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EP 0 363 786 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.07.1993 Patentblatt 1993/30 |
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Anmeldetag: 03.10.1989 |
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Vorrichtung zum Verfestigen von Stoffbahnleisten
Apparatus for stiffening the selvedges of a fabric
Installation pour renforcer par encollage les lisières d'un tissu
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
11.10.1988 DE 3834570
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.04.1990 Patentblatt 1990/16 |
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Patentinhaber: A. Monforts GmbH & Co |
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D-41006 Mönchengladbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Baum, Gottfried
D-5140 Erkelenz (DE)
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Vertreter: von Creytz, Dietrich, Dipl.-Phys. |
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Tannenweg 25 41844 Wegberg 41844 Wegberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 1 462 787
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US-A- 4 311 114
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verfestigen von Stoffbahnleisten, vorzugsweise
bei Maschenware, insbesondere am Eingang eines Spannrahmens, in der die zu verfestigenden
Leisten an der ständig mit einer Verfestigungsflüssigkeit versorgten Peripherie einer
Auftragsrolle ablaufen.
[0002] In Textilveredlungsmaschinen nach Art von Spannrahmen, in der eine Stoffbahn an den
Kanten gehalten unter mehr oder weniger großer Spannung quer zur Längsrichtung durch
eine Behandlungszone, insbesondere Heißzone, geführt wird, ist es bisweilen erwünscht,
die Stoffbahnleisten im Anschluß an den Veredlungsprozess abzutrennen. Es kann dann
wichtig sein, die verbleibende Kante auf irgendeine Weise vor einem Auffransen oder
dergleichen zu schützen. Besonders wichtig ist eine solche Kantenverfestigung bei
der Veredlung von Maschenware. Eine derartige Kantenversteifung, die aus Linienelementen
besteht, ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 82 29 054 bekannt.
[0003] Zum Versteifen von Stoffbahnleisten bzw. -kanten ist es aus der DE-AS 12 26 978 auch
bekannt, eine Verfestigungsflüssigkeit mit Hilfe einer Sprühdüse aufzubringen und
das aufgesprühte Verseifungsmittel anschließend mit Heißluft zu trocknen. Probleme
bereitet stets die genaue Dosierung der Verfestigungsflüssigkeit.
[0004] Schwierigkeiten dieser Art kann man einigermaßen beherrschen, wenn zum Aufbringen
der Verfestigungsflüssigkeit eine Auftragsrolle benutzt wird, die an einer in ein
Bad der Verfestigungsflüssigkeit teilweise eintauchenden Lieferwalze abläuft. Auf
diese Weise kann zwar ein einigermaßen zeitlich konstanter Flüssigkeitsbelag an der
Peripherie der Auftragsrolle aufrechterhalten werden, die Einrichtung wird aber durch
Verwendung der zweiten Rolle nicht nur betreffend die Herstellung, vor allem auch
betreffend die Wartung sehr aufwendig, weil stets ein Teil der Verfestigungsflüssigkeit
an den jeweiligen Rollen und deren Achsen bzw. Lagern abläuft und eine häufige sowie
mühsame Reinigung erforderlich macht.
[0005] Ein weiteres grundsätzliches Problem besteht darin, daß die Verfestigungsflüssigkeit
nach dem Aufbringen auf die Stoffbahn relativ schnell trocknen soll, bis zum Auftragen
auf die Stoffbahn ein Trocknen aber unerwünscht ist. Vor allem muß verhindert werden,
daß die im Tauchtrog befindliche Flüssigkeit vorzeitig steif oder auch nur zäh wird,
weil dann die Auftragsqualität leiden kann. In der Praxis führt das dazu, daß Tröge
mit relativ kleinem Fassungsvermögen eingesetzt werden, deren Inhalt häufig, mehrmals
am Tag, ergänzt werden muß.
