[0001] Die Erfindung betrifft eine Ausgabepistole, insbesondere Spritzpistole, der mindestens
zwei Medien über getrennte Leitungen, die mit Pistolenkanälen in der Ausgabepistole
in Verbindung stehen, zugeführt werden.
[0002] Solche Ausgabepistolen finden in vielen Bereichen Verwendung, beispielsweise als
Zapfpistole an Tankstellen, mit der mehrere Kraftstoffarten gleichzeitig in den Tank
eines Kraftfahrzeugs gefüllt werden können, oder als Ein- oder Mehrkomponenten-Spritzpistole,
mit der gleichzeitig ein oder mehrere Materialien und/oder Luft auf die Oberfläche
eines Produkts aufgetragen werden.
[0003] Eine solche Mehrkomponenten-Spritzpistole wird von der Anmelderin verwendet. Bei
dieser Pistole wird Luft durch eine Leitung zugeführt, die an der Unterseite des Pistolengriffs
angeschlossen ist, während Material, z.B. Farbe, Wachs, Kunststoff o.ä., über eine
an einem Anschluß im vorderen Bereich der Pistole in der Nähe der Düse befestigte
Schlauchleitung zugeführt wird. Da die Schlauchleitung, insbesondere wenn Sie mit
Material gefüllt ist, ein erhebliches Gewicht hat, übt sie auf die Pistole ein Drehmoment
aus, das den Düsenbereich nach unten zu ziehen sucht. Die Handhabung der Pistole ist
daher für den Anwender ermüdend, weil er die Spitze immer wieder hochziehen muß.
[0004] Darüber hinaus behindert die Materialleitung auch ein Verschwenken der Spritzpistole
in seitlicher Richtung. Beim Verschwenken besteht die Gefahr, daß sich die Luftleitung
und die Materialleitung verdrillen und gegenseitig abquetschen. Auch die Handhabung
einer Zapfpistole wird durch starr angebrachte Schläuche erschwert.
[0005] Eine ähnliche Spritzpistole ist aus US-A-4 106 699 bekannt. Auch hier wird unter
Druck stehende Luft an der Unterseite des Pistolengriffs zugeführt. Im Bereich des
vorderen Endes der Pistole ist über eine Schnellkupplung eine aus einer Ringleitung
abzweigende Stichleitung befestigt. Die Ringleitung besteht in diesem Abschnitt aus
einer Zuführleitung und aus einer Rückflußleitung, so daß die Bedienungsperson sogar
den Widerstand und das Gewicht zweier Leitungen ausgleichen muß. Mit der bekannten
Spritzpistole soll eine permanente Zirkulation des zu verspritzenden oder zu versprühenden
Materials bis zuletzt aufrechterhalten werden.
[0006] FR-A-1 204 772 zeigt eine Drehkupplung für drei Fluidkanäle, bei der in einem feststehenden
Teil drei Eingangskanäle vorgesehen sind. Ein rotierendes Teil ist drehbar am feststehenden
Teil befestigt. Der mittlere Eingangskanal ist axial weitergeführt und mündet in einen
ebenfalls zentrisch angeordneten Kanal im rotierenden Teil. Die beiden anderen Eingangskanäle
münden jeweils in Ringnuten, die zwischen dem feststehenden und dem rotierenden Teil
vorgesehen sind. Im rotierenden Teil sind mit Gewinden versehene Öffnungen vorgesehen,
die jeweils mit einer Ringnut in Verbindung stehen. An diese Öffnungen lassen sich
Ausgangskanäle- oder -leitungen anschließen.
[0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Ausgabepistole anzugeben, die
leichter und ermüdungsfreier zu handhaben ist.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einer Ausgabepistole der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß die Leitungen an einem Zwischenstück angeschlossen sind, das Zwischenkanäle aufweist
und in einer Bohrung in der Ausgabepistole drehbar gelagert ist, wobei das Zwischenstück
die Verbindung jeder Leitung mit dem ihr zugeordneten Pistolenkanal unabhängig von
der relativen Drehlage von Zwischenstück und Ausgabepistole zueinander sicherstellt.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Lösung greifen also beide Schlauchleitungen praktisch am
gleichen Ort an der Ausgabepistole an. Auf die Pistole wird durch die Leitungen kein
Drehmoment ausgeübt. Das Gleichgewicht der Pistole kann besser austariert werden.
Der Benutzer kann sich z.B. vollständig darauf konzentrieren, den Sprühstrahl an die
richtige Stelle zu richten und muß nicht mehr permanent darauf achten, ob der Sprühstrahl
durch das Drehmoment verzogen wird. Die Schlauchleitungen für die mehreren Medien
können sich nicht mehr verdrillen. Auch wenn die Ausgabepistole verschwenkt oder gedreht
wird, bleiben die Schlauchleitungen in ihrer ursprünglichen Anordnung zueinander.
Dies erleichtert zudem das seitliche Verschwenken der Ausgabepistole. Eine Drehung
bzw. eine Verschwenkung der Ausgabepistole, die sonst durch die starren Leitungen
behindert wurde, kann nun frei erfolgen. Die Leitungen können bis dicht vor den Anschluß
an der Ausgabepistole parallel geführt und aneinder befestigt werden. Beim Lösen der
Leitungen von dem Zwischenstück behält man dann ein kompaktes Leitungsbündel, bei
dem keine Einzelleitungen abstehen und die Handhabung behindern. Ein solches Leitungsbündel
ist vor und nach dem Anschließen leichter handhabbar.
[0010] Die verschiedenen Medien können z.B. Lack und Luft, Kunstharz und Luft, zwei oder
mehr Komponenten eines Klebstoffs oder andere Kombinationen von Stoffen untereinander
oder mit Luft oder einem anderen Gas sein. Bei einer Verwendung als Zapfpistole können
die beiden Medien beispielsweise zwei Kraftstoffarten, wie Super und Normal, oder
Kraftstoff und Öl zum Erzeugen eines Zweitakt-Gemischs sein. In jedem Fall können
die Materialien zur gemeinsamen oder alternierenden Ausgabe zugeführt werden.
