[0001] Die Erfindung betrifft eine reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Kreiselpumpen der einleitend gekennzeichneten Gattung finden dort Anwendung, wo die
Forderung nach erhöhter Arbeits- und Betriebssicherheit sowie größter Umweltfreundlichkeit
vorrangige Aufgabe ist. Magnetisch wirkende, synchron übertragende Drehkupplungen
nutzen die Anziehungs- und Abstoßungskräfte zwischen Magneten in zwei Kupplungshälften
aus. Sie dienen der berührungslosen Ubertragung von Drehmomenten, wobei, anders als
bei den Hysterese- und Wirbelstromkupplungen, ein Schlupf zwischen den beiden Kupplungshälften
nicht auftreten kann.
[0003] Es sind permanentmagnetische Synchronkupplungen bekannt, die in Verbindung mit stopfbuchlosen
Kreiselpumpen vorzugsweise als sogenannte Zentraldrehkupplungen ausgebildet sind.
Sie erfordern eine Trennwand, den sogenannten Spalttopf. Dieser hat die Aufgabe, den
Raum für das zu fördernde Fluid von der Atmosphäre zu trennen. Innerhalb dieses Spalttopfes
ist der ebenfalls mit Permanentmagneten bestückte innere Magnetrotor angeordnet. Dieser
wiederum ist in einem Lagerflansch und mediumgeschmierten Gleitlagern gelagert und
überträgt das vom Motor abgegebene Drehmoment schlupflos auf das Laufrad. Ein Gehäuse
bildet den Abschluß dieser vollkommen dicht gekapselten Einheit. Ein Wellendurchtritt
aus dem Raum für das zu fördernde Fluid ist nicht vorhanden und deshalb ist auch nur
eine statische Dichtung zwischen Gehäuse und Spalttopf erforderlich. Eine Übersicht
über stopfbuchslose Kreiselpumpen mit permanentmagnetischer Synchronkupplung nach
dem Stand der Technik findet sich in der Zeitschrift Chemische Industrie, 3/87, Seiten
46 bis 49.
[0004] Bei den bekannten Kreiselpumpen ist der innere Magnetrotor mit axialem Abstand zum
Laufrad über ein Verbindungsteil an diesem befestigt. Das Verbindungsteil dient gleichzeitig
der Lagerung von Laufrad und innerem Magnetrotor innerhalb des Gehäuses. Der Spalttopf
umschließt den inneren Magnetrotor und Teile der Lageranordnung. Die Schmierung des
Gleitlagers zur Lagerung des Laufrades in Verbindung mit dem inneren Magnetrotor erfolgt
in der Regel über das zu fördernde Fluid.
[0005] Die bekannte Ausbildung des Spalttopfes weist einen Hohlraum auf, der über den Lagerspalt
des Gleitlagers mit dem Laufradgehäuse in Verbindung steht. Bedingt durch die Wirkungsweise
des hydrodynamisch arbeitenden Gleitlagers gelangt das zu fördernde Fluid über den
Lagerspalt in die freien Räume des Spalttopfes. Ein vollständiger Austausch des in
den teilweise sehr verwickelt ausgestalteten Toträumen des Spalttopfes befindlichen
Fluids über den Lagerspalt des Gleitlagers ist ausgeschlossen.
[0006] Die bekannten Kreiselpumpen sind aus den vorgenannten Gründen daher völlig ungeeignet,
wenn die Förderung des Fluids unter hygienischen bzw. sterilen bzw. bakteriologisch
einwandfreien Bedingungen erfolgen muß. Derartige Anforderungen werden insbesondere
in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, in der Pharmazie oder im Sterilbereich
verschiedenster Anwendungsgebiete gestellt.
[0007] Kreiselpumpen, die die vorgenannten Anforderungen erfüllen, müssen im Durchfluß automatisch
reinigungsfähig sein. Man spricht in diesem Zusammenhang von der sogenannten CIP-Reinigungsfähigkeit
(CIP : cleaning in place), was besagt, daß die zu reinigenden Einrichtungen in allen
Bereichen an Ort und Stelle eine automatische Zufuhr von Reinigungsflüssigkeit und
eine Abreinigung des Produktes bzw. von Produktmittelresten zulassen müssen. Bei den
vorstehend beschriebenen Kreiselpumpen ist eine automatische Reinigung der kritischen
Bereiche, insbesondere der Toträume innerhalb des Spalttopfes, unter den zu fordernden
Bedingungen nicht möglich.
