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(11) |
EP 0 365 847 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.01.1993 Patentblatt 1993/04 |
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Anmeldetag: 26.09.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B65H 29/68 |
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Auslagebogenbremse für Bogendruckmaschinen
Retarding device for the delivery end of a sheet-printing machine
Dispositif ralentisseur de sortie pour une machine pour imprimer des feuilles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
25.10.1988 DE 3836254
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.05.1990 Patentblatt 1990/18 |
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Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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D-69019 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Spiegel, Nikolaus, Dr.
D-6909 Walldorf (DE)
- Filsinger, Karl-Heinz
D-6908 Wiesloch 4 (DE)
- Hirth, Roland
D-6725 Römerberg 3 (DE)
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Vertreter: Stoltenberg, Heinz-Herbert Baldo et al |
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c/o Heidelberger Druckmaschinen AG
Kurfürsten-Anlage 52-60 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 636 316 US-A- 2 208 978 US-A- 2 799 499
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US-A- 2 130 841 US-A- 2 657 052
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Auslagebogenbremse für eine Bogendruckmaschine, welche
die Merkmale nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 aufweist.
[0002] Diese Gattungsmerkmale sind aus der DE-OS 16 36 316 bekannt. Das Saugorgan wird bei
dieser bekannten Ausbildung durch einen Sauger gebildet, dessen Träger durch eine
Hebelführung abgestützt ist, deren einer Hebel mit einem Exenter eines gleichförmig
umlaufenden ersten Antriebsgliedes verbunden ist, welches die Hub- und Senkbewegungen
des Saugers bewirkt, und deren anderer Hebel mit einem zweiten Antriebsglied gekoppelt
ist, welches die horizontalen Bewegungen des Saugers auslöst. Dieses zweite Antriebsglied
besteht aus einer Kurvenscheibe, gegen die eine Rolle gehalten wird, welche an einem
Zahnsegment gelagert ist, welches in ein mit dem Hebel auf gleicher Welle befestigtes
Zahnrad eingreift. Ein solcher Antrieb für die Auslagebogenbremse ermöglicht das Anheben
des Saugers gegen die hintere Kante des etwa horizontal in die Auslage einlaufenden
Bogens durch das eine Antriebsglied und gleichzeitig eine Beschleunigung der Horizontalbewegung
des Saugers auf etwa Bogengeschwindigkeit durch das andere Antriebsglied aus einer
Ausgangsposition heraus auf einem möglichst kurzen Wege. Nach der Übernahme des Bogens
durch den Sauger in der Übernahmeposition, die zeitlich mit der Freigabe des Bogens
durch die Transportmittel des Auslegers zusammenfällt oder sich mit dieser geringfügig
überschneidet, wird der Sauger durch das erstere Antriebsglied gegen den Auslagestapel
abgesenkt und gleichzeitig auf einem möglichst langen Wege durch das andere Antriebsglied
verzögert, bevor der Sauger den Bogen in der Freigabeposition losläßt und mit relativ
hoher Geschwindigkeit in die Ausgangsposition zurückkehrt, wobei ebenfalls beide Antriebsglieder
zusammenwirken. Beide Antriebsglieder sind über Zahnräder und Antriebsketten mit dem
Antrieb des Fördermittels im Ausleger verbunden. Die Druckschrift enthält keine Angaben
über die Justierung der Saugerstellung und des Saugerantriebes im Falle der Formatänderung
der zu bedruckenden Bogen. Da die Antriebsmittel für den Sauger mit diesem formschlüssig
verbunden und demzufolge auf dem Schlitten für die Formatverstellung angeordnet sind,
ist bei einer eventuellen Formatänderung der zu bedruckenden Bogen eine Justierung
der Auslagebogenbremse vorzunehmen. Das ist zeitraubend und führt bei Fehleinstellungen
zu Abschmierungen und zu einem ungenauen Papierlauf, insbesondere bei hoher Druckgeschwindigkeit.
Die aus dieser Druckschrift bekannten Antriebe des Saugers der Auslagebogenbremse
sind sehr aufwendig.
