Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Taumelantrieb für ein translatorisch bewegtes Bauteil,
welches gegenüber einem feststehenden Bauteil in einer vorbestimmten, winkligen Beziehung
gehalten ist, im wesentlichen bestehend aus einem Taumelstab,
- welcher mittels Kurbeltrieb bewegt ist und hierzu an seinem kurbelseitigen Ende
mit einem ersten Kugelabschnitt in einer Lagerbuchse der Kurbel einsitzt,
- welcher an seinem andern Ende mit einem zweiten Kugelabschnitt in einer Lagerbuchse
des feststehenden Bauteils gelagert ist, und zwar koaxial zum Kurbeltrieb,
- und welcher zwischen seinen beiden Enden einen dritten Kugelabschnitt aufweist,
welcher drehbar und taumelfähig in einer Lagerbuchse in der Nabe des translatorisch
bewegten Bauteils gelagert ist.
[0002] Solche Taumelantriebe eignen sich besonders bei Einrichtungen, wie sie Rotationskolben-Verdrängermaschinen
darstellen.
Stand der Technik
[0003] Taumelantriebe der eingangs genannten Art sind bekannt, beispielsweise aus den DE-C-2
603 462 und US-A-3 560 119. Es handelt sich bei diesen Einrichtungen um sogenannte
Verdrängungsmaschinen für kompressible Medien. Sie bestehen zum einen aus einem durch
spiralartige, sich von einer Seitenwand senkrecht erstreckenden Umfangswände begrenzten
Förderraum, der von einem ausserhalb der Spirale liegenden Einlass zu einem innerhalb
der Spirale liegenden Auslass führt. Zum andern weisen sie einen in diesen Förderraum
ragenden, ebenfalls spiralartigen Verdrängungskörper auf. Dieser ist in Bezug auf
den Förderraum zur Ausführung einer kreisenden, verdrehungsfreien Bewegung gelagert.
Sein Zentrum ist gegenüber dem Zentrum der Umfangswände exzentrisch so versetzt,
dass der Verdrängungskörper stets sowohl die aussenliegende als auch die innenliegende
Umfangswand des Förderraumes an je mindestens einer fortschreitenden Dichtlinie berührt.
Während des Betriebes der Maschine werden deshalb entlang des Förderraumes zwischen
dem Verdränger und den beiden Umfangswänden des Förderraumes mehrere sichelförmige
Arbeitsräume eingeschlossen, die sich vom Einlass durch den Förderraum hindurch zum
Auslass hin bewegen. Hierbei kann sich je nach Umschlingungswinkel der Spirale das
Volumen des geförderten Arbeitsmittels zunehmend verringern bei einer entsprechenden
Erhöhung des Arbeitsmitteldruckes.
[0004] Der Taumelantrieb ist bei all diesen bekannten Maschinen jeweils das Mittel zur Umsetzung
der rotierenden Bewegung der Antriebsmaschine in die translatorische Bewegung des
Verdrängers. Dessen radiale Versetzung wird begrenzt durch die Berührung der spiralförmigen
Rippen mit den Wandungen der Förderkammern. Die Begrenzung entspricht theoretisch
einem Kreis, in diesem Fall dem Translationskreis.
[0005] Die Antriebslösung bei der DE-C-2 603 462 sieht einen drehfest mit einem Gegengewicht
auf der Antriebswelle sitzenden Exzenterkörper vor, auf dem mittels eines Kugellagers
eine Antriebsscheibe gelagert ist. Diese ist mit vier gleichmässig über den Umfang
verteilten Kugelgelenkpfannen bestückt, in denen jeweils das Kugelende eines Taumelstabes
einsitzt. Die Kugeln haben dabei lediglich Linienkontakt in ihrer zugehörigen Pfanne.
Bei einer Drehbewegung der Antriebswelle wird der Rotorkörper durch die Taumelstäbe
zur Ausführung einer kreisenden, jedoch nicht drehenden Bewegung angeregt. Neben
der Antriebsfunktion haben bei dieser Lösung die Taumelstäbe somit auch die Verdrehsicherung
zu gewährleisten.
