[0001] Die Erfindung betrifft einen Transporttank, insbesondere einen sogenannten Wechseltank.
Unter Wechseltanks werden umsetzbare, tankcontainerähnliche Transporttanks verstanden,
die überwiegend im kombinierten oder multimodalen Transport von Flüssigkeiten, Schüttgut
und Gasen im Straßen- und Schienenverkehr eingesetzt werden.
[0002] Ein Transporttank mit den im ersten Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen ist
aus DE 84 09 021 U1 bekannt. Dort handelt es sich um einen voll stapelfähigen ISO-Tankcontainer,
bei dem der bei noch älteren Bauformen vorhandene, den Tank vollständig umgebende
Außenrahmen auf zwei Stirngruppen beschränkt ist, deren jede vier Eckbeschläge aufweist
und über vier Sattelstücke und einen Stirnring mit dem betreffenden nach außen gewölbten
Stirnboden des eigentlichen Tanks verbunden ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wechseltank zu schaffen, der einerseits
ein noch geringeres Taragewicht aufweist, andererseits eine sichere Einleitung aller
am Tank angreifenden Kräfte in die unteren Eckbeschläge einer Rahmenstruktur gewährleistet
und gleichzeitig eine wahlweise Verriegelung an in unterschiedlichen Abständen auf
dem jeweiligen Fahrzeug vorhandenen Drehschlössern oder sonstigen Arretierungselementen
gestattet.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe ist im Anspruch 1 gekennzeichnet. Danach ist die Rahmenstruktur
auf lediglich die beiden unteren Stirnbereiche des Transporttanks reduziert, wobei
jeder dieser beiden Rahmenteile aus einem unteren Querholm und zwei über nur einen
Teil der Tanklänge verlaufenden unteren Längsholmen besteht. Die Verbindung zwischen
den Tankböden und den betreffenden Rahmenteilen erfolgt über ein Stirnringelement,
das über einen Bereich von nur 90° bis 180° der unteren Tankbodenhälfte verläuft und
über zwei dreieckige Sattelstücke mit dem betreffenden Querholm verbunden ist. Weiter
innen sind die Längsholme an einem den zylindrischen Tank-Hauptteil umgebenden Verstärkungsring
befestigt.
[0005] Diese Struktur ergibt eine auf praktisch ein Minimum an Bauteilen und Ausmaßen begrenzte
Stirn- und Längssattelung, die zur Aufnahme der am Tank angreifenden Kräfte ausreicht.
Gleichzeitig bieten sich an den äußeren Eckpunkten von Quer- und Längsholmen sowie
an den Stellen, an denen die Längsholme mit den Verstärkungsringen verbunden sind,
Befestigungspunkte für äußere und innere Eckbeschläge. Der erfindungsgemäße Transporttank
weist somit insgesamt acht untere Eckbeschläge auf, deren gegenseitiger Abstand in
Tanklängsrichtung entsprechend zwei unterschiedlichen, auf Fahrzeugen üblichen Verriegelungsmaßen
gewählt sind. In der vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 8 beträgt
der Abstand zwischen den äußeren Eckbeschlägen 30' (ca. 9125 mm) und der der inneren
Eckbeschläge 20' (ca. 6058 mm).
[0006] Zusätzliche Versteifungsmaßnahmen für die Sattel- und Rahmenstrukturen sind in den
Unteransprüchen 2, 3 und 5 angegeben. Die Maßnahme des Anspruchs 4 dient zur Vermeidung
von Spannungsspitzen an den Enden der Stirnringelemente. In der Weiterbildung der
Erfindung nach den Ansprüchen 6 und 7 werden die Längsholme gleichzeitig als Greifkanten
unter weiterer Abstützung am Tank herangezogen.
[0007] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher
erläutert, in der
Figur 1 eine teilweise Seitenansicht und
Figur 2 eine Stirnansicht eines Transporttanks zeigt.
[0008] Gemäß der Zeichnung besteht der Tank 10 aus einem kreiszylindrischen Hauptteil 11
mit gewölbten Stirnböden 12, von denen in Figur 1 nur einer zu sehen ist. Der Hauptteil
11 ist von mehreren Verstärkungsringen 13, 14 umgeben. Figur 1 zeigt nur den rechten
Teil des Tanks 10, dessen vertikale Mittelebene weiter links vom Verstärkungsring
14 liegt und daher nicht mehr in der Zeichnung erscheint.
[0009] In dem in Figur 1 gezeigten Endbereich wird der Tank 10 von einem Rahmenteil aufgenommen,
der aus einem Querholm 15 und zwei Längsholmen 16 besteht. An den beiden äußeren Ecken
des Querholms 15 ist an dessen Unterseite jeweils ein äußerer Eckbeschlag 17 angeschweißt.
