[0001] Die Erfindung betrifft einen Lanzenhalter für eine Sauerstofflanze, insbesondere
für eine Frischlanze mit großem Durchmesser, mit einem die Lanze fixierenden Spannkopf
und einer im Halterkörper angeordneten Schlackenrücklaufsicherung zwischen Lanze und
Sauerstoffschlauch.
[0002] Lanzenhalter mit einem entsprechenden Spannkopf und einer Schlackenrücklaufsicherung
dienen dazu, die zum Frischen benötigte Lanze sicher zu halten und zum anderen beispielsweise
bei einer Beendigung oder Unterbrechung des Blasvorganges zurücklaufende Schlacke
nicht bis zum Sauerstoffschlauch gelangen zu lassen. Der DE-OS 23 27 595 ist hierzu
kurz vor dem Sauerstoffschlauch eine gasdurchlässige Scheibe aus Sintermetall angeordnet,
die den Schlackenrücklauf verhindert. Diese mechanische Absperrung des Schlackenrücklaufes
erfüllt dort nicht die an ihn gestellten Forderungen, wo größere Mengen an Sauerstoff
durchgesetzt werden müssen, weil dann Sintermetallscheibe naturgemäß zu Schwierigkeiten
führt. Bekannt sind auch aus gegeneinander verschiebbaren Ventilkegeln bestehende
Schlackenrücklaufsicherungen, wobei über einen bei Berührung mit der Schlacke wälzenden
Sicherung der entsprechende Ventilkegel in die Dichtfläche gedrückt wird, um so den
Durchfluß der Schlacke zu verhindern. Nachteilig ist, daß auch hier Probleme dann
auftreten, wenn die Lanze sich durch Versehen oder durch Stoß löst, wodurch es dann
zu einem Schlagen des durch den ausströmenden Sauerstoff belasteten Lanzenhalters
und Schlauchendes kommen kann. Eine Gefährdung der Bedienungsleute ist zu befürchten.
Insbesondere bei Lanzen mit großem Durchmesser kann es allein schon aufgrund des
Gewichtes der Lanze bei ungenügender Fixierung durch den Spannkopf zu einem versehentlichen
Herausfallen der Lanze kommen und damit zu einer Gefährdung in der oben beschriebenen
Weise.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gefährliche Schlagen des Lanzenhalters
und Schlauches bei herausgelöster Lanze zu unterbinden und gleichzeitig einen bei
sonstiger Gefährdung sicher verschließenden Lanzenhalter zu schaffen.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen Schlackenrücklaufsicherung
und Spannkopf eine über die eingeführte Lanze gegen die Kraft einer Feder verschiebbare
Ventilscheibe im Halterkörper vorgesehen ist, die eine in Richtung Lanze vorstehende
und dem Lanzendurchmesser angepaßte Pufferhülse aufweist und sich mit den schrägverlaufenden
Dichtflächen an einer Verengung der Innenbohrung im Halterkörper ausgebildeten, ebenfalls
schrägverlaufenden Schulter über die Federkraft abstützt.
[0005] Damit ist überraschend ein Lanzenhalter geschaffen, bei dem die Sauerstoffzufuhr
automatisch gestoppt wird, wenn die Lanze aus irgendwelchen Gründen versehentlich
aus dem Lanzenhalter herausgefallen sein sollte. Auch dann, wenn andere Belastungen
auftreten, wirkt die Schlackenrücklaufsicherung ebenso sicher und schließt den Sauerstoffschlauch
von dem gefährlichen Schlackenfluß ab, so daß auch hier eine Gefährdung nicht eintreten
kann. Vorteilhaft ist darüber hinaus, daß die Sauerstoffzufuhr nur dann eingeschaltet
werden kann bzw. wirksam eingeschaltet werden kann, wenn die Lanze richtig in den
Lanzenhalter eingeführt ist, d.h. wenn die Lanze gegen die Kraft der Feder die Ventilscheibe
zurückgeschoben hat, um dann über den Spannkopf festgelegt zu werden. Diese doppelte
Sicherheit kommt dem besonderen Bedürfnis der mit diesen Vorrichtungen tätigen Arbeiter
entgegen, wobei vorteilhaft gerade bei den Lanzen mit großem Durchmesser und entsprechend
hoher durchströmender Sauerstoffmenge der durch das Ausströmen des Sauerstoffs auftretende
Rückstoß sicher ausgeglichen werden kann, insbesondere wie geschildert bei herausgefallener
Lanze.
