| (19) |
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(11) |
EP 0 370 234 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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17.07.1996 Patentblatt 1996/29 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.09.1993 Patentblatt 1993/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.10.1989 |
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| (54) |
Kühlerstutzen mit Verschlussdeckel
Radiator filling neck with a closure cap
Gorge de remplissage de radiateur avec bouchon
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
23.11.1988 DE 8814599 U 16.02.1989 DE 8901826 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.05.1990 Patentblatt 1990/22 |
| (73) |
Patentinhaber: Reutter Metallwarenfabrik GmbH |
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D-71306 Waiblingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Reutter, Heiner
D-7050 Waiblingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmid, Berthold, Dipl.-Ing. et al |
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Kohler Schmid + Partner
Patentanwälte
Ruppmannstrasse 27 D-70565 Stuttgart D-70565 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 500 852 DE-U- 8 136 984 US-A- 1 738 893 US-A- 3 216 608
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DE-A- 3 505 136 FR-A- 2 258 315 US-A- 1 896 272 US-A- 4 196 822
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Kühlerstutzen mit einem Verschlußdeckel gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1, der einen unveröffentlichten, internen Stand der
Technik der Anmelderin entspricht.
[0002] Über eine radiale Austrittsöffnung des Stutzens zwischen den zwei Dichtringen tritt
bei geöffnetem Überdruckventil Kühlflüssigkeit und/oder Dampf aus. Wenn man an dem
Verschlußdeckel das komplette Überdruckventil, also dessen Verschlußorgan und dessen
Ventilsitz, anbringt, so ist, was die Funktionsfähigkeit dieses Verschlußdeckels angeht,
das Anbringen eines Ventilsitzes am Kühlerstutzen nicht notwendig. Dasselbe gilt für
das Unterdruckventil. Infolgedessen kann man sowohl das Überdruckventil als auch das
Unterdruckventil werkseits komplett am Verschlußdeckel montieren, überprüfen und,
soweit notwendig, justieren. Damit bei aufgesetztem Verschlußdeckel die Kühlflüssigkeit
oder daraus gebildeter Dampf nicht am Verschlußdeckel vorbei zwischen diesem und dem
Kühlerstutzen austreten kann, muß der Verschlußdeckel gegenüber dem Kühlerstutzen
an geeigneter Stelle abgedichtet werden. Andererseits ist aber bei geöffnetem Überdruckventil
eine hydraulische Verbindung nach außen hin notwenig, damit das unter Überdruck stehende
Kühlmittel aus dem Stutzen austreten kann. Aus diesem Grunde muß die bezüglich des
freien Kühlerstutzenendes innere Dichtung so angeordnet sein, daß die unter Überdruck
stehende Kühlerflüssigkeit grundsätzlich nur durch das Überdruckventil abströmen kann.
Andererseits muß man aber sicherstellen, daß das unter Überdruck abströmende Kühlmedium
nur über die Austrittsöffnung des Kühlerstutzens und nicht etwa auf anderem Wege aus
dem Kühlerstutzen auftreten kann. Das macht die Anbringung eines zweiten Dichtringes
notwendig, wobei die Austrittsöffnung des Kühlerstutzens für das unter Überdruck abströmende
Kühlmedium zwischen diesen beiden Dichtungen liegt. Die zweite Dichtung kann beispielsweise
am freien Kühlerstutzenende anliegen, wobei sie der Innenfläche einer Verschlußkappe
des Verschlußdeckels zugeordnet ist. In diesem Falle handelt es sich um eine Flachdichtung.
Die innere Dichtung ist bei einer derartigen Konstruktion ein am Verschlußdeckel gehaltener
O-Ring. Anstelle der erwähnten Flachdichtung kann man am Verschlußdeckel noch einen
zweiten O-Ring anbringen. Theoretisch ist sogar denkbar, daß man zusätzlich zu diesen
beiden O-Ringen noch die erwähnte Flachdichtung vorsieht. Zumindest im Normalfalle
kommt letzterer aber hinsichtlich einer einwandfreien Abdichtung keine Bedeutung zu.
Sie wird allenfalls dann wirksam, wenn die mittlere dieser drei Dichtungen versagt.
[0003] Der Verschlußdeckel gemäß diesem internen Stand der Technik ist auf dem Kühlerstutzen
mittels einer Gewindeverbindung festgehalten, wobei er einen mit einem Bolzengewinde
versehenen zylindrischen Ansatz aufweist, während der Kühlerstutzen mit einem entsprechenen
Muttergewinde ausgestattet ist. Der oder die O-Ringe liegen bezüglich dieses Gewindes
weiter innen im Stutzen.
[0004] Aus der US-A-3 216 608 ist es auch bereits bekannt, einen Verschlußdeckel an einem
Kühlerstutzen mittels eines Bajonettgewindes, welches eine Hub-Gegenkurve und eine
Vorraststellung aufweist, zu halten. Es befindet sich dabei am Verschlußdeckel kein
vollständiges Überdruckventil, sondern nur der Ventilteller des letzteren. Der zugehörige
Ventilsitz ist am metallenen Kühlerstutzen angebracht, vorzugsweise angeformt. Eine
genaue Voreinstellung des Überdruckventils ist hierbei praktisch nicht möglich, weil
der Verschlußdeckel normalerweise separat vom Kühlerstutzen geliefert wird und deshalb
nicht von vornherein feststeht, mit welchem Kühlerstutzen ein bestimmter Verschlußdeckel
verwendet wird. Bei dieser Konstruktion kann es durchaus zu einem unglücklichen Zusammentreffen
der Toleranzen kommen.
[0005] Ferner ist die radiale Austrittsöffnung nicht am Kühlerstutzen, sondern am Verschlußdeckel
vogesehen.
[0006] Bei modernen Automobilmotoren wird mit höheren Drücken und Temperaturen des Kühlmediums
gearbeitet. Das macht eine engere Toleranz für die Ansprechdrücke notwendig. Diese
enge Toleranz kann nur bei vollständig am Verschlußdeckel befindlichem Überdruck-
und Unterdruckventil gewährleistet werden. Andererseits gibt es aber bislang noch
keine Möglichkeit, einen derartigen Verschlußdeckel mittels eines Bajonettverschlusses
am Kühlerstutzen zu halten.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht infolgedessen darin, einen Kühlerstutzen mit Verschlußdeckel
der eingangs beschriebenen Art so weiterzubilden, daß dar Verschlußdeckel trotz Beibehaltung
eines darin integrierten kompletten Überdruck- und Unterdruckventils am Stutzen befestigt
und dabei auf eine Schraubverbindung von Kühlerstutzen und Verschlußdeckel verzichtet
werden kann.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Kühlerstutzen
mit Verschlußdeckel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechend dem kennzeichnenden
Teil dieses Anspruchs ausgebildet ist. Wie bereits erläutert, ist von den zwei oder
gar drei Dichtringen zumindest der innere ein O-Ring. Dieser liegt an der zugeordneten
Kühlerstutzenwandung mit radialer Pressung an, die insbesondere bei unter Druck stehendem
Kühlersystem sehr stark ist. Infolgedessen kann dieser Verschlußdeckel bei Überdruck
und selbst nach Ablassen des Überdrucks nur mit einem entsprechendem Kraftaufwand
angehoben bzw. vom Kühlerstutzen abgenommen werden. Bei der bekannten Gewindeverbindung
wird diese Axialkraft beim Herausschrauben des Verschlußdekkels aufgebracht. Bei einem
Bajonettverschluß herkömmlicher Art tritt eine dementsprechende Axialkraft nicht auf.
Sie muß vielmehr durch entsprechend starkes Ziehen am Verschlußdeckel aufgebracht
werden. Dieses kann mit einem entsprechenden Verkanten verbunden sein und zur Beschädigung
des O-Rings führen.