[0008] Zwar wurde bereits eine stopfbuchlose Kreiselpumpe vorgeschlagen (GM 19 82 247),
bei der eine als Spalttopf ausgebildete Trennwand das Laufrad konzentrisch durchdringt,
ihm als einseitig eingespannter Lagerzapfen dient und mit ihm einen Lagerringspalt
bildet. Diese bekannte Lösung offenbart keinerlei Hinweise darüber, wie in den kritischen
Bereichen, insbesondere im Lagerringspalt und im Totraum zwischen der nicht angeströmten
Laufradnabe und der hinteren Gehäusewand, eine definierte Durchströmung sichergestellt
werden kann.
[0009] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe
der einleitend gekennzeichneten Gattung derart in ihrem Aufbau zu vereinfachen, daß
sie CIP-reinigungsfähig ist und die Förderung von Fluiden unter hygienischen bzw.
sterilen bzw. bakteriologischen einwandfreien Bedingungen erlaubt.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die Kennzeichenmerkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Kreiselpumpe beschreiben die abhängigen Ansprüche
2 bis 13.
[0011] Durch die vorgeschlagene Ausbildung und Abdichtung der Trennwand erhält die stopfbuchslose
Kreiselpumpe eine besonders einfache und reinigungsfreundliche Ausführung. Übliche
Kreiselpumpen werden in der Regel so ausgebildet, daß der hydraulische Wirkungsgrad
möglichst hoch ist. Dies erreicht man unter anderem dadurch, daß die flüssigkeitsbeaufschlagten
Spalte zwischen ruhenden und bewegten Bauteilen so eng wie möglich bemessen werden.
Bei der erfindungsgemäßen Kreiselpumpe wird von dieser Bemessungsregel insoweit
abgewichen, als alle in reinigungstechnisch kritischen Bereichen befindlichen Spalte,
insbesondere der Lagerspalt, einer eine ausreichende Reinigung sicherstellenden Strömung
unterworfen werden. Aufgrund des Wirkmechanismusses der Pumpe ergibt sich im Fluid
zwischen Saug- und Druckstutzen innerhalb des Pumpengehäuses eine Druckdifferenz,
die dazu benutzt wird, die in Frage kommenden Spalte definiert in radialer und axialer
Richtung zu durchströmen. Eine mit dieser Spaltströmung verbundene Verschlechterung
des hydraulischen Wirkungsgrades wird dabei in Kauf genommen.
[0012] Damit der Lagerringspalt mit dem zu fördernden Fluid definiert durchströmt wird
und dabei einerseits einwandfrei gereinigt werden und andererseits seine hydrodynamische
Tragfähigkeit entfalten kann, sieht eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Kreiselpumpe vor, daß der Lagerringspalt beiderseits mit einem nabenseitigen Ringraum
in Verbindung steht, wobei letzterer jeweils über Spalte mit definiertem Durchtrittsquerschnitt
mit dem Raum der Laufradbeschaufelung verbunden ist.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Kreiselpumpe gemäß der Erfindung sieht
einen durch das Laufrad in zwei Teilräume getrennten nabenseitigen Ringraum vor, von
denen der eine über eine erste Öffnung mit definiertem Durchtrittsquerschnitt mit
dem Bereich des Saugstutzens und der andere in gleicher Weise über eine zweite Öffnung
mit dem Bereich des Druckstutzens verbunden ist. Dadurch ergibt sich infolge der zwischen
Saug- und Druckstutzen gebildeten Druckdifferenz eine besonders ausgeprägte, definierte,
in radialer und axialer Richtung zwischen ruhenden und bewegten Bauteilen innerhalb
des Gehäuses der Fördereinrichtung orientierte Spaltströmung.
[0014] Durch die Anordnung des Lagerringspaltes und seinen beiderseitigen Anschluß an den
nabenseitigen Ringraum ist sichergestellt, daß insbesondere während der Reinigungsfahrt
die zu fördernde Reinigungsflüssigkeit in ausreichender Menge den Lagerringspalt durchströmt,
da er mit seinen beiden Enden mit Bereichen in Verbindung steht, die aufgrund der
Druckverteilung im Gehäuse des Laufrades unterschiedliches Druckniveau aufweisen.