[0006] Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Pufferhülse
am der Lanze zugewandten Ende eine die Lanze umfassende Erweiterung aufweist und zwischen
dieser und der Verengung außenseitig mit einem sich auf der Oberkante der Verengung
abstützenden Puffer ausgerüstet ist. Diese Ausbildung sichert, daß die Lanze beim
Einführen durch den Spannkopf hindurch in Richtung Ventilscheibe genau zentriert eingeführt
wird, so daß die Ventilscheibe auch gleichmäßig aus ihrer Dichtposition herausgeschoben
werden kann. Der Puffer, der besonders geschickt quasi Teil der eigentlichen Pufferhülse
ist, sorgt dafür, daß die Ventilscheibe nicht weiter zurückgeschoben wird, als unbedingt
notwendig. Vielmehr merkt der Bedienungsmann beim Einschieben der Lanze sehr schnell,
daß er die Ventilscheibe verschoben und damit die Zufuhr für den Sauerstoff geöffnet
hat. Die Pufferhülse ist vom Baumaß her etwas kürzer als die entsprechende Ausnehmung
bzw. Innenbohrung in dem Halterkörper, so daß durch den entsprechenden Anstoß ein
entsprechendes Signal an den Bedienungsmann kommt.
[0007] Zweckmäßigerweise ist der Puffer auf der Pufferhülse von einer Spiraldruckfeder gebildet,
hierdurch wird das gleichförmige und gleichmäßige Einschieben der Lanze und damit
der Pufferhülse erreicht, ohne daß die Gefahr eines Verkantens der Ventilscheibe besteht.
[0008] Zur Erleichterung der Montage ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Ventilscheibe
und die Pufferhülse über Schrauben lösbar miteinander verbunden sind. Dadurch kann
die Ventilscheibe als solche von der einen Seite her in den Halterkörper geschoben
werden, während die eigentliche Pufferhülse von der anderen Seite her eingeführt wird.
Durch die Verbindung über die Schrauben ist dann gleich eine sichere Anordnung und
Lage gesichert, wobei die Ventilscheibe über die sich auf oder an einem Seegerring
abstützende Feder belastet ist. Die entsprechenden Schrauben können von außen her
ohne Schwierigkeiten erreicht werden.
[0009] Die die Ventilscheibe belastende Feder ist zwischen der Ventilscheibe und einem Seegerring
verspannt, wie bereits erwähnt. Auf diese Weise ist die Montage der Ventilscheibe
und der Feder erleichtert und eine sichere Verspannung auch im Dauerbetrieb gegeben.
[0010] Das Ansprechen der Schlackenrücklaufsicherung erfolgt mit hoher Sicherheit, wenn,
wie erfindungsgemäß vorgesehen, ein Kegelsieb und ein Siebgewindestift der Schlackenrücklaufsicherung
über eine unter Schlackeneinfluß zerstörbare Lötstelle miteinander verbunden sind
und daß der Siebgewindestift sich mit dem freien Ende auf einem Ventilkegel abstützt.
Damit ist die direkte Beeinflussung des Ventilkegels gewährleistet, wenn die Lötstelle
auf genauen Temperaturen zerstört wird. Der Siebgewindestift, der durch Verdrehen
für eine genaue Lage des Ventilkegels und damit für eine entsprechende Öffnung verdreht
werden kann, rutscht dann praktisch durch die Lötstelle und den Segering hindurch,
so daß der Ventilkegel in den Ventilsitz hineingleiten und dort abdichten kann.