[0006] In der GB-A-14 62 787 geht es ebenfalls um ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Auftragen verfestigender Flüssigkeit auf eine textile Stoffbahn. Die verfestigende
Flüssigkeit wird dort aus einem Trog unmittelbar auf eine Auftragsrolle aufgebracht
und mit Hilfe der Auftragsrolle auf die Stoffbahn übertragen. Die Wandung des Trogs
wird zum Teil durch die Peripherie der Auftragsrolle gebildet. Das Niveau in dem Trog
wird durch eine Schraubenpumpe sowie durch einen in den Behälter gerichteten Überlauf
konstant gehalten. Aus dem Behälter fördert eine Pumpe die ablaufende Flüssigkeit
wieder in den Trog.
[0007] In der US-A 43 11 114 wird eine Auftragsvorrichtung offenbart, bei der sich der Vorratsbehälter
für die Behandlungsflüssigkeit oberhalb eines separaten, den Flüssigkeitsstand in
dem Auftragstrog automatisch regelnden Behälters befindet. Dieser Behälter ist mit
einer, gegenüber dem Umgebungsdruck offenen, mehrere Ventile enthaltenden, speziellen
Rohrkombination versehen, mit deren Hilfe das Flüssigkeitsniveau im Auftragstrog mittels
Druckgleichgewicht einzustellen sein soll.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufwand zum Herstellen und Warten der
Vorrichtung zum Verfestigen von Stoffbahnleisten zu vermindern und zugleich den der
Luft ausgesetzten Vorrat, aus dem Verfestigungsflüssigkeit unmittelbar an die Stoffbahn
heranzubringen ist, so zu verkleinern, daß die unmittelbar zum Übertragen auf die
Stoffbahn vorgesehene Flüssigkeitsmenge schneller verbraucht wird als sie eintrocknet.
Damit ist die weitere Aufgabe verbunden, die unmittelbar dem Verbrauch zur Verfügung
stehende Flüssigkeitsmenge selbsttätig zu ergänzen, weil andernfalls der Gewinn durch
Vereinfachung der Wartung durch den Aufwand beim Nachfüllen des Trogs überkompensiert
werden könnte.
[0009] Die erfindungsgemäße Lösung besteht für die eingangs angegebene Vorrichtung zum Verfestigen
von Stoffbahnleisten, in der die Verfestigungsflüssigkeit mit Hilfe einer Auftragsrolle
auf die Leisten aufgebracht wird, darin, daß die Auftragsrolle mit vorgegebener Eintauchtiefe
unmittelbar in die in einem offenen Trog befindliche Verfestigungsflüssigkeit eintaucht
und daß oberhalb des Flüssigkeitsniveaus ein geschlossener, Verfestigungsflüssigkeit
enthaltener Versorgungsbehälter mit einem das Flüssigkeitsniveau im Trog berührenden
Ablaufschnorchel angeordnet ist.
[0010] Dadurch, daß erfindungsgemäß die Auftragsrolle unmittelbar in die Verfestigungsflüssigkeit
eintaucht, wird eine bisher übliche Zwischenrolle erspart. Trotzdem kann die Menge
der mit der einen Auftragsrolle auf die Stoffbahn transportierten Verfestigungsflüssigkeit
genau dosiert werden, weil die Eintauchtiefe der Auftragsrolle im Trog vorgegeben,
das heißt beliebig voreinstellbar sein soll.
[0011] Erfindungsgemäß läßt sich also der Flüssigkeitstransport vom Trog zur Stoffbahn durch
die Tauchtiefe bzw. Tauchstrecke der Peripherie der Auftragsrolle exakt vorgeben.
Voraussetzung hierfür ist ein trotz erheblichen Flüssigkeitsverbrauchs permanent konstant
gehaltenes Flüssigkeitsniveau im Trog, weder durch ein Nachfüllen noch durch eine
Pause zwischen zwei Füllungen darf das Flüssigkeitsniveau im Trog verändert werden.
