[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betrieb eines optischen Rauchmelders
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Optische Rauchmelder enthalten mindestens eine Lichtquelle, zum Beispiel in Form
einer lichtemittierenden Diode (LED), die zumeist im Infrarotbereich betrieben wird,
sowie einen lichtempfindlichen Empfänger, zum Beispiel ein Fotoelement. Die Strahlung
der Lichtquelle und das Gesichtsfeld des lichtempfindlichen Empfängers sind üblicherweise
gerichtet; die Elemente sind darüber hinaus so angeordnet, daß der lichtempfindliche
Empfänger nicht unmittelbar der Strahlung der Lichtquelle ausgesetzt ist. Derartige
Rauchmelder machen sich den Umstand zunutze, daß in die Meßkammer eingedrungene Aerosole
die Lichtstrahlung mehr oder weniger stark reflektieren. Die dadurch verursachte Streustrahlung
trifft auch auf den lichtempfindlichen Empfänger. Dieser spricht an und gibt ein Alarmsignal
ab, wenn die auftreffende Streustrahlung eine vorgegebene Intensität hat.
[0003] Die Meßkammer benötigt naturgemäß mindestens eine Öffnung, über die der Rauch in
die Meßkammer eintreten kann. Eine Öffnung in der Meßkammer ermöglicht zugleich den
Eintritt von Licht. Man ist bestrebt, die optische Anordnung in der Meßkammer so zu
wählen, daß sie weitgehend gegenüber dem eintretenden Licht abgeschirmt ist. Von außen
in die Meßkammer gelangendes Licht führt jedoch zu einer Streuung durch vielfache
Reflexion an den Wänden der Meßkammer. Auch die Lichtquelle in der Meßkammer verursacht
eine Streustrahlung. Die sich aus den Komponenten Außenlicht und Licht der Lichtquelle
zusammensetzende Streustrahlung verändert sich mit zunehmender Verschmutzung der Meßkammerwände.
Wegen der notwendigen Eintrittsöffnung für Rauch läßt sich diese Verschmutzung überhaupt
nicht vermeiden. Eine zunehmende Verschmutzung führt zur Erhöhung des Streustrahlungsanteils.
Dabei kann die Streustrahlung Werte annehmen, die den Ansprechwert des lichtempfindlichen
Empfängers überschreiten. Es kommt dann zu einem Fehlalarm, der bekanntlich in Brandmeldesystemen
als besonders unangenehm empfunden wird.
[0004] Der Anteil des gestreuten Lichts der Lichtquelle, der bei Rauch in der Meßkammer
auf den lichtempfindlichen Empfänger fällt, beträgt höchstens 1%. Daran wird deutlich,
wie gravierend sich die durch Verschmutzung verstärkte Störstreustrahlung auswirken
kann. Eine Erhöhung des Störstreustrahlungsanteils führt zu einer Erhöhung der Empfindlichkeit
des Rauchmelders. Es genügen daher nur geringe Rauchmengen, die unter Umständen noch
keine Gefahr bedeuten, um eine Auslösung zu bewirken. Es kann daher zu Fehlalarmen
schon zu einem Zeitpunkt kommen, in dem der Störstreustrahlungsanteil noch nicht ausreicht,
den erforderlichen Ansprechwert des lichtempfindlichen Empfängers zu erreichen.
[0005] Es ist bekannt, die Lichtquelle impulsweise zu betreiben und den Empfänger nur während
der Sendeimpulse zu aktivieren. Dadurch läßt sich eine Reihe von Fremdlichteinflüssen
unterdrücken. Den oben erläuterten störenden Erscheinungen der Streustrahlung kann
damit nicht begegnet werden. Im Stand der Technik sind viele weitere Versuche unternommen
worden, den schädlichen Einfluß der Störstreustrahlung auszuschalten.
[0006] Bei einer Ausführungsform in der DE-OS 27 54 139 ist ein Rauchmelder bekanntgeworden,
der zwei lichtempfindliche Empfänger aufweist. Das gerichtete Gesichtsfeld des ersten
Empfängers kreuzt das Strahlungsbündel der Lichtquelle annähernd senkrecht. Das gerichtete
Gesichtsfeld des zweiten lichtempfindlichen Empfängers erstreckt sich annähernd parallel
zu dem des ersten lichtempfindlichen Empfängers an dem Lichtbündel der Lichtquelle
vorbei, wobei beide Empfänger ein Flächenelement an der Wand der Meßkammer betrachten,
das im besonderen Fall dasselbe sein kann. Das Flächenelement ist dabei strahlenabsorbierend
ausgebildet. Durch Differenzbildung der Ausgangssignale der lichtempfindlichen Empfänger
soll der Störstrahlungsanteil kompensiert werden. Bei dem kannten Rauchmelder wird
indessen außer acht gelassen, daß die störende Streustrahlung aus dem gesamten Raum
der Meßkammer auf die lichtempfindlichen Empfänger trifft. Das Volumen, das beim Eintritt
von Rauch die Nutzstreustrahlung erzeugt, hat einen deutlich größeren Durchmesser
als das Strahlungsbündel der Lichtquelle. Daher trifft die Nutzstreustrahlung auch
auf den zweiten lichtempfindlichen Empfänger. Eine Kompensation der Streustrahlung
auch bei Eintritt von Rauch ist daher nicht möglich. Nachteilig ist vor allen Dingen
jedoch, daß der vom zweiten lichtempfindlichen Empfänger betrachtete Wandbereich der
Meßkammer im Dunkeln liegt, somit deren Reflexion nur äußerst geringe Werte erreicht,
die meßtechnisch kaum verarbeitet werden können. Es ist daher kaum oder nur mit einem
sehr hohen meßtechnischen Aufwand möglich, durch Verschmutzung der Meßkammer verursachte
Streustrahlung zu erfassen.
[0007] Bei einer anderen Ausführungsform der DE-PS 27 54 139 ist auch bekanntgeworden, einen
einzigen lichtempfindlichen Empfänger vorzusehen, der mit Hilfe einer entsprechenden
Betätigungsvorrichtung verschwenkt wird, um wahlweise das gerichtete Gesichtsfeld
das Lichtbündel der Lichtquelle kreuzen zu lassen oder am Lichbündel vorbei "zu sehen".