[0006] Bei der Ausführung nach US-A-3 560 119 ist der antriebsseitige Zapfen des Taumelstabes
mittels eines Pendelkugellagers drehbar und schwenkbar in einer exzentrischen Position
gelagert. Zur Verhinderung der Eigendrehung des Verdrängers sind die zweiten und
dritten Kugelabschnitte jeweils mit Profilkränzen, z.B. Verzahnungen versehen, welche
in entsprechend profilierte Gegenstücke im Verdränger resp. im feststehenden Gehäuseteil
eingreifen und darin schwenkbar gelagert sind. Die axiale Sicherung der Taumelwelle
erfolgt über eine im feststehenden Gehäuseteil einliegende Sicherungsscheibe.
[0007] Für die Uebertragung der relativen Drehbewegung wird somit bei den bekannten Maschinen
jeweils ein hochbelastetes und damit kostspieliges Kugellager verwendet. Darüberhinaus
sind keine Massnahmen vorgesehen, welche bei Materialabrieb an der oder den Taumelstäben
einen spielfreien Betrieb der Maschine garantieren.
Darstellung der Erfindung
[0008] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Taumelantrieb der eingangs
genannten Art so zu gestalten, dass auch mit zunehmendem Materialabtrag infolge Verschleiss
eine spielfreie Zusammenarbeit der beiden Bauteile ermöglicht wird.
[0009] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Lagerbuchsen für die zweiten
und dritten Kugelabschnitte halbkugelige Gelenkpfannen sind, die spiegelbildlich
in den beiden Bauteilen angeordnet sind, wobei Federmittel für eine satte Anlage
der Kugelabschnitte in den Gelenkpfannen sorgen.
[0010] Der Vorteil der Erfindung ist darin zu erblicken, dass mit der neuen Konfiguration
ein sich im Betrieb selbsteinstellender und nahezu wartungsfreier Antrieb für den
orbitierenden Bauteil geschaffen ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0011] In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele und ein Anwendungsbeispiel der Erfindung
schematisch dargestellt.
[0012] Es zeigen:
Fig.1 einen Längsschnitt durch eine Pumpe mit umlaufenden Ringkolben
Fig.2 einen Querschnitt durch die Pumpe gemäss Linie A-A in Fig 1
Fig.3 eine erste Einbauvariante des Taumelstabes im Längsschnitt
Fig.4 eine zweite Einbauvariante des Taumelstabes im Längsschnitt
[0013] In der stark vereinfachten Pumpendarstellung gemäss Fig.1 und 2 sind nur die für
das Verständnis der Erfindung wesentlichen Teile dargestellt. In den verschiedenen
Fig. sind die gleichen Teile jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0014] Eingangs sei erwähnt, dass im Sinne der Erfindung der feststehende Bauteil mit linker
Gehäusehälfte 1 und der kreisende Bauteil mit Verdränger 3 bezeichnet ist.
[0015] Im wesentlichen besteht die Pumpe nach den Fig. 1 und 2 aus zwei Gehäusehälften 1,
2, welche auf geeignete Weise miteinander verbunden sind, und dem darin einliegenden
Verdränger 3. In die linke Gehäusehälfte 1 ist eine ringförmige Förderkammer 4 eingearbeitet.
Sie ist mittels eines Steges 5, der sich über die ganze Kammertiefe erstreckt, unterteilt.
Beidseitig des Steges sind in der Rückwand der Gehäusehälfte 1 der Einlass 6 und der
Auslass 7 für das zu fördernde Arbeitsmittel angeordnet. In diese Förderkammer greift
die ebenfalls ringförmige Rippe 8 des Verdrängers 3 ein. Der Ring ist an jener Stelle,
die dem Steg 5 gegenüberliegt, geschlitzt. Während des Betriebes führt der Verdränger
eine orbitale Bewegung aus.
[0016] Anlässlich dieser kreisenden Bewegung berührt der Ringkolben ständig sowohl die innere
als auch die äussere Umfangswand der Förderkammer. Durch seine Lageänderung wird zum
einen über den Einlass 6 Arbeitsmittel in die Kammer 4 hineingesaugt und zum andern
über den Auslass 7 aus der Maschine hinausgefördert.
[0017] Zur verdrehungsfreien Führung des Verdrängers 3 ist eine Kreuzscheibenkupplung vorgesehen.