[0009] Die Verwendung eines Bajonettverschlusses ist nun dadurch möglich, daß sich am Stutzen
erfindungsgemäß auch eine Hub-Gegenkurve befindet, welche im Zusammenwirken mit dem
Gegennocken jeweils eine Hubvorrichtung für den Verschlußdeckel bildet, welche bei
der Öffnung-Drehbewegung den Verschlußdeckel so weit nach außen drückt, bis der innere
O-Ring von seiner Wandung freigekommen ist bzw. bei konischer Wandung die Anpressung
daran überwunden ist. Andererseits hat aber ein Bajonettverschluß gegenüber einem
Drehverschluß den Vorteil, daß man die Schließ-Drehendstellung aufgrund der vorhandenen
Drehanschläge sicher findet, was bei einem aufschraubbaren Verschlußdeckel nicht mit
Sicherheit gewährleistet ist. Insbesondere Benutzer mit etwas geringerer Kraft oder
ängstliche Benutzer, welche den Verschlußdeckel nicht beschädigen wollen, oder auch
etwas sorglose Benutzer, welche gar nicht darauf achten, daß der Verschlußdeckel vollständig
aufgedreht ist, befestigen den Schraub-Verschlußdeckel, zumindest gelegentlich, nicht
fest genug, und dies führt dann bei einer Abdichtung zwischen Kühlerstutzen und Verschlußdeckel
am freien Stutzenende mittels einer Flachdichtung dazu, daß im Kühlersystem kein ausreichender
Druck zustande kommt. Außerdem kann dann an dieser Stelle das Kühlwasser unerwünschterweise
austreten.
[0010] Beim erfindungsgemäßen Kühlerstutzen mit Verschlußdeckel kann derartiges nicht passieren,
weil des Bajonett, wie gesagt, das Auffinden der Schließ-Drehendstellung dem Benutzer
deutlich signalisiert. Im übrigen hat diese Ausführung den Vorteil, daß man nicht
an bestimmte Materialien für Kühlerstutzen und Verschlußdeckel gebunden ist Dies gilt
natürlich nicht hinsichtlich der Festigkeit, der Korrosionsbeständigkeit und der Temperaturverträglichkeit.
[0011] Wann und in welchem Maße beim Öffnen des Bajonettverschlusses die Hub-Gegenkurve
im Sinne einer Hubwirkung des Verschlußdeckels wirksam wird, hängt von der Formgebung
der Hub-Gegenkurve, d.h. deren jeweilige Neigung bezüglich einer zur Kühlerstutzenachse
senkrechten Ebene ab.
[0012] Wenn man den Bajonettnocken mit dem Gegennocken, ausgehend vom Drehanschlag, entlang
dem ersten etwa ebenen Teilstück der Hub-Gegenkurve bewegt und zumindest in diesem
Bereich die Bajonettkurve ansteigt, so kann sich aufgrund der Haltewirkung des O-Rings
oder der O-Ringe der Bajonettnocken von der Bajonettkurve in axialer Richtung um den
Betrag der Bajonettkurvensteigung und den entsprechenden Drehwinkel etwas entfernen.
Über den inneren Hubabschnitt der Hub-Gegenkurve erreicht man aber schließlich ein
Hochheben des Gegennockens und des Bajonettnockens und damit des gesamten Verschlußdeckels
in Hub-Öffnungsrichtung. Der innere Hubabschnitt ist nun so dimensioniert, daß er
den Verschlußdeckel so weit anhebt, bis der erste innere O-Ring von seiner Wandung
freikommt. Infolgedessen kann sich der Überdruck im Kühlersystem im Sinne eines Bypasses
am Verschlußdeckel vorbei nach außen hin abbauen. Dies entspricht der bekannten Vorraststellung.
[0013] Nach einer weiteren Drehbewegung erreicht der Gegennocken schließlich den äußeren
Hubabschnitt der Hub-Gegenkurve. Spätestens an deren äußerem Ende ist dann ein gegebenenfalls
vorhandener zweiter O-Ring von der Zylinderwandung zumindest so weit freigekommen,
daß der Deckel ohne besonderen Kraftaufwand abgezogen werden kann.
[0014] Eine Ausgestaltung der Erfindung ist gemäß Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß
jede Bajonettkurve und jede zugehörige Hub-Gegenkurve eine in Umfangrichtung des Stutzens
verlaufende Außennut bilden, die in radialer Richtung des Stutzens nach außen hin
offen ist und am freien Stutzenende axial nach außen mündet, wobei die Breite dieser
Mündung, in Umfangsrichtung gesehen, mindestens der Länge von Bajonettnocken und Gegennocken
entspricht. Über diese Mündung wird der Bajonettnocken mit dem Hub-Gegennocken beim
Aufsetzen des Verschlußdeckels in die Außennut eingeschoben, wobei sich dann an diese
Axialbewegung die Drehbewegung anschließt, wenn der Verschlußdeckel am Stutzen befestigt
werden soll. Das Abnehmen erfolgt in umgekehrtem Sinne. Im übrigen umfaßt der Bajonettnocken
den die Bajonettkurve aufweisenden Stutzenteil in genau gleicher Weise, wie man dies
von den herkömmlichen, aus Blech gefertigten Kühlerverschlußdeckeln her kennt, von
oben her sowie von außen nach innen bezogen auf die erwähnte Außennut des Kühlerstutzens.
[0015] Eine weitere Variante der Erfindung kennzeichnet sich durch die Merkmale des Anspruchs
3.
[0016] Weitere wichtige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen.
[0017] Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt verschiedene
Ausführungsbeispiele der Erfindung. Hierbei stellen dar:
- Fig. 1
- Das freie Ende eines Kühlerstutzens mit einem im Abstand davon befindlichen und damit
verbindbaren Verschlußdeckel in der Seitenansicht,
- Fig. 2
- in vergrößerter Darstellung einen Vertikalschnitt einer anderen Ausführungsform des
Verschlußdeckels,
- Fig. 3
- in einer halbschnittartigen Darstellung, wobei die linke Hälfte zur besseren Darstellung
der Erfindung in die Bildebene hineingedreht ist, wiederum in vergrößertem Maßstab,
einen an einem Behälter angeformten Kühlerstutzen mit aufgesetztem Verschlußdeckel
in der Schließ-Endstellung,
- Fig. 4
- in vergleichbarer Darstellung dieselbe Ausführung in der sogenannten Vorraststellung,
- Fig. 5
- eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung einer weiteren Variante der Erfindung,
- Fig. 6
- eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung der Fig. 7,
- Fig. 7
- eine Abwicklung eines Teils des Kühlerstutzens im Bereich der Außennut bei einer weiteren
Variante der Erfindung,
- Fig. 8
- einen Ausschnitt eines zur Fig. 7 gehörenden Verschlußdeckels im Bereich seines Bajonettnockens.
[0018] Der Verschlußdeckel 1 und der Kühlerstutzen 2 werden mittels eines Bajonettverschlusses
miteinander verbunden. Dabei wird der Verschlußdeckel 1 in Aufsetzrichtung 3 so weit
auf den Kühlerstutzen 2 aufgesetzt, bis die Bajonettnocken 4 unterhalb der Anfangskante
der jeweils zugeordneten Bajonett-Kurve 5 liegen, so daß anschließend ein Drehen in
Pfeilrichtung 6, also in Schließ-Drehrichtung möglich ist. Dabei gleitet dann in bekannter
Weise jeder Bajonettnocken 4 entlang der nach unten hin absteigenden Bajonettkurve
5, was zu einer der Drehbewegung überlagerten Absenkbewegung des Verschlußdeckels
1 führt. Letzterer trägt beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 an seinem in Aufsetzrichtung
3 vorderen Ende einen als O-Ring ausgebildeten Dichtring 7. Er liegt, wie beispielsweise
Fig. 5 entnommen werden kann, zumindest bei vollständig geschlossenem Bajonett an
einer zylindrischen Innenfläche 8 an, und dichtet somit an dieser Stelle den Spaltraum
9 zwischen Verschlußdeckel 1 und Kühlerstutzen 2 ab.
[0019] Jede der beiden Bajonettkurven 5 der Ausführungsbeispiele verläuft gemäß beispielsweise
Fig. 1 beim Eindrehen des Verschlußdeckels zunächst etwa in einer senkrechten Ebene
zur geometrischen Achse 10 des Kühlerstutzens 2 oder allenfalls leicht geneigt hierzu.