[0003] Auch die US-PS 2 130 841 zeigt eine Auslagebogenbremse, bei der die vertikalen und
die horizontalen Bewegungen eines Saugers durch getrennte Antriebsmittel erreicht
werden. Auf die durch Formatänderungen der zu bedruckenden Bogen ausgelösten Probleme
nimmt auch diese Druckschrift keine Rücksicht.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine weitere Optimierung der Laufsicherheit der Bogen
in der Bogenauslage, unabhängig von der Beschaffenheit der zu bedruckenden Bogen,
vor allem bei hohen Maschinenlaufgeschwindigkeiten, zu erreichen und Formatverstellungen
ohne zusätzliche Verstellung an der Auslagebogenbremse phasenneutral mit den Druckwerken
zu ermöglichen.
[0005] Diese Aufgabe löst die Erfindung durch die Merkmale nach dem Kennzeichen des Patentanspruches
1.
[0006] Dadurch erfolgt der Antrieb des Saugorgans der Auslagebogenbremse phasenneutral unmittelbar
durch den Antrieb der Druckmaschine. Dieser phasenneutrale Antrieb wird bei eventueller
Formatverstellung der zu bedruckenden Bogen nicht unterbrochen, wobei die Längenänderung
der Antriebskette zwischen dem Antriebsglied des Saugorgans und der Maschine durch
den Kettenspeicher ausgeglichen wird. Die unmittelbare Ankopplung des Antriebsgliedes
für das Saugorgan an den Antrieb der Druckmaschine bewirkt, daß die auf die Bogengeschwindigkeit
abgestimmte Geschwindigkeit des Saugorganes, unabhängig von der jeweiligen Maschinengeschwindigkeit,
erhalten bleibt. Bei einer Formatverstellung bleibt die Phasenlage des Saugorgans
gegenüber der Hinterkante des Bogens ebenfalls erhalten. Formatverstellungen und Änderungen
der Maschinenlaufgeschwindigkeit können bei laufender Maschine erfolgen, ohne daß
die Phasenlage des Saugorgans in der Auslagebogenbremse dadurch beeinflußt wird, worin
ein wesentlicher Vorteil des unter Verwendung der Erfindungsmerkmale gestalteten Antriebes
des Saugorgans der Auslagebogenbremse unmittelbar von der Maschine aus zu sehen ist.
[0007] Vorteilhaft bildet eine Kurvenscheibe das Antriebsglied für das Saugorgan, wobei
gegen diese Kurvenscheibe unter Federspannung eine Rolle gehalten wird, deren Bewegungen
mittels eines Übersetzungsgetriebes auf das Saugorgan übertragen werden, welches auf
dem Schlitten zur Formatverstellung um eine Querachse beweglich gelagert ist.
[0008] Dieses Übersetzungsgetriebe ist bei einer vorteilhaften konstruktiven Gestaltung
der Erfindungsmerkmale als ein Hebelgetriebe ausgebildet, welches vier Gelenke aufweist,
von denen zwei Gelenke ortsfest auf dem verstellbaren Schlitten zur Formatverstellung
angeordnet sind und Gelenklager für die einen Enden zweier Hebel bilden, deren andere
Enden durch einen weiteren Hebel in den beiden anderen Gelenken beweglich miteinander
verbunden sind, wobei einer der beiden ersteren Hebel mit einem auf dem Schlitten
festen Gelenk starr mit einem Stützlager der Rolle an der Kurvenscheibe und der andere
dieser beiden Hebel starr mit einer auf dem Schlitten gelagerten und sich mit seiner
Achse quer zur Transportrichtung des Bogens ersteckenden, das Saugorgan tragenden
Welle verbunden ist. Ein solches Viergelenkgetriebe aus gelenkig miteinander verbundenen
Hebeln ist kostengünstig herzustellen, betriebssicher in der Funktion und ermöglicht
relativ große Übersetzungsverhältnisse bei relativ geringem Bauvolumen.
[0009] Die Kombination der Kurvenrolle und der Kurvenführung für diese Kurvenrolle mit einem
Viergelenkgetriebe ergibt wegen des großen erreichbaren Übersetzungsverhältnisses
den weiteren Vorteil, daß das Saugorgan, insbesondere ein Sauger oder auch mehrere
Sauger, den Bogen pro Maschinenumdrehung nur einmal berührt.
