[0001] Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Lenksystem, insbesondere für ein selbstfahrendes
gelenkiges Arbeitsfahrzeug, mit wenigstens zwei Lenkungshydraulikmotoren, die über
ein Lenkungsventil mit einer Hydraulikdruckquelle in Verbindung stehen, sowie ein
selbstfahrendes Arbeitsfahrzeug mit einem derartigen Lenksystem.
[0002] Große Arbeitsmaschinen, wie beispielsweise selbstfahrende gelenkige Lader mit einem
hydraulischen Lenksystem, lassen sich nicht immer so stoßfrei lenken, wie dies wünschenswert
ist. Dehnbare flexible Synthetikschläuche, die Druckspitzen aufnehmen sollen, oder
Leckagesysteme, durch die Druckspitzen abgeleitet werden können, stellen keine vollständige
Lösung des Problems dar.
[0003] Die nicht vorveröffentliche EP-A-306 988 beschreibt ein hydraulisches Lenkungssytem
der eingangs genannten Art, welches zwei hydraulische Lenkzylinder enthält. Die Lenkzylinder
werden wahlweise jeweils über eine gesonderte Hydraulikleitung von einem Steuerventil
mit einer Hydraulikdruckquelle oder einer Rücklaufleitung verbunden. Zwischen den
beiden zu den Lenkzylindern führenden Leitungen sind überkreuzliegende Druckentspannungsventile
angeordnet, um eine Druckentlastung des Systems herbeizuführen.
[0004] Ferner wird durch die US-A-4 097 060 ein Dämpfungssystem für Knicklenkerfahrzeuge
beschrieben, bei dem ein doppelseitig wirksamer Hydraulikzylinder zwischen die beiden
Fahrzeugrahmenteile eingespannt ist. Jedes der beiden Enden des Hydraulikzylinders
ist über eine Durchflußdrosselstelle mit einem Hydraulikspeicher verbunden. Hierdurch
sollen Rollbewegungen zwischen den beiden Fahrzeugrahmenteilen abgefangen und gedämpft
werden.
[0005] Die mit der Erfindung zu lösende Aufgabe wird darin gesehen, ein hydraulisches Lenksystem
der eingangs genannten Art anzugeben, durch das sich Druckspitzen abbauen lassen,
so daß beispielsweise das hydraulische Lenksystem eines Arbeitsfahrzeuges stoßfrei
arbeitet.
[0006] Die Aufgabe wird ausgehend von einem hydraulischen Lenksystem gemäß den gattungsbildenden
Merkmalen des Patentanspruches 1 erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale
dieses Patentanspruches gelöst. Dabei stehen die Hydraulikanschlüsse, beispielsweise
mit der Lenksteuerung, über hydraulische Versorgungsleitungen in Verbindung. Bei den
Hydraulikmotoren handelt es sich vorzugsweise um hydraulische Lenkzylinder eines lenkbaren
Fahrzeuges.
[0007] Durch das zwischen den Hydraulikmotoren angeordnete Wechselrückschlagventil lassen
sich Druckspitzen in den Hydraulikzylindern in Richtung des Druckspeichers abbauen.
Ein Durchfluß von einem Hydraulikzylinder zum anderen ist hingegen nicht möglich.
[0008] Die Erfindung betrifft ferner ein selbstfahrendes Arbeitsfahrzeug, welches ein erfindungsgemäßes
hydraulisches Lenksystem enthält. Dieses Fahrzeug enthält vorzugsweise einen Hydraulikkreis,
bei dem eine unverstellbare Verdrängerpumpe in einem offenen Hydrauliksystem ein Prioritätsventil
versorgt, welches den Flüssigkeitsstrom zwischen hydraulischen Lenkkreisen und hydraulischen
Arbeitskreisen aufteilt. Dabei wird den Lenkkreisen der Vorzug gegeben. Eine mechanische
Dämpfungsvorrichtung ist zwischen den hydraulischen Lenkungszylindern angeordnet.
Vorzugsweise handelt es sich dabei um die oben beschriebene erfindungsgemäße Dämpfungsvorrichtung.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus
den Unteransprüchen hervor.
[0010] Anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt, sollen die
Erfindung sowie weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen
der Erfindung näher beschrieben und erläutert werden.
[0011] Es zeigt:
Figur 1 die Seitenansicht eines vierradangetriebenen, gelenkigen Laders,
Figur 2 ein Hydraulikschema des Lenkungssystems gemäß der vorliegenden Erfindung und
Figur 3a und 3b Querschnittsansichten einer ersten Ausführungsart der hydraulischen
Dämpfungseinrichtung.