Daran schließt sich dann das geneigte bzw. steilere Teilstück an, welches das Hineinziehen
des Verschlußdeckels 1 in Pfeilrichtung 3 bewirkt. Am Übergang dieser beiden Kurven-Teilstücke
ist die sogenannte Vorraststellung erreicht (Fig. 4). Dabei liegt der innere Dichtring,
welcher im Falle von zwei O-Ringen einen ersten inneren O-Ring 7 bildet an der Zylinder-Innenfläche
8 noch nicht an. Infolgedessen ist eine Strömungsverbindung zwischen dem Kühlerinnern
und der Außenatmosphäre oder einem Abflußrohr 11 über eine radiale Austrittsöffnung
12 des Kühlerstutzens 2 noch offen. Die Kühlerstutzeninnenwand ist im Bereich des
Verschlußdeckels 1 konisch oder absatzartig (Fig. 4) reduziert. Der Übergang erfolgt
z. B. über einen Zwischenkonus 13. Der Durchmesser des weiteren Bohrungsteils 14 ist
so gewählt, daß der erste, innere O-Ring 7 daran nicht anliegen kann. Ausgehend von
der geschlossenen Stellung des Verschlußdeckels 1 (z.B. Fig. 3) kann sich nach einer
Teildrehung bis in die Vorraststellung (Fig. 4) der Überdruck im Innern des Kühlersystems
über die radiale Austrittsöffnung 12 abbauen. Nach dem Druckabbau wird der Verschlußdeckel
entgegen dem Pfeil 6 vollständig geöffnet und dann entgegen dem Pfeil 3 vom Kühlerstutzen
2 abgehoben. Im übrigen erfolgt das Zudrehen in Pfeilrichtung 6 bis zum Anliegen der
in Schließ-Drehrichtung vorderen Kante 15 des Bajonettnockens 4 am zugeordneten Dreh-Endanschlag
16 des Kühlerstutzens 2. Beim Ausführungsbeispiel nach den Fign. 5 und 6 ist zusätzlich
zum ersten O-Ring 7 noch ein zweiter O-Ring 17 vorgesehen. Er liegt bereits beim Aufstecken
des Verschlußdekkels 1 auf das obere Ende des Kühlerstutzens 2 an dem im Durchmesser
weiteren Bohrungsteil 14 des Kühlerstutzens 2 an. Infolgedessen kann in der Vorraststellung
(Fig. 6) der Dampf nicht über die Mündungsöffnung des Kühlerstutzens 2 im Sinne des
Pfeils 18 abströmen. Im übrigen ist beim Ausführungsbeispiel nach den Fign. 5 und
6 noch ein dritter Dichtring 19 vorgesehen, der in bekannter Weise als Flachdrichtring
ausgebildet ist und auf der wulstartigen Mündung des Kühlerstutzens 2 bei vollständig
geschlossenen Bajonetten aufliegt bzw. daran dichtend angepreßt wird. In der Vorraststellung
ist diese Dichtung selbstverständlich entlastet bzw. von der Mündungsöffnung abgehoben.
An dieser Stelle wird noch darauf hingewiesen, daß man an Stelle der absatzartig erweiterten
Bohrung des Kühlerstutzens 2 auch eine sich von außen nach innen konisch verjüngende
vorsehen kann, wobei dann der Konus so gewählt werden muß, daß im Falle von zwei O-Ringen
der zweite O-Ring 17 auch in der Vorraststellung an der Kühlerstutzenwandung 2 dichtend
anliegt. Die O-Ring-Nuten sind mit 21 und 22 bezeichnet.
[0020] Das Besondere der erfindungsgemäßen Kombination von Verschlußdeckel 1 und Kühlerstutzen
2 besteht darin, daß sich gegenüberliegend von jeder Bajonettkurve 5 eine Hub-Gegenkurve
23 befindet. Beide zusammen bilden aufgrund ihres axialen Abstands eine in Umfangsrichtung
des Stutzens verlaufende Außennut 24. In Fig. 1 ist der Nutgrund zu sehen. Außerdem
mündet jede Außennut am freien Kühlerstutzenende, wobei die Nutmündung in Fig. 1 mit
25 bezeichnet ist. Ihre Länge in Umfangsrichtung gemessen entspricht der Länge des
Bajonettnockens 4.
[0021] Jeder Bajonettnocken 4 ist mit einem Gegennocken 26, insbesondere unmittelbar, verbunden
oder im Falle der Kunststoffertigung einstückig hergestellt. Dabei wird dann der Gegennocken
26 durch die in Aufsetzrichtung 3 des Verschlußdekkels 1 weisende Fläche oder Kante
des zugeordneten Bajonettnockens 4 gebildet. In Schließ-Drehrichtung 6 gesehen fällt
dieser Gegennocken 26 nach hinten hin ab, wie Fig. 1 der Zeichnung verdeutlicht. Dadurch
entsteht an dieser Stelle eine Aufgleitschräge 27 der beim Öffnen des Verschlußdeckels
1 in der nachstehend erläuterten Weise Bedeutung zukommt. Die Höhe von Bajonettnokken
4 und Gegennocken 26 zusammen ist in axialer Richtung gemessen so gewählt, daß beide
zusammen nicht höher sind als die Breite der Außennut 24 in axialer Richtung gemessen
an der engsten Stelle, wobei allerdings der Bajonetteingriff am Anfang der Schließ-Drehbewegung
außer Betracht gelassen ist.
[0022] Beispielsweise aus Fig. 1 erkennt man, daß ausgehend vom gemeinsamen Dreh-Endanschlag
16 der Bajonettkurve 5 sowie der Hub-Gegenkurve 23 letztere zunächst mit einem etwa
ebenen Teilstück 28 beginnt. Daran schließt sich dann ein innerer Hubabschnitt 29
an, der in ein zweites ebenes Teilstück 30 übergehen kann. In Öffnungs-Drehrichtung
gesehen folgt als letzter Abschnitt ein äußerer Hubabschnitt 31. Letzterer kann sich
auch mit abnehmender Neigung unmittelbar bis an den inneren Hubabschnitt 29 erstrecken.
[0023] Nach dem Aufstecken des Verschlußdeckels 1 auf den Kühlerstutzen 2 wird jedes Bajonett
des Bajonettverschlusses in bekannter Weise geschlossen, wobei der Bajonettnocken
4 jeweils mit seiner zugeordneten Bajonettkurve 5 zusammenwirkt. Aufgrund der starken
Reibung zwischen dem oder den O-Ringen und der zugeordneten Wandung des Kühlerstutzens
2 würde der Verschlußdeckel 1 beim Öffnen der Bajonette in axialer Richtung gesehen
in seiner tiefsten Stellung bleiben. Die beim Aufstecken wirksamen Bajonettflächen
und Nokkenflächen sind nämlich nicht in der Lage, auf den Verschlußdeckel 1 eine ziehende
Wirkung entgegen dem Pfeil 3 auszuüben. Dies ist auch der Grund, weswegen man bislang
keinen Verschlußdeckel kennt, der mittels eines Bajonettverschlusses an einem Kühlerstutzen
gehalten und mittels O-Ringen gegen den Kühlerstutzen abgedichtet ist.
[0024] Erst durch die Schaffung einer gemäß der Erfindung ausgebildeten, speziellen Hubvorrichtung
für einen derartigen Verschlußdeckel kann man bei durch O-Ringe abgedichteten Verschlußdeckeln
auch einen Bajonettverschluß anwenden, der den Vorteil den Auffindens einer sicheren
Dreh-Endstellung bietet. Während einer ersten Dreh-Öffnungsstellung wird jeder Gegennocken
26 zunächst entlang dem ebenen oder etwa ebenen Teilstück 28 der Hub-Gegenkurve 23
bewegt. Dabei entfernt sich dann in axialer Richtung gesehen der Bajonettnocken 4
stetig vom in Dreh-Schließrichtung gesehen abfallenden Teil der inneren Bajonettkurve.
Der Verschlußdeckel 1 führt infolgedessen noch keine oder zumindest noch keine vollständige
Hub-Öffnungsbewegung durch. Erst im Zusammenwirken der Aufgleitschräge 27 mit dem
inneren Hubabschnitt 29 der Bajonettgegenkurve 23 erfolgt eine erste Teilanhebung
des Verschlußdeckels 1. Sie ist so gewählt, daß sie nicht über die bekannte Vorraststellung
hinausgeht. Nach dem Abbau des Überdrucks wird der Verschlußdeckel 1 entgegen dem
Pfeil 6 weitergedreht, wobei dann die Aufgleitschräge 27 mit dem äußeren Hubabschnitt
31 zusammenwirkt und dadurch den Verschlußdeckel 1 so weit hochhebt, daß er ohne,
zumindest ohne nennenswerte Krafteinwirkung, vom Kühlerstutzen 2 abgenommen werden
kann.