[0010] Am Stirnboden 12 ist ein Stirnringelement 18 mit L-Profil angeordnet, dessen parallel
zu Tanklängsachse 19 verlaufender Flansch 20 in dem die stärkste Krümmung aufweisenden
Krempenbereich des Stirnbodens oder in dem weniger gekrümmten Bereich des innerhalb
des Krempenbereichs an den Stirnboden 12 angeschweißt ist. Das Stirnringelement 18
verläuft über einen Winkel von 135° und ist zur vertikalen Längsmittelebene symmetrisch
angeordnet. Die beiden Enden des Flansches 20 sind zur Vermeidung von Spannungsspitzen
an die Mantelfläche von radial auf den Stirnboden 12 aufgesetzten Rohrabschnitten
21 angeschweißt, die zum weiteren Spannungsabbau nach außen einen Gehrungsschnitt
aufweisen. Anstelle des genannten L-Profils kann das Stirnringelement 18 auch ein
T-Profil aufweisen und mit dem Steg am Stirnboden 12 ansetzen. In jedem Fall weist
das Stirnringelement einen in Radialrichtung weisenden Flansch 22 auf.
[0011] Auf den Querholm 15 sind zwei dreieckige Sattelstücke 23 aufgesetzt, wobei jeweils
das senkrecht zur Tanklängsachse 19 stehende Flächenteil 24 am radialen Flansch 22
des Stirnringelements 18 anliegt. An der unteren Kante des Flächenteils 24 ist ein
horizontaler Flansch 25 angekantet, der auf der oberen Fläche des Querholms 15 aufliegt.
An die bezüglich des Tanks äußere schräge Kante des Flächenteils 24 ist ein Verstärkungsflansch
26 angekantet, der dreieckig oder trapezförmig mit einer langen unteren, mit dem Flansch
25 verbundenen Kante geformt ist. Die dritte innere Kante des Flächenteils 24 verläuft
tangential zum Stirnboden 12 und reicht möglichst weit an diesen heran, um eine möglichst
große Überschneidungsfläche zwischen dem Flächenteil 24 und dem Flansch 22 des Stirnringelements
18 zu gewinnen.
[0012] Die beschriebene Gestaltung des Stirnringelements 18 und des Sattelstücks 23 ermöglicht
es, bei der Montage die beiden Rahmenteile derart anzuordnen, daß die äußeren Eckbeschläge
17 in Tanklängsrichtung den vorgeschriebenen Norm-Abstand aufweisen, daraufhin die
Sattelstücke 23 so weit in Tanklängsrich tung zu verschieben, bis die Flächenteile
24 am Flansch 22 des bereits vorher an den Stirnboden 12 des Tanks 10 angeschweißten
Stirnringelements 18 anstoßen, und in diesem Zustand die Sattelstücke 23 mit dem Stirnringelement
18 und dem Querholm 15 zu verschweißen oder zu verschrauben. Dadurch lassen sich bei
der Fertigung der einzelnen Bauteile, insbesondere des Tanks 10 selbst, und beim Anschweißen
der Stirnringelemente 18 an die Stirnböden 12 unvermeidbare Toleranzen ausgleichen.
[0013] Die dreieckige Form der Sattelstücke 23 ist nicht nur vom Gesichtspunkt der Material-
und Gewichtsersparnis günstig, sondern entspricht auch der Richtung der vom Tank 10
unmittelbar in die Eckbeschläge 17 einzuleitenden Kräfte.
[0014] Zwischen den beiden dreieckigen Sattelstücken 23 kann zur weiteren Abstützung bei
Bedarf ein rechteckiges Knotenblech 27 vorgesehen sein, das mit einer senkrecht stehenden
Fläche am radial verlaufenden Flansch 22 des Stirnringelements 18 und mit einem an
seiner unteren Seite angekanteten Flansch an die obere Fläche des Querholms 15 angeschweißt
oder angeschraubt ist.
[0015] Die Längsholme 16 stoßen mit ihren inneren Enden am Verstärkungsring 14 an und sind
an einer Zwischenstelle am Verstärkungsring 13 befestigt. An der Befestigungsstelle
mit dem Verstärkungsring 13 ist an der Unterseite jedes Längsholms 16 ein innerer
Eckbeschlag 28 angebracht.
[0016] Vorzugsweise beträgt der Abstand a zwischen dem in Figur 1 gezeigten inneren Eckbeschlag
28 und dem symmetrisch dazu am anderen Ende des Tanks 10 vorgesehenen (nicht gezeigten)
inneren Eckbeschlag 20' (ca. 6058 mm). Ferner beträgt der Abstand zwischen dem inneren
Eckbeschlag 28 und dem äußeren Eckbeschlag 17 vorzugsweise 5' (ca. 1534 mm), woraus
sich zwischen dem in Figur 1 gezeigten äußeren Eckbeschlag 17 und dem auf der gleichen
Tankseite symmetrisch dazu liegenden (nicht gezeigten) äußeren Eckbeschlag ein Abstand
b von 30' (ca. 9125 mm) ergibt. Diese Abstandsmaße sind deshalb zweckmäßig, weil an
für ISO-Container gebauten Containerfahrzeugen Drehschlösser oder sonstige Arretierungselemente
üblicherweise in einem dieser Abstände angeordnet sind. Der gezeigte Transporttank
läßt sich somit sowohl mit solchen Fahrzeugen transportieren, die für 20'-Container
bestimmt sind, als auch mit solchen, die für 30'-Container ausgelegt sind.
