| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 367 254 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.06.1995 Patentblatt 1995/25 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.11.1989 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: A45D 20/50 |
|
| (54) |
Heissluftlockenstabgerät
Hot air curling iron
Fer à friser à air chaud
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
03.11.1988 DE 3837297
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
09.05.1990 Patentblatt 1990/19 |
| (73) |
Patentinhaber: Wella Aktiengesellschaft |
|
64295 Darmstadt (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Seja, Frank
D-6100 Darmstadt (DE)
- Zang, Rupert, Dr.
D-8754 Grossostheim (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 168 099 DE-A- 2 825 099 DE-A- 3 121 848 DE-A- 3 529 267 US-A- 3 890 984
|
DE-A- 2 502 821 DE-A- 3 119 085 DE-A- 3 215 232 FR-A- 2 419 044
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Heißluftlockenstabgerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein derartiges Gerät ist aus der US-A-3,890,984 bekannt und dient zum Formen von
Haarlocken, wobei jeweils eine Haarsträhne motorisch auf den Lockenwickelkörper gewickelt
wird. Nach einer kurzen Behandlungsdauer der Locke mit aus dem Wickelkörper strömender
Warmluft wird der Lockenwickelkörper axial entriegelt und unter Ausübung von Zugkraft
der Locke aus dem eingewickelten Haar ausgerollt. Durch diesen Vorgang verliert die
gelegte Locke einen Teil ihrer Spannkraft, insbesondere wenn die Locke vor dem Ausrollen
des Wickelkörpers noch nicht mit dem Raumklima konditioniert ist.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Gerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 zu schaffen, das den oben genannten Nachteil nicht aufweist und eine einfache Handhabung
bei größter mechanischer Stabilität aufweist.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0005] Dadurch, daß der Lockenwickelkörper mit einziehbaren Zinken versehen ist, kann der
Lockenwickelkörper axial von der Haarlocke gezogen werden, wodurch diese in ihrer
ursprünglichen Form mit dem Raumklima konditionieren kann. Dadurch wird eine optimale
Spannkraft der Locke erzielt.
[0006] Ein besonders einfacher konstruktiver Aufbau eines Zinkeneinzugsmechanismus ist dadurch
gegeben, daß der Lockenwickelkörper an seinem freien Ende ein Betätigungselement für
den Zinkeneinzug aufweist. Je nach Zinkeneinzugsmechanismus kann das Betätigungselement
wahlweise axial oder radial betätigbar ausgebildet sein.
[0007] Eine vorteilhafte Zusatzfunktion ist dadurch gegeben, daß das Betätigungselement
als Abteilspitze ausgestaltet ist. Dadurch kann mit dem Gerät mittels der Abteilspitze
eine Strähne abgeteilt werden. Wahlweise kann die Abteilspitze zum Betätigen des Zinkeneinzugsmechanismus
axial oder radial betätigbar ausgebildet sein.
[0008] Eine besonders einfache Handhabung zum Auswechseln der Lockenwickelkörper ist dadurch
gegeben, daß die Kupplung als Rastkupplung oder Permanentmagnetkupplung vorgesehen
ist, wodurch gleichzeitig eine Rutschkupplung realisierbar ist, die eine zu hohe Drehmomentübertragung
verhindert.
[0009] Zum Ausgleich radialer Toleranzen zwischen dem Wellenzapfen und der Antriebskupplungsscheibe
ist diese mit einer Ausgleichseinrichtung versehen.
[0010] Für eine sehr große axiale Stabilität zwischen dem Lockenwickelkörper und dem Heißluftlockenstabgerät
ist vorgeshen, daß der Lockenwickelkörper einseitig axial mit einer Welle verbunden
ist und in Nähe des Lockenwickelkörpers mit einem Lager und mit einer Kupplung im
Bereich eines Wellenzapfens korrespondiert. Dadurch werden die quer zur Längsachse
des Lockenwickelkörpers angreifenden Kräfte auf das Lager verteilt.
