiten für das voneinander
Trennen der Piezokeramikteile 2 ergeben sich, wenn durch Laserätzen keilförmige Trennfugen
48 aus der gesinterten Piezokeramik 46 herausgeschnitten werden, die nicht bis zur
gemeinsamen ersten Elektrode 3 reichen, Das vollständige Trennen der Piezokeramikteile
2 voneinander kann dann durch verschiedene Vefahren erfolgen. Bei dem in der Figur
dargestellten piezoelektrischen Tintendruckkopf werden die keilförmigen Trennfugen
48 mit Kunststoff 7 vergossen und durch definiertes Biegen der gesinterten Piezokeramikteile
2 die keramischen Verbindungsstellen 44 zum Reißen gebracht. Das kann beim Aufkleben
einer Trägerschicht 6 erfolgen, wobei beide Teile in eine Vorrichtung (nicht in der
Figur dargestellt) eingepreßt werden, die eine leicht konkave Form aufweist. Durch
das Auseinanderbrechen der keramischen Verbindungsstellen 44 entstehen feinste Spalte
zwischen den Piezokeramikteilen 2. Durch die Trennung der einzelnen Piezokeramikteile
2 voneinander ist ein Übersprechen zwischen den einzelnen Antriebselementen 1 unterbunden.
Dadurch wird das unerwünschte Übersprechen, d.h. ein Ausstoß von Tintentröpfchen aus
dem Tintenkanal eines nicht angeregten Antriebselements unterbunden ist. Die keilförmigen
Furchen 48 unterbinden das Auftreten von interferenzbildenden Schallwellen im Tintendruckkopf.
[0029] Das Polarisieren der Piezokeramikteile 2 muß so durchgeführt werden, daß die dabei
auftretenden mechanischen Spannungen möglichst gering und elastisch sind. Oie Polarisierungsfeldstärke
soll innerhalb der Piezokeramikteile 2 und für alle Piezokeramikteile 2 möglichst
gleich groß sein. Zum Polarisieren werden daher die Tintenkanäle 5 mit einer schwach
leitfähigen Flüssigkeit, z.B. Tinte, gefüllt und zwischen die zweiten Elektroden 4
und die gemeinsame erste Elektrode 3 wird ein elektrisches Feld mit einer für die
Piezokeramik gebräuchlichen Feldstärke angelegt. Das Polarisieren wird bei erhöhter
Temperatur (100-150°C) durchgeführt.
[0030] Ein weiteres Verfahren für das voneinander Trennen der Piezokeramikteile 2 bietet
das Einbringen von keilförmigen langgestreckten Profilen (nicht in der Figur dargestellt)
gleichzeitig mit dem Aufbringen der Profile 43. Bei diesem Verfahren entstehen die
keilförmigen Furchen 48 dann beim Sintern durch Ausbrennen der Profile.
Verfahrensschritt 304a
[0031] Die zweiten Elektroden 4 liegen mittig über den Tintenkanälen 5 und verlaufen parallel
zu diesen.
Verfahrensschritt 305a
[0032] Bei der Herstellung der Düsenfront 21 aus Piezokeramik werden die Düsen 22 durch
Laserätzen hergestellt. Dazu wird der Tintendruckkopf an der Frontseite fein geschliffen
und poliert. Anschließend werden durch Laserätzen die Düsen 22 so erzeugt, daß sie
auf die Tintenkanäle 5 treffen und dabei gleiche Abstände zueinander aufweisen.
Verfahrensschritt 304b
[0033] Die zweiten Elektroden 4 liegen mittig über den Tintenkanälen 5 und verlaufen parallel
zu diesen.
Verfahrensschritt 305b
[0034] Zur Herstellung einer Düsenfront 21 aus Metall wird eine weitere metallische Sputterschicht
49 an der Frontseite des Piezokeramikstreifens 46 aufgebracht.
Verfahrensschritt 306b
[0035] Auf die Sputterschicht 49 wird die metallische Düsenfront 21 galvanisch aufgebracht.
Die Düsenfront 21 kann z.B. aus Nickel bestehen.
Verfahrensschritt 307b
[0036] Durch Laserätzen werden die Düsen 22 so erzeugt, daß sie mittig auf die Tintenkanäle
5 treffen und dabei gleiche Abstände zueinander aufweisen.
