(19)
(11) EP 0 364 680 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.04.1990  Patentblatt  1990/17

(21) Anmeldenummer: 89114241.6

(22) Anmeldetag:  02.08.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E04D 1/30, F24F 7/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB NL

(30) Priorität: 21.10.1988 DE 8813239 U

(71) Anmelder: Klöber, Johannes
D-58256 Ennepetal (DE)

(72) Erfinder:
  • Holtgreve, Johannes
    D-5830 Schwelm (DE)

(74) Vertreter: Rieder, Hans-Joachim, Dr. et al
Rieder & Partner Anwaltskanzlei Postfach 11 04 51
42304 Wuppertal
42304 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Dacheindeckungsplatte


    (57) Die Dacheindeckungsplatte (1) ist in Form einer Gaube ausgebil­det mit an der Unterseite vorgesehenem Schlauchanschlußstutzen (9) und an der Oberseite angeordneter kappenförmiger Haube (2), welche Luftdurchtrittskanäle (15) freiläßt und schlägt zur verein­fachten Zuordnung des Schlauchanschlußstutzens (9) eine Steck-Rast-Verbindung zwischen Haube (2) und unterhalb der Haube (2) liegenden Stegen (St) der Dacheindeckungs­platte (1) und eine im Innenraum zwischen den Steck-­Rast-Mitteln (12) vorgesehene Einstecköffnung (E) vor, für den durch Stegauflage gehaltenen Schlauchanschlußstutzen (9).




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine in Form einer Gaube ausgebildete Dacheindeckungsplatte mit an der Unterseite vorgesehenem Schlauchanschlußstutzen und an der Obersei­te angeordneter kappenförmiger Haube, welche Luftdurch­trittskanäle freiläßt.

    [0002] Eine Dacheindeckungsplatte dieser Art ist durch das DE-Gm 86 26 769 bekannt. Dort wird der Schlauchanschluß­stutzen an einem Randkragen der Dacheindeckungsplattenun­terseite mittels Befestigungsschrauben gehaltert. Diese Befestigungsstellen befinden sich an einem dem Schlauch­anschlußstutzen angeformten, den besagten Randkragen übergreifenden Schalenkörper. Insgesamt sind vier Befe­stigungsstellen vorgesehen.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Dach­eindeckungsplatte in herstellungstechnisch einfacherer, baulich vorteilhafter Weise so auszubilden, daß unter Beibehaltung der vorteilhaften wahlweisen Zuordnung des Schlauchanschlußstutzens letztere vereinfacht ist.

    [0004] Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angege­bene Erfindung.

    [0005] Die Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte.

    [0006] Zufolge solcher Ausgestaltung ist eine gattungsgemäße Dacheindeckungsplatte von erhöhtem Gebrauchswert er­zielt. Die Zuordnung des Schlauchanschlußstutzens gestal­tet sich einfacher und sogar unter Verzicht auf beson­dere Befestigungsmittel. Erreicht ist dies durch eine Steck-Rast-Verbindung zwischen Haube und unterhalb der Haube liegenden Stegen der Dacheindeckungsplatte und im Innenraum zwischen den Steck-Rast-Mitteln vorgesehener Einstecköffnung für den durch Stegauflage gehaltenen Schlauchanschlußstutzen. Die entsprechende Zugänglich­keit wird über die Rastzuordnung der Haube kontrolliert. Es handelt sich um eine reversible Steckzuordnung, so daß neben einer jederzeitigen Nachrüstung bzw Umrüstung auch stets die Möglichkeit gegeben ist, den Schlauchan­schlußstutzen wieder leicht und werkzeuglos zu entfer­nen. Wie gefunden wurde, reicht die ledigliche Stegaufla­ge völlig aus, dies schon aufgrund des Eigengewichtes des Schlauchanschlußstutzens. Eine noch innigere Auflage ergibt sich durch das Gewicht der mit dem Schlauchan­schlußstutzen zu verbindenden Schlauch- oder Rohrlei­tung. Andererseits genügt es aber auch, beispielsweise zur Erzielung einer Drehsicherung einen Klebeflecken anzubringen. Eine besonders günstigte Ausgestaltung der Steck-Rast-Mittel besteht gemäß Weiterbildung darin, daß diese von Hohlzapfen gebildet sind, die in Rastlöcher der Stege eintreten. Entsprechende Hohlzapfen bringen nicht nur Materialersparnis, sondern begünstigen die Flexibilität der Steck-Rast-Mittel, wobei die konische Zuspitzung zentrierende Wirkung hat. Das Einfühlen der sichtentzogenen Verbindung gestaltet sich dadurch weit­aus leichter. Überdies wird vorgeschlagen, daß die Stege als Querwandabschnitte eines an der Dacheindeckungsplat­te aufwärts vorstehenden Kragens gestaltet sind. Es kann sich auch um eine zusammenhängende Querwand handeln, die der Dacheindeckungsplatte auch aufgrund der Ebenenverset­zung eine hohe innere Stabilität verleit. Durch entspre­chendes Aufwärtsverlagern der Querwandabschnitte bleibt darunter genügend Platz für den Durchtritt der freien Enden der Hohlzapfen. Diese kommen beispielsweise dann nicht mit der Verschalung des Daches in Berührung. Wei­ ter ist es von Vorteil, daß die Oberseite der Stege die Auflage für den Flansch des Schlauchanschlußstutzens bilden. Ein solcher dem Schlauchanschlußstutzen gleich anzuformender Flansch bringt eine ausgewogene, d.h. verkippungsfreie Auflage und stabilisiert überdies den meist zylindrischen Anschlußstutzen selbst. Die Untersei­te des Flansches mag als Klebeauftragsfläche dienen, wie dies oben angedeutet ist. Schießlich erweist es sich als vorteilhaft, daß die Kappenwände der Haube etwa auf Höhe der Steckverbindungsstellen enden und allseitig mit Abstand zum Kragen verlaufen. Dies bringt gleichberech­tigte Belüftungsquerschnitte in alle Richtungen. Zufolge entsprechenden Abstandes der Haube zur Oberseite der Dacheindeckungsplatte ist auch ein ausreichender Unter­greifraum geschaffen, um zu Revisionszwecken oder der­gleichen die Haube abzuziehen. Endlich ist es noch von Vorteil, daß das Zentrum der flach-pyramidal gestalteten Oberseite der Haube mit der Mittelachse des Schlauchan­schlußstutzens fluchtet. Die diesbezügliche Ausgestal­tung begünstigt den zentralorientierten Aufbau.

