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EP 0 358 839 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.05.1993 Patentblatt 1993/20 |
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Anmeldetag: 21.02.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B41M 5/24 |
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Elektrosensitives Registrierpapier
Electrosensitive recording paper
Papier d'enregistrement électrosensible
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI NL SE |
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Priorität: |
20.06.1988 DE 3820803
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.03.1990 Patentblatt 1990/12 |
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Patentinhaber: Papierfabrik
Schoeller & Hoesch GmbH |
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D-76584 Gernsbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Wagner, Wolfgang
D-5162 Niederzier (DE)
- Schneiderat, Georg
D-7562 Gernsbach (DE)
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Vertreter: Henkel, Feiler, Hänzel & Partner |
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Möhlstrasse 37 81675 München 81675 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 367 273 US-A- 3 786 518
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GB-A- 752 254
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrosensitives Registrierpapier der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Art.
[0002] Elektrosensitives Registrierpapier wird für den Registriervorgang mit seiner metallisierten
Seite über eine zylindrische Elektrode geführt. Die Gegenelektrode bildet ein dünner
Wolframdraht, dessen Spitze auf der metallisierten Papierfläche gleitet. Der Auflagedruck
der Gegenelektrode liegt je nach Art der verwendeten Metallschicht etwa zwischen 2.943.10⁻⁴
N und 0.0981 N (0,03 und 10 Pond). Wird an die beiden Elektroden eine elektrische
Gleichspannung angelegt, so fließt durch die Metallschicht ein Strom, der das Metallmaterial
in unmittelbarer Nähe der Wolframspitze der Gegenelektrode infolge der hohen Stromdichte
verdampft, woraufhin der Strom unterbrochen wird. Unter dem derart verdampften bzw.
weggebrannten Metallbelag kommt mit gutem Kontrast der Grundlack des Registrierpapiers
zum Vorschein. Wird das Registrierpapier weitergezogen, so steht die Wolframelektrode
erneut unter Spannung, und es wird erneut eine kleine Menge Metall weggebrannt.
[0003] Dieser Registriervorgang erfordert eine sehr dünne Metallschicht. Bei dem Registrierpapier
der eingangs genannten Art wird als eigentliche Registrierschicht Zink eingesetzt,
das jedoch naturgemäß schlecht auf dem Grundlack des Papiers haftet. Deshalb wird
auf die Lackschicht zunächst eine Vorbekeimungsschicht aufgebracht, die als Haftgrundlage
für die Zinkschicht dient. Die Dicke dieser im wesentlichen von den Zinkatomen gebildeten
Metallschicht liegt in der Größenordnung von 0,1 µm. Die Rückseite dieses Registrierpapiers
ist üblicherweise mit einem klaren Schutzlack versehen.
[0004] Anstelle einer Zink/Cadmium-Schicht ist es auch bekannt, Aluminium als Metallbeschichtung
für ein elektrosensitives Registrierpapiers zu verwenden. Aluminium hat den Vorteil,
ohne zusätzliche Haftschicht unmittelbar auf dem Grundlack des Registrierpapiers gut
zu haften. Neben dem besseren Kontrast gegenüber der übelicherweise schwarzen Lackschicht
hat Aluminium noch den Vorteil einer höheren Korrosionsbeständigkeit als die bekannte
Zink/Cadmium-Schicht.
[0005] Durch die Bildung von Aluminiumoxid wird jedoch der Stromübergang beim Registriervorgang
erheblich erschwert. Für einen ausreichenden Kontakt der Registrierelektrode mit der
Aluminiumschicht ist deshalb im Vergleich zu der Zink/Cadmium-Metallschicht eine wesentlich
höhere Auflagekraft erforderlich. Infolge der höheren Auflagekraft erfolgt die Registrierung
auf aluminiumbeschichtetem Papier zudem wesentlich träger als auf einer Zink/Cadmiumschicht.
Die benötigte Auflagekraft bei der Registrierung auf der Aluminiumschicht läßt sich
durch eine Beigabe von Fremdmetallen etwas reduzieren. In diesem Fall reicht eine
Auflagekraft von etwa 9.81.10⁻⁴, (0,1 Pond) aus. Im Vergleich dazu erlaubt eine Zink/Cadmium-Schicht
eine Registrierung bei einer Auflagekraft von etwa 4.905.10⁻⁴ N (0,05 Pond).
