[0001] Die Erfindung betrifft ein Vortriebsschild mit einer im Schildvorderteil durch eine
Querwand nach hinten abgedichteten, nach vorn durch die Ortsbrust begrenzten, unter
Druck setzbaren Abbaukammer und einer in dieser an der Querwand über einen Drehkranz
angeordneten, räumlich manipulierbaren Arbeitsvorrichtung zum Abbau des an der Ortsbrust
anstehenden Materials, wobei im Bodenbereich der Abbaukammer ein oder mehrere Absaugrohre
vorgesehen sind, über die mittels einer Förderpumpe in einem Flüssigkeits-Umwälzkreislauf
das abgebaute Bodenmaterial aus der Abbaukammer herausförderbar ist.
[0002] Ein solcher Vortriebsschild ist aus der DE-AS-24 31 512 bekannt. Dort ist der Abbauraum
mit einer unter Druck stehenden thixotropen Stützflüssigkeit ausgefüllt, mit der das
abgebaute Material mittels einer Förderpumpe aus dem Abbauraum in den hinteren druckfreien
Bereich des Schildes herausgelangt, wobei die aus dem Abbauraum mit dem abgebauten
Material herausgepumpte Stützflüssigkeit ständig ersetzt wird. Als Arbeitsvorrichtung
dient bei dem bekannten Vortriebsschild ein schwenkbarer Abbauarm mit drehbarem Schneidkopf,
wobei die Absaugung einerseits am Schneidkopf unmittelbar und andererseits am Boden
des Abbauraums vorgenommen wird.
[0003] Der bekannte Vortriebsschild ist nur für Naßförderung mit flüssigkeitsgestützter
Ortsbrust einsetzbar und kann daher nicht bei ausreichend standfesten Böden trocken
gefahren werden. Ein Einsatz ist ferner bei Böden nicht möglich, die Geröllschichten
und ständige Steinhindernisse enthalten. Bei einzelnen Steinhindernissen muß der Abbauvorgang
unterbrochen und das Hindernis manuell beseitigt werden, d.h. es ist erforderlich,
den unter Druck stehenden Abbauraum zu betreten. Aus FR-A-2 589 516 ist ein Vortriebsschild
bekannt, der für den Abbau von wasserhaltigen Böden mit geringer Kohäsion bestimmt
ist und mit Druckluft als Stützmedium für die Ortsbrust arbeitet, wobei die Ortsbrust
mit einer thixotropen Flüssigkeit bespritzt wird, um die Leckverluste der Druckluft
gering zu halten. Über einen Schneckenförderer wird das abgebaute Material trocken
aus dem Abbauraum herausgefördert. Dieser bekannte Vortriebsschild ist für den Einsatz
einer Stützflüssigkeit weder vorgesehen noch geeignet.
[0004] Aus DE-35 14 563-A1 ist eine Tunnelvortriebsmaschine bekannt, die nach dem Vollschnittverfahren
arbeitet, wobei ein Schneidrad mit sich drehender Schürfscheibe und eine Schneckenfördereinrichtung
das von der Ortsbrust abgetragene Erdmaterial abtransportiert und über einen Rost
in eine Spülkammer befördert. Die als Abbauwerkzeug dienende Schürfscheibe sorgt dabei
selbst für die Abstützung der Ortsbrust, so daß andere Stützmedien nicht benötigt
werden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Vortriebsschild der eingangs genannten
Art zu schaffen, der auch bei stark wechselnden Bodenarten mit darin eingelagerten
Hindernissen einsetzbar ist, der zur Bergung von Hindernissen kein Betreten des Abbauraums
erfordert, und bei dem das abgebaute Material nicht nur naß, sondern im Bedarfsfall
auch ohne Umbau trocken gefördert werden kann.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß im Schild hinter
dem Abbauraum ein von diesem abgeschotteter Wartungsraum angeordnet ist, in den die
Arbeitsvorrichtung für den Wechsel des Abbauwerkzeugs zurückfahrbar ist, daß im Abstand
oberhalb der Absaugrohre ein Rost als Durchlaß für das spülfähige Bodenmaterial vorgesehen
ist, und daß neben dem Rost in der Querwand eine Schleuse zur Abführung des vom Rost
nicht durchgelassenen Abbaumaterials und geborgener Steine angeordnet ist.