[0011] Bei Ansprechen der Schlackenrücklaufsicherung bzw. des erläuterten Ventilkegels wird
zunächst das weiterhin ausströmende Gas das schnelle Schließen des Ventilkegels unterstützen.
Ein völliger Abschluß zwischen Lanzenhalter und Sauerstoffschlauch wird optimal gewährleistet,
indem die Schlackenrücklaufsicherung einen zweiten, jeweils entgegengesetzt zum vorderen
Ventil kegel über Federkraft verschieblichen hinteren Ventilkegel aufweist. Bei Ansprechen
des vorderen Ventilkegels kann die Feder dann automatisch wirksam werden, während
die dem hinteren Ventilkegel zugeordnete etwas weichere Feder dafür Sorge trägt, daß
dieses Ventil schließt, sobald der entsprechende Druck im Sauerstoffschlauch nachläßt.
Dann ist die Schlackenrücklaufsicherung sicher wirksam geworden und eine Gefährdung
von Personal nicht zu befürchten.
[0012] Die beiden Ventilkegel werden gemäß einer zweckmäßigen Ausführungsform beim Ansprechen
der Schlackenrücklaufsicherung optimal geführt, indem sie über eine gemeinsame, beim
Zusammenschrauben vom Halterkörper und dem Hinterteil festgelegten Führung verfügen.
Über die Führung werden die beiden Ventilkegel zwangsgeführt in den Ventilsitz gedrückt,
so daß eine optimale und schnelle Abdichtung erfolgt.
[0013] Die Führung wird zweckmäßigerweise so ausgebildet, daß sie über einen mittig angeordneten
Zentrierstift verfügt, der mit den Ventilkegeln zugeordneten Hülsen korrespondierend
ausgebildet ist. Die beiden Führungen können somit über den Zentrierstift fahren um
zu öffnen bzw. sie werden von ihm geführt in den Ventilsitz gedrückt. Durch die Fixierung
beim Festschrauben beider Gehäuseteile ist eine immer gleichmäßige Führung der beiden
Ventilkörper der Schlackenrücklaufsicherung gewährleistet.
[0014] Ein vorteilhaft gleichmäßiger Fluß des Gases innerhalb des Lanzenhalters ist gewährleistet,
da die Pufferhülse in Höhe der Ventilscheibe radiale Wandausnehmungen mit großem Querschnitt
aufweist. Das Gas kann somit bei entsprechend geöffnetem Schlackenrücklaufsicherungsventil
an diesem vorbei in die Pufferhülse hinein und von dieser weiter in die Lanze hineinströmen,
um von dieser geführt zur Schmelze zu gelangen.
[0015] Dort, wo auf eine Schlackenrücklaufsicherung verzichtet werden kann, wird die Ventilscheibe
zweckmäßigerweise zwischen Spannkopf und Schraubanschluß angeordnet.
[0016] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß eine sehr sichere und alle
Eventualitäten abdeckende Sicherung für Lanzenhalter geschaffen ist, wobei vorteilhaft
durch die Mehrfachsicherung eine Optimierung erreicht ist. Bezüglich der Baumaße wird
eine Kompaktlanze erreicht, die aufgrund der geschickten Anordnung und Zuordnung der
einzelnen Ventile und Abschlüsse sehr kurz und mit geringem Durchmesser baut, die
darüber hinaus aber vor allem auch sehr sicher arbeitet.
[0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Lanzenhalter und
Fig. 2 einen Ausschnitt in vergrößerter Darstellung mit eingesetzter Lanze.
