[0001] Die Erfindung betrifft eine Leiter mit zwei Holmen und in diesen eingesetzten Sprossen,
wobei die Holmen als Hohlträger ausgebildet sind und die Sprossen mit ihren Enden
in Oeffnugnen in den Holmen eingesteckt und dort formschlüssig gehalten sind.
[0002] Bekannte Leitern, deren Holme und Sprossen aus Kunststoff hergestellt sind, weisen
verschiedene Formen auf (CH-PS 606 760). Der Vorteil dieser Leitung besteht darin,
dass sie weitgehend witterungsfest und auch einer Korrosion praktisch nicht unterworfen
sind. Die Lagerung solcher Leitern ist deshalb problemlos, da zudem Ihr Gewicht gegenüber
Leitern aus Holz verhältnismässig klein ist. Andererseits hat die leichte Transportmöglichkeit
einer solchen Leiter zur Folge, dass sie überall mitgenommen werden kann, auch von
nicht dazu berechtigten Personen. Es ist deshalb bekannt, Leitern aus Holz mit gut
sichtbaren Farben, Initialen und Namen zu versehen. Solche Anstriche oder Bemalungen
können verhältnismässig leicht entfernt werden, so dass ihr Besitzer nachher kaum
mehr feststellbar ist.
[0003] Es hat deshalb nicht an Anstrengungen gefehlt, hier Abhilfe zu schaffen.
[0004] Es ist eine Leiter bekannt, deren Sprossen derart in den Holmen befestigt sind, die
nicht mehr daraus entfernt werden können (CH-PS 629 568). Bei dieser Leiter ist jedes
Ende einer Sprosse in einem Einsatzstück aus elastischem Material gelagert, das im
Innern des Holms verankert ist und weitere Verankerungsnocken aufweist, die in Bohrungen
von in den Enden der Sprossen angeordneten Vertiefungen einrasten. Die Enden werden
hierbei unter leichter Verformung des Einsatzstückes eingesetzt und sind dann nicht
mehr lösbar. Ein Lösen des Sprossenendes aus dem in den Holmen eingesetzten Einsatzstück
ist nur unter Zerstörung des Holms möglich.
[0005] Hier setzt die Erfindung ein, der die Aufgabe zugrundeliegt, eine Leiter der eingangs
beschriebenen Art so zu kennzeichnen, dass die Kennzeichnung einerseits gut sichtbar
ist und andererseits nicht ohne Zerstörung der Leiter entfernt werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass mindestens eine Sprosse
der Leiter aus einem durchsichtigen Kunststoff hergestellt ist, deren Enden nichtlösbar
in den beiden Holmen eingesetzt sind. Dadurch dass die Sprosse aus einem durchsichtigen
Material hergestellt wird, kann die Kennzeichnung in die Sprosse verlegt werden, aus
welcher sie dann nur noch durch Zerstörung der Sprosse entfernt werden kann.
[0007] Zu diesem Zweck wird zweckmässig die Sprosse als Hohlkörper ausgebildet, wobei als
bevorzugte Ausführungsform die Sprosse als polygonförmiger, beispielseise quadratförmiger
Hohlkörper ausgebildet ist. Die Hohlkörperform der Sprosse ermöglicht es, im Hohlraum
der Sprosse eine Kennzeichnung, z.B. einen Namen oder ein Farbbild, einzulegen, welches
dann nicht mehr ohne Zerstörung der Leiter entfernt werden kann. Damit der Sprosse
die notwendige Festigkeit erteilt werden kann, werden zweckmässig die Wände des Hohlkörpers
durchsichtig ausgebildet, wobei in den Ecken der Polygonform eine Armierung z.B. ein
Glasfaserstrang eingebettet ist.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und nachfolgend
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer aus zwei Holmen bestehenden Leiter, die
durch eine Anzahl Sprossen miteinander verbunden sind,
Fig. 2 einen schematisch dargestellten Schnitt eines Ausschnittes der Leiter, welcher
in Fig. 1 durch einen Kreis bezeichnet ist in vergrösserter Darstellung, und
Fig. 3 einen schematisch dargestellten Schnitt der Sprosse nach Fig. 2, längs der
Linie III - III in Fig. 2.
