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EP 0 372 225 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.01.1997 Patentblatt 1997/05 |
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Anmeldetag: 03.11.1989 |
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Rammbohrgerät
Boring ram
Mouton de forage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
05.12.1988 DE 3840923
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.06.1990 Patentblatt 1990/24 |
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Patentinhaber: TRACTO-TECHNIK PAUL SCHMIDT
SPEZIALMASCHINEN |
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57368 Lennestadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Hesse, Alfons, Dipl.-Ing.
D-5940 Lennestadt 11 (DE)
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Vertreter: König, Reimar, Dr.-Ing. et al |
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Patentanwälte Dr.-Ing. Reimar König
Dipl.-Ing. Klaus Bergen
Wilhelm-Tell-Strasse 14
Postfach 260254 40095 Düsseldorf 40095 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 283 734 DE-A- 2 356 804 DE-B- 2 157 259 FR-A- 707 504 US-A- 1 443 461 US-A- 2 889 811 US-A- 3 891 036
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AT-B- 350 002 DE-A- 3 124 524 DE-C- 575 906 FR-A- 2 223 143 US-A- 1 525 471 US-A- 3 885 634
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Rammbohrgerät mit in einem rohrförmigen Gehäuse hin- und
herbeweglichem Schlagkolben und einer mittels eines Bajonettverschlusses mit dem Gehäuse
verbundenen Schlagspitze.
[0002] Ein Rammbohrgerät dieser Art ist in der österreichischen Patentschrift 350 002 beschrieben.
Bei der hier beschriebenen Schlagspitze handelt es sich um einen hohlzylindrischen,
vorne spitzen Aufsatz, der sich auswechselbar mittels einer Renkverbindung mit einem
druckmittelbetriebenen Schlagkörper verbinden lassen soll. Die Renkverbindung soll
sicherstellen, daß der Aufsatz mit dem Schlagkörper verbunden bleibt, wenn der Schlagkörper
rückwärts aus der Bohrung herausgezogen wird. Die Schlagenergie des Schlagkörpers
wird auf den Aufsatz über eine kegelige Außenfläche am Vorderende des Schlagkörpers
und eine kegelige Innenfläche am Ende des Aufsatzes übertragen.
[0003] Ein anderes Rammbohrgerät ist aus der deutschen Patentschrift 21 57 259 bekannt;
es dient in erster Linie dazu, Versorgungsleitungen, wie beispielsweise Wasserleitungen
oder Kabel unter Straßen oder Dämmen oder sonstigen Gebäuden und Hindernissen zu verlegen,
ohne daß gleichzeitig die Straßendecke bzw. die Erd-Oberfläche aufgerissen werden
muß. Dies geschieht in der Weise, daß das sich im Erdreich vorwärts bewegende Rammbohrgerät
das Erdreich nach der Seite verdrängt und einen Kanal hinterläßt, in dem gleichzeitig
oder später die Versorgungsleitung eingezogen wird.
[0004] Dieses bekannte Rammbohrgerät besitzt ein zweiteiliges Gehäuse, d.h. eine in das
den Schlagkolben aufnehmende Gehäuse eingeschraubte Gehäusespitze. Die Gehäusespitze
umschließt dort einen an seinem in Arbeits- bzw. Schlagrichtung vorderen Ende als
Schlagspitze ausgebildeten und am anderen Ende einen Bund und einen Zapfen aufweisenden,
axial beweglichen Meißel, wobei der Bund von einer Bohrung der Gehäusespitze aufgenommen
wird. Der somit bewegliche Meißel bietet den Vorteil, daß die Schlagenergie des Schlagkolbens
zunächst gezielt auf den Meißel übertragen werden kann, so daß eine höhere Zertrümmerungsenergie
zur Verfügung steht. Der Zapfen stellt die Aufschlagfläche für den zugehörigen Schlagkolben
dar und ragt in der Ausgangsstellung vor dem Arbeitshub aus einem mit der Gehäusespitze
in das Gehäuse eingeschraubten Ring hervor. Der Ring begrenzt die Bewegung des Bundes
und damit des Meißels entgegen der Arbeitsrichtung der Schlagspitze. Die Bewegung
des Meißels in Arbeitsrichtung wird durch einen vorderen, von einem Bohrungsabsatz
gebildeten Anschlag der den Bund aufnehmenden Bohrung der Gehäusespitze begrenzt.