Wahlweise wird vorgeschlagen, die Lichtquelle schwenkbar auszubilden. Die Verschwenkung
einer Optik oder einer Lichtquelle mit Hilfe einer geeigneten Mechanik, beispielsweise
einer elektromagnetischen Beetätigung, ist für optiscne Rauchmelder außerordentlich
aufwendig. Darüber hinaus führen diese Ausführungsformen nicht zu einer besseren Berücksichtigung
der durch Verschmutzung verursachten Streustrahlung.
[0008] Aus der EP-0 079 010 ist ein Rauchmelder bekanntgeworden, bei dem ein zweites lichtempfindliches
Element unmittelbar mit dem Licht der Lichtquelle beaufschlagt wird. Mit Hilfe des
zweiten lichtempfindlichen Elements wird die Intensität des Lichts der Lichtquelle
gemessen und kann zur Regelung verwendet werden, um die Rauchempfindlichkeit trotz
Verschmutzung der Lichtquelle aufrechtzuerhalten.
[0009] Mit Hilfe der bekannten Vorrichtung kann jedoch eine Kompensation der Hintergrundstrahlung
(durch Verschmutzung verursachte Störstreustrahlung) nicht vorgenommen werden.
[0010] Aus der DE-OS 33 34 545 ist ein optischer Rauchmelder bekanntgeworden, bei dem ein
lichtempfindlicher Empfänger von zwei oder mehr Lichtquellen umgeben ist, deren Lichtbündel
das gerichteete Gesichtsfeld des Empfängers schräg kreuzen. Die Lichtbündel treten
über Öffnungen im Gehäuse des Rauchmelders aus. Mit diesem Rauchmelder soll der Nachteil
eines komplizierten und großen Labyrinths herkömmlicher Rauchmelder vermieden werden,
wobei das Streulicht der Rückwärtsstrahlung optimal ausgenutzt werden soll. Eine Berücksichtigung
einer durch Verschmutzung verursachten Störstreustrahlung findet beim bekannten Rauchmelder
nicht statt.
[0011] Aus DE-A-42 42 673 ist ein optischer Rauchmelder bekanntgeworden, bei dem zur Detektierung
von Rauch mindestens ein lichtempfindlicher Empfänger die Nutzstreustrahlung mißt,
die von einem Raumelement ausgeht, das im Kreuzungsbereich des gerichteten Gesichtsfelds
des lichtempfindlichen Empfängers und des gerichteten Strahls einer Lichtquelle liegt.
Zur Detektierung der durch Verschmutzung der Meßkammer hervorgerufenen Störstreustrahlung
erfaßt ein zweiter lichtempfindlicher Empfänger die Strahlung, die von der Meßkammerwand
ausgeht, wobei die Reflexionsstrahlung eines beleuchteten Flächenelements gemessen
wird. Das Gesichtsfeld des zweiten lichtempfindlichen Empfängers umfaßt jedoch auch
andere Bereiche der Meßkammerwand.
[0012] Die Schaltung des bekannten Rauchmelders ist so ausgelegt, daß die von dem weiteren
lichtempfindlichen Element gemessene Reflexionsstrahlung das vom ersten lichtempfindlichen
Element gemessene Streulicht kompensiert, um dem Einfluß der Verschmutzung der Meßkammerwandung
auf die Rauchmessung zu begegnen.
[0013] Aus US-A-4 180 742 ist bei einem Rauchmelder bekannt, eine Kompensations-Fotozelle
vorzusehen, die über eine Lichtfalle und einen Lichtleiter von der Lichtquelle bestrahlt
wird. Eine Auswerteschaltung gibt ein Steuersignal ab, wenn aufgrund einer Verschmutzung
der Meßkammer das Ausgangssignal des zweiten lichtempfindlichen Empfängers einen vorgegebenen
Wert erreicht.
[0014] Aus der EP-A-0 076 338 ist schließlich bekannt, bei mehreren Lichtquellen zu Meßzwecken
diese sequentiell zu betreiben. Dies zum Beispiel bei einer Anordnung derart, daß
die im gerichteten Gesichtsfeld eines zweiten lichtempfindlichen Empfängers liegende
Fläche der Meßkammer von einer Lichtquelle bestrahlt wird.
[0015] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betrieb eines optischen
Rauchmelders anzugeben, das mit sehr geringem Aufwand sicher verhindert, daß die durch
Verschmutzung der Meßkammer verursachte Streustrahlung zu einem Fehlalarm führt.
[0016] Bei einem Rauchmelder der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 2 gelöst.
[0017] Bei der Erfindung wurde erkannt, daß es weitaus wirksamer ist, die Verschmutzung
der Kammer, die sich in Form von Staubablagerungen bemerkbar macht, unmittelbar zu
messen. Dies geschieht in der Weise, daß in der Meßkammer entweder ein zweiter lichtempfindlicher
Empfänger vorgesehen wird, dessen gerichtetes Gesichtsfeld auf eine Fläche der Meßkammer
gerichtet ist, die von der Lichtquelle bestrahlt wird oder zwei Lichtquellen vorgesehen
sind, von denen eine eine Fläche der Meßkammer bestrahlt, die im Gesichtsfeld des
einen lichtempfindlichen Empfängers liegt. Auf diese Weise wird die Streuung des Lichtes
an einem Flächenelement der Meßkammerwand unmittelbar gemessen, wobei unterstellt
werden kann, daß die Intensität dieses Streulichts zu Beginn bei schwarzer Kammerwand
sehr gering und mit zunehmender Staubablagerung größer wird.Die erfindungsgemäße Meßmethode
führt daher zu einem relativ hohen für die Verschmutzung repräsentativen Signalpegel,
der schaltungstechnisch mit einfachen Bauteilen verarbeitet werden kann. Die Zunahme
des durch wachsende Staubablagerung sich einstellenden Signalpegels ist ein Maß für
die damit einhergehende Zunahme der Störstreustrahlung. Erreicht dieser Pegel einen
vorgegebenen Wert, kann ein Wartungssignal abgegeben werden, das zum Beispiel Veranlassung
ist, den Rauchmelder abzubauen und zu reinigen. Das Wartungssignal kann auch dazu
verwendet werden, die Empfindlichkeit des die Nutzstreustrahlung empfangenden lichtempfindlichen
Empfängers entsprechend zu ändern. Dies kann nach einer Ausgestaltung der Erfindung
dadurch geschehen, daß dem die Nutzstreustrahlung empfangenden lichtempfindlichen
Empfänger eine im Schwellwert veränderbare Schwellwertstufe nachgeschaltet ist. Das
Steuersignal wird auf den Steuereingang der Schwellwertstufe gegeben und erhöht den
Schwellwert, wenn das Ausgangssignal des die Störstreustrahlung empfangenden lichtempfindlichen
Empfängers einen vorgegebenen Wert erreicht. Die Ansprechschwelle für die Abgabe eines
Alarmsignals wird daher erhöht, wenn ein gewisser Verschmutzungsgrad in der Meßkammer
festgestellt wird. Dadurch kann die Ansprechempfindlichkeit beim Auftreten von Rauch
annähernd gleich gehalten werden. Sie würde sonst mit zunehmender Verschmutzung ansteigen,
so daß zunehmend weniger Rauch erforderlich ist, um ein Alarmsignal zu erzeugen. Es
versteht sich, daß eine Anpassung der Ansprechempfindlichkeit für die Raucherkennung
auch in mehreren Stufen vorgenommen werden kann. Ferner ist es ohne weiteres möglich,
unterschiedlich starke Verschmutzungsgrade zu erkennen und an eine entsprechende Empfangseinrichtung
zu signalisieren. Schließlich kann das Wartungssignal dazu verwendet werden, die Alarmschaltung
zu blockieren, um die Gefahr eines Fehlalarms aufgrund zu großer Störstreustrahlung
zu vermeiden.
