[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Trocknen von Wäschestücken in einem
Trommeltrockner, in dem die Wäsche durch Drehung der Wäschetrommel umgewälzt wird,
die gemeinsam mit einem Prozeßluftgebläse angetrieben und von der erwärmten Prozeßluft
durchströmt wird.
[0002] Es ist bekannt, zum Trocknen von Wäsche in einem Trommeltrockner die Wäsche ständig
umzuwälzen, und zwar in vorgegebenen Zeitintervallen in unterschiedlicher Drehrichtung.
Während des Trocknens der Wäsche wird diese mit erwärmter Prozeßluft beaufschlagt,
die entweder als Frischluft von außen angesaugt und als (feuchte) Abluft wieder abgeblasen
wird oder in einem geschlossenen Kreislauf nach der Feuchtigkeitsaufnahme durch einen
Kondensationsabscheider geführt und nach Erwärmung der Wäsche wiederum zugeführt
wird. Das Umwälzen der Wäsche in unterschiedlichen Drehrichtungen verhindert insbesondere
bei größeren Wäschestücken ein Verknäulen der Wäsche. Kleinere Wäschestücke unterliegen
dieser Gefahr auch nicht bei ständiger Bewegung nur in einer Drehrichtung. Unter größeren
Wäschestücken werden hier z. B. Bettwäsche und Tischdecken oder dgl. verstanden, welche
also eine größere Fläche als ein normales Frottier-Handtuch aufweisen.
[0003] Die Prozeßluft wird mittels eines Gebläses umgewälzt und der Wäsche nach vorheriger
Erwärmung zugeführt. Das Gebläse ist auf kostendämpfende Weise mit dem Trommelantrieb
gekoppelt, so daß es beim Reversieren in der "falschen" Drehrichtung eine geminderte
Luftleistung hat, weil das Spiralgehäuse des Gebläses nur in derjenigen Drehrichtung
eine nahezu ungehinderte Luftströmung zuläßt, deren Tangentialkomponente mit der
Hauptrichtung des Gebläseauslasses wenigstens annähernd zusammenfällt. Diese kleinere
Luftmenge wird dann am Heizkörper derselben Leistungsabgabe stärker erwärmt als bei
"richtiger" Drehrichtung. Die hierdurch erhöhte Temperatur der Trocknungsluft kann
der Wäsche zwar bei hohem Feuchtigkeitsgehalt zugemutet werden. Aus Sicherheitsgründen
wird die Heizeinrichtung bekanntermaßen in der "falschen" Drehrichtung aber abgeschaltet.
Um Energieverluste in Grenzen zu halten, wird die Trommel in "falscher" Drehrichtung
kürzer betrieben. Wenn nämlich die Wäsche bei fortgeschrittener Trocknung (Restfeuchte
weniger als 30 %) beispielsweise bei inhomogenen Wäscheposten und vorzugsweise gegen
Ende des Trocknungsprozesses eine geringere Restfeuchte hat, wird nicht mehr im bisherigen
Umfang Wärmeenergie aus der Prozeßluft entnommen, so daß eine hohe Prozeßluft-Temperatur
(teilweise über 100°C) dann zu Wäscheschäden führen kann. Zwar kann durch einen Abluftthermostaten
eine zu starke Aufheizung der Prozeßluft verhindert werden. Dies würde aber den Trockenprozeß
unnötig verlängern. Die Erfindung soll die Aufgabe lösen, die erforderliche Trocknungszeit
bei einem eingangs genannten Trocknungsverfahren weiter zu verkürzen. Auch soll der
Aufwand an Energie so gering wie möglich gehalten werden.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Wäsche in einem ersten
Trocknungsabschnitt in wechselnder Drehrichtung oder wahlweise nur in der einen Drehrichtung,
in der das Gebläse die volle Luftleistung hat, umgewälzt und in der einen Drehrichtung
von hocherwärmter Prozeßluft durchströmt wird. Bei Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens, kann die Bedienungsperson durch eigene Wahl die Trockenzeit verkürzen,
um die hierzu aufzuwendende elektrische Energie zu vermindern. Sie wird beispielsweise
bei kleineren Wäschestücken durch Betätigen eines Schalters die Trommeldrehrichtung
zumindest im ersten Trocknungsabschnitt auf diejenige Drehrichtung beschränken, in
der das Gebläse die volle Luftleistung hat. Dadurch wird der Heizkörper mit hoher
Leistungsabgabe betrieben und zumindest im Anlaufbetrieb, in dem das gesamte Trocknungssystem
und die Wäsche zunächst auf eine annähernd konstante Trocknungstemperatur gebracht
werden muß, eine große Wärmemenge in die Wäschetrommel eingebracht. Würde entsprechend
dem Stand der Technik auch bereits zu Beginn des Trocknungsprozesses die Trommel-Drehrichtung
wechseln, dann müßte aber in der jeweils "falschen" Drehrichtung der Heizkörper mit
verminderter Leistung betrieben werden, um örtliche Wäscheschäden zu vermeiden. Dadurch
würde natürlich pro Zeiteinheit eine geringere Wärmemenge in die Wäschetrommel eingebracht
werden, so daß gegenüber dem vorgenannten Beispiel der Anlaufvorgang etwas länger
dauern müßte. Bei Anwendung der Erfindung kann gegenüber dem Stand der Technik während
des Anlaufvorganges bereits eine Zeitersparnis von etwa 33 % erreicht werden.