Das ist nur bei ständigem Nachfüllen im Maße des Verbrauchs möglich. Die Erfindung
sieht hierzu vor, oberhalb des Flüssigkeitsniveaus einen auf seiner Oberseite völlig
geschlossenen Versorgungsbehälter vorzusehen, der jedoch eine Ablaufleitung besitzt,
die nach unten in den Trog führt und dort bis zum Flüssigkeitsniveau reicht bzw. dort
das Flüssigkeitsniveau definiert. Die Ablaufleitung geht vorzugsweise vom Boden oder
von einer Position in der Nähe des Bodens des Versorgungsbehälters aus. Bei dieser
Anordnung kann nur Verfestigungsflüssigkeit aus dem Versorgungsbehälter in den Trog
ablaufen, wenn ein entsprechendes Luftvolumen durch die Ablaufleitung (im Gegenstrom)
in den Versorgungsbehälter gelangt.
[0012] Durch die Erfindung werden also zumindest drei Vorteile zugleich erreicht: es wird
nur eine einzige Auftragsrolle zum unmittelbaren Übertragen von Verfestigungsflüssigkeit
aus einem Trog auf die Stoffbahn benötigt; der Trog braucht nur sehr wenig Flüssigkeit
zu enthalten, weil sein Niveau durch den Schnorchel-Ablauf konstant einzustellen ist;
und die Masse der zur Versorgung des Trogs dienenden Reserve an Verfestigungsflüssigkeit
unterliegt keiner vorzeitigen Eintrocknung, weil sie sich in einem abgeschlossenen
Raum befindet.
[0013] Auf Wunsch läßt sich die Höhe des Flüssigkeitsniveaus in dem Trog jedoch verändern,
wenn nämlich die Mündung des das Flüssigkeitsniveau bestimmenden Schnorchels angehoben
oder abgesenkt wird. Die Menge der mit Hilfe der Auftragsrolle übertragenen Verfestigungsflüssigkeit
läßt sich also einfach durch Höhenverstellung des Schnorchels vorgehen.
[0014] Wenn mit der jeweiligen Maschine Stoffbahnen verarbeitet werden, die keiner Leistenverfestigung
bedürfen bzw. wenn die erfindungsgemäße Einrichtung aus irgendeinem Grunde außer Betrieb
gesetzt werden soll, wird die Auftragsrolle außer Eingriff des Randes der Stoffbahn
gebracht. Bei längerem Stillstand würde die sich dann nicht mehr drehende Auftragsrolle
in der Verfestigungsflüssigkeit verkleben und die sich im Trog befindliche Verfestigungsflüssigkeit
würde steif werden und schließlich erhärten. Aus diesem Grund wird unter den angegebenen
Voraussetzungen bei einem Stillstand der Auftragsvorrichtung der Trog, vorzugsweise
um eine etwa horinzontale Achse, abgeschwenkt und zweckmäßig ebenso wie die Auftragsrolle
gereinigt. Um unter diesen Bedingungen ein Auslaufen der sich im Versorgungsbehälter
befindlichen Flüssigkeit auszuschließen, wird auch der Versorgungsbehälter um eine
vorzugsweise horizontale Achse abgeschwenkt, derart, daß der Schnorchel mit seiner
Öffnung nach oben steht. In einem Ausführungsbeispiel stehen die beiden etwa horizontalen
Schwenkachsen annähernd senkrecht aufeinander.
[0015] Wenn die Auftragsrolle um eine horizontale Achse gedreht wird, läuft stets eine gewisse
Menge der Flüssigkeit an den Flanken des Rades bis zur Achse und unter Umständen in
das Achslager. Es ist dann mühsam, das Lager zu reinigen. Um diese Schwierigkeiten
zu beseitigen, wird erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Drehachse der in einem am
Ende einer Welle angeordneten Lager drehbaren Auftragsrolle nach unten abgewinkelt
ist und daß um das Lager einen an die Auftragsrolle dicht angesetzte Buchse angeordnet
ist, die mit Abstand von der Rolle umlaufend einen radial überstehenden Kragen besitzt.