[0025] Es liegt also hier ein Zusammenwirken eines Bajonettverschlusses mit einem lediglich
in Dreh-Öffnungsrichtung wirkenden Drehverschluß zusammen, wobei gewissermaßen der
Bajonettverschluß die Abdichtung über den oder die O-Ringe bewirkt, während der Hub-Drehverschluß
diese Abdichtung in zwei Stufen wieder unwirksam macht. Die geraden und die schrägen
Kurventeile der Bajonettkurve und der Hub-Gegenkurve sind so dimensioniert und einander
zugeordnet, daß beim Wirksamwerden einer Schräge die gegenüberliegende Kurve die hieraus
resultierende Hubbewegung in Pfeilrichtung 3 bzw. in Gegenrichtung nicht behindern
kann.
[0026] Der Verschlußdeckel ist mit einem Zentrierzapfen 32 versehen, der im Bereich seines
freien Endes den ersten, inneren O-Ring 7 trägt und der zugleich das Gehäuse für ein
Überdruckventil bildet. Er besteht vorzugsweise aus Kunststoff, ebenso wie das Deckel-Oberteil
33 mit den angeformten Bajonettnocken 4 und Gegennocken 26. Beide sind, wie beispielsweise
Fig. 4 ausweist, über eine Zentrierung miteinander verbunden und in bekannter Weise
fest zusammengehalten. Jede O-Ring-Nut ist angeformt. Dasselbe gilt vorzugsweise auch
für den Ventilsitz 34 des Überdruckventils 35 sowie wenigstens eine abströmseitige
radiale Durchtrittsöffnung 36 der Ventilgehäusewandung, über welche bei geöffnetem
Überdruckventil das Medium in den Spaltraum 37 zwischen den Zentrierzapfen 32 bzw.
Ventilgehäuse und dem Kühlerstutzen übertreten kann. Von dort aus gelangt es in der
erläuterten Weise auch bei fest verschlossenem Kühlerdeckel 1 über die radiale Austrittsöffnung
12 des Kühlerstutzens 2 ins Freie.
[0027] Das Verschlußorgan des Überdruckventils 35 ist mit 38 bezeichnet (Fig. 4) und in
bekannter weise ausgebildet. Es ist mittels einer Schraubendruckfeder 39 federbelastet.
Zentrisch hierzu ist das Unterdruckventil 40 angeordnet. Dessen durch die Feder 41
belastetes Verschlußorgan 42 liegt beim Ausführungsbeispiel (Fig. 4) am gemeinsamen
Dichtring 43 an, welcher zugleich den Ventilsitz des Unterdruckventils 40 bildet.
Bei Überdruck wird in bekannter Weise das Verschlußorgan 38 des Überdruckventils 35
nach oben hin angehoben, während bei Unterdruck das Verschlußorgan 42 des Unterdruckventils
40 nach unten verschoben wird und zwar jeweils gegen den Widerstand der Belastungsfeder
39 bzw. 41.
[0028] Das die Hub-Gegenkurven 23 aufweisende Teil 44 des Kühlerstutzens 2 befindet sich
bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung an einem Ausgleichsbehälter
45, zumindest aber an einem Oberteil eines solchen Ausgleichsbehälters. Bei modernen
Kühlersystem ist in bekannte Weise zusätzlich zum Kühler noch ein sogenannter Ausgleichsbehälter
vorhanden, welcher den Verschlußdeckel trägt und in den man sowohl das Kühlwasser
als auch Kühlwasserzusätze hineinschüttet.
[0029] Wie Fig. 3 zeigt, kann man nicht nur diesen Teil 44 mit den Hub-Gegenkurven 23, sondern
den gesamten Kühlerstutzen 2 einstückig mit dem Ausgleichsbehälter 45 oder einem Ausgleichsbehälter-Oberteil
herstellen. Demgegenüber kann der Kühlerstutzen auch zweiteilig ausgebildet sein und
während der innere Teil des Kühlerstutzens den Kühlerstutzenteil 44 mit den Hub-Gegnkurven
23 bildet, befinden sich die Bajonettkurven 5 an einem separat hergestellten äußeren
Kühlerstutzenteil 46 bzw. 47.
[0030] Bei allen vorstehend beschriebenen Ausführungsformen des Kühlerstutzens befindet
sich an dessen innerem Ende jeweils ein angeformter Ventilsitz 53 (Fig. 3). Diesem
kommt im Normalfalle keine Bedeutung zu. Sollte jedoch der Verschlußdeckel 1 verlorengehen
oder versagen, so kann man in einem derartigen Notfall jeden herkömmlichen, leicht
zu beschaffenden Verschlußdeckel der ein komplettes Unterdruckventil aufweist am Bajonett
des Kühlerstutzens 2 befestigen. Er muß mit einem federbelasteten Ventilteller ausgestattet
sein, welcher dem Verschlußorgan 38 (Fig. 6) entspricht. Mit dem Ventilsitz 53 zusammen
entsteht dann ein bekanntes Überdruckventil. Damit kann dieser Kühlerstutzen 2 trotz
seiner speziellen Ausbildung in einem Notfalle wie ein herkömmlicher Kühlerstutzen
verwendet werden. Es wird auch ausdrücklich nochmals darauf hingewiesen, daß das innere
Teil 44 des Kühlerstutzens nicht notwendigerweise mit einem Ausgleichsbehälter verbunden
oder Bestandteil desselben sein muß, sondern daß es sich dabei auch um den rohrförmigen
Ansatz eines Kühler-Oberteils oder Kühler-Wasserkastens handeln kann. Aus fertigungstechnischen
und auch aus Kostengründen ist es allerdings vorteilhaft, wenn nicht gar unerläßlich,
daß das innere Teil 44 des Stutzens 2 aus Kunststoff besteht, so wie auch der Kunststoffertigung
des ganzen Verschlußdeckels 1 (mit Ausnahme der Federn) der Vorzug gegeben wird. Für
den Ausgleichsbehälter verwendet man vorzugsweise Polypropylen, während man den Deckel
zweckmäßigerweise aus Polyamid herstellt, wobei eine hoch hitzebeständige Variante
verwendet werden muß und man zudem eine Glasfaserarmierung od. dgl. vorsehen kann.
[0031] Wenn im Falle zweier O-Ringe die beiden O-Ringe 7 und 17 (z. B. Fig. 5) fest an der
Kühlerstutzenwandung anliegen und man den Verschlußdekkel 1 öffnen will, so bedeutet
dies eine starke Belastung der beiden O-Ringe aufgrund dar Reibung in Dreh-Umfangsrichtung
gesehen. Um die beiden O-Ringe zu schonen, kann man in nicht näher dargestellter Weise
dem Teil des Verschlußdeckels 1, welcher die beiden O-Ringe 7 und 17 trägt, drehbar
am restlichen Teil des Verschlußdekkels 1, insbesondere an dessen die Bajonettnocken
4 tragenden Oberteil lagern.
[0032] In das Überdruckventil (35) tritt das unter Druck abströmende Medium über wenigstens
einen Durchbruch (44) am freien inneren Ende des Kühlerstutzens (2) ein.
[0033] Jeder Bajonettnocken und sein zugeordneter Gegennocken bilden ein entlang der Außennut
des Kühlerstutzens bewegbares Element, weswegen diese Außennut, in axialer Richtung
gemessen, an jeder Stelle mindestens so hoch sein muß, daß die Bewegung dieses Elements
beim Anbringen des Verschlußdeckels und beim Lösen nicht behindert wird. Andererseits
ist aber die Höhe an den einzelnen Abschnitten durchaus unterschiedlich, was aus ihrer
speziellen Formgebung und der gegenseitigen Zuordnung resultiert. Die Bajonettkurve
hat auch hier die sonst übliche Aufgabe, nämlich beim Schließen des Verschlußdeckels
diesen so gegen die Stutzenmündung (Pfeilrichtung 3 in Fig. 1) zu ziehen, daß eine
gegebenenfalls zwischen Stutzenmündung und einem Deckelrand befindliche Dichtung angepreßt
wird. Auch bei Verwendung von O-Ringen zur Abdichtung ist eine zumindest teilweise
schräg verlaufende Bajonettkurve notwendig, um die gewünschte Abdichtung zwischen
Verschlußdeckel und Kühlerstutzen zu bewirken.