[0005] Bei einem Wäschetrockner, dessen installierte Maximal-Leistung der Heizung verhältnismäßig
niedrig ist, empfiehlt sich eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens dahin,
daß in einem zweiten Trocknungsabschnitt, der beim Erreichen einer der vorbestimmten
Trockentemperatur nahekommenden Temperatur (z.B. 60° C) der Abluft beginnt, die Wäsche
ausschließlich in wechselnden Drehrichtungen umgewälzt wird, wobei während der Gebläse-Drehrichtung
mit der geminderten Luftleistung die Prozeßluft mit einer ebenfalls geminderten Heizleistung
beaufschlagt wird. Vorteilhafterweise wird diese Leistungsminderung nur etwa 20 %
von der an sich bereits nicht sehr hohen Maximal-Leistung betragen, dafür aber die
Dauer der "falschen" Trommeldrehrichtung etwa gleich lang derjenigen der "richtigen"
Drehrichtung sein. Hierdurch ist die Verknäulungsgefahr nicht wie beim Stand der Technik
mit unsymmetrischem Reversieren gegeben. Während der "falschen" Drehrichtung wird
dann die Prozeßluft trotz der minderen Heizleistung etwas stärker erwärmt als in der
"richtigen" Drehrichtung mit Maximal-Heizleistung. Hierdurch ergibt sich ein insgesamt
geringfügig höheres Temperaturniveau im zweiten Trocknungsabschnitt als beim Betrieb
ausschließlich in einer Drehrichtung und mit angepaßter Heizleistung. In besonders
vorteilhafter Weise kann nun aber während des zweiten Trocknungsabschnittes, der
ca. 55 min dauern kann, die Trommel ständig symmetrisch reversierend betrieben werden,
so daß auch bei großen Wäschestücken die Gefahr des Verknäulens vermindert wird.
[0006] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
die Prozeßluft im ersten Trocknungsabschnitt mit wechselnder Drehrichtung der Trommel
während der Gebläse-Drehrichtung mit der geminderten Luftleistung ebenfalls mit einer
geminderten Heizleistung beaufschlagt. Auch hierbei kann die Heizleistungs-Minderung
verhältnismäßig gering sein, weil während der Anlaufphase im ersten Trocknungsabschnitt
die Wäsche mit einem hohen Prozentsatz an Wasser durchfeuchtet und dessen Temperatur
ohnehin nicht 100° C übersteigen kann. Vorteilhafterweise wird man diese Maßnahme
jedoch ausschließlich bei Wäschestücken anwenden, denen Temperaturen über 60° C keine
Gefahr sind.
[0007] Gegen Ende des zweiten Trocknungsabschnittes steigt die Temperatur in der Wäschetrommel
weiter an, weil der Feuchtegehalt der Wäsche inzwischen unter 30 % abgesunken ist.
Dadurch kann aus der Prozeßluft nicht mehr genügend Wärmeenergie entnommen werden,
um durch die Verdunstung der Feuchtigkeit der Wäsche die Temperatur der Abluft auf
etwas oberhalb von 60° C zu halten. Im allgemeinen wird ein Abluft-Thermostat dazu
verwendet, diesen Temperaturansteig zu überwachen und zu begrenzen. Bei etwa 75°
C wird dann durch die Schaltmaßnahme des Thermostaten der zweite Trocknungsabschnitt
beendet.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
in einem dritten Trocknungsabschnitt, der bei einer Restfeuchte der Wäsche von maximal
30 % beginnt, die Wäsche ausschließlich in wechselnden Drehrichtungen umgewälzt.
Hierduch kann man die Gefahr des Verknäulens von Wäschestücken weiterhin vermeiden,
wenn eine Möglichkeit besteht, die Heizleistung in der "falschen" Drehrichtung auf
einen Wert zu begrenzen, der die Ablufttemperatur wieder auf Werte von ca. 60 °C sinken
läßt.
[0009] In besonders vorteilhafter Weise wird die Prozeßluft im dritten Trocknungsabschnitt
während der Gebläse-Drehrichtung für die volle Luftleistung mit einer geminderten
Heizleistung beaufschlagt und während der Drehrichtung für die geminderte Luftleistung
ungeheizt zugeführt. Gegen Ende dieses dritten Trocknungsabschnitts steigt die Temperatur
der Abluft wiederum an, so daß deren Thermostat schließlich den Trocknungsvorgang
abschließen kann. In einem vierten Trocknungsabschnitt wird die reversierende Trommelbewegung
bei ausgeschalteter Heizung fortgesetzt.