[0007] Der erfindungsgemäße Vortriebsschild ist unter allen denkbaren Bedingungen einsetzbar,
nämlich bei lockeren bis sehr fest gelagerten Böden, bei rolligen bis bindigen Böden
und bei Böden, die Geröllschichten und ständige Steinhindernisse enthalten, wobei
der Abbauraum entsprechend den Bodenverhältnissen mit Druckluft, Wasser oder einer
Stützflüssigkeit oder auch mit einer Kombination von Druckluft und Flüssigkeit gefüllt
sein kann, d.h. es kann naß oder trocken gefördert werden. Bei der Naßförderung wird
der Boden über dem Rost vorsortiert. Geröll, Steine und Blöcke können oberhalb des
Rostes über die Schleuse in Spezialfahrzeuge transportiert und trocken abgefahren
werden. Die Auswechselbarkeit des vorzugsweise hydraulisch antreibbaren Abbauwerkzeugs
ermöglicht die Anbringung des jeweils für die Bodenverhältnisse zweckmäßigen Werkzeuges.
Als Grundwerkzeug dient dabei ein Exkavator in Form einer Schaufel oder eines Löffels,
während beispielsweise bei Feststellung eines großen Steinhindernisses der Exkavator
durch einen Hydraulikhammer ersetzt wird, um den Stein zu zertrümmern. Alle diese
Abbauvorgänge sind von außerhalb des Abbauraums aus steuerbar.
[0008] Da der Greifarm in einen von der Abbaukammer abschottbaren Wartungsraum zurückfahrbar
ist, kann auch der Werkzeugwechsel und eine ggfs. erforderliche Reparatur unter atmosphärischem
Luftdruck ausgeführt werden.
[0009] Im Prinzip genügt ein zentral im Abbauraum angeordneter Greifarm. Aus Gründen der
Redundanz ist es jedoch zweckmäßig, zwei Greifarme nebeneinander im mittleren Bereich
der Querwand vorzusehen, so daß jeweils ein Greifarm in Arbeitsposition sein kann,
während der andere im Wartungsraum repariert oder mit einem anderen Abbauwerkzeug
bestückt wird.
[0010] Von Vorteil ist es ferner, ringförmig in der Schneide des Schildes hydraulisch unabhängig
voneinander nach vorn ausfahrbare Sondiermesser vorzusehen. Diese Sondiermesser können
beispielsweise zum Orten von Steinhindernissen oder als Haube zur Stützung bei der
Bergung von Steinen verwendet werden. Sie können aber auch ausgefahren werden, bevor
der Schildvortrieb erfolgt, wodurch die Vortriebskräfte erheblich vermindert werden
können.
[0011] Für manche Situation kann es erforderlich sein, die Ortsbrust mechanisch zu stützen.
Dafür ist es zweckmäßig, ringförmig am Stirnende des Schildes in dessen mittleren
und oberen Bereich hydraulisch unabhängig voneinander antreibbare Brustverbauplatten
anzuordnen, die aus einer Ausgangsposition, in der sie etwa parallel zum Mantel des
Schildes verlaufen, radial in eine Stützposition schwenkbar sind, in der sie die Stirnöffnung
des Schildes entsprechend der Größe ihrer Fläche versperren. Hierdurch kann beispielsweise
bei Trockenförderung der obere Bereich der Ortsbrust abgestützt werden, während aus
dem unteren Bereich ein Steinhindernis geborgen wird.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In der Zeichnung stellen dar:
- Fig. 1
- einen Vortriebsschild beim normalen Arbeitsablauf,
- Fig. 2
- den Vortriebsschild bei der Steinbergung am oberen Ende der Schildschneide,
- Fig. 3
- den Vortriebsschild bei der Steinbergung am unteren Ende der Schildschneide,
- Fig. 4
- den Vortriebsschild bei der Steinbergung unter Druckluft,
- Fig. 5
- den Vortriebsschild bei der Zertrümmerung eines Steinhindernisses,
- Fig. 6a
- den Vortriebsschild in Vorderansicht ohne Brustverbauplatten und
- Fig. 6b
- den Vortriebsschild in Vorderansicht mit Brustverbauplatten, die zum Teil ausgefahren
sind.