[0006] Das mit einer Zink/Cadmiumschicht versehene Registrierpapier weist jedoch einen entscheidenden
Nachteil bei der Verarbeitung und Handhabung auf.
[0007] Cadmium ist bekanntlich ein Metall der zweiten Nebengruppe des Periodensystems mit
einem Atomgewicht von 112,41, also ein sogenanntes Schwermetall, dessen Siedepunkt
bei 760° C liegt. Es tritt hauptsächlich in Form seiner zweiwertigen Verbindung als
Salze auf, die bei oraler Einnahme extrem toxisch sind, zu Erbrechen, Leberschädigungen
und Krämpfen führen. Beim Einatmen rufen die Dämpfe dieser Salze Reizungen der Schleimhäute
und Kopfschmerzen hervor. Außerdem wirken diese Salze karzinogen.
[0008] Nach Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation darf zur Vermeidung von Langzeitschädigungen
der Gesundheit ein Grenzwert von 0.07 mg pro Tag nicht überschritten werden. In der
Bundesrepublik Deutschland wurde eine MAK-Wert von 0,05 mg pro Tag festgesetzt.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein elektrosensitives Registrierpapier der
eingangs genannten Art zu schaffen, das mit einem niedrigeren Auflagedruck als aluminiumbeschichtetes
Registrierpapier beschrieben werden kann, und das ohne die gesundheitlichen Nachteile
von Registrierpapier hergestellt und gehandhabt werden kann, das mit Zink/Cadmium
beschichtet ist.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe durch das kennzeichnende Merkmal des Anspruchs 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen des erfindunsgemäßen Registrierpapiers sind in den Unteransprüchen
angegeben. Der Anspruch 6 betrifft ein besonders vorteilhaftes Herstellungverfahren
für das erfindungsgemäße Registrierpapier.
[0011] Demnach besteht die Erfindung darin, als Vorbekeimungsschicht für die Zink-Registrierschicht
Silber zu verwenden, dessen Handhabung und Verarbeitung bekanntlicherweise mit keinen
toxischen Nebenwirkungen verbunden ist.
[0012] Eine Bedampfung des lackierten Papierträgers mit Silber verlangt zwar aufgrund des
höheren Siedepunktes von Silber gegenüber Cadmium einen etwas höheren technischen
Aufwand. Dieser höhere technische Aufwand wird jedoch ausgeglichen durch einen wesentlich
geringeren Aufwand bezüglich der Umweltschutzauflagen im Vergleich zur Cadmiumverarbeitung.
[0013] Schließlich wird der Anwender des erfindungsgemäßen Zink/Silber-Registrierpapiers
keinen technischen Unterschied zum herkömmlichen Zink/Cadmium-Papier erkennen, da
die Empfindlichkeit des Silbersubstrats, vor allem die für eine einwandfreie Registrierung
erforderliche Auflagekraft dieselbe ist wie bei der Cadmiumvariante.
[0014] Vorteilhafterweise basiert das erfindungsgemäße Registrierpapier auf einem Diagrammpapier
einer Dicke von 20 bis 80 µm. Bevorzugt ist eine Papierdicke von 40 µm. Auf diesen
Papierträger wird eine Lackschicht aufgebracht, die vorteilhafterweise rein organisch
pigmentiert ist. Alternativ hierzu ist es vorgesehen, die mit einem Rußanteil versehene
Lackschicht zusätzlich mit Chromdioxid (Cr₂0₃) zu pigmentieren. Hierdurch wird die
Einbettung und damit die Haftung der späteren Zinkbedampfung verbessert.
[0015] Auf diese Lackschicht wird vorteilhafterweise das Silber, dessen Siedpunkt 2170°
beträgt, hauchdünn und unvollständig aufgedampft, um eine Vorbekeimungsschicht für
die außenliegende Zinkbedampfungsschicht zu schaffen. Leztere wird schließlich in
der Weise aufgedampft, daß ein Oberflächenwiderstand von etwa 5 Ohm pro Flächeneinheit
entsteht. Der Oberflächenwiderstand wird dabei vorteilhafterweise während der Bedampfung
mit dem Zink kontinuierlich gemessen und die Bedampfung wird bei Erreichen des Oberflächenwiderstand-Sollwertes
beendet.