[0034] Wie man der vorstehenden Zeichnungsbeschreibung und beispielsweise der Fig. 1 entnehmen
kann, muß die Bajonettkurve nicht über ihre gesamte Länge geneigt zur Stutzenmündung
bzw. einer zur Stutzenlängsachse senkrechten Ebene verlaufen, vielmehr reicht es aus,
wenn nur ein Teil davon eine solche Neigung aufweist. In Fig. 1 ist dies der letzte,
sich bis zum Dreh-Endanschlag 16 jeweils erstreckende Abschnitt. Der von der Nutmündung
25 zunächst erreichte Abschnitt der Bajonettkurve verläuft in Fig. 1 etwa parallel
zur Mündungsebene. Dem Anfangsbereich dieses Abschnitts liegt das zweite ebene Teilstück
30 der Hub-Gegenkurve 23 gegenüber, welches sanft in den äußeren Hubabschnitt 31 übergeht.
Links vom zweiten ebenen Teilstück 30 befindet sich dort der innere Hubabschnitt 29,
an welchen sich bis zum Dreh-Endanschlag 16 das erste ebene Teilstück der Hub-Gegenkurve
23 anschließt. Infolgedessen liegen die beiden ebenen Teilstücke 28 und 30 dieser
Ausführungsform auf verschiedenem Höhennieveau in axialer Richtung des Stutzens betrachtet.
[0035] Vergleicht man nun beispielsweise diese Ausführungsform mit derjenigen nach Fig.
7, so stellt man fest, daß in letzterer das zweite ebene Teilstück 30 gegen das untere
Stutzenende hin verlagert wurde und es sich vorzugsweise etwa auf gleichem Höhenniveau
mit dem ersten ebenen Teilstück 28 befindet. Infolgedessen geht dort der innere Hubabschnitt
29 nicht unmittelbar in das zweite ebene Teilstück 30 über, vielmehr ist noch eine
nach rechts abfallende Flanke 55 dazwischengeschaltet. Diese bildet mit dem inneren
Hubabschnitt 29 zusammen ein nockenartiges Hubelement 56.
[0036] Dem zweiten ebenen Teilstück 30 der Hub-Gegenkurve 23 liegt axial gegenüber ein ins
Stutzeninnere weisender Hilfsnocken 57. An jeder Bajonettkurve 5 ist ein solcher Hilfsnocken
57 vorgesehen. Ihm kommt beim Öffnen des Verschlußdekkels besondere Bedeutung zu.
Wenn nämlich der meist unter hohem Überdruck stehende Verschlußdeckel 1 geöffnet wird,
so bewirkt der innere Hubabschnitt 29 die Freigabe des ersten O-Rings 27 und damit
eine Verbindung des Stutzeninnern bzw. des Kühlers mit der Außenatmosphäre. Auf diese
Weise kann der Überdruck abgelassen werden. Dieser Vorgang kann insbesondere bei sehr
hohem Überdruck und kleindimensioniertem Überströmquerschnitt eine gewisse Zeit in
Anspruch nehmen. Würde man nun den teilweise angehobenen Verschlußdeckel sehr schnell
in Richtung auf die Offenstellung weiterdrehen, so könnte dies dazu führen, daß der
Überdruck im Kühler noch nicht abgebaut ist, andererseits aber der Deckel bereits
abgenommen oder eventuell durch den Überdruck auch abgesprengt werden kann. Damit
wäre dann eine Unfallgefahr, beispielsweise durch Verbrühen oder durch den wegfliegenden
Deckel selbst, gegeben.
[0037] Um auch in seinem solchen Falle eine gute Sicherheit zu gewährleisten, ist beim Ausführungsbeispiel
nach Fig. 7 der erwähnte Hilfsnocken 57 vorhanden. Nach dem Erreichen der Vorraststellung
mit Überdruckabbau stößt der Gegennocken 26 gegen den Hilfsnocken 57, wodurch ein
rasches Weiterdrehen in Pfeilrichtung 58 verhindert wird. Um nun diesen Deckel in
eine für das Abnehmen geeignete Drehstellung zu bringen, müssen die Hilfsnocken 57
überwunden werden. Das bedeutet, daß der Verschlußdeckel nochmals eine zum Kühler
hin gerichtete Absenkbewegung vornehmen muß. Dies ist bei im Kühlerstutzen herrschenden
Überdruck nicht oder zumindest nicht ohne weiteres möglich. Der Benutzer ist also
an einem schnellen "Durchdrehen" des Verschlußdeckels in Öffnungsrichtung 58 gehindert
und der unaufmerksame Benutzer wird durch die Hilfsnocken 57 darauf aufmerksam gemacht,
daß er den Deckel nicht zu schnell weiterdreht, sondern zunächst das Ablassen des
Überdrucks abwartet. Um die beim Überwinden des Hilfsnockens 57 notwendige Absenkbewegung
des Gegennockens 26 zu ermöglichen, ist beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 das zweite
ebene Teilstück 30 der Hub-Gegenkurve 23 in der geschilderten Weise abgesenkt. Dies
Aufgleitkante des Hilfsnockens 57 ist mit 59 und die abfallende Kante mit 60 bezeichnet.
Außerdem ist die schräg verlaufende Kante 61 in Fig. 7 relativ kurz ausgefallen, im
Verhältnis beispielsweise zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1. Ähnlich wie in Fig.
1 schließt sich an die schräg verlaufende Kante 61 der Bajonettkurve 5 ein etwa ebener
Abschnitt 62 an, der sich bis zum Hilfsnocken 57 erstreckt, wobei dann letzterer in
die Nutmündung 25 übergeht.
[0038] Um die Verschiebebewegung der Bajonettnokken 4 und der Gegennocken 26 in den derart
geformten Außennuten zu ermöglichen, muß auch das aus diesen beiden Nocken gebildete
Element des Verschlußdeckels 1 eine entsprechende Formgebung bekommen. Hierbei ist
besonders eine rückwärtige Schräge 63 von Bedeutung, welche sich am in Öffnungsrichtung
58 hinteren Ende des Gegennockens 26 bzw. diesem Elements befindet. Sie verläuuft
vorzugsweise etwa parallel zur Aufgleit-Gegenschräge 27 des Gegennockens 26 (Fig.
8).
