[0001] Die Erfindung betrifft eine Drehkolbenpumpe zum Fördern hochviskoser Massen mit einem
Rotor, der die zu fördernde Masse durch Verdrängerwirkung von der Saug- zur Druckseite
fördert und mit einem auf den Rotorflächen entlanggleitenden, den Saug- vom Druckraum
trennenden Abstreifer, insbesondere Füllmassepumpe für die Zuckerindustrie.
[0002] Eine ähnliche Drehkolbenpumpe zum Fördern von Flüssigkeiten mit einem Rotor, der
die zu fördernde Flüssigkeit durch Verdrängerwirkung von der Saug- zur Druckseite
fördert, ist aus der US-A-13 63 451 bekannt. Zur Trennung des Saug- vom Druckraum
dient ein Abstreifer, der an der Rotorfläche entlanggleitet. Der Rotor der bekannten
Ausführung hat einen kreisförmigen Querschnitt und ist mit Hilfe von Wälzlagern drehbar
auf Exentern einer Kurbelwelle gelagert. Bei seiner Bewegung führt der Rotor eine
Abrollbewegung auf der Innenwand des Pumpengehäuses aus. Die bekannte Drehkolbenpumpe
ist zum Fördern hochviskoser Massen insbesondere von Füllmassen, wie sie bei der Zuckerindustrie
anfallen, nicht geeignet. Der Kristallanteil in den Füllmassen würde zu einem raschen
Verschleiß und damit zu erheblichen Spaltverlusten zwischen Rotor und Pumpengehäuse
führen. Mit jeder Umdrehung des Rotors wird nur ein Förderhub mit einer erheblichen
schwellenden Belastung durch eine große Kammermenge ausgeführt.
Die FR-A-471071 zeigt eine Drehkolbenmaschine, die als Luftkompressor und Pumpe sowie
als Verbrennungsmotor Anwendung finden soll. Der Rotor ist mit einem Nocken versehen,
dessen Spitze an der Innenwand des zylindrischen Gehäuses entlanggleitet und den Füllraum
in Verbindung mit einem Abstreifer in einen Saug- und Druckraum unterteilt. An den
Stirnseiten des Füllraumes sind Ein- und Auslaßöffnungen vorgesehen. Die Drehkolbenmaschine
ist aus den gleichen Gründen wie zuvor beschrieben nicht zum Fördern fließfähiger,
jedoch hochviskoser Massen geeignet.
Dagegen haben sich zum Fördern dieser, besonders in der Zuckerindustrie anfallenden
Medien, Verdrängerpumpen als besonders geeignet erwiesen, die als langsamlaufende
Rotationspumpen mit einenm Rotor ausgebildet sind, dessen Querschnittsform oval ist
und dessen Spitzen abgeflacht sind. Der Rotor wird als Zweiblattrotor bezeichnet.
Der Einfluß der Viskosität der zu fördernden, erheblich mit Kristallen durchsetzten
Füllmassen, beispielsweise Weißzucker, Rohrzucker, Nachprodukte, Kristallzucker, Melasse,
Weißablauf und Grünablauf ist sehr gering, da die Masssen im Verhältnis zur Volumenverdrängung
nur wenig Wandflächenkontakt haben. Während des Fließens der Füllmasse durch die Pumpe
entstehen praktisch keine Wirbelströme oder sonstige Gegenströme.
Mit jeder Umdrehung des Rotors werden zwei Förderhübe ausgeführt. Es kommt also zu
zwei schwellenden Belastungen durch große Kammermengen, was auch hier mit nachteiligen
hohen Stromschwankungen verbunden ist. Dieser Nachteil macht sich insbesondere bei
extrem langsamem Lauf des Rotors bemerkbar. Die Kühlung des Motors reicht nicht aus,
um die Erwärmung durch höhere Stromaufnahmen über eine längere Zeit zu vermeiden.
Die hohe, schwellenförmige Belastung wirkt sich auch ungünstig auf die Bewegung des
den Saug- und Druckraum trennenden Abstreifers sowie auf die Rotorlagerung aus.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist deshalb, eine Pumpe nach dem eingangs genannten Gattungsbegriff
so auszubilden, daß eine höhere Betriebssicherheit erreicht wird, wofür insbesondere
der Abbau hoher periodischer Belastungen und der dadurch verursachten hohen Strombelastungen,
die sich besonders bei geringen Drehzahlen sehr nachteilig bemerkbar machen, angestrebt
wird. Die Erfindung als Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich dadurch aus, daß der Rotor
als Dreiblattrotor mit konvex gewölbten Seitenflächen und abgestumpften Spitzen ausgebildet
und der Abstreifer an durch den Ansaugbereich des Pumpengehäuses reichenden Schwenkarmen
befestigt ist, deren Drehachse die Gehäusewand durchgreifend über einen Federarm mit
einer außerhalb des Pumpengehäuses angeordneten Rückstellfeder verbunden ist, welche
sich innerhalb eines die Abstreifbewegungen dämpfenden Zylinder-Kolbensystems befindet,
wobei der mit einem Ende der Rückstellfeder verbundene Kolben am Ende einer mit den
Schwenkarmen des Abstreifers verbundenen Kolbenstange befestigt ist.