[0011] Mit Vorteil ist das Zwischenstück um mehr als 360° drehbar. Damit läßt sich die Pistole
in jeder denkbaren Dreh-bzw. Winkellage zum Schlauchbündel handhaben. Der Benutzer
erhält eine große Freiheit beim Arbeiten mit der Pistole.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform mündet mindestens ein Zwischenkanal in einen
Ringraum, der durch eine umlaufende Nut im Zwischenstück und/oder in der Bohrungswand
gebildet ist und der mit dem zugeordneten Pistolenkanal in Verbindung steht. Mit diesem
Aufbau wird sichergestellt, daß in jeder Winkellage des Zwischenstücks eine durchgängige
Verbindung von der Zufuhrleitung zum Pistolenkanal vorliegt. Dabei ändert sich der
Strömungswiderstand bei der Drehung des Zwischenstücks in der Bohrung kaum, da das
aus dem Zwischenkanal durch den Ringraum in den Pistolenkanal strömende Fluid immer
in beide Richtungen um das Zwischenstück herum fließen kann.
[0013] Besonders bevorzugt ist, daß das Zwischenstück im wesentlichen zylinderförmig ausgebildet
ist. Ein Zylinder ist einfach herzustellen und zu bearbeiten. Der Ein-und Ausbau dieses
Zwischenstücks läßt sich leicht bewerkstelligen. Zudem lassen sich die einzelnen Ringräume
gut gegeneinander abdichten, da am Umfang an jeder Stelle der gleiche Abstand zwischen
Zwischenstück und Bohrung herscht.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung mündet mindestens ein Zwischenkanal
in der pistolenseitigen Stirnseite des Zwischenstücks. Dieser Zwischenkanal ist einfach
herzustellen, da im wesentlichen eine gerade Bohrung durch das Zwischenstück genügt.
[0015] Dabei mündet vorteilhafterweise mindestens ein Pistolenkanal im Boden der Bohrung.
Damit stehen sich der Zwischenkanal und der Pistolenkanal in Strömungsrichtung gegenüber.
[0016] Mit Vorteil ist zwischen dem Boden der Bohrung und der Stirnseite des Zwischenstücks
ein Zwischenraum gebildet. Dieser Zwischenraum kann als Puffer dienen. Er gewährleistet
eine gleichmäßige Druckausbreitung des Fluids.
[0017] Besonders bevorzugt münden der in die Stirnseite mündende Zwischenkanal und der zugeordnete
Pistolenkanal im wesentlichen konzentrisch zur Drehachse des Zwischenstücks in den
Zwischenraum. Damit ergibt sich für das Fluid ein sehr geringer Strömungswiderstand,
da er praktisch keine scharfen Kanten und sonstige Drosselstellen überwinden muß.
[0018] Vorteilhafterweise ist das Zwischenstück drehbar in einer Buchse angeordnet, die
drehfest in der Ausgabepistole gelagert ist, wobei die Buchse mit dem Zwischenstück
mindestens einen Ringraum bildet, in dem ein Zwisenchkanal mündet und der mit einem
Anschluß in der Außenwand der Buchse in Verbindung steht. Dieser Aufbau erleichtert
die Vormontage des Zwischenstücks zur Endmontage in der Pistole. Das Zwischenstück
kann in der Buchse gut drehbar gelagert werden, da die Lager dort fest eingebaut sein
können. Nach der Vormontage des Zwischenstücks in der Buchse kann die Buchse in die
Pistole eingesetzt werden. Da die Buchse sich in der Pistole nicht mehr drehen muß,
kann sie auch dort relativ gut befestigt werden. Zudem läßt sich die Buchse leichter
reinigen, wenn sie aus der Pistole ausgebaut ist.
[0019] Mit Vorteil weist das Zwischenstück an dem stirnseitigen Ende, an dem die Leitungen
angeschlossen sind, einen im Querschnitt vergrößerten Bereich auf. Damit steht ein
ausreichender Platz zur Verfügung, um die Leitungen an das Zwischenstück anzuschließen.
[0020] Besonders bevorzugt ist das Zwischenstück im Pistolengriff an dessen Unterseite angeordnet.
Die Leitungen bilden dann praktisch ein Verlängerung des Pistolengriffs. Damit kann
die Ausgabepistole gut ausbalanciert werden. Es besteht keine Gefahr, daß der Sprühstrahl
durch das Gewicht der Leitungen nach unten verzogen wird. Darüber hinaus stören die
Leitungen nicht beim Handhaben der Ausgabepistole.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Zwischenstück bzw. die Buchse durch
eine lösbare Halteeinrichtung in der Ausgabepistole gehalten. Dies erleichtert den
Aus- und den Einbau des Zwischenstücks bzw. der Buchse.
[0022] Besonders bevorzugt ist dabei die Halteeinrichtung durch in der Ausgabepistole angeordnete
Zylinderstifte gebildet, die hinter einen im Bereich des stirnseitigen Endes der Zylindermantelfläche
des Zwischenstücks bzw. der Buchse gebildeten umlaufenden Vorsprung greifen. Nach
Lösen der Stifte läßt sich die Buchse bzw. das Zwischenstück herausziehen. Wenn die
Stifte hinter den umlaufenden Vorsprung greifen, ist sichergestellt, das immer mindestens
zwei Punkte des Vorsprungs so abgestützt sind, daß das Zwischenstück bzw. die Buchse
nicht aus der Pistole herausrutschen kann. Die Zylinderstifte sollten dabei symmetrisch
zur Achse des Zwischenstücks bzw. der Buchse angeordnet sein.
[0023] Mit Vorteil ist das Zwischenstück bzw. die Buchse in die Halteeinrichtung einrastbar.
Dies vereinfacht den Aus- und Einbau des Zwischenstücks und erleichtert den Anschluß
der Leitungen, die leichter an ein ausgebautes Zwischenstück anschließbar sind.
[0024] Mit Vorteil durchsetzt nur der in den Boden der Bohrung mündende Pistolenkanal den
Pistolengriff. Dieser Pistolenkanal wird hauptsächlich dann verwendet, wenn ein nicht
erhitztes Fluid transportiert werden soll. Ein zweiter Kanal, der nicht durch den
Pistolengriff verläuft, kann dann für heiße Fluids verwendet werden. Das hat den besonderen
Vorteil, daß sich der Pistolengriff nicht erwärmt, so daß der Benutzer keine Verbrennungen
befürchten muß.