[0017] Im Bereich zwischen den beiden Verstärkungsringen 13, 14 dient der Längsholm 16 als
Greifkante. In diesem Bereich setzt an den Längsholm 16 ein Blechstück 29 an, dessen
an die obere Kante des Längsholms 16 angrenzendes vertikales Flächenteil 30 die Funktion
der über der Greifkante geforderten Gleitfläche erfüllt. An das Flächenteil 30 ist
ein radial verlaufendes Flächenteil 31 angekantet, das mit dem nach außen weisenden
Steg einer an den Mantel des Tanks 10 zwischen den beiden Verstärkungsringen 13,
14 angeschweißten T-Profil-Auflageschiene 32 verbunden ist.
[0018] Wie in Figur 1 und 2 gezeigt, können die äußeren und die inneren Eckbeschläge 17,
28 bei Bedarf jeweils über schräge Konsolen 33 gegenüber dem Längsholm 16 und dem
Querholm 15 zusätzlich abgestützt sein. Die Quer- und Längsholme können aus geschlossenem
Vierkantrohr, stehendem I-Träger oder nach innen oder außen offenem, hochkant stehenden
U-Profil in warmgewalzter Normalausführung gefertigt sein.
1. Transporttank mit einem zylindrischen Hauptteil (11) und gewölbten stirnseitigen
Böden (12), die jeweils über ein Stirnringelement (18) und Sattelstücke (23) mit äußere
Eckbeschläge (17) tragenden Rahmenteilen (15, 16) verbunden sind, wobei jedes Stirnringelement
(18) mit einem parallel zur Tanklängsachse (19) verlaufenden Flansch (20) an den
jeweiligen Tankboden (12) angeschweißt ist und jedes Sattelstück (23) mit einem quer
zur Achse (19) stehenden dreieckigen Flächenteil (24) an einem radial verlaufenden
Flansch (22) des Stirnringelements (18) und mit einem an einer Kante des Flächenteils
(24) vorgesehenen Flansch (25) an dem betreffenden Rahmenteil (15, 16) befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Stirnringelement (18) als Teilring ausgebildet ist, der über einen Bereich
von etwa 90° bis etwa 180° der unteren Tankbodenhälfte verläuft,
daß die Rahmenteile an beiden Stirnbereichen des Tanks (10) jeweils einen unteren
Querholm (15), an dessen oberer Fläche die Sattelstücke (23) befestigt sind, und zwei
über einen Teil der Tanklänge verlaufende untere Längsholme (16), die jeweils einen
weiteren, inneren Eckbeschlag (28) tragen und mit einem den Tank-Hauptteil (11) umgebenden
Verstärkungsring (13, 14) verbunden sind, umfassen, und
daß eine weitere Kante des dreieckigen Flächenteils (24) jedes Sattelstücks (23) im
wesentlichen tangential zum Tankboden (12) verläuft.
2. Transporttank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte, äußere Kante
jedes Sattelstücks (23) schräg nach unten und außen verläuft und mit einem Verstärkungsflansch
(26) versehen ist.
3. Transporttank nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stirnringelement
(18) in seinem unteren mittleren Bereich über ein rechteckiges, mit einem unteren
Flansch auf dem Querholm (15) aufsetzendes Knotenblech (27) abgestützt ist.
4. Transporttank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Enden des Stirnringelements (18) jeweils an der Mantelfläche eines auf den Tankboden
(12) aufgeschweißten Rohrabschnitts (21) ansetzen.
5. Transporttank nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Längsholm (16) mit seinem inneren Ende an einem ersten Verstärkungsring (14) und mit
einem Zwischenbereich an einem zweiten Verstärkungsring (13) befestigt ist, und daß
der innere Eckbeschlag (28) an der Stelle des zweiten Verstärkungsrings (13) mit dem
Längsholm (16) verbunden ist.
6. Transporttank nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den beiden
Verstärkungsringen (13, 14) gelegene Bereich jedes Längsholms (16) als Greifkante
ausgebildet und mit einem senkrecht nach oben verlaufenden Blechstück (29) versehen
ist.
7. Transporttank nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Blechstück (29)
über einen angekanteten und im wesentlichen radial nach innen verlaufenden Flächenteil
(31) mit einer zwischen den beiden Verstärkungsringen (13, 14) am Tank-Hauptteil
(11) befestigten Auflageschiene (32) verbunden ist.
8. Transporttank nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
in Tanklängsrichtung gemessene gegenseitige Abstand der äußeren Eckbeschläge (17)
30' (ca. 9125 mm) und der der inneren Eckbeschläge (28) 20' (ca. 6058 mm) beträgt.