[0010] Ein zur Ausübung des Verfahrens geeigneter Trommeltrockner, dessen Wäschetrommel
reversierend betrieben werden kann und mit einem Prozeßluft-Gebläse antriebsseitig
gekoppelt ist, das zusammen mit einer Heizeinrichtung in einem Prozeßluft-Kanal angeordnet
ist, hat eine Schaltvorrichtung zum Steuern der Heizeinrichtung. Sie ist erfindungsgemäß
so eingerichtet, daß die Heizeinrichtung beim Antrieb des Gebläses in der Drehrichtung
für volle Luftleistung mit hoher Heizleistung, hingegen beim Antrieb des Gebläses
in der Drehrichtung für geminderte Luftleistung auf geminderte Heizleistung schaltbar
ist. Dabei ist besonders von Vorteil, daß die Heizkörper der Heizeinrichtung Teilwiderstände
darstellen, die jeweils einzeln oder in bestimmten Kombinationen miteinander in dem
Stromkreis geschaltet werden. Eine Steuerung der Heizenergie-Abgabe durch eine Zweipunkt-Regelung
mittels Thermostaten ist hierdurch vermeidbar.
[0011] Zur geeigneten Überwachung des Erreichens der vorbestimmten Trockentemperatur der
Abluft (z.B. 60° C) kann gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des Trommeltrockners
die Schaltvorrichtung von einem Temperatursensor steuerbar sein. Dieser Sensor löst
beim Erreichen der Trockentemperatur einen Schaltvorgang im Sinne der Maßnahmen für
den zweiten Trocknungsabschnitt aus.
[0012] Weiterhin kann die Erfindung dadurch vorteilhaft ausgebildet werden, daß der Wäschetrommel-Antrieb
ebenfalls durch die Schaltvorrichtung von stetigem Antrieb in Reversierantrieb oder
umgekehrt umschaltbar ist. Hierdurch läßt sich eine einfache Synchronisation des Wäschetrommel-Betriebs
zu der jeweiligen Temperatursteuerung erreichen.
[0013] Zum Beenden des zweiten Trocknungsabschnittes kann die Schaltvorrichtung von einer
Meßeinrichtung beim Feststellen einer Restfeuchte der Wäsche von maximal 30 % automatisch
betätigbar sein. Dadurch ist die Schaltvorrichtung als zentrale Steuereinheit ausgebildet,
die durch Sensoren gesteuert an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeitpunkten
während des Trocknungsprozesses die geeigneten Maßnahmen einleitet.
[0014] Eine besonders vorteilhafte Weiterführung der Erfindung ist darin zu sehen, daß ein
von Hand bedienbarer Schalter vorgesehen ist, durch dessen Betätigung der Reversierantrieb
auf stetigen Antrieb unschaltbar ist und durch die Schaltvorrichtung wieder zurückschaltbar
ausgebildet ist. Ferner wird bei Betätigung des Schalters die Heizeinrichtung auf
hohe Heizleistung, hingegen beim Ansprechen der Schalteinrichtung zumindest während
des Betriebs des Gebläses in der Drehrichtung für geminderte Luftleistung auf geminderte
Heizleistung geschaltet. Einerseits kann hierdurch die Schaltmaßnahme der besonderen
Aufmerksamkeit der Bedienungsperson anempfohlen werden, so daß der erfindungsgemäße
Arbeitsprozeß nur dann eingeschaltet wird, wenn hierzu tatsächlich eine besondere
Anforderung besteht. Andererseits läßt sich dadurch eine besondere Umsteuereinrichtung
einsparen, die zum Umschalten des Wäschetrommel-Antriebs von Reversierantrieb auf
stetigen Antrieb vornehmen müßte.
[0015] Anstelle der Schaltvorrichtung kann auch die Heizeinrichtung vom Reversierwerk auf
hohe Heizleistung, wenn das Gebläse in der Drehrichtung mit hoher Luftleistung arbeitet,
hingegen auf geminderte Heizleistung schaltbar sein, wenn das Gebläse in der Drehrichtung
mit geminderter Luftleistung arbeitet.
