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(11) |
EP 0 370 263 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.06.1992 Patentblatt 1992/25 |
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Anmeldetag: 26.10.1989 |
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Pumpenelement einer Brennstoffeinspritzpumpe für Einspritzbrennkraftmaschinen
Pumping element of a fuel injection pump for internal-combustion engines
Ensemble de piston-cyclindre d'une pompe d'injection de combustible pour moteurs à
combustion interne
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
25.11.1988 DE 3839753
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.05.1990 Patentblatt 1990/22 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Bodzak, Stanislaw, Dr. Dipl.-Ing.
A-5020 Salzburg (AT)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 263 808 FR-A- 843 031
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DE-B- 1 214 934 FR-A- 1 401 831
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Pumpenelement einer Brennstoffeinspritzpumpe für
Einspritzbrennkraftmaschinen, bei welchem die Pumpenkolbenbüchse wenigstens eine Saug-
und Überströmbohrung aufweist, die durch Steuerkanten des Pumpenkolbens überschliffen
wird und das Förderende durch Aufsteuern der Saug- und Überströmbohrung bestimmt wird,
wobei eine im Bereich der Kolbenstirnfläche angeordnete Steuerkante den Förderbeginn
und eine am Kolbenmantel angeordnete, insbesondere schräge, Steuerkante das Förderende
bestimmt, wobei vor und/oder während beginnender Aufsteuerung der Saug- und Überströmbohrung
durch die das Förderende bestimmende Steuerkante Leckkraftstoff in die Saug- und Überströmbohrung
eingeführt wird und wobei im Mantel des Pumpenkolbens unterhalb der das Förderende
bestimmenden Steuerkante eine den Pumpenkolben rundum umgebende Leckkraftstoffauffangnut
angeordnet ist. Durch den plötzlichen Abschluß der Saug- und Überströmbohrung bei
Förderbeginn bilden sich Gas- oder Dampfblasen in der Saug- und Überströmbohrung.
Durch den Pumpenkolben wird der Kraftstoff im Arbeitsraum der Pumpe auf sehr hohe
Drücke von beispielsweise 1000 bar und auch mehr gebracht und bei Förderende strömt
dieser hochkomprimierte Kraftstoff in die Saug- und Überströmbohrung. Durch die Drucksteigerung
in Saug- und Überströmbohrung implodieren diese Gas- oder Dampfblasen und es werden
dadurch Kavitationen und Erosionen an der Wandung der Saug- und Überströmbohrung und
auch am Kolbenmantel und an der Steuerkante verursacht.
[0002] Aus der DE-OS 28 07 808 ist es bekannt geworden, Leckkraftstoff in die Saug- und
Überströmbohrung einzuführen, um die Gas- oder Dampfblasen wegzufördern. Dieser Leckkraftstoff
wird dadurch der Saug- und Überströmbohrung zugeführt, daß das Spiel zwischen dem
Pumpenkolbenmantel und der Lauf fläche der Pumpenkolbenbüchse von der Stirnfläche
des Pumpenkolbens bis zu der das Förderende bestimmenden Förderkante vergrößert wird.
Dieser Leckkraftstoff kriecht entlang des gesamten Umfanges des Pumpenkolbens und
tritt aus dem Spalt zwischen Pumpenkolben und Pumpenkolbenbüchse in die Saug- und
Überströmbohrung ein. Er gelangt daher wohl in die Saug- und Überströmbohrung, jedoch
nicht in gerichtetem Strahl, so daß seine auf die Gasblasen ausgeübte Förderwirkung
nur einen sehr mangelhaften Effekt hat.
[0003] Aus der DE-OS 28 02 510 ist es bekannt geworden, den Leckkraftstoff in einer im Mantel
des Pumpenkolbens oder in der Bohrung der Pumpenkolbenbüchse vorgesehenen, den Pumpenkolben
rundum umgebenden Leckkraftstoffauffangnut zu sammeln und diese Leckkraftstoffauffangnut
über eine Verbindungsbohrung in der Pumpenkolbenbüchse mit der Saug- und Überströmöffnung
zu verbinden. Die Mündung dieser Verbindungsbohrung in die Saug- und Überströmbohrung
ist in Richtung zur Kolbenwandung gerichtet, und der aus dieser Mündung austretende
Leckkraftstoffstrahl unterstützt daher die Wegförderung der Gas- oder Dampfblasen
aus der Saug- und Überströmbohrung nicht, sondern wirkt eher dieser Wegförderung entgegen.