    [0007] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines zeichnerisch veranschaulichten Ausführungsbeispie­les näher erläutert. Es zeigt:

    Fig. 1 Die Draufsicht auf die Dacheindeckungsplatte mit zugeordnetem Schlauchanschlußstutzen und noch nicht aufgebrachter Haube,

    Fig. 2 den Schnitt gemäß Linie II-II in Fig. 1, je­doch mit Haube und

    Fig. 3 die Unteransicht der Haube.



    [0008] Die in Form einer Gaube ausgebildete Dacheindeckungsplat­te 1 schließt oberseitig mit einer Haube 2 ab.

    [0009] Die Dacheindeckungsplatte 1 ist rechteckigen Grundris­ses. Die längere Randkante weist in Richtung der Dach­schrägen.

    [0010] Zentral bildet die Dacheindeckungsplatte einen nach oben vorstehenden Kragen 3 aus. Letzterer ist ebenfalls recht­eckigen Grundrisses, wie dies aus Fig. 1 hervorgeht.

    [0011] Die Decke 4 der Haube 2 endet in vertikalem Abstand vor der Stirnseite 3′ des Kragens 3. Ebenso enden die verti­kalen Kappenwände 5 in horizontalem Abstand vor der Mantelfläche des Kragens 3. Auf diese Weise ist ein überdachter Entlüftungsweg x belassen, der zentral durch den überdachten Innenraum 6 der Entlüftergaube hindurch­führt. Die diesbezügliche dacheindeckungsplattenseitige Durchtrittsöffnung trägt das Bezugszeichen 7. Es handelt sich um eine kreisrunde Durchbrechung im Zentrum der Lüftergaube.

    [0012] Gebildet ist die Durchtrittsöffnung 7 in einer horizonta­len Querwand 8 der Dacheindeckungsplatte 1.

    [0013] Die Durchtrittsöffnung 7 fungiert bei Zuordnung eines Schlauchanschlußstutzens 9 als Einstecköffnung E. Die Steckzuordnung geschieht von oben her bei entfernter Haube 2. Die Oberseite der Querwand 8 dient für einen dem Schlauchanschlußstutzen 9 angeformten, horizontal nach auswärts abgewinkelten Flansch 10 als Abstützaufla­ge.

    [0014] Zur entsprechenden Zugänglichkeit des Innenraumes 6 der Lüftergaube ist die Haube 2 im Wege der reversiblen Steck-Rast-Verbindung zuordbar. Die haubenseitigen Steck-Rast-Mittel bestehen aus nach unten gerichteten Hohlzapfen 11. Letztere gehen von der Unterseite der Decke 4 aus. Insgesamt sind dort vier solcher Hohlzapfen angeformt. Die Höhlungszone reicht bis in die Deckenebe­ne. Die im wesentlichen zylindrischen Hohlzapfen 11 sind zum freien Ende hin auf ihrer Außenseite konisch zulau­fend gestaltet, dies unter Erzielung einer zentrierenden Wirkung in Bezug auf die Gegenrastmittel in Form kongru­ent angeordneter Rastlöcher 12 in der Querwand 8.

    [0015] Auf der Mantelfläche der Hohlzapfen 11 ist im Abstand vom freien Ende derselben eine Rastnut 13 realisiert. Letztere umgreift den Rand des kreisrunden Rastloches 12. Zur Erzielung der angedeuteten Aufhebbarkeit der Rastverbindung ist das freie Ende eines jeden Hohlzap­fens 11 quergeschlitzt, insbesondere kreuzgeschlitzt. Die Kreuzschlitze tragen das Bezugszeichen 14. Schlitz­breite und -länge sind so gewählt, daß ein von der Ein­deckplattenunterseite her mögliches radiales Zusammen­drücken des Kopfendes des Hohlzapfens einen reduzierten Durchmesser bzw. Querschnitt bringt, der unter dem lich­ten Durchmesser des Rastloches 12 liegt.