[0004] Die während einer Umdrehung des Rotors geförderte Menge wird nunmehr auf drei statt
auf zwei Hübe verteilt. Entsprechend geringer ist die schwellenförmige Belastung und
die damit verbundene Stromaufnahme. Bei gleichhohen Belastungen kann die Drehzahl
im Vergleich zu Zweiblattrotoren erheblich gesenkt werden.
[0005] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt und nachstehend
erläutert.
[0006] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Pumpenquerschnitt,
- Fig. 2
- die Außenansicht der Pumpe von die Saugseite,
- Fig. 3
- die Konstruktion der Rückstellfeder für den Abstreifer mit einer Dämpfungseinrichtung
und
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch die Pumpe zur Darstellung der Wellenabdichtung.
[0007] Innerhalb eines Pumpengehäuses 1 mit dem Saugstutzen 2 und dem Druckstutzen 3 ist
ein Rotor 4 angeordnet, dessen Querschnitt die Form eines Dreiecks mit konvexen Seiten
und abgestumpften Spitzen hat. Ein solcher Rotor wird als Dreiblattrotor bezeichnet.
[0008] Der Gehäuseraum oberhalb des Rotors wird durch einen Abstreifer 5 verschlossen, der
mit einem Ende am Rotor anliegt und bei dessen Drehung auf seinen Flächen gleitet.
Der Abstreifer ist am freien Ende eines drehbar gelagerten Schwenkarmes 6 befestigt.
Die Drehachse ist mit 7 bezeichnet und durchsetzt das Gehäuse. Zur Abdichtung des
Abstreifers 5 gegen das Gehäuse dient eine Dichtleiste 8 aus einem dafür geeigneten
Material. Das Druckgefälle innerhalb des Pumpengehäuses unterstützt dessen Dichtwirkung.
[0009] Außerhalb des Pumpengehäuses trägt die Drehachse 7 des Abstreifers einen Federarm
9, dessen freies Ende mit einer Kolbenstange 10 verbunden ist und welche in einen
Zylinder 11 mit einer darin angeordneten Rückstellfeder 12 hineinreicht. Die Rückstellfeder
ist mit einem Ende am zweiteiligen Zylinder und mit dem anderen an einem darin verschiebbaren
Kolben 13 befestigt, der von der Kolbenstange 10 getragen wird. Mit seinem dem Federarm
9 gegenüberliegenden Ende ist der Zylinder 11 drehbar in einem starr mit dem Pumpengehäuse
1 verbundenen Haltearm 14 gelagert. Diese Anordnung ermöglicht einen wartungsfreien
Betrieb der Rückstellfeder in Verbindung mit einer Dämpfung der schwellenförmigen
Bewegungen des Abstreifers 5.
[0010] Wie der Figur 4 zu entnehmen ist, wird die den Rotor 4 tragende Rotorwelle 15 in
einem mit dem Pumpengehäuse 1 verbundenen Lagerstuhl 16 durch die beiden Wälzlager
17 und 18 getragen. Mit dem vom Rotor abgekehrten Ende greift die Welle mit einem
Kupplungszapfen 15a in eine Kupplungshülse 19. Die Kupplungshülse überträgt das Antriebsmoment
von einer Getriebeausgangswelle 20 eines nicht dargestellten Getriebes auf die Rotorwelle.
Der Lagerstuhl 16 ist über ein Zwischenteil 21 mit dem Pumpengehäuse verschraubt.
In dem durch das Zwischenteil 21 gebildeten Zwischenraum kann die Federkonstruktion
mit der Dämpfungseinrichtung angeordnet werden.
[0011] Zur Abdichtung des Wellenspalts zwischen dem Pumpengehäuse und der Rotorwelle wird
eine Gleitringdichtung, bestehend aus einem stationären und zwei mit der Welle rotierenden
Gleitringen verwendet. Der stationäre Gleitring ist im Pumpengehäuse fixiert. Gegen
seine Seitenflächen werden die auf der Rotorwelle sitzenden Gleitringe 26 und 27 gedrückt.
Schraubenfedern 28 und 29 drücken die beiden rotierenden Gleitringe an den stationären
Ring. Der produktseitige Gleitring 27 sitzt in einem Spalt zwischen dem Rotor und
der Rotorwelle. Sowohl an seinem Außen- als auch an seinem Innenmantel sind O-Ringe
30 bzw. 31 angeordnet und dichten den die Gleitringfeder aufnehmenden Spaltabschnitt
gegen das Eindringen von kleinen Mengen des zu fördernden Mediums ab. Die Feder ist
damit vor Einflüssen der Füllmassen geschützt.
[0012] Die auf der Atomsphärenseite angeordnete Gleitringfeder 28 wird von einer Schulter
des Gleitringes 26 umfaßt und kann sich beispielsweise an einem Bund der Welle abstützen.
Der Gleitring 26 in dem Spalt zwischen der rotierenden Welle und dem stationären Pumpengehäuse
ist ebenfalls mit einem inneren O-Ring 32 ausgerüstet, so daß das zu fördernde Produkt
nicht zur Feder 28 durchdringen kann. Ein Vordringen des Förderprodukts auf der Außenseite
des Gleitringes 26 wird durch die Abdichtung zwischen dem stationären Gleitring und
dem rotierenden Gleitring 26 verhindert. Damit trägt diese Dichtungskonstruktion erheblich
zu einer verbesserten Betriebssicherheit bei.
1. Drehkolbenpumpe zum Fördern hochviskoser Massen mit einem Rotor, der die zu fördernde
Masse durch Verdrängerwirkung von der Saug- zur Druckseite fördert und mit einem auf
den Rotorflächen entlanggleitenden, den Saug- vom Druckraum trennenden Abstreifer,
insbesondere Füllmassepumpe für die Zuckerindustrie, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rotor als an sich bekannter Dreiblattrotor (4) mit konvex gewölbten Seitenflächen
und abgestumpften Spitzen ausgebildet und der Abstreifer (5) an durch den Ansaugbereich
des Pumpengehäuses reichenden Schwenkarmen (6) befestigt ist, deren Drehachse die
Gehäusewand durchgreifend über einen Federarm (9) mit einer außerhalb des Pumpengehäuses
(1) angeordneten Rückstellfeder (12) verbunden ist, welche sich innerhalb eines die
Abstreifbewegungen dämpfenden Zylinder-Kolbensystems befindet, wobei der mit einem
Ende der Rückstellfeder verbundene Kolben (13) am Ende einer mit den Schwenkwarmen
des Abstreifers verbundenen Kolbenstange (10) befestigt ist.
2. Drehkolbenpumpen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (11) drehbeweglich
mit einem starr am Pumpengehäuse befestigten Haltearm (14) verbunden ist.
1. A rotary pump for the delivery of highly viscous substances, more particularly a filler
pump for the sugar industry, having a rotor which delivers said substance by displacement
effect from the intake side to the delivery side; and a stripper which slides along
the rotor faces and separates the intake chamber from the delivery chamber, characterized
in that the rotor is constructed in the form of a known three-blade rotor (4) having
convexly arcuate lateral surfaces and blunted tips, and the stripper (5) is attached
to pivoting arms (6) which extend through the intake zone of the pump casing and whose
axis of rotation extends through the casing wall and is connected to a return spring
(12) disposed outside the pump casing (1) and inside a piston-and-cylinder system
damping the stripping movements, while the piston (13), connected to one end of the
return spring, is attached to the end of a piston rod (10) connected to the pivoting
arms of the stripper.
2. A rotary pump according to Claim 1, characterized in that the cylinder (11) is pivotally
connected to a retaining arm (14) rigidly attached to the pump casing.
1. Pompe à piston rotatif pour transporter des matières à haute viscosité, comportant
un rotor qui refoule par pistonnement la matière à transporter du côté aspiration
au côté pression, ainsi qu'un racleur guidé sur les parois du rotor, séparant la chambre
d'aspiration de la chambre de pression, en particulier pompe pour masse cuite pour
l'industrie sucrière, caractérisée en ce que le rotor est constitué d'un rotor trilobé
(4) connu en soi, à flancs incurvés de manière convexe et sommets tronqués, et le
racleur (5) est fixé à un bras oscillant (6) s'étendant à travers la zone d'aspiration
du carter de la pompe, dont l'axe de pivotement, qui traverse la paroi du carter,
est relié par un bras de ressort (9) à un ressort de rappel (12) disposé à l'extérieur
du carter de pompe (1), qui se trouve à l'intérieur d'un système cylindre-piston amortissant
les mouvements du racloir, le piston (13) relié à une extrémité du ressort de rappel
étant fixé à l'extrémité d'une tige de piston (10) reliée au bras oscillant du racloir.
2. Pompe à piston rotatif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cylindre
(11) est articulé à un bras de support (14) fixé rigidement au carter de pompe.