[0004] Durch die FR-A-843 031 ist ein Pumpenelement der gattungsgemäßen Art bekannt. Dort
dient die Bohrung im Pumpenkolben, die über die Querbohrung im Pumpenkolbenmantel
mündet der Ableitung von Leckkraftstoff zur Saugseite der Kraftstoffeinspritzpumpe
.
[0005] Der Erfindung liegt dagegen die Aufgabe zugrunde, ausgehend von der eingangs geschilderten
Problematik, die auf die Gas- oder Dampfblasen ausgeübte Wegförderwirkung intensiver
zu gestalten und dadurch solchen Kavitationen und Erosionen besser entgegen zu wirken.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst. Die Begriffe "unterhalb" und "oberhalb" sind auf die obere vom Hochdruck
beaufschlagte Stirnfläche des Pumpenkolbens unabhängig von der Einbaulage des Pumpenelementes
bezogen. Durch diese Querbohrung gelangt nun Leckkraftstoff in gerichtetem Strom in
die Saug- und Überströmbohrung, bevor der unter hohem Druck abgesteuerte Kraftstoff
in die Saug- und Überströmbohrung eintritt. Der Druck dieses Leckkraftstoffstrahles
ist größer als der Druck im Saugraum und es werden daher die Gas- oder Dampfblasen
von der kritischen Stelle in der Saug- und Überströmbohrung weg zum Saugraum gefördert.
Da dieser durch die Querbohrung austretende Brennstoffstrahl in Richtung der Achse
der Saug- und Überströmbohrung gerichtet ist, übt er eine intensive Förderwirkung
auf die Gas- oder Dampfblasen aus. Da es sich aber bei diesem durch die Querbohrung
eintretenden Kraftstoff um Leckkraftstoff handelt, ist der Druck wesentlich geringer
als der Druck des bei Förderende in die Saug- und Überströmbohrung eintretenden Kraftstoffes
und es werden daher die Gasblasen nicht zum Implodieren gebracht. Die Gas- oder Dampfblasen
werden nur von der kritischen Stelle weggefördert, bevor sie durch den hohen Überströmdruck
bei Förderende zum Implodieren gebracht werden können. Der Leckölkraftstoff muß aus
der Leckkraftstoffauffangnut abgefördert werden. Dies erfordert bei bekannten Ausführungen
eine Abflußbohrung in der Pumpenkolbenbüchse, welche die Pumpenkolbenbüchse schwächt
und eine Bruchgefahr darstellt. Dadurch, daß der Leckkraftstoff als Spülkraftstoff
ausgenützt wird, entfällt eine solche Leckölabführbohrung in der Pumpenkolbenbüchse.
Dadurch, daß sich die Leckkraftstoffauffangnut als Ringnut über den gesamten Umfang
des Kolbens erstreckt, wird der Leckkraftstoff über den gesamten Kolbenumfang in gleicher
Weise aufgefangen und als Spülkraftstoff nutzbar gemacht. Unterhalb der das Förderende
bestimmenden Steuerkante im Bereich der Saug- und Überströmbohrung steht der Kraftstoff
auch unter Hochdruck und dadurch, daß die Leckkraftstoffauffangnut unterhalb einer
Nut oder Ausnehmung im Kolben angeordnet ist, welche oben durch die das Förderende
bestimmende Steuerkante begrenzt ist, gelangt der gesamte Leckkraftstoff in die Leckkraftstoffauffangnut
und wird für die Spülung nutzbar gemacht.
[0007] Gemäß der Erfindung kann bei Anordnung von zwei gegenüberliegenden Saug- und Überströmbohrungen
in der Pumpenkolbenbüchse die Querbohrung durchgehend sein, so daß beide Saug- und
Überströmbohrungen gespült werden. Hiebei ist die Anordnung zweckmäßig so getroffen,
daß der Mittelbereich der durchgehenden Querbohrung über eine schräge Bohrung mit
der Leckkraftstoffauffangnut in Verbindung steht. Hiedurch wird eine gleichmäßige
Spülung beider Saug- und Überströmbohrungen gewährleistet.
