<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE ep-patent-document PUBLIC "-//EPO//EP PATENT DOCUMENT 1.1//EN" "ep-patent-document-v1-1.dtd">
<ep-patent-document id="EP89113771A1" file="EP89113771NWA1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="0358902" kind="A1" date-publ="19900321" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-1">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>..BE..DE..ESFRGB..IT....NL........................</B001EP><B005EP>R</B005EP></eptags></B000><B100><B110>0358902</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG</B121></B120><B130>A1</B130><B140><date>19900321</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>89113771.3</B210><B220><date>19890726</date></B220><B240></B240><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B300><B310>3828654</B310><B320><date>19880824</date></B320><B330><ctry>DE</ctry></B330></B300><B400><B405><date>19900321</date><bnum>199012</bnum></B405><B430><date>19900321</date><bnum>199012</bnum></B430></B400><B500><B510><B516>5</B516><B511> 5C 10B  33/00   A</B511></B510><B540><B541>de</B541><B542>Absaughaube für die beim Ausbringen des Kokses aus einer Koksofenkammer auftretenden Emissionen</B542><B541>en</B541><B542>Extraction hood for emissions occurring when coke is discharged from a coke oven</B542><B541>fr</B541><B542>Hotte d'aspiration pour les émissions se dégageant lors du déchargement du coke des fours à coke</B542></B540><B560></B560></B500><B700><B710><B711><snm>HARTUNG, KUHN &amp; CO.
MASCHINENFABRIK GMBH</snm><iid>00400860</iid><irf>N5043/HKC/Europ</irf><adr><str>Altendorfer Strasse 120</str><city>D-45143 Essen</city><ctry>DE</ctry></adr></B711></B710><B720><B721><snm>Schröter, Horst, Dipl.-Ing.</snm><adr><str>Berliner Höhe 68</str><city>D-4069 Viersen 1</city><ctry>DE</ctry></adr></B721></B720></B700><B800><B840><ctry>BE</ctry><ctry>DE</ctry><ctry>ES</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>IT</ctry><ctry>NL</ctry></B840></B800></SDOBI><!-- EPO <DP n="9"> -->
<abstract id="abst" lang="de">
<p id="pa01" num="0001">Diese ist aus zwei oder mehreren Kaminen (1; 2) zusammen­gesetzt und weist insgesamt einen Absaugquerschnitt auf, der größer ist als die Grundfläche des verwendeten Koks­verlade- und -löschwagens (4). Dabei weisen die einzelnen Kamine (1; 2) zu den dazugehörigen Schloten (6) hin eine Verjüngung auf.  <img id="iaf01" file="imgaf001.tif" wi="89" he="112" img-content="drawing" img-format="tif"/></p>
</abstract><!-- EPO <DP n="1"> -->
<description id="desc" lang="de">
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft eine am Kokskuchenführungswagen be­festigte Absaughaube für die beim Ausbringen des Kokses aus einer Koksofenkammer auftretenden Emissionen.</p>
<p id="p0002" num="0002">Beim Ausbringen (Drücken) des Kokses aus den Koksofenkam­mern in den Koksverlade- und -löschwagen entstehen beim Zusammenbrechen des glühenden Kokskuchens Gemische aus Staub, Luft und Gas, die als aufsteigende dunkle Wolke die Atmosphäre verunreinigen und die Umgebung belästigen. Die hierbei gebildeten Gase, die durch Verbrennung von Ober­flächenkoks mit der Umgebungsluft entstehen, sind aggres­siv und wirken insbesondere in Verbindung mit Wasser korro­siv auf in der Umgebung befindliche Maschinen- und Anla­genteile.</p>
<p id="p0003" num="0003">Um ein ungehindertes Austreten dieser Emissionen in die Atmosphäre zu verhindern, ist es deshalb bereits bekannt, den Kokskuchenführungswagen, durch den das Drücken des Kokses aus der Koksofenkammer bewerkstelligt wird, mit einer Absaughaube zu versehen, durch die die auftreten­den staubbeladenen Gase abgesaugt und in der die Stäube niedergeschlagen werden sollen. Hierfür sind bereits ver­schiedene konstruktive Ausführungsformen bekannt.</p>
<p id="p0004" num="0004">So werden zum Beispiel in der DE-AS 17 71 506 und der DE-PS 30 38 519 Absaughaubenkonstruktionen beschrieben,<!-- EPO <DP n="2"> --> bei denen die Absaugung der staubbeladenen Gase nur durch den thermischen Auftrieb bewerkstelligt wird, der durch die hohe Temperaturdifferenz zwischen dem gedrückten glü­henden Koks und der Umgebungsluft hervorgerufen wird. Derartige Absaughaubenkonstruktionen, die auch als Ka­mine bezeichnet werden, können dabei mit Flüssigkeits­bedüsungs- und -abscheideeinrichtungen versehen sein, durch die die benetzten Staubteilchen abgeschieden und abgeführt werden können. Derartige nur die Thermik nutzende Haubensysteme sind zwar weniger aufwendig und damit wirtschaftlicher als andere Systeme, die mit Ven­tilatoren oder Gebläsen arbeiten. Nachteilig bei den bisher bekannten Konstruktionen ist jedoch, daß sie während des Drückvorganges immer nur einen Teil der Grundfläche des Koksverlade- und -loschwagens überdecken. Daher liegt, wenn beim Drücken des Kokses der Koksver­lade- und -löschwagen verfahren wird, immer ein Teil des glühenden Kokses außerhalb des Absaugquerschnittes des Haubensystems, so daß in diesem Bereich die staubbela­denen Gase ungehindert in die Atmosphäre entweichen können.</p>