[0025] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Ausgabepistole einen sich
vom Bereich des unteren Endes des Pistolengriffs bis zum Bereich des Ausgabebereichs
erstreckenden Griffschutz auf, in dem mindestens ein Pistolenkanal angeordnet ist.
Damit bietet der Pistolenkanal gleichzeitig einen Schutz für die Hand des Benutzers
vor der Berührung mit dem zu spritzenden oder zu füllenden Gegenstand, oder wenn der
Griffschutz etwas breiter ausgeführt ist, gegen zurückspritzende Materialien. Bei
einer Spritzpistole ist der Ausgabebereich als Spritzdüse ausgebildet.
[0026] Mit Vorteil ist der im Griffschutz angeordnete Pistolenkanal außerhalb des Pistolengriffs
an der Buchse angeschlossen. Diese Ausführungsform hat einen einfachen Aufbau, der
leicht zu reinigen ist.
[0027] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der in die Stirnseite des Zwischenstücks
mündende Zwischenkanal zur Lufteinspeisung vorgesehen. Der in die Stirnseite mündende
Zwischenkanal ist Bestandteil des Leitungssystems mit dem geringsten Strömungswiderstand.
Darüber hinaus kann dann für diesen Pistolenkanal eine herkömmliche Luftventilsteuerung
verwendet werden.
[0028] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform nimmt das Zwischenstück eine Neutralstellung
ein, in der der Zwischenkanal in einem Bereich in den Ringraum mündet, der dem Mündungsbereich
des Pistolenkanals diametral gegenüberliegt. Damit wird sichergestellt, daß beim Spülen
der gesamte Ringraum mit vom Reinigungsfluid durchspült wird, ohne daß Gefahr besteht,
daß einige Bereiche des Ringraums nicht ausreichend gereingt werden.
[0029] Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung beschrieben. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Spritzpistole, teilweise im Schnitt,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform mit einem anderen Zwischenstück,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Unterseite des Zwischenstücks nach Fig. 2
- Fig. 4
- eine Schnittansicht einer dritten Ausführungsform,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf die Unterseite des Zwischenstücks nach Fig. 5,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht einer weiteren Spritzpistole und
- Fig. 7
- eine Schnittansicht durch den unteren Bereich des Pistolengriffs nach Fig. 7.
[0030] Als Beispiel für eine Ausgabepistole wird eine Spritzpistole beschrieben. Wenn die
zum Verspritzen der Komponente notwendigen Teile (Düsen) durch eine einfache Misch-
und Ausgabeöffnung ersetzt werden, läßt sich die dargestellte Spritzpistole aber auch
als Zapfpistole verwenden.
[0031] Fig. 1 zeigt die Spritzpistole 1, die einen Griff 2 aufweist, der an seinem oberen
Ende in ein Gehäuse 3 übergeht. An der Spitze des Gehäuses 3 befindet sich ein Düsenbereich
13. Der Griff wird von einem Pistolenkanal 10 durchsetzt, der in eine Bohrung 45 am
unteren Ende des Griffs mündet. Am oberen Ende des Griffs wird dieser Pistolenkanal
10 von einem Luftventil 4 unterbrochen, dessen Ventilteller 6 durch die Kraft einer
Feder 5 auf einen Ventilsitz 7 gepreßt wird. Ein Hebel 9 drückt einen mit dem Ventilteller
6 verbundenen Stößel 8 gegen die Kraft der Feder 5 nach hinten, so daß das Luftventil
geöffnet wird und Luft aus dem Pistolenkanal 10 in Richtung auf den Düsenbereich 13
strömen kann.
[0032] Ein zweiter Pistolenkanal 11, der an der Spitze des Gehäuses 3 angeordnet ist, ist
über einen hohlen Griffschutz 12 mit dem unteren Bereich des Pistolengriffs 2 verbunden.
Der Griffschutz ist dabei mit zwei Schraubverbindungen 14, 15 am Gehäuse 3 bzw. am
Griff 2 befestigt. Durch den Griffschutz wird ein Kanal vom unteren Ende des Pistolengriffs
2 bis zum Düsenbereich 13 gebildet.
[0033] In die am unteren Ende des Griffs 2 angeordnete Bohrung ist ein Zwischenstück 16
eingesetzt, des gegenüber dem Pistolengriff drehbar gelagert ist. Das Zwischenstück
16 weist an seinem oberen Ende, d.h. an der Stirnseite, die der Pistole zugewandt
ist, einen umlaufenden Vorsprung 34 auf, hinter den zwei Zylinderstifte 27 greifen,
wenn das Zwischenstück eingebaut ist. Dadurch wird das Zwischenstück 16 vor dem Herausfallen
gesichert.
[0034] Das Zwischenstück 16 weist einen Zwischenkanal 17 auf, der in einen Ringraum 20 mündet.
Der Ringraum 20 wird durch eine umlaufende Nut in dem Zwischenstück 16 und durch die
Wand der Bohrung 45 gebildet. Es ist genauso denkbar, daß der Ringraum durch eine
glatte Außenfläche des Zwischenstücks 16 und eine umlaufende Nut in der Bohrung 45
gebildet wird. Der zu dem hohlen Griffschutz führende Abschnitt 11a des zweiten Pistolenkanals
11 steht mit diesem Ringraum in Verbindung. Unabhängig von der Winkellage des Zwischenstücks
16 gegenüber dem Pistolengriff 2, d.h. unabhängig davon, wie sich das Zwischenstück
16 gegenüber dem Pistolengriff 2 gedreht hat, ist somit immer eine Verbindung zwischen
dem Zwischenkanal 17 und dem Pistolenkanal 11 sichergestellt.
