[0001] Die Erfindung betrifft eine Notsignalvorrichtung, bestehend aus einem Aufbewahrungsbehälter
mit darin befindlicher Teleskopflaggenstange mit Notflagge.
[0002] Bei einer bekannten Notsignalvorrichtung ist die Teleskopflaggenstange am Boden
des Aufbewahrungsbehälters fest angeordnet. Die Teleskopstange besitzt dabei ein Verschlußstück,
das mit Hilfe von bajonettartigen Verschlußelementen auf dem offenen Behälterrand
befestigt werden kann (GM 86 27 642).
[0003] Bei dieser Ausbildung ist wegen der festen Anordnung der Teleskopstange das Einwickeln
der Flagge zum Zwecke des Unterbringens in dem Aufbewahrungsbehälter etwas beschwerlich,
da naturgemäß der Zugang zum Aufbewahrungsbehälter wegen seines geringen Durchmessers
nicht besonders günstig ist.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Notsignalvorrichtung zu schaffen,
bei welcher das Einbringen der Flagge in den Aufbewahrungsbehälter einfacher vor sich
gehen kann.
[0005] Nach der Erfindung ist die Notsignalvorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß die Teleskopflaggenstange
an einem Sockelteil befestigt ist, welcher abnehmbar am offenen Aufbewahrungsbehälterrand
befestigt ist.
[0006] Die abnehmbare Befestigung oder Verbindung zwischen Aufbewahrungsbehälterrand und
Sockelteil erfolgt dabei durch einen leicht lösbaren, z.B. bajottenartigen Verschluß.
[0007] Im einzelnen ist die Ausbildung so getroffen, daß der Sockelteil im wesentlichen
ein Zylinderstück mit mittlerem Bodenteil ist, an welchem die Teleskopflaggenstange
befestigt ist; darüber hinaus ist das Zylinderstück mit Verschlußnasen versehen, zu
denen korrespondierende Verschlußnasen am offenen Behälterrand vorgesehen sind.
[0008] Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußnasen
beispielsweise innen am Zylinderstück in Form von Gewindesegmenten angeordnet sind,
wobei dann entsprechende Verschlußnasen am Aufbewahrungsbehälterrand außen angeordnet
sind.
[0009] Dadurch ist es nunmehr möglich, die Teleskopflaggenstange gänzlich aus dem Aufbewahrungsbehälter
herauszunehmen, die Flagge zu entfalten und dann durch Umdrehen auf dem offenen Behälterrand
zu befestigen, indem der Sockelteil verdreht wird, so daß die Verschlußnasen ineinander
haken.
[0010] Zum Zwecke des Zusammenlegens der Teleskopflaggenstange braucht deshalb nunmehr nur
die Telekopstange zusammengeschoben werden, worauf das Flaggentuch selbst um die Teleskopstange
gewickelt wird, so daß dann durch Umdrehen dieser Teleskopstange das Einführen in
den Aufbewahrungsbehälter möglich ist, wobei dann der Sockelteil als Verschlußstück
dient.
[0011] Dabei ist zur abstandsgerechten Führung der Verschlußnasen des Sockelteils am Aufbewahrungsbehälterrand
ein Führungsbund vorgesehen, an welchem beim Verdrehen des Sockelteils die äußere
Kante des Sockelteils anliegt. Dadurch ist sichergestellt, daß die Verschlußnasen
sicher in Eingriff miteinander kommen.
[0012] Darüber hinaus sind an der Telekopflaggenstange bzw. am Bodenteil Befestigungsmittel
für die Flaggenschnur vorgesehen. Diese Befestigungsmittel sind radiale Schlitze mit
in Schlitzlängsrichtung verschiedener Breite. Dadurch kann der Knoten der Flaggenschnur
durch den größeren Schlitz festgehalten werden. Eine weitere Sicherung kann dann dadurch
erfolgen, daß die Schlitze durch eine Kappe verschließbar sind.
Als Befestigungsmittel können auch ein üblicher Karabinerhaken und eine öse dienen.
[0013] In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Notsignalvorrichtung, wobei
die Notflagge im Aufbewahrungsbehälter ist;
Fig. 2 zeigt das gleiche wie Fig. 1, wobei jedoch die Notflagge außen am Aufbewahrungsbehälter
angebracht ist;
Fig. 3 zeigt im einzelnen den Sockelteil;
Fig. 4 zeigt einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV, wobei die Verschlußkappe kurz vor
dem Aufschieben dargestellt ist;
Fig. 5 zeigt eine Ansicht in Richtung des Pfeiles V ohne Verschlußkappe;
Fig. 6 und 7 zeigen das Befestigungsmittel für die Flaggenschnur am Bodenteil.
Fig. 8 zeigt andere Befestigungsmittel für die Flaggenschnur.
[0014] Wie Fig. 1 zeigt, besteht die Notsignalvorrichtung im wesentlichen aus dem zylinderförmigen
Aufbewahrungsbehälter 1, welcher am Fuß in an sich bekannter Weise einen Befestigungsschlitz
2 aufweist. In dem Aufbewahrungsbehälter befindet sich die Teleskopflaggenstange 3.
Sie ist an einem Sockelteil 4 befestigt, der seinerseits am oberen Behälterrand 5
mit Hilfe eines leicht lösbaren bajonettartigen Verschlußes 18 befestigt ist.