[0010] Bevorzugte Ausbildungsmerkmale für die Gestaltung des Kettenspeichers enthalten die
Ansprüche 3 bis 6.
[0011] Das Saugorgan kann entweder durch eine Saugscheibe oder durch einen Hubsauger gebildet
werden, wobei ein Hubsauger kein eigenes Antriebsmittel für die Hubbewegung erfordert.
Eine eventuelle Hubbewegung des Saugers kann gegebenenfalls unmittelbar durch den
Unterdruck im Sauger bewirkt und durch das Anlegen des Bogens an den Sauger gesteuert
werden.
[0012] Die Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung die Anordnung der Erfindungsmerkmale
und deren Ausgestaltung.
[0013] Es zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht einer Bogenauslage mit Auslagebogenbremse,
Figur 2 einen Antrieb eines das Saugorgan bildenden Saugers und
Figur 3 einen Antrieb für eine das Saugorgan bildende Saugscheibe.
[0014] Der aus der Druckmaschine ankommende Bogen 1 wird durch eine Förderkette 2 über den
Auslagestapel 3 transportiert. Dabei erfassen Greifer 4 an der über Umlenkungen 5
und 6 geführten Förderkette den Bogen 1 an dessen Vorderkante. Der Bogen 1 wird etwa
horizontal in die Auslage geführt. Am Ende dieser Bewegung greift ein Saugorgan 7
an die Hinterkante des Bogens 1 an, der zur gleichen Zeit oder mit geringer zeitlicher
Überdeckung von den Greifern 4 der Förderkette 2 freigegeben wird, so daß der Bogen
1 sich auf den Bogenstapel absenkt und dabei durch die Bewegung des Saugorgans 7 verzögert
und schließlich sanft auf den Bogenstapel 3 abgelegt wird. Diese Verzögerung des Bogens
soll auf möglichst langem Wege erfolgen, so daß das Saugorgan auf möglichst kurzem
Wege bis auf die Bogengeschwindigkeit beschleunigt werden muß, damit es den Bogen
ohne Relativgeschwindigkeit zum Bogen übernehmen kann und mit niedriger Geschwindigkeit
in die Ausgangsposition zurückkehrt, wenn es den Bogen zur Ablage auf dem Auslagestapel
freigegeben hat. Diese Bewegung wird durch ein Antriebsglied aus einer Kurvenscheibe
8 erreicht, die um eine horizontale Welle drehbar im Schlitten 9 gelagert ist, der
alle Teile für die Formatverstellung trägt, und dessen horizontale Verstellmöglichkeit
durch die an der Unterseite des Schlittens 9 symbolisch angegebenen Kreise verdeutlicht
wird. Auf diesem Schlitten 9 ist auch das Saugorgan um eine mit seiner Achseparallel
zur Drehachse 10 angeordneten Welle 11 beweglich. Gegen den Umfang der Kurvenscheibe
8 wird in an sich bekannter Weise durch Federkraft, z.B. durch eine Zugfeder 35 lt.
Figur 2, eine Rolle 12 gepreßt, die am freien Ende eines kurzen Hebels 13 eines Viergelenkgetriebes
aus mehreren Hebeln gelagert ist, welches das Übersetzungsgetriebe bildet. Ein weiterer
Hebel 14 ist fest mit der Welle 11 verbunden. Sein freies Ende ist in dem Gelenk 17a
mit dem einen Ende eines Hebels 15 verbunden, dessen anderes Ende in dem Gelenk 17b
mit einem Hebel 16 verbunden ist, der eine starre Verbindung mit dem die Lagerung
der Rolle 12 abstützenden Hebel 13 aufweist oder einstückig mit diesem ausgebildet
ist. Die beiden Hebel 13 und 16 weisen ein gemeinsames Gelenk 17c auf, welches auf
dem Schlitten 9 angeordnet ist. Auch der Hebel 14 ist über die Welle 11 in dem Gelenk
17d auf dem Schlitte 9 gelagert. Durch geeignete Abstimmung der Hebellängen lassen
sich mit einfachen Mitteln Übersetzungsverhältnisse in weiten Grenzen erreichen.