[0035] Ein zweiter Zwischenkanal 18 erstreckt sich von einer Stirnseite des Zwischenstücks
16 zu der anderen Stirnseite, die dem Boden der Bohrung 45 gegenüberliegt. Der Zwischenkanal
18 mündet etwa in der Mitte dieser Stirnseite. Zwischen der Stirnseite des Zwischenstücks
16 und dem Boden der Bohrung 45 ist ein Abstand gelassen, so daß sich dort ein Zwischenraum
22 bildet. Dieser Zwischenraum 22 kann als Puffer verwendet werden. Er stellt zudem
sicher, daß der Strömungswiderstand zwischen dem Zwischenkanal 18 und dem zugeordneten
Pistolenkanal 10 nicht zu groß wird, auch wenn beide Kanäle nicht genau konzentrisch
zur Drehachse des Zwischenstücks 16 münden.
[0036] An der gegenüberliegenden Stirnseite ist das Zwischenstück 16 im Querschnitt vergrößert,
so daß zwei Leitungsanschlüsse 28, 29 Platz finden können, an denen zwei Leitungen
31, 32 am Zwischenstück befestigt sind.
[0037] Der Zwischenraum 22 ist gegenüber dem Ringraum 20 durch eine Dichtung 23 abgedichtet,
die durch einen O-Ring gebildet wird. In gleicher Weise ist der Ringraum 20 gegenüber
der Umgebung durch einen O-Ring 24 abgedichtet.
[0038] Die Leitung 31 ist für die Zufuhr von Druckluft vorgesehen. Die Luft läuft durch
die Leitung 31, den Leitungsanschluß 28, den Zwischenkanal 18, den Zwischenraum 22
in den Pistolenkanal 10, wo sie mit Hilfe des Luftventils 4 gesteuert werden kann.
Die Leitung 32 ist für die Zufuhr von Material, wie Farbe, Lack, Wachs o.ä. vorgesehen.
Das Material kommt aus der Leitung 32 durch den Leitungsanschluß 29 in den Zwischenkanal
17 und fließt von dort durch den Ringraum 20, den Pistolenkanalabschnitt 11a und den
hohlen Griffschutz 12 in den Pistolenkanal 11 und von dort in den Düsenbereich 13,
wo es zerstäubt werden kann. Da das Material nicht durch den Griff läuft, kann es
auch eine erhöhte Temperatur aufweisen, ohne daß der Benutzer Probleme mit der Wärme
haben muß.
[0039] Zum Reinigen kann das Zwischenstück aus der Spritzpistole entfernt werden, indem
die Zylinderstifte 27 herausgezogen werden. Dadurch wird die Halterung zwischen Spritzpistole
und Zwischenstück gelöst, und das Zwischenstück kann in axialer Richtung aus der Bohrung
45 herausgezogen werden. Der Einbau erfolgt in umgekehrter Art und Weise, indem das
Zwischenstück 16 in die Bohrung 45 eingeführt wird, woraufhin die Zylinderstifte 27
hinter den umlaufenden Vorsprung 34 greifen. Auch in eingebautem Zustand des Zwischenstücks
16 ist eine Reinigung möglich. Dabei wird eine Spülflüssigkeit durch den Anschluß
29 geleitet. Da das Zwischenstück eine bevorzugte Neutralstellung hat, in der der
Zwischenkanal 17 in den Bereich des Ringraums 20 mündet, der dem Mündungsbereich des
Pistolenkanalabschnitts 11a diametral gegenüberliegt, wird sichergestellt, daß die
Spülflüssigkeit immer den gesamten Ringraum durchspült, d.h. auf beiden Seiten am
Zwischenstück vorbeifließt. Der Luftkanal bedarf in der Regel keiner Reinigung, es
ist jedoch auch hier möglich, ihn auf die gleiche Art und Weise zu spülen.
[0040] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der Spritzpistole mit einem anderen Zwischenstück.
Teile, die denen der Fig. 1 entsprechen, sind mit um 100 erhöhten Bezugszeichen versehen.
Im Gegensatz zur Ausführungsform der Fig. 1 weist das Zwischenstück 116 hier keinen
Zwischenkanal auf, der an seiner Stirnseite mündet. Dafür sind zwei Zwischenkanäle
117, 118 vorgesehen, die in Ringräume 120, 121 münden. Die Ringräume ihrerseits münden
wiederum in Pistolenkanäle 110, 111, die mit Schraubverbindungen 114, 115 im Griff
102 der Pistole befestigt sind. Die Pistolenleitungen 110, 111 sind dabei mit üblichen
Dichtungen 135, 136 im Pistolengriff 102 abgedichtet. Die Ringräume 120, 121 werden
in der dargestellten Ausführungsform dadurch gebildet, daß sowohl in dem Zwischenstück
116 als auch in der Wand der Bohrung 145 umlaufende Nuten eingearbeitet sind.
[0041] In der dargestellten Ausführungsform münden die beiden Zwischenkanäle 117, 118 auf
gegenüberliegenden Seiten des Zwischenstücks 116. Es ist jedoch auch möglich, daß
beide Zwischenkanäle 117, 118 übereinander münden, d.h. auf der gleichen Seite des
Zwischenstücks 116. Die beiden Ringräume 120, 121 sind durch Dichtungen 123, 124 bzw.
125, 126 gegeneinander und gegenüber der Umgebung abgedichtet. Diese Dichtungen können
durch O-Ringe realisiert werden.
[0042] Die am unteren Endabschnitt des Pistolengriffs seitlich austretenden Pistolenleitungen
110, 111 können, wie in Fig. 1 dargestellt, ebenfalls durch einen Griffschutz zu einem
nicht dargestellten Düsenbereich geführt werden. Diese Ausführungsform wird vorteilhafterweise
dann verwendet, wenn zwei erhitzte Materialien verspritzt werden müssen, z.B. ein
Zweikomponentenkleber, der unter erhöhter Temperatur verarbeitet werden muß.
[0043] Die in Fig. 3 gezeigte Draufsicht auf die Unterseite des Zwischenstücks 116 zeigt,
daß der untere Bereich des Zwischenstücks 116 im Querschnitt vergrößert worden ist,
um ausreichend Platz für zwei Leitungsanschlüsse 128, 129 zu schaffen. Auf diese Leitungsanschlüsse
128, 129 können Leitungen aufgeschraubt oder aufgeschoben werden, wobei sie im letzteren
Fall zweckmäßigerweise durch eine Klemme gesichert werden.
[0044] Der Aus- und Einbau des Zwischenstücks 116 erfolgt, wie im Zusammenhang mit Fig.
