(19)
(11) EP 0 371 354 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
06.06.1990  Patentblatt  1990/23

(21) Anmeldenummer: 89121287.0

(22) Anmeldetag:  17.11.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A47G 33/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 29.11.1988 DE 8814845 U

(71) Anmelder: Bielefelder Küchenmaschinen- und Transportgerätefabrik vom Braucke GmbH
D-33739 Bielefeld (DE)

(72) Erfinder:
  • Vom Braucke, Manfred, Dipl.-Ing.
    D-4800 Bielefeld (DE)
  • Vom Braucke, Hans
    D-4973 Vlotho (DE)

(74) Vertreter: Meldau, Gustav, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Dipl.-Ing. Gustav Meldau Dipl.-Phys. Dr. Hans-Jochen Strauss, Postfach 24 52
D-33254 Gütersloh
D-33254 Gütersloh (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Ständer, insbesondere für Weihnachtsbäume


    (57) Ständer, insbesondere für Weihnachtsbäume mit mindestens drei Stand­füßen (20) und einem rohrförmigen Halter (10) für den Stamm, der in zwei übereinander liegenden Befestigungsebenen (B1, B2) mehrere ra­diale Befestigungsschrauben (15, 16) zur Befestigung und Ausrichtung des Stammendes aufweist, so weiterzubilden, daß Klemmung und Ausrich­tung in einfacher Weise vorgenommen werden kann, wobei der Baumstän­der selbst leichtgewichtig und wirtschaftlich hergestellt, die not­wendige Standfestigkeit aufweist, wobei darüber hinaus zur Frischhal­tung des Baumes eine Wasserversorgung in platzsparender Weise möglich ist, wird vorgeschlagen, daß die nahe dem oberen Halter-Endes ange­ordneten Standfüße (20) im wesentlichen nach außen weisenden Radial­teilen (21) aufweisen, an deren freien Enden im Abstand von dem Hal­ter (10) etwa in Axialrichtung umgebogene Aufnahmen für höhenver­stellbare Mittel zum Aufstellen auf der Stellebenen (S) vorgesehen sind, wobei ein Abstand zwischen Stellebene (S) und unterem Halter-­Ende das Einsetzen des Wasserbehälters (19) erlaubt, und daß die in den zwei jeweils nahe einem der Enden des Halters (10) liegenden Be­festigungsebenen (B1, B2) angeordneten Befestigungsschrauben (15, 16) zum Klemmen und Ausrichten des Baumes im mit entsprechenden Gegenge­winden versehenen Löchern in dem Halter (10) ein- und ausschraubbar jeweils mittig zwischen zwei Standfüßen angeordnet sind.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung berifft einen Ständer, insbesondere für Weihnachtsbäume mit mindestens drei im gleichen Winkelabstand voreinander im wesent­lichen radial nach außen weisenden, auf eine Stellebene aufsetzbaren Standfüßen und mit einem das untere Stammende aufnehmenden, rohrför­migen Halter, der mit mehreren in zwei übereinander liegenden Befe­stigungsebenen angeordneten, radialen Befestigungsschrauben zur Be­festigung und Ausrichtung des insbesondere in einen Wasserbehälter eintauchenden Stammendes versehen ist.

    [0002] Zum Aufstellen von Bäumen zum Schmuck, wie z.B. Weihnachtsbäume oder Maibäume sind verschiedene Arten von Ständern bekannt. Nach einem Vorschlag (US-PS 1 005 750) ist der in einen mit ausladenden Stand­füßen versehenen Ständer eingesetzte Baumstumpf mit aufgesetzten und festgeklemmtem Feststellringen versehen, von denen einer oberhalb und einer unterhalb des rohrförmigen Halters angeordnet den Baum am Stän­der fixiert; nach einem anderen Vorschlag (US-PS 1 680 050) wird der Baumstumpf von seitlich an einem Untergestell mit ausladenden Stand­füßen befestigten Klemmvorrichtung mit zwei unabhängig voneinander höhenverstellbar angeordneten, offenen Klemmringen aufgenommen, wobei das freie Stammende in ein Wassergefäß eingestellt ist. Bei einem anderen Ständer (US-PS 1 694 815) mit ausladenden Standfüßen wird der Baumstumpf in den hier becherförmigen Halter eingesetzt, wobei das Stammende auf dem Boden des Halters aufsteht. Das eingesetzte Stamm­ende wird dann mit in zwei übereinander liegenden Ebenen angeordneten Klemmschrauben festgeklemmt. Der Halter ist drehbar auf ein Unterge­stell mit abnehmbaren Standfüßen aufgesetzt.