[0011] Den Zapfen mit einem Permanentmagneten zu versehen hat den Vorteil, daß im anderen
Fall, die Antriebskupplungsscheibe innerhalb des Heißluftlockenstabgeräts mit einem
Permanentmagneten zu versehen den Nachteil hätte, daß versehentlich in das Gerät hineinfallende
magnetisierbare Teile nur noch sehr schwer aus dem Gerät entnehmbar wären und damit
die Funktionssicherheit des Geräts beeinträchtigen würde.
[0012] Zur Versorgung des Wickelkörpers mit Heißluft ist der Lockenwickelkörper und die
Welle bis zwischen den beiden Lagern hohl ausgebildet und weist zwischen dem Lager
und dem Wellenzapfen gleichmäßig radial verteilte Heißluftdurchtrittslöcher auf, durch
die die Heißluft entlang der Hohlwelle bis zum Lockenwickelkörper geführt wird und
da von innen her nach außen treten kann. Um beim Herausnehmen bzw. beim Auswechseln
der Lockenwickelkörper bei laufendem Gerät nicht einen Heißluftstau innerhalb des
Geräts zu verursachen, ist das Lager mit einem größeren Durchmesser versehen als der
Durchmesser des Wellenzapfens. Dadurch kann beim Ein- oder Ausführen der Welle gestaute
Heißluft zwischen dem Wellenzapfen und dem Lager ungehindert durchströmen.
[0013] Die Auswechselmöglichkeit des Lockenwickelkörpers hat zudem auch den Vorteil, daß
dieser separat durch leichte Handhabung gereinigt, desinfiziert oder auch gegen einen
defekten ausgetauscht werden kann.
[0014] Die Erfindung wird anhand von 3 Figuren näher beschrieben.
[0015] Es zeigt:
- Fig. 1
- einen teilweisen Schnitt durch ein Heißluftlockenstabgerät mit einer Magnetkupplung;
- Fig. 2
- in einem Ausschnitt eine Rastkupplung;
- Fig. 3
- in einer Draufsicht ein Lockenwickelkörper;
- Fig. 4
- einen Lockenwickelkörper gemäß der Fig.3 jedoch mit einem größeren Wickelkörperdurchmesser
und einer Abteilspitze.
[0016] Eine Schnittdarstellung durch das erfindungsgemäße Heißluftlockenstabgerät 1 ist
in der Fig. 1 dargestellt. Der motorangetriebene Lockenwickelkörper 2 ist nur teilweise
dargestellt. Ebenso ist der Zinkeneinzugsmechanismus fortgelassen, da ein solcher
bereits in der DE-29 44 050 A1 bekannt ist und erfindungsgemäß verwendet werden kann.
Der Lockenwickelkörper 2 weist an seinem freien Ende ein hier nicht dargestelltes
Betätigungselement für den Einzug der Zinken 3 auf. Der Lockenwickelkörper 2 ist mit
dem Gerät 1 axial lösbar mittels einer Kupplung 4 verbunden, wodurch der Lockenwickelkörper
2 in Rotationen versetzt werden kann. Als Kupplung 4 kann wahlweise eine Rastkupplung
oder auch eine Permanentmagnetkupplung 5 vorgesehen werden. Die Magnetkupplung 5 besteht
lockenwickelkörperseitig aus einem Wellenzapfen mit einem eingelassenen Permanentmagneten
6 und einer magnetisierbaren Kupplungsantriebsscheibe 7, die wegen einer Zentrierfunktion
leicht hohlglockenförmig ausgebildet ist. Die Kupplung 5 wird mittels eines Motors
8 und eines Getriebes 9 angetrieben. Eine hier nicht dargestellte Heißlufteinrichtung
erzeugt bei Betrieb des Geräts Heißluft 10, wie durch die Pfeile 11 und 12 dargestellt.