1 beschrieben, durch Entfernen bzw. Wiedereinsetzen der Zylinderstifte 127 hinter
dem umlaufenden Vorsprung 134 des Zwischenstücks 116.
[0045] Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der der Spritzpistole drei Komponenten
zugeführt werden. Teile, die denen der Fig. 1 entsprechen, sind mit um 200 erhöhten
Bezugszeichen versehen. In der Zeichnung sind zum besseren Verständnis alle Zwischenkanäle
217, 218, 219 in die Zeichenebene gelegt, um den Aufbau des Zwischenstücks zu verdeutlichen.
Ein Kanal 219, der für die Zufuhr von Luft vorgesehen ist, mündet konzentrisch zur
Drehachse des Zwischenstücks 216 in den Zwischenraum 222. Der ihm zugeordnete Pistolenkanal
210 mündet ebenfalls konzentrisch in dem Zwischenraum 222. Die Luft kann praktisch
direkt aus dem Zwischenkanal 219 in den Pistolenkanal 210 strömen, ohne durch scharfe
Kanten oder andere Engstellen gebremst oder gedrosselt zu werden. Zwei weitere Kanäle
217, 218 sind vorgesehen, die jeweils in einen Ringraum 221, 220 münden, der jeweils
durch zwei umlaufende Nuten gebildet wird, die in die Außenwand des zylinderförmigen
Zwischenstücks 216 und die Innenwand der Bohrung 245 eingearbeitet sind. Die beiden
Pistolenkanäle 211 und 211a sind mit Schraubverbindung 214, 215 im Griff 202 der Pistole
befestigt, wobei sie mit herkömmlichen Dichtungen 235, 236 abgedichtet sind. Die beiden
Ringräume 220, 221 und der Zwischenraum 222 sind durch Dichtungen 223, 224, 225, 226
gegeneinander und gegen die Umgebung abgedichtet. Eine Vermischung der Komponenten
kann damit nicht erfolgen.
[0046] Das Zwischenstück 216 ist an seinem unteren Ende, d.h. an dem Ende, an dem es aus
dem Pistolengriff 202 herausragt, vergrößert und hat, wie Fig. 5 zeigt, einen etwa
dreiecksförmigen Querschnitt mit abgerundeten Ecken. In jeder Ecke ist ein Leitungsanschluß
228, 229, 230 angeordnet, an die die entsprechenden Leitungen zum Zuführen der einzelnen
Komponenten angeschlossen werden können. Ein durch den Leitungsanschluß 228 zugeführtes
Fluid strömt durch den Zwischenkanal 218 in den Ringraum 220 und von dort in den Pistolenkanal
211a. Eine andere Komponente strömt durch den Leitungsanschluß 229, den Zwischenkanal
217 und den Ringraum 221 in den Pistolenkanal 211. Eine dritte Komponente, vorzugsweise
Luft, wird durch den Leitungsanschluß 230 in den Zwischenkanal 219 gedrückt und strömt
von dort über den Zwischenraum 222 in den Pistolenkanal 210.
[0047] Fig. 6 zeigt die Seitenansicht einer weiteren Ausführungform einer Spritzpistole
301, bei der, wie auch in Fig. 7, die Kompontenten, die denen der Fig. 1 entsprechen,
mit um 300 erhöhten Bezugszeichen versehen sind.
[0048] Im Gegensatz zur Fig. 1 ist das Zwischenstück jetzt nicht mehr direkt im Pistolengriff
302 gelagert, sondern unter Zwischenschaltung eine Buchse 337. Dabei kann sich das
Zwischenstück 216 in der Buchse 337 frei drehen, während die Buchse 337 drehfest im
Pistolengriff 302 angeordnet ist. Der Durch den Griffschutz 212 verlaufende Pistolenkanal
ist nicht mehr am Griff 302 direkt befestigt, sondern mündet in die Buchse 337 über
einen Anschluß 346a.
[0049] Fig. 7 zeigt den näheren Aufbau dieser Ausführungsform. Das Zwischenstück 316 ist
drehbar in der Buchse 337 gelagert, die drehfest im Pistolengriff 302 angeordnet ist.
Dabei wird die Buchse 337, wie zuvor das Zwischenstück in den Fig. 1 bis 5, durch
Zylinderstifte 327 gehalten, die hinter einen Vorsprung 334 in der Außenwand der Buchse
337 greifen.
[0050] Am unteren Ende des Zwischenstücks 316, d.h. an dem Ende, das aus der Buchse 337
herausragt, sind zwei Leitungsanschlüsse 328, 329 angeordnet, an denen je eine Leitung
331, 332 befestigt ist. Die Leitungsanschlüsse 328, 329 sind in das Zwischenstück
hineingeschraubt. Die Leitungen 331, 332 sind dann auf die Anschlüsse 328, 329 aufgesteckt
und mit Hilfe von zwei Klemmen 346, 347 vor dem Abrutschen gesichert.
[0051] Die Leitung 331 steht über einen Zwischenkanal 318 mit einem zwischen der Stirnseite
des Zwischenstücks 316 und dem Boden einer Buchsenbohrung 348 gebildeten Zwischenraum
322 in Verbindung. Von diesem Zwischenraum 322 kann das durch den Zwischenkanal 318
zugeführte Fluid durch mehrere Kanäle 338, 339 in den Pistolenkanal 310 weiterströmen.
[0052] Ein durch die Leitung 332 zugeführtes Material kann durch den Zwischenkanal 317 in
den Ringraum 320 fließen, von wo aus es in den Pistolenkanal 311 weiterfließen kann,
der sich z.B. im Griffschutz befindet. Es ist aber genauso gut möglich, daß der Pistolenkanal
311 einfach durch einen Schlauch gebildet wird, der sich von der Buchse 337 zum Düsenbereich
313 oder zum Vorderen Ende der Pistole 301 erstreckt, also keine mechanische Schutzfunktion
übernehmen kann.