Sie besteht im wesentlichen aus einem Zwischenring 9, welcher an seinen beiden Planseiten
mit Leisten 10 versehen ist. Die dem Verdränger 3 zugekehrten Leisten 10 greifen in
entsprechend konfigurierte, vertikal verlaufende Nuten 11 im Verdränger 3 ein. Jene
Leisten, die der feststehenden rechten Gehäusehälfte 2 zugekehrt sind, müssen senkrecht
zu den erstgenannten Leisten angeordnet sein, im vorliegenden Fall also horizontal
und deshalb in dem Längsschnitt nach Fig.1 nicht sichtbar. Auch sie gleiten in entsprechend
konfigurierten, horizontal in der Stirnseite der Gehäusehälfte 2 eingearbeiteten
Nuten
[0018] Zum orbitalen Umlauf des Verdrängers 3 ist ein Antrieb mittels Taumelstab 12 vorgesehen.
Ein nicht näher dargestellter Kurbeltrieb 13 ist kurbelseitig mit einer Gelenkpfanne
14 bestückt, in welcher der Taumelstab 12 mit einem ersten Kugelabschnitt 15 drehbar
und schwenkbar einsitzt. Es versteht sich, dass die Erfindung nicht auf diese Antriebsvariante
beschränkt ist. Massgeblich ist lediglich eine Konstruktion, bei welcher der Taumelstab
nicht eine Drehbewegung, sondern eine Taumelbewegung vollführt, wobei sich die Bewegungsachse
auf einem Kegelmantel befindet.
[0019] Am entgegengesetzten Ende weist der Taumelstab 12 einen zweiten Kugelabschnitt 16
auf. Koaxial mit der Hauptachse des Kurbel triebes 13 ist dieser zweite Kugelabschnitt
im linken feststehenden Gehäuseteil 1 drehbar und taumelfähig gelagert.
[0020] In der Ebene des Verdrängers 3 ist der Taumelstab 12 mit einem dritten Kugelabschnitt
versehen, dessen Kugelradius mit Vorteil jenem des zweiten Kugelabschnitts entspricht.
Dieser dritte Kugelabschnitt ist in der Nabe des Verdrängers 3 drehbar und taumelfähig
gelagert.
[0021] Wären die Lagerstellen für die beiden Kugelabschnitte 16 und 17 nunmehr zylindrische
Lagerbuchsen, so würden die beispielsweise fliehkraftbedingten, rein radialen Kräfte
nur auf einer halbkreisförmigen Linie abgestützt werden. Axialgerichtete Kräfte könnten
überhaupt nicht übertragen werden.
[0022] Diese Lagerstellen werden deshalb als halbkugelförmige Gelenkpfannen 18, 19 ausgebildet.
Halbkugelig deshalb, weil dadurch zum einen die benötigten Einzelteile auf ein Minimum
reduziert sind, und weil zum andern die Montage sehr einfach wird.
[0023] Dies gilt allerdings nur, wenn die tragende Fläche in der Kugelpfanne innerhalb
einer und derselben Kugelhemisphäre liegt. Diese Bedingung führt dazu, dass die Gelenkpfannen
18, 19 für die Aufnahmen der zweiten und dritten Kugelabschnitte spiegelbildlich
zueinander angeordnet sind, d.h. die tragenden Kugelflächen sind voneinander abgekehrt.
[0024] Die axiale Kraft, die notwendig ist, damit die Kugelabschnitte unter allen Betriebszuständen
satt in ihren jeweiligen Pfannen einliegen, wird durch Federmittel aufgebracht.
[0025] Eine erste Lösungsmöglichkeit hierfür zeigt Fig.3. Der zweite Kugelabschnitt 16′
ist mit einer zentralen Bohrung versehen und lose auf den Taumelstab 12′ aufgesteckt,
so dass er auf dem Taumelstab verschiebbar ist. Die gegeneinandergerichteten Flächen
der Kugelabschnitte 16′ und 17′ sind abgeflacht und bilden jeweils einen Anschlag
für eine Druckfeder 20′. Im montierten Zustand drückt diese Feder 20′ die Kugelabschnitte
auseinander. Zur Aufnahme des Taumelstabs 12′ anlässlich einer Verschiebung des Kugelabschnitts
16′ ist die Gelenkpfanne 18′ im festen Bauteil 1 mit einer Ausnehmung 21 versehen.