[0018] Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt auch darin, daß die Berücksichtigung oder
Kompensation der Störstreustrahlung auch dann erfolgen kann, wenn sich Rauch in der
Meßkammer befindet. Befindet sich in der Meßkammer Rauch unterhalb der Alarmschwelle,
bewirkt er, daß in der Prüfphase weniger Reflexionsstrahlung von der bestrahlten Wandfläche
auf den die Streustrahlung empfangenden Empfänger fällt. Diese wird jedoch annähernd
ersetzt durch die Reflexion an Rauchpartikeln im Strahlungsbündel. Daher bleibt bei
einem konstanten Verschmutzungsgrad die Intensität der auf den optischen Empfänger
auftreffenden Störstreustrahlung bei relativ geringer Rauchmenge annähernd gleich.
[0019] Es versteht sich, daß sowohl eine getrennte Lichtquelle als auch ein getrennter lichtempfindlicher
Empfänger vorgesehen werden können, um die Reflexion eines Flächenbereichs der Meßkammerwand
zu messen. Der Aufwand hierfür ist naturgemäß größer als bei Verwendung nur einer
zusätzlichen Lichtquelle bzw. nur eines zusätzlichen lichtempfindlichen Empfängers
allein. Außerdem ist dafür zu sorgen, daß die Strahlung für den zusätzlichen lichtempfindlichen
Empfänger nicht auf den eigentlichen Nutzempfänger trifft und der Nutzempfänger seinerseits
auch keine Streustrahlung von der zusätzlich beleuchteten Kammerwand erhält. Die letztgenannte
Forderung ist nicht so wesentlich, weil durch entsprechende impulsartige Ansteuerung
die beiden optischen Meßstrecken nur wahlweise in den Betriebszustand geschaltet werden
können.
[0020] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine Draufsicht auf die optische Anordnung eines Rauchmelders nach der Erfindung.
- Fig. 2
- zeigt einen Schnitt durch den schematisch dargestellten Rauchmelder nach Fig. 1 entlang
der Linie 2-2.
- Fig. 3
- zeigt eine Draufsicht auf die optische Anordnung einer anderen Ausführungsform eines
Rauchmelders nach der Erfindung.
- Fig. 4
- zeigt einen Schnitt durch den schematisch dargestellten Rauchmelder nach Fig. 3 entlang
der Linie 4-4.
- Fig. 5
- zeigt ein Blockschaltbild einer Schaltungsanordnung zum Betrieb des Rauchmelders nach
den Figuren 1 und 2.
- Fig. 6
- zeigt ein Blockschaltbild einer alternativen Ausführung eines Rauchmelders nach der
Erfindung.
- Fig. 7
- zeigt Kurven und Impulsdiagramme zum Betrieb des optischen Rauchmelders nach den Figuren
1 und 2.
[0022] Die optische Anordnung des gezeigten Rauchmelders weist einen optischen Sender 10
auf, einen ersten optischen Empfänger 11 und einen zweiten optischen Empfänger 12.
Der optische Sender 10 weist eine lichtemittierende Diode 13 (LED) auf, der eine Sammellinse
14 vorgeschaltet ist. Der optische Empfänger 11 besitzt ein Fotoelement 15, dem eine
Sammellinse 16 vorgeordnet ist. Der zweite optische Empfänger 12 besitzt ein Fotoelement
17, dem eine Sammellinse 18 vorgeordnet ist. Optischer Sender 10 und optische Empfänger
11, 12 sind versenkt in Kanälen oder Bohrungen angeordnet, wie für den Sender 10 bzw.
den Empfänger 11 bei 19 bzw. 20 dargestellt. Der optische Sender 10 weist aufgrund
der Linse 14 eine gerichtete Strahlung auf, die mit 21 bezeichnet ist. Aufgrund der
Linse 16 weist das Fotoelement 15 ein gerichtetes Gesichtsfeld auf, das mit 22 bezeichnet
ist. Der optische Empfänger 12 besitzt ebenfalls ein gerichtetes Gesichtsfeld, das
mit 23 bezeichnet ist.
[0023] Die beschriebene optische Anordnung befindet sich innerhalb eines zylindrischen Gehäuses
30, dessen oberer Abschluß in Fig. 2 fortgelassen ist. Zu ihm gehört eine elektrische
Schaltungsanordnung sowie eine Befestigungsvorrichtung zur Anbringung des Rauchmelders
zum Beispiel an der Decke eines Gebäuderaums. Nahe der unteren Endwand des Gehäuses
30 sind in Umfangsrichtung beabstandet Schlitze 31 geformt, von denen sich nach innen
gerichtete winklige Abschnitte 32, 33 erstrecken. Die winkligen Abschnitte 32, 33
sollen verhindern, daß zu viel Außenlicht in die im Gehäuse 30 ausgebildete Meßkammer
35 eintritt. Sämtliche Teile in der Meßkammer, insbesondere ihre Wandung sind schwarz,
um eine maximale Absorption zu gewährleisten.
[0024] Wie aus der Darstellung nach Fig. 2 hervorgeht, sind die Achsen des optischen Senders
10 und des optischen Empfängers 11 so angeordnet, daß die Strahlung 21 des optischen
Senders 10 das Gesichtsfeld 22 des optischen Empfängers 11 kreuzt, jedoch nicht direkt
auf die Linse 16 fällt. Auf den optischen Empfänger 11 fällt daher im Idealfall nur
die Streustrahlung, die durch in die Meßkammer 35 eingedrungenen Rauch verursacht
wird in dem Volumen, innerhalb dem sich die Strahlung 21 und das Gesichtsfeld 22 kreuzen.