[0053] Die Buchse 337 weist an der dem Pistoleninneren zugewandten Seite eine Bohrung auf,
durch die sich ein Gewindefortsatz 341 des Zwischenstücks 316 erstreckt. Um den Zwischenraum
322 nicht zu verschließen, weist das Zwischenstück noch einen Vorsprung 340 auf, der
einen größeren Durchmesser hat als die zur Aufnahme des Gewindefortsatzes 341 bestimmte
Bohrung in der Buchse 337. Das Zwischenstück 316 wird mit Hilfe einer Mutter 342 in
der Buchse 337 festgehalten. Dabei ist zwischen Mutter und Buchse ein Axiallager 343,
344 angeordnet, auf das die Mutter über eine Scheibe 343 einen Druck ausübt. Damit
wird sichergestellt, daß sich das Zwischenstück 316 leichtgängig in der Buchse 337
drehen kann.
[0054] Zur Montage wird die Buchse 337 durch Lösen der Zylinderstifte 327 und axialen Zug
aus dem Pistolengriff 302, an dessen Unterseite sie angeordnet ist, entfernt. Ohne
daß die Pistole stört, können nun die Leitungen 331, 332 an den Leitungsansschlüssen
328, 329 mit Hilfe der Klemmen 346, 347 befestigt werden. Nachdem die Leitungen befestigt
sind, kann die Buchse wieder in den Pistolengriff 302 eingeschoben werden. In nicht
dargestellter Wiese können noch Nocken vorgesehen sein, die der Buchse eine vorbestimmt
Drehorientierung in bezug auf den Pistolengriff 302 vorschreiben.
[0055] Im Gebrauch kann der Benutzer seine Spritzpistole handhaben, ohne daß er laufend
gegen ein den Sprühstrahl nach unten richtetendes Drehmoment arbeiten müßte. Zudem
kann er die Pistole 2 nach links und rechts schwenken, ohne die Rückstellkraft der
sich verdrillenden Leitungen überwinden zu müssen. Auch kann eine Verdrillung der
Leitungen nicht mehr vorkommen, was ansonsten zu einem Abquetschen der Leitungen und
somit zu einem unbestimmten Druck im Düsenbereich der Spritzpistole führen könnte.
[0056] Wenn der Düsenbereich 13 durch eine Misch- und Ausgabeöffnung ersetzt wird, kann
die dargestellte Pistole auch als Zapfpistole an einer Tankstelle zum Mischen von
mehreren Kraftstoffarten oder in der Schanktechnik zum Mischen von mehreren Getränkearten
verwendet werden. Werden der Zapfpistole als Komponenten Wein und Wasser zugeführt,
gibt die Zapfpistole eine Schorle aus. Die Ausgabepistole kann auch zum Mischen und
gemeinsamen Ausgeben von Komponenten verwendet werden, die nicht versprüht werden
sollen, beispielsweise zum Auftragen eines Zwei-Komponeten-Klebers, der linienförmig
auf eine Oberfläche aufgebracht werden soll.
1. Ausgabepistole, insbesondere Spritzpistole (1), der mindestens zwei Medien über getrennte
Leitungen (31, 32), die mit Pistolenkanälen (10, 12) in der Ausgabepistole in Verbindung
stehen, zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen (31, 32; 331,
332) an einem Zwischenstück (16; 116; 216; 316) angeschlossen sind, das Zwischenkanäle
(17, 18; 117, 118; 217, 218, 219; 317, 318) aufweist und in einer Bohrung (45; 145;
245; 345) in der Ausgabepistole (1) drehbar gelagert ist, wobei das Zwischenstück
(16; 116; 216; 316) die Verbindung jeder Leitung (31, 32; 331, 332) mit dem ihr zugeordneten
Pistolenkanal (10, 11; 110, 111; 210, 210a, 211; 310, 311) unabhängig von der relativen
Drehlage von Zwischenstück (16; 116; 216; 316) und Ausgabepistole zueinander sicherstellt.
2. Ausgabepistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (16;
116; 216; 316) um mehr als 360° drehbar gelagert ist.
3. Ausgabepistole nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein
Zwischenkanal (17; 117; 217) in einen Ringraum (20; 120; 220) mündet, der durch eine
umlaufende Nut im Zwischenstück (16; 116; 216) und/oder in der Bohrungswand gebildet
ist und der mit dem zugeordneten Pistolenkanal (11; 111; 211) in Verbindung steht.
4. Ausgabepistole nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück
(16; 116; 216; 316) im wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist.
5. Ausgabepistole nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
ein Zwischenkanal (18; 219; 318) in der pistolenseitigen Stirnseite des Zwischenstücks
(16; 216; 316) mündet.
6. Ausgabepistole nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Pistolenkanal
(10; 210; 310) im Boden der Bohrung (45; 245; 345) mündet.
7. Ausgabepistole nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Boden
der Bohrung (45; 245) und der Stirnseite des Zwischenstücks (16; 216) ein Zwischenraum
(22; 222) gebildet ist.
8. Ausgabepistole nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der in
die Stirnseite mündende Zwischenkanal (18; 219) und der zugeordnete Pistolenkanal
(10; 210) im wesentlichen zentrisch zur Drehachse des Zwischenstücks (16; 216) in
den Zwischenraum (22; 222) münden.
9. Ausgabepistole nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück
(316) drehbar in einer Buchse (337) angeordnet ist, die drehfest in der Ausgabepistole
gelagert ist, wobei die Buchse (337) mit dem Zwischenstück (316) mindestens einen
Ringraum (320) bildet, in den ein Zwischenkanal (317) mündet und der mit einem Anschluß
(346a) in der Außenwand der Buchse (337) in Verbindung steht.
10. Ausgabepistole nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück
(16; 116; 216; 316) an dem stirnseitigen Ende, an dem die Leitungen (31, 32; 331,
332) angeschlossen sind, einen im Querschnitt vergrößerten Bereich aufweist.
11. Ausgabepistole nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zwischenstück (16; 116; 216; 316) im Pistolengriff (2; 102; 202; 302) and dessen Unterseite
angeordnet ist.
12. Ausgabepistole nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zwischenstück (16; 116; 216) bzw. die Buchse (337) durch eine lösbare Halteeinrichtung
(27; 127; 227; 327) in der Ausgabepistole gehalten ist.