[0008] Gemäß der Erfindung mündet zweckmäßig die Querbohrung in eine Ausnehmung, beispielsweise
eine Nut oder einen Anschliff, des Kolbenmantels, welche sich ungefähr parallel zu
der das Förderende bestimmenden Steuerkante erstreckt. Auf diese Weise wird die Spülung
auch bei einer Verdrehung des Kolbens aufrecht erhalten. Gemäß der Erfindung kann
sich aber auch die Ausnehmung nur über einen Bogenbereich erstrecken, welcher einem
Teil des maximalen Verdrehwinkels des Kolbens entspricht. Es kann vorteilhaft sein,
die Spülung nur bei bestimmten Einspritzmengen intensiv zu gestalten. Die Einspritzmengen
werden durch den Verdrehwinkel des Kolbens bestimmt und wenn sich die Ausnehmung nur
über einen Bogenbereich erstreckt, kann die Spülung auf gewisse Füllungs- und Leistungsbereiche
beschränkt werden.
[0009] Gemäß der Erfindung liegt zweckmäßig die Querbohrung so knapp über der das Förderende
bestimmenden Steuerkante, daß sie noch mit der Saug- und Überströmbohrung, vorzugsweise
zur Gänze, in Verbindung steht, wenn die das Förderendebestimmende Steuerkante die
Saug- und Überströmbohrung aufsteuert. Auf diese Weise wird die Spülung noch zu Beginn
der Überströmung bei Förderende aufrecht erhalten.
[0010] Für eine gezielle Spülung wird gemäß der Erfindung der Spalt zwischen Pumpenkolben
und Pumpenkolbenbüchse so getroffen, daß der Spalt im Bereich oberhalb der Leckkraftstoffauffangnut
um ungefähr fünf Zehntausendstel bis etwa ein Tausendstel des Kolbendurchmessers größer
ist als im Bereich unterhalb derselben.
Figurenbeschreibung:
[0011] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert.
[0012] Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt durch Pumpenkolben und Pumpenkolbenbüchse bei einer
Ausführungsform mit zwei einander gegenüberliegenden Saug- und Überströmbohrungen
in der Pumpenkolbenbüchse. Fig. 2 deutet schematisch die Erweiterung der Pumpenkolbenbüchse
unter dem Förderdruck und die Strömungsrichtungen an.
[0013] Der Pumpenkolben 1 ist in der Pumpenkolbenbüchse 2 zu auf- und abgehender Bewegung
geführt. Die obere Stirnfläche 3 des Pumpenkolbens 1 ist vom Hochdruck in seinem Arbeitsraum
4 beaufschlagt. Die Pumpenkolbenbüchse weist einander gegenüberliegende Saug- und
Überströmbohrungen 5 und 6 auf, welche in den Saugraum münden. Der Pumpenkolben 1
bewegt sich bei seinem Förderhub nach oben. Die Kante 7 der oberen Stirnfläche 3 bestimmt
durch Überschleifen der Saug- und Überströmbohrungen 5, 6 den Förderbeginn. Die schrägen
Steuerkanten 8 des Pumpenkolbens 1 bestimmen durch Überschleifen der Saug- und Überströmbohrungen
5, 6 das Förderende. Über eine Axialnut 9 steht der Arbeitsraum 4 des Pumpenkolbens
1 mit einer Ausnehmung 10 im Pumpenkolben in Verbindung, welche oben durch die das
Förderende bestimmende Steuerkante 8 und unten durch eine Kante 11 begrenzt wird,
unterhalb welcher der Kolben 1 im Bereich 12 seinen vollen Durchmesser aufweist.
[0014] Unterhalb der Ausnehmung 10 ist eine Leckkraftstoffauffangnut 13 am Kolbenmantel
14 angeordnet, welche als Ringnut rundum den Kolbenmantel verläuft. Im Kolben 1 ist
eine Querbohrung 15 vorgesehen, welche über eine Schrägbohrung 16 im Kolben 1 mit
der Leckkraftstoffauffangnut 13 in Verbindung steht. Diese Schrägbohrung 16 mündet
in die Querbohrung 15 in einem Mittelbereich 17 derselben. Die Mündungen 18 der Querbohrung
15 liegen in denjenigen Bereichen des Kolbenmantels 14, welche die Saug- und Überströmbohrungen
5, 6 der Pumpenkolbenbüchse 2 überschleifen. Über diese Querbohrung 15 gelangt somit
der sich in der Leckkraftstoffauffangnut ansammelnde Kraftstoff in die Saug- und Überströmbohrungen
5, 6.