[0037] Als Elektrodenmaterial eignen sich besonders Verbindungen mit Chrom-Platin-Gold und
Titan-Nickel-Gold. Für die galvanisch abgeschiedenen Schichten ist Nickel besonders
geeignet.
FIG.4:
[0038] Die Vorrichtung enthält einen Grundkörper 51, in der eine Vertiefung 54 hergestellt
ist. An den Außenkanten des Grundkörpers 51 befinden sich regelmäßig angeordnnete
Nuten 52 zur Aufnahme von Kunststoffäden 53. Die Nuten 52 sind so angeordnet, daß
die Kunststoffäden 53 beim Umwickeln des Grundkörpers 53 parallel nebeneinander über
der Vertiefung 54 liegen. Mit der Vorrichtung kann in einem Gießprozeß eine Piezokeramikstreifen
hergestellt werden, der nach dem Sintern kanalförmige Hohlräume aufweist.
[0039] Die Kunststoffäden 53 können auch in einem Preßverfahren mit Keramikmasse umgeben
werden. Da sehr dünne Piezokeramikstreifen durch Pressen schwer herstellbar sind,
empfiehlt es sich dickere Piezokeramikstreifen herzustellen und diese nach dem Sintern
auf die gewünschte Dicke abzuschleifen. Die mit diesem Verfahren hergestellten Piezokeramikstreifen
weisen durchgehende Tintenkanäle auf.
FIG.5:
[0040] Zur Herstellung von Piezokeramikstreifen 46 mit kanalförmigen Hohlräumen kann eine
Folie aus ausbrennbarem Material 61 verwendet werden, die streifenförmige Durchbrüche
62 aufweist. Die streifenförmigen Durchbrüche 62 sind parallel zueinander angeordnet.
Durch einen Gieß- oder Preßprozeß wird die ausbrennbare Folie 61 mit Piezokeramikrohmasse
umgeben. Beim Sintern verbrennt die ausbrennbare folie 61 und es entsteht ein Piezokeramikstreifen
mit durchgehenden kanalförmigen Hohlräumen. Auch bei diesem Verfahren empfiehlt es
sich, durch einen Preßprozeß hergestellte Piezokeramikstreifen 46 etwas dicker zu
konzipieren und diese nach dem Sintern auf die gewünschte Dicke abzuschleifen.
[0041] Die Druckpunktdichte, die mit dem beschriebenen Tintendruckkopf erreicht werden kann,
beträgt mindestens ca. 12 Punkte pro mm. Der Tintendruckkopf ist für höchste Druckgeschwindigkeiten
geeignet. Das Verfahren gestattet die Herstellung eines Tintendruckkopfes höchster
Auflösung, sozusagen in einem Stück, ohne daß aufwendige mechanische Bearbeitungs-und
Verbindungsverfahren, z.B. Schweißen, notwendig sind. Da die Bauhöhe dieses Tintendruckkopfes
sehr gering ist, einschließlich einer möglichen Kunststoffbeschichtung kleiner als
0,2 mm, können mehrere Tintendruckköpfe leicht gestapelt und gemeinsam in ein Gehäuse
eingebaut werden. Das Gehäuse kann dabei als Tintenkammer dienen. In dieser Weise
können auch Tintendruckköpfe für eine ganze Druckzeile aufgebaut werden. Eine Verbindungstechnik
für den Zusammenbau einzelner Tinten druckköpfe ist das Kleben.
[0042] Mit dem beschriebenen Herstellungsverfahren ist es möglich, Tintendruckköpfe mit
Breiten von einigen 10mm herzustellen. Da selbst zusammengesetzte Tintendruckköpfe
noch eine sehr geringe Bauhöhe aufweisen, ist eine weitere Stapelung solcher Tintendruckköpfe
für Mehrfarbendruck möglich.
[0043] Zum Polarisieren der Piezokeramikstreifen bzw. -teile empfiehlt es sich die Tintenkanäle
5 mit einer elektrisch schwach leitenden Flüssigkeit aufzufüllen und bei erhöhter
Temperatur das elektrische Polarisationsfeld zwischen den beiden Elektroden 3, 4 zu
erzeugen.
[0044] Es empfiehlt sich Piezokeramik mit einer Materialdichte größer als 98% zu verwenden.
