Technisches Gebiet:
[0001] Die Erfindung betrifft eine Pumpe mit einem aus zwei sich schneidenden Zylinderabschnitten
gebildeten Gehäuse, wobei an einander gegenüberliegenden Seiten Einlaß- und Auslaßöffnungen
vorgesehen sind und in jedem Zylinderabschnitt ein um dessen Mittellängsachse drehbarer
Läufer angeordnet ist, wobei die größeren Querachsen der Läufer in wenigstens einer
Bewegungsphase jeweils etwa senkrecht zueinander stehen und die Läufer sich dichtend
aneinander und gegen die Gehäuseinnenwand abwälzen, und wobei die von dem Schnittpunkt
der großen Querachsen ausgehenden Mantellinien jedes Läufers in einander entgegengesetzter
Richtung schräg zur jeweiligen Mittellängsachse verlaufen und jeder Läufer zwei etwa
keulenförmige Abschnitte umfaßt, welche an ihrem schmäleren Ende über eine Einschnürung
miteinander verbunden sind, wobei die Läufer eine derartige Konfiguration aufweisen
und relativ zueinander angeordnet sind, daß wenn die großen Querachsen der beiden
Läufer senkrecht zueinander stehen, der keulenförmige Abschnitt des einen Läufers
in die Einschnürung des anderen Läufers eingreift und die beiden Läufer sich dichtend
aneinander abwälzen, wobei in jeder Phase der Drehbewegung die beiden Läufer ein sich
gleichmäßig vergrößerndes Ansaugvolumen vor der Einlaßöffnung und ein sich gleichmäßig
verkleinderndes Ansaugvolumen vor der Auslaßöffnung ausbilden.
Stand der Technik:
[0002] Derartige gattungsgemäß als bekannt vorausgesetzte Pumpen werden als Roots-Pumpen
bzw. Roots-Gehäuse bezeichnet und sind im praktischen Einsatz seit langem bewährt.
[0003] Die Läufer herkömmlicher derartiger Roots-Pumpen weisen Mantelflächen auf, welche
zur Mittellängsachse des Läufers parallel verlaufen und damit senkrecht zur durch
die Ein- und Auslaßöffnungen definierten Durchströmungsrichtung. Aufgrund dieses Aufbaus
herkömmlicher derartiger Pumpen pulsiert das gepumpte Medium relativ stark in Abhängigkeit
von der jeweiligen Drehwinkelstellung der Läufer.
[0004] Aus der GB-A-382 953 ist eine gattungsgemäße Pumpe bekannt, bei welcher aufgrund
der dort vorgeschlagenen Läuferkonfigurationen jedoch ein erhöhter Laufwiderstand
aufgrund von Flüssigkeitskompressionen in Toträumen in Kauf genommen werden muß.
[0005] Aus der DE-A-35 02 839 ist eine Pumpe mit zwei Läufern bekannt, welche zwei zueinander
parallele Drehachsen aufweisen, wobei die Dichtflächen jeweils schräg zu den Drehachsen
verlaufen. Bei dieser vorbekannten Pumpe ist die Auslaß- und Einlaßöffnung in der
axialen Verlängerung der Drehachsen angeordnet. Die Konfiguration der Läufer ist relativ
kompliziert.
[0006] Die US-A-1 142 734 beschreibt eine Pumpe mit zwei Läufern, welche im Querschnitt
eine keulenförmig ineinandergreifende Konfiguration aufweisen. Die Ausund Einlaßöffnung
bei dieser Konstruktion liegen einerseits im Bereich der stirnseitigen Enden und andererseits
auf der gegenüberliegenden Seite etwa in der Mitte des Gehäuses. Die gewendelten Läufer
setzen sich in Längsrichtung gesehen aus zwei Teilrotoren zusammen, wobei sich im
Bereich der Mittelsenkrechten die Krümmung der beiden Teilrotoren ändert. Dementsprechend
wird das zu pumpende Medium im wesentlichen in Axialrichtung von den Außenseiten zur
Mitte gepumpt.