[0015] Die Querbohrung 15 mündet in Ausnehmungen 19 des Kolbenmantels 14, welche von Nuten
oder Anschliffen gebildet sind, welche parallel zu den das Förderende bestimmenden
Steuerkante 8 verlaufen. Bei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung erstrecken sich
diese Ausnehmungen 19 über den gesamten Bogenbereich, welcher dem maximalen Verdrehwinkel
des Kolbens entspricht. Sie können aber auch nur auf einen Teil dieses Bogenbereiches
beschränkt sein, wodurch der Eintritt des Leckkraftstoffes in die Saug- und Überströmbohrungen
auf gewisse Verdrehbereiche des Kolbens oder Förderbereiche beschränkt wird. Zur Verbindung
der Ausnehmungen 19 im Kolben 1 können günstig auch mehrere diametral angeordnete
Querbohrungen 15 angeordnet werden.
[0016] Die Mündungen 18 der Querbohrung 15 überschleifen die Saug- und Überströmbohrungen
5, 6, bevor die das Förderende bestimmenden Steuerkanten 8 diese Saug- und Überströmbohrungen
5, 6 überschleifen und der durch die Querbohrung 15 austretende Leckkraftstoffstrahl
fördert daher die Gas- und Dampfblasen in Richtung zum Saugraum 20, bevor sie durch
den hochgespannten über die Steuerkanten 8 austretenden Kraftstoff implodieren können.
Die Querbohrung 15 ist aber so knapp über den das Förderende bestimmenden Steuerkanten
8 angeordnet, daß ihre Mündungen 18 bzw. die Ausnehmungen 19 noch mit den Saug- und
Überströmbohrungen 5, 6 in Verbindung stehen, wenn die Hauptausströmung über die Steuerkanten
8 bereits beginnt.
[0017] Im Bereich a oberhalb der Leckkraftstoffauffangnut 13 bis zur oberen Stirnfläche
3 des Kolbens 1 ist der Spalt 21 zwischen Pumpenkolben 1 und Pumpenkolbenbüchse 2
größer als im Bereich b unterhalb der Leckkraftstoffauffangnut 13, wo der Spalt die
bei Pumpenelementen übliche Größe aufweist. Unterhalb der Leckkraftstoffauffangnut
13 ist der Kraftstoff entlastet, so daß unterhalb der Leckkraftstoffauffangnut 13
kein Leckkraftstoff mehr auftritt.
[0018] Unter dem Förderdruck des Kraftstoffes vergrößert sich der Durchmesser der Pumpenkolbenbüchse
2 und damit die Größe des Spaltes 21 geringfügig, wie dies in Fig. 2 angedeutet ist.
Die strichlierte Linie 22 deutet schematisch die Aufweitung der Bohrung bzw. der Kolbenlauffläche
der Pumpenkolbenbüchse 2 an. Diese Aufweitung ist im oberen Bereich 22′ geringer,
da in diesem oberen Bereich die Pumpenkolbenbüchse 2 gegen den nicht dargestellten
Druckventilkörper abgestützt ist und dadurch in ihrer radialen Dehnung behindert wird.
Im unteren Bereich 22˝ wird diese Aufweitung auch wieder geringer, da dieser Bereich
durch die Leckkraftstoffauffangnut 13 druckentlastet ist. Im mittleren Bereich kann
diese Aufweitung beispielsweise 10 µm betragen. Auch der Außenumfang der Pumpenkolbenbüchse
2 kann sich geringfügig aufweiten und dies ist mit der strichlierten Linie 25 angedeutet.
[0019] Die Spaltlänge c ist maßgebend für die durchströmende Leckkraftstoffmenge. Diese
Spaltlänge c kann in Abhängigkeit vom Spitzendruck und der Fördermenge der Pumpe so
gewählt werden, daß die durchströmende Leckkraftstoffmenge den gewünschten Wert erreicht.
[0020] Beispielsweise beträgt das Elementspiel bei Elementen mit Durchmesser 20 bis 30 mm
in unbelastetem Zustand etwa 4 bis 6 µm und vergrößert sich unter einem Pumpenraumdruck
von 1000 bar auf ca. 14 bis 16 µm, bezogen auf den Durchmesser. Durch eine Vergrößerung
des gegebenen Ausgangsspiels im Bereich zwischen Ringnut 10 und Leckkraftstoffauffangnut
13 um etwa 2 mal 10 µm, bezogen auf die Durchmesserdifferenz, kann eine günstige Vergrößerung
der Leckmenge und damit Spülmenge bei Elementdurchmesser 20 mm erreicht werden. Allgemeingültig
kann die Durchmesserdifferenz etwa ein Tausendstel bis zwei Tausendstel des Kolbendurchmessers
betragen.