<p id="p0005" num="0005">Aus der DE-OS 29 52 179 ist zwar eine Haubenkonstruktion bekannt, bei der die Haube zumindest teilweise die Auf­nahmefläche des Koksverlade- und -löschwagens für den glühenden Koks überdeckt. Die Haube ist hierbei jedoch mit dem Koksverlade- und -löschwagen fest verbunden und mit ihm bis zum Löschturm verfahrbar, was eine aufwen­dige und damit teure und unwirtschaftliche Konstruktion bedingt.</p>
<p id="p0006" num="0006">Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Absaughaubenkonstruktion zu schaffen, die einerseits<!-- EPO <DP n="3"> --> ein ungehindertes Entweichen der beim Ausbringen des Kokses aus einer Koksofenkammer auftretenden Emissionen in die Atmosphäre weitestgehend ausschließt und die sich andererseits durch eine möglichst einfache und da­mit wirtschaftliche Bauweise auszeichnet.</p>
<p id="p0007" num="0007">Diese Aufgabe wird gelöst durch eine am Kokskuchenfüh­rungswagen befestigte Absaughaube, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß dieselbe aus zwei oder mehreren Kaminen zusammengesetzt ist und insgesamt einen Absaugquerschnitt aufweist, der größer ist als die Grund­fläche des verwendeten Koksverlade- und -löschwagens, wobei die einzelnen Kamine zu den dazugehörigen Schlo­ten hin eine Verjüngung aufweisen.</p>
<p id="p0008" num="0008">Durch die Anwendung der erfindungsgemäßen Konstruktion wird sichergestellt, daß sich während des gesamten Drück­vorganges der im Koksverlade- und -löschwagen befind­liche Koks immer unterhalb eines Absaugquerschnittes eines Kamins befindet, so daß auch beim Verfahren des Koksverlade- und -loschwagens keine staubbeladenen Gase in die Atmosphäre gelangen können. Die Zahl der Kamine, aus denen die erfindungsgemäße Absaughaube zusammenge­setzt ist, richtet sich selbstverständlich nach den praktischen Gegebenheiten, insbesondere natürlich nach der Menge der anfallenden staubbeladenen Gase und der Länge der Strecke, die vom Koksverlade- und -löschwa­gen während des Drückvorganges durchfahren werden muß. Es muß hierbei in jedem Falle sichergestellt werden, daß diese Strecke vom Anfangs- bis zum Endpunkt von den Ab­saugquerschnitten der einzelnen Kamine überdeckt ist.<!-- EPO <DP n="4"> --></p>
<p id="p0009" num="0009">Durch die Ausnutzung der Thermik entfallen bei der er­findungsgemäßen Vorrichtung in den hintereinander ge­schalteten Kaminen zusätzliche mechanische Saugvorrich­tungen. Da die einzelnen Kamine zum Schlot hin eine un­terschiedliche Verjüngung aufweisen können, ist es mög­lich, die Sogwirkung der Thermik, die ja abhängig ist vom Grad der Verjüngung, dem Anfall der staubbeladenen Gase anzupassen. Hierbei wird zweckmäßigerweise die Ver­jüngung der Kamine umso größer, je größer der Abstand des jeweiligen Kamins von der gedrückten Koksofenkammer ist. Dadurch wird sichergestellt, daß auch bei schwächer werdender Emission eine vollständige Absaugung der staub­beladenen Gase gegeben ist.</p>
<p id="p0010" num="0010">Die Anwendung der erfindungsgemäßen Absaughaube ist be­sonders vorteilhaft bei herkömmlichen langen und flachen Koksverlade- und -löschwagen mit schrägem Boden.</p>
<p id="p0011" num="0011">Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den vorliegenden Unteransprüchen und sollen nachfolgend an Hand der Abbildungen erläutert werden, die ein Ausfüh­rungsbeispiel betreffen. Hierbei zeigen:
<ul id="ul0001" list-style="none">
<li>Fig. 1 eine vereinfachte schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Absaughaube und</li>
<li>Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II - II′ in Fig. 1.</li>
</ul></p>
