[0001] Die Erfindung betrifft einen Heizkessel mit Sturzbrennerkammer gemäß Oberbegriff
des Hauptanspruches.
[0002] Ein derartiger Heizkessel ist bspw. nach dem DE-U-77 35 960 bekannt. Sofern sich
bei solchen Kesseln der Boden der Brennkammer unmittelbar benachbart zum Bodenblech
befindet, das das wasserführende Gehäuse nach unten abschließt, ist anzustreben, diesen
Bereich nach unten gut wärmedämmend auszubilden und dabei mit einem Minimum an Wärmeleitbrücken
auszukommen, und zwar trotz der Notwendigkeit, ausreichend tragfähige Standelemente
für das vertikal aufzustellende, wasserführende Gehäuse vorsehen zu müssen. Ferner
muß auch bei derartigen Heizkesseln dafür gesorgt werden, in Rücksicht auf Bodenunebenheiten
den Kessel bequem einnivellieren zu konnen. Derartigen Forderungen ist, wie für den
Fachmann ohne weiteres erkennbar, bei bisher bekannten Heizkesseln dieser Art (bspw.
DE-U-77 35 960 u. DE-U-69 45 833) nicht optimal genügt. Der Erfindung liegt demgemäß
die Aufgabe zugrunde, solche Heizkessel bzgl. ihres Gehäuses zu verbessern, daß dessen
Unterbau diesen Forderungen genügt und zwar mit der Maßgabe, daß der Unterbau, bei
möglichst geringer Höhe bequem die Anordnung von Isolationsmaterial unter dem Bodenblech
zuläßt, daß die notwendigen Tragelemente für die Aufstellung des Gehäuses auf ein
Minimum reduziert sind und daß ferner der Unterbau gleichzeitig einen bodenseitigen
Abschluß für die Seitenwandisolation des Gehäuses bilden soll.
[0003] Diese Aufgabe ist mit einem Heizkessel der gattungsgemäßen Art nach der Erfindung
durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches angeführten Merkmale gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen ergeben sich nach den Unteransprüchen.
[0004] Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung ergibt sich ein wenig Höhe beanspruchender
Unterbau, wobei im Freiraum zwischen Boden- und Sockelblech bequem ein Isolationsmaterialzuschnitt
eingebracht werden kann und wobei die notwendigen Sockelstege zur Übertragung der
Auflast in diesen außerordentlich flachen Unterbau mit integriert und derart angeordnet
und ausgebildet sind, daß durch diese Sockelstege ein Minimum an Wärmeleitung nach
unten gewährleistet ist. Durch die Bemessung des Sockelbleches ist ferner gleichzeitig
für einen Ab- und Anschluß des das Gehäuse seitlich umgebenden Isolationsmantels gesorgt
und ferner stellt diese erfindungsgemäße Ausbildung in Verbindung mit dem Gehäuse
eine leicht de- und montierbare Einheit dar, die es vorteilhaft ermöglicht im Bedarfsfall
bei Einbringschwierigkeiten in den Installationsraum den Kessel zunächst ohne äußere
Isolation und Unterbau einbringen und dann vor Ort problemlos wieder zusammenfügen
zu können.
[0005] Die Maßgabe, daß "mindestens ein Bodenblechüberstandsrand" vorgesehen sein soll,
ist so zu verstehen, daß das Bodenblech des Gehäuses umlaufend in bezug auf die seitliche
Gehäusewand insgesamt einen ausreichend großen Überstand hat, um darunter die Sockelstege
anordnen zu können. Bevorzugt wird dabei aber eine Ausführungsform, bei der der Bodenblechüberstand
lediglich aus zungenartigen Fortsätzen besteht, die im Bereich der Sockelstege angeordnet
sind. Abgesehen davon ist natürlich ein geringfügiger Überstand des Bodenbleches umlaufend
vorhanden, um einen ausreichend großen umlaufenden Zwickel für die Kehlnahtverschweißung
des Sockelbleches mit dem Gehäusemantelblech zur Verfügung zu haben. Das Bodenblech
bzw. dessen Überstand ist dabei mit den Sockelstegen nicht fest, sondern mit lösbaren
Verschraubungen verbunden, die außerdem die Möglichkeit bieten, zwischen den Sockelstegen
und dem Bodenblech einer seits und den Köpfen der Schrauben und dem Bodenblech Wärmeübergangsbarrieren
in Form von Unterlegscheiben aus geeignetem Material anzuordnen. Das sogenannte Sockelblech
ist dabei gleichzeitig so bemessen und zugeschnitten, daß es den Querschnitt der
Seitenwandisolation des Gehäuses nach unten mit abdeckt, wobei an diesem Sockelblech
außerhalb des Bereiches des Bodenbleches die Nivellierelemente aufweist. Soweit diesbezüglich
vom Durchmesser des Sockelbleches in bezug auf den Außendurchmesser des Wärmeisolationsmantels
die Rede ist, so ist dies selbstverständlich auch so zu verstehen, daß bei kastenförmiger,
also nicht zylindrischer Umfassung des Heizkesselgehäuses der Sockelblechzuschnitt
auch einem solchen kastenförmigen Umfassungsgehäuse entsprechen kann. Aus Stabilitätsgründen
sind dabei sowohl das Bodenblech als auch das Sockelblech mit sich entsprechenden
nach oben gerichteten Wölbungen versehen, wobei diese Wölbungen innerhalb des Anordnungsbereiches
der Sockel stege vorgesehen sind.