Eine derartige optische Anordnung zur Rauchmessung ist indessen Stand der Technik.
[0025] Die Strahlung 21 des optischen Senders 10 trifft auf den schräg nach innen weisenden
Abschnitt 32 der Gehäusewand, und zwar annähernd im rechten Winkel. Der bestrahlte
Bereich ist mit 36 bezeichnet. Das Gesichtsfeld 22 des optischen Empfängers 12 ist
nun derart ausgerichtet, daß es den vom optischen Sender 10 bestrahlten Bereich 36
erfaßt, und zwar ebenfalls annähernd senkrecht zum Abschnitt 32. Auf den optischen
Empfänger 12 fällt daher ein Teil des von der bestrahlten Fläche reflektierten Lichts.
Da, wie erwähnt, die Meßkammer 35 von schwarzen Begrenzungsflächen gebildet ist, ergibt
sich im Neuzustand des Rauchmelders eine Reflexion von nahezu Null. Dies ändert sich
jedoch, wenn sich Staubpartikel im Inneren der Meßkammer 35 absetzen. Je mehr Staub
sich im Bereich 36 befindet, um so mehr erfolgt eine Reflexion des vom Sender 10 kommenden
Lichtes. Der optische Empfänger 12 mißt die Intensität der reflektierten Strahlung
und gibt ein entsprechendes Ausgangssignal ab. Es ist mithin repräsentativ für den
Verschmutzungsgrad der Meßkammer durch eindringenden Staub und damit auch für die
Streustrahlung in der Meßkammer 35 allgemein. Es kann nicht vermieden werden, daß
Außenlicht über die Schlitze in die Meßkammer 35 dringt. Außerdem erzeugt die Strahlung
21 des optischen Senders 10 in der Kammer 35 eine Streustrahlung. Beide Streustrahlungsanteile
können eine Höhe annehmen, daß der optische Empfänger 11 anspricht, obwohl eine Nutzstreustrahlung
aufgrund des Eintretens von Rauch nicht vorliegt. Selbst wenn die Störstreustrahlung
einen derartigen Wert noch nicht erreicht, führt sie zu einer ungewünschten Verfälschung
der durch die Nutzstreustrahlung herbeigeführten Meßergebnisse.
[0026] Die optische Anordnung nach den Figuren 3 und 4 weist zwei optische Sender 51, 52
auf sowie einen optischen Empfänger 50. Die optischen Sender weisen eine lichtemittierende
Diode 65 bzw. 66 auf, denen eine Sammellinse 67, 68 vorgeschaltet ist. Der optische
Empfänger 50 besitzt ein Fotoelement 70, dem eine Sammellinse 71 vorgeordnet ist.
Die optischen Sender 51, 52 und der optische Empfänger 50 sind in Kanälen oder Bohrungen
in Gehäuse 30 versenkt angeordnet, wie für Sender 51 und Empfänger 50 bei 72 bzw.
73 dargestellt. Der optische Sender 51 weist aufgrund der Linse 67 eine gerichtete
Strahlung auf, die mit 76 bezeichnet ist. Aufgrund der Linse 71 weist das Fotoelement
70 ein gerichtetes Gesichtsfeld auf, das mit 77 bezeichnet ist. Aufgrund der Linse
68 weist der Sender 52 einen gerichteten Strahl auf, der mit 78 bezeichnet ist. Wie
insbesondere aus Fig. 4 hervorgeht, sind die Achsen des optischen Senders 51 und des
optischen Empfängers 50 so angeordnet, daß die Strahlung 76 das Gesichtsfeld 77 des
optischen Empfängers 11 kreuzt, mithin nicht auf die Linse 71 fällt. Auf den optischen
Empfänger 50 fällt daher im Idealfall nur die Streustrahlung, die durch in die Meßkammer
35 eingedrungenen Rauch verursacht wird in dem Volumen, innerhalb dem sich die Strahlung
76 und das Gesichtsfeld 77 kreuzen. Eine derartige optische Anordnung zur Rauchmessung
ist, wie bereits erwähnt, bekannt.
[0027] Die Strahlung des optischen Senders 52 trifft auf den schräg nach innen weisenden
Abschnitt 32 der Gehäusewand, und zwar annähernd im rechten Winkel. Der bestrahlte
Bereich ist mit 80 bezeichnet. Das Gesichtsfeld des Empfängers 50 ist außerdem so
ausgerichtet, daß es den vom optischen Sender 52 bestrahlten Bereich 80 erfaßt, und
zwar ebenfalls annähernd senkrecht zum Abschnitt 32. Auf den optischen Empfänger 50
fällt daher ein Teil des von der bestrahlten Fläche reflektierten Lichts. Da, wie
erwähnt, die Meßkammer 35 von schwarzen Begrenzungsflächen gebildet ist, ergibt sich
im Neuzustand des Rauchmelders eine Reflexion von nahezu Null. Dies ändert sich jedoch,
wenn sich Staubpartikel im Inneren der Meßkammer 35 absetzen. Je mehr Staub sich im
Bereich 36 befindet, um so mehr erfolgt eine Reflexion des vom Sender 52 kommenden
Lichts. Der optische Empfänger 50 mißt die Intensität der reflektierten Strahlung
und gibt ein entsprechendes Ausgangssignal ab. Es ist mithin repräsentativ für den
Verschmutzungsgrad der Meßkammer durch eindringenden Staub und damit auch für die
Streustrahlung in der Meßkammer 35 allgemein. Es ist jedoch zu erwähnen, und dies
wird anhand weiterer Figuren weiter unten noch erläutert, daß die Lichtsender 51,
52 abwechselnd betrieben werden, wobei die Störstreustrahlung, die durch Verschmutzung
der Meßkammer hervorgerufen wird, nur im Betrieb der Lichtquelle 52 gemessen wird.
[0028] In Fig. 5 ist eine Schaltungsanordnung zum Betrieb der optischen Anordnung des Rauchmelders
nach den Figuren 1 und 2 dargestellt. Die optischen Empfänger 11 und 12 sind über
einen elektronischen Umschalter 40 mit einer Verstärker- und Steuerschaltng 41 verbunden.
Die Schaltung 41 ist über ein UND-Glied 42 mit einer Wartungserkennung 43 verbunden.