[0009] Die in Fig. 1 dargestellte Leiter weist zwei Holmen 1 auf, die durch Sprossen 2 miteinander
verbunden sind. Die Länge der Leiter oder die Möglichkeit der Leiter in eine Bockleiter
umzuklappen, kann in beliebiger Weise verwirklicht werden.
[0010] Wesentlich bei der Leiter ist es, dass mindestens eine Sprosse 22 aus einem durchsichtigen
Kunststoff hergestellt ist. Hierzu kann ein durchsichtiges Polyvinylchlorid (PVC)
verwendet werden, das eine hohe Härte und eine hohe Zähigkeit aufweist.
[0011] Aus Fig. 2 und 3 sind die Details der Ausbildung der Sprosse 22 und deren Verbindung
mit dem Holm 1 dargestellt, wobei Fig. 2 die Verbindung eines Endes 21 der Sprosse
22 mit dem Holm 1 zeigt, während in Fig. 3 die Ausbildung der Sprosse 22 im Detail
dargestellt ist.
[0012] Am Ende 21 der Sprosse 22 ist ein Einsatzstück 5 aus elastischem Material aufgeschoben,
das im wesentlichen becherförmig ausgebildet ist. Der Einsatzkörper 5 weist einen
zylinderförmigen Körper 6 auf, welcher entsprechend der quadratischen Querschnittform
der Sprosse 22 ein Vierkantzylinder ist. An dem einen Ende des zylinderförmigen Körpers
6 schliesst ein Flansch 7 an, während an dem andern Ende der zylinderförmige Körper
6 durch einen Boden 8 abgeschlossen ist. Der Boden 8 weist einen nach aussen abstehenden
Zapfen 9 mit einer Verdickung 10 auf, die sich durch eine Bohrung 30 in der Wand 25
des Holms 1 erstreckt. Durch die Verdickung 10 wird der Boden 8 formschlüssig in der
Bohrung 30 gehalten. Der Holm 1 ist als rechteckförmiger Hohlkörper ausgebildet, dessen
der Wand 25 gegenüberliegende Wand eine entsprechende quadratische Oeffnung 26 zur
Aufnahme des Einsatzstückes 5 aufweist. Die Wände 12 des zylinderförmigen Körpers
6 weisen Schlitzpartien 13 auf, von denen Rippen 14 abragen. Wird das Einsatzstück
5 mit dem Ende 21 der Sprosse 22 durch die Oeffnung 26 in der Wand 11 des Holmes 1
eingeführt, stehen die Rippen 14 vor, so dass das Einsatzstück 5 nicht mehr aus der
Oeffnung 26 entfernt werden kann. Zusammen mit der Verdickung 10 bilden die Rippen
14 eine nicht mehr lösbare Halterung des Einsatzstückes 5 im Holm 1.
[0013] Mit dieser Ausbildung des Einsatzstückes 5 wäre jedoch das Ende 21 der Sprosse 22
noch nicht gehalten. Damit auch das Ende 21 nicht mehr aus dem Einsatzstück entfernbar
ist, ist mindesten bei zwei Seitenwänden 11 des zylinderförmigen Körpers 6 ein Zapfen
16 angeformt, der beim Einführen des Endes 21 in das Einsatzstück in eine Bohrung
19 in der Wand der Sprosse 22 einrastet.
[0014] Durch die Verdickung 10 des Zapfens 9 und die Rippen 14 in den Seitenwänden 11 des
zylinderförmigen Körpers 6 wird das Einsatzstück 5 nicht mehr lösbar im Holm 1 gehalten,
während das Ende 21 und damit die Sprosse 22 durch die Zapfen 16 gehalten ist. Da
alle Sprossen 2 und 22 auf diese Weise mit den Holmen 1 verbunden werden, entsteht
eine Leiter, die nur noch durch Zerstörung eines Teils gelöst werden kann.