[0006] Der erfindungsgemäße Heizkessel wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung
von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0007] Es zeigt schematisch
Fig. 1 einen Schnitt durch den Heizkessel;
Fig. 2 einen Schnitt längs Linie II-II durch den Heizkessel gemäß Fig. 1 und
Fig. 3 einen Schnitt längs Linie III-III in Fig. 2.
[0008] Gemäß Fig. 1 enthält das wasserführende Gehäuse 13 des Heizkessels eine Sturzbrennerkammer
14, von deren unteren offenen Ende ein die Brennkammer 14 umgebender Heizgaszug 15
zu einer oberen Sammelkammer 16 mit Gasabzugsstutzen 17 führt. Unter dem Bodenblechüberstand
1 sind dabei, wie besser aus Fig. 2 ersichtlich, Sockelstege 2 angeordnet, mit denen
der Boden blechüberstand 1 verschraubt ist. Die Sockelstege 2 sind fest mit dem Sockelblech
3 verbunden, d.h., verschweißt, dessen Durchmesser D₁ dem Außendurchmesser D₂ bzw.
der Außenumfangskontur des Wärmeisolationsmantels 4 entspricht. Dieses Sockelblech
weist in vorteilhafter Weiterbildung einen nach oben weisenden Bordrand 5 auf, der
den äußeren unteren Rand 6 des Wärmeisolationsmantels 4 umfaßt. Ferner sitzen im Sockelblech
3 außerhalb des Anordnungsbereiches der Sockelstege 3 das Sockelblech durchgreifende
Nivellierschrauben 7, mit deren Hilfe hinsichtlich ggf. vorhandener Bodenunebenheiten
der Gesamtkessel genau vertikal orientiert einjustiert werden kann. Derartige Nivelliermöglichkeiten
sind allgemein bekannt und auch im Heizkesselbau geläufig. Im vorliegenden Fall gehören
diese aber zum vom Heizkessel zunächst ggf. unabhängig aufstellbaren Sockelblech
3, auf das dann der eigentliche Heizkessel aufgesetzt werden kann, nachdem im Freiraum
11 zwischen Boden- und Sockelblech 8, 3 ein entsprechender Zuschnitt aus Isolationsmaterial
12 auf das Sockelblech 3 aufgelegt wurde.
[0009] Bezüglich der Anordnung und Ausbildung der Sockelstege 2 gibt es verschiedene Möglichkeiten,
d. h. diese Sockelbleche können, wie aus Fig. 2 ersichtlich, radial angeordnet werden,
es ist aber auch möglich, solche Sockelbleche als kurze Bogenstücke auf einem entsprechenden
Kreis des Sockelbleches 3 anzuordnen. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 sind an
den Enden der Sockelstege 2 mit Innengewinde versehene Stehbolzen 18 vorgesehen,
die die Sockelbleche 2 um das Maß der Blechstärke des Bodenbleches 8 überragen, so
daß der Bodenblechüberstand 1 mittels entsprechend zugeschnittener Unterlegstücke
19 in bezug auf die Sockelstege 2 fixiert werden kann. Wie vorerwähnt, ist dabei
die Zwischenlage von schlecht wärmeleitendem Material 19′ ohne weiteres möglich,
das ggf. auch zwischen Bodenblech 8 und Sockelstegen 2 angeordnet werden kann. Selbstverständlich
wäre es auch möglich, den Bodenblechüberstand 1 zu vergrößern und mit radialen Schlitzen
zu versehen, bei welcher Ausführungsform die Stehbolzen 18 mit ihrem Innengewinde
mit einer Höhe zu bemessen sind, die der Höhe der Sockelstege 2 entspricht. Die Länge
der Sockelstege 2 wird sowohl bei der einen als auch anderen Ausführungsform so bemessen,
daß sie einerseits ihre Tragfunktion für das wasserführende Gehäuse 13 erfüllen können,
sie aber andererseits eine möglichst kleine Kontaktfläche für das Bodenblech 8 darstellen.
1. Heizkessel mit Sturzbrennerkammer, bestehend aus einem mit Wärmeisolationsmantel
(4) umgebenen wasserführenden Gehäuse (21) mit zylindrischer Wandung (13) und mit
Deck- und Bodenblech, wobei das Bodenblech (8) mit einem Überstandsrand (1) überragt
und mit Sockelstegen (2) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß unter dem mindestens einen Bodenblechüberstandsrand (1) mindestens drei mit an
dem Bodenblechüberstand (1) verschraubte Sockelstege (2) angeordnet sind, die fest
mit einem Sockelblech (3) verbunden sind, dessen Durchmesser (D₁) dem Außendurchmesser
(D₂) des Wärmeisolationsmantels (4) entspricht und
daß das Sockelblech (3) schalenförmig ausgebildet und mit einem nach oben weisenden
Bordrand (5) versehen ist, der den äußeren unteren Rand (6) des Wärmeisolationsmantels
(4) umfaßt.
2. Heizkessel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Sockelblech (3) außerhalb des Anordnungsbereiches der Sockelstege (2) mindestens
drei das Sockelblech (3) durchgreifende Nivellierschrauben (7) angeordnet sind.
3. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bodenblech (8) mit einer in das Gehäuseinnere ge richteten Wölbung (9) und
das Sockelblech (3) mit einer entsprechenden Wölbung (10) versehen ist.
4. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Freiraum (11) zwischen Boden- und Sockelblech (8, 3) Isolationsmaterial (12)
angeordnet ist.
5. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den äußeren Enden der Sockelstege (2) auf dem Sockelblech (3) Stehbolzen (18)
angeordnet und in diese Halteschrauben (20) eingeschraubt sind.
6. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Halteschrauben (20) und dem Blechüberstandsrand (1) wärmeisolierendes
Material (19)) angeordnet ist.