Dadurch wird erreicht, daß von der Peripherie der Auftragsrolle in Richtung auf deren
Achse laufende Flüssigkeit immer auf der bei der vorgesehenen Neigung "oberen" Seitenfläche
der Auftragsrolle abläuft. An dieser "oberen" Seitenfläche der Auftragsrolle wird
die Rolle an einer Welle in einem Lager gehalten. Die sich dort um das Lager herum
erstreckende Buchse und der ihr zugeordnete Kragen sorgen dafür, daß die ablaufende
Flüssigkeit nicht in das Lager gelangen kann.
[0016] Anhand der schematischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels werden Einzelheiten
der Erfindung erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch eine Kantenleimvorrichtung gesehen in Transportrichtung der zu
behandelnden Stoffbahn; und
- Fig. 2
- einen Schnitt durch eine Kantenleimvorrichtung gesehen quer zur Transportrichtung
der zu behandelnden Stoffbahn.
[0017] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verfestigen von Stoffbahnleisten wird, da es
sich bei der Verfestigungsflüssigkeit um leimartige Substanzen handelt, in der Praxis
häufig als "Kantenleimvorrichtung" bezeichnet. In dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
1 und 2 befindet sich die Kantenleimvorrichtung unterhalb der Stoffbahntransport-
bzw. -führungsmittel eines sogenannten Spannrahmens. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
besteht im wesentlichen aus einer Auftragsrolle 1, deren Peripherie 2 mit einem beispielsweise
in einer Nadelkette 3 gehaltenen Randstreifen bzw. einer Leiste einer Stoffbahn 4
in Berührung kommt. Dadurch wird die Auftragsrolle in Pfeilrichtung 5 von der in derselben
Richtung bewegten Stoffbahn 4 in Drehung versetzt. Bei der Drehung wird Verfestigungsflüssigkeit
bzw. Leim 6 aus einem Trog 7 an der Peripherie 2 der Auftragsrolle 1 zur Stoffbahn
heran transportiert und dort als durchlaufender Streifen oder in Form von Querlinien,
wenn die Peripherie eine Schrägverzahnung 8 oder dergleichen besitzt, aufgebracht.
Wesentlich ist bei dieser Einrichtung, bei der die Auftragsrolle 1 den Leim 6 unmittelbar
aus dem Trog 7 an die Stoffbahn 4 heran transportiert, daß die Tauchtiefe T bzw. die
Leimstrecke L unabhängig vom Verbrauch am Leim 6 konstant gehalten werden. Dazu ist
eine definierte Vorgabe des Niveaus 9 des Leims 6 im Trog 7 erforderlich.
[0018] Zum (einstellbaren) Konstanthalten des Niveaus 9 im Trog 7 wird ein bis an das Niveau
9 heranreichender Schnorchel 10 vorgesehen, dessen Öffnung 11 gerade mit dem Niveau
9 abschließt und der aus einem im übrigen vollkommen verschlossenen, oberhalb des
Niveaus 9 angeordneten, Versorgungsbehälter 12 beaufschlagt wird. Im Ausführungsbeispiel
wird vorgesehen, den Trog 12 unterhalb einer der Nadelkette 3 zugeordneten Kettenführung
13 zu lagern. Da der Versorgungsbehälter 12 außer der Öffnung 11 des Schnorchels 10
keine Luftzuführung besitzt, kann aus ihm der Vorratsleim 14 über den Schnorchel 10
nur abfließen, wenn Luft über die Öffnung 11 entgegen der Leimströmungsrichtung 15
durch den Schnorchel 10 gelangen kann. Dazu ist erforderlich, daß das Niveau 9 in
geringem Maße unter der Umfangskante des Schnorchels 10 im Bereich der Öffnung 11
abfällt. Wenn dann eine Luftblase in den Versorgungsbehälter 12 gelangt. Kann eine
entsprechende Leimmenge abfließen, so daß die Öffnung 11 zum Schnorchel 10 wieder
verschlossen wird.