[0015] Die Sprosse 22 ist, siehe Fig. 3, ein quadratischer Körper, dessen Wände 27 durchsichtig
sind. Damit keine Rutschgefahr besteht, kann die Aussenseite einer Wand 27 mit Rillen
28 versehen werden. Diese Rillen beeinträchtigen jedoch die Durchsichtigkeit der Wand
27 nicht.
[0016] Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass in den Ecken der Sprosse 22 Armierungen 23 eingebettet
sind. Diese Armierung kann beispielsweise aus Glasfasern bestehen, die sich über die
Länge der Sprosse erstrecken. Dadurch erhält die Sprosse 22 eine zusätzliche Festigkeit,
so dass sie grosse Gewichte problemlos abstützen und auf die Holmen 1 ableiten kann.
[0017] Der Innenraum 29 der Sprosse 22 kann nun dazu benützt werden, eine Kennzeichnung
einzuschieben, die wegen der beschriebenen Verankerung zwischen Sprosse 22 und Holm
1 nicht ohne Zerstörung eines Teils zugänglich ist. Hierzu kann ein Einsatzblatt 24
in den Innenraum 29 eingeschoben werden, welches mit einer Kennzeichnung, z.B. mit
einer Schrift, einer Färbung o.dgl. versehen ist. Das Einsatzblatt 24 wird in den
Innenraum 29 der Sprosse 22 eingeschoben und ist, da ja die Sprossenwände 27 durchsichtig
sind, gut erkennbar. Hierbei ist es zweckmässig, das Einsatzblatt 24 so auszuführen,
dass es satt passend in den Inneraum 29 eingeschoben werden kann, so dass es sich
nicht mehr verschieben kann.
[0018] Nachdem das Einsatzblatt 24 an der gewünschten Stelle eingeschoben ist, wird die
Leiter mit der Sprosse 22 fertig montiert.
[0019] Es ist möglich, die Kennzeichnung auf beiden Seiten des Einsatzblattes 24 anzubringen.
Es ist jedoch auch möglich, zwei oder mehr durchsichtige Sprossen 22 in einer Leiter
anzuordnen, so dass eine vielfache Kennzeichnung möglich ist. Besonders bei Leitern,
die sowohl als gestreckte Leiter als auch als Bockleiter aufstellbar sind, ist es
zweckmässig, nicht nur eine Sprosse als durchsichtige Sprosse 22 auszubilden. Dank
der Armierung 23 weist auch die durchsichtige Sprosse 22 dieselbe Festigkeit auf wie
die übrigen Sprossen 2, die beispielsweise aus einem massiven Kunststab bestehen.
1. Leiter mit zwei Holmen (1) und in diesen eingesetzten Sprossen (2), wobei die Holmen
als Hohlträger ausgebildet sind und die Sprossen mit ihren Enden in Oeffnungen (26)
in den Holmen eingesteckt und dort formschlüssig gehalten sind, dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine Sprosse (22) der Leiter aus einem durchsichtigen Kunststoff hergestellt
ist, deren Enden (21) nichtlösbar in den beiden Holmen (1) eingesetzt sind.
2. Leiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprosse (22) als Hohlkörper
ausgebildet ist.
3. Leiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprosse (22) als
polygonförmiger, beispielsweise quadratförmiger Hohlkörper ausgebildet ist.
4. Leiter nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände des
Hohlkörpers durchsichtig sind, wobei in den Ecken der Polygonform eine Armierung (23)
z.B. aus Glasfasern, eingebettet ist.
5. Leiter nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprosse
(22) einen Innenraum (29) aufweist, in welchen ein Einsatzblatt (24), beispielsweise
mit einer Kennzeichnung versehen, eingelegt ist.
6. Leiter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzblatt mit einer
satten Passung in den Innenraum (29) der Sprosse (22) eingelegt ist.