    [0003] Es sind weiter Ständer bekannt, bei denen das untere Stammende in ei­nen Halter eingeführt wird (z.B. DE-GM 1 778 031), wobei das Stamm­ende im Bereich des unteren Endes der Kalters aufsitzt und mit mehre­ren Feststellschrauben im Bereich des oberen Endes des rohrförmigen Halters festgeklemmt wird. Dabei ist der Halter auf einen mit Stand­füßen versehenen Ständer aufgesetzt, dessen Ausladung die Stand­festigkeit bestimmt. Bei dieser Konstruktion wird versucht, das Ge-' wicht das Baumes durch das Aufsitzen abzufangen und so den ausges­tellten Stamm mit Hilfe der nahe dem einen Ende des Halters ange­ordneten Feststellschrauben auszurichten und in ausgerichteter Stel­lung zu fixieren. Nachteilig dabei ist, daß das Ausrichten nur unter Schwierigkeiten durchzuführen ist, da die untere Auflage nicht punkt­förmig ist und nicht als achsial vorausgesetzt werden kann, und da Unregelmäßigkeiten im Wuchs des Stammes ein einwandfreies Ausrichten in Verbindung mit dem Feststellen erschweren. Es wurde daher auch schon vorgeschlagen (DE-GM 82 35 405), den Halter mit mehreren Fest­stellschrauben zu versehen, die in übereinander liegenden Ebenen an­geordnet sind. Dabei wird das untere Ende des Stammes mit mehreren, in der unteren Ebene der Stammaufnahme vorgesehenen Feststellschrau­ben festgeklemmt, während die in der oberen Ebene angeordneten zu­nächst zum Ausrichten und danach zum zusätzlichen Festklemmen vor­gesehen sind. Darüberhinaus ist daraus auch bekannt, den Baumständer mit drei Standfüßen zu versehen, um die besondere Kippsicherheit einer Drei-Punkt-Auflage auszunutzen. Es wurde auch schon vorge­schlagen (DE-GM 72 47 527), den gesamten Ständer für einen Weih­nachstbaum in ein mit Wasser gefülltes Gefäß einzustellen, um so einem Austrocknen vorzubeugen und den Weihnachtsbaum frisch zu halten.

    [0004] Hier setzt die Erfindung ein, der die Aufgabe zugrunde liegt, einen Ständer der vorgenannten Gattung so weiter zu bilden, daß Klemmung und Ausrichtung in einfacher Weise vorgenommen werden kann, wobei der Baumständer selbst leichtgewichtig und bei verringertem Materialbe­darf wirtschaftlich hergestellt, die notwendige Standfestigkeit auf­weist, wobei darüber hinaus zur Frischhaltung des Baumes eine Wasser­versorgung in platzsparender Weise möglich ist, und der sich insge­samt noch platzsparend so verpacken läßt, daß zusätzliche Dekoratio­nen vorgesehen werden können.

    [0005] Durch die am obere Rand des Halters angesetzten Standfüße ist dieser quasi aufgehängt, so daß der vom Halter getragene Baum, sei es ein Weihnachtsbaum, ein Maibaum oder ein sonstiger Baum oder aber auch ein anderes hochwachsendes, zu Schmuckzwecken aufgestelltes Gewächs sicher gehalten wird. Dabei ist dieses Halten unabhängig von der Zahl der Standfüße, wenn nur ihre Anzahlzahl größer als drei ist; wobei drei Standfüße immer kippfrei auf eine Stellebene aufgesetzt werden können. Hat der Untergrund Abweichungen von einer idealen Ebene, oder weist der Ständer mehr als drei Standfüße auf, kann die Kippfreiheit durch einen entsprechenden Ausgleich mit den höhenverstellbaren Mit­teln erfolgen, deren veränderbare Höheneinstellung diesen Ausgleich vorzunehmen erlaubt. Dazu sind die freien Enden der im wesentlichen nach außen gerichteten Radialteile der Standfüße, die auch eine Nei­gung nach unten aufweisen können, an ihren freien Enden so ausgebil­det, daß sie derartige Mittel aufnehmen können. Der Halter für den Stamm und die Standfüße sind dabei so aufeinander abgestellt, daß der Abstand zwischen der Unterkante des Halters und der Stellebene ein Größe erreicht, die das Unterschieben eines Wasserbehälters er­laubt.

