[0001] Die Erfindung berifft einen Ständer, insbesondere für Weihnachtsbäume mit mindestens
drei im gleichen Winkelabstand voreinander im wesentlichen radial nach außen weisenden,
auf eine Stellebene aufsetzbaren Standfüßen und mit einem das untere Stammende aufnehmenden,
rohrförmigen Halter, der mit mehreren in zwei übereinander liegenden Befestigungsebenen
angeordneten, radialen Befestigungsschrauben zur Befestigung und Ausrichtung des
insbesondere in einen Wasserbehälter eintauchenden Stammendes versehen ist.
[0002] Zum Aufstellen von Bäumen zum Schmuck, wie z.B. Weihnachtsbäume oder Maibäume sind
verschiedene Arten von Ständern bekannt. Nach einem Vorschlag (US-PS 1 005 750) ist
der in einen mit ausladenden Standfüßen versehenen Ständer eingesetzte Baumstumpf
mit aufgesetzten und festgeklemmtem Feststellringen versehen, von denen einer oberhalb
und einer unterhalb des rohrförmigen Halters angeordnet den Baum am Ständer fixiert;
nach einem anderen Vorschlag (US-PS 1 680 050) wird der Baumstumpf von seitlich an
einem Untergestell mit ausladenden Standfüßen befestigten Klemmvorrichtung mit zwei
unabhängig voneinander höhenverstellbar angeordneten, offenen Klemmringen aufgenommen,
wobei das freie Stammende in ein Wassergefäß eingestellt ist. Bei einem anderen Ständer
(US-PS 1 694 815) mit ausladenden Standfüßen wird der Baumstumpf in den hier becherförmigen
Halter eingesetzt, wobei das Stammende auf dem Boden des Halters aufsteht. Das eingesetzte
Stammende wird dann mit in zwei übereinander liegenden Ebenen angeordneten Klemmschrauben
festgeklemmt. Der Halter ist drehbar auf ein Untergestell mit abnehmbaren Standfüßen
aufgesetzt.
[0003] Es sind weiter Ständer bekannt, bei denen das untere Stammende in einen Halter eingeführt
wird (z.B. DE-GM 1 778 031), wobei das Stammende im Bereich des unteren Endes der
Kalters aufsitzt und mit mehreren Feststellschrauben im Bereich des oberen Endes
des rohrförmigen Halters festgeklemmt wird. Dabei ist der Halter auf einen mit Standfüßen
versehenen Ständer aufgesetzt, dessen Ausladung die Standfestigkeit bestimmt. Bei
dieser Konstruktion wird versucht, das Ge-' wicht das Baumes durch das Aufsitzen abzufangen
und so den ausgestellten Stamm mit Hilfe der nahe dem einen Ende des Halters angeordneten
Feststellschrauben auszurichten und in ausgerichteter Stellung zu fixieren. Nachteilig
dabei ist, daß das Ausrichten nur unter Schwierigkeiten durchzuführen ist, da die
untere Auflage nicht punktförmig ist und nicht als achsial vorausgesetzt werden kann,
und da Unregelmäßigkeiten im Wuchs des Stammes ein einwandfreies Ausrichten in Verbindung
mit dem Feststellen erschweren. Es wurde daher auch schon vorgeschlagen (DE-GM 82
35 405), den Halter mit mehreren Feststellschrauben zu versehen, die in übereinander
liegenden Ebenen angeordnet sind. Dabei wird das untere Ende des Stammes mit mehreren,
in der unteren Ebene der Stammaufnahme vorgesehenen Feststellschrauben festgeklemmt,
während die in der oberen Ebene angeordneten zunächst zum Ausrichten und danach zum
zusätzlichen Festklemmen vorgesehen sind. Darüberhinaus ist daraus auch bekannt,
den Baumständer mit drei Standfüßen zu versehen, um die besondere Kippsicherheit einer
Drei-Punkt-Auflage auszunutzen. Es wurde auch schon vorgeschlagen (DE-GM 72 47 527),
den gesamten Ständer für einen Weihnachstbaum in ein mit Wasser gefülltes Gefäß einzustellen,
um so einem Austrocknen vorzubeugen und den Weihnachtsbaum frisch zu halten.
