(19)
(11) EP 0 363 636 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
18.04.1990  Patentblatt  1990/16

(21) Anmeldenummer: 89116403.0

(22) Anmeldetag:  06.09.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F24H 9/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB IT LI LU

(30) Priorität: 14.09.1988 DE 8811636 U

(71) Anmelder: Viessmann, Hans, Dr.
D-95030 Hof/Saale (DE)

(72) Erfinder:
  • Viessmann, Hans, Dr.
    D-95030 Hof/Saale (DE)

(74) Vertreter: Wolf, Günter, Dipl.-Ing. 
Postfach 70 02 45
63427 Hanau
63427 Hanau (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Heizkessel mit Sturzbrennerkammer


    (57) Der Heizkessel mit Sturzbrennerkammer besteht aus einem mit Wärmeisolationsmantel (4) umgebenen wasserführenden Gehäuse (21) mit zylindrischer Wandung (13) und mit Deck- und Boden­blech. Das Bodenblech (8) ist dabei mit einem Überstandsrand (1) und mit Sockelstegen (2) versehen. Nach der Erfindung ist der Heizkessel derart ausgebildet, daß unter dem mindestens einen Bodenblechüberstandsrand (1) mindestens drei mit an dem Bodenblechüberstand (1) verschraubte Sockelstege (2) angeord­net sind, und die fest mit einem Sockelblech (3) verbunden sind, dessen Durchmesser (D₁) dem Außendurchmesser (D₂) des Wärmeisolationsmantels (4) entspricht. Das Sockelblech (3) ist schalenförmig ausgebildet und mit einem nach oben weisenden Bordrand (5) versehen, der den äußeren unteren Rand (6) des Wärmeisolationsmantels (4) umfaßt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Heizkessel mit Sturzbrennerkam­mer gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches.

    [0002] Ein derartiger Heizkessel ist bspw. nach dem DE-U-77 35 960 bekannt. Sofern sich bei solchen Kesseln der Boden der Brenn­kammer unmittelbar benachbart zum Bodenblech befindet, das das wasserführende Gehäuse nach unten abschließt, ist anzustreben, diesen Bereich nach unten gut wärmedämmend auszubilden und da­bei mit einem Minimum an Wärmeleitbrücken auszukommen, und zwar trotz der Notwendigkeit, ausreichend tragfähige Stand­elemente für das vertikal aufzustellende, wasserführende Ge­häuse vorsehen zu müssen. Ferner muß auch bei derartigen Heiz­kesseln dafür gesorgt werden, in Rücksicht auf Bodenunebenhei­ten den Kessel bequem einnivellieren zu konnen. Derartigen Forderungen ist, wie für den Fachmann ohne weiteres erkennbar, bei bisher bekannten Heizkesseln dieser Art (bspw. DE-U-­77 35 960 u. DE-U-69 45 833) nicht optimal genügt. Der Erfin­dung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, solche Heizkessel bzgl. ihres Gehäuses zu verbessern, daß dessen Unterbau diesen Forderungen genügt und zwar mit der Maßgabe, daß der Unterbau, bei möglichst geringer Höhe bequem die Anordnung von Isola­tionsmaterial unter dem Bodenblech zuläßt, daß die notwendigen Tragelemente für die Aufstellung des Gehäuses auf ein Minimum reduziert sind und daß ferner der Unterbau gleichzeitig einen bodenseitigen Abschluß für die Seitenwandisolation des Gehäu­ses bilden soll.

    [0003] Diese Aufgabe ist mit einem Heizkessel der gat­tungsgemäßen Art nach der Erfindung durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches angeführten Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich nach den Unteransprüchen.

    [0004] Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung ergibt sich ein wenig Höhe beanspruchender Unterbau, wobei im Freiraum zwischen Bo­den- und Sockelblech bequem ein Isolationsmaterialzuschnitt eingebracht werden kann und wobei die notwendigen Sockelstege zur Übertragung der Auflast in diesen außerordentlich flachen Unterbau mit integriert und derart angeordnet und ausgebildet sind, daß durch diese Sockelstege ein Minimum an Wärmeleitung nach unten gewährleistet ist. Durch die Bemessung des Sockel­bleches ist ferner gleichzeitig für einen Ab- und Anschluß des das Gehäuse seitlich umgebenden Isolationsmantels gesorgt und ferner stellt diese erfindungsgemäße Ausbildung in Verbindung mit dem Gehäuse eine leicht de- und montierbare Einheit dar, die es vorteilhaft ermöglicht im Bedarfsfall bei Einbring­schwierigkeiten in den Installationsraum den Kessel zunächst ohne äußere Isolation und Unterbau einbringen und dann vor Ort problemlos wieder zusammenfügen zu können.