[0013] Der Schildmantel 1 des in Fig. 1 dargestellten Vortriebsschildes ist als Doppelmantel
mit einer Schildschneide 2 am vorderen Ende ausgebildet. Der Schildmantel 1 umschließt
im vorderen Teil des Schildes eine Querwand 3, die eine vordere Abbaukammer 4 unter
völliger Abdichtung von dem hinteren Teil des Vortriebsschildes trennt. Die Abbaukammer
4 reicht mit ihrem vorderen Ende bis an die Ortsbrust 5. Etwa in der Mitte der Querwand
3 ist ein Greifarm 6 angeordnet, an dessen vorderen Ende lösbar ein Abbauwerkzeug
angebracht ist. Beim normalen, in Fig. 1 dargestellten Abbaubetrieb besteht das Abbauwerkzeug
aus einem Exkavator 7 in Form eines Greifers oder Löffels. Der Greifarm ist hydraulisch
mittels mehrerer Kolben-Zylinder-Einheiten steuerbar, um den Boden an der Ortsbrust
5 abzubauen. Durch Anordnung des Greifarms an einem vertikalen Drehkranz 8 kann der
Exkavator alle Stellen der Ortsbrust bis zur Schildschneide erreichen, so daß der
Boden radial abgebaut werden kann und dabei nur Teilflächen der Ortsbrust gestört
werden.
[0014] Im Abstand vom Boden der Abbaukammer 4 befindet sich ein bis an die Querwand 3 reichender
Rost 9, unter dem eine Spülkammer 10 gebildet wird. Bei dem in Fig. 1 dargestellten
Betriebszustand besteht die Ortsbrust aus Sand, so daß eine Stützung mit Druckluft
nicht möglich ist. Zur Stützung ist daher die Abbaukammer 4 mit einer thixotropen
Stützflüssigkeit, z.B. mit Bentonit, gefüllt. In der Spülkammer 10 sind Mündungen
von Absaugrohren 11 angeordnet, die mit einer nicht dargestellten Pumpe verbunden
sind, die die thixotrope Flüssigkeit mit dem geförderten Boden, der durch den Rost
9 gefallen ist, aus der Abbaukammer herausfördert. Die dabei mitgenommene Stützflüssigkeit
wird über einen Zulauf nach Reinigung wieder in die Abbaukammer 4 zurückgeführt, so
daß dort der Pegel der Stützflüssigkeit konstant gehalten wird.
[0015] Die Betätigung des Abbauwerkzeuges wird von einem Steuerstand 12 aus bewirkt, der
sich hinter der Querwand 3 im drucklosen Raum des Vortriebsschildes befindet. Von
dort kann auch die Ortsbrust auf einem Bildschirm dargestellt und vermessen werden.
Vom Steuerstand 12 werden alle Manipulationen gesteuert, die beim Abbau der Ortsbrust
erforderlich sind. Durch ein Fenster in der Querwand 3 ist es auch möglich, den Abbauvorgang
und die damit verbundenen Manipulationen zu beobachten und zu kontrollieren.
[0016] Dort, wo der Rost 9 an die Querwand 3 angrenzt, ist eine Schleuse 13 vorgesehen,
die aus Sicherheitsgründen mit zwei Absperrschiebern 14 versehen ist, und die dazu
dient, abgebautes Material abzuführen, das nicht durch den Rost 9 gefallen ist. In
der Schleuse 13 befindet sich ein Förderband 15, mit dem die Steine in einen Wagen
16 zum Abtransport befördert werden.