[0004] Hier setzt die Erfindung ein, der die Aufgabe zugrunde liegt, einen Ständer der vorgenannten
Gattung so weiter zu bilden, daß Klemmung und Ausrichtung in einfacher Weise vorgenommen
werden kann, wobei der Baumständer selbst leichtgewichtig und bei verringertem Materialbedarf
wirtschaftlich hergestellt, die notwendige Standfestigkeit aufweist, wobei darüber
hinaus zur Frischhaltung des Baumes eine Wasserversorgung in platzsparender Weise
möglich ist, und der sich insgesamt noch platzsparend so verpacken läßt, daß zusätzliche
Dekorationen vorgesehen werden können.
[0005] Durch die am obere Rand des Halters angesetzten Standfüße ist dieser quasi aufgehängt,
so daß der vom Halter getragene Baum, sei es ein Weihnachtsbaum, ein Maibaum oder
ein sonstiger Baum oder aber auch ein anderes hochwachsendes, zu Schmuckzwecken aufgestelltes
Gewächs sicher gehalten wird. Dabei ist dieses Halten unabhängig von der Zahl der
Standfüße, wenn nur ihre Anzahlzahl größer als drei ist; wobei drei Standfüße immer
kippfrei auf eine Stellebene aufgesetzt werden können. Hat der Untergrund Abweichungen
von einer idealen Ebene, oder weist der Ständer mehr als drei Standfüße auf, kann
die Kippfreiheit durch einen entsprechenden Ausgleich mit den höhenverstellbaren Mitteln
erfolgen, deren veränderbare Höheneinstellung diesen Ausgleich vorzunehmen erlaubt.
Dazu sind die freien Enden der im wesentlichen nach außen gerichteten Radialteile
der Standfüße, die auch eine Neigung nach unten aufweisen können, an ihren freien
Enden so ausgebildet, daß sie derartige Mittel aufnehmen können. Der Halter für den
Stamm und die Standfüße sind dabei so aufeinander abgestellt, daß der Abstand zwischen
der Unterkante des Halters und der Stellebene ein Größe erreicht, die das Unterschieben
eines Wasserbehälters erlaubt.
[0006] Zur guten Ausnutzung des Platzes ist dieser Wasserbehälter vorteilhafterweise in
der Grundform eines gleichseitigen Dreieckes ausgebildet, wobei zum Erreichen einer
formschönen Ausführungsform die Ecken durchaus abgerundet und die Wände gestuft und
mit einer abge rundeten Oberkante, die gleichzeitig eine Versteifung darstellt,versehen
ausgeführt werden. Auch in drei 120°-Bögen, deren Krümmungsmittelpunkt in dem gegenüberliegenden
Eckpunkt des oft auch als "Gleichdick" bezeichneten, nunmehr sphärischen Dreiecks
liegt, ausgeführte Seitenwände gestatten eine formschöne Gestaltung des Wasserbehälters.
[0007] Der Halter weist in zwei übereinander liegenden Befestigungsebenen mehrere Befestigungsschrauben
auf, und zwar jeweils in der Mitte zwischen zwei der Befestigungsfüße. Dadurch sind
immer die Schraubenköpfe, die vorteilhaft als Griffknöpfe ausgebildet sind, zugänglich.
Diese Befestigungsschrauben - bei drei Stellfüßen drei - liegen dabei im gleichen
Winkelabstand zueinander. Bei dieser Anordnung bilden die "Ecken" eines untergesetzten
im wesentlichen dreieckigen Wasserbehälters die Ausladungen, die im Bereich des Wasserbehälters
die unteren der Befestigungsschrauben aufnehmen.
[0008] Um den Baum ohne wesentliche Schwierigkeiten halten und ausrichten zu können, sind
einige der Befestigungsschrauben zum Eindringen in den Stamm eingerichtet, sie besitzen
Kuppen oder Spitzen. Diese in den Stamm eindringenden Befestigungsschrauben fangen
die Gewichtskraft des Baumes auf und leiten sie in den Halter ein. Ein Ausrichten
würde durch dieses Eindringen der Befestigungsschrauben in den Stamm zumindest erschwert.