[0018] Bei dem aus Fig. 1 ersichtlichen Lanzenhalter (1) handelt es sich um einen solchen,
mit dem relativ große Durchmesser aufweisende Lanzen gehalten werden sollen, um auf
diese Art und Weise mit dem Sauerstoffschlauch verbunden zu werden. Der Lanzenhalter
(1) weist einen rohrförmigen, langgestreckten Halterkörper (2) auf, dessen oberes
Ende der Spannkopf (3) und dessen unteres Ende das Hinterteil (4) bildet, das zum
Verbinden mit dem Sauerstoffschlauch benötigt wird. Innerhalb des rohrförmigen Halterkörpers
(2) ist die Schlackenrücklaufsicherung (5) untergebracht, die weiter hinten noch
näher erläutert wird. Am Schraubanschluß (6) wird der Schlauch angeschlossen.
[0019] Mit (7) ist die Spannzange bezeichnet, über die das entsprechend eingeschobene Rohr
bzw. die Lanze an und im Lanzenhalter (1) festgelegt wird. Nach oben hin ist eine
Abdichtung durch den 0-Ring (8) bewirkt. Mit (9) ist ein Gewindestift bezeichnet,
während (10) die Dichthülse ist, in der eine Dichtung (11) untergebracht ist, die
beim Einziehen bzw. Einschieben der Lanze sich um diese legt und für die notwendige
Abdichtung Sorge trägt, so daß Sauerstoff nicht seitlich an der Lanze vorbeiströmen
kann. (12) ist die Druckhülse und (13) der Gewindering, wobei über letzteren sowie
über das Spannstück (14) und den Hebel (15) das Verspannen des Lanzenhalters (1)
bewirkt wird, um auf diese Art und Weise Lanzenhalter (1) und Lanzen miteinander
zu verbinden.
[0020] Etwa mittig des Lanzenhalters (1) ist eine Ventilscheibe (18) angeordnet, über die
bei nicht eingeführter Lanze wie aus Fig. 1 ersichtlich, der Durchgang des Lanzenhalters
(1), d.h. also dessen Innenbohrung (23) geschlossen ist. Die Ventilscheibe (18) wird
über eine Feder (19) belastet, so daß sie wie erwähnt dann in dem Dichtsitz abdichtet,
wenn eine Lanze nicht eingeführt ist. Die Ventilscheibe (18) ist mit einer Pufferhülse
(20) verbunden und zwar lösbar über Schrauben (31), um auf diese Art und Weise das
Verschieben der Ventilscheibe (18) durch die eingeführte Lanze zu bewirken. Wird
nämlich in die Pufferhülse (20) bzw. in die am oberen Ende (26) ausgebildete Erweiterung
(27) eine Lanze eingeschoben, so wird über die Pufferhülse (20) die Ventilscheibe
(18) aus ihrem Kontakt mit der Dichtfläche (21) an der Verengung (22) hinausgeschoben.
Dichtfläche (21) und Schulter (24) sind dann nicht mehr im Kontakt, so daß das von
unten kommende Sauerstoffgas hier ohne Schwierigkeiten vorbeiströmen kann. Fig. 2
verdeutlicht hierzu, daß sowohl die Dichtfläche (21) wie auch die Schulter (24) über
entsprechende Schrägen verfügen, um auf diese Art und Weise eine flächige Abdichtung
zu erreichen.
[0021] Die Pufferhülse (20) ist entsprechend in die Innenbohrung (23) eingepaßt, wobei ein
Bereich geschaffen ist, in dem der Puffer (29) der Pufferhülse (20) auf die Oberkante
(28) der Verengung (22) dann einwirkt, wenn durch die eingeführte Lanze ein entsprechendes
Öffnen der Ventilscheibe (18) bezweckt wird. Der Puffer (29) ist hier als Spiraldruckfeder
(3o) ausgebildet, die dafür Sorge trägt, daß beim Einschieben der Pufferhülse (20)
durch entsprechend größer werdenden Widerstand vom Bedienungsmann rechtzeitig erkannt
wird, daß die Lanze ausreichend weit in den Lanzenhalter (1) eingeführt ist.