Der Lader:
[0012] Der in Figur 1 dargestellte Lader 10 ist ein vierradangetriebener, gelenkiger Lader.
Der Lader 10 umfaßt einen Tragrahmen 12 und mit dem Untergrund in Eingriff stehende
Räder 14. Das Vorderteil des Laders 10 ist mit einer bewegbaren Auslegeranordnung
16 versehen, an deren Ende eine verschwenkbare Schaufel 18 angeordnet ist. Der Ausleger
wird durch Ausdehnung eines hydraulischen Auslegerhebebetätigungselementes 20 angehoben.
Die Schaufel 18 wird durch das hydraulische Schaufelkippbetätigungselement 22 verschwenkt.
[0013] Der Lader 10 ist an den vertikalen Drehachsen 24, 26 gelenkig ausgebildet und läßt
sich durch einen hydraulischen Steuerkreis, wie er in Figur 2 dargestellt ist, lenken.
Der Lader 10 wird durch eine Verbrennungskraftmaschine, die in dem Maschinengehäuse
30 untergebrachtist, angetrieben. Die Verbrennungskraftmaschine treibt auch hydraulische
Pumpen an, welche ihrerseits die Arbeitskreise des Laders 10 und andere hydraulische
Betätigungssysteme versorgen. Eine Bedienungsperson steuert die Funktionen des Laders
10 von der Kabine 32 aus.
Hydraulisches System:
[0014] Das gesamte hydraulische Lenksystem ist schematisch in Figur 2 dargestellt. Es enthält
ein offenes und ein geschlossenes Hydrauliksystem. Ein Hydrauliksystem gemäß Figur
2 wurde bereits durch die EP 0 306 988 A2 beziehungsweise die US-PS 4,809,586 von
der Anmelderin offenbart. Auf diese Offenbarung wird hiermit Bezug genommen.
[0015] Das offene Hydrauliksystem (open center hydraulic system) wird durch eine unverstellbare
Verdrängerpumpe 100 mit Hydraulikflüssigkeit versorgt, wobei die Hydraulikflüssigkeit
von der Pumpe durch die Hydraulikleitung 102 weitergeleitet wird. Das geschlossene
Hydrauliksystem (closed center hydraulic system) wird durch eine Verstellpumpe 104
mit Hydraulikflüssigkeit versorgt, wobei die Verstellpumpe 104 mit einer Druckfühlenden
und Druck kompensierenden Anordnung zur Aufrechterhaltung eines konstanten Druckes
in der Hydraulikleitung 106 versehen ist. Die Pumpe 104 ist ferner mit einem hydraulischen
Abflußkanal 105 versehen, durch den auslaufende Hydraulikflüssigkeit zurück zu einem
Sammelbehälter 108 geführt wird. Beide Pumpen 100, 104 sind operativ in Huckepack-Weise
zusammengeschaltet und bilden so eine kompakte Pumpeneinheit. Die Pumpen werden durch
die Verbrennungskraftmaschine über geeignete mechanische Kupplungen angetrieben.
[0016] Die Pumpen 100 und 104 ziehen die Hydraulikflüssigkeit durch eine gemeinsame Ansaugleitung
110 aus einem gemeinsamen Sammelbehälter 108 an. Die Leitung 110 ist mit einem Filter
112 ausgerüstet, welcher große Partikel aus dem Flüssigkeitsstrom, der zu den Pumpen
100 und 104 geführt wird, entfernt.
[0017] Die von der Pumpe 100 geförderte Hydraulikflüssigkeit wird durch die Leitung 102
zu einer Prioritätsventilanordnung 120 gerichtet, welche den Flüssigkeitsstrom zwischen
einer Lenkanordnung 200 und einer Laderanordnung, zu welcher die Leitung 302 fuhrt,
steuert. Die Proritätsventilanordnung 120 gibt der Lenkanordnung 200 die Priorität,
indem der Hydraulikflüssigkeitsstrom zu der Laderanordnung dann geschlossen wird,
wenn eine Flüssigkeitsanforderung von der Lenkungsanordnung vorliegt, Die Prioritätsventilanordnung
120 enthält einen federvorgespannten 2-Positionen-Schieber 122, der wahlweise Flüssigkeit
zu der Lenkungs- und der Laderanordnung richtet. Der Schieber 122 liegt zwischen hydraulischen
Druckfühlleitungen 124 und 125, welche Verengungsstellen aufweisen, und wird in hydraulischem
Gleichgewicht gehalten. Wenn das Lenkungsventil 210 in einer mittleren, neutralen
Position eingestellt ist, wird der Hydraulikdurchfluß, der Versorgungsleitung 202
durch das Ventil 210 unterbrochen, wodurch der Hydraulikdruck in der Leitung 202 und
in der Fühlleitung 124 ansteigt. In seiner mittleren Position verbindet das Ventil
210 die Fühlleitung 125 über die Leitung 126a mit der Sammelbehälterrücklaufleitung
140, wodurch der Hydraulikdruck in der Fühlleitung 125 reduziert wird. Hierdurch übersteigt
der anwachsende Hydraulikdruck in der Leitung 124 den Hydraulikdruck in der Leitung
125 sowie die Vorspannungskraft der Feder 129, wodurch der Schieber 122 in eine Position
gebracht wird, in der Hydraulikflüssigkeit an die Lederanordnungsversorgungsleitung
302 abgegeben wird.