[0017] Am Stirnende des Schildmantels 1 sind ringförmig auf dem gesamten Umfang Sondiermesser
17 angeordnet, die unabhängig voneinander hydraulisch aus der Schildschneide nach
vorn ausfahrbar sind. Diese Sondiermesser 17 üben verschiedene Funktionen aus. Einerseits
können mit ihnen Steinhindernisse im Schneidenbereich geortet werden. Sie können aber
auch - beispielsweise im oberen Bereich des Schildes - ausgefahren werden und dadurch
eine Böschungs-Sicherung an der Ortsbrust ausüben. Sie können aber auch einzeln vorgefahren
werden und damit einen Hohlraum schaffen, in den der Schildmantel einfahren kann.
Dadurch können die Schildvortriebskräfte klein gehalten werden, da sich ein Druckgewölbe
vor dem Schild nicht ausbilden kann, und auch Hebungen, Nachbrüche und Setzungen sind
gering. Die Sondiermesser können unterschiedlich weit ausgefahren werden und einzeln,
in Gruppen oder alle zusammen vorgedrückt werden. Ihre Antriebszylinder liegen dabei
außerhalb der unter Druck stehenden Abbaukammer.
[0018] Als Sicherheitsmaßnahme für Sonderfälle sind am vorderen Ende des Schildmantels Brustverbauplatten
18 angebracht, die aus der dargestellten Ruhelage, in der sie etwa parallel zum Schildmantel
verlaufen, radial bis zu etwa 90° einwärts geschwenkt werden können, so daß sie mit
ihrer Fläche die Ortsbrust abstützen, was weiter unten noch näher erläutert wird.
Auch die Brustverbauplatten sind unabhängig voneinander bewegbar. Die Steuerung der
Brustverbauplatten 18 erfolgt ebenso wie die Steuerung der Sondiermesser 17 vom Steuerstand
12 aus.
[0019] Die Ortung von Steinen kann durch die Sondiermesser 17 erfolgen, wenn ein Stein sich
im Bereich der Schildschneide befindet, im übrigen Bereich der Ortsbrust erfolgt die
Steinortnung durch den Exkavator 7, oder durch Seismik, durch Schallwandler und durch
Druckanzeigen.
[0020] Fig. 2 zeigt die Bergung eines Steins, der im oberen Bereich der Schildschneide geortet
worden ist. Die Steinbergung erfolgt dabei unter Stützung des unteren Teils der Abbaukammer
mit einer thixotropen Flüssigkeit und Druckluft im oberen Teil der Abbaukammer, so
daß die Bergung unter Sichtkontakt erfolgen kann.
[0021] Fig. 3 zeigt die Bergung eines Steins, der im unteren Bereich der Schildschneide
geortet worden ist, wobei die gesamte Abbaukammer wie in Fig. 1 mit Stützflüssigkeit
ausgefüllt ist.
[0022] Fig. 4 zeigt die Steinbergung in der unter Druckluft stehenden Abbaukammer 4, wobei
der obere Bereich der Ortsbrust durch die einwärts geschwenkten Brustverbauplatten
gestützt wird. Im Bedarfsfall kann zusätzlich der nicht von den Brustverbauflatten
gestützte untere Teil der Ortsbrust mit einer thixotropen Flüssigkeit versiegelt und
gesichert werden.
[0023] Wenn, wie in Fig. 5 dargestellt ist, ein Stein solcher Größe geortet wird, daß er
von dem Abbauwerkzeug nicht mehr gehandhabt werden kann, bietet die Auswechselbarkeit
des Abbauwerkzeuges die Möglichkeit, den Exkavator durch ein Bohr- oder Spaltgerät
zu ersetzen, um den Stein zu zerkleinern. Um den Austausch des Abbauwerkzeuges durchführen
zu können, ist der Greifarm 6 aus der Abbaukammer 4 nach hinten in einen Wartungsraum
19 zurückfahrbar, der unter atmosphärischem Druck steht und gegen die Abbaukammer
abschottbar ist. In der Wartungskammer kann dann unter atmosphärischen Druckbedingungen
der Werkzeugaustausch erfolgen, und es können auch dort Reparaturarbeiten durchgeführt
werden.
[0024] Alle für den Schildvortrieb erforderlichen Manipulationen sind somit durchführbar,
ohne daß die Abbaukammer betreten werden muß.