1. Verfahren zur Herstellung von Piezokeramikteilen (2) für einen Tintendruckkopf
mit einer Düsenfront (21), mit zueinander parallel verlaufenden Tintenkanälen (5),
bie denen piezoelektrisch bewirkte Volumenänderung einen tropfenförmigen Ausstoß an
Tinte ergibt, mit ersten und zweiten, voneinander isolierten, einander gegenüberleigenden
Elektroden (3, 4) und mit in der Piezokeramik gelegenen Düsen (22) der Düsenfront
(21),
gekennzeichnet dadurch, daß für den Tintendruckkopf nach einem solchen Verfahren hergestellte Piezokeramikteile
(2) mit Tintenkanal (5) und Düse (22) verwendet werden bei dem
a) Piezokeramikstreifen (46) mit vielen darin enthaltenen Tintenkanälen (5) hergestellt
werden,
b) erste Elektroden (3) auf den Piezokeramikstreifen (46) aufgebracht werden,
c) die zweiten Elektroden (4) derart auf dem Piezokeramikstreifen (46) aufgebracht
werden, daß sich die die ersten Elektroden (3) und die zweiten Elektroden (4) jeweils
mittig über den Tintenkanälen (5), parallel zu diesen verlaufend und einander gegenüberliegend
befinden,
d) die Piezokeramik des Piezokeramikstreifens polarisiert wird,
e) der Piezokeramikstreifen (46) zwischen des zweiten Elektroden (4) durch Zerteilen
desselben in die Piezokeramikteile (2) separiert wird,
f) auf der Frontseite die mit den Tintenkanälen (5) verbundene Düsenfront (21) hergestellt
wird und
g) aus den Piezokeramikteilen (2) der piezoelektrische Tintendrukkopf zusammengestellt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Piezokeramikstreifen (46) mit den darin enthaltenen Tintenkanälen (5) hergestellt
wird durch:
a) Aufbringen von parallelen balkenförmigen Profilen (43) aus ausbrennbarem Material
auf eine Piezokeramikrohfolie (41),
b) Aufbringen einer Schicht aus Piezokeramikrohmaterial (45) auf die Profile (43),
so daß diese bedeckt sind und der Raum zwischen den Profilen (43) aufgefüllt ist und
c) sintern.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbringen der Profile (43) durch Siebdrucken erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 2 , dadurch
gekennzeichnet, daß das Aufbringen der Profile (43) erfolgt durch
a) Aufbringen einer Schicht aus fotostrukturierbarem Kunststoff und
b) Strukturieren des Kunststoffs durch Fotoätztechnik .
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbringen des Piezokeramikrohmaterials (45) durch Aufgießen erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Aufbringen des Piezokeramikrohmaterials (45) erfolgt durch
a) Aufbringen eines weiteren Piezokeramikrohfolienstrei fens und
b) Verpressen der beiden Rohfolienstreifen zusammen mit den dazwischen enthaltenen
Profilen (43).
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Piezokeramikstreifen (46) mit den darin enthaltenen Tintenkanälen (5) hergestellt
wird durch :
a) Gießen einer Piezokeramikrohmasse in eine Vorrichtung, die eine Vertiefung aufweist,
über der Fäden (53) aus ausbrennbarem Material so gespannt sind, daß sie parallel
zueinander verlaufen und
b) sintern.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Piezokeramikstreifen (46) mit den darin enthaltenen Tintenkanälen (5) hergestellt
wird durch:
a) beidseitiges Beschichten, insbesondere Vergießen, einer ausbrennbaren Folie (61),
in der parallele Durchbrüche (62) vorgesehen sind, deren Abstände voneinander den
Maßen der Tintenkanäle (5) entsprechen, mit Piezokeramikrohmasse und
b) sintern.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß das Aufbringen der ersten Elektrode (3) durch Aufsputtern einer Metallschicht
erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet , daß das Aufbringen der zweiten Elektroden (4) und das voneinander Separieren der
Antriebselemente (1) dadurch erfolgt, daß
a) auf der der ersten Elektrode (3) gegenüberliegenden Oberfläche des Piezokeramikstreifen
(46) eine metallische Sputterschicht (47) aufgebracht wird und
b) keilförmige Furchen (48) aus dem Piezokeramikstreifen (46) herausgeschnitten werden,
so daß aus der metallischen Sputterschicht (47) die zweiten Elektroden (4) und gleichzeitig
die Antriebselemente (1) voneinander separiert werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet , daß das zum Separieren der Antriebselemente (1) folgende Verfahrensschritte durchgeführt
werden,
a) Einbringen keilförmiger langgestreckter Profile zwischen den balkenförmigen Profilen
(43) auf den Piezokeramikrohfolienstreifen (41),
b) Aufbringen einer schicht aus Piezokeramikrohmaterial (45) auf die Profile, so daß
diese bedeckt sind und deren Raum zwischen den Profilen aufgefüllt ist,
c) Sintern und
d) Durchtrennen der keramischen Verbindungsstellen (44) zwischen den Piezokeramikteilen
(2).