[0018] Die Prioritätsventilanordnung 120 ist ferner mit einem Filter 126 und einem Druckbegrenzungsventil
128 versehen, durch welches Hydraulikflüssigkeit zu der Sammelbehälterrücklaufleitung
130 gerichtet werden kann. Die Sammelbehälterrücklaufleitung 130 nimmt Hydraulikflüssigkeit
von der Fühlleitung 125 auf, wenn ein vorgebbarer Druck überschritten wird.
[0019] Hydraulikflüssigkeit, die aus der Lenkungsanordnung 200 und der Lederanordnung abfließt,
wird durch die Sammelbehälterrücklaufleitung 140 zu dem Sammelbehälter 108 gerichtet.
Die Sammelbehälterrücklaufleitung 140 ist mit einer Rücklauffilteranordnung 142 ausgestattet,
welche ihrerseits einen Filter 144, ein hydraulisch im Gleichgewicht gehaltenes Druckbegrenzungsventil
146 und einen hydraulisch im Gleichgewicht gehaltenen elektrischen Druckfühlschalter
148 aufweist. Normalerweise wird die Hydraulikflüssigkeit durch den Filter 144 gefiltert
und gelangt dann zu dem Sammelbehälter 108 zurück. Sammelt jedoch der Filter 144 Fremdstoffe,
so steigt der Hydraulikdruckabfall über dem Filter 144 an. Dies führt zu einem Schließen
des elektrischen Schalters 148. Durch das Schließen des elektrischen Schalters 148
wird eine Anzeigelampe angesteuert, die sich in der Bedienungskabine 32 des Laders
10 befindet und die Bedienungsperson darauf aufmerksam macht, daß der Filter 144 gereinigt
beziehungsweise ausgewechselt werden sollte. Wenn der Druckabfall über dem Filter
144 durch zusätzliche, sich am Filter 144 ansammelnde Stoffe weiter ansteigt, öffnet
sich auch das Druckbegrenzungsventil 146 und ermöglicht einen hydraulischen Durchfluß
durch einen Beipaß am Filter 144 vorbei. Die zum Sammelbehälter 108 führende Hydraulikflüssigkeitsrücklaufleitung
150, welche sich stromabwärts der Filteranordnung 142 befindet, ist mit einem Ölkühler
152 ausgestattet, welcher das zum Sammelbehälter 108 zurückströmende Öl kühlt.
[0020] Der Ausstoß an Hydraulikflüssigkeit der Pumpe 104 ist über eine hydraulische Versorgungsleitung
402 zu einer Hydraulikdruckverminderungseinrichtung und über eine hydraulische Versorgungsleitung
502 zu einer Bremsanordnung gerichtet.
[0021] Die Lenkungsanordnung 200 erhält Hydraulikflüssigkeit über die hydraulische Versorgungsleitung
202 von der Prioritätsventilanordnung 120. Die Hydraulikflüssigkeit ist zu einem stufenlos
einstellbaren Lenkungssteuerventil 210 gerichtet. Durch den Hauptflüssigkeitsdurchgang
des Ventils wird Hydraulikflüssigkeit zu Lenkungshydraulikmotoren oder -zylindern
220L und 220R geleitet, um die Lenkung des Laders hydraulisch zu unterstützen. Das
Steuerventil 210 umfaßt eine Dosierpumpe 212 und eine Ventilstruktur 214, welche miteinander
durch eine mechanische Rückführungsverbindung 216 gekoppelt sind. Die Ventilstruktur
214 enthält eine Hauptdurchflußöffnung und kann auch eine Dämpfungsdurchflußöffnung
enthalten. Die Dämpfungsdurchflußöffnung umfaßt eine Anzahl begrenzter Durchflußkanäle,
welche der Dämpfung von Druckspitzen in der Hauptdurchflußöffnung dienen. Das Lenkungsteuerventil
210 ist im einzelnen in der US-PS 4,781,219 beschrieben, auf die hiermit bezüglich
der Offenbarung Bezug genommen wird.