Daher werden einige Befestigungsschrauben, vorteilhafterweise die der unteren, der
Stellebene nahen Befestigungsebene, mit einem Abstützteller versehen, der sich gegen
das Äußere des Stammes legt.
[0009] Um die Befestigungsschrauben vorteilhaft im Halter schraubbar anzuordnen, sind in
der Wandung des Halters achsparallele Nuten vorgesehen, in die Einsätze eingesetzt
sind, die ihrerseits die Gewindelöcher für die Befestigungsschrauben aufweisen. Die
diese Einsätze aufnehmenden Nuten sind mit Hinterschneidungskanten versehen, die die
Einsätze wie Nutensteine aufnehmen, wobei eine schwalbenschwanzartige Ausbildung der
Hinterschneidungskanten das Einführen der Einsätze erleichtert. Der Halter selbst
weist korrespondierend zu diesen Gewindelöchern Durchgangslöcher auf, durch die die
Befestigungsschrauben geführt werden. Die außen liegenden Schraubenköpfe erlauben
das Anziehen und das Lösen der Befestigungsschrauben. Werden nach dem Einsetzen
eines Baumes (o.dgl.) die Befestigungschrauben angezogen, dringen die Kuppen oder
Spitzen in den Stamm ein, und übertragen die Gewichtskraft auf den Halter, wobei die
Einsätze nach außen gepreßt werden und sich gegen die Innenwand der Nut legen, mit
der sie einen Reib-schluß bekommen. Über die Auflage der Befestigungsschrauben auf
der unteren Innenwand der Durchgangslöcher sowie durch den entstehenden Reibschluß
wird die Gewichtskraft sicher in den Halter eingeleitet und von diesem auf die Standfüße
übertragen. Ein Abstützen der Einsätze gegen einen umlaufenden Anschlag kann ebenfalls
einer verbesserten Krafteinleitung dienen.
[0010] Eine ander Möglichkeit der Einleitung der zu übertragenden Kraft ist durch eine keilförmige
Ausbildung der Nuten möglich; hier stützen sich die korrespondierend dazu ausgebildeten
Einsätze gegen die Keil-Flanken ab, woduch die Durchgangslöcher selbst entlastet
werden, und die Kraftübertragung auch unabhängig von einem Reibschluß wird. Die Keilform
ist dabei so gelegt, daß die auf die Einsätze übertragene, nach unten gerichtete Kraft
diese in den Sitz zieht. Um ein geschlossenes Bild des Ständers zu ermöglichen, wird
eine Ringabdeckung vorgesehen, die einstückig angeformt ist, oder die bei von dem
oberen Rand des Halters her einzusetzenden Einsätzen in Art eines Rastverschlusses
aufgesetzt wird.
[0011] Die Standfüße werden bei einer Ausführungsform einstückig mit dem Halter verbunden.
Bei einer anderen Ausführungsform ist der Halter analog zu den die Einsätze für die
Befestigungsschrauben aufnehmenden Nuten mit - hier allerdings nach außen öffnenden
- Nuten versehen, und die Standfüße weisen auf ihren dem Halter zugewandten Seiten
Endplatten auf, die in diese Nuten einsetzbar sind. Auch hier sind die Nuten mit
Hinterschneidungskanten versehen, die vorteilhaft schwalbenschwanzartig ausgebildet
sind. In diese Nuten werden die Endplatten der Standfüße formschlüssig eingesetzt.
Eine keilförmige Nutausbildung dient der besseren Krafteinleitung hier von dem Halter
in die Standfüße. Die zu übertragende Kräfte wirken hier ebenfalls vertikal von oben
nach unten, ein Festsetzen des Halters mit seinen keilförmi gen Nuten bedingt daher
eine Keilform, die sich von unten nach oben verengend ausgebildet ist. Dadurch wird
der Halter mit seinen Nuten auf die Endplatten formschlüssig aufgeschoben.