[0016] Anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele sind das erfindungsgemäße
Verfahren und ein Trommeltrockner zur Durchführung dieses Verfahrens nachstehend erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 ein Arbeitsdiagramm für den Drehantrieb, die Heizung und die Ablufttemperatur
eines bekannten Trommeltrockners,
Fig. 2 ein Arbeitsdiagramm mit mehreren möglichen Arbeitsweisen für den Trommelantrieb,
die Heizung und die daraus sich ergebende Ablufttemperatur bei Anwendung eines erfindungsgemäßen
Verfahrens,
Fig. 3 eine teilweise gebrochene, schematische Seitenansicht eines Trommeltrockners,
Fig. 4 eine Schaltungsanordnung für die Steuerung eines Trommeltrockners nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren und
Fig. 5 eine andere Heizeinrichtungs-Schaltung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
[0017] In der Diagrammlinie D ist die Drehweise des Trommelantriebs dargestellt. Auf der
Null-Linie steht der Antrieb still. Auf der Linie "l" dreht die Trommel links herum,
das sei definitionsgemäß die "richtige" Drehrichtung, d.h. diejenige Drehrichtung,
bei der das direkt gekoppelte Gebläse die volle Luftleistung hat. Die Linie "r" gibt
die Trommeldrehrichtung "rechts" an, bei der das Gebläse in der "falschen" Richtung
läuft, d.h. in der Richtung, in der das Gebläse eine geminderte Luftleistung hat.
Die Diagrammlinien "Hzg" geben die Betriebsweise für die Heizeinrichtung an. Sie kann
in zwei (2, 4) oder in vier (1, 2, 3 und 4) Stufen betrieben werden. Stufen 0 hießt
stromlose Heizung, Stufe 1 ist die kleinste Stufe, d.h. geringste Leistung, Stufe
4 die größe Stufe, d.h. Maximal-Leistung. In der Diagrammlinie T ist die jeweilige
Temperatur der aus der Wäschetrommel austretenden Abluft aufgetragen, die ein brauchbares
Abbildung der in der Wäsche noch zu verdunstenden Wassermenge dar stellt. Dies gilt
nicht für den Anlaufvorgang, den ersten Trocknungsabschnitt I, in dem zunächst das
Maschinensystem und die kalte, nasse Wäsche aufgeheizt werden müssen. Für die vorliegende
Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens sei definiert, daß dieser erste Trocknungsabschnitt
beendet ist, wenn die Ablufttemperatur 60 ° C erreicht hat. Diese Temperatur hat sich
als statische Temperatur als geeignet herausgestellt im zweiten Trocknungsabschnitt
II, bei dem die Aufnahme der Heizenergie durch die Wasserverdunstung und die Energieübertragung
aus der Heizeinrichtung in die Prozessluft sich in etwa die Waage halten.
[0018] Am Ende des zweiten Trocknungsabschnittes II steigt die Ablufttemperatur an, weil
die Wassermenge, die aus der Wäsche noch verdunstet werden muß, bereits sehr gering
ist, so daß nur noch erheblich wenige Wärmeenergie aus der Prozessluft entnommen
wird, um das Wasser aus der Wäsche zu verdunsten. Daher bleibt ein Überschuß an Wärmeenergie
vorhanden, der die Temperatur der Abluft ansteigen läßt. Von hier an wird im allgemeinen
die Heizenergie im sich hier anschließenden dritten Trocknungsabschnitt III vermindert,
so daß die Temperatur der Abluft sich möglichst wieder bei 60° C einpendelt. Gegen
Ende des dritten Trocknungsabschnittes steigt die Temperatur dann abermals an, ein
Zeichen dafür, daß die in der Wäsche enthaltende Restfeuchte nur noch extrem klein
ist und die im System enthaltene Wärmeenergie ausreicht, um diesen Rest von Wäschefeuchtigkeit
noch zu verdunsten. Daher kann man nunmehr die Heizeinrichtung völlig abschalten und
sich mit dem weiteren Reversierantrieb der Trommel begnügen, das ist die sogenannte
Knitterschutz-Phase.
[0019] Beim in Fig. 1 dargestellten Prozeßablauf des Standes der Technik wird die Trommel
unsymmetrisch reversierend angetrieben, d.h. einer normal langen Linkslauf-Phase schließt
sich eine nur kurze Rechtslauf-Phase an. Die Heizeinrichtung ist in der Linkslauf-Phase
vollständig eingeschaltet und gibt volle Heizleistung ab. Während der Rechtslauf-Phase
muß die Heizeinrichtung abgeschaltet werden, damit bei der einhergehenden Luftleistungs-Verminderung
nicht die Temperatur der Prozeßluft zu hoch wird. Damit andererseits in der Rechtslauf-Phase
die Aufheizung nicht zu lange unterbrochen wird, ist Rechtslauf-Phase nur kurz bemessen.
Im allgemeinen bemißt man den Reversier-Rhythmus mit 60 zu 20 Sek. Eine typische
Anlaufphase (erster Trocknungsabschnitt I) kann 30 Minuten dauern. Bis zu deren Ende
ist die Temperatur der Abluft von 60° C erreicht. Der sich anschließende zweite Trock
nungsabschnitt II dauert bei einer vollen Wäschebeladung beispielsweise etwas über
60 Minuten. An seinem Ende steigt dann - wie beschrieben - die Temperatur an und löst
den Beginn des dritten Trocknungsabschnitts aus.