[0015] Um den kritischen Bereich der Kreiselpumpe, den Lagerringspalt, besonders intensiv
zu reinigen, sieht eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Kreiselpumpe vor, daß
im Lagerringspalt und/oder an seinem Eintritt Maßnahmen vorgesehen sind, die die kinetische
Energie der Spaltströmung im Lagerringspalt erhöhen.
[0016] Eine weitere Ausgestaltung der Kreiselpumpe gemäß der Erfindung sieht vor, daß eine
im Laufrad angeordnete Lagerbuchse im Bereich des Lagerringspaltes ihrerseits als
Laufrad ausgebildet ist. Dadurch wird die Spaltströmung in diesem Bereich durch zusätzliche
Erhöhung ihrer kinetischen Energie forciert.
[0017] Um während der Reinigungsfahrt die Reinigung des Lagerringspaltes durch Ausbildung
von Strömungsturbulenzen zu intensivieren, sieht eine andere Ausgestaltung der Kreiselpumpe
gemäß der Erfindung vor, daß die dem Lagerringspalt zugewandte Begrenzungsfläche der
Trennwand und/oder der Lagerbuchse mit axialen oder wendelförmigen Nuten oder Erhebungen
versehen sind bzw. ist.
[0018] Durch die Anordnung der laufradseitigen Hälfte der Drehkupplung in einer Ausnehmung
einer Nabe des Laufrades, wie dies eine weitere Ausführungsform der Kreiselpumpe gemäß
der Erfindung vorsieht, ist für eine kompakte Anordnung bei Vermeidung von Toträumen
in diesem Bereich Sorge getragen.
[0019] Durch die hermetisch abgeschlossene Kammerung der laufradseitigen Hälfte der Drehkupplung
in der Ausnehmung der Nabe des Laufrades wird, wie dies eine weitere Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Kreiselpumpe gemäß der Erfindung vorsieht, eine besonders reinigungsfreundliche
Anordnung sichergestellt, die darüber hinaus die Förderung des Fluids unter hygienischen
bzw. sterilen bzw. bakteriologisch einwandfreien Bedingungen gewährleistet.
[0020] Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Kreiselpumpe gemäß der Erfindung
wird eine kompakte und reinigungsfreundliche Anordnung der laufradseitigen Hälfte
der Drehkupplung dadurch erreicht, daß letztere von der Nabe und einem Deckelteil
einerseits und einer die Trennwand umschliessende Lagerbuchse andererseits hermetisch
abgeschlossen gekammert ist.
[0021] Infolge der sich über das Gehäuse der Kreiselpumpe einstellenden Druckverteilung
wirken auf das Laufrad Kräfte, die dieses in axialer und in radialer Richtung zu verschieben
versuchen. Damit unter diesen Bedingungen die Verbindung zwischen dem Lagerringspalt
und dem zugeordneten nabenseitigen Ringraum sichergestellt ist, sieht eine weitere
Ausgestaltung der Kreiselpumpe gemäß der Erfindung vor, daß die Lagerbuchse beiderseits
mit einer ihre axiale Verschiebbarkeit im Gehäuse begrenzenden Anlauffläche versehen
ist. Die Anlauffläche ist dabei derart ausgebildet, daß bei ihrer Anlage am Gehäuse
noch ein ausreichender Flüssigkeitsdurchtritt zwischen Anlauffläche und Gehäuse erfolgt.
[0022] Die gleiche Wirkung wird mit einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Kreiselpumpe erreicht, bei der das Laufrad beiderseits jeweils zum Gehäuse hin mit
einer Anlauffläche versehen ist, die hinsichtlich ihrer Flüssigkeitsdurchlässigkeit
die gleichen Eigenschaften aufweist, wie die Anlaufflächen an der Lagerbuchse.