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet , daß auf die erste Elektrode (3) eine Trägerschicht (6) aus Metall galvanisch aufgebracht
wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet , daß eine Trägerschicht (6) aus Kunststoff auf die erste Elektrode (3) aufgeklebt
wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet , daß das Polarisieren der Piezokeramikteile (2) erfolgt durch
a) Auffüllen der Tintenkanäle (5) mit einer schwachleitfähigen Flüssigkeit und
b) Anlegen eines elektrischen Feldes zwischen die zweiten Elektroden (4) und die erste
Elektrode (3) bei erhöhter Temperatur.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet , daß die Düsenfront (21) aus Metall hergestellt wird, nachdem die Antriebselemente
(1) durch Zerteilen des Piezokeramikstreifen (46) auf seiner gesamten Länge voneinander
getrennt werden, in dem der Piezokeramikstreifen (46) auf der Frontseile
a) geschliffen und poliert wird,
b) eine weitere metallische Sputterschicht (49) aufgebracht wird,
c) auf die weitere metallische Sputterschicht (49) die metallische Düsenfront (21)
galvanisch aufgebracht wird und
d) die Düsen (22) auf die Tintenkanäle (5) stoßend mit gleichen Abstand voneinander
erzeugt werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet , daß die Düsenfront (21) aus Piezokeramik hergestellt wird, nachdem die Antriebselemente
(1) durch Zerteilen des Piezokeramikstreifens (46) so voneinander getrennt werden,
daß der Piezokeramikstreifen (46) im Frontbereich unzerteilt bleibt, indem
a) die Frontseite des Piezokeramikstreifens (46) geschliffen und poliert wird und
b) durch Laserätzen die Düse (22) auf die Tintenkanäle (5) stoßend mit gleichen Abstand
voneinander erzeugt werden.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet , daß die Bearbeitung des Piezokeramikstreifens (46) durch Laserätzen mit einem Verfahren
durchgeführt wird, das die folgenden Merkmale aufweist,
a) es wird eine Laserstrahlung mit einer (Luft)-wellenlänge kleiner als etwa 350 nm
verwendet,
b) die Beaufschlagung mit Laserstrahlung wird nur impulsweise durchgeführt und
c) die Impulsdauer, die Pulswiederholungsrate und die Pulsenergie wird derart aufeinander
abgestimmt bemessen, daß in dem Piezokeramikstreifen (46) ein wesentlicher Wärmestau
vermieden wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet , daß ein Piezokeramikstreifen (46) verwendet wird, der eine Materialdichte von größer
98% aufweist.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet , daß die keilförmigen Furchen (48) mit Kunststoff (7) vergoßen werden.
1. Process for the production of piezoceramic components (2) for an ink printing head
having a nozzle front piece (21), having mutually parallel ink channels (5) in which
piezoelectrically effected volume change results in a droplet-shaped expulsion of
ink, having first and second electrodes (3, 4) which are insulated from one another
and lie opposite one another and having nozzles (22), situated in the piezoceramic,
of the nozzle front piece (21), characterised in that piezoceramic components (2)
with ink channel (5) and nozzle (22) produced according to such a method are used
for the ink printing head, in which method
a) piezoceramic strips (46) with a large number of ink channels (5) contained therein
are produced,
b) first electrodes (3) are applied to the piezoceramic strips (46),
c) the second electrodes (4) are applied to the piezoceramic strip (46) in such a
way that the first electrodes (3) and the second electrodes (4) are located in each
case centrally over the ink channels (5) extending parallel to the latter and opposite
one another,
d) the piezoceramic of the piezoceramic strip is polarised,
e) the piezoceramic strip (46) between the two electrodes (4) is separated by dividing
up the said strip into the piezoceramic components (2),
f) the nozzle front piece (21) connected to the ink channels (5) is produced on the
front side, and
g) the piezoelectric ink printing head is made up of the piezoceramic components (2).