Sie ist ferner mit dem optischen Sender 10 verbunden, der zum Beispiel im Infrarotbereich
arbeitet. Die Schaltung 41 ist schließlich auch mit einem dekadischen Zähler 44 verbunden,
der seinerseits mit dem Ausgang der Verstärker- und Steuerschaltung 41 verbunden ist.
Der Ausgang des Zählers 44 liegt am Eingang eines UND-Glieds 45, dessen weiterer Eingang
mit dem Ausgang der Schaltung 41 verbunden ist. Der Ausgang des UND-Glieds 45 ist
mit dem elektronischen Umschalter 40 verbunden.Der Ausgang des Zählers 44 ist mit
dem Eingang eines NAND-Glieds 46 verbunden, dessen Ausgang mit dem Eingang eines weiteren
UND-Glieds 47 verbunden ist. Der weitere Eingang des UND-Glieds 47 ist mit einem Ausgang
der Verstärker- und Steuerschaltung 41 verbunden. Der Ausgang des UND-Glieds 47 geht
auf eine Alarmschaltung 48.Die gezeigte Schaltung arbeitet wie folgt.
[0029] Gesteuert durch die Verstärker- und Steuerschaltung 41 erzeugt der optische Sender
10 ein Impulslicht. Gleichzeitig mit der Auslösung des Licht-Sendeimpulses wird der
optische Empfänger 11 aktiviert, d.h. empfangsbereit geschaltet. Tritt im Normalzustand
des optischen Melders kein Nutzstreulicht im Strahlengang 21 des optischen Senders
10 auf, wird nach Beendigung des Sendeimpulses der optische Empfänger 11 inaktiviert.
Erzeugt der optische Empfänger während eines Lichtsendeimpulses ein signifikantes
Ausgangssignal, erzeugt die Verstärker- und Steuerschaltung 41 einen entsprechenden
Impuls, der spontan den dekadischen Zähler 44 stoppt.Weiterlaufende Sendeimpulse von
der Verstärker- und Steuerschaltung 41 können nun den Zählerstand nicht mehr verändern.
Wird während der folgenden Sendeimpulse ebenfalls ein Rauchsignal erkannt, wird ein
zweiter Aus-gang der Steuerschaltung 41 aktiv und erzeugt die UND-Bedingung für das
UND-Glied 47. Die Alarmschaltung 48 wird daraufhin aktiviert. Die weitere UND-Bedingung
für das UND-Glied 47 wird durch den Ausgang des NAND-Glieds 46 erzeugt, wenn vom Zähler
44 kein entsprechendes Ausgangssignal ausgegeben wird.
[0030] Nach einer vorgegebenen Anzahl von zum Beispiel m Sendeimpulsen, die vom Zähler 44
gezählt wird, erzeugt der Zähler 44 ein Ausgangssignal, das über das UND-Glied 45
auf den elektronischen Schalter 40 gegeben wird, wenn die weiterer UND-Bedingung,
daß ein Sendetakt erzeugt wurde, vorliegt. Der elektronische Schalter 40 schaltet
nunmehr den zweiten optischen Empfänger 12 mit der Verstärker- und Sendeschaltung
41 zusammen, um eine Prüfphase einzuleiten.
[0031] Wird von der Reflexion an der Kammerwand (siehe Figuren 1 und 2) ein vorgegebener
Pegel nicht überschritten, schaltet der elektronische Schalter wieder in die ursprüngliche
Stellung zurück in die Raucherkennungsphase. Es ist noch zu erwähnen, daß während
der Prüfphase die Raucherkennung unterdrückt wird. Zu diesem Zweck dient das bereits
erwähnte NAND-Glied 46, dessen Ausgangssignal umgeschaltet wird, wenn ein Zählerausgangssignal
erzeugt wird. Dadurch kann kein Alarmsignal mehr über das UND-Glied 47 auf die Alarmschaltung
48 gegeben werden, auch wenn die Alarmbedingung vorliegt. Übersteigt indessen die
von der Kammerwand reflektierte und auf den optischen Empfänger 12 auftretende Strahlung
einen vorgegebenen Pegel, erzeugt der optische Empfänger 12 ein Ausgangssignal; daraufhin
sendet die Verstärker- und Steuerschaltung 41 wiederum spontan ein Stoppsignal an
den Zähler 44. Die Verriegelung für die Raucherkennung bleibt somit bestehen und die
Verstärker- und Steuerschaltung ist weiter mit dem Empfänger 12 verbunden. Weiterlaufende
Sendeimpulse von der Verstärker- und Steuerschaltung können den Zählerstand nicht
mehr verändern. Trifft während der nächsten n Sendeimpulse ohne Unterbrechung ebenfalls
auf den optischen Empfänger während des Lichtsendeimpulses ein entsprechend großes
Streulicht auf, wird ein zweiter Ausgang an der Verstärker- und Steuerschaltung 41
aktiviert und liefert damit die notwendige UND-Bedingung an das UND-Glied 42. Der
Ausgang des UND-Glieds 42 steuert die Wartungsschaltung 43 an. Sie kann beispielsweise
dem Betrachter anzeigen, welchen Verschmutzungsgrad die Kammerwand erreicht hat. Eine
entsprechende Anzeige in der angeschlossenen Überwachungszentrale kann optisch und/oder
akustisch erfolgen. Außerdem ist denkbar (was jedoch nicht gezeigt ist), daß ein entsprechendes
Ausgangssignal der Wartungsschaltung 43 auf die Verstärker- und Sendeschaltung 41
gegeben wird, um zum Beispiel die Ansprechempfindlichkeit beim Auftreten von Rauch
nach Maßgabe der Verschmutzung zu verringern.Solange der Verschmutzungsgrad eine einwandfreie
Raucherkennung zuläßt, arbeitet die gezeigte Schaltung im üblichen Zyklus weiter.
Erreicht der Verschmutzungsgrad jedoch eine kritische Größe, so kann, um einen Fehlalarm
zu vermeiden, auch eine weitere Rauchmessung unterdrückt werden. Es versteht sich,
daß durch eine entsprechende Auslegung der Wartungsschaltung 43 auch verschieden starke
Verschmutzungsgrade erkannt und angezeigt werden können.
[0032] Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ist nur ein einziger optischer Empfänger 50 vorgesehen.