    [0006] Zur guten Ausnutzung des Platzes ist dieser Wasserbehälter vorteil­hafterweise in der Grundform eines gleichseitigen Dreieckes ausge­bildet, wobei zum Erreichen einer formschönen Ausführungsform die Ecken durchaus abgerundet und die Wände gestuft und mit einer abge­ rundeten Oberkante, die gleichzeitig eine Versteifung darstellt,ver­sehen ausgeführt werden. Auch in drei 120°-Bögen, deren Krümmungs­mittelpunkt in dem gegenüberliegenden Eckpunkt des oft auch als "Gleichdick" bezeichneten, nunmehr sphärischen Dreiecks liegt, ausge­führte Seitenwände gestatten eine formschöne Gestaltung des Wasser­behälters.

    [0007] Der Halter weist in zwei übereinander liegenden Befestigungsebenen mehrere Befestigungsschrauben auf, und zwar jeweils in der Mitte zwi­schen zwei der Befestigungsfüße. Dadurch sind immer die Schrauben­köpfe, die vorteilhaft als Griffknöpfe ausgebildet sind, zugänglich. Diese Befestigungsschrauben - bei drei Stellfüßen drei - liegen dabei im gleichen Winkelabstand zueinander. Bei dieser Anordnung bilden die "Ecken" eines untergesetzten im wesentlichen dreieckigen Wasserbehäl­ters die Ausladungen, die im Bereich des Wasserbehälters die unteren der Befestigungsschrauben aufnehmen.

    [0008] Um den Baum ohne wesentliche Schwierigkeiten halten und ausrichten zu können, sind einige der Befestigungsschrauben zum Eindringen in den Stamm eingerichtet, sie besitzen Kuppen oder Spitzen. Diese in den Stamm eindringenden Befestigungsschrauben fangen die Gewichtskraft des Baumes auf und leiten sie in den Halter ein. Ein Ausrichten würde durch dieses Eindringen der Befestigungsschrauben in den Stamm zumindest erschwert. Daher werden einige Befestigungsschrauben, vor­teilhafterweise die der unteren, der Stellebene nahen Befestigungs­ebene, mit einem Abstützteller versehen, der sich gegen das Äußere des Stammes legt.

    [0009] Um die Befestigungsschrauben vorteilhaft im Halter schraubbar anzu­ordnen, sind in der Wandung des Halters achsparallele Nuten vor­gesehen, in die Einsätze eingesetzt sind, die ihrerseits die Gewinde­löcher für die Befestigungsschrauben aufweisen. Die diese Einsätze aufnehmenden Nuten sind mit Hinterschneidungskanten versehen, die die Einsätze wie Nutensteine aufnehmen, wobei eine schwalbenschwanzartige Ausbildung der Hinterschneidungskanten das Einführen der Einsätze er­leichtert. Der Halter selbst weist korrespondierend zu diesen Gewin­delöchern Durchgangslöcher auf, durch die die Befestigungsschrauben geführt werden. Die außen liegenden Schraubenköpfe erlauben das An­ziehen und das Lösen der Befestigungsschrauben. Werden nach dem Ein­setzen eines Baumes (o.dgl.) die Befestigungschrauben angezogen, dringen die Kuppen oder Spitzen in den Stamm ein, und übertragen die Gewichtskraft auf den Halter, wobei die Einsätze nach außen gepreßt werden und sich gegen die Innenwand der Nut legen, mit der sie einen Reib-schluß bekommen. Über die Auflage der Befestigungsschrauben auf der unteren Innenwand der Durchgangslöcher sowie durch den entste­henden Reibschluß wird die Gewichtskraft sicher in den Halter ein­geleitet und von diesem auf die Standfüße übertragen. Ein Abstützen der Einsätze gegen einen umlaufenden Anschlag kann ebenfalls einer verbesserten Krafteinleitung dienen.

    [0010] Eine ander Möglichkeit der Einleitung der zu übertragenden Kraft ist durch eine keilförmige Ausbildung der Nuten möglich; hier stützen sich die korrespondierend dazu ausgebildeten Einsätze gegen die Keil-­Flanken ab, woduch die Durchgangslöcher selbst entlastet werden, und die Kraftübertragung auch unabhängig von einem Reibschluß wird. Die Keilform ist dabei so gelegt, daß die auf die Einsätze übertragene, nach unten gerichtete Kraft diese in den Sitz zieht. Um ein geschlos­senes Bild des Ständers zu ermöglichen, wird eine Ringabdeckung vor­gesehen, die einstückig angeformt ist, oder die bei von dem oberen Rand des Halters her einzusetzenden Einsätzen in Art eines Rastver­schlusses aufgesetzt wird.