[0026] Die in Fig.4 gezeigte Lösung geht aus von einem Gleitstein 22, welcher axial verschiebbar
im linken Gehäuseteil 1 einsitzt. In der dem Verdränger 3 zugekehrten Stirnfläche
ist im Gleitstein die Gelenkpfanne 18 eingearbeitet. In dieser liegt der Kugelabschnitt
16 ein. Damit der Kugelabschnitt eine jederzeit definierte sphärische Auflage hat,
ist auch hier der Pfannengrund mit einer Ausnehmung 21 versehen, so dass das Kopfende
des Kugelabschnitts in keinem Fall Grundberührung hat. Die Axialkraft wird über die
Schraubenfeder 20 aufgebracht, die vom Gehaüseteil 1 auf den Gleitstein 22 einwirkt.
[0027] Unter Hinweis auf die Anordnung nach Fig.1 wird festgehalten, dass die Federkraft
nicht so gross sein darf, dass die Rippen 8 des Verdrängers 3 von ihrer Dichtfläche
an der Seitenwand des Gehäuses 1 abheben könnten. Die Gegenkraft, die diese Dichtwirkung
aufrechterhält, wird über die Kreuzscheibenkupplung 9, 10 auf den Verdränger 3 übertragen.
[0028] Immerhin muss die Federkraft so gross sein, dass die zusätzliche axiale Kraft in
Zusammenwirkung mit der erwähnten radialen Kraft eine Abstützung der Kugelabschnitte
in einer sphärischen Fläche verursacht. Diese sphärische Kontaktzone muss in jedem
Fall erhalten bleiben, unabhängig von einem etwaigem Materialabtrag an einem der beteiligten
Maschinenteile.
[0029] Nachstehende Beispiele zeigen, welche möglichen Fehler anhand der Erfindung kompensiert
werden können:
- Anlässlich der Taumelbewegung kann Material an der Kugel abgetragen werden. Dadurch
kann sich die Kugel in die Pfanne "hineinfressen". Die Durchmesser von Kugel und Pfanne
werden hierbei kleiner. Durch die konstante sphärische Kugelauflage bleibt die Verbindung
achsgleich und spielfrei, obschon sich neben der Verkleinerung der Durchmesser auch
der Abstand zwischen den Kugelzentren der Kugelabschnitte 16 und 17 vergrössert hat.
[0030] Diese Ueberlegung gilt im übrigen auch, wenn sich nur die Kugeln oder nur die Pfannen
abreiben.
- Anlässlich der orbitalen Bewegung können sich auch die Stirnseiten der Rippen 8
am feststehenden Gehäuse 1 abreiben. Nach Fig.1 würde demnach der Abstand zwischen
den Kugelabschnitten 16 und 17 geringer. Auch dieses Verhalten verkraften die Lösungsprinzipien
nach den Fig.3 und 4 mühelos.
[0031] Es versteht sich, dass bei einer Veränderung des Abstandes zwischen den zweiten
und dritten Kugelabschnitten der sich auf einem Kegelmantel befindende Winkel der
Bewegungsachse ebenfalls ändert. Dies gilt auch für den Abstand zwischen den Kugelabschnitten
16 resp. 17 und 15. In jedem Fall ist die Exzentrizät e (Fig.4) beizubehalten. Andererseits
ist die Ebene des zweiten Kugelabschnittes massgebend für den Translationskreis und
ist somit Bezugsebene. Deshalb muss auch der erste Kugelabschnitt 15 verschiebbar
ausgebildet werden. Und zwar muss er zum einen in Längsrichtung des Taumelstabes verschiebbar
sein, wie das in Fig.4 angedeutet ist; zum andern muss er auch in der Richtung senkrecht
zur Zeichenebene verschiebbar sein wegen der angesprochenen möglichen Winkelveränderung.
Vorzugsweise wird deshalb dieser erste Kugelabschnitt 15 ebenfalls in eine als Gelenkpfanne
14 ausgebildete Lagerbüchse eingebettet. Diese in der Zeichnung nur schematisch dargestellte
Gelenkpfanne 14 ist ihrerseits mit einer Gleitfläche 23 versehen, welche auf einer
entsprechenden Gegenfläche des Kurbeltriebes 13 allseitig verschiebbar ist. Gleitfläche
23 und Gegenfläche befinden sich dabei in einer Ebene parallel zur Achse des Kurbeltriebes.