Darstellung der Erfindung:
[0007] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Pumpe der gattungsgemäßen
Art unter Wahrung ihrer prinzipiellen Vorteile so zu verbessern, daß eine pulsationsfreie,
gleichmäßige Strömung des geförderten Mediums bei hoher Förderkapazität unter Vermeidung
von Toträumen erzielt wird.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mantellinien stetig entlang
der axialen Erstreckung der Läufer verlaufen, daß die Einlaßöffnung und die Auslaßöffnung
im Bereich der Mitte der Läufer gesehen in deren Längsrichtung einander diametral
gegenüberliegend angeordnet sind, und daß die Einlaßöffnung und die Auslaßöffnung
jeweils einen trapezförmigen Querschnitt mit aufweisen.
[0009] Im Vergleich zu den zu der Mittellängsachse parallel verlaufenden Mantellinien herkömmlicher
Läufer sind also bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung die beiden Hälften jedes
Läufers um die Mittellängsachse gegeneinander verwunden, so daß diese schräg verlaufenden
Mantellinien entstehen. Die beiden Läufer sind ihrerseits auf den beiden Drehachsen
so angeordnet, daß die Mantellinien im Dichtbereich der beiden Läuder jeweils parallel
zueinander verlaufen. Dies bedeutet, daß sich die Mantelflächen der Läufer ebenso
dichtend aneinander abwälzen können, wie dies bei herkömmlicherweise bekannten Läufern
vorgesehen ist. Demgegenüber wird aber durch die erfindungsgemäße Verwindung erreicht,
daß in Längsrichtung der Einlaßöffnung gesehen in jeder Phase der Drehbewegung mit
praktisch gleichbleibender Saugkraft angesaugt und ausgestoßen wird, so daß eine äußerst
gleichmäßige Durchströmung und Förderung erzielt wird, wie sie für manche Anwendungszwecke
gefordert wird.
[0010] Die erfindungsgemäße Konfiguration der Läufer läßt sich mit zeitgemäßen CNC-gesteuerten
Maschinen mit im Vergleich zu den erheblichen erzielbaren Vorteilen vertretbarem Aufwand
herstellen.
[0011] Die erfindungsgemäße Läuferkonfiguration vermeidet den Antriebswiderstand erhöhende
Hohlräume in der Abwälzbewegung der Läufer zueinander und relativ zu dem Gehäuse und
ermöglicht die Erzielung ganz erheblicher Fördermengen bezogen auf das Pumpenvolumen
und die erforderliche Antriebsleistung.
[0012] Die erfindungsgemäße Konstruktion ermöglicht einen berührungsfreien Vor- und Rücklauf
sowie das Pumpen sowohl gasförmiger als auch flüssiger Medien.
[0013] Durch das Vorsehen von einander diametral gegenüberliegend angeordneten Einlaß- und
Auslaßöffnungen mit jeweils trapezförmigem Querschnitt wird eine sehr hohe pulsationsfreie
Durchströmung des Pumpeninnenraums erreicht.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen:
[0014] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsfonn anhand der Zeichnung. Dabei zeigen
Fig. 1a und 1c Seitenansichten des Pumpengehäuses mit der Auslaß- bzw. Einlaßöffnung.
Fig. 1 b eine Aufsicht auf das Pumpengehäuse mit den darin angeordneten Läufern (schematisch)
bei abgenommenem Gehäusedeckel, und Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der beiden
Läufer.
Bester Weg zur Ausführung der Erfindung:
[0015] Eine in der Zeichnung dargestellte Pumpe weist ein Pumpengehäuse 1 auf, welches aus
zwei sich schneidenden Zylinderabschnitten 2, 3 besteht.
[0016] Im Schnittbereich der Zylinderabschnitte 2,3 sind an der Zylindermantelfläche eine
Einlaßöffnung 4 und eine Auslaßöffnung 5 vorgesehen. Die Einlaßöffnung 4 und die Auslaßöffnung
5 liegen sich - wie aus Fig. 1b ersichtlich - diametral gegenüber und weisen einen
etwa trapezförmigen Querschnitt auf. Hiervon abweichend kann für diese Öffnungen 4,
5 jedoch auch ein rechteckiger Querschnitt vorgesehen sein.