[0012] Um die Standfüße ausrichten zu können, sind die äußeren freien Enden der Radialteile
etwa axial nach unten weisend abgewinkelt und mit je einer Aufnahme für einen höhenverstellbaren
Fuß in Form eines ein- und ausschraubbaren Stellfußes versehen. Dazu kann das Schraubgewinde-
direkt in das freie Ende eingebracht sein; eine eingesetzte Gewindebuchse erlaubt
eine materialsparende Ausbildung des freien Endes des Standfußes. Der Stellfuß wird
vorteilhaft mit einem Stellteller versehen. Dieser Stellteller verlagert bei hinreichender
Größe - vorteilhaft ist ein Stelltellerdurchmesser, der mindestens 1/3 der Ausadung
des Standfußes beträgt - die für die Kippsischerheit wichtige Verbindunglinie zweier
benachbarter Stellteller erheblich nach außen und vergrößert so ohne Vergrößerung
der Ausladung die Standsicherheit des Ständers. Da der verpackte Ständer regelmäßig
keine eingeschraubten Stellfüße aufweist, sondern diese lose beigegeben sind, wirkt
sich dies auch auf die Größe der Verpackung aus.
[0013] Der Ständer wird vorteilhaft als Druck- oder Spritzgußteil hergestellt. Für die
Herstellung als Druckgußteil lassen sich die bekannten Druckgußlegierungen, insbesondere
die des Leichtmetall - Druckgusses einsetzen. Dadurch gelingt es einen Metallständer
zu erhalten, der in einem wirtschaftlichen Herstellungsverfahren herstellbar ist.
Alternativ dazu ergibt sich die Möglichkeit, den Ständer als Spritzgußteil herzustellen,
wobei der dazu eingesetzte Kunststoff den Anforderungen entsprechend ausgewählt werden
kann. Für die erhebliche Beanspruchungen sind besonders faserverstärkte Kunststoffe
geeignet.
[0014] Um die Herstellung des Ständers im Druckguß- oder im Spritzgußverfahren zu ermöglichen
und rationell zu gestalten, wird das Profil der Standfüße als nach unter offenes "U"
ausgebildet. Eine mögliche Aussteifung wird durch Querwände erreicht, die sich zwischen
den Schenkein des "U" erstrecken. Dabei werden die vertikalen Querwände vorteilhaft
im Winkel zueinander gelegt, so daß sich kreuzende Stützverbindungen gebildet werden.
Das nach unten abgebogene Ende der so aus gebildeten Standfüße kann bei diesen Herstellungsverfahren
in einfacher Weise zur Aufnahme einer die Stellfüße aufnehmenden Gewindebuchse eingerichtet
werden.
[0015] Da der Ständer für einen maximalen Stammdurchmesser ausgelegt ist, bereitet das Einstellen
von Stämmen mit geringeren Durchmessern, oder aber das Arrangieren hochwachsender
Pflanzen in dem Ständer Schwierigkeiten. Um diese zu umgehen, ist ein in den Halter
einsteckbarer Einsatz vorgesehen, der mit den Befestigungsschrauben im Halter festgelegt
wird. Dieser Einsatz weist eine Abdeckplatte auf, die mit mindestens einem Loch versehen
ist. Dieses Loch erlaubt das Einstellen eines Stammes mit kleinem Durchmesser, etwa
einer jungen Birke als Maibaum. Ebenso lassen sich hochgewachsenen Exemplare anderer
Pflanzen, z.B, eine Sonnenblume unterbringen. Ist die Abdeckplatte mit mehreren Löchern
versehen, lassen sich in einfacher Weise Pflanzenarrangements mit Hilfe des Ständers
erstellen, wobei die Pflanzen wegen des Wasserbehälters auch mit dem für ihre Frischhaltung
notwendigen Wasser vesorgt werden, wobei der Wasserbehälter darüberhinaus auch noch
eine niedrige, das Arrangement abrundende Bodenbepflanzung aufnimmt.
[0016] Das Wesen der Erfindung wird an Hand der in den Figuren 1 bis 4 beispielhaft dargestellten
Aufführungsformen dargestellt; dabei zeigen
Fig. 1: Eine Aufsicht auf den Ständer (teilgeschnitten);
Fig. 2: Eine Seitansicht des Ständers (teilgeschnitten);
Fig. 3: Eine Einzelheit Ständer mit eingesetztem Standfuß;
Fig. 4: Eine Seitansicht des Ständers entsprechend Fig. 2 jedoch mit Einsatz für kleiner
Pflanzen.