[0015] Mit der Kurvenscheibe 8 ist ein Kettenrad 18 fest verbunden, welches durch eine Antriebskette
19 direkt von einem Kettenrad 20 des Maschinenantriebes angetrieben wird. Die Antriebskette
19 durchläuft einen Kettenspeicher 21, der beide Kettentrums 19a und 19b unter gleichmäßiger
Spannung hält. Dadurch kann das Kettenrad 18 an der Kurvenscheibe 8 gegenüber dem
Kettenrad 20 im Abstand verstellt werden, wobei jedoch die Phasenlage zwischen den
beiden Kettenrädern 18 und 20 erhalten bleibt. Dies ermöglicht Formatverstellungen
und Geschwindigkeitsänderungen der Maschine ohne Einfluß auf die justierte Lage und
Bewegung des Saugorgans 7 der Auslagebogenbremse.
[0016] Bei dem Ausführungsbeispiel des in der Zeichnung dargestellten Kettenspeichers 21
sind beide Kettentrums 19a und 19b über mehrere Umlenkrollen 22 und 23 geführt, wobei
die Kettentrums 19a bzw. 19b die ihnen jeweils zugeordneten Rollen 22 bzw. 23 abwechselnd
teilweise umschlingen. Die den einen Kettentrum 19a abstützenden Rollen 22 sind an
einem gemeinsamen Träger 24 und die den anderen Kettentrum 19b abstützenden Rollen
23 sind an einem gemeinsamen Träger 25 gelagert, die beide durch Schraubenfedern 26
und 27 auseinandergedrückt werden und durch wenigstens ein Scherenkreuz 33 aus zwei
in der Mitte 34 gelenkig miteinander verbundenen Laschen, deren eine Enden in dem
einen Träger und deren gegenüberliegende Enden in dem anderen Träger parallel zueinander
verschiebbar geführt sind, wobei die Parallellage der Führungen zueinander aufrechterhalten
wird. Die beiden an den Enden dieser Träger angeordneten
Schraubenfedern 26 und 27 drücken die Träger 24 und 25 auseinander und bewirken damit
eine stets gleichbleibende Spannung der Förderkette 19, Abstandsänderungen der beiden
Kettenräder 18 und 20 voneinander werden dadurch ohne Phasenverschiebung kompensiert.
[0017] Die Figur 2 zeigt ein Saugorgan 7 aus wenigstens einem Sauger 28 und einem Gehäuse
29, welches den Sauger 28 längsbeweglich führt, so daß der Sauger 28 aus dem Gehäuse
ausfahren und in das Gehäuse zurückgezogen werden kann. Diese Bewegung erfolgt durch
den Unterdruck in der Leitung zum Sauger 28 und wird durch die Anlage des Bogens 1
am Sauger 28 gesteuert. In der Beschleunigungsphase wird der Sauger 28 aus dem Gehäuse
ausgefahren, wobei diese Bewegung zum Beispiel durch Fliehkraft oder auch durch den
Unterdruck in der an eine Vakuumpumpe 31 angeschlossenen Saugleitung erfolgen kann.
Sobald der Sauger die Hinterkante des Bogens 1 erfaßt hat und die Saugöffnung des
Saugers 28 durch den Bogen 1 verschlossen ist, zieht der Unterdruck in der Zuleitung
zum Sauger diesen in das Gehäuse hinein. Durch diese Absenkbewegung des Saugers wird
der Weg der Verzögerungsphase verlängert, weil sich die Saugöffnung des Saugers auf
einer elliptischen Bahn bewegt. Nach Freigabe des Bogens 1 durch den Sauger 28 kehrt
das Saugorgan 7 in die Ausgangslage zurück und wird dann zur Übernahme des nächsten
Bogens erneut bis in die Übernahmeposition beschleunigt. Das Ansaugen des Bogens und
dessen Freigabe kann in bekannter Weise, zum Beispiel durch ein von der Maschine angetriebenes
Drehventil 32, erfolgen.