<p id="p0012" num="0012">Die in Fig. 1 dargestellte Absaughaube ist aus den zwei Kaminen 1 und 2 zusammengesetzt, die über das Zwischen­stück 3 miteinander verbunden sind. Unter den Kaminen 1 und 2 fährt während des Drückvorganges der Koksverlade-<!-- EPO <DP n="5"> --> und -löschwagen 4 entlang. Dieser nimmt beim Beginn des Drückvorganges mit seinem vorderen Kopfende die Stellung A ein, während sich bei Beendigung des Druckvorganges das vordere Kopfende in Stellung B befindet. Die zu drückende Koksofenkammer trägt hierbei das Bezugszei­chen 5. Bei Beginn des Drückvorganges (Stellung A) wer­den die staubbeladenen Gase im wesentlichen nur durch den ersten Kamin 1 abgesaugt. Im weiteren Verlauf des Druckvorganges wird dann der Koksverlade- und -lösch­wagen 4 immer mehr in Richtung auf B hin verfahren, so daß die Absaugung der staubbeladenen Gase in zunehmen­dem Maße auch durch den Kamin 2 erfolgt, wie dies durch die Pfeile in Fig. 1 angedeutet wird. Die Stellung des Koksverlade- und -löschwagens 4 bei Beginn des Drück­vorganges ist in der Abbildung durch die unterbrochen gezeichneten Linien markiert, während die Stellung bei Beendigung des Drückvorganges durch die ausgezogenen Linien markiert ist. Man erkennt hieraus, daß sich wäh­rend des gesamten Drückvorganges die gesamte mit glühen­dem Koks bedeckte Grundfläche des Koksverlade- und -löschwagens 4 immer unterhalb der Absaugquerschnitt der Kamine 1 und/oder 2 befindet. Ein Entweichen der staubbeladenen Gase in die Atmosphäre ist deshalb prak­tisch ausgeschlossen.</p>
<p id="p0013" num="0013">Die Darstellung in Fig. 1 läßt ferner erkennen, daß die Kamine 1 und 2 zu den dazugehörigen Schloten 6 hin eine Verjüngung aufweisen. Hierbei ist diese Verjüngung beim Kamin 2 größer als beim Kamin 1. Dadurch wird der Tat­sache Rechnung getragen, daß mit zunehmendem Abstand von der Koksofenkammer 5 die Menge der aus dem glühen­den Koks aufsteigenden staubbeladenen Gase abnimmt, wes­halb die Sogwirkung im Kamin 2 größer sein muß als im<!-- EPO <DP n="6"> --> Kamin 1. In den Schloten 6 ist jeweils eine Sprüh- und Abscheideeinrichtung 7 vorgesehen, durch die die mit den heißen Gasen aufsteigenden Stäube abgeschieden werden. Außerdem weisen die Schlote 6 zur Verbesserung der Sog­wirkung an ihrem oberen Ende eine diffusorartige Erwei­terung 8 auf.</p>
<p id="p0014" num="0014">Fig. 2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie II - II′ durch die in Fig. 1 dargestellte Absaughaube.</p>
</description><!-- EPO <DP n="7"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-0001" num="">
<claim-text>1. Am Kokskuchenführungswagen befestigte Absaughau­be für die beim Ausbringen des Kokses aus einer Koksofenkammer auftretenden Emissionen, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe aus zwei oder meh­reren Kaminen (1; 2) zusammengesetzt ist und ins­gesamt einen Absaugquerschnitt aufweist, der größer ist als die Grundfläche des verwendeten Koksverlade- und -löschwagens (4), wobei die einzelnen Kamine (1; 2) zu den dazugehörigen Schloten (6) hin eine Verjüngung aufweisen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0002" num="">
<claim-text>2. Absaughaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­net, daß die einzelnen Kamine (1; 2) eine unter­schiedliche Verjüngung aufweisen, wobei die Ver­jüngung von der Menge der in den einzelnen Be­reichen des Absaugquerschnittes auftretenden Emissionen in der Weise abhängig ist, daß sie im Bereich der geringsten Emissionen am stärksten ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0003" num="">
<claim-text>3. Absaughaube nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Absaugquerschnit­tes insgesamt so bemessen ist, daß die gesamte vom Koksverlade- und -löschwagen (4) während des Drückvorganges durchfahrene Strecke vom Absaug­querschnitt überdeckt ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0004" num="">
<claim-text>4. Absaughaube nach den Anspruchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Schloten (6) eine<!-- EPO <DP n="8"> --> Sprüh- und Abscheideeinrichtung (7) eingebaut ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0005" num="">
<claim-text>5. Absaughaube nach den Anspruchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlote (6) an ihrem oberen Ende eine diffusorartige Erweiterung (8) aufweisen.</claim-text></claim>
</claims>
<drawings id="draw" lang="de">
<figure id="f0001" num=""><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="166" he="216" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
<figure id="f0002" num=""><img id="if0002" file="imgf0002.tif" wi="151" he="205" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
</drawings>
<search-report-data id="srep" lang="de" srep-office="EP" date-produced=""><doc-page id="srep0001" file="srep0001.tif" wi="186" he="276" type="tif"/></search-report-data>
</ep-patent-document>