[0025] Außer den beschriebenen Abbauwerkzeugen können natürlich auch andere Werkzeuge am
Greifarm angebracht werden, wenn es die Beschaffenheit des abzubauenden Bodens erfordert.
Beispielsweise kann auch am Greifarm eine Injektionsausrüstung angebracht werden,
um die Ortsbrust durch Bodenverfestigung zu sichern. Im Bedarfsfall ist auch die Anbringung
einer Bohrvorrichtung möglich.
[0026] Fig. 6a zeigt einen erfindungsgemäß ausgebildeten Vortriebsschild, der keine Brustverbauplatten
enthält. Innerhalb der Schildschneide 2 sind die auf dem Umfang gleichmäßig verteilten
Sondiermesser 17 erkennbar. Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel sind nebeneinander
zwei Greifarme angeordnet, die alle zugehörigen Einrichtungen aufweisen, d.h. einen
linken und rechten Steuerstand 12, eine linke und rechte Steinschleuse 13 sowie einen
linken und rechten Rost 9 mit zugehöriger Spülkammer 10. Beide Greifarme sind - wie
zuvor beschrieben - in einen Wartungsraum zurückfahrbar, so daß jeweils einer der
Greifarme arbeiten kann, während der andere im drucklosen Wartungsraum repariert oder
mit einem entsprechenden Abbauwerkzeug bestückt werden kann.
[0027] Fig. 6b zeigt in Vorderansicht einen Vortriebsschild wie in Fig. 6a, jedoch mit zusätzlicher
Ausrüstung mit Brustverbauplatten 18. Im rechten Teil sind die Verbauplatten in ausgefahrenem
Zustand dargestellt, in dem sie ihre Stützfunktion für die Ortsbrust ausüben, während
sie im linken Teil von Fig. 6b im zurückgefahrenen Zustand dargestellt sind. Die Verbauplatten
erstrecken sich nicht über den gesamten Umfang, sondern nur über den mittleren und
oberen Teil über einem Umfangswinkel von etwa 200°.
1. Vortriebsschild mit einer im Schildvorderteil durch eine Querwand (3) nach hinten
abgedichteten, nach vorn durch die Ortsbrust (5) begrenzten, unter Druck setzbaren
Abbaukammer (4) und einer in dieser an der Querwand (3) über einen Drehkranz (8) angeordneten,
räumlich manipulierbaren Arbeitsvorrichtung (7) zum Abbau des an der Ortsbrust (5)
anstehenden Materials, wobei im Bodenbereich der Abbaukammer (4) ein oder mehrere
Absaugrohre (11) vorgesehen sind, über die mittels einer Förderpumpe in einem Flüssigkeits-Umwälzkreislauf
das abgebaute Bodenmaterial aus der Abbaukammer (4) herausförderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Schild (1) hinter dem Abbauraum (4) ein von diesem abgeschotteter Wartungsraum
(19) angeordnet ist, in den die Arbeitsvorrichtung (7) für den Wechsel des Abbauwerkzeugs
zurückfahrbar ist, daß im Abstand oberhalb der Absaugrohre (11) ein Rost (9) als Durchlaß
für das spülfähige Bodenmaterial vorgesehen ist, und daß neben dem Rost (9) in der
Querwand (3) eine Schleuse (13) zur Abführung des vom Rost (9) nicht durchgelassenen
Abbaumaterials und geborgener Steine angeordnet ist.
2. Vortriebsschild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nebeneinander zwei unabhängig voneinander steuerbare Greifarme (6) vorgesehen
sind.
3. Vortriebsschild nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ringförmig in der Schneide (2) des Schildes hydraulisch unabhängig voneinander
nach vorn ausfahrbare Sondiermesser (18) angeordnet sind.
4. Vortriebsschild nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ringförmig am Stirnende des Schildes in dessen mittleren und oberen Bereich hydraulisch
unabhängig voneinander antreibbare Brustverbauplatten (18) angeordnet sind, die aus
einer Ausgangsposition, in der sie etwa parallel zum Schildmantel (1) verlaufen, radial
in eine Stützposition schwenkbar sind, in der sie die Stirnöffnung des Schildes entsprechend
der Größe ihrer Fläche versperren.