1. Kühlerstutzen (2) mit einem Verschlußdeckel (1), in welchem sich ein überdruckventil
(35) und ein Unterdruckventil (40) befinden und der gegenüber dem Kühlerstutzen mittels
wenigstens zweier Dichtringe (19; 7, 17) abgedichtet ist, von denen zumindest der
zum Kühlerinneren gesehen innere ein erster O-Ring (7) ist, welcher um einen Zentrierzapfen
(32) des Verschlußdeckels (1) vorgesehen ist und zumindest bei vollständig geschlossenem
Verschlußdeckel (1) an einer zylindrischen Innenfläche (8) des Kühlerstutzens (2)
dichtend anliegt, wobei sich das überdruckventil (35) und das Unterdruckventil (40)
in dem Zentrierzapfen (32) befinden und der Zentrierzapfen (32) wenigstens eine radiale
Durchtrittsöffnung (36) aufweist und wobei der Kühlerstutzen (2) mindestens eine bei
vollständig geschlossenem Verschlußdeckel zwischen den beiden Dichtringen gelegene,
radiale Austrittsöffnung (12) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußdekkel
(1) und der Kühlerstutzen (2) über einen Bajonettverschluß (4, 5) verbunden sind,
wobei sich gegenüber jeder Bajonettkurve (5) des Stutzens (2) in axialem Abstand je
eine Hub-Gegenkurve (23) befindet, mit welcher die in Aufsetzrichtung (3) des Verschlußdeckels
(1) weisende, einen Gegennocken (26) bildende Fläche oder Kante des zugeordneten Bajonettnockens
(4) zumindest beim öffnen des Verschlußdeckels (1) so zusammenwirkt, daß beim Öffnen
des Verschlußdeckels (1) eine axiale Kraft ausgeübt wird, welche die durch den O-Ring
oder die O-Ringe bei deren dichtender Anlage an der zylindrischen Innenfläche (8)
bewirkte Reibungskraft überwinden hilft, wobei in Schließ-Drehrichtung (6) gesehen,
jede Bajonettkurve (5) und jede zugehörige Hub-Gegenkurve (23) an einem gemeinsamen
Drehanschlag (16) enden, daß die Bajonettkurve (5) über wenigstens eine Teillänge
als geneigt zur Stutzenmündungsebene verlaufende schräge Kante ausgebildet ist und
jede Hub-Gegenkurve (23) aus Zwei ebenen Teilstücken (28, 30) sowie zwei gegen das
freie Stutzenende (20) hin ansteigenden Hubabschnitten (29, 31) besteht, wobei der
äußere Hubabschnitt (31) bis zum freien Stutzenende (20) reicht und das erste ebene
Teilstück (28) zwischen dem Schließ-Dreh-Anschlag (16) und dem inneren Hubabschnitt
(29) gelegen ist, und daß der axiale Abstand von Bajonettkurve (5) und Hub-Gegenkurve
(23) mindestens dem axialen Abstand von Bajonettnocken (4) und Gegennocken (26) entspricht,
daß die Innenwandung des Kühlerstutzens (2) im Bereich des inneren O-Rings oder der
O-Ringe (7, 17) geringfügig nach außen hin konisch oder absatzartig erweitert ist,
wobei im letzteren Falle bei geschlossenem Deckel (1) der Absatz (13) zwischen dem
ersten, inneren O-Ring (7) und dem äußeren Dichtring (19; 17) gelegen ist und daß
bei am inneren Hubabschnitt (29) der Hub-Gegenkurve (23) hinaufgleitender Fläche oder
Kante des Gegennockens (26) die radiale Austrittsöffnung (12) des Kühlerstutzens (2)
mit dem Kühlerinnern in Strömungsverbindung gelangt, da der innere O-Ring nicht mehr
an der zylindrischen Innenfläche, welche sich an die konus- oder absatzartige Erweiterung
anschließt, anliegt.
2. Kühlerstutzen mit Verschlußdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede
Bajonettkurve (5) und jede zugehörige Hub-Gegenkurve (23) eine in Umfangsrichtung
des Stutzens (2) verlaufende Außennut (24) bilden, die in radialer Richtung des Stutzens
(2) nach außen hin offen ist und am freien Stuzenende (20) axial nach außen mündet,
wobei die Breite dieser Mündung (25), in Umfangsrichtung gesehen, mindestens der Länge
von Bajonettnocken (4) und Gegennocken (26) entspricht.
3. Kühlerstutzen mit Verschlußdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei
zwei Bajonettkurven (4) in Schließ-Drehrichtung (6) gesehen, sich das innere Ende
der einen Bajonettkurve (5) bis zum Anfang der zur anderen Bajonettkurve (5) gehörenden
Hub-Gegenkurve (23) erstreckt, und daß der Gegennocken (26), in öffnungs-Drehrichtung
gesehen, zumindest an seinem vorderen Ende eine Aufgleit-Gegenschräge (27) mit vorzugsweise
gleicher Neigung wie die ansteigenden Hubabschnitte (29, 31) der Hub-Gegenkurve (23)
aufweist, an die sich ein ebener, ins Stutzeninnere weisender Abschnitt anschließt.
4. Kühlerstutzen mit Verschlußdeckel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zentrierzapfen (32) des Verschlußdeckels aus Kunststoff
gefertigt ist und im Bereich seines freien Endes eine erste periphere Aufnahmenut
(21) für den ersten inneren O-Ring (7) aufweist, und daß sich in axialem Abstand von
der ersten Aufnahmenut (21) in Richtung zum Kühleräußeren eine zweite periphere Aufnahmenut
(22) für einen zweiten äußeren O-Ring (17) befindet und die radiale Durchtrittsöffnung
oder -öffnungen zwischen den beiden Aufnahmenuten angeordnet sind.
5. Kühlerstutzen mit Verschlußdeckel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
konische oder absatzartige Erweiterung der Innenwand des Kühlerstutzens bei geschlossenem
Verschlußdeckel zwischen dem ersten, inneren O-Ring (7) und dem zweiten äußeren O-Ring
(17) gelegen ist.
6. Kühlerstutzen mit Verschlußdeckel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlerstutzen (2) zumindest im Bereich der Gegennocken
(26) und insbesondere auch das Verschlußdeckel-Oberteil (33) mit den Bajonettnocken
(4) aus Kunststoff gefertigt sind, und daß sich der die Hub-Gegenkurve (23) aufweisende
Teil des Kühlerstutzens (2) an einem insbesondere aus Kunststoff bestehenden Ausgleichsbehälter
(45) eines Kühlersystems oder zumindest an einem Ausgleichsbehälter-Oberteil befindet,
wobei vorzugsweise der innere Teil (44) des Kühlerstutzens (2) einstückig mit dem
Ausgleichsbehälter (45) oder Ausgleichsbehälter-Oberteil aus Kunststoff gefertigt
ist.
7. Kühlerstutzen mit Verschlußdeckel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein
die Bajonettkurven (5) aufweisender äußerer Teil des Kühlerstutzens (2) separat gefertigt
und mit dem inneren Teil (44) dicht verbunden ist, wobei der äußere Teil (47) des
Kühlerstutzens (2) entweder aus Kunststoff gefertigt und mit dem inneren Teil (44)
und/oder dem Ausgleichsbehälter (45) bzw` des Kühlerstutzens (2) dicht verbunden oder
aus Metall gefertigt und mit dem inneren Teil (44) und/oder dem Ausgleichsbehälter
(45) bzw. dessen Oberteil dichtend verbunden, insbesondere durch Umbördelung daran
befestigt ist.
8. Kühlerstutzen mit Verschlußdeckel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen am Kühlerstutzen (2) angebrachten, insbesondere angeformten,
Ventilsitz (53) für den Ventilteller eines Reserve-Verschlußdeckels, wobei der Ventilteller
und der Ventilsitz das Überdruckventil (35) bilden.
9. Kühlerstutzen mit Verschlußdeckel nach einem der Ansprüche 1 und 3 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der als Ventilgehäuse dienende Zentrierzapfen (32) des Verschlußdeckels
(1) um die geometrische Achse drehbar am Deckel-Oberteil mit den Bajonettnocken (4)
und den Gegennocken (26) gelagert ist, und daß dem zweiten äußeren, ebenen Teilstück
(30) der Hub-Gegenkurve (23) axial gegenüberliegend ein ins Stutzeninnere weisender
Hilfsnocken (57) an jeder Bajonettkurve (5) angebracht ist, wobei das erste innere,
ebene Teilstücke (28) der Hub-Gegenkurve (23) die eine Flanke eines gegen das freie
Stutzendende (20) weisenden nockenartigen Hubelements (56) bildet, dessen andere Flanke
(55) gegen das zweite äußere, ebene Teilstück (30) hin abfällt.
10. Kühlerstutzen mit Verschlußdeckel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
erste innere und das zweite äußere ebene Teilstück (28, 30) der Hub-Gegenkurve (23)
auf gleicher Ebene liegen, und die Bajonettkurve (5) einem dem nockenartigen Hubelement
(56) der Hub-Gegenkurve (23) gegenüberliegenden, ebenen Abschnitt (62) aufweist, der
sich von ihrem Hilfsnocken (57) bis zu ihrer schräg verlaufenden Kante (61) erstreckt,
wobei der Gegennocken (26) an seinem in öffnungsrichtung (58) hinteren Ende in eine
rückwärtige Schräge (63) übergeht, die parallel zu seiner Aufgleit-Gegenschräge (27)
verläuft.