[0023] Um Verschleißfestigkeit und Härte, chemische Beständigkeit und gute Temperatureigenschaften
sicherzustellen und darüber hinaus Verlustleistungen infolge Wirbelstrombildung beim
Schneiden der Trennwand mit den magnetischen Feldlinien der Zentraldrehkupplung klein
zu halten, sieht eine andere Weiterbildung der Kreiselpumpe gemäß der Erfindung vor,
daß Trennwand und Lagerbuchse aus einem verschleißfesten, chemisch beständigen, einen
hohen elektrischen Widerstand aufweisenden Werkstoff, vorzugsweise einem keramischen,
bestehen.
[0024] Damit unter allen Betriebsbedingungen der Pumpe, insbesondere bei niedrigen Förderhöhen,
eine reinigungstechnisch ausreichende Spaltströmung sichergestellt ist, sieht ein
Verfahren zum Betrieb der reinigbaren stopfbuchslosen Kreiselpumpe vor, ungeachtet
der seitens der Förderaufgabe zwischen Saug- und Druckstutzen erforderlichen Druckdifferenz,
in jedem Anwendungsfall eine die Spaltströmungen sicherstellende Mindestdruckdifferenz
vorzusehen.
[0025] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
[0026] Es zeigen
Fig. 1 einen Meridianschnitt durch eine vorteilhafte Ausführungsform der Kreiselpumpe
gemäß der Erfindung und
Fig.2 einen Meridianschnitt durch eine andere Ausgestaltung der Kreiselpumpe gemäß
der Erfindung mit einem besonders wirksamen Anschluß des nabenseitigen Ringraumes
an Saug- und Druckstutzen.
[0027] Die Figur 1 zeigt, stellvertretend für andere Kreiselpumpen, einen Meridianschnitt
durch eine sogenannte selbstansaugende Seitenkanalpumpe. Es sei an dieser Stelle besonders
betont, daß die vorliegende Erfindung uneingeschränkt auch auf sogenannte normalsaugende
Kreiselpumpen oder auch auf rotierend arbeitende Verdrängerpumpen anwendbar ist.
[0028] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel erlaubt die selbstansaugende Seitenkanalpumpe
sowohl die Förderung gasförmiger als auch flüssiger Fluide, wobei darüber hinaus eine
Förderrichtungsumkehr durch Änderung der Drehrichtung möglich ist. Im Gehäuse 1 der
Kreiselpumpe, welches aus einem motorseitigen Gehäuseteil 1b und einem Gehäusedeckel
1a besteht, befindet sich als kennzeichnendes Bauelement ein offener parallelwandiger
Kreisel mit radialgerichteten Schaufeln, im folgenden kurz Laufrad 5 genannt.
[0029] Der Gehäusedeckel 1a besitzt einen Saug- und einen Druckstutzen 1c bzw. 1d, die
an einen Seitenkanal 1e angeschlossen sind. Das Gehäuse 1 ist über sein motorseitiges
Gehäuseteil 1b in Verbindung mit dem Gehäusedeckel 1a und Verbindungsmittel 18 mit
einem Laternengehäuse 3 verbunden, wobei letzteres über Verbindungsmittel 17 an einem
Flansch eines Motors 2 zentriert und befestigt ist.
[0030] Am Laufrad 5 ist eine topfförmige Nabe 5a ausgebildet, wobei eine Ausnehmung 5b die
laufradseitige Hälfte der Zentraldrehkupplung 8,9 aufnimmt. Bei Teil 8 handelt es
sich um eine Vielzahl von rotationssymetrisch angeordneten "Dauermagneten", während
Teil 9 eine die magnetische Wirkung verstärkende Weicheisenumhüllung darstellt. Die
Teile 8 und 9 der laufradseitigen Hälfte der Zentraldrehkupplung sind von der Nabe
5a und einem mit dieser verschweißten Deckelteil 10 einerseits und einer Lagerbuchse
11 andererseits hermetisch abgeschlossen gekammert. Eine von der Lagerbuchse 11 innenseits
gebildete Bohrung wird von einer Trennwand 6, die rohrförmig ausgebildet ist, konzentrisch
durchdrungen, wobei letztere beiderseits in den Gehäuseteilen 1a bzw. 1b statisch
dichtend über Dichtungen 15 Aufnahme findet.