[0017] Die Figur 1 läßt in der Aufsicht erkennen, daß der auf die Stellebene S aufgesetzte
Ständer im Wesentlichen aus der Stammaufnahme 10 und drei im Winkel von 120° zueinander
ausgerichteten, im wesentlichen radial nach auswärts weisenden Standfüßen 20 gebildet
ist. Zwischen den Standfüßen sind die Befestigungsschrauben 15 der oberen bzw. (im
Bereich des Schnittes) 16 der unteren Befestigungsebene durch Verdrehung gegenüber
den Standfüßen 20 um 60° so angeordnet, daß ihre Schraubköpfe 15.2 bzw. 16.2 zwischen
den Standfüßen 20 liegen und daher leicht zu erreichen sind. Die Befestigungschrauben
der oberen Befestigungsebene B1 (Fig. 2) dienen im wesentliche der Befestigung des
Baumes, sie tragen sein Gewicht und sind daher z.B. mit in den Stamm eindringenden
Spitzen 15.1 versehen. Im Gegensatz dazu sind die (außerhalb des Schnittes durch die
oberen Befestigungsschrauben 15 verdeckten) unteren Befestigungsschrauben 16 im wesentlichen
zum Ausrichten des in den Ständer eingesetzten Baumes bestimmt, sie weisen zum besseren
Übertragen der zum Ausrichten notwendigen Kräfte auf das Stammende endständig angeordnete
Teller 16.1 auf, die ein Eindringen der Befestigungsschrauben in den Stamm verhindern.
Um die beim Halten des Baumes auftretenden Kräfte einfach in den Ständer einleiten
zu können, ist der Halter 10 mit im Winkelabstand von 120° voneinander vorgesehenen
Nuten 11 versehen, in die Einsätze 17 mit den zur Aufnahme der Gewinde der Befestigungsschrauben
15 (Fig.2) und 16 bestimmten Gewindelöchern eingesetzt sind. Diese Einsätze 17 werden
in den Nuten 11 von Hintergreifungskanten 11.1 gehalten. Der Halter 10 selbst ist
mit Durchgangslöchern 14 (Fig.2) versehen, korrespondierend zu den Gewindelöchern
der Einsätze 17, so daß die Befestigungsschrauben 15 bzw. 16 ohne weiteres durchgeführt
und zum Befestigen und zum Ausrichten des Baumes angezogen werden können. Durch diese
Befestigungsschrauben 15 und 15 werden die Einsätze 17 in den Nuten 11 gehalten. Darüberhinaus
werden die Einsätze 17 durch diese Befestigungsschrauben 15 und 16 im angezogenen
Zustand gegen die Außenwände der Nuten 11 gepreßt; der dadurch entstehende Reibschluß
überträgt die durch das Gewicht des Baumes ausgübte Gewichtskraft so über den Halter
10 auf den Ständer. Um die Oberseite des Halters 10 frei von Ausformungen zu halten,
ist ein oberer Abdeckring 10.1 vorgesehen, der einstückig angeformt sein kann. Dies
ist dann möglich, wenn die Einsätze 17 von der unteren Seite des Halters 10 eingesetzt
werden können. Für den Fall, daß dies - etwa wegen einer keilförmigen Ausbildung -
nicht möglich ist, kann der obere Abdeckring 10.1 auch z.B. mit einer Rastverbindung
nachträglich aufgesetzt werden.