    [0011] Die Standfüße werden bei einer Ausführungsform einstückig mit dem Halter verbunden. Bei einer anderen Ausführungsform ist der Halter analog zu den die Einsätze für die Befestigungsschrauben aufnehmenden Nuten mit - hier allerdings nach außen öffnenden - Nuten versehen, und die Standfüße weisen auf ihren dem Halter zugewandten Seiten End­platten auf, die in diese Nuten einsetzbar sind. Auch hier sind die Nuten mit Hinterschneidungskanten versehen, die vorteilhaft schwal­benschwanzartig ausgebildet sind. In diese Nuten werden die Endplat­ten der Standfüße formschlüssig eingesetzt. Eine keilförmige Nutaus­bildung dient der besseren Krafteinleitung hier von dem Halter in die Standfüße. Die zu übertragende Kräfte wirken hier ebenfalls vertikal von oben nach unten, ein Festsetzen des Halters mit seinen keilförmi­ gen Nuten bedingt daher eine Keilform, die sich von unten nach oben verengend ausgebildet ist. Dadurch wird der Halter mit seinen Nuten auf die Endplatten formschlüssig aufgeschoben.

    [0012] Um die Standfüße ausrichten zu können, sind die äußeren freien Enden der Radialteile etwa axial nach unten weisend abgewinkelt und mit je einer Aufnahme für einen höhenverstellbaren Fuß in Form eines ein- und ausschraubbaren Stellfußes versehen. Dazu kann das Schraubgewinde- direkt in das freie Ende eingebracht sein; eine eingesetzte Gewinde­buchse erlaubt eine materialsparende Ausbildung des freien Endes des Standfußes. Der Stellfuß wird vorteilhaft mit einem Stellteller ver­sehen. Dieser Stellteller verlagert bei hinreichender Größe - vor­teilhaft ist ein Stelltellerdurchmesser, der mindestens 1/3 der Aus­adung des Standfußes beträgt - die für die Kippsischerheit wichtige Verbindunglinie zweier benachbarter Stellteller erheblich nach außen und vergrößert so ohne Vergrößerung der Ausladung die Standsicherheit des Ständers. Da der verpackte Ständer regelmäßig keine eingeschraub­ten Stellfüße aufweist, sondern diese lose beigegeben sind, wirkt sich dies auch auf die Größe der Verpackung aus.

    [0013] Der Ständer wird vorteilhaft als Druck- oder Spritzgußteil herge­stellt. Für die Herstellung als Druckgußteil lassen sich die bekann­ten Druckgußlegierungen, insbesondere die des Leichtmetall - Druck­gusses einsetzen. Dadurch gelingt es einen Metallständer zu erhalten, der in einem wirtschaftlichen Herstellungsverfahren herstellbar ist. Alternativ dazu ergibt sich die Möglichkeit, den Ständer als Spritz­gußteil herzustellen, wobei der dazu eingesetzte Kunststoff den An­forderungen entsprechend ausgewählt werden kann. Für die erhebliche Beanspruchungen sind besonders faserverstärkte Kunststoffe geeignet.

    [0014] Um die Herstellung des Ständers im Druckguß- oder im Spritzgußverfah­ren zu ermöglichen und rationell zu gestalten, wird das Profil der Standfüße als nach unter offenes "U" ausgebildet. Eine mögliche Aus­steifung wird durch Querwände erreicht, die sich zwischen den Schen­kein des "U" erstrecken. Dabei werden die vertikalen Querwände vor­teilhaft im Winkel zueinander gelegt, so daß sich kreuzende Stützver­bindungen gebildet werden. Das nach unten abgebogene Ende der so aus­ gebildeten Standfüße kann bei diesen Herstellungsverfahren in einfa­cher Weise zur Aufnahme einer die Stellfüße aufnehmenden Gewindebuch­se eingerichtet werden.

    [0015] Da der Ständer für einen maximalen Stammdurchmesser ausgelegt ist, bereitet das Einstellen von Stämmen mit geringeren Durchmessern, oder aber das Arrangieren hochwachsender Pflanzen in dem Ständer Schwie­rigkeiten. Um diese zu umgehen, ist ein in den Halter einsteckbarer Einsatz vorgesehen, der mit den Befestigungsschrauben im Halter fest­gelegt wird. Dieser Einsatz weist eine Abdeckplatte auf, die mit min­destens einem Loch versehen ist. Dieses Loch erlaubt das Einstellen eines Stammes mit kleinem Durchmesser, etwa einer jungen Birke als Maibaum. Ebenso lassen sich hochgewachsenen Exemplare anderer Pflan­zen, z.B, eine Sonnenblume unterbringen. Ist die Abdeckplatte mit mehreren Löchern versehen, lassen sich in einfacher Weise Pflanzen­arrangements mit Hilfe des Ständers erstellen, wobei die Pflanzen we­gen des Wasserbehälters auch mit dem für ihre Frischhaltung notwendi­gen Wasser vesorgt werden, wobei der Wasserbehälter darüberhinaus auch noch eine niedrige, das Arrangement abrundende Bodenbepflanzung aufnimmt.