[0022] Die Lenkungsanordnung 200 ist ferner mit einer wahlweise verfügbaren, zusätzlichen
Lenkungspumpe 250 ausgestattet, welche über eine Hydraulikleitung 252 Hydraulikflüssigkeit
aus der Sammelbehälterrücklaufleitung 150 zieht und die Hydraulikflüssigkeit zu der
hydraulischen Versorgungsleitung 202 über die Hydraulikleitung 254 leitet. Die zusätzliche
Pumpe 250 ist elektrisch angetrieben und liefert ersatzweise hydraulischen Druck,
wenn die Pumpe 100 nicht arbeitet. Das Ventil 256 für die zusätzliche Lenkungspumpe
250 dient dazu, die Pumpe 250 in Gang zu setzen. Das Steuerventil 256 umfaßt einen
hydraulisch im Gleichgewicht gehaltenen, federvorgespannten Kolben 258, welcher zwischen
der Fühlleitung 125 und der Versorgungsleitung 202 hydraulisch abgeglichen ist, Eine
hydraulische Fühlleitung 260 des Steuerventils 256 ist flüssigkeitsmäßig mit einer
Stelle der Versorgungsleitung 202 verbunden,welche stromaufwärts eines Rückschlagventils
264 liegt. Eine hydraulische Fühlleitung 261 da Steuerventils 256 ist flüssigkeitsmäßig
mit der Fühlleitung 125 verbunden. Der Ventilkolben 258 ist mit einem elektrischen
Schalter 270 gekoppelt, welcher im geschlossenen Zustand die elektrische Pumpe 250
in Gang setzt. Der Schalter 270 ist dann geschlossen, wenn der Hydraulikdruck in der
Fühlleitung 125 den Hydraulikdruck in der Leitung 260 übersteigt beziehungsweise mit
diesem gleich ist, wodurch angezeigt wird, daß die Pumpe 100 ausgefallen ist,
Mechanisch-hydraulische Druckdämpfungsvorrichtung:
[0023] Hydraulisch ist zwischen die Lenkzylinder 220L und 220R eine mechanische Dämpfungsvorrchtung
600 angeordnet, welche Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist. Die Dämpfungsvorrichtung
600 dient dazu, hydraulische Druckspitzen, die während des Betriebs des Fahrzeuges
in den Lenkzylindern auftreten, zu absorbieran beziehungsweise zu dämpfen. Derartige
Druckspitzen können durch rasche Verstellung der Lenkung, Umkehr der Lenkrichtung,
und/oder externe Stöße auf das Lenksystem auftreten. Durch die Figuren 3a und 3b wird
eine Ausführungsart der Druckdämpfungsvorrichtung dargestellt.
[0024] Die erste Ausführungsart einer Dämpfungsvorrichtung 670, wie sie in Figur 3 dargestellt
ist, enthält einen Druckspeicher 672, welcher über ein Wechselrückschlagventil 674
hydraulisch zwischen der Versorgungsleitung 221 und der Rückführleitung 223 der Steuerzylinder
220L und 220R liegt.
[0025] Das Wechselrückschlagventil 674 enthält zwei Einlässe 676 und 678, welche hydraulisch
mit den Steuerzylindern 220L beziehungsweise 220R in Verbindung stehen. Das Ventil
674 enthält ferner einen Auslaß 680, welcher hydraulisch mit dem hydraulischen Druckspeicher
672 verbunden ist.
[0026] Besteht keine Druckdifferenz zwischen den beiden Steuerzylindern 220L und 220R, so
kann sich die Kugel 682 des Wechselrückschlagventils 674 irgendwo innerhalb des Ventils
674 befinden, wie dies Figur 3a zeigt. Ist jedoch einer der Steuerzylinder einer Druckspitze
ausgesetzt, so wird eine Druckdifferenz zwischen den Steuerzylindern erzeugt, durch
die die Kugel 682 von der Seite des Steuerzylinders mit dem höheren Druck zu du Seite
des Steuerzylinders mit dem niedrigeren Druck verschoben wird. Liegt an dem Lenkzylinder
220L die hydraulische Druckspitze an, wie es in Figur 3b dargestellt ist, so übersteigt
der Druck in dem Lenkzylinder 220L den Druck in dem Lenkzylinder 220R, wodurch die
Kugel 682 von dem Lenkzylinder 220L weg und in Richtung des Lenkzylinders 220R bewegt
wird.