13. Ausgabepistole nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung
durch in der Ausgabepistole angeordnete Zylinderstifte (27; 127; 227; 327) gebildet
ist, die hinter einen im Bereich des stirnseitigen Endes der Zylindermantelfläche
des Zwischenstücks (16; 116; 216) bzw. der Buchse (337) gebildeten umlaufenden Vorsprung
(34; 134; 234; 334) greifen.
14. Ausgabepistole nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück
(16; 116; 216) bzw. die Buchse (337) in die Halteeinrichtung (27; 127; 227; 327) einrastbar
ist.
15. Ausgabepistole nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß nur
der in den Boden der Bohrung (45; 245; 345) mündende Pistolenkanal (10; 210; 310)
den Pistolengriff (2; 202; 302) durchsetzt.
16. Ausgabepistole nach einem der Ansprüche 3 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ausgabepistole einen sich vom Bereich des unteren Endes des Pistolengriffs (2; 302)
bis zum Bereich des Ausgabebereichs (13; 313) erstreckenden Griffschutz (12; 312)
aufweist, in dem mindestens ein Pistolenkanal (11; 311) angeordnet ist.
17. Ausgabepistole nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der im Griffschutz (312)
angeordnete Pistolenkanal (311) außerhalb des Pistolengriffs an der Buchse (337) angeschlossen
ist.
18. Ausgabepistole nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der
in die Stirnseite des Zwischenstücks (16; 216; 316) mündende Zwischenkanal (18, 219;
318) zur Lufteinspeisung vorgesehen ist.
19. Ausgabepistole nach einem der Ansprüche 3 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zwischenstück (16, 316) eine Neutralstellung einnimmt, in der der Zwischenkanal (17;
317) in einem Bereich in den Ringraum (20; 320) mündet, der dem Mündungsbereich des
Pistolenkanals (11; 311) diametral gegenüberliegt.
1. Dispensing gun, especially spray gun (1), supplied with at least two media via separate
lines (31, 32) connected to gun channels (10, 12) in the dispensing gun, characterised
in that the lines (31, 32; 331, 332) are connected to an intermediate component (16;
116; 216; 316) which has intermediate channels (17, 18; 117, 118; 217, 218, 219; 317,
318) and is pivotally mounted in a bore (45; 145; 245; 345) in the dispensing gun
(1), the intermediate component (16; 116; 216; 316) ensuring that each line (31, 32;
331, 332) is connected to the associated gun channel (10, 11; 110, 111; 210, 210a,
211; 310, 311) irrespective of the relative angular positions of the intermediate
component (16; 116; 216; 316) and the dispensing gun.
2. Dispensing gun according to claim 1, characterised in that the intermediate component
(16; 116; 216; 316) is mounted to pivot through more than 360°.
3. Dispensing gun according to claim 1 or claim 2, characterised in that at least one
intermediate channel (17; 117; 217) opens into an annular space (20; 120; 220) which
is formed by a peripheral groove in the intermediate component (16; 116; 216) and/or
in the bore wall and is connected to the associated gun channel (11; 111; 211).
4. Dispensing gun according to one of claims 1 to 3, characterised in that the intermediate
component (16; 116; 216; 316) is substantially cylindrical.
5. Dispensing gun according to one of claims 1 to 4, characterised in that at least one
intermediate channel (18; 219; 318) opens into the gun end face of the intermediate
component (16; 216; 316).
6. Dispensing gun according to claim 5, characterised in that at least one gun channel
(10; 210; 310) opens into the bottom of the bore (45; 245; 345).
7. Dispensing gun according to claim 5 or claim 6, characterised in that an intermediate
space (22; 222) is formed between the bottom of the bore (45; 245) and the end face
of the intermediate component (16; 216).
8. Dispensing gun according to one of claims 5 to 7, characterised in that the intermediate
channel (18; 219) opening into the end face and the associated gun channel (10; 210)
open into the intermediate space (22; 222) substantially centrically with respect
to the pivot axis of the intermediate component (16; 216).
9. Dispensing gun according to one of claims 1 to 8, characterised in that the intermediate
component (316) is pivotally arranged in a bush (337) which is non-rotatably mounted
in the dispensing gun, the bush (337), together with the intermediate component (316),
forming at least one annular space (320) into which an intermediate channel (317)
opens and which is connected to a connector (346a) in the outer wall of the bush (337).
10. Dispensing gun according to one of claims 1 to 9, characterised in that the intermediate
component (16; 116; 216; 316) has a region of increased cross section at the end to
which the lines (31, 32; 331, 332) are connected.
11. Dispensing gun according to one of claims 1 to 10, characterised in that the intermediate
component (16; 116; 216; 316) in arranged on the underside of the gun handle (2; 102;
202; 302).
12. Dispensing gun according to one of claims 1 to 11, characterised in that the intermediate
component (16; 116; 216) or the bush (337) is held in the dispensing gun by a releasable
holding device (27; 127; 227; 327).
13. Dispensing gun according to claim 12, characterised in that the holding device is
formed by cylindrical pins (27; 127; 227; 327) arranged in the dispensing gun which
engage behind a peripheral projection (34; 134; 234; 334) formed in the region of
the end face of the cylindrical surface of the intermediate component (16; 116; 216)
or the bush (337).
14. Dispensing gun according to claim 12 or claim 13, characterised in that the intermediate
component (16; 116; 216) or the bush (337) can be locked in place in the holding device
(27; 127; 227; 327).
15. Dispensing gun according to one of claims 3 to 14, characterised in that only the
gun channel (10; 210; 310) opening into the bottom of the bore (45; 245; 345) traverses
the gun handle (2; 202; 302).
16. Dispensing gun according to one of claims 3 to 15, characterised in that the dispensing
gun has a hand guard (12; 312) extending from the region of the lower end of the gun
handle (2; 302) to the region of the dispensing region (13; 313) in which at least
one gun channel (11; 311) is arranged.
17. Dispensing gun according to claim 16, characterised in that the gun channel (311)
arranged in the hand guard (312) is connected to the bush (337) outside the gun handle.
18. Dispensing gun according to one of claims 15 to 17, characterised in that the intermediate
channel (18, 219; 318) opening into the end face of the intermediate component (16;
216; 316) is provided for the supply of air.