1. Driving shield comprising, in the front part, an excavation chamber (4) sealed off
at the rear by a transverse wall (3), bounded at the front by the working face (5)
and capable of being pressurized, and comprising a working device (7), disposed in
the working chamber and mounted by means of a rotary mounting (8) on the transverse
wall (3), the working device being capable of being spatially manipulated for excavating
the material occurring at the working face (5), one or more suction pipes (11) being
provided in the floor region of the excavation chamber (4), through which pipes the
excavated material can be conveyed out of the excavation chamber (4) by means of a
pump in a liquid circulating circuit, characterized in that, in the shield (1), behind
the excavation chamber (4), a maintenance room (19), partitioned off from the excavation
chamber, is disposed, into which the working device (7) can be retracted for changing
the excavation tool, that at a distance above the suction pipes (11) a grating (9)
is provided as sieve for the flushable material, and that adjacent to the grating
(9) a lock (13) is disposed in the transverse wall (3) for the removal of the excavated
material that has not passed through the sieve (9) and recovered stones.
2. Driving shield according to Claim 1, characterized in that two independently controllable
grab arms (6) are provided along-side each other.
3. Driving shield according to Claim 1 or 2, characterized in that independently hydraulically
forwardly extensible probing knives (17) are disposed in annular array in the cutting
edge (2) of the shield.
4. Driving shield according to one of the preceding Claims, characterized in that hydraulically
independently drivable face support plates (18) are disposed in annular array at the
front end of the shield in its middle and upper region, which support plates can be
pivoted from a starting position, in which they are approximately parallel to the
shield wall (1), into a supporting position, in which they block the end opening of
the shield according to the size of their surface.
1. Bouclier d'avancement comportant une chambre d'abattage (4) rendue étanche vers l'arrière
par une paroi transversale (3), devant le bouclier, limitée vers l'avant par le front
de taille (5), et qui peut être mise sous pression, et, dans celle-ci, un dispositif
de travail qui est monté dans la paroi transversale (3) sur une couronne de pivotement
(8) et qui peut être manipulé dans l'espace, pour l'abattage de la matière à la surface
du front de taille (5), étant prévus dans la zone du fond de la chambre d'abattage
(4) un ou plusieurs tubes d'aspiration (11), par lesquels au moyen d'une pompe de
transport peut être transportée hors de la chambre d'abattage (4) la matière du fond
abattue dans un cycle pulsé de liquides, caractérisé en ce que, dans le bouclier (1), derrière la chambre d'abattage (4), est prévue une chambre
de maintenance (19) étanche par rapport à celle-ci, dans laquelle peut être reculé
le dispositif de travail (7) pour changer l'outil d'abattage, en ce que, à une certaine
distance au-dessus des tubes d'aspiration (11) est prévue une grille (9) servant de
passage pour la matière qui peut être lavée, et en ce que, près de la grille (9) dans
la paroi transversale (3), est disposé un canal de transfert (13) pour évacuer la
matière d'abattage qui ne passe pas par la grille (9) et des pierres récupérées.
2. Bouclier d'avancement suivant la revendication 1, caractérisé en ce que sont prévus deux bras de saisie (6) près l'un de l'autre et commandables indépendamment
l'un de l'autre.
3. Bouclier d'avancement suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, dans la lame (2) du bouclier, sont montés des couteaux de sondage (17) formant
un anneau et hydrauliquement dépliables vers l'avant indépendamment les uns des autres.
4. Bouclier d'avancement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, formant un anneau à l'extrémité avant du bouclier, sont montées, dans ses zones
centrale et supérieure, des plaques d'obturation de face (18) qui peuvent être hydrauliquement
actionnées indépendamment les unes des autres et qui, en dehors de la position de
sortie dans laquelle elles vont pratiquement parallèles à la surface du bouclier (1),
sont orientables radialement en position d'appui dans laquelle elles obstruent l'ouverture
frontale du bouclier, correspondant à la dimension de leurs surfaces.