    [0016] Damit die Köpfe der Hohlzapfen 11 nicht die Unterseite der Eindeckungsplatte überragen, ist die in der Innensei­te des Kragens 3 wurzelnde Querwand 8 um das entsprechen­de Maß nach oben hin verlegt. Sie fluchtet also nicht mit dem Plattenkörper der Eindeckungsplatte 1.

    [0017] Statt der umlaufend in der gesamten Kragenwand wurzeln­den Querwand 8 können die die Rastlöcher 12 aufweisenden Gegenrastmittel auch in Form von frei radial einwärtsra­genden Stegen St gebildet sein. Diese würden bis zum (gedachten) Rand der Durchtrittsöffnung 7 reichen, so daß der zylindrische Schlauchanschlußstutzen 9 auch so lagendefiniert ist.

    [0018] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Stege St zu Querwandabschnitten zusammengezogen bzw. sogar zu einer vollständig durchgehenden Querwand 8 mit zentraler Durchtrittsöffnung 7 geformt.

    [0019] Da die Kappenwände 5 der Haube 2 etwa auf Höhe der hoch­verlagerten Steckverbindungstellen (Rastloch 12/Rastnut 13) enden, besteht ein genügender Untergreifraum zum Abziehen der Haube 2. Das geht aber nur, wenn eine zwei­te Person die Hohlzapfen 11 kompriniert, so daß Miß­brauch erschwert ist. Der durch den auch allseitigen möglichen horizontalen Abstand zum Kragen 3 geschaffene Freiraum bildet zumindest firstseitig und traufseitig die sogenannten Luftdurchtrittskanäle 15. An den Längs­seiten können dagegen die längeren Abschnitte der Kappen­wände 5 unmittelbar an der korrespondiernen Mantelfläche des Kragens 3 anliegen (vgl. die in strichpunktierter Linienart eingetragene Haube 2 in Fig. 1).

    [0020] Die Haube, respektive ihre Decke 4, ist an ihrer Obersei­te flach-pyramidal gestaltet. Die Pyramidenspitze 16 der Haube 2 liegt in der Längsmittelachse y-y des Schlauchan­schlußstutzens 9.

    [0021] In der Querebene zu den besagten Luftdurchtrittskanälen 15 nimmt der Flansch eine größere Nähe ein zur dortigen Innenseite des Kragens 3 als in der Querebene dazu.

    [0022] Die Rastlöcher 12 befinden sich in den durch die Ecken 17 des besagten Kragens 3 besonders versteiften Zonen der Querwand 8.

    [0023] Der Schlauchanschlußstutzen 9 läßt sich mit einem nicht näher dargestellen Flexschlauch oder einem Rohr verbin­den. Als Befestigungselement kann eine Schelle dienen.

    [0024] Die Eigenlast des Schlauchanschlußstutzens 9 und die gegenbenenfalls hinzukommende Last des besagten Schlau­ches etc. führen zu einer satten Auflage des Flansches 10 auf der Oberseite der Querwand 8, respektive der sie bildenden Stege St.

    [0025] Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den Ansprüchen nicht ausdrücklich beansprucht sind.


    Ansprüche

    1. In Form einer Gaube ausgebildete Dacheindeckungsplat­te mit an der Unterseite vorgesehenem Schlauchanschluß­stutzen und an der Oberseite angeordneter kappenförmiger Haube, welche Luftdurchtrittskanäle freiläßt, gekenn­zeichnet durch eine Steck-Rast-Verbindung zwischen Haube (2) und unterhalb der Haube (2) liegenden Stegen (St) der Dacheindeckungsplatte (1) und im Innenraum (6) zwi­schen den Steck-Rast-Mitteln vorgesehener Einstecköff­nung (E) für den durch Stegauflage gehaltenen Schlauchan­schlußstutzen (9).
     
    2. Dacheindeckungsplatte, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steck-Rast-Mittel von Hohlzapfen (11) gebildet sind, die in Rastlöcher (12) der Stege (St) eintreten.
     
    3. Dacheindeckungsplatte, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Hohlzapfen (11) am freien Ende konisch und geschlitzt sind.
     
    4. Dacheindeckungsplatte, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Stege (St) als Querwandabschnitte eines an der Dacheindeckungsplatte (1) aufwärts vorste­henden Kragens (3) gestaltet sind.
     
    5. Dacheindeckungsplatte, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Oberseite der Stege (St) die Auflage für den Flansch (10) des Schlauchanschlußstutzens (9) bilden.
     
    6. Dacheindeckungsplatte, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Kappenwände (5) der Haube (2) etwa auf Höhe der Steckverbindungsstellen enden, vorzugsweise allseitig mit Abstand zum Kragen (3) verlaufen.
     
    7. Dacheindeckungsplatte, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­zeichnet, daß das Zentrum der flach-pyramidal gestalte­ten Oberseite der Haube (2) mit der Mittelachse (y-y) des Schlauchanschlußstutzens (9) fluchtet.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht