(19)
(11) EP 0 362 831 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
11.04.1990  Patentblatt  1990/15

(21) Anmeldenummer: 89118434.3

(22) Anmeldetag:  04.10.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F16L 57/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI NL SE

(30) Priorität: 07.10.1988 DE 8812626 U

(71) Anmelder: Ortwein, Ernst-Georg
D-7333 Ebersbach/Fils (DE)

(72) Erfinder:
  • Ortwein, Ernst-Georg
    D-7333 Ebersbach/Fils (DE)

(74) Vertreter: Seemann, Norbert W., Dipl.-Ing. 
Brehmstrasse 37
D-73033 Göppingen
D-73033 Göppingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schutzstopfen für Abflussrohre


    (57) Ein Schutzstopfen für Abflußrohre, vornehmlich bei der Sanitärinstallation von Neubauten bzw. bei Altbau­sanierungen, besteht aus einem rotationssymmetrischen, mehrere Durchmesserabstufungen (1a, 1b, 1c) aufweisen­den Zapfen (1), der als an der Stirnseite (2) der kleinsten Durchmesserstufe (1c) geschlossen ausgebil­deter Hohlkörper mit vorzugsweise gleicher Wandstärke (s) im Bereich jeder der Abstufungen (1a, 1b, 1c) ausgebildet ist, wobei die gegenseitigen Übergänge (ü) letzterer (1a, 1b, 1c) gefast, geneigt oder aus­gerundet verlaufen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schutzstopfen für Abflußrohre, vornehmlich bei der Sanitärinstallation von Neubauten bzw. bei Altbausanierungen.

    [0002] Bislang war es im allgemeinen üblich, nach Verlegen der Abflußrohre für den Anschluß eines Spültisches oder Waschbeckens die betreffende, zuvor bereits in der Wand verlegte Rohrleitung bzw. deren Öffnung mit Knüllpapier o. dgl. auszustopfen, damit beim späteren Verputzen oder Verfliesen der Wand keine Mörtelverschmutzungen o.ä. Dinge in die Abflußrohre gelangten.

    [0003] Der Nachteil dieser bisherigen Methode liegt aber vor allem darin, daß zumeist über diesen Knüllpapier­stopfen hinweg gegipst oder geplättelt wurde, was zur Folge hatte, daß der Installateur dann stets durch Abklopfen der Wand recht mühsam die Abflußrohr­öffnung suchen und wieder freischlagen mußte, wenn er das Waschbecken o. dgl. anschließen wollte.

    [0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb auch darin, einen leicht wieder entfernbaren Schutz­stopfen für derartige Abflußrohröffnungen vorzuschlagen, der in einfacher Weise letztere vor dem Eindringen von Verschmutzungen schützt und den Rohrendbereich für den späteren Syphonanschluß freihält.

    [0005] Gelöst wird diese Aufgabe dabei durch die in den Patentansprüchen angegebenen, baulichen Merkmale. Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Neuerung dar, das im folgenden anhand dieser Skizzen noch näher beschrieben wird.

    [0006] Es zeigen im einzelnen:

    Fig. 1 eine Seitenansicht des neuen Schutzstopfens im Längsschnitt sowie im Einsatzzustand und

    Fig. 2 eine Seitenansicht zu Fig. 1 aus Pfeilrichtung F.



    [0007] Der in Fig. 1 dargestellte Schutzstopfen besteht in seinem Grundaufbau aus einem rotationssymmetrischen, mehrere Durchmeserabstufungen 1a, 1b, 1c aufweisenden Zapfen und ist somit für in einer Wand "W" verlegte Abflußrohre "R" unterschiedlichen Durchmessers ein­setzbar. In spezieller baulicher Ausgestaltung ist dabei vorgesehen, daß der neuerungsgemäße Stopfen als Hohlkörper mit vorzugsweise gleicher Wandstärke "s" im Bereich jeder der Abstufungen 1a, 1b, 1c ausge­bildet ist, wobei die gegenseitigen Übergänge "ü" letzterer 1a, 1b, 1c gefast, geneigt oder ausgerundet verlaufen und sich somit gut in die Rohrenddichtung "D" einfügen. Um in dieser Einbaulage nun auch Spül­vorgänge für die Rohrleitungen "R" durchführen zu können, ist erfindungsgemäß weiterhin vorgesehen, daß die an sich geschlossen ausgebildete Stirnseite 2 der kleinsten Durchmesserstufe 1c ggf. zusätzlich noch mit sternförmig oder ähnlich verlaufenden Ein­kerbungen 3 versehen ist, wobei die Wandstärke "s₁" der Stirnseite 2 wesentlich kleiner als diejenigen "s" der Abstufungen 1a, 1b, 1c gehalten wird, so daß die gekerbte Stirnseite 2 und 3 leicht durchstoßen werden kann, z.B. zum Einführen eines Spülschlauches. Als Material für den Schutzstopfen eignet sich am besten irgendein Kunststoffmaterial ausreichender Festigkeit.

    Bezugsziffernverzeichnis



    [0008] 

    1 Stopfen

    1a Abstufung

    1b Abstufung

    1c Abstufung

    2 Stirnseite

    3 Einkerbung

    4 Hohlraum

    F Sichtrichtung

    P Putz

    W Wand

    R Abflußrohr

    D Dichtung

    s Wandstärke Stopfen

    s₁ Wandstärke Stopfenstirnseite

    ü Übergang an den Abstufungen




    Ansprüche

    1. Schutzstopfen für Abflußrohre, vornehmlich bei der Sanitärinstallation von Neubauten bzw. bei Altbausanierungen,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Stopfen (1) aus einem rotationssymmetrischen, mehrere Durchmesserabstufungen (1a, 1b, 1c) auf­weisenden Zapfen besteht.
     
    2. Schutzstopfen nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der zapfenförmige Stopfen (1) als an der Stirn­seite (2) der kleinsten Durchmesserstufe (1c) geschlossen ausgebildeter Hohlkörper mit vorzugs­weise gleicher Wandstärke (s) im Bereich jeder der Abstufungen (1a, 1b, 1c) ausgebildet ist, wobei die gegenseitigen Übergänge (ü) letzterer (1a, 1b, 1c) gefast, geneigt oder ausgerundet verlaufen.
     
    3. Schutzstopfen nach den Ansprüchen 1 und 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Stirnseite (2) mit sternförmig von der Mitte aus oder ähnlich verlaufenden Einkerbungen (3) versehen ist. 4. Schutzstopfen nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Wandstärke (s₁) der Stirnseite (2) wesent­lich kleiner als diejenige (s) der Abstufungen (1a, 1b, 1c) ist.
     




    Zeichnung