[0022] Die Feder (19) der Ventilscheibe (18) stützt sich auf der der Ventilscheibe (18)
gegenüberliegenden Seite an einem Seegerring (32) ab. Der Seegerring ist sowohl in
Fig. 1 wie in Fig. 2 sichtbar . Er ist in eine ringförmige Ausnehmung im Gehäuse eingesetzt.
[0023] Im Bereich der Ventilscheibe (18) sind in der Wandung der Pufferhülse (20) Wandausnehmungen
(33, 34) eingebracht, um auf diese Art und Weise das Durchströmen des Sauerstoffes
bzw. das Einströmen in das Innere der Lanze zu erleichtern. Die Wandausnehmungen (33,
34) weisen einen großen Querschnitt auf, um ausreichende Mengen an Sauerstoffgas hindurchführen
zu können.
[0024] Ein Siebgewindestift (35) ist in einem Kegelsieb über eine Lötstelle (36) festgelegt.
Die Lötstelle (36) ist so ausgebildet und bemessen, daß bei Auftreffen von Schlacke
hier ein Lösen des Siebgewindestiftes (35) erfolgt, so daß der Ventilkegel (38), der
Fig. 1 entnommen werden kann, in den entsprechenden Dichtsitz hineinschnellt. Über
das Kegelsieb (37) ist dabei sichergestellt, daß die Schlacke zunächst einmal aufgehalten
wird, zumindest bis die Lötstelle (36) zerstört und damit der Schließvorgang des Ventils
eingeleitet ist.
[0025] Der Ventilkegel (38) wird über die Feder (39) belastet, die sich am Innenteil der
Schlackenrücklaufsicherung (5) abstützt. Diese Schlackenrücklaufsicherung (5) verfügt
über eine Führung (4o) für den Ventilkegel (38), auf den von der anderen Seite her
das freie Ende (41) des Siebgewindestiftes (35) einwirkt und von innen der Zentrierstift
(43), der in die entsprechende Hülse (44 bzw. 45) im Ventilkegel (38) bzw. im Ventilkegel
(46) eingreift. Da der Außenring (49) der Führung (40) beim Zusammenschrauben von
Halterkörper (2) und Hinterteil (4) festgelegt wird, ist so eine genaue Führung beider
Ventilkegel (38) über den Zentrierstift (43) gewährleistet. Während der Ventilkegel
(38) durch die Feder (38) belastet ist, dient die Feder (47) zur Belastung des Ventil
kegels (46). Da dieser Ventilkegel durch den Sauerstoffdruck verschoben wird, ist
die Feder (47) weicher ausgelegt, als die Feder (39). Letztere Feder (39) muß ja beim
Eindringen von Schlacke schnell und sicher dem Ventilkegel (38) in den Ventilsitz
hineinpressen. Dieser Vorgang wird im übrigen im Notfall durch den noch ausströmenden
Sauerstoff unterstützt. Über den 0-Ring (48) ist im Bereich des Außenringes (49) die
notwendige Abdichtung gesorgt, so daß auch hier trotz mit hohem Druck anstehenden
Sauerstoffes keine Gase entweichen können.
[0026] Fig. 2 verdeutlicht den Augenblick, in dem gerade die Lanze (50) in den Halterkörper
(2) bzw. den Lanzenhalter (1) eingeschoben wird. Noch ist hier die Pufferhülse (20)
nicht verschoben und dementsprechend auch die Ventilscheibe (18) noch in geschlossener
Stellung gezeichnet. Wird nun die Lanze (50) weitergeschoben, so erfolgt über die
Pufferhülse (20) ein Verschieben der Ventilscheibe (18) aus dem Dichtsitz heraus.
Dann kann bei Zuleitung von Sauerstoffgas und entsprechendem Verschieben des Ventilkegels
(46) Sauerstoffgas durch den Halterkörper (2) und die Lanze (50) hindurchströmen.