[0018] Die Standfüße 20 weisen im wesentlichen radial auswärts, sie sind zumindest in ihren
Radialteilen 21 als nach unten offene U-Profile ausgebildet und mit im inneren Freiraum
angeordneten Querwände 22 (Fig. 2) verstärkt. Die freien Enden der ausladenden Standfüße
sind axial nach unten abgebogen und an ihren Enden mit schraubbaren Stellfüße 27 (Fig.2)
versehen, die ihrerseits die Standteller 28 aufweisen. Diese Standteller 28 mit einem
Durchmesser von etwa 1/3 der Ausladung verlagern die für ein Kippen wichtige Kipplinie
von der Position K1 nach K2, wodurch sich der Abstand der Kipplinie K2 von der zentralen
Achse um etwa 35% vergrößert und durch den Einsatz dieser Standteller 28 neben einer
zusätzlichen Ausrichtungsmöglichkeit des (wegen seiner 3-Fuß-Aufstellung immer kippfrei
aufsetzbaren) Ständers auch eine Vergrößerung des ein Kippen wirksam verhindernden
Rückstellmoments. Die 3-Fuß-Aufstellung erlaubt darüber hinaus in einfacher Weise
das Untersetzen eines Wasserbehälters 19 zum Frischhalten des eingesetzten Baumes,
wobei es vorteilhaft ist, den Wasserbehälter in seiner Grundform der Form eines gleichseitigen
Dreiecks anzupassen; der Wasserbehälter 19 kann so um 60° gegenüber den Standfüßen
20 verdreht einge- setzt werden, ohne mit den Standtellern 28 zu kollidieren und ohne
den freien Zugang zu den Drehköpfen 16.2 der unteren der Befestigungsschrauben etwa
zum Zwecke des Nach-Ausrichtens zu behindern.
[0019] Die Figur 2 zeigt eine teilgeschnittene Ansicht des Ständers gemäß der in Figur 1
eingezeichneten Schnittlinie II-II. Hier sind die übereinander liegenden, zueinander
parallelen Befestigungsebenen B1 und B2 zu erkennen, die im wesentlichen parallel
zu der Stellebene S ausgerichtet sind. In beiden dieser Befestigungsebenen B1 und
B2 sind die Befestigungschrauben 15 und 16 angeordnet, die radial schraubbar durch
die Stammaufnahme 10 geführt sind. Dazu ist die Stammaufnahme 10 mit einem Einsatz
17 versehen, der im Abstand der Befestigungsebenen B1 und B2 übereinander Gewindelöcher
zum Durchschrauben der Befestigungsschrauben 15 und 16 aufweist, wobei die oberen
Befestigungsschrauben 15 mit in den Stamm eindringenden Spitzen 15.1 und die unteren
Befestigungsschrauben 16 mit kraftschlüssig gegen den Stamm anlegbaren Teller 16.1
versehen sind. Die Drehköpfe 15.2 bzw 16.2 - letztere bereits im Bereich des untergestellten
Wasserbehälters - gestatten das Anziehen und das Lösen der den Baum haltenden bzw.
ausrichtenden Befestigungsschrauben 15 und 16. Die seitlich angeformten Standfüße
20 sind mit lediglich geringfügig nach unten geneigten Radialteilen 21 versehen, die
im Bereich ihrer äußeren, freien Ende axial nach unten umgebogen sind. Diese nach
unten umgebogenen freie Enden nehmen mit den Aufnahmen 25, die mit Gewindebohrungen
26 oder aber mit einer Gewindebohrung versehene Gewindeeinsätze vorgesehen sind, die
Stellfüße 27 auf, die an ihren unteren Enden mit Standtellern 28, mit denen eine
gute Standfestigkeit des Ständers erreicht wird, versehen sind.
[0020] Die Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der die Standfüße 20 abnehmbar
eingesetzt sind: Hier ist die Stammaufnahme 10 in Winkelabständen von 60° mit Nuten
11 bzw. 12 versehen, die abwechselnd nach innen bzw nach außen öffnen. In die nach
innen öffnenden Nuten 11 werden -wie vorbeschrieben- die Einsatze 17 für die Befestigungsschrauben
15 und 16 eingesetzt. Die nach außen öffnenden Nuten 12 dienen zum lösbaren Ansetzen
der Standfüße 20, deren der Stammaufnahme 10 zugeordneten Enden der Radialteile 21
mit einer Einschubplatte 23 versehen sind. Diese Einschubplatten 23 werden formschlüssig
von den nach außen geöffneten Nuten 12 aufgenommen. Die Hintergreifungskanten 12.1
halten die Platte in ihrer Position. Diese Bauart erlaubt eine äußerst platzsparende
Verpackung, was sowohl für die Vorratshaltung im Handel als auch im Haus beim Benutzer
bedeutsam ist. Sowohl ohne als auch mit den abnehmbaren Standfüßen ist der Ständer
besonders in der Kunststoffausführung leicht zu verpacken und er bietet darüberhinaus
in seiner Verpackung weiteren Platz etwa für schmückende Unterlage, sonstigen Schmuck
und dergleichen, wofür die Verpackung so ausgestaltet sein kann, daß die freibleibenden
Räume in der Verpackung entsprechende besonders abgeteilte Aufnahmen dafür aufweisen.