Der Meißel stützt sich über den Bund und Druckfedern an der Gehäusespitze ab; die
Federn bewegen den Meißel nach jedem Schlag aus seiner in Arbeitsrichtung in der Gehäusespitze
vorderen Stellung in seine Ausgangsstellung zurück.
[0005] Neben dem beschriebenen Rammbohrgerät mit dem zweiteiligen Gehäuse sind auch Rammbohrgeräte
bekannt, bei denen das Gehäuse und die Gehäusespitze einstückig sind; ansonsten bestehen
keine maßgeblichen Unterschiede zwischen einem zweiteiligen und einem einstückigen
Gerätegehäuse. Sämtlichen Rammbohrgeräten ist gemeinsam, daß der während der Vorwärtsbewegung
des Rammbohrgerätes Steine oder andere Hindernisse zertrümmernde und zur Seite drückende,
d.h. den Weg für das nachrückende Gehäuse freischlagende Meißel aufgrund der zu leistenden
Zertrümmerungsarbeit erheblich verschleißt und somit häufig ausgetauscht werden muß.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Rammbohrgerät der eingangs genannten
Art die Betriebsweise zu verbessern sowie den Ein- und Ausbau bzw. Austausch der Schlagspitze
und/oder des Meißels zu vereinfachen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Zapfen der Schlagspitze,
die auch als Meißel ausgebildet sein kann, mit mindestens einem radialen Schulterstück
versehen ist, das einen zumindest einen dem Schulterstück angepaßten Axialdurchgang
aufweisenden Innenkragen des Gehäuses an der der Schlagspitze abgewandten Seite hintergreift,
in einer einen vorderen und einen hinteren, einen Hubweg der Schlagspitze begrenzten
Anschlag aufweisenden Gehäusekammer angeordnet ist, wobei der vordere Anschlag für
die Schlagspitze einstückig mit einer vom Schlagkolben beaufschlagten, den Vorwärtshub
des Schlagkolbens begrenzenden Anschlagfläche ausgebildet ist. Die Erfindung macht
sich somit die Erkenntnis zunutze, daß sich das Prinzip einer Renk- oder Bajonettverbindung
in vorteilhafter Weise zum Festlegen einer Schlagspitze und/oder eines Meißels im
Gehäuse eines Rammbohrgerätes verwenden läßt.
[0008] Bei einem zweiteiligen Gerätegehäuse läßt sich auf diese Weise auch das gesamte Vordergehäuse
mit dem Hauptgehäuse verbinden und mit einer Sicherung in seiner Einbaulage festlegen.
Der Meißel bzw. Meißelkopf läßt sich so durch einfaches axiales Zusammenstecken, d.h.
Einfügen in das Gerätegehäuse und anschließendes Verdrehen mit dem Gehäuse verbinden.
Außerdem läßt sich auf diese Weise der Hub eines axial beweglichen Meißels durch die
als Anschläge dienenden Stirnwände der gegebenenfalls als Druckraum ausgebildeten
Gehäusekammer begrenzen. Aufgrund der Einstückigkeit, d.h. sowohl die Anschlagfläche
für den Schlagkolben als auch für den Meißel bzw. dessen Bund befindet sich an demselben
Geräteteil, läßt sich die Betriebsweise des Rammbohrgerätes, insbesondere beim Einsatz
in weichen Böden, weiter verbessern.
[0009] Mittels einer Verdrehsicherung, beispielsweise eines quer durch das Gehäuse gesteckten
Stiftes, läßt sich der Meißel in seiner Einbaulage unverdrehbar arretieren; außerdem
wirkt der Sicherungsstift einem selbständigen Lockern während des Betriebes entgegen.