[0020] Um die Temperatur im dritten Trocknungsabschnitt nicht unter 45° sinken zu lassen,
schaltet man beim Erreichen von 45° C die Heizung wieder ein und - abgesehen von den
Rechtslauf-Phasen der Trommel und des Gebläses - erst wieder aus, wenn die Abschaltmarke
75° C wieder erreicht ist. Aus dem T-Diagramm in Fig. 1 ist bei einer derartigen Temperatursteuerung
der unstete Temperaturverlauf sehr gut zu erkennen. Sein Bild hängt davon ab, zu
welchen Zeitpunkten der Linkslauf-Phase oder der Rechts- lauf-Phase die Heizeinrichtung
ein- oder ausgeschaltet wird. Da dieser Temperaturverlauf ohnehin keinen definierten
Schluß über die End-Restfeuchte zuläßt, wird dieser dritte Trocknungsabschnitt III
nur noch rein zeitlich gesteurt. Im vorliegenden Beispiel aus dem Stand der Technik
wird der dritte Trocknungsabschnitt auf 8 Minuten begrenzt. An ihn schließt sich der
vierte Trocknungsabschnitt IV, die Knitterschutz-Phase an.
[0021] Beim erfindungsgemäßen Trocknungsverfahren kann mittels eines Eingriffs durch die
Bedienungsperson der Reversier-Antrieb für die Trommel - und damit auch für das Gebläse
- entweder für einen Teil des Trocknungsprozesses oder für den gesamten Trocknungsprozeß
ausgeschaltet werden. Beispielsweise wird beim Einschalten des Trommelantriebs lediglich
in der Linkslauf-Phase entsprechend der durchgezogenen Linie im Diagramm D der Figur
2 der Trommelantrieb nur für diese Laufrichtung betrieben, in der das Gebläse die
volle Luftleistung abgibt. Entsprechend wird die höchste Heizstufe 4 eingeschaltet
und eingehalten bis der zweite Trocknungsabschnitt II beendet ist. Dies geschieht
in gleicher Weise wie beim Stand der Technik: Beim Ansteigen der Temperatur auf eine
obere Temperaturmarke von beispielsweise 75° C wird die Heizeinrichtung ausgehend
von einem Signal eines Temperatursensors beispielsweise auf die Stufe 2 zurückgeschaltet
und gibt damit etwa die halbe Heizleistung ab. Dementsprechend sinkt die Temperatur
wieder auf etwa 60° C ab, bis erneut so wenig Heizenergie durch Aufnahme von Verdunstungswärme
aus der Prozeßluft entnommen wird, daß die Temperatur der Abluft abermals ansteigt.
Zwar kann man die Dauer des dritten Trocknungsabschnittes III gemäß dem Stand der
Technik zeitlich begrenzen; da die Temperatur bei Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens jedoch - wie beim zweiten Trocknungsabschnitt - einen annähernd reproduzierbaren
Verlauf nimmt, kann auch hier der abermalige Temperaturanstieg bis auf 75° C als Kriterium
für die Beendigung des dritten Trocknungsabschnitts III dienen. Damit wird der zusätzliche
Vorteil erkauft, daß das Trocknungsergebnis zumindest bei weitgehend homogenen Wäscheposten
reproduzierbar ist.
[0022] Gemäß einer strichpunktierten Linie in Figur 2 kann der Trommeltrockner stattdessen
so eingerichtet sein, daß der Trommelantrieb durch die von der Bedienungsperson eingeleitete
Schaltmaßnahme nur in der ersten Trocknungsphase I dauerhaft in die Linkslauf-Phase
geschaltet wird. Beim Erreichen einer Temperatur von 60° C der Abluft kann der Einrichtungs-Trommelantrieb
beispielsweise automatisch umgeschaltet werden auf symmetrischen Reversierantrieb.
Während der Linkslauf-Phase wird die Heizeinrichtung in Stufe 4 betrieben und kann
nach dem Umschalten auf Reversierantrieb während der jeweiligen Rechtslauf-Phase
auf eine geminderte Heizleistung umgeschaltet werden. Beispielsweise kann diese geminderte
Heizleistung im zweiten Trocknungsabschnitt II die Stufe 3 sein, die beispielsweise
eine 20%ige Heizleistungsverminderung bedeutet, wenn die volle Heizleistung nicht
die systembedingten Möglichkeiten ausschöpft. Dann kan hierbei noch sichergestellt
sein, daß bei einer noch relativ hochprozentigen geminderten Heizleistung die Temperatur
der Prozeßluft nicht übermäßig ansteigt, weil die volle Heizleistung geringer ausgelegt
ist als sie für die "richtige" Gebläse-Drehrichtung systembedingt sein dürfte. Dadurch
läßt sich auch im Reversierbetrieb ein annähernd gleichmäßiger Temperaturverlauf erzielen,
der besonders gegen Ende des zweiten Trocknungsabschnittes nicht zu unwägbaren Abschaltkriterien
führt.