[0031] Die rohrförmig ausgebildete Trennwand 6 dient der Nabe 5a des Laufrades 5 in Verbindung
mit der Lagerbuchse 11 als Lagerzapfen. Lagerbuchse 11 und Trennwand 6 bilden einen
Lagerringspalt 13. Letzterer ist beiderseits mit einem Ringraum 19 verbunden, der
die Nabe 5a des Laufrades 5 umgibt. Da das Laufrad 5 mit einem seitlichen Spiel, welches
unter allen Betriebsbedingungen sichergestellt ist, gegenüber den benachbarten Gehäuseteilen
1a und 1b im Gehäuse 1 der Kreiselpumpe angeordnet ist; besteht durch Spalte 20, die
aus dem vorgenannten Spiel resultieren, eine Verbindung zwischen dem nabenseitigen
Ringraum 19 und dem Raum der Laufradbeschaufelung. Die Trennwand 6 und die Lagerbuchse
11 bestehen vorzugsweise aus einem verschleißfesten, chemisch beständigen, einen
hohen elektrischen Widerstand aufweisenden Werkstoff. Keramische Werkstoffe, insbesondere
Siliziumkarbide, haben sich als vorteilhaft erwiesen.
[0032] Die dem Lagerringspalt 13 zugewandte Begrenzungsfläche der Trennwand 6 und/oder der
Lagerbuchse 11 sind bzw. ist mit axialen oder wendelförmigen Nuten oder Erhebungen
14 versehen, wodurch sich die Reinigungswirkung innerhalb des Lagerringspaltes 13
intensivieren läßt.
[0033] Eine Motorwelle 4 ist durch das motorseitige Gehäuseteil 1b hindurchgeführt und greift
durch die rohrförmig ausgebildete Trennwand 6 hindurch. Die Motorwelle 4 trägt an
ihrem Umfang im Bereich der Nabe 5a des Laufrades 5 eine andere Hälfte der Zentraldrehkupplung
7,12, wobei es sich bei Teil 7 um rotationssymetrisch über den Umfang verteilt angeordnete
Dauermagnete handelt, während Teil 12 ein die magnetische Wirkung verstärkender Weicheisenring
darstellt.
[0034] Im Bereich des Laternengehäuses 3 ist auf der Motorwelle 4 eine Schwungmasse 21 vorgesehen.
Während Dichtungen 15 die Trennwand 6 gegenüber den Gehäuseteilen 1a und 1b zum wellenseitigen
Teil der Zentraldrehkupplung 7,12 hin abdichten, sorgt eine Gehäusedichtung 16 für
eine Abdichtung der Gehäuseteile 1a und 1b gegenüber ihrer äußeren Umgebung.
[0035] Beim Antrieb der Motorwelle 4 überträgt die dieser zugeordnete Hälfte der Zentraldrehkupplung
7,12 ein Drehmoment auf die laufradseitige Hälfte der Zentraldrehkupplung 8,9. Unter
Last verdrehen sich die beiden Kupplungshälften 8,9 und 7,12 so weit gegeneinander,
daß zwischen ihnen das erforderliche Drehmoment wirkt. Die Drehzahl der Motorwelle
4 wird synchron auf das Laufrad 5 übertragen. Aufgrund von in dem Gehäuse 1 der Kreiselpumpe
wirksamen Druckunterschieden füllt sich dieses insgesamt mit dem zu fördernden Fluid,
so daß auch der nabenseitige Ringraum 19 und der mit diesem in Verbindung stehende
Lagerringspalt 13 mit dem zu fördernden Fluid beaufschlagt werden. Durch Druckunterschiede
im Ringraum 19 beiderseits des Laufrades 5 ergibt sich eine Durchströmung des Lagerringspaltes
13, so daß in ihm zum einen der für die hydrodynamische Schmierwirkung erforderliche
Flüssigkeitsfilm und zum anderen bei der Reinigungsfahrt die zu seiner Reinigung
notwendige Durchströmung mit Reinigungsmittel sichergestellt ist.
[0036] Die Reinigung des nabenseitigen Ringraumes 19 ist unproblema-tisch, da ein Flüssigkeitsaustausch
zwischen diesem und dem Raum der Laufradbeschaufelung über die Spalte 20 ohne weiteres
gegeben ist, wobei die Reinigung der den nabenseitigen Ringraum 19 begrenzenden Flächen
durch die in diesem Bereich rotierende Nabe 5a des Laufrades 5 außerordentlich intensiv
unterstützt wird.