1. Radiator neck (2) with a closure cap (1) in which a pressure-relief valve (35) and
a suction-relief valve (40) are disposed and which is sealed with respect to the radiator
neck by means of at least two sealing rings (19; 7, 17), of which at least the inner
ring, viewed from the interior of the radiator, is a first O-ring (7) which is disposed
around a centering plug (32) of the closure cap (1) and, at least when the closure
cap (1) is fully closed, abuts a cylindrical internal surface (8) of the radiator
neck (2) in a leaktight manner, the pressure-relief valve (35) and the suction-relief
valve (40) being disposed in the centering plug (32), the centering plug (32) comprising
at least one radial through-hole (36) and the radiator neck (2) comprising at least
one radial outlet opening (12) which is disposed between the two sealing rings when
the closure cap is fully closed, characterized in that the closure cap (1) and the
radiator neck (2) are connected to each other by means of a bayonet fixing (4, 5)
wherein, opposite each bayonet cam profile (5) of the neck (2) and axially spaced
therefrom, there is a reverse lifting cam profile (23) which, at least during the
opening of the closure cap (1), cooperates with the surface or edge of the associated
bayonet cam-follower (4) which points in the direction (3) in which the closure cap
(1) is mounted and which forms a reverse cam-follower (26), in a manner such that,
during the opening of the closure cap (1), an axial force is exerted and helps to
overcome the frictional force caused by the O-ring or by the O-rings when they abut
the cylindrical internal surface (8) in a leaktight manner, viewed in the closure
sense (6) each bayonet cam profile (5) and each associated reverse lifting cam profile
(23) finishing at a common rotation stop (16) in that the bayonet cam profile (5)
is formed, at least along part of its length, by a sloping edge inclined towards the
plane of the mouth of the neck, and each reverse lifting cam profile (23) consists
of two level portions (28, 30) and two lifting portions (29, 31) which rise towards
the free end (20) of the neck, the outer lifting portion (31) extending as far as
the free end (20) of the neck and the first level portion (28) being disposed between
the limit stop (16) for the closure rotation and the inner lifting portion (29), and
in that the axial distance between the bayonet cam profile (5) and the reverse lifting
cam profile (23) corresponds at least to the axial distance between the bayonet cam-follower
(4) and the reverse cam-follower (26), in that the internal wall of the radiator neck
(2) is widened slightly towards the exterior by means of a taper or shoulder in the
region of the inner O-ring or of the O-rings (7, 17), the step (13), in the case of
a shoulder, being disposed between the first, inner O-ring (7) and the outer sealing
ring (19; 17) when the cap (1) is closed, and in that, when the surface or edge of
the reverse cam-follower (26) is sliding along the inner lifting portion (29) of the
reverse lifting cam profile (23), the radial outlet opening (12) of the radiator neck
(2) gets in communication with the interior of the radiator, since the inner O-ring
no longer abuts the cylindrical inner surface which adjoins the tapered or shoulder-like
widening.
2. Radiator neck with a closure cap according to Claim 1, characterised in that each
bayonet cam profile (5) and each associated reverse lifting cam profile (23) form
an external groove (24) which extends around the periphery of the neck (2), which
is open to the exterior radially of the neck (2), and which opens to the exterior
axially at the free end (20) of the neck, the width of this opening (25), viewed along
the periphery of the neck corresponding at least to the length of the bayonet cam-follower
(4) and the reverse cam-follower (26).
3. Radiator neck with a closure cap according to Claim 1, characterised in that, when
there are two bayonet cam profiles (5), viewed in the closure sense (6), the inner
end of one bayonet cam profile (5) extends as far as the start of the reverse lifting
cam profile (23) associated with the other bayonet cam profile (5), and in that the
reverse cam follower (26), at least at its front end, when viewed in the opening sense,
has a reverse sliding slope (27), which preferably has the same inclination as the
rising, lifting portions (29, 31) of the reverse lifting cam profile (23), and which
adjoins a level portion facing inwardly of the neck.
4. Radiator neck with a closure cap according to at least one of the preceding claims,
characterized in that the centering plug (32) of the closure cap is made of plastics
material and comprises a first peripheral groove (21) in the region of its free end
for housing the first, inner O-ring (7), and in that there is a second peripheral
groove (22) for housing a second, outer O-ring (17), axially spaced from the first
groove (21) towards the exterior of the radiator, the radial through-hole or holes
being disposed between the two grooves.
5. Radiator neck with a closure cap according to Claim 4, characterised in that the tapered
or shoulder-like widening of the internal wall of the radiator neck is disposed between
the first, inner O-ring (7) and the second, outer O-ring (17) when the closure cap
is closed.
6. Radiator neck with a closure cap according to at least one of the preceding claims,
characterized in that the radiator neck (2), at least in the region of the reverse
cam-follower (26) and, in particular, also the upper portion (33) of the closure cap
with the bayonet cam-follower (4) are made of plastics material, and in that the portion
of the radiator neck (2) which comprises the reverse lifting cam profile (23) is disposed
on an expansion tank (45) of a cooling system, particularly made of plastics material,
or at least on an upper portion of an expansion tank, the inner portion (44) of the
radiator neck (2) preferably being formed integrally with the plastics expansion tank
(45) or with the upper portion of the expansion tank.
7. Radiator neck with a closure cap according to Claim 6, characterised in that an outer
portion of the radiator neck (2) which comprises the bayonet cam profile (5) is formed
separately from the inner portion (44) and is connected thereto in a leaktight manner,
the outer portion (47) of the radiator neck (2) either being made of plastics material
and connected in a leaktight manner to the inner portion (44) and/or to the expansion
tank (45), that is, of the radiator neck (2) or being made of metal or connected in
a leaktight manner to the inner portion (44) and/or to the expansion tank (45), that
is, the upper portion thereof, in particular, fixed thereto by beading.
8. Radiator neck with a closure cap according to at least one of the preceding claims,
characterized by a valve seat (53) mounted on, particularly formed on, the radiator
neck (2) for the valve disc of a spare closure cap, the valve disc and the valve seat
forming the pressure-relief valve (35).
9. Radiator neck with a closure cap according to one of Claims 1 and 3 to 8, characterized
in that the central plug (32) which serves as a valve housing of the closure cap (1)
is mounted for rotating about the geometrical axis on the upper portion of the cap
which has the bayonet cam-follower (4) and the reverse cam-follower (26), and in that
an auxiliary cam (57) pointing inwardly of the neck is mounted on each bayonet cam
profile (5) axially opposite the second, outer, level portion (30) of the reverse
lifting cam profile (23), the first inner, level portion (28) of the reverse lifting
cam profile (23) forming one side of a cam-like lifting element (56) which points
towards the free end (20) of the neck, and the other side (55) of which is inclined
downwards towards the second, outer, level portion (30).
10. Radiator neck with a closure cap according to Claim 9, characterised in that the first,
inner level portion and the second, outer, level portion (28, 30) of the reverse lifting
cam profile (23) lie in the same plane and the bayonet cam profile (5) comprises a
level portion (62) which is disposed opposite the cam-like lifting element (56) of
the reverse lifting cam profile (23) and which extends from its auxiliary cam (57)
to its inclined edge (61), the reverse cam-follower (26) merging, at its rear end
in the opening direction (58), with a rearward slope (63) which extends parallel to
its reverse sliding slope (27).