[0010] Die Gehäusekammer kann vorteilhaft zwischen zwei Innenkragen angeordnet sein, von
denen zumindest der in Schlagrichtung vordere Innenkragen mit zwei diametral gegenüberliegenden,
mit dem Meißelbund korrespondierenden Axialdurchgängen versehen ist. Auf diese Weise
läßt sich insbesondere beim Einsatz des Rammbohrgerätes in weichen Böden, in denen
der Meißel einen weit geringeren Widerstand als bei harten Böden findet, erreichen,
daß entweder der Meißelbund auf den vorderen gehäusefesten Innenkragen oder der Schlagkolben
auf den hinteren gehäusefesten Innenkragen trifft und die Schlagkolbenenergie stets
über den großflächigen, gehäusefesten Innenkragen weitergeleitet wird. Der hintere
Innenkragen wird dann beaufschlagt, nachdem der aus dem Innenkragen in Richtung auf
den Schlagkolben vorkragende Zapfen des Meißels bis in eine mit der Außenfläche des
Innenkragens zumindest bündige Lage verschoben worden ist.
[0011] Zwischen einem drehfest auf dem Meißel angeordneten Stützring, der mit zumindest
einem Schultersegment den hinteren Innenkragen an der dem Meißel abgewandten Seite
hintergreift, und einem Gegenring des Meißelzapfens kann eine Druckfeder angeordnet
sein. Diese stellt den Meißel nach einem Arbeitshub des Schlagkolbens stets in seine
Ausgangslage zurück, in der der Meißelbund dem hinteren Anschlag anliegt und der Zapfen
aus dem hinteren Innenkragen vorragt und somit stets von dem Schlagkolben beaufschlagt
wird.
[0012] Der Gegenring besteht vorteilhaft aus zwei Halbschalen und ist in einer Umfangsnut
des Meißelzapfens angeordnet. Das Einsetzen und Befestigen des Gegenringes in der
Umfangsnut erlaubt es, die Druckfeder und den Stützring vor dem Einfügen des Meißels
in das Gehäuse lagesicher auf dem Meißelzapfen anzuordnen, so daß eine komplette Meißel-Baueinheit
vorliegt.
[0013] Wenn der Meißel vorteilhaft in einer mit dem Hauptgehäuse lösbar verbundenen Gehäusespitze
angeordnet wird, läßt sich die Einstückigkeit in einfacher Weise bei einem nach Art
eines Bajonettverschlusses mit dem Gerätegehäuse zu verbindenden Bauteil verwirklichen.
In diesem Fall ergibt sich ein zweiteiliges Gehäuse des Rammbohrgerätes, das nämlich
aus dem den Schlagkolben aufnehmenden Hauptgehäuse und der mit dem Meißel versehenen
Gehäusespitze besteht. Diese Gehäusespitze bzw. dieses Vordergehäuse läßt sich beispielsweise
in das Hauptgehäuse innen ein- oder von außen aufschrauben oder darin kraft- oder
formschlüssig festlegen. Sowohl die Anschläge für den Meißelbund als auch der Anschlag
für den Schlagkolben, nämlich die Stirnfläche der Gehäusespitze, befinden sich an
demselben Bauteil bzw. werden von diesem Bauteil, der Gehäusespitze, zur Verfügung
gestellt.
[0014] Bei einem zweiteiligen Gerätegehäuse kann der Meißel vorteilhaft mit seinem dem Hauptgehäuse
zugewandten Zapfenende aus der Gehäusespitze vorragen und ist die Vorkraglänge nicht
größer als der maximale Hubweg des Meißels zwischen den Anschlägen. Mit einer solchen
Bauweise, bei der die Vorkraglänge des Meißelzapfens somit kleiner oder gleich dem
maximalen Hub des Meißels ist, läßt sich die Betriebsweise des Rammbohrgerätes in
weichen Böden verbessern. Nachdem der Meißel nämlich um ein der Vorkraglänge des Zapfens
entsprechendes Maß vorwärtsbewegt wurde, trifft der Schlagkolben dann voll auf die
Stirnfläche der Gehäusespitze, so daß die Schlagenergie großflächig aufgenommen und
weitestgehend verlustfrei auf das Gehäuse übertragen wird.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand des in der Zeichnung für eine Meißelbefestigung
dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- im Längsschnitt den vorderen Teil eines Rammbohrgerätes, d.h. eine in ein Hauptgehäuse
eingeschraubte, durch einen Bajonettverschluß mit einem Meißel verbundene Gehäusespitze;
- Fig. 2
- die Gehäusespitze gemäß Fig. 1 entlang der Linie II-II geschnitten;
- Fig. 3
- die Gehäusespitze gemäß Fig. 1 entlang der Linie III-III geschnitten; und
- Fig. 4
- die Gehäusespitze gemäß Fig. 1 entlang der Linie IV-IV geschnitten.