[0018] Anstelle des Saugers ist bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 3 eine Saugscheibe
30 vorgesehen, die anstelle des Gehäuses 29 eines Saugers 28 auf der Welle 11 befestigt
ist. Auch eine solche Saugscheibe 30 wird durch ein Übersetzungsgetriebe aus mehreren
durch Gelenke 17a, 17b, 17c und 17d miteinander verbundenen Hebeln 13,14,15,16 über
eine Rolle 12 von einer umlaufend angetriebenen Kurvenscheibe 8 bewegt. Anstelle eines
solchen Antriebes kann aber auch ein elektrischer Antriebsmotor für die Saugscheibe
mit einer Steuerung durch einen Drehwinkelaufnehmer, der unmittelbar an der Druckmaschine
angeordnet ist, vorgesehen sein, wobei dieser Motor direkt oder über ein Getriebe
mit der Saugscheibe verbunden ist.

1. Auslagebogenbremse für eine Bogendruckmaschine, bei der ein den Bogen (1) an seiner
Hinterkante erfassendes, auf einem verstellbaren Schlitten (9) zur Formatverstellung
angeordnetes Saugorgan (7) in seiner Bewegung auf einer sich durch eine Übernahmeposition
und eine Freigabeposition für den Bogen erstreckenden, in sich geschlossenen Bahnschleife
geführt und mit einem gleichförmig umlaufenden, ebenfalls auf dem Schlitten angeordneten
Antriebsglied (8) durch ein Gelenkhebel aufweisendes Übersetzungsgetriebe verbunden
ist, welches das Saugorgan vor der Übernahmeposition auf Bogengeschwindigkeit beschleunigt
und nach der Bogenübernahme bis zur Freigabeposition verzögert,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Kettenrad (18) an dem Antriebsglied (8) auf dem verstellbaren Schlitten (9)
und ein Kettenrad (20) des Druckmaschinenantriebes direkt durch eine Antriebskette
(19) mit einem Längenänderungen der Antriebskette (19) ohne Phasenverschiebung der
Kettenräder (18,20) kompensierenden Kettenspeicher (21) miteinander verbunden sind.
2. Auslagebogenbremse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Antriebsglied auf dem Schlitten (9) aus einer Kurvenscheibe (8) und das Übersetzungsgetriebe
aus einer unter Federspannung gegen die Kurvenscheibe (8) gehaltenen Rolle (12) sowie
aus einerseits gelenkig miteinander verbundenen und andererseits ebenfalls auf dem
Schlitten (9) gelagerten Hebeln (13,14,16) ungleicher Länge besteht, von denen einer
die an der Kurvenscheibe (8) anliegende Rolle (12) trägt.
3. Auslagebogenbremse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kettenspeicher (21) für beide Kettentrums (19a,19b) der Antriebskette (19)
Umlenkrollen (22,23) aufweist, die quer zur Kettenlaufrichtung durch Federkraft nach
außen belastet sind.
4. Auslagebogenbremse nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlenkrollen (22,23) für beide Kettentrums (19a,19b) an Trägern (24,25) gelagert
und diese durch eine Parallelführung (33) miteinander verbunden sind.
5. Auslagebogenbremse nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Parallelführung aus wenigstens einem Scherenkreuz (33) besteht, dessen eine
Enden mit dem einen Träger (24) und dessen gegenüberliegende Enden mit dem anderen
Träger (25) jeweils parallele zueinander verschiebbar geführt sind.
6. Auslagebogenbremse nach Anspruch 3, 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Träger (24,25) für die Umlenkrollen (22,23) durch Schraubenfedern (26,27)
nach außen belastet sind.
7. Auslagebogenbremse nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Übersetzungsgetriebe als ein Hebelgetriebe ausgebildet ist, welches vier Gelenke
(17a,17b,17c,17d) aufweist, von denen zwei Gelenke (17c, 17d) ortsfest auf dem Schlitten
(9) zur Formatverstellung angeordnet sind und Gelenklager für die einen Enden zweier
Hebel (15,16) bilden, deren andere Enden durch einen weiteren Hebel (15) in den beiden
anderen Gelenken (17a,17b) beweglich miteinander verbunden sind, wobei einer der beiden
ersteren Hebel (14,16) mit einem auf dem Schlitten festen Gelenk (17c) starr mit demStützlager
für die Rolle (12) an der Kurvenscheibe (8) und der andere dieser beiden Hebel (14,16)
starr an einer mit ihrer Achse quer zur Transportrichtung des Bogens auf dem Schlitten
gelagerten Welle (11) befestigt ist.