    [0016] Das Wesen der Erfindung wird an Hand der in den Figuren 1 bis 4 bei­spielhaft dargestellten Aufführungsformen dargestellt; dabei zeigen

    Fig. 1: Eine Aufsicht auf den Ständer (teilgeschnitten);

    Fig. 2: Eine Seitansicht des Ständers (teilgeschnitten);

    Fig. 3: Eine Einzelheit Ständer mit eingesetztem Standfuß;

    Fig. 4: Eine Seitansicht des Ständers entsprechend Fig. 2 jedoch mit Einsatz für kleiner Pflanzen.



    [0017] Die Figur 1 läßt in der Aufsicht erkennen, daß der auf die Stellebene S aufgesetzte Ständer im Wesentlichen aus der Stammaufnahme 10 und drei im Winkel von 120° zueinander ausgerichteten, im wesentlichen radial nach auswärts weisenden Standfüßen 20 gebildet ist. Zwischen den Standfüßen sind die Befestigungsschrauben 15 der oberen bzw. (im Bereich des Schnittes) 16 der unteren Befestigungsebene durch Verdre­hung gegenüber den Standfüßen 20 um 60° so angeordnet, daß ihre Schraubköpfe 15.2 bzw. 16.2 zwischen den Standfüßen 20 liegen und daher leicht zu erreichen sind. Die Befestigungschrauben der oberen Befestigungsebene B1 (Fig. 2) dienen im wesentliche der Befestigung des Baumes, sie tragen sein Gewicht und sind daher z.B. mit in den Stamm eindringenden Spitzen 15.1 versehen. Im Gegensatz dazu sind die (außerhalb des Schnittes durch die oberen Befestigungsschrauben 15 verdeckten) unteren Befestigungsschrauben 16 im wesentlichen zum Ausrichten des in den Ständer eingesetzten Baumes bestimmt, sie wei­sen zum besseren Übertragen der zum Ausrichten notwendigen Kräfte auf das Stammende endständig angeordnete Teller 16.1 auf, die ein Ein­dringen der Befestigungsschrauben in den Stamm verhindern. Um die beim Halten des Baumes auftretenden Kräfte einfach in den Ständer einleiten zu können, ist der Halter 10 mit im Winkelabstand von 120° voneinander vorgesehenen Nuten 11 versehen, in die Einsätze 17 mit den zur Aufnahme der Gewinde der Befestigungsschrauben 15 (Fig.2) und 16 bestimmten Gewindelöchern eingesetzt sind. Diese Einsätze 17 wer­den in den Nuten 11 von Hintergreifungskanten 11.1 gehalten. Der Hal­ter 10 selbst ist mit Durchgangslöchern 14 (Fig.2) versehen, korres­pondierend zu den Gewindelöchern der Einsätze 17, so daß die Befe­stigungsschrauben 15 bzw. 16 ohne weiteres durchgeführt und zum Be­festigen und zum Ausrichten des Baumes angezogen werden können. Durch diese Befestigungsschrauben 15 und 15 werden die Einsätze 17 in den Nuten 11 gehalten. Darüberhinaus werden die Einsätze 17 durch diese Befestigungsschrauben 15 und 16 im angezogenen Zustand gegen die Außenwände der Nuten 11 gepreßt; der dadurch entstehende Reibschluß überträgt die durch das Gewicht des Baumes ausgübte Gewichtskraft so über den Halter 10 auf den Ständer. Um die Oberseite des Halters 10 frei von Ausformungen zu halten, ist ein oberer Abdeckring 10.1 vor­gesehen, der einstückig angeformt sein kann. Dies ist dann möglich, wenn die Einsätze 17 von der unteren Seite des Halters 10 eingesetzt werden können. Für den Fall, daß dies - etwa wegen einer keilförmigen Ausbildung - nicht möglich ist, kann der obere Abdeckring 10.1 auch z.B. mit einer Rastverbindung nachträglich aufgesetzt werden.