19. Dispensing gun according to one of claims 3 to 18, characterised in that the intermediate
component (16, 316) adopts a neutral position in which the intermediate channel (17;
317) opens into the annular space (20; 320) in a region lying diametrically opposite
the opening region of the gun channel (11; 311).
1. Pistolet de distribution, notamment pistolet de pulvérisation (1) auquel sont amenés
au moins deux fluides par des conduites séparées (31, 32) qui sont en communication
avec des canaux de pistolet (10, 12) dans le pistolet de distribution, caractérisé
en ce que les conduites (31, 32 ; 331, 332) sont raccordées à un élément intermédiaire
(16 ; 116 ; 216 ; 316), qui comporte des canaux intermédiaires (17, 18 ; 117, 118
; 217, 216, 219 ; 317, 318) et qui est monté de façon rotative dans un alésage (43
; 145 ; 245 ; 345) dans le pistolet de distribution (1), l'élément intermédiaire (16
; 116 ; 216 ; 316) assurant la communication de chaque conduite (31, 32 ; 331, 332)
avec le canal de pistolet qui lui est affecté (10, 11 ; 110, 111 ; 210, 210a, 211
; 310, 311) de façon indépendante de la position rotative relative de l'élément intermédiaire
(16 ; 116 ; 216 ; 316) et du pistolet de distribution.
2. Pistolet de distribution selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément
intermédiaire (16 ; 116; 216 ; 316) est positionné de façon rotative sur plus de 360°.
3. Pistolet de distribution selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins
un canal intermédiaire (17 ; 117 ; 217) débouche dans un espace circulaire (20 ; 120
; 220) qui est formé par une gorge circulaire dans l'élément intermédiaire (16 ; 116
; 216) et/ou dans la paroi d'alésage et qui est en communication avec le canal de
pistolet affecté (11 ; 111 ; 211).
4. Pistolet de distribution selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
l'élément intermédiaire (16 ; 116 ; 216 ; 316) est sensiblement cylindrique.
5. Pistolet de distribution selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'au
moins un canal intermédiaire (18 ; 219 ; 318) débouche dans le côté frontal de l'élément
intermédiaire (16 ; 216 ; 316).
6. Pistolet de distribution selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'au moins un
canal de pistolet (10 ; 210 ; 310) débouche dans le fond de l'alésage (45 ; 245 ;
345).
7. Pistolet de distribution selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce qu'un espace
intermédiaire (22 ; 222) est formé entre le fond de l'alésage (45 ; 245) et le côté
frontal de l'élément intermédiaire (16 ; 216).
8. Pistolet de distribution selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que
le canal intermédiaire (18 ; 219) débouchant dans le côté frontal et le canal de pistolet
affecté (10 ; 210) débouchent essentiellement au centre par rapport à l'axe de rotation
de l'élément intermédiaire (16 ; 216) dans l'espace intermédiaire (22 ; 222).
9. Pistolet de distribution selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
l'élément intermédiaire (316) est agencé de façon rotative dans une douille (337)
qui est logée de façon rigide en rotation dans le pistolet de distribution, la douille
(337) formant avec l'élément intermédiaire (316) au moins un espace circulaire (320)
dans lequel débouche un canal intermédiaire (317) et qui est en communication avec
un raccord (346) sur la paroi extérieure de la douille (337).
10. Pistolet de distribution selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que
l'élément intermédiaire (16 ; 116 ; 216 ; 316) présente sur l'extrémité frontale,
sur laquelle sont raccordées les conduites (31, 32 ; 331, 332), une zone agrandie
en section transversale.
11. Pistolet de distribution selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce
que l'élément intermédiaire (16 ; 116 ; 216 ; 316) est agencé sur le côté inférieur
de la poignée de pistolet (2 ; 102 ; 202 ; 302).
12. Pistolet de distribution selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce
que l'élément intermédiaire (16 ; 116 ; 216) ou la douille (337) est maintenu par
un dispositif de maintien (27 ; 127 ; 227 ; 327) desserrable dans le pistolet de distribution.
13. Pistolet de distribution selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif
de maintien est formé par des axes cylindriques (27 ; 127 ; 227 ; 327) disposés dans
le pistolet de distribution, axes cylindriques qui pénètrent dans une saillie (34
; 134 ; 234 ; 334) circulaire formée derrière une extrémité frontale de la surface
de l'enveloppe cylindrique de l'élément intermédiaire (16 ; 116 ; 216) ou de la douille
(337).
14. Pistolet de distribution selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que l'élément
intermédiaire (16; 116 ; 216) ou de la douille (337) peut s'encliqueter dans le dispositif
de retenue (27 ; 127 ; 227 ; 327).
15. Pistolet de distribution selon l'une des revendications 3 à 14, caractérisé en ce
que seul le canal de pistolet (10 ; 210 ; 310) débouchant dans le fond de l'alésage
(45 ; 245 ; 345) traverse la poignée de pistolet (2 ; 202 ; 302).
16. Pistolet de distribution selon l'une des revendications 3 à 15, caractérisé en ce
que le pistolet de distribution présente une protection de poignée (12 ; 312) s'étendant
à partir de la zone de l'extrémité inférieure de la poignée de pistolet (2 ; 302)
jusque dans la zone de distribution (13 ; 313), où est agencé au moins un canal de
pistolet (11 ; 311).
17. Pistolet de distribution selon la revendication 16, caractérisé en ce que le canal
de pistolet (311) agencé dans la protection de poignée (312) est raccordé à l'extérieur
de la poignée de pistolet sur la douille (337).
18. Pistolet de distribution selon l'une des revendications 15 à 17, caractérisé en ce
que le canal intermédiaire (18 ; 219 ; 318) débouchant dans le côté frontal de l'élément
intermédiaire (16 ; 216 ; 316) est prévu pour l'alimentation en air.
19. Pistolet de distribution selon l'une des revendications 3 à 18, caractérisé en ce
que l'élément intermédiaire (16 ; 316) prend une position neutre dans laquelle la
canal intermédiaire (17 ; 317) débouche dans une zone de l'espace circulaire (20 ;
320) qui est diamétralement opposée à la zone où débouche le canal de pistolet (11
; 311).