Ihm zugeordnet sind ein optischer Sender 51 für die Raucherkennung und ein optischer
Sender 52 zur Bestimmung der Verschmutzung. Optischer Empfänger 50 und optischer Sender
51 arbeiten in der gleichen Weise zusammen wie die entsprechende optische Anordnung
nach Fig. 5. Die gerichtete Strahlung des Senders 52 ist auf eine Fläche der Meßkammerwand
gerichtet, die im Gesichtsfeld des optischen Empfängers 50 liegt. Die optischen Sender
51, 52 erhalten ihre Taktimpulse von der Verstärker- und Steuerschaltung 53, wobei
diese über ein UND-Glied 54 am Eingang des optischen Senders 52 liegt. Zwischen der
Schaltung 53 und dem optischen Sender 51 ist ein UND-Glied 55 angeordnet. Die Taktimpulse
gelangen auch auf einen dekadischen Zähler 56, dessen Ausgang den zweiten Eingang
des UND-Glieds 54 bildet. Am Ausgang des Zählers 56 ist ein NAND-Glied 57 geschaltet,
dessen Ausgang mit dem zweiten Eingang des UND-Glieds 55 und einem Eingang des UND-Glieds
58 verbunden ist. Ein Ausgang der Verstärker- und Steuerschaltung 53 ist mit einem
UND-Glied 59 verbunden, dessen zweiter Eingang mit dem Ausgang des Zählers 56 verbunden
ist. Am Ausgang des UND-Glieds 59 ist eine Wartungsschaltung 60 angeschlossen. Am
Ausgang des UND-Glieds 58 ist eine Alarmschaltung 51 angeschlossen.
[0033] Während der Raucherkennungsphase wird der optische Sender 51 impulsweise angesteuert,
wobei der Ausgang des NAND-Glieds 57 die zweite UND-Bedingung im UND-Glied 55 erzeugt.
Während der Raucherkennungsphase ist der Sender 52 inaktiviert, da der Zähler 56 kein
entsprechendes Ausgangssignal erzeugt. Übersteigt das Ausgangssignal des optischen
Empfängers 50 einen vorgegebenen Wert, wird, wie bereits zu Fig. 5 beschrieben, der
Zähler 56 spontan von der Verstärker- und Steuerschaltung gestoppt, um die notwendigen
elektronischen Verriegelungen herbeizuführen und um erst nach einer vorbestimmten
Anzahl von Meßimpulsen die Alarmschaltung 61 über das UND-Glied 58 ausgelöst, indem
es von der Verstärker- und Steuerschaltung 53 angesteuert wird. Die zweite UND-Bedingung
wird über den Ausgang des NAND-Glieds 57 erzeugt.
[0034] Wird die im Zähler voreingestellte Anzahl von Sendeimpulsen erreicht, erzeugt der
Zähler 56 ein vorgegebenes Ausgangssignal, wodurch über das NAND-Glied 57 die UND-Glieder
55 und 58 gesperrt werden. Nunmehr wird vom optischen Sender 52 ein Lichtimpuls ausgesandt,während
der optische Empfänger 50 synchron aktiviert ist. Übersteigt das Ausgangssignal des
optischen Empfängers 50 einen vorgegebenen Pegel, wird zunächst eine elektronische
Verriegelung herbeigeführt, um nach weiterem Anstehen eines vorgegebenen Pegels während
einer Anzahl von n Meßimpulsen über das UND-Glied 59 die Wartungsschaltung 60 angesteuert.
Die zweite Bedingung des UND-Glieds 59 ist durch das Ausgangssignal des Zählers 56
erfüllt. Die Verarbeitung des in die Wartungsschaltung 60 eingegebenen Signals kann
in der Weise erfolgen, wie sie in Verbindung mit Fig. 5 beschrieben wurde. Die zuletzt
beschriebene Prüfphase dauert ebenfalls nur eine vorgegebene Anzahl von Sendeimpulsen,
nach der der Zähler 56 wieder zurückgestellt wird. Raucherkennungsphase und Prüfphase
werden dann erneut alternierend in der oben beschriebenen Weise in Gang gesetzt.
[0035] In Fig. 7 ist eine erste Zeitachse 100 gezeigt, welche analoge Größen für den Zustand
der Meßkammer, beispielsweise der Meßkammer 35 nach den Figuren 1 und 2 wiedergibt,
und zwar für den Rauch 101, der mit zunehmender Tendenz eingezeichnet ist, für die
Streustrahlung aufgrund von Verschmutzung, welche mit 104 angegeben ist sowie für
das die Zunahme der Streustrahlung 104' und die nachgeführte Ansprechschwelle 102'.
Auf der Zeitachse 105 sind Lichtimpulse 106 gezeigt, die zum Beispiel vom optischen
Sender 10 nach Fig. 5 abgegeben werden. Ferner sind Prüflichtimpulse 107 gezeigt,
die etwas breiter sind als die Lichtimpulse 106 zur Rauchmessung. Sie werden ebenfalls
vom optischen Sender 10 nach Fig. 5 abgegeben, und zwar entsprechend der Aufzeichnung
in Fig. 7 nach jeweils vier Impulsen 106. Auf der Zeitachse 110 sind Ausgangsimpulse
111 zum Beispiel des optischen Empfängers 11 gezeigt sowie Ausgangsimpulse 108 des
optischen Empfängers 12. Sie sind die Reaktion auf die Lichtimpulse 106 bzw. 107.
Man erkennt, daß bei noch unverschmutzter Meßkammer (Neuzustand) das Ausgangssignal
des optischen Empfängers 12, das der Reflexion des Lichtimpulses an einer Fläche der
Meßkammerwand entspricht, verhältnismäßig niedrig ist, jedoch bereits einen höheren
Pegel hat als das Ausgangssignal des optischen Empfängers 11. Mit der Rauchzunahme
in der Meßkammer werden auch die Ausgangsimpulse 111 des optischen Empfängers 11 größer.
Ist die Ansprechschwelle 102 erreicht, sendet der optische Sender 10, gesteuert durch
die Verstärker- und Steuerschaltung 41, eine Lichtimpulsfolge von höherer Frequenz
ab. Dies ist bei 106a zu erkennen. Entsprechend wird eine Impulsfolge 111a am Ausgang
des optischen Empfängers 11 erzeugt. Indem über eine gewisse Zeit eine schnellere
Meßimpulsfolge erzeugt wird, soll verifiziert werden, ob tatsächlich Rauch in der
Meßkammer ist.