8. Auslagebogenbremse nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Saugorgan (7) wenigstens eine Saugscheibe (30) vorgesehen ist.
9. Auslagebogenbremse nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Saugorgan (7) wenigstens ein Sauger (28) vorgesehen ist, der gegenüber eine
schwenkbar gelagerten Achse (11) heb- und senkbar geführt und mit dem Übersetzungsgetriebe
verbunden ist.
1. Sheet slow-down device in the delivery of a sheet-fed printing press, comprising a
suction device (7) arranged on an adjustable slide (9) for format change-over, said
suction device (7) gripping a sheet (1) at its rear edge and in its movement being
guided on a closed-loop path past a sheet transfer position and a sheet release position,
whereas said suction device (7) is connected with a drive member (8) through a stepup
gearing having a toggle joint, said drive member (8), while being equally arranged
on said slide (9) and moving on the same said closed-loop path, accelerates said suction
device (7) in front of said sheet transfer position to sheet speed and slows down
said suction device (7) between said sheet transfer and sheet release positions,
characterized
in that a chain wheel (18) at said drive member (8) on said adjustable slide (9) and
a chain wheel (20) of the printing press drive are directly connected with each other
through a drive chain (19) having a chain storage (21) which compensates a change
in length of said drive chain (19) without phase displacement of said chain wheels
(18, 20).
2. Sheet slow-down device according to claim 1,
characterized
in that the drive member on the slide (9) consists of a cam disk (8), and the stepup
gearing consists of a roll (12) held against said cam disk (8) by the tension of a
spring, and of levers (13, 14, 16) of different lengths which are linked to each other
on one side and are disposed on said slide (9) on the other side, with one of said
levers bearing said roll (12) which rests against said cam disk (8).
3. Sheet slow-down device according to claim 1,
characterized
in that the chain storage (21) for both chain strands (19a, 19b) of the drive chain
(19) comprises guide rolls (22, 23) which are being loaded through spring force in
a direction towards the outside.
4. Sheet slow-down device according to claim 3,
characterized
in that the guide rolls (22, 23) for both chain strands (19a, 19b) are mounted on
carriers (24, 25), and that said carriers (24, 25) are connected with each other by
means of a parallel construction (33).
5. Sheet slow-down device according to claim 4,
characterized
in that the parallel construction consists of at least one scissors cross (33), with
the one ends of said scissors cross (33) being respectively guided slidingly in parallel
with the one carrier (24) and its opposite ends in parallel with the other carrier
(25).
6. Sheet slow-down device according to claims 3, 4 and 5,
characterized
in that both carriers (24, 25) for the guide rolls (22, 23) are loaded through spiral
springs (26, 27) in a direction towards the outside.
7. Sheet slow-down device according to claims 1 and 2,
characterized
in that the stepup gearing is designed as a lever gearing, comprising four links (17a,
17b, 17c, 17d), of which two links (17c, 17d) are fixedly arranged on the slide (9)
for format change-over and form ball-and-socket joints for the one ends of two levers
(15, 16), with the other ends of said two levers (15, 16) being movably connected
to each other in the two other links (17a, 17b) through a further lever (15), whereas
one of the two first levers (14, 16), with its link (17c) being fixed on said slide
(9), is rigidly connected with the supporting bearing for the roll (12) at the cam
disk-(8), and the other one of said two levers (14, 16) is rigidly fastened to a shaft
(11) being supported on said slide (9), with the axis of said shaft (11) extending
transverse to the transport direction of the sheets.
8. Sheet slow-down device according to claims 1 and 2,
characterized
in that at least one suction disk (30) is provided as a suction device (7).
9. Sheet slow-down device according to claims 1 and 2,
characterized
in that at least one sucking element (28) is provided as a suction device, said sucking
element (28) being guided in a manner that it can be lifted and lowered with respect
to the pivotably mounted shaft (11), and being connected with the stepup gearing.