[0032] Der Vorteil eines derartig ausgebildeten Taumelantriebes kann anhand folgender Ueberlegung
festgehalten werden: Die grösste im Betrieb vorherrschende radiale Kraft wirkt auf
die Lagerkombination 17/19. Diese Kraft wird aufgenommen von den beiden Lagerkombinationen
15/14 und 16/18. Ueber die Wahl der Hebelarme zwischen den jeweiligen Kugelabschnitten
hat man nun ein Mittel in der Hand, die Lagerbelastung in der Kombination 15/14 möglichst
niedrig zu halten. Dadurch kann dieses Lager in seinen Dimensionen, d.h. insbesondere
in seinem Kugeldurchmesser klein bemessen werden mit der Folge, dass es eine geringe
Reibleistung aufweist. Andererseits sind die Gelenkpfannen für die zweiten und dritten
Kugelabschnitte keine separaten Einzelteile, sondern sie sind in ohnehin vorhandenen
Bauteilen integriert, einerseits im Verdränger, andererseits im feststehenden Gehäuseteil
oder im Gleitstein. Die Lösung ist schon aus diesem Grunde sehr kostengünstig. Da
es sich bei diesen Gelenkpfannen überdies nur um Halbschalen ohne Hinterschnitt handelt,
sind auch die für die Herstellung benötigten Spritz- oder Presswerkzeuge nicht aufwendig.
Bezugszeichenliste
[0033]
1,2 Gehäusehälfte
3 Verdränger
4 Förderkammer
5 Steg
6 Einlass
7 Auslass
8 Rippe
9 Zwischenring
10 Leiste
11 Nut
12,12′ Taumelstab
13 Kurbeltrieb
14 Gelenkpfanne
15 erster Kugelabschnitt
16,16′ zweiter Kugelabschnitt
17,17′ dritter Kugelabschnitt
18,18′ Gelenkpfanne in 1
19 Gelenkpfanne in 3
20 Federmittel
21 Ausnehmung
22 Gleitstein
23 Gleitfläche
1. Taumelantrieb für ein translatorisch bewegtes Bauteil (3), welches gegenüber einem
feststehenden Bauteil (1) in einer vorbestimmten, winkligen Beziehung gehalten ist,
im wesentlichen bestehend aus einem Taumelstab (12,12′),
- welcher mittels Kurbeltrieb (13) bewegt ist und hierzu an seinem kurbelseitigen
Ende mit einem ersten Kugelabschnitt (15) in einer Lagerbuchse der Kurbel einsitzt,
- welcher an seinem andern Ende mit einem zweiten Kugelabschnitt (16,16′) in einer
Lagerbuchse des feststehenden Bauteils (1) gelagert ist, und zwar koaxial zum Kurbeltrieb
(13) - und welcher zwischen seinen beiden Enden einen dritten Kugelabschnitt (17,17′)
aufweist welcher drehbar und taumelfähig in einer Lagerbuchse in der Nabe des translatorisch
bewegten Bauteils (3) gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerbuchsen für die zweiten und dritten Kugelabschnitte (16,16′ bzw. 17,17′)
halbkugelige Gelenkpfannen (18,18′ bzw. 19) sind, die spiegelbildlich in den beiden
Bauteilen (1,3) angeordnet sind, wobei Federmittel (20,20′) für eine satte Anlage
der Kugelabschnitte in den Gelenkpfannen sorgen.
2. Taumelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kugelabschnitt
(16′) lose auf dem Taumelstab (12′) aufgezogen ist, und dass eine Schraubenfeder (20′)
zwischen dem zweiten und dem dritten Kugelabschnitt (16′ bzw. 17′) angeordnet ist.
3. Taumelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkpfanne (19)
zur Aufnahme des dritten Kugelabschnitts (17) in einem Gleitstein (22) vorgesehen
ist, welcher federbelastet (20) im feststehenden Gehäuseteil (1) verschiebbar ist.
4. Taumelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerbuchse zur
Aufnahme des ersten Kugelabschnittes (15) als Gelenkpfanne (14) ausgebildet ist, welche
in einer Ebene parallel zur Achse des Kurbeltriebes versschiebbar ist.