[0036] Mit zunehmender Verschmutzung (Kurve 104) werden sehr große Ausgangsimpulse am optischen
Empfänger 12 erhalten, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist. Übersteigt die Verschmutzung
in der Meßkammer einen Schwellwert, wie in der analogen Darstellung bei 112 und bei
der diskreten Darstellung der Ausgangsimpulse der optischen Empfänger bei 113 gezeigt
ist, kann, wie schon erläutert,ein Wartungssignal von der Stufe 43 nach Fig. 5 erzeugt
werden. Alternativ kann jedoch auch der Schwellwert 102 in der Verstärker- und Steuerschaltung
nachgeführt werden. Dies ist in der strichpunktierten Kurve über der Zeitachse 100
in der Stufe 114 dargestellt. Es ist daher ein höheres Ausgangssignal für den optischen
Empfänger 11 erforderlich, damit ein Alarmsignal über die Verstärker- und Steuerschaltung
41 erzeugt wird. Wie erwähnt, kann der Schwellwert in der Verstärker- und Steuerschaltung
41 eingestellt werden. Alternativ ist auch möglich, die Strahlungsintensität des optischen
Senders 10 zu reduzieren. Hierdurch wird ebenfalls die Ansprechempfindlichkeit herabgesetzt.
Es versteht sich, daß dadurch auch der Schwellwert für die Impulse 108, die den Verschmutzungsgrad
repräsentieren, herabgesetzt werden muß, wie bei 113' gezeigt.
1. Optischer Rauchmelder mit einer vorzugsweise stark lichtabsorbierenden Meßkammer (35),
der eine Lichtquelle (10) und zwei lichtempfindliche Empfänger (11, 12) so zugeordnet
sind, daß das gerichtete Gesichtsfeld (22) des einen lichtempfindlichen Empfängers
(11) den gerichteten Strahl (21) der Lichtquelle kreuzt und das Gesichtsfeld (23)
des zweiten lichtempfindlichen Empfängers (12) auf eine Fläche (36) der Meßkammer
gerichtet ist, einer Alarmschaltung (48), die ein Alarmsignal abgibt, wenn das Ausgangssignal
des ersten licntempfindlichen Empfängers einen vorgegebenen Wert erreicht dadurch
gekennzeichnet, daß eine Auswerteschaltung (43), ein Steuersignal abgibt, wenn aufgrund
eine Verschmutzung der Meßkammer das Ausgangssignal des zweiten lichtempfindlichen
Empfängers einen vorgegebenen Wert erreicht, und, daß die im gerichteten Gesichtsfeld
des zweiten lichtempfindlichen Empfängers (12) liegende Fläche der Meßkammer von einer
Lichtquelle unmittelbar (10) bestrahlt wird.
2. Optischer Rauchmelder mit einer vorzugsweise stark lichtabsorbierenden Meßkammer (35),
der eine Lichtquelle (51) und mindestens ein lichtempfindlicher Empfänger (50) so
zugeordnet sind, daß das gerichtete Gesichtsfeld (77) eines ersten lichtempfindlichen
Empfängers den gerichteten Strahl (76) der Lichtquelle kreuzt, einer Alarmschaltung
(48), die ein Alarmsignal abgibt, wenn das Ausgangssignal des lichtempfindlichen Empfängers
einen vorgegebenen Wert erreicht und einer lichtoptischen Vorrichtung, die eine durch
eine Verschmutzung der Meßkammer verursachte Änderung des Ausgangssignals des lichtempfindlichen
Empfängers ermittelt bzw. verarbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Lichtquelle
(52) eine Fläche der Meßkammer bestrahlt, die im Gesichtsfeld des ersten (50) oder
eines weiteren lichtempfindlichen Empfängers liegt, wobei eine Steuerschaltung (40)
alternierend eine der beiden Lichtquellen (51, 52) aktiviert, und daß eine Auswerteschaltung
(41 - 48) vorgesehen ist, die ein Steuersignal abgibt, wenn das Ausgangssignal des
lichtempfindlichen Empfängers (50) während der aktivierten Phase der zweiten Lichtquelle
(52) einen vorgegebenen Wert erreicht.
3. Optischer Rauchmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß erster und zweiter
lichtempfindlicher Empfänger (11, 12) über einen vorzugsweise elektronischen Umschalter
(40) mit der Auswerte- und Alarmschaltung (43, 48) verbunden sind.
4. Optischer Rauchmelder nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung
die Alarmschaltung sperrt, wenn der zweite lichtempfindliche Empfänder (12) über den
Umschalter (40) mit der Wartungsschaltung (43. 60) verbunden ist bzw. wenn die zweite
Lichtquelle (52) aktiviert ist.
5. Optischer Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, das
die Steuerschaltung (40, 53) einen Taktgeber enthält und ein mit dem Taktgeber verbundener
einstellbarer elektronischer Zähler (44, 56) vorgesehen ist, der den zweiten lichtempfindlichen
Empfänger (12) bzw. die zweite Lichtquelle (52) aktiviert, wenn ein vorgegebener erster
Zählerstand erreicht ist und der den ersten lichtempfindlichen Empfänger bzw. die
erste Lichtquelle (51) aktiviert, wenn ein zweiter Zählerstand erreicht ist.
6. Optischer Rauchmelder nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalter
(40) von einem Ausgangssignal des Zählers (44) gesteuert wird.
7. Optischer Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Wartungssignal auf eine Schwellwertstufe gegeben wird, deren Ausgangssignal die
Alarmschaltung sperrt, wenn das Wartungssignal einen vorgegebenen Wert erreicht.
8. Optischer Rauchmeider nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die vom ersten oder zweiten lichtempfindlichen Empfänger bestrahlte Fläche der Meßkammer
(35) annähernd in einem Winkel von 90° zur optischen Achse der arsten bzw. zweiten
Lichtquelle angeordnet ist.
1. An optical smoke detector with a preferably strongly light-absorbing measuring chamber
(35) to which a light source (10) and two light-sensitive receivers (11, 12) are allocated
such that the collimated field of vision (22) of the one light-sensitive receiver
(11) crosses the collimated beam (21) of the light source and the field of vision
(23) of the second light-sensitive receiver (12) is directed onto a surface (36) of
the measuring chamber, with an alarm circuit (48) which emits an alarm signal when
the output signal of the first light-sensitive receiver has reached a predetermined
value, characterised in that an evaluation circuit (43) emits a control signal when
on account of contamination of the measuring chamber the output signal of the second
light-sensitive receiver has reached a predetermined value and that the surface of
the measuring chamber, which lies in the collimated field of vision of the second
light sensitive receiver is directly irradiated by a light source (10).