1. Elektrosensitives Registrierpapier, insbesondere in Bandform,mit einem Träger aus
Papier, auf dem eine Lackschicht sowie eine ausbrennfähige Metallschicht aufgebracht
sind, die aus einer dünnen Vorbekeimungsschicht und einer dickeren Registrierschicht
aus Zink besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorbekeimungsschicht aus Silber besteht.
2. Registrierpapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Papierträger zwischen 20 µm und 80 µm, vor allem 40 µm dick ist.
3. Registrierpapier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackschicht organisch pigmentiert ist.
4. Registrierpapier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einem Rußanteil versehene Lackschicht zusätzlich mit Chromdioxid pigmentiert
ist.
5. Registrierpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zink-Registrierschicht einen Oberflächenwiderstand von etwa 5 Ohm pro Flächeneinheit
aufweist.
6. Verfahren zum Herstellen des elektrosensitiven Registrierpapiers nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf den mit der Lackschicht versehenen Papierträger eine hauchdünne und unvollständige
Silberschicht als Vorbekeimungsschicht für die anschließend aufzudampfende Zink-Registrierschicht
aufgedampft wird, und daß die Bedampfung mit Zink als Funktion des resultierenden
Oberflächenwiderstandes gesteuert und vor allem beendet wird, wenn ein vorbestimmter
Wert des Oberflächenwiderstandes pro Flächeneinheit erreicht ist.
1. Electrosensitive recording paper, in particular in strip form, with a paper carrier
on which a coating layer and a metal layer, which can be burnt out and consists of
a thin preliminary nucleation layer and a thicker zinc recording layer, are applied,
characterised in that the preliminary nucleation layer consists of silver.
2. Recording paper according to Claim 1, characterised in that the paper carrier is between
20 µm and 80 µm, especially 40 µm, thick.
3. Recording paper according to Claim 1 or 2, characterised in that the coating layer
is organically pigmented.
4. Recording paper according to Claim 1 or 2, characterised in that the coating layer
provided with a proportion of carbon black is additionally pigmented with chromium
dioxide.
5. Recording paper according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the zinc
recording layer has a surface resistivity of approximately 5 ohm per unit area.
6. Process for producing the electrosensitive recording paper according to one of Claims
1 to 5, characterised in that an extremely thin and incomplete silver layer is vapeur-deposited
on the paper carrier, provided with the coating layer, as preliminary nucleation layer
for the zinc recording layer to be subsequently vapour-deposited, and in that the
vapour-deposition of zinc is controlled as a function of the resulting surface resistivity
and in particular is terminated when a predetermined value for the surface resistivity
per unit area is reached.
1. Papier d'enregistrement électrosensible, en particulier en bande, comportant un papier
support sur lequel on dépose une couche de vernis ainsi qu'une couche métallique susceptible
de disparaître en brûlant, ces couches étant constituées par une couche d'apprêt mince
et par une couche d'enregistrement plus épaisse à base de zinc, caractérisé en ce
que la couche d'apprêt est à base d'argent.
2. Papier d'enregistrement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le papier
support a une épaisseur comprise entre 20 µm et 80 µm, cette épaisseur étant de 40
µm de préférence.
3. Papier d'enregistrement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la couche
de vernis comporte une pigmentation de nature organique.
4. Papier d'enregistrement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la couche
de vernis contient une certaine proportion de noir de fumée et contient en outre une
pigmentation à base de dioxyde de chrome.
5. Papier d'enregistrement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
la couche d'enregistrement à base de zinc présente une résistance superficielle d'environ
5 Ohms par unité de surface.
6. Procédé pour fabriquer le papier d'enregistrement électrosensible selon l'une des
revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on dépose sur le papier support déjà
pourvu de la couche de vernis une couche d'argent extrêmement ténue et incomplète,
en opérant par vaporisation sous vide, pour y déposer ensuite par vaporisation la
couche d'enregistrement à base de zinc, et en ce qu'on règle le processus de métallisation
par le zinc vaporisé en fonction de la valeur de la résistance superficielle ainsi
obtenue, et surtout en ce qu'on interrompt ce processus lorsqu'on atteint une valeur
prédéterminée de la résistance superficielle par unité de surface.