Wird nun durch Versehen oder durch ungenügendes Betätigen der Spannzange (7) die Lanze
(50) aus dem Lanzenhalter (1) herausgezogen, so folgt aufgrund der die Ventilscheibe
belastenden Feder (19) die Ventilscheibe (18), die sich nun automatisch in den Ventilsitz
hineindrückt. Damit endet sofort die Sauerstoffgaszufuhr und ein Schlagen von Lanzenhalter
und Schlauch ist sicher verhindert, was insbesondere Lanzenhaltern mit großem Querschnitt
sehr gefährlich werden kann.
1. Lanzenhalter für eine Sauerstofflanze, insbesondere für eine Frischlanze mit großem
Durchmesser, mit einem die Lanze fixierenden Spannkopf und einer im Halterkörper angeordneten
Schlackenrücklaufsicherung zwischen Lanze und Sauerstoffschlauch,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Schlackenrücklaufsicherung (5) und Spannkopf (3) eine über die eingeführte
Lanze (50) gegen die Kraft einer Feder (19) verschiebbare Ventilscheibe (18) im Halterkörper
(2) vorgesehen ist, die eine in Richtung Lanze vorstehende und dem Lanzendurchmesser
angepaßte Pufferhülse (20) aufweist und sich mit den schrägverlaufenden Dichtflächen
(21) an einer Verengung (22) der Innenbohrung (23) im Halterkörper ausgebildeten,
ebenfalls schräg verlaufenden Schulter (24) über die Federkraft abstützt.
2. Lanzenhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Pufferhülse (20) am der Lanze (50) zugewandten Ende (26) eine die Lanze umfassende
Erweiterung (27) aufweist und zwischen dieser und der Verengung (22) außenseitig mit
einem sich auf der Oberkante (28) der Verengung abstützenden Puffer (29) ausgerüstet
ist.
3. Lanzenhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Puffer (29) auf der Pufferhülse (20) von einer Spiraldruckfeder (30) gebildet
ist.
4. Lanzenhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilscheibe (18) und die Pufferhülse (20) über Schrauben (31) lösbar miteinander
verbunden sind.
5. Lanzenhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Ventilscheibe (18) belastende Feder (19) zwischen der Ventilscheibe (18)
und einem Seegerring (32) verspannt ist.
6. Lanzenhalter nach Anspruch 1 und Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Siebgewindestift (35) und ein Kegelsieb (37) der Schlackenrücklaufsicherung
(5) über eine unter Schlackeneinfluß zerstörbare Lötstelle (36) miteinander verbunden
sind und daß der Siebgewindestift (35) sich mit dem freien Ende (41) auf einem Ventilkegel
(38) abstützt.
7. Lanzenhalter nach Anspruch 1 und Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlackenrücklaufsicherung (5) einen zweiten, jeweils entgegengesetzt zum
vorderen Ventilkegel (38) über Federkraft verschieblichen hinteren Ventilkegel (46)
aufweist.
8. Lanzenhalter nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilkegel (38, 46) über eine gemeinsame, beim Zusammenschrauben vom Halterkörper
(2) und dem Hinterteil (4) festgelegten Führung (40) verfügen.
9. Lanzenhalter nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führung (40) über einen mittig angeordneten Zentrierstift (43) verfügt, der
mit den Ventilkegeln (38, 46) zugeordneten Hülsen (44, 45) korrespondierend ausgebildet
ist.
10. Lanzenhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Pufferhülse (20) in Höhe der Ventilscheibe (18) radiale Wandausnehmungen (33,
34) mit großem Querschnitt aufweist.
11. Lanzenhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilscheibe (18) unter Verzicht auf die Schlackenrücklaufsicherung direkt
zwischen Spannkopf (3) und Schraubanschluß (6) angeordnet ist.