[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine in Form einer Gaube ausgebildete Dacheindeckungsplatte
mit an der Unterseite vorgesehenem Schlauchanschlußstutzen und an der Oberseite angeordneter
kappenförmiger Haube, welche Luftdurchtrittskanäle freiläßt.
[0002] Eine Dacheindeckungsplatte dieser Art ist durch das DE-Gm 86 26 769 bekannt. Dort
wird der Schlauchanschlußstutzen an einem Randkragen der Dacheindeckungsplattenunterseite
mittels Befestigungsschrauben gehaltert. Diese Befestigungsstellen befinden sich an
einem dem Schlauchanschlußstutzen angeformten, den besagten Randkragen übergreifenden
Schalenkörper. Insgesamt sind vier Befestigungsstellen vorgesehen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Dacheindeckungsplatte in herstellungstechnisch
einfacherer, baulich vorteilhafter Weise so auszubilden, daß unter Beibehaltung der
vorteilhaften wahlweisen Zuordnung des Schlauchanschlußstutzens letztere vereinfacht
ist.
[0004] Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung.
[0005] Die Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte.
[0006] Zufolge solcher Ausgestaltung ist eine gattungsgemäße Dacheindeckungsplatte von erhöhtem
Gebrauchswert erzielt. Die Zuordnung des Schlauchanschlußstutzens gestaltet sich
einfacher und sogar unter Verzicht auf besondere Befestigungsmittel. Erreicht ist
dies durch eine Steck-Rast-Verbindung zwischen Haube und unterhalb der Haube liegenden
Stegen der Dacheindeckungsplatte und im Innenraum zwischen den Steck-Rast-Mitteln
vorgesehener Einstecköffnung für den durch Stegauflage gehaltenen Schlauchanschlußstutzen.
Die entsprechende Zugänglichkeit wird über die Rastzuordnung der Haube kontrolliert.
Es handelt sich um eine reversible Steckzuordnung, so daß neben einer jederzeitigen
Nachrüstung bzw Umrüstung auch stets die Möglichkeit gegeben ist, den Schlauchanschlußstutzen
wieder leicht und werkzeuglos zu entfernen. Wie gefunden wurde, reicht die ledigliche
Stegauflage völlig aus, dies schon aufgrund des Eigengewichtes des Schlauchanschlußstutzens.
Eine noch innigere Auflage ergibt sich durch das Gewicht der mit dem Schlauchanschlußstutzen
zu verbindenden Schlauch- oder Rohrleitung. Andererseits genügt es aber auch, beispielsweise
zur Erzielung einer Drehsicherung einen Klebeflecken anzubringen. Eine besonders günstigte
Ausgestaltung der Steck-Rast-Mittel besteht gemäß Weiterbildung darin, daß diese von
Hohlzapfen gebildet sind, die in Rastlöcher der Stege eintreten. Entsprechende Hohlzapfen
bringen nicht nur Materialersparnis, sondern begünstigen die Flexibilität der Steck-Rast-Mittel,
wobei die konische Zuspitzung zentrierende Wirkung hat. Das Einfühlen der sichtentzogenen
Verbindung gestaltet sich dadurch weitaus leichter. Überdies wird vorgeschlagen,
daß die Stege als Querwandabschnitte eines an der Dacheindeckungsplatte aufwärts
vorstehenden Kragens gestaltet sind. Es kann sich auch um eine zusammenhängende Querwand
handeln, die der Dacheindeckungsplatte auch aufgrund der Ebenenversetzung eine hohe
innere Stabilität verleit. Durch entsprechendes Aufwärtsverlagern der Querwandabschnitte
bleibt darunter genügend Platz für den Durchtritt der freien Enden der Hohlzapfen.
Diese kommen beispielsweise dann nicht mit der Verschalung des Daches in Berührung.
Wei ter ist es von Vorteil, daß die Oberseite der Stege die Auflage für den Flansch
des Schlauchanschlußstutzens bilden. Ein solcher dem Schlauchanschlußstutzen gleich
anzuformender Flansch bringt eine ausgewogene, d.h. verkippungsfreie Auflage und stabilisiert
überdies den meist zylindrischen Anschlußstutzen selbst. Die Unterseite des Flansches
mag als Klebeauftragsfläche dienen, wie dies oben angedeutet ist. Schießlich erweist
es sich als vorteilhaft, daß die Kappenwände der Haube etwa auf Höhe der Steckverbindungsstellen
enden und allseitig mit Abstand zum Kragen verlaufen. Dies bringt gleichberechtigte
Belüftungsquerschnitte in alle Richtungen. Zufolge entsprechenden Abstandes der Haube
zur Oberseite der Dacheindeckungsplatte ist auch ein ausreichender Untergreifraum
geschaffen, um zu Revisionszwecken oder dergleichen die Haube abzuziehen. Endlich
ist es noch von Vorteil, daß das Zentrum der flach-pyramidal gestalteten Oberseite
der Haube mit der Mittelachse des Schlauchanschlußstutzens fluchtet. Die diesbezügliche
Ausgestaltung begünstigt den zentralorientierten Aufbau.