    [0018] Die Standfüße 20 weisen im wesentlichen radial auswärts, sie sind zu­mindest in ihren Radialteilen 21 als nach unten offene U-Profile aus­gebildet und mit im inneren Freiraum angeordneten Querwände 22 (Fig. 2) verstärkt. Die freien Enden der ausladenden Standfüße sind axial nach unten abgebogen und an ihren Enden mit schraubbaren Stellfüße 27 (Fig.2) versehen, die ihrerseits die Standteller 28 aufweisen. Diese Standteller 28 mit einem Durchmesser von etwa 1/3 der Ausladung ver­lagern die für ein Kippen wichtige Kipplinie von der Position K1 nach K2, wodurch sich der Abstand der Kipplinie K2 von der zentralen Achse um etwa 35% vergrößert und durch den Einsatz dieser Standteller 28 neben einer zusätzlichen Ausrichtungsmöglichkeit des (wegen seiner 3-­Fuß-Aufstellung immer kippfrei aufsetzbaren) Ständers auch eine Ver­größerung des ein Kippen wirksam verhindernden Rückstellmoments. Die 3-Fuß-Aufstellung erlaubt darüber hinaus in einfacher Weise das Un­tersetzen eines Wasserbehälters 19 zum Frischhalten des eingesetzten Baumes, wobei es vorteilhaft ist, den Wasserbehälter in seiner Grund­form der Form eines gleichseitigen Dreiecks anzupassen; der Wasserbe­hälter 19 kann so um 60° gegenüber den Standfüßen 20 verdreht einge- setzt werden, ohne mit den Standtellern 28 zu kollidieren und ohne den freien Zugang zu den Drehköpfen 16.2 der unteren der Befesti­gungsschrauben etwa zum Zwecke des Nach-Ausrichtens zu behindern.

    [0019] Die Figur 2 zeigt eine teilgeschnittene Ansicht des Ständers gemäß der in Figur 1 eingezeichneten Schnittlinie II-II. Hier sind die übereinander liegenden, zueinander parallelen Befestigungsebenen B1 und B2 zu erkennen, die im wesentlichen parallel zu der Stellebene S ausgerichtet sind. In beiden dieser Befestigungsebenen B1 und B2 sind die Befestigungschrauben 15 und 16 angeordnet, die radial schraubbar durch die Stammaufnahme 10 geführt sind. Dazu ist die Stammaufnahme 10 mit einem Einsatz 17 versehen, der im Abstand der Befestigungs­ebenen B1 und B2 übereinander Gewindelöcher zum Durchschrauben der Befestigungsschrauben 15 und 16 aufweist, wobei die oberen Befesti­gungsschrauben 15 mit in den Stamm eindringenden Spitzen 15.1 und die unteren Befestigungsschrauben 16 mit kraftschlüssig gegen den Stamm anlegbaren Teller 16.1 versehen sind. Die Drehköpfe 15.2 bzw 16.2 - letztere bereits im Bereich des untergestellten Wasserbehälters - ge­statten das Anziehen und das Lösen der den Baum haltenden bzw. aus­richtenden Befestigungsschrauben 15 und 16. Die seitlich angeformten Standfüße 20 sind mit lediglich geringfügig nach unten geneigten Radialteilen 21 versehen, die im Bereich ihrer äußeren, freien Ende axial nach unten umgebogen sind. Diese nach unten umgebogenen freie Enden nehmen mit den Aufnahmen 25, die mit Gewindebohrungen 26 oder aber mit einer Gewindebohrung versehene Gewindeeinsätze vorgesehen sind, die Stellfüße 27 auf, die an ihren unteren Enden mit Stand­tellern 28, mit denen eine gute Standfestigkeit des Ständers erreicht wird, versehen sind.

    [0020] Die Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der die Standfüße 20 abnehmbar eingesetzt sind: Hier ist die Stammaufnahme 10 in Win­kelabständen von 60° mit Nuten 11 bzw. 12 versehen, die abwechselnd nach innen bzw nach außen öffnen. In die nach innen öffnenden Nuten 11 werden -wie vorbeschrieben- die Einsatze 17 für die Befestigungs­schrauben 15 und 16 eingesetzt. Die nach außen öffnenden Nuten 12 dienen zum lösbaren Ansetzen der Standfüße 20, deren der Stammauf­nahme 10 zugeordneten Enden der Radialteile 21 mit einer Einschub­platte 23 versehen sind. Diese Einschubplatten 23 werden formschlüs­sig von den nach außen geöffneten Nuten 12 aufgenommen. Die Hinter­greifungskanten 12.1 halten die Platte in ihrer Position. Diese Bau­art erlaubt eine äußerst platzsparende Verpackung, was sowohl für die Vorratshaltung im Handel als auch im Haus beim Benutzer bedeutsam ist. Sowohl ohne als auch mit den abnehmbaren Standfüßen ist der Ständer besonders in der Kunststoffausführung leicht zu verpacken und er bietet darüberhinaus in seiner Verpackung weiteren Platz etwa für schmückende Unterlage, sonstigen Schmuck und dergleichen, wofür die Verpackung so ausgestaltet sein kann, daß die freibleibenden Räume in der Verpackung entsprechende besonders abgeteilte Aufnahmen dafür aufweisen.