[0023] Im Falle dieses zweiten Beispiels für den Trommelantrieb wird die Abschalttempratur
von 75° C etwas später erreicht als bei durchlaufendem Einrichtungs-Betreib. Dann
kann aber die Heizleistung in der Weise umgeschaltet werden, daß während der Linkslauf-Phase
die Stufe 2 und während der Rechtslauf-Phase die Stufe 1 der Heizeinrichtung eingeschaltet
werden. Dies führt insgesamt zu einer etwas niedrigeren Durchschnittstemperatur während
des dritten Trocknungsabschnitts III. Bei temperaturabhängiger Beendigung des dritten
Trocknungsabschnitts würde dies natürlich länger dauern als bei dem vorgenannten Beispiel.
Daher ist es zu empfehlen, die Heizungs-Teilleistungs-Steuerung an die dadurch erzielbaren
Ablufttemperaturen anzupassen. Bei geeigneter Auslegung des Systems ist nämlich möglicherweise
die Steuerung der Heizung während des dritten Trocknungsabschnitts zwischen den Stufen
2 und 3 möglicherweise besser geeignet.
[0024] Es leigt auch im Rahmen der Erfindung, den Wechsel vom Reversier-Betrieb auf Einrichtung-Betrieb
nicht nur auf die im ersten Trocknungsabschnitt befindliche Anlaufphase zu beschränken,
sondern diese Maßnahme auch im zweiten Trocknungsabschnitt aunzuwenden und gegebenenfalls
am Ende dieses Abschnittes umzuschalten auf Reversier-Antrieb. Hierfür können gegebenenfalls
auch unterschiedliche Schaltmaßnahmen vorgesehen sein, so daß die Bedienungsperson
die Wahl hat zwischen drei verschiedenen Antriebsarten. Auch kann die Leistungssteuerung
der Heizeinrichtung entsprechend ihren Teilleistungen eingerichtet sein, so daß es
durchaus möglich ist, im zweiten Trocknungsabschnitt zwischen der zweiten und vierten,
der zweiten und dritten oder der ersten und dritten Stufe hin und her zu schalten.
Ebenso kann es sich als vorteilhaft erweisen, im dritten Trocknungsabschnitt die Heizleistungen
anders hin und her zu schalten als im dargestellten Beispiel.
[0025] Die in Figur 3 gegebene Darstellung eines Trommeltrockners erlaubt die Durchsicht
durch seine einzelnen Baugruppen. Eine horizontal gelagerte Wäschetrommel 1 ist an
ihrer Beschickungsöffnung 2 mit einem Abluftkanal 3 verbunden. Dieser leitet die aus
der Trommel abgeführte Abluft beispielsweise durch einen nicht näher dargestellten
Kondensatabscheider 4 zu dem zentralen Eingang eines Gebläsegehäuses 5, dessen tangentialer
Ausgang (hier nicht erkennbar) in einen mit Heizkörpern 6 bestückten Prozeßluftkanal
7 mündet. Dieser ist wiederum an die rückseitige Eingangsöffnung 8 der Wäschetrommel
1 angeschlossen. Zur Steuerung der Heizung 6 dienen ein Abluft-Temperatursensor 9
im Abluftkanal 3 und ein Heizungs-Temperatursensor 10 im Prozeßluftkanal 7.
[0026] Die Wäschetrommel 1 kann über einen Riemen 11 von einem drehrichtungsumsteuerbaren
Elektromotor 12 angetrieben werden, dessen Welle außerdem drehfest mit dem Gebläserad
13 verbunden ist. Zur Steuerung des Motors und der Heizung unter Berücksichtigung
der Signale von den Temperatursensoren dient ein Steuergerät 14, das durch eine oder
mehrere Bedienungshandhaben 15 wunschgemäß einstellbar ist.
[0027] Die in Figur 4 dargestellte Schaltunganordnung verdeutlicht die Aufteilung der Heizeinrichtung
6 in einzelne Heizwicklungen 16, 17 und 18. Der Antriebsmotor 12 ist auf übliche Weise
mit einem Phasendrehkondensator 19 und einem Reversierkontakt 20 eines Reversier-Gebers
21 drehrichtungsumkehrbar geschaltet. Mittels eines von Hand betätigbaren Schalters
22 kann die Drehrichtungsumkehr wirkungslos geschaltet werden, indem der Phasendrehkondensator
19 kurzgeschlossen wird. Der Kurzschluß kann wiederum mittels eines Schalters 23 aufgehoben
werden, der von einem Temperaturgeber 24 gesteuert wird. Der von Hand betätigbare
Schalter 22 kann in seiner Arbeitslage zunächst arretierbar ausgebildet sein. Besonders
vorteilhaft wird er weiterhin so eingerichtet, daß er entweder beim Ansprechen der
Schalteinrichtung 24, 23, 25 oder am Programmende durch Einwirkung des abgelaufenen
Zeitsteuerwerkes 29 in seine gezeichnete Ruhelage zurückkehrt. Der Temperaturgeber
24 kann beispielsweise auf 60° eingestellt sein, um den Schaltpunkt zu definieren,
der das Ende des ersten Trocknungsabschnittes I in Figur 2 bezeichnet. Dieser Temperaturgeber
24 hat einen weiteren Schalter 25, der einen der Heizwiderstände, nämlich den Heizwiderstand
16, unterhalb von 60° C kurzschließen kann. In der Anlaufphase, dem ersten Trocknungsabschnitt
I, ist daher der Kurzschlußstromkreis für den Heizwiderstand 16 geschaltet, so daß
die volle Spannung zwischen den Leitungen 27 und 28 einmal auf den Heizwiderstand
17 und parallel dazu über den Programmschalter 31 auf den Heizwiderstand 18 wirkt.