[0017] Im Inneren jedes Zylinderabschnitts 2, 3 ist ein Läufer 6, 7 angeordnet, dessen Mittellängsachse
8 bzw. 9 parallel zur Mittellängsachse des jeweiligen Zylinderabschnitts 2 bzw. 3
verläuft.
[0018] Die Läufer 6 bzw. 7 sind um ihre Mittellängsachsen 8 bzw. 9 in entgegengesetzter
Richtung (Pfeile 10,11) drehangetrieben. Der koordinierte Antrieb beider Läufer 6,
7 kann in an sich bekannter Weise z.B. durch auf den Achsen 8, 9 sitzende, ineinandergreifende
Zahnräder, welche in dem Gehäuseteil 12 untergebracht sind, bewerkstelligt werden.
[0019] Jeder Läufer 6 bzw. 7 umfaßt in an sich bekannter Weise zwei etwa keulenförmige Abschnitte
13, welche über eine Einschnürung 14 verbunden sind, d.h. die Läufer weisen eine solche
Konfiguration auf, daß wenn die großen Querachsen 15 bzw. 16 der beiden Läufer 6 bzw.
7 senkrecht zueinander stehen, der keulenförmige Abschnitt 13 des einen Läufers in
die Einschnürung 14 des anderen Läufers eingreift und die beiden Läufer sich dichtend
aneinander abwälzen können. In Fig. 1b ist eine Bewegungsphase dargestellt, wo die
Querachsen 15, 16 gerade aufeinander senkrecht stehen und der keulenartige Abschnitt
13 des Läufers 7 in die Einschnürung 14 des Läufers 6 eingreift. Ausgehend von dieser
in Fig. 1 b dargestellten Situation ist es vorstellbar, wie sich die beiden Läufer
6, 7 bei einer Drehbewegung in Richtung der Pfeile 10, 11 aneinander abwälzen.
[0020] Die äußeren Mantellinien 17 der Läufer 6, 7 ausgehend vom Schnittpunkt 18 der großen
Querachsen 15 bzw. 16 mit der Mantelfläche 19 der Läufer 6, 7 läuft längs der Innenwand
20 der Zylinderabschnitte 2, 3 dichtend ab.
[0021] Soweit wie vorstehend beschrieben entspricht die erfindungsgemäße Pumpe im wesentlichen
einer herkömmlichen Roots-Pumpe.
[0022] Demgegenüber ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß - wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlichdie
äußeren Mantellinien 17 schräg gegen die Mittellängsachse 8 bzw. 9 verlaufen, wobei
die äußeren Mantellinien 17 an den einander gegenübergesetzten Seiten eines Läufers
6 bzw. 7 in entgegengesetzte Richtung gegen die Mittellängslinie 8 bzw. 9 versetzt
sind.
[0023] Die Mantellinien 17 verlaufen, was in der Zeichnung im einzelnen nicht erkennbar
ist, schraubenförmig.
[0024] Durch diese Konfiguration wird, wie die Aufsicht gemäß Fig. 1b veranschaulicht, erreicht,
daß in jeder Phase der Drehbewegung der beiden Läufer 6 bzw. 7 ein sich gleichmäßig
vergrößerndes Ansaugvolumen vor der Einlaßöffnung 4 und ein sich gleichförmig verkleinerndes
Ansaugvolumen vor der Auslaßöffnung 5 aufgebaut wird, wodurch eine völlig gleichmäßige
Durchströmung bei großem Durchsatz bezogen auf das Volumen und die Antriebsleistung
der Pumpe erzielt wird.