[0007] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines zeichnerisch veranschaulichten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 Die Draufsicht auf die Dacheindeckungsplatte mit zugeordnetem Schlauchanschlußstutzen
und noch nicht aufgebrachter Haube,
Fig. 2 den Schnitt gemäß Linie II-II in Fig. 1, jedoch mit Haube und
Fig. 3 die Unteransicht der Haube.
[0008] Die in Form einer Gaube ausgebildete Dacheindeckungsplatte 1 schließt oberseitig
mit einer Haube 2 ab.
[0009] Die Dacheindeckungsplatte 1 ist rechteckigen Grundrisses. Die längere Randkante
weist in Richtung der Dachschrägen.
[0010] Zentral bildet die Dacheindeckungsplatte einen nach oben vorstehenden Kragen 3 aus.
Letzterer ist ebenfalls rechteckigen Grundrisses, wie dies aus Fig. 1 hervorgeht.
[0011] Die Decke 4 der Haube 2 endet in vertikalem Abstand vor der Stirnseite 3′ des Kragens
3. Ebenso enden die vertikalen Kappenwände 5 in horizontalem Abstand vor der Mantelfläche
des Kragens 3. Auf diese Weise ist ein überdachter Entlüftungsweg x belassen, der
zentral durch den überdachten Innenraum 6 der Entlüftergaube hindurchführt. Die diesbezügliche
dacheindeckungsplattenseitige Durchtrittsöffnung trägt das Bezugszeichen 7. Es handelt
sich um eine kreisrunde Durchbrechung im Zentrum der Lüftergaube.
[0012] Gebildet ist die Durchtrittsöffnung 7 in einer horizontalen Querwand 8 der Dacheindeckungsplatte
1.
[0013] Die Durchtrittsöffnung 7 fungiert bei Zuordnung eines Schlauchanschlußstutzens 9
als Einstecköffnung E. Die Steckzuordnung geschieht von oben her bei entfernter Haube
2. Die Oberseite der Querwand 8 dient für einen dem Schlauchanschlußstutzen 9 angeformten,
horizontal nach auswärts abgewinkelten Flansch 10 als Abstützauflage.
[0014] Zur entsprechenden Zugänglichkeit des Innenraumes 6 der Lüftergaube ist die Haube
2 im Wege der reversiblen Steck-Rast-Verbindung zuordbar. Die haubenseitigen Steck-Rast-Mittel
bestehen aus nach unten gerichteten Hohlzapfen 11. Letztere gehen von der Unterseite
der Decke 4 aus. Insgesamt sind dort vier solcher Hohlzapfen angeformt. Die Höhlungszone
reicht bis in die Deckenebene. Die im wesentlichen zylindrischen Hohlzapfen 11 sind
zum freien Ende hin auf ihrer Außenseite konisch zulaufend gestaltet, dies unter
Erzielung einer zentrierenden Wirkung in Bezug auf die Gegenrastmittel in Form kongruent
angeordneter Rastlöcher 12 in der Querwand 8.
[0015] Auf der Mantelfläche der Hohlzapfen 11 ist im Abstand vom freien Ende derselben eine
Rastnut 13 realisiert. Letztere umgreift den Rand des kreisrunden Rastloches 12. Zur
Erzielung der angedeuteten Aufhebbarkeit der Rastverbindung ist das freie Ende eines
jeden Hohlzapfens 11 quergeschlitzt, insbesondere kreuzgeschlitzt. Die Kreuzschlitze
tragen das Bezugszeichen 14. Schlitzbreite und -länge sind so gewählt, daß ein von
der Eindeckplattenunterseite her mögliches radiales Zusammendrücken des Kopfendes
des Hohlzapfens einen reduzierten Durchmesser bzw. Querschnitt bringt, der unter dem
lichten Durchmesser des Rastloches 12 liegt.
[0016] Damit die Köpfe der Hohlzapfen 11 nicht die Unterseite der Eindeckungsplatte überragen,
ist die in der Innenseite des Kragens 3 wurzelnde Querwand 8 um das entsprechende
Maß nach oben hin verlegt. Sie fluchtet also nicht mit dem Plattenkörper der Eindeckungsplatte
1.