Von einem Rammbohrgerät 1 ist lediglich der vordere Teil eines insgesamt rohrförmigen
Gehäuses 2 dargestellt. Im Gehäuse 2 ist ein nur mit seinem vorderen Ende dargestellter
Schlagkolben 3 hin- und hergehend beweglich geführt. Der Schlagkolben 3 erhält seine
Schlagenergie durch Zufuhr von Druckluft zum rückwärtigen Ende des Gehäuses 2. Da
es sich hierbei um bekannte Maßnahmen und Konstruktionen handelt, ist insoweit auf
die Darstellung des rückwärtigen Gehäuseteils verzichtet worden.
[0016] Bei dem Rammbohrgerät 1 ist das Hauptgehäuse 2 an seinem in Schlagrichtung 4 vorderen
Ende mit einem Innengewinde 5 versehen, in das eine Gehäusespitze 6 mit einer zapfenartigen
Gewindeverlängerung 7 eingeschraubt ist. In einer Axialbohrung 8 der Gehäusespitze
6 ist ein an seinem vorderen Ende als Schlagspitze 9 ausgebildeter Meißel 10 mit einem
Zapfen 11 geführt, der sich durch die gesamte Gehäusespitze 6 erstreckt und mit seinem
dem Hauptgehäuse 2 zugewandten Zapfenende 12 in den Arbeitsraum 13 des Schlagkolbens
3 ragt. Die Vorkraglänge 14 des Zapfens 11 ist kleiner als der maximale Hubweg 15
des Meißels 10 in Schlagrichtung 4; der Hubweg 15 ergibt sich aus dem Weg, den ein
Meißelbund 16 in einer gegenüber dem Durchmesser der Axialbohrung 8 vergrößerten Gehäusekammer
17 zwischen einem vorderen und einem hinteren Anschlag 18, 19 theoretisch zurücklegen
könnte. Da jedoch die Vorkraglänge 14 kleiner ist als der Hubweg 15, ,trifft der Schlagkolben
nach einem der Vorkraglänge 14 entsprechenden Hub des Meißels 10 voll auf die Stirnfläche
20 der Gehäusespitze 6.
[0017] Die Gehäusekammer 17 wird von gehäusefesten Innenkragen 21, 22 begrenzt, die mit
ihren Innenflächen gleichzeitig die Anschläge 18, 19 definieren. Die Durchgangsbohrungen
23 der Innenkragen 21, 22 sind im Durchmesser kleiner als der aus zwei diametral gegenüberliegenden
Schulterstücken 24 bestehende Meißelbund 16 und ein auf den Zapfen 11 des Meißels
10 aufgeschobener, ebenfalls zwei diametral gegenüberliegende Schultersegmente 25
aufweisender Stützring 26 (vgl. Fig. 4), der drehfest auf dem Meißel sitzt und sich
mit seinen Schulterstücken 25 an die in Schlagrichtung 4 rückwärtige Stirnfläche des
hinteren Innenkragens 22 anlegt. Als Drehsicherung dient mindestens eine, auf dem
Schulterstück 24 angeordnete Nase 35. Zwischen dem Stützring 26 und einem davon entfernten,
in eine Umfangsnut 27 des Zapfens 11 eingesetzten, zweiteiligen Gegenring 28 ist eine
den Zapfen 11 umschließende Druckfeder 29 angeordnet. Beim Arbeitshub trifft der sich
in Schlagrichtung 4 bewegende Schlagkolben 3 auf die Stirnfläche 20 des Zapfens 11
und bewegt den Zapfen 11 und damit den Meißel 10 gegen die Kraft der Druckfeder 29
nach vorne, bis er auf die seinen Vorwärtshub begrenzende Anschlagfläche 36, d.h.
die Stirnfläche der Schlagspitze 7 trifft; nach dem Arbeitshub stellt die Druckfeder
29 den Meißel 10 in seine in Fig. 1 dargestellte Ausgangslage zurück. In Rillen des
Zapfens 11 eingesetzte Dichtungen 30, 31 dichten den Meißel 10 nach vorne zum Erdreich
und hinten zum Arbeitsraum 13 des Schlagkolbens 3 ab und verhindern das Eintreten
von Schmutz und Erdreich.