[0037] Zur Forcierung der Spaltströmung innerhalb des Lagerringspaltes 13 ist die Lagerbuchse
11 in diesem Bereich ihrerseits als Laufrad ausgebildet. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten.
Zum einen können sich die Schaufeln über die gesamte axiale Länge der Lagerbuchse
11 erstrecken, zum anderen ist die Lagerbuchse entweder nur am Eintritt des Lagerringspaltes
13 oder an dessen Austritt oder aber an beiden Seiten beschaufelt.
[0038] Die axiale Fixierung des Laufrades 5 gegenüber dem Gehäusedeckel 1a und dem motorseitigen
Gehäuseteil 1b erfolgt über Anlaufflächen 22, die beiderseits an der Lagerbuchse 11
derart ausgebildet sind, daß ein Flüssigkeitsdurchtritt auch im Falle der Anlage einer
der Anlaufflächen 22 am Gehäuse sichergestellt ist.
[0039] Die gleiche Wirkung, wie vorstehend beschrieben, wird mit Anlaufflächen 23 erreicht,
die beiderseits am Laufrad 5 jeweils zu den Gehäuseteilen 1a bzw. 1b hin vorgesehen
sind. Dabei kann sich die radiale Position dieser Anlaufflächen 23 innerhalb der radialen
Erstreckung des Laufrades 5, vorzugsweise ganz innen oder ganz außen, befinden.
[0040] Die laufradseitige Hälfte der Zentraldrehkupplung 8,9 ist hermetisch innerhalb der
Ausnehmung 5b der Nabe 5a gekammert, wobei das Deckelteil 10 mit der Nabe 5a verschweißt
und die Lagerbuchse 11 , welche die Kammer für die Zentraldrehkupplung 8,9 radial
nach innen begrenzt, absolut dicht mit dem Deckelteil 10 und der Nabe 5a vergossen
ist.
[0041] Es ist prinzipiell auch möglich, daß die wellenseitige Hälfte der Drehkupplung mit
Elektromagneten bestückt ist, die in ihrer Funktion und Wirkungsweise den vorstehend
beschriebenen Dauermagneten entsprechen.
[0042] Figur 2 zeigt einen Meridianschnitt durch eine weitere Ausgestaltung der Kreiselpumpe
gemäß der Erfindung. Im Gegensatz zu Figur 1 ist der Druckstutzen 1d am motorseitigen
Gehäuseteil 1b ausgebildet. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der nabenseitige
Ringraum 19, in den der Lagerringspalt 13 mit seinen beiden Enden ausmündet, durch
das Laufrad 5 in zwei Teilräume getrennt ist, von denen der links vom Laufrad 5 angeordnete
über eine erste Öffnung 20* mit definiertem Durchtrittsquerschnitt mit dem Bereich
des Saugstutzens 1c und der andere in gleicher Weise über eine zweite Öffnung 20**
mit dem Bereich des Druckstutzens 1d verbunden ist.
[0043] Infolge der zwischen dem Druckstutzen 1d und dem Saugstutzen 1c im Betrieb der Kreiselpumpe
vorliegenden Druckdifferenz gelangt Fluid aus dem Bereich des Druckstutzens 1d über
die zweite Öffnung 20** in den rechts vom Laufrad 5 befindlichen Teilraum des nabenseitigen
Ringraumes 19. Von hier aus dringt das Fluid über den gesamten Umfang des Lagerringspaltes
13 in diesen ein, durchströmt ihn, um in den links vom Laufrad 5 befindlichen Teilraum
des nabenseitigen Ringraumes 19 auszutreten. Über die erste Öffnung 20* gelangt das
Fluid in den Bereich des Saugstutzens 1c. Somit ist quasi rezirkulierend zur Hauptströmung
eine die kritischen Bereiche der Fördereinrichtung durchströmende Spaltströmung infolge
der zwischen Saug- und Druckstutzen innerhalb des Gehäuses der Fördereinrichtung vorliegenden
Druckdifferenz sichergestellt.
1. Reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe, insbesondere eine Seitenkanalpumpe, mit
wenigstens einem Laufrad, das über eine magnetisch wirkende, synchron übertragende
Drehkupplung angetrieben wird, wobei die beiden Hälften der Kupplung durch eine den
Raum für das zu fördernde Fluid gegen die Atmosphäre begrenzende, mit dem Gehäuse
der Kreiselpumpe fest und abdichtend verbundene Trennwand voneinander getrennt sind,
eine Hälfte der Drehkupplung in oder am Laufrad angeordnet ist, und wobei die Trennwand
das Laufrad konzentrisch durchdringt, ihm als Lagerzapfen dient und mit ihm einen
Lagerringspalt bildet, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trennwand (6) rohrförmig ausgebildet und beiderseits des Laufrades (5) im
Gehäuse der Kreiselpumpe (1; 1a, 1b) statisch abgedichtet, und daß der Lagerringspalt
(13) unmittelbar oder mittelbar einerseits mit einem Bereich des Saugstutzens (1c)
und andererseits mit einem Bereich des Druckstutzens (1d) verbunden ist.
2. Reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerringspalt (13) beiderseits mit einem nabenseitigen Ringraum (19) in Verbindung
steht, wobei letzterer jeweils über eine Spalte (20) mit definiertem Durchtrittsquerschnitt
mit dem Raum der Laufradbeschaufelung verbunden ist.
3. Reinigsbare stopfbuchslose Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerringspalt (13) beiderseits mit einem nabenseitigen Ringraum (19) in Verbindung
steht, wobei letzterer durch das Laufrad (5) in zwei Teilräume getrennt ist, von denen
der eine über eine erste Öffnung (20*) mit definiertem Durchtrittsquerschnitt mit
dem Bereich des Saugstutzens (1c) und der andere in gleich Weise über eine zweite
Öffnung (20**) mit dem Bereich des Druckstutzens (1d) verbunden ist.
4. Reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet,
daß im Lagerringspalt und/oder an seinem Eintritt Maßnahmen vorgesehen sind, die die
kinetische Energie der Spaltströmung im Lagerringspalt erhöhen.
5. Reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe nach Anspruch 4, mit einer im Laufrad (5)
angeordneten Lagerbuchse (11), dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerbuchse (11) im Bereich des Lagerringspaltes (13) als Laufrad ausgebildet
ist.
6. Reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet,
daß die dem Lagerringspalt (13) zugewandte Begrenzungs fläche der Trennwand (6) und/oder
der Lagerbuchse (11) mit axialen oder wendelförmigen Nuten oder Erhebungen (14) versehen
sind bzw. ist.
7. Reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet,
daß die laufradseitige Hälfte der Drehkupplung (8, 9) in der Ausnehmung (5b) einer
Nabe (5a) des Laufrades (5) angeordnet ist.
8. Reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die laufradseitige Hälfte der Drehkupplung (8, 9) in der Ausnehmung (5b) hermetisch
abgeschlossen ist.
9. Reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die laufradseitige Hälfte der Drehkupplung (8, 9) von der Nabe (5a) und einem
Deckelteil (10) einerseits und einer die Trennwand (6) umschließende Lagerbuchse (11)
andererseits hermetisch abgeschlossen ist.
10. Reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Lagerbuchse (11) beiderseits mit einer ihre axiale Verschiebbarkeit im Gehäuse
(1a, 1b) begrenzenden Anlauffläche (22) versehen ist.
11. Reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet,
daß das Laufrad (5) beiderseits jeweils zum Gehäuse (1a bzw. 1b) hin mit einer Anlauffläche
(23) versehen ist.
12. Reinigbare stopfbuchslose Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet,
daß Trennwand (6) und Lagerbuchse (11) aus einem verschleißfesten, chemisch beständigen,
einen hohen elektrischen Widerstand aufweisenden Werkstoff, vorzugsweise einem keramischen,
bestehen.
13. Verfahren zum Betrieb der reinigbaren stopfbuchslosen Kreiselpumpe nach einem
der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß, ungeachtet der seitens der Förderaufgabe zwischen Saug- und Druckstutzen (1c
bzw. 1d) erforderlichen Druckdifferenz, in jedem Anwendungsfall eine die Spaltströmungen
sicherstellende Mindestdruckdifferenz vorgesehen ist.