1. Tubulure de radiateur (2) munie d'un bouchon (1) dans lequel se trouvent une soupape
de surpression (35) et une soupape de dépression (40) et qui est étanché par rapport
à la tubulure de radiateur par au moins deux bagues d'étanchéité (19; 7, 17) dont
au moins celle située a l intérieur, en direction de l'intérieur du radiateur, est
un premier joint torique (7), lequel est prévu autour d'un embout de centrage (32)
du bouchon (1) et appliqué de façon étanche contre une surface cylindrique intérieure
(8) de la tubulure de radiateur (2), tout au moins quand le bouchon (1) est complètement
fermé, la soupape de surpression (35) et la soupape de dépression (40) se trouvant
dans l'embout de centrage (32) et l'embout de centrage (32) présentant au moins un
orifice de passage radial (36) et la tubulure de radiateur (2) présentant au moins
un orifice de sortie radial (12) situé entre les deux bagues d'étanchéité quand le
bouchon est complètement fermé, caractérisée en ce que le bouchon (1) et la tubulure
de radiateur (2) sont reliés par un joint à baïonnette (4, 5) comportant, en regard
de chaque profil d'encoche (5) du joint à baïonnette prévu sur la tubulure (2), à
distance axiale de ce profil, un contre-profil de levée (23), avec lequel la face
ou le bord de l'ergot (4) coordonné du joint à baïonnette, face ou bord qui est dirigé
dans la direction de pose (3) du bouchon (1) sur la tubulure et forme un contre-ergot
(26), coopère, au moins à l'ouverture du bouchon (1), de manière qu'une force axiale
soit exercée lors de l'ouverture du bouchon (1), force axiale qui contribue à vaincre
la force de frottement produite par le joint torique ou par les joints toriques dans
leur application étanche contre la surface intérieure cylindrique (8), vu dans la
direction de rotation (6) pour la fermeture chaque profil d'enconche (5) et chaque
contre-profil de levée (23) correspondant se terminant à une butée de rotation commune
(16) que le profil d'encoche (5) du joint à baïonnette est réalisé sur au moins une
partie de sa longueur à la façon d'un bord orienté obliquement par rapport au plan
de l'embouchure de la tubulure et chaque contre-profil de levée (23) est constitué
de deux tronçons plans ou horizontaux (28, 30) ainsi que de deux segments de levée
(29, 31) qui montent en direction de l'extrémité libre (20) de la tubulure, le segment
de levée extérieur (31) s'étendant jusqu'à l'extrémité libre (20) de la tubulure et
le premier tronçon plan (28) étant situé entre la butée de fin de course de rotation
(16) pour la fermeture et le segment de levée intérieur (29), que l'espacement axial
du profil d'encoche (5) du joint à baïonnette et du contre-profil de levée (23) correspond
au moins à l'espacement axial de l'ergot (4) du joint à baïonnette et du contre-ergot
(26), que la paroi intérieure de la tubulure de radiateur (2) est légèrement élargie
vers l'extérieur, coniquement ou par un épaulement, dans la région du joint torique
intérieur ou des joints toriques (7, 17), l'épaulement (13), dans le dernier cas,
étant situé, lorsque le bouchon (1) est fermé, entre le premier joint torique intérieur
(7) et la bague d'étanchéité extérieure (19; 17), et que, lorsque la face ou le bord
du contre-ergot (26) monte, en glissant, sur le segment de levée intérieur (29) du
contre-profil de levée (23), l'orifice de sortie radial (12) de la tubulure de radiateur
(2) parvient à communiquer avec l'intérieur du radiateur pour l'écoulement du fluide
puisque le joint torique intérieur ne s'applique plus contre la surface cylindrique
intérieure qui se raccorde à l'élargissement conique ou en forme d'épaulement.
2. Tubulure de radiateur munie d'un bouchon selon la revendication 1, caractérisée en
ce que chaque profil d'encoche (5) et chaque contre-profil de levée (23) correspondant
forment une rainure extérieure (24) s'étendant dans le sens de la périphérie de la
tubulure (2), rainure qui est ouverte vers l'extérieur dans le sens radial de la tubulure
(2) et débouche axialement à l'extérieur à l'extrémité libre (20) de la tubulure,
la largeur de cette embouchure (25), vue dans le sens périphérique, correspondant
au moins à la longueur de l'ergot (4) du joint à baïonnette et du contre-ergot (26).
3. Tubulure de radiateur munie d'un bouchon selon la revendication 1, caractérisée en
ce que, dans le cas de deux profils d'encoche (5), l'extrémité intérieure d'un profil
d'encoche (5) s'étend, vue dans le sens de rotation pour la fermeture (6), jusqu'au
début du contre-profil de levée (23) coordonné a l'autre profil d'encoche (5), et
que le contre-ergot (26) présente, au moins à son extrémité avant vue dans le sens
de rotation pour l'ouverture, une contre-rampe de montée (27) avant de préférence
la même inclinaison que les segments de levée montants (29, 31) du contre-profil de
levée (23) auquel se raccorde un segment plan dirigé vers l'intérieur de la tubulure.
4. Tubulure de radiateur munie d'un bouchon selon au moins une des revendications précédentes,
caracterisée en ce l'embout de centrage (32) du bouchon est fabriqué en matière plastique
et présente dans la zone de son extrémité libre une première gorge périphérique (21)
pour recevoir le premier joint torique intérieur (7), et que, à distance axiale de
cette première gorge (21), se trouve, vers l'extérieur du radiateur, une seconde gorge
périphérique (22) pour recevoir un second joint torique extérieur (17), l'orifice
de passage radial ou les orifices de passage radiaux étant situé(s) entre les deux
gorges.
5. Tubulure de radiateur munie d'un bouchon selon la revendication 4, caractérisée en
ce que l'élargissement conique ou à épaulement de la paroi intérieure de la tubulure
est situé, quand le bouchon est fermé, entre le premier joint torique intérieur (7)
et le second joint torique extérieur (17).
6. Tubulure de radiateur munie d'un bouchon selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la tubulure de radiateur (2), tout au moins dans la zone des
contre-ergots (26) et en particulier aussi la partie supérieure (33) du bouchon, portant
les ergots (4) du joint à baïonnette, sont fabriquées en matière plastique, et que
la partie de la tubulure de radiateur (2) présentant le contre-profil de levée (23)
se trouve sur un vase d'expansion (45) en matière plastique d'un système de radiateur,
ou tout au moins sur une partie supérieure d'un vase d'expansion, la partie intérieure
(44) de la tubulure de radiateur (2) étant de préférence fabriquée d'un seul tenant,
en matière plastique, avec le vase d'expansion (45) ou avec la partie supérieure d'un
vase d'expansion.
7. Tubulure de radiateur munie d'un bouchon selon la revendication 6, caractérisée en
ce qu'une partie extérieure de la tubulure (2), présentant les profils d'encoche (5)
du joint à baïonnette, est fabriquée séparément et reliée de façon étanche à la partie
intérieure (44), la partie extérieure (47) de la tubulure de radiateur (2) étant,
soit fabriquée en matière plastique et réalisée avec la partie intérieure (44) et/ou
le vase d'expansion (45) le cas echéant de la tubercule (2), fabriqué en métal, soit
reliée de façon étanche, en particulier par sertissage, à la partie intérieure (44)
et/ou le vase d'expansion (45) ou sa partie supérieure.
8. Tubulure de radiateur munie d'un bouchon selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisée par un siège de soupape (53) disposé sur la tubulure de radiateur (2),
en particulier formé sur celle-ci, siège qui est destiné au clapet discoïde d'un bouchon
de réserve, l'agencement étant tel que le clapet discoïde et le siège de soupape constituent
la soupape de surpression (35).
9. Tubulure de radiateur munie d'un bouchon selon une des revendications 1 et 3 à 8,
caractérisée en ce que l'embout de centrage (32) du bouchon (1), servant de corps
de soupape, est monté rotatif autour de l'axe géométrique sur la partie supérieure
du bouchon, portant les ergots (4) du joint à baïonnette et les contre-ergots (26),
et qu'un ergot auxiliaire (57) est disposé sur chaque profil d'encoche (5) du joint
à baïonnette, ergot auxiliaire qui est dirigé vers l'intérieur de la tubulure et situé
axialement en face du second tronçon plan extérieur (30) du contre-profil de levée
(23), le premier tronçon intérieur plan (28) du contre-profil de levée (23) formant
l'un des flancs d'un élément de levée (56) semblable à un ergot et dirigé vers l'extrémité
libre (20) de la tubulure, dont l'autre flanc (55) descend vers le second tronçon
plan ou tronçon plan extérieur (30).
10. Tubulure de radiateur munie d'un bouchon selon la revendication 9, caractérisée en
ce que le premier tronçon intérieur plan et le second tronçon extérieur plan (28,
30) du contre-profil de levée (23) sont situés au même niveau et le profil d'encoche
(5) du joint à baïonnette présente un segment plan (62) situé en regard de l'élément
de levée (56) semblable à un ergot du contre-profil de levée (23), segment qui s'étend
depuis l'ergot auxiliaire (57) jusqu'à son bord (61) orienté obliquement, le contre-ergot
(26) se raccordant, à son extrémité extérieure, dans le sens de l'ouverture (58),
à un biseau arrière (63) orienté parallèlement à sa contre-rampe de montée (27).