2. An optical smoke detector with a preferably strongly light-absorbing measuring chamber
(35) to which a light source (51) and at least one light-sensitive receiver (50) are
allocated such that the collimated field of vision (77) of a first light-sensitive
receiver crosses the collimated beam (76) of the light source, with an alarm circuit
(48) which emits an alarm signal when the output signal of the light-sensitive receiver
reaches a predetermined value and with a light-optical device which determines or
processes a change in the output signal of the light sensitive receiver caused by
contamination of the measuring chamber, characterised in that a second light source
(52) irradiates a surface of the measuring chamber which lies in the field of vision
of the first (50) or of a further light-sensitive receiver, wherein a control circuit
(40) alternately activates one of the two light sources (51, 52) and that an evaluation
circuit (41-48) is provided which emits a control signal when the output signal of
the light-sensitive receiver (50) during the active phase of the second light source
(52) has reached a predetermined value.
3. An optical smoke detector according to claim 1, characterised in that first and second
light-sensitive receivers (11, 12) are connected via a preferably electronic switch
(40) to the evaluation and alarm circuit (43, 48).
4. An optical smoke detector according to claim 1 to 4, characterised in that the control
circuit blocks the alarm circuit when the second light-sensitive receiver (12) is
connected via the switch (40) to the maintenance circuit (43, 60) or when the second
light source (52) is activated.
5. An optical smoke detector according to one of claims 1 to 4, characterised in that
the control circuit (40, 53) contains a clock generator and there is provided an adjustable
electronic counter (44, 56) connected to the clock generator, which activates the
second light-sensitive receiver (12) or the second light-source (52) when a predetermined
first counter count is reached and which activates the first light-sensitive receiver
or the first light-source (51) when a second counter count is reached.
6. An optical smoke detector according to claim 4 and 5, characterised in that the switch
(40) is controlled by an output signal of the counter (44).
7. An optical smoke detector according to one of the claims 1 to 6, characterised in
that the maintenance signal is inputted to a threshold value stage whose output signal
blocks the alarm circuit when the maintenance signal has reached a predetermined value.
8. An optical smoke detector according to one of the claims 1 to 7, characterised in
that the surface of the measuring chamber (35) irradiated by the first or second light-sensitive
receiver is arranged approximately at an angle of 90° to the optical axis of the first
or second light source.
1. Détecteur optique de fumée comportant :
- une chambre de mesure (35) absorbant, de préférence, fortement la lumière, à laquelle
sont associés une source de lumière (10) et deux récepteurs (11, 12) sensibles à la
lumière de telle façon que le champ optique dirigé (22) de l'un (11) des récepteurs
sensibles à la lumière coupe le rayon dirigé (21) de la source de lumière et que le
champ optique (23) du deuxième récepteur (12) sensible à la lumière est dirigé sur
une surface (36) de la chambre de mesure,
- un circuit d'alarme (48) émettant un signal d'alarme si le signal de sortie du premier
récepteur sensible à la lumière atteint une valeur prédéterminée,
carcatérisé en ce qu'un circuit d'interprétation (43) émet un signal de commande
si, en raison d'un encrassement de la chambre de mesure, le signal de sortie du deuxième
récepteur sensible à la lumière atteint une valeur prédéterminée et
en ce que la surface de la chambre de mesure qui se trouve dans le champ optique
dirigé du deuxième récepteur (12) sensible à la lumière reçoit directement le rayonnement
émis par une source de lumière (10).
2. Détecteur optique de fumée comportant :
- une chambre de mesure (35) absorbant, de préférence, fortement la lumière, à laquelle
sont associés une source de lumière (51) et au moins un récepteur (50) sensible à
la lumière de telle façon que le champ optique dirigé (77) d'un premier récepteur
sensible à la lumière coupe le rayon dirigé (76) de la source de lumière,
- un circuit d'alarme (48) émettant un signal d'alarme si le signal de sortie du récepteur
sensible à la lumière atteint une valeur prédéterminée,
- et un dispositif optique qui détecte et traite une variation du signal de sortie
du récepteur sensible à la lumière, variation provoquée par un encrassement de la
chambre de mesure, caractérisé en ce qu'une deuxième source de lumière (52) envoie
un rayonnement sur une surface de la chambre de mesure qui se trouve dans le champ
optique du premier récepteur (50) sensible à la lumière ou d'un autre récepteur sensible
à la lumière, étant entendu qu'un circuit de commande (40) active alternativement
l'une des deux sources de lumière (51, 52),
et en ce qu'un circuit d'interprétation (41, 48) est prévu, qui émet un signal
de commande si le signal de sortie du récepteur (50) sensible à la lumière atteint,
pendant la phase active de la deuxième source de lumière (52), une valeur prédéterminée.
3. Détecteur optique de fumée suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le premier
et le deuxième récepteur (11, 12) sensible à la lumière sont reliés, par l'intermédiaire
d'un inverseur (40), de préférence électronique, aux circuits d'interprétation et
d'alarme (43, 48).
4. Détecteur optique de fumée suivant l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que le circuit de commande coupe le circuit d'alarme quand le deuxième récepteur
(12) sensible à la lumière est relié, par l'intermédiaire de l'inverseur (40) au circuit
de contrôle (43, 60) ou quand la deuxième source de lumière (52) est activée.
5. Détecteur optique de fumée suivant l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que le circuit de commande (40, 53) comporte un générateur d'impulsions et un
compteur électronique réglable (44, 56), relié au générateur d'impulsions, compteur
qui active le deuxième récepteur (12) sensible à la lumière et/ou la deuxième source
de lumière (52) si une première position prédéterminée du compteur est atteinte et
qui active le premier récepteur sensible à la lumière et/ou la première source de
lumière (51) si une deuxième position du compteur est atteinte.
6. Détecteur optique de fumée suivant la revendication 4 et la revendication 5, caractérisé
en ce que l'inverseur (40) est commandé par un signal de sortie du compteur (44).
7. Détecteur optique de fumée suivant l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé
en ce que signal de contrôle est émis à un étage donnant une valeur-seuil, dont le
signal de sortie coupe le circuit d'alarme si le signal de contrôle atteint une valeur
prédéterminée.
8. Détecteur optique de fumée suivant l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé
en ce que la surface de la chambre de mesure (35) recevant le rayonnement émis par
le premier ou le deuxième récepteur sensible à la lumière est disposée sensiblement
en formant un angle de 90° avec l'axe optique respectivement de la première ou de
la deuxième source de lumière.