    [0021] Die Figur 4 zeigt schließlich den Ständer, wie in Fig. 2 dargestellt. In den Halter 10 ist hier ein Einsatz 18 eingesetzt. Die Befesti­gungsschrauben 15 und 16 halten den Einsatz 18 in seiner Position, wobei z.B. für die mit Kuppen oder Spitzen 15.1 versehene Befesti­gungsschrauben entsprechende Eindrückungen 18.3 vorgesehen sein kön­nen. Die obere Deckplatte 18.1 des Einsatzes 18 weist Löcher - hier ein zentrales 18.11 und periphere 18.12 - auf, durch das bzw. die Stämmchen von schwachen Bäumchens oder aber Stengel von hochwach­senden Pflanzen gesteckt werden, um ein Pflanzenarrangement zu er­ halten. Um höheren Stämmchen schwacher Bäume, wie der Maibirke oder auch langstieligen Pflanzen einen aufrechten Halt geben zu können, ist der Einsatz mit einer unteren Abschlußplatte 18.2 versehen, die zumindest eine zentrale Öffnung aufweist. Der freie Ringraum um den Einsatz 18 kann dabei in gleicher Weise genutzt werden: Um mittelho­he, gegenüber den von Einsatz 18 direkt gehaltenen Pflanzen zu arran­gieren, werden diese in den zwischen der Innenwand des Halters 10 und der Außenwand der Einsatzes 18 gebildeten Ringraum eingesteckt. In gleicher Weise können das Arrangement abschließende, niedrige Pflan­zen in den Wasserbehälter 19 eingesetzt werden. Bedingt durch das in diesem Wasserbehälter 19 vorrätige Wasser sind zumindest die Befesti­gungsschrauben 16 der unteren Befestigungsebene B2 in oder nahe an diesem Wasser, in dem im allgemeinen Salze und andere Pflanzennähr­stoffe vorliegen, und in dem sich auch Pflanzenstoffwechselprodukte anreichern können. Derartige Wässer können auf diese Befestigungs­schrauben korrosiv einwirken. Einem derartigen, nicht auszuschließen­den Korrosionsangriff kann durch entsprechende Materialauswahl Rech­nung getragen werden, z.B. durch die Verwendung von nichtrostenden Edelstählen für die Befestigungsschrauben. Wichtig bei der Material­auswahl ist, daß sich zwischen den Befestigungsschrauben 18 und dem Einsatz 17 zum Halten dieser Befestigungsschrauben kein korrosions­förderndes galvanisches Element bilden kann.


    Ansprüche

    01. Ständer, insbesondere für Weihnachtsbäume mit mindestens drei im gleichen Winkelabstand voneinander im wesentlichen radial nach außen weisenden, auf eine Stellebene (S) auf­setzbaren Standfüßen (20) und mit einem das untere Stamm­ende aufnehmenden, rohrförmigen Halter (10), der mit mehre­ren, in zwei übereinander liegenden Befestigungsebenen (B1, B2) angeordneten, radialen Befestigungsschrauben (15, 16) zur Befestigung und Ausrichtung des insbesondere in einen Wasserbehälter (19) eintauchenden Stammendes versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Standfüße (20) nahe dem oberen Ende des Halters (10) angeordnet und mit im wesent- lichen nach außen weisenden Radialteilen (21), an deren freien Enden im Abstand von dem Halter (10) etwa in Axial­richtung umgebogene Aufnahmen (25) mit höhenverstellbaren Mittel zum Aufstellen auf der Stellebenen (S) vorgesehen sind, wobei der Abstand zwischen Stellebene (S) und dem ihr zugewandten, unteren Ende des Halters (10) das Einsetzen des Wasserbehälters (19) vorzugsweise mit der Grundform eines gleichseitigen Dreiecks erlaubt, und daß die in den zwei jeweils nahe einem der Enden des Halters (10) liegen­den Befestigungsebenen (B1, B2) angeordneten Befestigungs­schrauben (15, 16) zum Klemmen und Ausrichten des Baumes im mit entsprechenden Gegengewinden versehenen Löchern in den Halter (10) ein- und ausschraubbar sind, wobei die Befe­stigungsschrauben (15, 16) jeweils etwa mittig zwischen zwei Standfüßen angeordnet sind und untereinander gleiche Winkelabstände aufweisen.
     