[0019] Wenn die Kantenleimvorrichtung nach Fig. 1 und 2 außer Betrieb gesetzt werden soll,
wird im allgemeinen zunächst der Versorgungsbehälter 12 um eine Achse 16 in Pfeilrichtung
17 nach unter abgeschwenkt, so daß kein Leim mehr aus dem Versorgungsbehälter 12 abfließen
kann. Alsdann wird auch der Trog 7 (Fig. 2) um seine Achse 18 nach unten abgeschwenkt
und im allgemeinen gereinigt. Außerdem wird die Auftragsrolle 1 durch Betätigung eines
Hebels 19 außer Eingriff der Stoffbahn 4 gebracht.
[0020] Ein besonderer Vorteil der beschriebenen Anordnung ergibt sich, wenn die Auftragsrolle
1 gemäß Fig. 1 in einem am Ende einer Drehachse 20 vorgesehenen Lager drehbar gehalten
wird und wenn die Drehachse des Lagers in Bezug auf die Horizontale um einen Winkel
W nach unten abgewinkelt wird. Dadurch wird erreicht, daß von der Peripherie 2 der
Auftragsrolle 1 ablaufender Leim immer nur auf der "oberen" Seitenfläche 21 der Auftragsrolle
1 abläuft. Wenn dann um das Lager eine an die Auftragsrolle dicht angesetzte Buchse
22 angeordnet wird, die mit Abstand von der Rolle umlaufend einen radial überstehenden
Kragen 23 besitzt, kann die an der oberen Seitenfläche 21 ablaufende Flüssigkeit nicht
in das Lager eindringen. Entsprechende Reinigungsprobleme entfallen daher vollständig.
Bezugszeichenliste
[0021]
- 1
- = Auftragsrolle
- 2
- = Peripherie (1)
- 3
- = Nadelkette
- 4
- = Stoffbahn
- 5
- = Dreh- bzw. Transportrichtung
- 6
- = Leim
- 7
- = Trog
- 8
- = Schrägverzahnung
- 9
- = Niveau
- 10
- = Schnorchel
- 11
- = Öffnung (10)
- 12
- = Versorgungsbehälter
- 13
- = Kettenführung
- 14
- = Vorratsleim
- 15
- = Fließrichtung
- 16
- = Achse (12)
- 17
- = Schwenkrichtung
- 18
- = Achse (7)
- 19
- = Hebel
- 20
- = Drehachse
- 21
- = obere Seitenfläche
- 22
- = Buchse
- 23
- = Kragen (22)
1. Vorrichtung zum Verfestigen von Stoffbahnleisten, vorzugsweise bei Maschenware, insbesondere
am Eingang eines Spannrahmens, in der die zu verfestigenden Leisten an der ständig
mit einer Verfestigungsflüssigkeit versorgten Peripherie einer Auftragsrolle (1) ablaufen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auftragsrolle (1) mit einstellbarer Eintauchtiefe unmittelbar in die in einem
offenen Trog (7) befindliche Verfestigungsflüssigkeit (6) eintaucht und daß oberhalb
des Flüssigkeitsniveaus (9) des Trogs (7) ein geschlossener, Verfestigungsflüssigkeit
enthaltender Versorgungsbehälter (12) mit einem das Flüssigkeitsniveau (9) des Trogs
(7) mit seiner Mündung berührenden Ablaufschnorchel (10) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das das Flüssigkeitsniveau (9) berührende untere Ende (11) des Schnorchels (10)
höhenverstellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Versorgungsbehälter (12) zusammen mit dem Schnorchel (10) um eine etwa horizontale
Achse (16) außer bzw. in Kontakt mit dem Flüssigkeitsniveau (9) des Trogs (7) schwenkbar
gelagert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trog (7) um eine etwa horizontale Achse (18) schwenkbar gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkachsen (16, 18) von Versorgungsbehälter (12) und Trog (7) etwa senkrecht
zueinander stehen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehachse (20) der in einem am Ende einer Welle angeordneten Lager drehbaren
Auftragsrolle (1) nach unten abgewinkelt ist und daß um das Lager eine an die Auftragsrolle
(1) dicht angesetzte Buchse (22) angeordnet ist, die mit Abstand von der Rolle umlaufend
einen radial überstehenden Kragen (23) besitzt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse der Auftragsrolle (1) gegenüber der Horizontalen um etwa 5 bis 30° geneigt
ist.