Die Heizeinrichtung ist so ausgelegt, daß beim parallelen Betrieb dieser beiden Heizwiderständer
17 und 18 3000 W Heizleistung geschaltet sind.
[0028] Ist durch ihre Wärmeabgabe die Anlaufphase mit Erreichen des 60° C-Punktes abgeschlossen,
dann öffnet der Temperaturgeber 24 mit seinem Schalter 25 den Kurzschlußstromkreis
für den Heizwiderstand 16, so daß nunmehr die Widerstände 16 und 17 in Reihe an Spannung
leigen und gemeinsam eine kleinere Leistung abgeben. Dadurch wird die insgesamt abgegebene
Leistung gesenkt auf 2500 W. Dies geschieht allerdings nur in der Rechtslauf-Phase,
weil in dieser Phase ein Schalter 26 des Reversierwerkes 21 geöffnet ist. In der
Linkslauf-Phase des Antriebsmotors soll die Heizeinrichtung nämlich die volle Heizleistung
von 3000 W abgeben. Daher ist der Reversierwerk-Schalter 26 immer nur in der Linkslauf-Phase
geschlossen. Dies entspricht dem Programmablauf entsprechend der strichpunktierten
Diagrammlinie in Figur 2.
[0029] Durch das Zeitsteuerwerk 29 können weitere Schaltmaßnahmen eingeleitet werden. Hierzu
gehört der Schalter 30, der die gesamte Heizeinrichtung von der Spannung abtrennen
kann. Dies ist beispielsweise im vierten Programmabschnitt erforderlich. Ferner kann
durch den Schalter 31 des Zeitsteuerwerkes die Heizleistungs-Abgabe auf die Widerstände
16 und 17 beschränkt werden, die in Reihenschaltung eine Leistung von 1300 W haben.
Wird in dieser Schaltung der Heizwiderstand 16 durch den Reversierschalter 26 oder
den Temperaturschalter 25 überbrückt, dann ergibt sich für den allein an Spannung
liegenden Widerstand 17 eine Leistungsabgabe von 1800 W. Hierdurch sind insgesamt
4 Heizungsstufen definierbar, so daß entsprechend dem in Figur 2 anhand der strichpunktierten
Linie dargestellten Ausführungsbeispiel im dritten Trocknungsabschnitt III die Heizeinrichtung
zwischen den Temperaturstufen 1 und 2, nämlich zwischen 1300 und 1800 W, hin und her
geschaltet werden kann. Das Zeitsteuerwerk 29 kann auf reine Zeitsteuerung ausgelegt
sein oder mittels sogenannter Temperaturwarteschritte zustandsabhängige Steuerungsphasen
enthalten. Ein solcher Temperaturwarteschritt liegt beispielsweise bei 75 min. im
Diagramm der Figur 2. Er könnte auch an der Zeitmarke 83 min. eingebaut sein, um das
Ende des dritten Trocknungsabschnitts durch Temperatursteuerung zu definieren.
[0030] Der Temperatursensor 10 im Prozeßluftkanal 7 (Figur 3) liegt als Zweifachschalter
im Stromkreis der Heizeinrichtung. Er dient dazu, beispielsweise beim Ausfall des
Gebläses eine Überhitzung der Prozeßluft zu vermeiden, indem er die Heizeinrichtung
beidpolig abschaltet.
[0031] Eine etwas einfachere Ausgestaltung der Heizeinrichtung ist in Figur 5 als Auszug
aus einer Schaltungsanordnung gemäß Fig. 4 dargestellt, die zwei Heizwiderstände 32
und 33 enthält. Sie können durch Wechselschalter 34 und 35 des Zeitsteuerwerks und/oder
des Reversierwerks und/oder Temperatursensoren in drei Heizungsstufen geschaltet werden.
Bei der dargestellten Lage der Schalter ist lediglich der Heizwiderstand 32 an Spannung
gelegt, nach Wechsel des Schalters 34 liegt nur der Heizwiderstand 33 vollständig
an Spannung. Wird statt des Schalters 34 der Schalter 35 aus der gezeichneten Lage
gewechselt, dann liegen beide Heizwiderstände 32 und 33 in Reihe an Spannung. Es ist
Aufgabe des Schaltungstechnikers, die Heizwiderstände 32 und 33 so zu bestimmen, daß
sich einigermaßen gleichmäßige Abstände der Leistungs-Werte bei den unterschiedlichen
Schaltungsarten ergeben. Damit sind drei Heizungsstufen schaltbar. Bei Verwendung
eines weiteren einfachen Ausschalters können sogar vier Heizstufen schaltbar sein;
dann lassen sich nämlich auch beide Heizwiderstände 32 und 33 parallel an Spannung
legen.