[0017] Statt der umlaufend in der gesamten Kragenwand wurzelnden Querwand 8 können die
die Rastlöcher 12 aufweisenden Gegenrastmittel auch in Form von frei radial einwärtsragenden
Stegen St gebildet sein. Diese würden bis zum (gedachten) Rand der Durchtrittsöffnung
7 reichen, so daß der zylindrische Schlauchanschlußstutzen 9 auch so lagendefiniert
ist.
[0018] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Stege St zu Querwandabschnitten zusammengezogen
bzw. sogar zu einer vollständig durchgehenden Querwand 8 mit zentraler Durchtrittsöffnung
7 geformt.
[0019] Da die Kappenwände 5 der Haube 2 etwa auf Höhe der hochverlagerten Steckverbindungstellen
(Rastloch 12/Rastnut 13) enden, besteht ein genügender Untergreifraum zum Abziehen
der Haube 2. Das geht aber nur, wenn eine zweite Person die Hohlzapfen 11 kompriniert,
so daß Mißbrauch erschwert ist. Der durch den auch allseitigen möglichen horizontalen
Abstand zum Kragen 3 geschaffene Freiraum bildet zumindest firstseitig und traufseitig
die sogenannten Luftdurchtrittskanäle 15. An den Längsseiten können dagegen die längeren
Abschnitte der Kappenwände 5 unmittelbar an der korrespondiernen Mantelfläche des
Kragens 3 anliegen (vgl. die in strichpunktierter Linienart eingetragene Haube 2 in
Fig. 1).
[0020] Die Haube, respektive ihre Decke 4, ist an ihrer Oberseite flach-pyramidal gestaltet.
Die Pyramidenspitze 16 der Haube 2 liegt in der Längsmittelachse y-y des Schlauchanschlußstutzens
9.
[0021] In der Querebene zu den besagten Luftdurchtrittskanälen 15 nimmt der Flansch eine
größere Nähe ein zur dortigen Innenseite des Kragens 3 als in der Querebene dazu.
[0022] Die Rastlöcher 12 befinden sich in den durch die Ecken 17 des besagten Kragens 3
besonders versteiften Zonen der Querwand 8.
[0023] Der Schlauchanschlußstutzen 9 läßt sich mit einem nicht näher dargestellen Flexschlauch
oder einem Rohr verbinden. Als Befestigungselement kann eine Schelle dienen.
[0024] Die Eigenlast des Schlauchanschlußstutzens 9 und die gegenbenenfalls hinzukommende
Last des besagten Schlauches etc. führen zu einer satten Auflage des Flansches 10
auf der Oberseite der Querwand 8, respektive der sie bildenden Stege St.
[0025] Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale
sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den Ansprüchen nicht ausdrücklich beansprucht
sind.
1. In Form einer Gaube ausgebildete Dacheindeckungsplatte mit an der Unterseite vorgesehenem
Schlauchanschlußstutzen und an der Oberseite angeordneter kappenförmiger Haube, welche
Luftdurchtrittskanäle freiläßt, gekennzeichnet durch eine Steck-Rast-Verbindung zwischen
Haube (2) und unterhalb der Haube (2) liegenden Stegen (St) der Dacheindeckungsplatte
(1) und im Innenraum (6) zwischen den Steck-Rast-Mitteln vorgesehener Einstecköffnung
(E) für den durch Stegauflage gehaltenen Schlauchanschlußstutzen (9).
2. Dacheindeckungsplatte, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steck-Rast-Mittel von Hohlzapfen (11) gebildet sind, die in Rastlöcher (12) der
Stege (St) eintreten.
3. Dacheindeckungsplatte, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlzapfen (11) am freien Ende konisch
und geschlitzt sind.
4. Dacheindeckungsplatte, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (St) als Querwandabschnitte eines
an der Dacheindeckungsplatte (1) aufwärts vorstehenden Kragens (3) gestaltet sind.
5. Dacheindeckungsplatte, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite der Stege (St) die Auflage für
den Flansch (10) des Schlauchanschlußstutzens (9) bilden.
6. Dacheindeckungsplatte, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappenwände (5) der Haube (2) etwa auf
Höhe der Steckverbindungsstellen enden, vorzugsweise allseitig mit Abstand zum Kragen
(3) verlaufen.
7. Dacheindeckungsplatte, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zentrum der flach-pyramidal gestalteten
Oberseite der Haube (2) mit der Mittelachse (y-y) des Schlauchanschlußstutzens (9)
fluchtet.