Die bei den Pfeilen 11, 12 eingeblasene Kaltluft wird durch die elektrische Heizwendel
13 erhitzt und strömt durch Öffnungen 14 und 18 in eine Hohlwelle 15, die zwischen
den beiden Lagern 16, 17 radial gleichmäßig verteilt angeordnete Längslöcher 18 aufweist,
wodurch die Heißluft das Innere des hohlen Lockenwickelkörpers 2 erreichen kann und
durch Öffnungen 19 heraustreten kann, sowohl bei den freien Öffnungen 19 wie auch
bei den mit einem Zinken 3 belegten Öffnungen 19. Bei diesem Vorgang wird auch der
zylindrische Teil des Lockenwickelkörpers 2 erwärmt (und mit ihm die darauf aufgewickelte
Haarsträhne).
[0017] Das erste Lager 16 weist einen größeren Durchmesser X auf als der Wellenzapfen 21
mit einem Durchmesser Y.
[0018] Die Kupplung 4, 5 ist mit einer Radialspielausgleichseinrichtung 20 versehen, wodurch
größere Bautoleranzen zwischen den Achsen des Getriebes 9 und Kupplungsantriebsscheibe
7 ausgeglichen werden können. Hierzu ist die Kupplungsantriebsscheibe 7 quer zu einer
Antriebswelle 25 mit einem festen Mitnahmestift 26 versehen, der mit etwas Spiel quer
durch eine Bohrung 27 der Antriebswelle 75 verläuft. Zum Herausnehmen des Lockenwickelkörpers
2 zwecks Reinigung oder Auswechselns kann dieser leicht durch eine leichte Axialkraft
von der Kupplung 4, 5 getrennt und aus dem Gerät herausgenommen werden.
[0019] In der Fig. 2 ist in einem Ausschnitt eine entsprechende Rastkupplung 5' dargestellt.
[0020] In der Fig. 3 ist in einer Seitenansicht der vollständige Lockenwickelkörper 2 mit
der Welle 24 dargestellt. Zum manuellen Einziehen der Zinken 3 weist der Lockenwickelkörper
2 ein Betätigungselement 22 auf, das mit einem hier nicht dargestellten Zinkeneinzugsmechanismus
derart zusammenwirkt, daß durch vorzugsweise axiales Verschieben des Betätigungselements
22 die Zinken 3 eingezogen werden können.
[0021] Der Lockenwickelkörper 2' gemäß der Fig. 4 unterscheidet sich vom Lockenwickelkörper
2 nach der Fig. 3 dadurch, daß dieser einen größeren Wickelkörperdurchmesser aufweist
und daß das Betätigungselement 22' zusätzlich mit einer Abteilspitze versehen ist.
In dieser Funktion eignet sich die Abteilspitze 23 besonders für eine axiale Betätigung
zum Einziehen der Zinken 3.
1. Heißluftlockenstabgerät (1) mit einem mit radial angeordneten Zinken (3) versehenen
und mit einem Motor antreibbaren Lockenwickelkörper (2, 2'), der mit dem Gerät (1)
axial lösbar mit einer mit Heißluft (10) durchströmbaren Welle (24) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lockenwickelkörper (2, 2') mit einziehbaren Zinken (3) versehen ist und an
seinem freien Ende ein Betätigungselement (22, 22') für einen Zinkeneinzug aufweist,
daß der Lockenwickelkörper (2, 2') einseitig mit der Welle (24) fest verbunden ist
und mit einem Lager (16) und mit einer Kupplung (4, 5) im Bereich eines Wellenzapfens
(21) korrespondiert, wobei die Welle (24) bis zwischen dem Lager (16) und dem Wellenzapfen
(21) hohl ausgebildet ist und zwischen Lager (16) und Wellenzapfen (21) gleichmäßig
radial verteilte Heißluftdurchtrittslöcher (18) aufweist, und daß das Lager (16) einen
größeren Durchmesser aufweist als der Wellenzapfen (21), und daß der Abschnitt der
Welle (24) im Bereich der Löcher (18) einen geringeren Durchmesser aufweist als der
Durchmesser des Wellenzapfens (21).
2. Heißluftlockenstabgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (22, 22') als Anteilspitze (23) ausgestaltet ist.
3. Heißluftlockenstabgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kupplung (4) eine Rastkupplung (5') vorgesehen ist.
4. Heißluftlockenstabgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kupplung (4, 5) eine Permanentmagnetkupplung (5) vorgesehen ist.
5. Heißluftlockenstabgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (4, 5) mit einer Radialspielausgleichseinrichtung (20) versehen
ist.
6. Heißluftlockenstabgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (21) mit einem Permanentmagneten (6) versehen ist.
7. Heißluftlockenstabgerät nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lockenwickelkörper (2, 2') verschiedene Wickeldurchmesser aufweisen.
1. A hot air hair curling tong appliance (1) comprising a hair curling body (2, 2') provided
with radially arranged tines (3) and operable by a motor, which is axially-detachably
connected to the appliance (1) by a shaft (24) through which hot air (10) may flow,
characterized in that the hair curling body (2, 2') is provided with retractable tines
(3) and at its free end has an operating element (22, 22') for retracting the tines,
in that at one end the hair curling body (2, 2') is fixedly connected to the shaft
(24) and cooperates with a bearing (16) and with a coupling (4, 5) in the region of
a shaft journal (21), wherein the shaft (24) is designed so as to be hollow between
the bearing (16) and the shaft journal (21) and has hot air openings (18) evenly distributed
radially between the bearing (16) and shaft journal (21), and in that the bearing
(16) has a greater diameter than the shaft journal (21), and in that the portion of
the shaft (24) in the region of the openings (18) has a smaller diameter than the
diameter of the shaft journal (21).
2. A hot air curling tong appliance according to claim 1, characterized in that the operating
element (22, 22') is shaped as a parting tip (23).
3. A hot air curling tong appliance according to claim 1, characterized in that a detent
coupling (5') is provided as coupling (4).
4. A hot air hair curling tong appliance according to claim 1, characterized in that
a permanent magnet coupling (5) is provided as coupling (4, 5).
5. A hot air hair curling tong appliance according to claim 1, characterized in that
the coupling (4, 5) is provided with a radial play compensating device (20).
6. A hot air hair curling tong appliance according to claim 4, characterized in that
the journal (21) is provided with a permanent magnet (6).
7. A hot air hair curling tong appliance according to at least one of the preceding claims,
characterized in that the hair curling bodies (2, 2') have different curling diameters.
1. Appareil à boucler à air chaud (1) comportant un corps de formation de boucle (2,
2') pourvu de dents (3) disposées radialement et entraîné par un moteur, qui est relié
à l'appareil (1) de manière axialement amovible par un arbre (24) traversé par de
l'air chaud (10), caractérisé en ce que le corps (2, 2') est pourvu de dents (3) rétractables
et comporte, à son extrémité libre, un élément d'actionnement (22, 22') pour rétracter
les dents, en ce que le corps (2, 2') est solidaire, d'un côté, de l'arbre (24) et
s'adapte dans un palier (16) et un avec accouplement (4, 5) dans la zone d'un tourillon
(21), l'arbre (24) étant creux jusqu'entre le palier (16) et le tourillon (21) et
comportant des orifices de passage d'air chaud (18), uniformément répartis radialement
entre le palier (16) et le tourillon (21), et en ce que le palier (16) présente un
plus grand diamètre que le tourillon (21) et en ce que la portion de l'arbre (24)
située dans la zone des orifices (18), présente un plus petit diamètre que celui du
tourillon (21).
2. Appareil à boucler à air chaud selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément
d'actionnement (22, 22') a la forme d'une pointe de séparation.
3. Appareil à boucler à air chaud selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est
prévu comme accouplement (4) un accouplement à encliquetage (5').
4. Appareil à boucler à air chaud selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est
prévu comme accouplement (4, 5) un accouplement magnétique permanent (5).
5. Appareil à boucler à air chaud selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'accouplement
(4, 5) est pourvu d'un dispositif de compensation de jeu radial (20).
6. Appareil à boucler à air chaud selon la revendication 4, caractérisé en ce que le
tourillon (21) est pourvu d'un aimant permanent (6).
7. Appareil à boucler à air chaud selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le corps de bouclage (2, 2') présente différents diamètres d'enroulement.