    [0005] Die Maßgabe, daß "mindestens ein Bodenblechüberstandsrand" vorgesehen sein soll, ist so zu verstehen, daß das Bodenblech des Gehäuses umlaufend in bezug auf die seitliche Gehäusewand insgesamt einen ausreichend großen Überstand hat, um darunter die Sockelstege anordnen zu können. Bevorzugt wird dabei aber eine Ausführungsform, bei der der Bodenblechüberstand ledig­lich aus zungenartigen Fortsätzen besteht, die im Bereich der Sockelstege angeordnet sind. Abgesehen davon ist natürlich ein geringfügiger Überstand des Bodenbleches umlaufend vorhanden, um einen ausreichend großen umlaufenden Zwickel für die Kehl­nahtverschweißung des Sockelbleches mit dem Gehäusemantelblech zur Verfügung zu haben. Das Bodenblech bzw. dessen Überstand ist dabei mit den Sockelstegen nicht fest, sondern mit lösba­ren Verschraubungen verbunden, die außerdem die Möglichkeit bieten, zwischen den Sockelstegen und dem Bodenblech einer­ seits und den Köpfen der Schrauben und dem Bodenblech Wärme­übergangsbarrieren in Form von Unterlegscheiben aus geeignetem Material anzuordnen. Das sogenannte Sockelblech ist dabei gleichzeitig so bemessen und zugeschnitten, daß es den Quer­schnitt der Seitenwandisolation des Gehäuses nach unten mit abdeckt, wobei an diesem Sockelblech außerhalb des Bereiches des Bodenbleches die Nivellierelemente aufweist. Soweit dies­bezüglich vom Durchmesser des Sockelbleches in bezug auf den Außendurchmesser des Wärmeisolationsmantels die Rede ist, so ist dies selbstverständlich auch so zu verstehen, daß bei ka­stenförmiger, also nicht zylindrischer Umfassung des Heizkes­selgehäuses der Sockelblechzuschnitt auch einem solchen ka­stenförmigen Umfassungsgehäuse entsprechen kann. Aus Stabili­tätsgründen sind dabei sowohl das Bodenblech als auch das Sockelblech mit sich entsprechenden nach oben gerichteten Wöl­bungen versehen, wobei diese Wölbungen innerhalb des Anord­nungsbereiches der Sockel stege vorgesehen sind.

    [0006] Der erfindungsgemäße Heizkessel wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen näher er­läutert.

    [0007] Es zeigt schematisch

    Fig. 1 einen Schnitt durch den Heizkessel;

    Fig. 2 einen Schnitt längs Linie II-II durch den Heizkessel gemäß Fig. 1 und

    Fig. 3 einen Schnitt längs Linie III-III in Fig. 2.



    [0008] Gemäß Fig. 1 enthält das wasserführende Gehäuse 13 des Heiz­kessels eine Sturzbrennerkammer 14, von deren unteren offenen Ende ein die Brennkammer 14 umgebender Heizgaszug 15 zu einer oberen Sammelkammer 16 mit Gasabzugsstutzen 17 führt. Unter dem Bodenblechüberstand 1 sind dabei, wie besser aus Fig. 2 ersichtlich, Sockelstege 2 angeordnet, mit denen der Boden­ blechüberstand 1 verschraubt ist. Die Sockelstege 2 sind fest mit dem Sockelblech 3 verbunden, d.h., verschweißt, dessen Durchmesser D₁ dem Außendurchmesser D₂ bzw. der Au­ßenumfangskontur des Wärmeisolationsmantels 4 entspricht. Die­ses Sockelblech weist in vorteilhafter Weiterbildung einen nach oben weisenden Bordrand 5 auf, der den äußeren unteren Rand 6 des Wärmeisolationsmantels 4 umfaßt. Ferner sitzen im Sockelblech 3 außerhalb des Anordnungsbereiches der Sockel­stege 3 das Sockelblech durchgreifende Nivellierschrauben 7, mit deren Hilfe hinsichtlich ggf. vorhandener Bodenunebenhei­ten der Gesamtkessel genau vertikal orientiert einjustiert werden kann. Derartige Nivelliermöglichkeiten sind allgemein bekannt und auch im Heizkesselbau geläufig. Im vorliegenden Fall gehören diese aber zum vom Heizkessel zunächst ggf. unab­hängig aufstellbaren Sockelblech 3, auf das dann der eigentli­che Heizkessel aufgesetzt werden kann, nachdem im Freiraum 11 zwischen Boden- und Sockelblech 8, 3 ein entsprechender Zu­schnitt aus Isolationsmaterial 12 auf das Sockelblech 3 aufge­legt wurde.