1. Verfahren zum Trocknen von Wäschestücken in einem Trommeltrockner, in dem die Wäsche
durch Drehung der Wäschetrommel umgewälzt wird, die gemeinsam mit einem Prozeßluftgebläse
angetrieben und von der erwärmten Prozeßluft durchströmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Wäsche in einem ersten Trocknungsabschnitt (I) in wechselnder Drehrichtung
(l, r)oder wahlweise nur in der einen Drehrichtung (l), in der das Gebläse die volle
Luftleistung hat, umgewälzt und in der einen Drehrichtung von hocherwärmter Prozeßluft
durchströmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem zweiten Trocknungsabschnitt
(II), der beim Erreichen einer der vorbestimmten Trokkentemperatur nahekommenden
Temperatur (z.B. 60° C) der Abluft beginnt, die Wäsche ausschließlich in wechselnden
Drehrichtungen (l, r) umgewälzt wird, wobei während der Gebläse-Drehrichtung (r) mit
der geminderten Luftleistung die Prozeßluft mit einer ebenfalls geminderten Heizleistung
beaufschlagt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Prozeßluft im
ersten Trocknungsabschnitt (I) während der Gebläse-Drehrichtung (r) mit der geminderten
Luftleistung ebenfalls mit einer geminderten Heizleistung beaufschlagt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in einem
dritten Trocknungsabschnitt (III), der bei einer Restfeuchte der Wäsche von maximal
30 % beginnt, die Wäsche ausschließlich in wechselnden Drehrichtungen (l, r) umgewälzt
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Prozeßluft während
der Gebläse-Drehrichtung (l) für die volle Luftleistung im dritten Trocknungsabschnitt
(III) mit einer geminderten Heizleistung beaufschlagt wird und während der Drehrichtung
(r) für die geminderte Luftleistung ungeheizt bleibt.
6. Trommeltrockner zur Ausübung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dessen
Wäschetrommel reversierend betrieben werden kann und mit einem Prozeßluft-Gebläse
antriebsseitig gekoppelt ist, das zusammen mit einer Heizeinrichtung in einem Prozeßluft-Kanal
angeordnet, ist mit einer Schalvorrichtung zum Steuern der Heizeinrichtung, dadurch
gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung (6) beim Antrieb des Gebläses (5) in der Drehrichtung
(l) für volle Luftleistung mit hoher Heizleistung, hingegen beim Antrieb des Gebläses
in der Drehrichtung (r) für geminderte Luftleistung auf geminderte Heizleistung schaltbar
ist.
7. Trommeltrockner nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltvorrichtung
(25) von einem Temperatursensor (24) steuerbar ist, der beim Erreichen einer der
vorbestimmten Trockentemperatur nahekommenden Temperatur (z.B. 60° C) der Abluft einen
Schaltvorgang im Sinne der Maß nahmen für den zweiten Trocknungsabschnitt (II) auslöst.
8. Trommeltrockner nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Wäschetrommel-Antrieb
(12) durch die Schaltvorrichtung (24, 23) von stetigem Betrieb in Reversierbetrieb
oder umgekehrt umschaltbar ist.
9. Trommeltrockner nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaltvorrichtung (25) von einer Meßeinrichtung beim Feststellen einer Restfeuchte
der Wäsche von maximale 30 % automatisch betätigbar ist und den zweiten Trocknungsabschnitt
(II) beendet.
10. Trommeltrockner nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
ein von Hand bedienbarer Schalter (22) vorgesehen ist, durch dessen Betätigung der
Wäschetrommel-Antrieb (12) vom Reversierbetrieb auf stetigen Betrieb umschaltbar und
durch die Schaltvorrichtung (24, 23) wider zurückschaltbar ausgebildet ist, und daß
beim Betätigen des Schalters (22) ferner die Heizeinrichtung (6) auf hohe Leistung,
hingegen beim Ansprechen der Schalteinrichtung (24, 23, 25) zumindest während des
Betriebes des Gebläses (5) in der Drehrichtung (r) für die geminderte Luftleistung
auf geminderte Heizleistung schaltbar ist.
11. Trommeltrockner nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizeinrichtung (6) vom Reversierwerk (21) auf hohe Heizleistung, wenn das
Gebläse (6) in der Drehrichtung (l) mit hoher Luftleistung arbeitet, hingegen auf
geminderte Heizleistung schaltbar ist, wenn das Gebläse (5) in der Drehrichtung (r)
mit geminderter Luftleistung arbeitet.