[0027] Wenn sich die Kugel 682 von dem Lenkzylinder 220L weg bewegt, verbindet das Wechselrückschlagventil
674 den Lenkzylinder 220L mit dem Druckspeicher 672. Hierbei wird die hydraulische
Druckspitze durch den Druckspeicher 672 absorbiert Die Kugel 682 verhindert einen
direkten Durchfluß zwischen den beiden Steuerzylindern. Nachdem sich die hydraulische
Druckspitze verflüchtigt hat oder abgebaut ist, treibt der Druckspeicher 672 Hydraulikflüssigkeit
zurück durch das Wechselrückschlagventil 674 zu dem Lenkzylinder 220L und stellt den
Lenkzylinder 220L wieder ins Gleichgewicht ein.
[0028] Die mechanische hydraulische Dämpfungsvorrichtung, wie sie hier beschrieben wurden,
stellt ein einfaches und wirkungsvolles Mittel zur Dämpfung hydraulischer Druckspitzen
bei Lenksystemen großer Fahrzeuge dar.
1. Hydraulisches Lenksystem, insbesondere für ein selbstfahrendes gelenkiges Arbeitsfahrzeug,
mit wenigstens zwei Lenkungshydraulikmotoren (220L, 220R), die über ein Lenkungsventil
(210) mit einer Hydraulikdruckquelle (100) in Verbindung stehen, wobei zwischen zwei
Hydraulikanschlüssen der Hydraulikmotoren (220L, 220R) eine mechanische Dämpfungsvorrichtung
(670) zum Ausgleich von hydraulischen Druckspitzen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämpfungsvorrichtung (670) ein Wechselrückschlagventil (674) und einen hydraulischen
Druckspeicher (671) enthält, wobei die beiden Einlaßanschlüsse (676, 678) des Wechselrückschlagventils
(674) mit den Hydraulikmotoren (220L, 220R) und der Auslaßanschluß (680) des Wechselrückschlagventils
(674) mit dem Druckspeicher (672) in Verbindung stehen.
2. Hydraulisches Lenksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikmotor
ein hydraulischer Lenkzylinder (220L, 220R) ist.
3. Selbstfahrendes Arbeitsfahrzeug mit einem hydraulischen Lenksystem nach einem der
Ansprüche 1 oder 2.
1. Hydraulic steering system, in particular for a self-propelling articulated working
vehicle, with at least two hydraulic steering motors (220L, 220R) in communication
with a hydraulic pressure source (100) via a steering valve (210), whereby a mechanical
damping device (670) for smoothing out hydraulic pressure peaks is arranged between
two hydraulic corrections of the hydraulic motors (220L, 220R) characterised in that
the damping device (670) comprises a changeover check valve (674) and a hgdraulic
pressure reservoir (672), the two inlet connections (676, 678) of the chargeover check
valve (674) being in communication with the hydraulic motors (220L, 220R) and the
outlet connection (680) of the changeover check valve (674) being in communication
with the pressure reservoir (672).
2. Hydraulic steering system according to claim 1, characterised in that the hydraulic
motor is a hydraulic steering cylinder (220L, 220R),
3. Self-propelling working vehicle with a hydraulic steering system according to one
of claims 1 or 2.
1. Système de direction hydraulique, notamment pour un engin de terrassement articulé
automoteur, avec au moins deux moteurs hydrauliques de direction (220L, 220R), qui
sont reliés à une source de pression hydraulique (100) par l'intermédiaire d'un distributeur
de direction (210), où un dispositif d'amortissement mécanique (670), destiné à compenser
des pointes de pression hydraulique, est disposé entre deux raccords hydrauliques
des moteurs hydrauliques (220L, 220R) caractérisé en ce que le dispositif d'amortissement
(670) contient un clapet antiretour double (674) et un accumulateur de pression hydraulique
(672), la deux raccords d'entrée (676, 678) du clapet antiretour double (674) étant
reliés aux moteurs hydrauliques (220L, 220R), et le raccord de sortie (680) du clapet
antiretour double (674) étant relié à l'accumulateur de pression (672).
2. Système de direction hydraulique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moteur hydraulique est un cylindre de direction hydraulique (220L, 220R).
3. Engin de terrassement automoteur doté d'un système de direction hydraulique selon
la revendication 1 ou 2.