[0021] Die Figur 4 zeigt schließlich den Ständer, wie in Fig. 2 dargestellt. In den Halter
10 ist hier ein Einsatz 18 eingesetzt. Die Befestigungsschrauben 15 und 16 halten
den Einsatz 18 in seiner Position, wobei z.B. für die mit Kuppen oder Spitzen 15.1
versehene Befestigungsschrauben entsprechende Eindrückungen 18.3 vorgesehen sein
können. Die obere Deckplatte 18.1 des Einsatzes 18 weist Löcher - hier ein zentrales
18.11 und periphere 18.12 - auf, durch das bzw. die Stämmchen von schwachen Bäumchens
oder aber Stengel von hochwachsenden Pflanzen gesteckt werden, um ein Pflanzenarrangement
zu er halten. Um höheren Stämmchen schwacher Bäume, wie der Maibirke oder auch langstieligen
Pflanzen einen aufrechten Halt geben zu können, ist der Einsatz mit einer unteren
Abschlußplatte 18.2 versehen, die zumindest eine zentrale Öffnung aufweist. Der freie
Ringraum um den Einsatz 18 kann dabei in gleicher Weise genutzt werden: Um mittelhohe,
gegenüber den von Einsatz 18 direkt gehaltenen Pflanzen zu arrangieren, werden diese
in den zwischen der Innenwand des Halters 10 und der Außenwand der Einsatzes 18 gebildeten
Ringraum eingesteckt. In gleicher Weise können das Arrangement abschließende, niedrige
Pflanzen in den Wasserbehälter 19 eingesetzt werden. Bedingt durch das in diesem
Wasserbehälter 19 vorrätige Wasser sind zumindest die Befestigungsschrauben 16 der
unteren Befestigungsebene B2 in oder nahe an diesem Wasser, in dem im allgemeinen
Salze und andere Pflanzennährstoffe vorliegen, und in dem sich auch Pflanzenstoffwechselprodukte
anreichern können. Derartige Wässer können auf diese Befestigungsschrauben korrosiv
einwirken. Einem derartigen, nicht auszuschließenden Korrosionsangriff kann durch
entsprechende Materialauswahl Rechnung getragen werden, z.B. durch die Verwendung
von nichtrostenden Edelstählen für die Befestigungsschrauben. Wichtig bei der Materialauswahl
ist, daß sich zwischen den Befestigungsschrauben 18 und dem Einsatz 17 zum Halten
dieser Befestigungsschrauben kein korrosionsförderndes galvanisches Element bilden
kann.
01. Ständer, insbesondere für Weihnachtsbäume mit mindestens drei im gleichen Winkelabstand
voneinander im wesentlichen radial nach außen weisenden, auf eine Stellebene (S) aufsetzbaren
Standfüßen (20) und mit einem das untere Stammende aufnehmenden, rohrförmigen Halter
(10), der mit mehreren, in zwei übereinander liegenden Befestigungsebenen (B1, B2)
angeordneten, radialen Befestigungsschrauben (15, 16) zur Befestigung und Ausrichtung
des insbesondere in einen Wasserbehälter (19) eintauchenden Stammendes versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Standfüße (20) nahe dem oberen Ende des Halters (10) angeordnet und mit
im wesent- lichen nach außen weisenden Radialteilen (21), an deren freien Enden im
Abstand von dem Halter (10) etwa in Axialrichtung umgebogene Aufnahmen (25) mit höhenverstellbaren
Mittel zum Aufstellen auf der Stellebenen (S) vorgesehen sind, wobei der Abstand zwischen
Stellebene (S) und dem ihr zugewandten, unteren Ende des Halters (10) das Einsetzen
des Wasserbehälters (19) vorzugsweise mit der Grundform eines gleichseitigen Dreiecks
erlaubt, und daß die in den zwei jeweils nahe einem der Enden des Halters (10) liegenden
Befestigungsebenen (B1, B2) angeordneten Befestigungsschrauben (15, 16) zum Klemmen
und Ausrichten des Baumes im mit entsprechenden Gegengewinden versehenen Löchern in
den Halter (10) ein- und ausschraubbar sind, wobei die Befestigungsschrauben (15,
16) jeweils etwa mittig zwischen zwei Standfüßen angeordnet sind und untereinander
gleiche Winkelabstände aufweisen.
02. Ständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren Enden mindestens der Befestigungsschrauben (15; 16) einer der Befestigungsebenen
(B1; B2), vorzugsweise der unteren, mit Abstütztellern (16.1) versehen sind.
03. Ständer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand des Halters (1o) mit vorzugweise schwalbenschwanzartigen Hinterschneidungen
(11.1) versehene, im wesentlichen achsparallel verlaufende, nach innen ge-öffnete
Nuten (11) aufweist, in die Einsätze (17) eingesetzt sind, jeder mit den beiden übereinander
angeordneten, die Befestigungsschrauben (15, 16) aufnehmenden Gewindelöchern versehen,
wobei in dem Halter (10) Durchgangslöcher (14) vorgesehen sind, die zu diesen Gewindelöchern
korrespondieren.
04. Ständer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsätze (17) gegen einen im Bereich der der Stellebene zugewandten Seite
des Halters (10) angeordneten, vorzugsweise ringförmig umlaufenden Anschlag abgestützt
sind.
05. Ständer nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (11) von der der Stellebene (S) abgewandten Seite zu der der Stellebene
(S) zugewandten Seite hin keilförmig verengt ausgebildet sind, wobei die Einsätze
(17) der Keilform entsprechend ausgebildet und eingesetzt so gegen den Halter (10)
abgestützt sind.
06. Ständer nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das der Stellebene (S) abgewandte Ende des Halters (10) mit einer Ringabdeckung
(10.1) versehen ist.
07. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Standfüße (20) im Bereich des oberen Endes des Halters (10) einstückig
mit diesem verbunden sind.
08. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (1o) mit achsial verlaufenden, vorzugsweise schwalbenschwanzförmige
Hinterschneidungen aufweisende, nach außen geöffnete Nuten (12) versehen ist, und
daß die Standfüße (20) in diese Nuten (12) formschlüssig einführbare und mit diesen
zusammenwirkende Endplatten (23) aufweisen.
09. Ständer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (12) für die Endplatten (23) der Standfüße (20) als vorzugsweise keilförmig
von oben nach unten verengend zum Festsetzen der dazu korrespondierenden Endplatten
(23) ausgebildet sind.
10. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die an den freien Enden der Stellfüße (20) vorgesehenen Aufnahmen (25) mit einem
Aufnahmegewinde vorzugsweise in Form eingesetzter Gewindebuchsen versehen sind, und
in jede der Aufnahmen als Mittel zum Aufstellen des Ständers ein einschraubbarer Stellfuß,
mit Stellschraube (27) und Stellteller (28) eingesetzt sind.
11. Ständer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Stellteller (28) mindestens 1/3 der Ausladung der Stellfüße
(20) ist.
12. Ständer nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch einen in den Halter (10) einsetz- und dort festlegbaren Einsatz (18) mit einer mit
mindetens einem, vorzugsweise mit mehreren Löcher (18.11; 18.12) versehene Abdeckplatte
(18).
13. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der Halter (10) ein Druck- oder Spritzgußteil ist.
14. Ständer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Ständer mit Stammaufnahme (10) und Standfüßen (20) aus vorzugsweise faserverstärktem
Kunststoff gespritzt ist.
15. Ständer nach einem der Anspüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest das Profil der Radialteile (21) der Stellfüße (20) ein zur Stellebene
(S) hin offenes, mit Querwänden (22) ausgesteiftes U bildet, wobei vorzugsweise die
Querwände (22) zueinander im Winkel stehend und sich kreuzend ausgebildet sind.
16. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 15, gekennzeichnet durch einen Wasserbehälter (19) mit einer im wesentlichen gleichseitig-dreieckigen Grundform,
bei dem zumindest dessen Ecken abgerundet sind.