1. Ralentisseur de feuilles à la sortie d'une machine d'impression de feuilles, où un
organe d'aspiration (7), saisissant la feuille (1) par son bord arrière et monté sur
un chariot (9) mobile en vue d'un réglage de format, est guidé dans son mouvement
sur une voie intrinsèquement fermée passant par une position de transfert et une position
de libération de la feuille, et est relié à un organe d'entraînement (8), disposé
également sur le chariot, suivant le même profil et qui produit une accélération de
l'organe d'aspiration jusqu'à la vitesse de feuille avant la position de transfert
et une décélération après la position de transfert et jusqu'à la position de libération,
caractérisé en ce qu'un pignon de chaîne (18) monte sur l'organe d'entraînement (8)
prévu sur le chariot mobile (9) et un pignon de chaîne (20) de l'entraînement de la
machine d'impression sont reliés directement entre eux par une chaîne d'entraînement
(19) associée à un accumulateur de chaîne (21) compensant des variations de longueur
de la chaîne (19) sans déphasage des pignons de chaîne (18,20).
2. Ralentisseur de feuille selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe d'entraînement
prévu sur le chariot (9) se compose d'un disque à came (8) et le mécanisme de transmission
se compose d'un galet (12), maintenu par la tension d'un ressort contre le disque
à came (8), et également de leviers (13,14,16) de longueurs différentes, qui sont
d'une part reliés entre eux de façon articulée et d'autre part montés aussi sur le
chariot (9) un des leviers portant le galet (12) s'appliquant contre le disque à came
(8).
3. Ralentisseur de feuille selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'accumulateur
de chaîne (21) comporte, pour les deux brins (19a, 19b) de la chaîne d'entraînement
(19), des rouleaux de renvoi (22,23) qui sont poussés vers l'extérieur, perpendiculairement
à la direction de déplacement de chaîne, par une force de ressort.
4. Ralentisseur de feuille selon la revendication 3, caractérisé en ce que les rouleaux
de renvoi (22,23) pour les deux brins de chaîne (19a,19b) sont montés sur des supports
(24,25) et ceux-ci sont reliés entre eux par un guide parallèle (33).
5. Ralentisseur de feuille selon la revendication 4, caractérisé en ce que le guide parallèle
se compose d'au moins un dispositif en croix formant ciseaux (33), dont des extrémités
associées au support (24), et leurs extrémités opposées associées à l'autre support
(25), sont respectivement guidées dans leurs mouvements parallèlement entre elles.
6. Ralentisseur de feuille selon les revendications 3, 4 et 5, caractérisé en ce que
les deux supports (24,25) pour les rouleaux de renvoi (22,23) sont poussés vers l'extérieur
par des ressorts hélicoïdaux (26,27).
7. Ralentisseur de feuille selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le
mécanisme de transmission est agencé comme une transmission à leviers, qui comporte
quatre articulations (17a,17b,17c,17d) parmi lesquelles deux articulations (17c,17d)
sont disposées de façon fixe sur le chariot (9) pour un réglage de format et constituent
des paliers pour les premières extrémités de deux leviers (14,16) dont les autres
extrémités sont reliées entre elles par un autre levier (15) en étant mobiles,dans
les deux autres articulations (17a, 17b), un des deux premiers leviers (14,16) étant
fixé, à l'aide d'une articulation (17c) solidaire du chariot, rigidement sur le palier
prévu pour le galet (12) sur le disque à came (8) tandis que l'autre de ces deux leviers
(14,16) est fixé rigidement sur un arbre (11) monté avec son axe perpendiculaire à
la direction de transport de feuille sur le chariot.
8. Ralentisseur de feuille selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que, comme
organe d'aspiration, il est prévu au moins un disque d'aspiration (30).
9. Ralentisseur de feuille selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que, comme
organe d'aspiration (7), il est prévu au moins une ventouse (28), qui est guidée dans
son mouvement de montée et de descente par rapport à un axe (11) déplaçable par pivotement
et qui est reliée au mécanisme de transmission.