1. A pump with a housing (1) consisting of two intersecting cylinder portions (2, 3),
inlet and outlet apertures (4 and 5, respectively) being provided on oppositely disposed
sides and in that there is in each cylinder portion (2, 3) and rotatable about its
median longitudinal axis (8 and 9, respectively) a rotor (6 and 7, respectively),
the greater transverse axes (15 and 16, respectively) of the rotors (6 and 7, respectively)
being substantially at right-angles to each other at least in one movement phase,
the rotors (6 and 7, respectively) rolling on each other and in respect of the interior
wall (20) of the housing in sealing-tight fashion, the generatrices (17) of each rotor
(6 and 7, respectively) emanating from the point of intersection (18) of the major
transverse axes (15 and 16, respectively) extending in mutually opposite directions
and obliquely to the relevant median longitudinal axis (8 or 9, respectively), and
each rotor (6 or 7, respectively) comprising two substantially lobar portions (13)
which at their narrower end are connected to each other by a restricted portion (14),
the rotors (6 and 7, respectively) having such a configuration and being disposed
relatively to each other that when the major transverse axes (15 and 16, respectively)
of the two rotors (6 and 7, respectively) are at right-angles to each other, the lobar
portion (13) of one rotor (6 or 7, respectively) engages with the restriction portion
(14) of the other rotor (6 or 7, respectively), while the two rotors (6 and 7, respectively)
roll on each other in a sealing-tight fashion, and in each phase of the rotary movement
the two rotors (6 and 7, respectively) forming an evenly increasing induction volume
upstream of the inlet aperture (4) and an evenly diminishing induction volume upstream
of the outlet orifice (5),
characterized in that
the generatrices (17) extend continuously along the axial length of the rotors (6
or 7, respectively),
in that the inlet aperture (4) and the outlet orifice (5) are diametrally opposed
to each other in the middle between the rotors (6 and 7, respectively) seen in the
latter's longitudinal direction,
and in that the inlet aperture (4) and the outlet orifice (5) each have a trapezoidal
cross-section.
1. Pompe avec un carter (1) constitué de deux tronçons de cylindres (2, 3) qui se coupent,
des orifices d'entrée et de sortie (4, 5) étant prévus sur des côtés opposés entre-eux,
et dans chaque tronçon de cylindre (2, 3) est logé un rotor (6, 7) qui tourne autour
de l'axe longitudinal central (8, 9) de chaque cylindre, les grands axes transversaux
(15, 16) des rotors (6, 7) étant sensiblement perpendiculaires entre-eux au moins
au cours d'une phase du mouvement et les rotors (6, 7) roulant de manière jointive
l'un sur l'autre et contra la paroi intérieure (20) du carter, les génératrices (17)
partant du point d'intersection (18) du grand axe transversal (15, 16) de chacun des
rotors (6, 7), s'étendant de manière inclinée par rapport à l'axe longitudinal central
respectif (8, 9), dans des direction opposées, et chaque rotor (6, 7) comprenant deux
tronçons sensiblement en forme de lobe (13) qui sont reliés entre-eux par une striction
(14), au niveau de leur extrémité la moins large, les rotors (6, 7) présentant une
configuration telle et étant agencés l'un par rapport à l'autre de manière telle que
les grands axes transversaux (15, 16) des deux rotors (6, 7) soient perpendiculaires
entre-eux, que le tronçon en forme de lobe (13) de l'un des rotors (6, 7) s'engage
dans la striction (14) de l'autre rotor (6, 7), et que les deux rotors (6, 7) roulent
l'un sur l'autre de manière jointive, et au cours de chacune des phases du mouvement
de rotation les deux rotors (6, 7) forment un volume d'aspiration s'agrandissant de
manière régulière, devant l'orifice d'entrée (4), et un volume d'aspiration se réduisant
de manière régulière, devant l'orifice de sortie (5),
caractérisée en ce que
les génératrices (17) s'étendent de façon continue le long de la longueur axiale des
rotors (6, 7),
que l'orifice d'entrée (4) et l'orifice de sortie (5) sont disposés de manière diamétralement
opposée au milieu entre les rotors (6, 7) vu en longueur de ceux-ci, et
que l'orifice d'entrée (4) et l'orifice de sortie (5) présentent chacun une section
en forme de trapèze.