[0021] Der Pfeil 23 deutet den Beginn der Überströmung an, wenn die Steuerkante 8 die Saug-
und Überströmbohrungen 5 und 6 überschleifen. Der Pfeil 24 deutet die Richtung des
durch die Querbohrung austretenden Leckkraftstoffstrahles an.
Bezugszeichenliste :
[0022]
- 1
- Pumpenkolben
- 2
- Pumpenkolbenbüchse
- 3
- obere Stirnfläche des Pumpenkolbens
- 4
- Arbeitsraum
- 5
- Saug- und Überströmbohrung
- 6
- Saug- und Überströmbohrung
- 7
- Oberkante des Kolbens
- 8
- schräge Steuerkanten
- 9
- Axialnut im Kolben
- 10
- Ausnehmung im Kolben unterhalb der Steuerkanten 8
- 11
- untere Begrenzung der Ausnehmung 10
- 12
- Kolbenbereich zwischen der Ausnehmung 10 und der Leckkraftstoffauffangnut 13
- 13
- Leckkraftstoffauffangnut
- 14
- Kolbenmantel
- 15
- Querbohrung im Kolben
- 16
- Schrägbohrung im Kolben
- 17
- Mittelbereich der Querbohrung 15
- 18
- Mündungen der Querbohrung 15
- 19
- Ausnehmungen im Kolbenmantel an der Mündung der Querbohrung 15
- 20
- Saugraum
- 21
- Spalt zwischen Pumpenkolben und Pumpenkolbenbüchse
- 22
- Deformierung der Innenwandung der Pumpenkolbenbüchse
- 22′
- Deformierung im oberen Bereich
- 22˝
- Deformierung unterhalb der Leckkraftstoffauffangnut
- 23
- Richtungspfeil der Überströmung
- 24
- Richtungspfeil des Leckkraftstoffes
- 25
- Deformierung des Außenumfanges der Pumpenkolbenbüchse
a Kolbenbereich zwischen Pumpenkolbenoberkante und Leckkraftstoffauffangnut
b Kolbenbereich unterhalb der Leckkraftstoffauffangnut
c Spaltlänge zwischen der Kolbenausnehmung 10 und der Leckkraftstoffauffangnut 13
1. Pumpenelement einer Brennstoffeinspritzpumpe für Einspritzbrennkraftmaschinen,
bei welchem die Pumpenkolbenbüchse (2) wenigstens eine Saug- und Überströmbohrung
(5,6) aufweist, die durch Steuerkanten (3, 8) des Pumpenkolbens (1) überschliffen
wird, und das Förderende durch Aufsteuerung der Saug- und Überströmbohrung bestimmt
wird, wobei eine im Bereich der den Pumpenarbeitsraum (4) im Pumpenelement begrenzenden
Kolbenstirnfläche (3) angeordnete Steuerkante den Förderbeginn und eine am Kolbenmantel
(14) angeordnete, insbesondere schräge, Steuerkante (8) das Förderende bestimmt, wobei
wenigstens vor beginnender Aufsteuerung der Saug- und Überströmbohrung durch die das
Förderende bestimmende Steuerkante (8) Leckkraftstoff in die Saug- und Überströmbohrung
(20) eingeführt wird und mit einer im Mantel des Pumpenkolbens unterhalb einer den
Pumpenkolben (1) rundum umgebenden, ständig mit dem Pumpenarbeitsraum (4) verbundenen
und oben durch die das Förderende bestimmende Steuerkante (8) begrenzten Nut oder
Ausnehmung (10) im Kolben (1), angeordneten Leckkraftstoffauffangnut (13) und mindestens
einer im Pumpenkolben (1) oberhalb der das Förderende bestimmenden Steuerkante (8)
angeordneten Querbohrung (15), welche am Kolbenmantel (14) in einem die Saug- und
Überströmbohrung (5, 6) überschleifenden Bereich desselben mündet und die mit der
Leckkraftstoffauffangnut (13) über eine Bohrung (16) im Pumpenkolben verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (21) zwischen Pumpenkolben (1) und Pumpenkolbenbüchse
(2) wenigstens im Bereich (c) zwischen der Leckkraftstoffauffangnut (13) und der das
Förderende bestimmenden Steuerkante (8) größer ist als im Bereich (b) unterhalb der
Leckkraftstoffauffangnut (13).
2. Pumpenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (21) im Bereich
(c) oberhalb der Leckkraftstoffauffangnut (13) um ungefähr fünf Zehntausendstel bis
etwa ein Tausendstel des Kolbendurchmessers größer ist als im Bereich (b) unterhalb
derselben.
3. Pumpenelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung
von zwei gegenüberliegenden Saug- und Überströmbohrungen (5, 6) in der Pumpenkolbenbüchse
(2) die Querbohrung (15) durchgehend ist.
4. Pumpenelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelbereich (17)
der durchgehenden Querbohrung (15) über eine schräge Bohrung (16) mit der Leckkraftstoffauffangnut
(13) in Verbindung steht.
5. Pumpenelement nach Anspruch 1, oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Querbohrung
(15) in eine Ausnehmung (19), beispielsweise eine Nut oder einen Anschliff, des Kolbenmantels
(14) mündet, welche sich ungefähr parallel zu der das Förderende bestimmenden Steuerkante
(8) erstreckt.
6. Pumpenelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Ausnehmung
(19) nur über einen Bogenbereich erstreckt, welcher einem Teil des maximalen Verdrehwinkels
des Kolbens (1) entspricht.
7. Pumpenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ausnehmung (19) so knapp über der das Förderende bestimmenden Steuerkante (8) liegt,
daß sie noch mit der Saug- und Überströmbohrung (5, 6), vorzugsweise zur Gänze, in
Verbindung steht, wenn die das Förderende bestimmende Steuerkante (8) die Saug- und
Überströmbohrung (5, 6) aufsteuert.
8. Pumpenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
oder mehr durchgehende Querbohrungen (15) zur Verbindung der Ausnehmungen (19) im
Pumpenkolben (1) vorhanden sind.
1. Pump element of a fuel injection pump for fuel injection internal combustion engines,
in which the pump piston sleeve (2) has at least one suction and relief hole (5, 6)
over which slide control edges (3, 8) of the pump piston (1) and the end of delivery
is determined by activation of the suction and relief hole, wherein a control edge
located in the region of the piston end surface (3) bounding the pump working space
(4) in the pump element determines the beginning of delivery and a control edge (8),
in particular an oblique one, located on the piston cylindrical surface (14) determines
the end of delivery, wherein leakage fuel is introduced into the suction and relief
hole (20) at least before the initial activation, by the control edge (8) determining
the end of delivery, of the suction and relief hole and having a leakage fuel capture
groove (13) located in the cylindrical surface of the pump piston below a groove or
recess (10) in the piston (1) completely surrounding the pump piston (1), continually
connected to the pump working space (4) and bounded at the top by the control edge
(8) determining the end of delivery and at least one transverse hole (15) located
in the pump piston (1) above the control edge (8) determining the end of delivery,
which transverse hole (15) emerges on the piston cylindrical surface (14) in a region
of the latter which slides over the suction and relief hole (5, 6) and which transverse
hole (15) is connected to the leakage fuel capture groove (13) by means of a hole
(16) in the pump piston, characterised in that the gap (21) between the pump piston
(1) and the pump piston sleeve (2) is greater, at least in the region (c) between
the leakage fuel capture groove (13) and the control edge (8) determining the end
of delivery, than it is in the region (b) below the leakage fuel capture groove (13).
2. Pump element according to Claim 1, characterised in that the gap (21) is greater
by approximately five ten-thousandths to approximately one thousandth of the piston
diameter in the region (c) above the leakage fuel capture groove (13) than it is in
the region (b) below the leakage fuel capture groove (13).
3. Pump element according to Claim 1 or 2, characterised in that in the case of the
arrangement of two opposite suction and relief holes (5, 6) in the pump piston sleeve
(2), the transverse hole (15) is continuous.
4. Pump element according to Claim 3, characterised in that the central region (17)
of the continuous transverse hole (15) is connected to the leakage fuel capture groove
(13) by means of an oblique hole (16).
5. Pump element according to Claim 1 or 4, characterised in that the transverse hole
(15) emerges into a recess (19), for example a groove or a ground surface, in the
piston cylindrical surface (14), which recess extends approximately parallel to the
control edge (8) determining the end of delivery.