    [0009] Bezüglich der Anordnung und Ausbildung der Sockelstege 2 gibt es verschiedene Möglichkeiten, d. h. diese Sockelbleche kön­nen, wie aus Fig. 2 ersichtlich, radial angeordnet werden, es ist aber auch möglich, solche Sockelbleche als kurze Bogen­stücke auf einem entsprechenden Kreis des Sockelbleches 3 an­zuordnen. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 sind an den En­den der Sockelstege 2 mit Innengewinde versehene Stehbolzen 18 vorgesehen, die die Sockelbleche 2 um das Maß der Blechstärke des Bodenbleches 8 überragen, so daß der Bodenblechüberstand 1 mittels entsprechend zugeschnittener Unterlegstücke 19 in be­zug auf die Sockelstege 2 fixiert werden kann. Wie vorerwähnt, ist dabei die Zwischenlage von schlecht wärmeleitendem Mate­rial 19′ ohne weiteres möglich, das ggf. auch zwischen Boden­blech 8 und Sockelstegen 2 angeordnet werden kann. Selbstver­ständlich wäre es auch möglich, den Bodenblechüberstand 1 zu vergrößern und mit radialen Schlitzen zu versehen, bei welcher Ausführungsform die Stehbolzen 18 mit ihrem Innengewinde mit einer Höhe zu bemessen sind, die der Höhe der Sockelstege 2 entspricht. Die Länge der Sockelstege 2 wird sowohl bei der einen als auch anderen Ausführungsform so bemessen, daß sie einerseits ihre Tragfunktion für das wasserführende Gehäuse 13 erfüllen können, sie aber andererseits eine möglichst kleine Kontaktfläche für das Bodenblech 8 darstellen.


    Ansprüche

    1. Heizkessel mit Sturzbrennerkammer, bestehend aus einem mit Wärmeisolationsmantel (4) umgebenen wasserführenden Gehäuse (21) mit zylindrischer Wandung (13) und mit Deck- und Bodenblech, wobei das Bodenblech (8) mit einem Über­standsrand (1) überragt und mit Sockelstegen (2) versehen ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß unter dem mindestens einen Bodenblechüberstandsrand (1) mindestens drei mit an dem Bodenblechüberstand (1) verschraubte Sockelstege (2) angeordnet sind, die fest mit einem Sockelblech (3) verbunden sind, dessen Durchmes­ser (D₁) dem Außendurchmesser (D₂) des Wärmeisolationsman­tels (4) entspricht und
    daß das Sockelblech (3) schalenförmig ausgebildet und mit einem nach oben weisenden Bordrand (5) versehen ist, der den äußeren unteren Rand (6) des Wärmeisolationsmantels (4) umfaßt.
     
    2. Heizkessel nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß im Sockelblech (3) außerhalb des Anordnungsbereiches der Sockelstege (2) mindestens drei das Sockelblech (3) durchgreifende Nivellierschrauben (7) angeordnet sind.
     
    3. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Bodenblech (8) mit einer in das Gehäuseinnere ge­ richteten Wölbung (9) und das Sockelblech (3) mit einer entsprechenden Wölbung (10) versehen ist.
     
    4. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß im Freiraum (11) zwischen Boden- und Sockelblech (8, 3) Isolationsmaterial (12) angeordnet ist.
     
    5. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß an den äußeren Enden der Sockelstege (2) auf dem Sockelblech (3) Stehbolzen (18) angeordnet und in diese Halteschrauben (20) eingeschraubt sind.
     
    6. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß zwischen den Halteschrauben (20) und dem Blechüber­standsrand (1) wärmeisolierendes Material (19)) angeordnet ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht