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EP 0 359 111 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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21.03.1990 Patentblatt 1990/12 |
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Anmeldetag: 06.09.1989 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
13.09.1988 DE 3831084
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Anmelder: Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft |
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80788 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Rosche, Paul
D-8000 München 19 (DE)
- Eigenfeld, Klaus, Dr.
D-8000 München 60 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Faserverstärkter Leichtmetall-Zylinder für Hubkolbenmaschinen |
(57) Für einen faserverstärkten Leichtmetall-Zylinder für Hubkolbenmaschinen, insbesondere
Brennkraftmaschinen, wird vorgeschlagen, daß der Zylinder im Werkstoffverbund mit
dem Leichtmetall ein aus Kurzfasern gefertigtes, rohrförmiges Faserformteil umfaßt,
das gesonderte Langfasern in zur Zylinderachse im wesentlichen paralleler Anordnung
enthält.
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen faserverstärkten Leichtmetall-Zylinder
für Hubkolbenmaschinen, insbesondere Brennkraftmaschinen.
[0002] Aus der DE-OS 36 31 096 ist ein Kurbel-Zylinder-Gehäuse aus Leichtmetall für Brennkraftmaschinen
bekannt, wobei jede Zylinderwand laufbahnseitig einen faserverstärkten Teil aufweist.
Weiter wurde für eine faserverstärkte Leichtmetall-Zylinderlaufbuchse vorgeschlagen,
durch geeignete Wahl des Faseranteils die Wärmedehnung des Zylinders in Längsrichtung
sowie den Wärmedurchgang der Zylinderwand zu reduzieren.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für einen Leichtmetall-Zylinder eine Faserverstärkung
aufzuzeigen, die bei vorbestimmt reduziertem Wärmedurchgang zugleich eine Reduzierung
der Wärmedehnung des Zylinders ergibt.
[0004] Gemäß dem Kennzeichen des Patentanspruches wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der
Zylinder im Werkstoffverbund mit dem Leichtmetall ein aus Kurzfasern gefertigtes,
rohrförmiges Faserformteil umfaßt, das gesonderte Langfasern in zur Zylinderachse
im wesentlichen paralleler Anordnung enthält. Der Vorteil der Erfindung ist in einem
aus unterschiedlichen Fasern kombinierten Faserformteil zu sehen. Dieses kann zur
zusätzlichen Reduzierung der Wärmedehnung des Zylinders in radialer Richtung in Ausgestaltung
der Erfindung am Außenumfang zumindest bereichsweise mit einer Wickellage einer weiteren
Langfaser ausgerüstet sein. Ein derartiges Faserformteil, das bei gewünscht kleinem
Wärmedurchgang die räumliche Wärmedehnung des Zylinders wesentlich reduziert, ist
sowohl für die Einzelfertigung von Leichtmetall-Zylindern als auch für eine Verbundbauweise
mehrerer Zylinder in einem Brennkraftmaschinen-Gehäuse vorteilhaft.
[0005] Zusätzliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Unteransprüchen angegeben,
wobei ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der näheren Beschreibung
der Erfindung dient.
[0006] Ein faserverstärkter Leichtmetall-Zylinder 1 für eine nicht dargestellte Brennkraftmaschine
umfaßt im Werkstoffverbund mit dem Leichtmetall 2 ein aus Kurzfasern 3 gefertigtes,
rohrförmiges Faserformteil 4. Das Faserformteil 4 enthält in zur Zylinderachse im
wesentlichen paralleler Anordnung gesonderte Langfasern 6. Weiter ist das Faserformteil
4 am Außenumfang in dem der Brennzone des Zylinders 1 benachbarten Bereich mit einer
Wickellage 7 einer weiteren Langfaser 8 ausgerüstet.
[0007] Zur Erzielung eines vorbestimmten Wärmedurchganges des Zylinders 1 sind die Kurzfasern
3 aus keramischem Werkstoff. Ein auf den Zylinder 1 bezogener Volumenanteil kann
bis zu 40 % betragen.
[0008] Zur Reduzierung der Wärmedehnung des Zylinders 1 in Richtung der Zylinderachse 5
weisen die Langfasern 6 einen gegenüber dem Leichtmetall wesentlich geringeren Wärmedehnungskoeffizienten
auf. Die Langfasern 8 der Wickellage 7 sind ebenfalls aus hochfestem Material und
dienen der Reduzierung der Wärmedehnung des Zylinders 1 in radialer Richtung.
[0009] Der Zylinder 1 kann entweder einzeln oder im Verbund mit einem Maschinengehäuse ausgebildet
sein, wobei der Werkstoffverbund von Leichtmetall 2 und Faserformteil 4 im Druckguß
erzielt ist. Zur weiteren Steigerung des vorzugsweise für eine Brennkraftmaschine
dienenden Zylinders 1 kann dieser in seinem einer Brennzone zugewandten Zylinderabschnitt
mit der Wickellage 7 beim Druckgießen nachverdichtet sein.
1. Faserverstärkter Leichtmetall-Zylinder für Hubkolbenmaschinen, insbesondere Brennkraftmaschinen,
dadurch gekennzeichnet,
- daß der Zylinder (1) im Werkstoffverbund mit dem Leichtmetall (2) ein aus Kurzfasern
(3) gefertigtes, rohrförmiges Faserformteil (4) umfaßt,
- das gesonderte Langfasern (6) in zur Zylinderachse (5) im wesentlichen paralleler
Anordnung enthält.
2. Zylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Kurzfasern (3) entsprechend einem vorbestimmten Wärmedurchgang des Zylinders
(1) aus keramischem Werkstoff sind und
- daß der auf den Zylinder (1) bezogene Volumenanteil bis zu 40 % betragen kann.
3. Zylinder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Langfasern (6)
entsprechend einer vorbestimmten reduzierten Wärmedehnung des Leichtmetall-Zylinders
(1) einen gegenüber dem Leichtmetall wesentlich geringeren Wärmedehnungskoeffizienten
aufweisen.
4. Zylinder nach den Ansprüchen 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Faserformteil
(4) in Umfangsrichtung zumindest bereichsweise mit einer Wickellage (7) einer weiteren
Langfaser (8) ausgerüstet ist.
5. Zylinder nach den Ansprüchen 1 - 4, dadurch gekennzeichnet,
- daß der Werkstoffverbund im Druckguß erzielt und
- ein einer Heißzone des Zylinders (1) zugewandter Zylinderabschnitt (Wickellage 7)
nachverdichtet ist.