6. Pump element according to Claim 5, characterised in that the recess (19) only extends
over an angular range corresponding to part of the maximum angle of rotation of the
piston (1).
7. Pump element according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the recess
(19) is located so closely above the control edge (8) determining the end of delivery
that it is still connected, preferably completely, to the suction and relief hole
(5, 6) when the control edge (8) determining the end of delivery activates the suction
and relief hole (5, 6).
8. Pump element according to one of Claims 1 to 7, characterised in that there are
two or more continuous transverse holes (15) for connecting the recesses (19) in the
pump piston (1).
1. Elément de pompes d'injection de carburant pour un moteur à injection de carburant
pour lequel le cylindre de pompe (2) comporte au moins un perçage d'aspiration et
un perçage de débordement (5, 6) qui sont parcourus par les arêtes de commande (3,
8) du piston (1), et dont la fin du refoulement est définie par la commande d'ouverture
du perçage d'aspiration et de débordement, une arête de commande prévue au niveau
de la surface frontale de piston (3) qui délimite la chambre de travail de pompe (4)
dans l'élément de pompe définit le début du refoulement et une arête de commande (8)
notamment inclinée, prévue dans la surface périphérique (14) du piston, définit la
fin du refoulement, et au moins avant que ne commence la commande d'ouverture du perçage
d'aspiration et de débordement par l'arête de commande (8) qui définit la fin du refoulement,
du carburant de fuite est introduit dans le perçage d'aspiration et de débordement
(20) et avec une rainure de réception (13) prévue dans la surface périphérique du
piston de pompe en dessous d'une rainure entourant de manière périphérique le piston
de pompe (1) et reliée en permanence avec la chambre de travail (4) de la pompe en
étant délimitée en partie haute par l'arête de commande (8) qui définit la fin du
refoulement ou une cavité (10) dans le piston (1), et au moins un perçage transversal
(15) prévu dans le piston (1) de pompe au-dessus de l'arête de commande (8) qui définit
la fin du refoulement, perçage transversal qui débouche dans l'enveloppe (14) du piston
dans une zone passant par dessus le perçage d'aspiration et de débordement (5, 6),
et qui est relié à la rainure de réception (13) de carburant de fuite par l'intermédiaire
d'un perçage (16) dans le piston de pompe, élément caractérisé en ce que l'intervalle
(21) entre le piston de pompe (1) et le cylindre de pompe (2), au moins dans la zone
(c) entre la rainure de réception (13) et l'arête de commande (8) définissant la fin
du refoulement est supérieur à l'intervalle dans la zone (b) en dessous de la rainure
de réception (13) du carburant de fuite.
2. Elément de pompe selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'intervalle (21)
dans la zone (c) au-dessus de la rainure de réception (13) du carburant de fuite,
est supérieur de cinq dix millièmes environ jusqu'à un dix millième du diamètre du
piston que dans la zone (b) en dessous de cette rainure.
3. Elément de pompe selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que pour deux
perçages d'aspiration et de débordement (5, 6) en regard dans le cylindre de pompe
(2), le perçage transversal (15) est traversant.
4. Elément de pompe selon la revendication 3, caractérisé en ce que la zone médiane
(17) du perçage transversal (15) continu, communique par un perçage en biais (16)
avec la rainure de réception (13) du carburant de fuite.
5. Elément de pompe selon la revendication 1 ou 4, caractérisé en ce que le perçage
traversant (15) débouche dans une cavité (19) par exemple une rainure ou une partie
meulée de la surface périphérique (14) du piston qui s'étend sensiblement de manière
parallèle à l'arête de commande (8) définissant la fin du refoulement.
6. Elément de pompe selon la revendication 5, caractérisé en ce que la cavité (19)
ne s'étend que sur une zone d'arc qui correspond à une partie de l'angle de rotation
maximum du piston (1).
7. Elément de pompe selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la
cavité (19) se situe légèrement au-dessus de l'arête de commande (8) qui détermine
la fin du refoulement, suffisamment pour communiquer encore avec le perçage d'aspiration
et de débordement (5, 6), de préférence en totalité, lorsque l'arête de commande (8)
qui détermine la fin du refoulement commandé dans le sens de l'ouverture le perçage
d'aspiration et de débordement (5, 6).
8. Elément de pompe selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par deux ou
plusieurs perçages traversant (15) pour relier les cavités (19) du piston de pompe
(1).