2. Process according to Claim 1, characterised in that the piezoceramic strip (46)
with the ink channels (5) contained therein is produced by:
a) applying parallel bar-shaped profiles (43) of heat erodible material to a piezoceramic
raw film (41),
b) applying a layer of piezoceramic raw material (45) to the profiles (43) so that
the latter are covered and the space between the profiles (43) is filled and
c) sintering.
3. Process according to Claim 2, characterised in that the profiles (43) are applied
by screen printing.
4. Process according to Claim 2, characterised in that the profiles (43) are applied
by
a) applying a layer of photo-structurable plastic and
b) structuring the plastic by photo-etching technology.
5. Process according to Claim 2, characterised in that the piezoceramic raw material
(45) is applied by casting.
6. Process according to Claim 2, characterised in that the piezoceramic raw material
(45) is applied by
a) applying a further piezoceramic raw film strip and
b) pressing the two raw film strips together with the profiles (43) contained between
them.
7. Process according to Claim 1, characterised in that the piezoceramic strip (46)
with the ink channels (5) contained therein is produced by:
a) pouring a mass of raw piezoceramic into a device which has a depression over which
threads (53) of heat-erodible material are tensioned in such a way that they run parallel
to one another and
b) sintering.
8. Process according to Claim 1, characterised in that the piezoceramic strip (46)
with the ink channels (5) contained therein is produced by:
a) coating on both sides, in particular casting, of a heat-erodible film (61) in which
parallel openings (62) are provided whose distances from one another correspond to
the dimensions of the ink channels (5), with a mass of raw piezoceramic and
b) sintering.
9. Process according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the first electrode
(3) is applied by sputtering a metal layer.
10. Process according to one of Claims 1 to 9, characterised in that the second electrodes
(4) are applied and the drive elements (1) are separated from one another by
a) applying a metallic sputter layer (47) on the surface of the piezoceramic strip
(46) lying opposite the first electrode (3) and
b) cutting wedge-shaped furrows (48) out of the piezoceramic strip (46) so that the
second electrodes (4) are separated out of the metallic sputter layer (47) and at
the same time the drive elements (1) are separated from one another.
11. Process according to one of Claims 1 to 9, characterised in that the following
process steps for separating the drive elements (1) are carried out,
a) introducing wedge-shaped elongate profiles between the bar-shaped profiles (43)
on the piezoceramic raw film strips (41),
b) applying a layer of piezoceramic raw material (45) to the profiles so that the
latter are covered and the space between the profiles is filled up,
c) sintering and
d) cutting the ceramic connecting points (44) between the piezoceramic components
(2).
12. Process according to one of Claims 1 to 11, characterised in that a carrier layer
(6) of metal is galvanically applied to the first electrode (3).
13. Process according to one of Claims 1 to 11, characterised in that a carrier layer
(6) of plastic is bonded to the first electrode (3).
14. Process according to one of Claims 1 to 13, characterised in that the piezoceramic
components (2) are polarised by
a) filling up the ink channels (5) with a weakly conductive liquid and
b) applying an electrical field between the second electrodes (4) and the first electrode
(3) at a raised temperature.
15. Process according to one of Claims 1 to 14, characterised in that the nozzle front
piece (21) is produced from metal after the drive elements (1) are separated from
one another by dividing up the piezoceramic strip (46) over its entire length, in
that on the front side the piezoceramic strip (46)
a) is ground and polished,
b) a further metallic sputter layer (49) is applied,
c) the metallic nozzle front piece (21) is a galvanically applied to the further metallic
sputter layer (49) and
d) the nozzles (22) abutting the ink channels (5) are produced with the same distance
from one another.
16. Process according to one of Claims 1 to 15, characterised in that nozzle front
piece (21) is produced from piezoceramic after the drive elements (1) are separated
from one another by dividing up the piezoceramic strip (46) in such a way that the
piezoceramic strip (46) remains undivided in the front region, in that
a) the front side of the piezoceramic strip (46) is ground and polished and
b) the nozzles (22), abutting the ink channels (5), are produced with the same distance
from one another by laser etching.
17. Process according to one of Claims 1 to 16, characterised in that the processing
of the piezoceramic strip (46) is carried out by laser etching with a method which
has the following features,
a) a laser beam with a wave length (in air) smaller than approximately 350 nm is used.
b) the impacting with laser beams is only carried out in pulses and
c) the pulse duration, the pulse repetition rate and the pulse energy are matched
to one another in such a way that a substantial accumulation of heat in the piezoceramic
strip (46) is avoided.
18. Process according to one of Claims 1 to 17, characterised in that a piezoceramic
strip (46) is used which has a material density of greater than 98%.
19. Process according to one of Claims 1 to 18, characterised in that the wedge-shaped
furrows (48) are cast with plastic (7).
1. Procédé pour fabriquer des pièces piézocéramiques (2) pour une tête d'impression
à encre, comprenant une partie frontale (21) à buses, qui comprend des canaux d'adduction
d'encre (5) parallèles entre eux et dans lesquels une variation de volume provoquée
de façon piézoélectrique conduit à l'éjection d'une goutte d'encre, des première et
seconde électrodes (3,4) isolées l'une par rapport à l'autre et situées en vis-à-vis
l'une de l'autre, et des buses (22) de la partie avant (21) à buses, disposées dans
la piézocéramique, caractérisé par le fait qu'on utilise, pour la tête d'impression
à encre, des pièces piézocéramiques (2) comportant un canal d'adduction d'encre (25)
et une buse (22) fabriqués; au moyen d'un procédé selon lequel
a) on fabrique des bandes piézocéramiques (46) contenant un grand nombre de canaux
d'adduction d'encre (5),
b) on dépose des premières électrodes (3) sur les bandes piézocéramiques (46),
c) on dépose les secondes électrodes (14) sur la bande piézocéramique (46) de manière
que les premières électrodes (3) et les secondes électrodes (4) soient situées respectivement
dans une position centrée au-dessus des canaux d'adduction d'encre (5) et s'étendent
parallèlement à ces canaux tout en étant disposées réciproquement en vis-à-vis,
d) on polarise la piézocéramique de la bande piézocéramique,
e) on sépare la bande piézocéramique (46) située entre les deux électrodes (4) par
subdivision de cette bande en les pièces piézocéramiques (2),
f) on forme la partie avant (21) équipée de buses et reliée aux canaux d'adduction
d'encre (5), sur la face avant, et
g) on forme la tête piézoélectrique d'impression à encre en réunissant les parties
piézocéramiques (2).
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé par le fait qu'on fabrique la bande
piézocéramique (46) qui comporte les canaux d'adduction d'encre (5) :
a) en déposant des profilés parallèles en forme de barreaux (43) réalisés en un matériau
combustible sur une ébauche en forme de feuille piézocéramique (41),
b) en déposant une couche formée d'un matériau brut piézocéramique (45) sur les profilés
(43) de manière à recouvrir ces profilés et à remplir l'espace entre les profilés
(43), et
c) en exécutant un frittage.
3. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé par le fait que le dépôt des profilés
(43) est réalisé par sérigraphie.
4. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé par le fait que le dépôt des profilés
(43) est réalisé par
a) dépôt d'une couche formée d'une matière plastique pouvant être structurée par voie
photochimique, et
b) structuration de la matière première au moyen d'une technique de corrosion photochimique.
5. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé par le fait que le dépôt de la
matière brute piézocéramique (45) est réalisé par coulée.
6. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé par le fait que le dépôt de la
matière brute piézocéramique (45) s'effectue par
a) dépôt d'une autre bande d'ébauche formant feuille piézocéramique, et
b) serrage, l'une contre l'autre, des deux bandes d'ébauches en forme de feuilles
entre lesquelles sont intercalés les profilés (43).
7. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé par le fait qu'on fabrique la bande
piézocéramique (46) contenant les canaux d'adduction d'encre (5) :
a) en coulant une masse piézocéramique brute dans un dispositif qui possède un renfoncement,
au-dessus duquel des fils (53) réalisés en un matériau combustible sont tendus parallèlement
entre eux, et
b) en exécutant un frittage.
8. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé par le fait qu'on fabrique la bande
piézocéramique (46) contenant les canaux d'adduction d'encre (5) :
a) en recouvrant, notamment par coulée, les deux faces d'une feuille combustible (61)
dans laquelle sont prévus des passages parallèles (62), dont les distances réciproques
correspondent aux cotes des canaux d'adduction d'encre (5), au moyen d'une masse piézocéramique
brute, et
b) en exécutant un frittage.
9. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que le
dépôt de la première électrode (3) est réalisé au moyen d'un dépôt par pulvérisation
d'une couche métallique.
10. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que le
dépôt des secondes électrodes (4) et la séparation réciproque des éléments d'entraînement
(1) sont exécutés grâce au fait
a) qu'on dépose par pulvérisation une couche métallique (47) sur la surface de la
bande piézocéramique (46), qui est située en vis-à-vis de la première électrode (3),
et
b) qu'on forme par découpage des sillons en coin (48) dans la bande piézocéramique
(46) de manière à séparer les uns des autres les secondes électrodes (4) et simultanément
les éléments d'entraînement (1) à partir de la couche métallique (47) déposée par
pulvérisation.
11. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que, pour
séparer les éléments d'entraînement (1), on met en oeuvre les étapes opératoires suivantes
:
a) on ménage des profils allongés en forme de coins entre les profilés en forme de
barreaux (43) sur la bande d'ébauche en forme de feuille piézocéramique (41),
b) on dépose une couche formée d'une matière piézocéramique brute (45) sur les profilés
de manière à recouvrir ces derniers et à remplir l'espace entre les profilés,
c) on exécute un frittage, et
d) on sectionne les éléments céramiques de liaison (44) entre les pièces piézocéramiques
(2).
12. Procédé suivant les revendications 1 à 11, caractérisé par le fait qu'on dépose
galvaniquement une couche de support métallique (6) sur la première électrode (3).
13. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par le fait qu'on
colle une couche de support (6) de matière plastique sur la première électrode (3).
14. Procédé suivant l'une de revendications 1 à 13, caractérisé par le fait que la
polarisation des pièces piézocéramiques (2) est réalisée par
a) remplissage des canaux d'adduction d'encre (5) avec un liquide faiblement conducteur,
et
b) application d'un champ électrique entre les deux électrodes (4) et la première
électrode (3), à une température accrue.
15. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 14, caractérisé par le fait qu'on
réalise la partie avant (21) à buses en un métal une fois que les éléments d'entraînement
(1) ont été séparés les uns des autres par subdivision de la bande piézocéramique
(46) sur toute sa longueur, par le fait que
a) on meule et on polit la bande piézocéramique (46) au niveau de sa face avant,
b) on dépose une autre couche métallique (49) par pulvérisation,
c) on dépose galvaniquement la partie avant métallique (21) à buses sur l'autre couche
métallique (49) déposée par pulvérisation, et
d) on forme les buses (22) de manière qu'elles soient en aboutement contre des canaux
d'adduction d'encre (5), tout en étant équidistantes.
16. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 15, caractérisé par le fait qu'on
fabrique la partie avant (21) de la buse en une piézocéramique après avoir séparé
les uns des autres les éléments d'entraînement (1) par subdivision de la bande piézocéramique
(46) de manière que cette bande (46) reste non subdivisée dans sa partie frontale,
par le fait
a) qu'on meule et on polit la face avant de la bande piézocéramique (46), et
b) on forme, par corrosion à l'aide d'un laser, les buses (22) en aboutement contre
les canaux d'adduction d'encre (5), dans des positions équidistantes.
17. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait qu'on
exécute l'usinage de la bande piézocéramique (46) au moyen d'une corrosion par laser
en utilisant un procédé présentant les caractéristiques suivantes :
a) on utilise un rayonnement laser possédant une longueur d'onde (dans l'air) inférieure
à environ 350 nm,
b) on applique la charge du rayonnement laser uniquement de façon impulsionnelle,
et
c) on accorde entre elles la durée des impulsions, la vitesse de répétition des impulsions
et l'énergie des impulsions de manière à éviter une accumulation importante de chaleur
dans la bande piézocéramique (46).
18. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 17, caractérisé par le fait qu'on
utilise une bande piézocéramique (46), qui possède une densité supérieure à 98 %.
19. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 18, caractérisé par le fait qu'on
obture les sillons en coin (48) avec une matière plastique (7).