    02. Ständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren Enden mindestens der Befestigungsschrauben (15; 16) einer der Befestigungsebenen (B1; B2), vorzugsweise der un­teren, mit Abstütztellern (16.1) versehen sind.
     
    03. Ständer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Wand des Halters (1o) mit vorzugweise schwalbenschwanzartigen Hinterschneidungen (11.1) versehe­ne, im wesentlichen achsparallel verlaufende, nach innen ge-öffnete Nuten (11) aufweist, in die Einsätze (17) einge­setzt sind, jeder mit den beiden übereinander angeordneten, die Befestigungsschrauben (15, 16) aufnehmenden Gewindelö­chern versehen, wobei in dem Halter (10) Durchgangslöcher (14) vorgesehen sind, die zu diesen Gewindelöchern korres­pondieren.
     
    04. Ständer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsätze (17) gegen einen im Bereich der der Stellebene zugewandten Seite des Halters (10) angeordneten, vorzugs­weise ringförmig umlaufenden Anschlag abgestützt sind.
     
    05. Ständer nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (11) von der der Stellebene (S) abgewandten Seite zu der der Stellebene (S) zugewandten Seite hin keilförmig verengt ausgebildet sind, wobei die Einsätze (17) der Keil­form entsprechend ausgebildet und eingesetzt so gegen den Halter (10) abgestützt sind.
     
    06. Ständer nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekenn­zeichnet, daß das der Stellebene (S) abgewandte Ende des Halters (10) mit einer Ringabdeckung (10.1) versehen ist.
     
    07. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Standfüße (20) im Bereich des oberen En­des des Halters (10) einstückig mit diesem verbunden sind.
     
    08. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn­zeichnet, daß der Halter (1o) mit achsial verlaufenden, vorzugsweise schwalbenschwanzförmige Hinterschneidungen aufweisende, nach außen geöffnete Nuten (12) versehen ist, und daß die Standfüße (20) in diese Nuten (12) formschlüs­sig einführbare und mit diesen zusammenwirkende Endplatten (23) aufweisen.
     
    09. Ständer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (12) für die Endplatten (23) der Standfüße (20) als vorzugsweise keilförmig von oben nach unten verengend zum Festsetzen der dazu korrespondierenden Endplatten (23) ausgebildet sind.
     
    10. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn­zeichnet, daß die an den freien Enden der Stellfüße (20) vorgesehenen Aufnahmen (25) mit einem Aufnahmegewinde vor­zugsweise in Form eingesetzter Gewindebuchsen versehen sind, und in jede der Aufnahmen als Mittel zum Aufstellen des Ständers ein einschraubbarer Stellfuß, mit Stellschrau­be (27) und Stellteller (28) eingesetzt sind.
     
    11. Ständer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Stellteller (28) mindestens 1/3 der Ausla­dung der Stellfüße (20) ist.
     
    12. Ständer nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 11, ge­kennzeichnet durch einen in den Halter (10) einsetz- und dort festlegbaren Einsatz (18) mit einer mit mindetens ei­nem, vorzugsweise mit mehreren Löcher (18.11; 18.12) ver­sehene Abdeckplatte (18).
     
    13. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekenn­zeichnet, daß zumindest der Halter (10) ein Druck- oder Spritzgußteil ist.
     
    14. Ständer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Ständer mit Stammaufnahme (10) und Standfüßen (20) aus vor­zugsweise faserverstärktem Kunststoff gespritzt ist.
     
    15. Ständer nach einem der Anspüche 1 bis 14, dadurch gekenn­zeichnet, daß zumindest das Profil der Radialteile (21) der Stellfüße (20) ein zur Stellebene (S) hin offenes, mit Querwänden (22) ausgesteiftes U bildet, wobei vorzugsweise die Querwände (22) zueinander im Winkel stehend und sich kreuzend ausgebildet sind.
     
    16. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 15, gekennzeichnet durch einen Wasserbehälter (19) mit einer im wesentlichen gleichseitig-dreieckigen Grundform, bei dem zumindest dessen Ecken abgerundet sind.
     




    Zeichnung