1. Device for stabilizing edges of fabric webs, preferably in mesh fabrics, especially
at the entry to a tentering frame, in which the edges to be stabilized run over the
periphery of a coating roller (1), continually supplied with a stabilizing liquid,
characterized in that the coating roller (1) penetrates with adjustable depth of immersion
directly into the stabilizing liquid (6), situated in an open trough (7), and that
above the liquid surface level (9) of the trough (7), a closed supply vessel (12),
containing stabilizing liquid, is disposed with a discharge air pipe (10) touching
the liquid surface level (9) of the trough (7) with its outlet.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the lower end (11) of the air pipe
(10), touching the liquid surface level (9), is adjustable in height.
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the supply vessel (12), together
with the air pipe (10), is journalled to pivot about a generally horizontal axis (16)
out of and into contact with the liquid surface (9) of the trough (7).
4. Device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the trough (7) is
pivotally journalled about a generally horizontal axis (18).
5. Device according to Claims 3 and 4, characterized in that the pivot axes (16, 18)
of supply vessel (12) and trough (7) are generally perpendicular to each other.
6. Device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the axis of rotation
(20) of the coating roller (1), rotatable in a bearing mounted on the end of a shaft,
is angled obliquely downwards, and that a bushing (22) bearing tightly against the
coating roller (1) is disposed around the bearing, which (bushing) possesses, at a
distance from the roller, a radially projecting collar (23) extending all around.
7. Device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the axis of the coating
roller (1) is inclined to the horizontal at about 5 to 30°.
1. Dispositif de consolidation de lisières de bandes d'étoffe, de préférence pour tissus
maillés au mètre, en particulier à l'entrée d'une rame, dans lequel les lisières à
consolider passent sur la périphérie, alimentée constamment en un liquide de consolidation,
d'un rouleau d'application (1) caractérisé en ce que,
le rouleau d'application (1) plonge directement, à une profondeur de plongée réglable,
dans le liquide de consolidation (6) qui se trouve dans une auge ouverte (7) et en
ce qu'un récipient d'alimentation fermé (12) contenant un liquide de consolidation,
pourvu d'un respirateur d'écoulement (10) qui vient en contact par son débouché avec
le niveau de liquide (9) de l'auge (7), est disposé au-dessus du niveau de liquide
(9) de l'auge (7).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
l'extrémité inférieure (11) qui vient en contact avec le niveau du liquide (9), du
respirateur (10) est réglable en hauteur.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que,
le récipient d'alimentation (12) est monté à pivotement, avec le respirateur (10),
autour d'un axe à peu près horizontal (16) pour venir en contact avec le niveau de
liquide (9) de l'auge (7) ou ne pas être en contact avec lui.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que,
l'auge (7) est montée à pivotement autour d'un axe à peu près horizontal (18).
5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que,
les axes de pivotement (16, 18) du récipient d'alimentation (12) et de l'auge (7)
sont à peu près perpendiculaires l'un à l'autre.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que,
l'axe de rotation (20) du rouleau d'application (1), qui peut tourner dans un palier
disposé à l'extrémité d'un arbre, est incliné vers le bas et en ce qu'une douille
(22) montée de façon étanche sur le rouleau d'application (1) et pourvue, à distance
du rouleau, d'une collerette (23) en saillie radiale qui l'entoure est disposée autour
du palier.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que,
l'axe du rouleau d'application (1) est incliné d'environ 5 à 30° par rapport à l'horizontale.