[0015] In Fig. 3 ist der Sockelteil im einzelnen dargestellt. Er ist im wesentlichen ein
Zylinderstück 8, welches etwa in mittlerer Ebene ein Bodenteil 9 aufweist, an welchem
die Teleskopflaggenstange 3 befestigt ist. Nach der bevorzugsten Ausführungsform sind
dabei an dem Zylinderstück innen Verschlußnasen 6, 6a angebracht, die die Form von
Gewindesegmenten 10 haben.
[0016] In entsprechender Weise sind am offenen Behälterrand außen korrespondierende Verschlußnasen
7 angeordnet. Die Teile 6 und 7 bilden den bajonettartigen Verschluß 18.
[0017] Zur absatandsgerechten Führung der Verschlußnase 6 des Sockelteiles 4 ist an dem
Aufbewahrungsbehälter 19 ein Führungsbund 20 angebracht.
[0018] Daraus wird deutlich, daß durch einfaches Verdrehen des Zylinderstückes bzw. des
Sockelteils 4 die Verschlußnasen 6 und 7 oder 6a und 7 in Eingriff kommen.
[0019] Befindet sich die Teleskopstange im Aufbewahrungsbehälter, dann dient der Sockelteil
4 als Verschlußstück.
[0020] Soll die Flagge entfaltet werden, dann wird der Sockelteil vom oberen Aufbewahrungsbehälterrand
abgenommen und umgekehrt wieder aufgesetzt, wie in Fig. 2 dargestellt ist. Auch hier
dienen die Verschlußnasen 6a an der Innenseite des Zylinderstückes zur Befestigung
des Sockelteils am offenen Behälterrand 19.
[0021] Am Bodenteil 9 bzw. am Ende der Teleskopflaggenstange sind Befestigungsmittel 11
bzw. 12 für die Befestigung der Flaggenschnur 21 vorgesehen. Dieses Befestigungsmittel
ist in den Fig. 4 und 5 im einzelnen dargestellt. Man erkennt, daß das Befestigungsmittel
im wesentlichen je ein radialer Schlitz 13, 14 ist, wobei die Breite der Schlitze
im Schlitzlängsrichtung verschieden ist; so ist der Längsschlitz 13 größer ausgebildet
als der Längsschlitz 14. Dadurch ist es möglich, daß der Knoten 22 an der Flaggenschnur
durch den Schlitz, und zwar mit der größeren Breite, sicher festgehalten werden kann.
Zur weiteren Sicherung dieser Flaggenschnur kann eine Verschlußkappe 15 vorgesehen
sein.
[0022] Wie die Fig. 4 und 5 zeigen, sind die Schlitze 13 und 14 in einem Zylinderteil 16
angebracht.
[0023] Am Bodenteil 9 ist eine Aussparung 23 für die Anordnung einer entsprechenden Schlitzausbildung
17 vorgesehen, die in einer Kappe 24 angebracht ist; die Gestaltung ergibt sich im
einzelnen aus den Fig. 6 und 7.
[0024] Fig. 8 zeigt eine andere Befestigungsart für die Flaggenschnur. Sie besteht aus je
einer öse 25, 25a, die am Sockelteil 4 bzw. am Teleskopstangenende angebracht sind.
In diesen ösen ist ein Karabinerhaken 26 eingehängt, an dem die Flaggenschnur befestigt
ist.
1. Notsignalvorrichtung, bestehend aus einem Aufbewahrungsbehälter mit darin befindlicher
Teleskopflaggenstange mit Notflagge,
dadurch gekennzeichnet, daß die Teleskopflaggenstange (3) an einem Sockelteil (4) befestigt ist, welcher
abnehmbar am offenen Aufbewahrungsbehälterrand (19) befestigt ist.
2. Notsignalvorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen Aufbewahrungsbehälterrand (19) und Sockelteil (4) durch
einen leicht lösbaren, z.B. bajonettartigen Verschluß (18) gebildet wird.
3. Notsignalvorrichtung nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet, daß der Sockelteil (4) ein Zylinderstück (8) mit mittlerem Bodenteil (9) zur Befestigung
der Teleskopflaggenstange (3) ist, und daß das Zylinderstück (8) mit Verschlußnasen
(6, 6a) versehen ist, zu denen korrespondierende Verschlußnasen (7) am offenen Behälterrand
(19) vorgesehen sind.
4. Notsignalvorrichtung nach Anspruch 3
dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußnasen (6, 6a) vorzugsweise innen am Zylinderstück (8) angebracht
und in Form von Gewindesegmenten (10) ausgebildet sind.
5. Notsignalvorrichtung nach Anspruch 3
dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußnasen (6, 6a) am Zylinderstück (8) beiderseits des Bodenteils (9)
angeordnet sind.
6. Notsignalvorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbewahrungsbehälterrand (19) ein Führungbund (20) zur abstandsgerechten
Führung der Verschlußnasen (6, 6a) des Sockelteils (4) vorgesehen ist.
7. Notsignalvorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß an der Teleskopflaggenstange (3) bzw. am Bodenteil (9) Befestigungsmittel für
die Flaggenschnur vorgesehen sind.
8. Notsignalvorrichtung nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel radiale Schlitze (13, 14) mit in Schlitzlängsrichtung
verschiedener Breite sind.
9. Notsignalvorrichtung nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (13, 14) durch eine Kappe (15) verschließbar sind.
10. Notsignalvorrichtung nach Anspruch 9
dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (13, 14) in einem Zylinderteil (16) angebracht sind, wobei der obere
Schlitz (13) in seinen Abmessungen größer ist.
5. Notsignalvorrichtung nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel aus Karabinerhaken und ösen bestehen, die am Sockelteil
bzw. am Teleskopflaggenstangenende angeordnet sind.