[0018] Der Meißel 10 mit den auf dem Zapfen 11 angeordneten Ringen 26, 28 und der sich gegen
diese Ringe abstützenden Druckfeder 29 sowie den Dichtungen 30, 31 wird als vorbereitete,
komplette Einheit in die Gehäusespitze 6 eingeschoben und darin lagesicher verriegelt.
Dies wird dadurch erreicht, daß die Innenkragen 21, 22 mit - wie in Fig. 2 für den
vorderen Innenkragen 21 und in Fig. 3 für den hinteren Innenkragen 22 dargestellt
- Axialdurchgängen 32 versehen sind, die an die Form und die Abmessungen der Schulterstücke
24, 25 angepaßt sind. Zum Einbau des kompletten Meißels 10 in die Gehäusespitze 6
werden die Schulterstücke 24, 25 in eine mit den Axialdurchgängen 32 fluchtende Lage
gebracht, so daß sich der Meißel 10 axial ungehindert einfügen läßt. Nachdem der Meißel
10 seine in Fig. 1 dargestellte Einbaulage erreicht hat, in der das Zapfenende 12
des Zapfens 11 mit der Vorkraglänge 14 in den Arbeitsraum 13 des Schlagkolbens 3 reicht,
wird der Meißel 10 radial solange verdreht, bis die Schulterstücke 24, 25 - wie in
Fig. 3 für die Schulterstücke 24 des Meißelbundes 16 dargestellt - senkrecht zu den
Axialausnehmungen 32 verlaufen und der Meißel 10 aufgrund des damit erreichten Bajonettverschlusses
33 mit der Gehäusespitze 6 verbunden ist. Ein quer, d.h. radial durch die Gehäusespitze
6 gesteckter Sicherungsstift 34 verhindert, daß sich der Meißel 10 während des Betriebes
unerwünscht verdreht.
[0019] Zum Ein- und Ausbauen des in der Gehäusespitze 6 - wie im dargestellten Ausführungsbeispiel
- oder in einem einstückigen Gehäuse angeordneten, insbesondere axialbeweglichen Meißels
10 brauchen somit lediglich der Sicherungsstift 34 entfernt und die Schulterstücke
24, 25 in eine mit den Axialdurchgängen 32 fluchtende Lage gebracht zu werden. Der
Meißel 10 läßt sich danach, beispielsweise wenn er verschlissen ist oder die Dichtringe
und/oder die Druckfeder erneuert werden müssen, axial aus dem Rammbohrgerät herausziehen.
Sowohl zum Ein- als auch zum Ausbauen bietet somit der Bajonettverschluß 33 eine einfache
Handhabung und gewährleistet einen sicheren Sitz des Meißels im Rammbohrgerät.
1. Rammbohrgerät mit in einem rohrförmigen Gehäuse (2, 6) hin und her beweglichen Schlagkolben
und einer mittels eines Bajonettverschlusses (33) mit dem Gehäuse (2, 6) verbundenen
Schlagspitze (9), dadurch gekennzeichnet, daß ein Zapfen (11) der Schlagspitze (9) mit zumindest einem radialen Schulterstück
(24) versehen ist, das einen zumindest einen dem Schulterstück (24) angepaßten Axialdurchgang
(32) aufweisenden Innenkragen (21) des Gehäuses (2, 6) an der der Schlagspitze (9)
abgewandten Seite hintergreift, in einer einen vorderen und einen hinteren, einen
Hubweg (15) der Schlagspitze (9) begrenzenden Anschlag (18, 19) aufweisenden Gehäusekammer
(17) angeordnet ist und der vordere Anschlag (18) für die Schlagspitze (9) einstückig
mit einer vom Schlagkolben (3) beaufschlagten, den Vorwärtshub des Schlagkolbens (3)
begrenzenden Anschlagfläche (36) ausgebildet ist.
2. Rammbohrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagspitze (9) als Meißel (10) ausgebildet ist.
3. Rammbohrgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäusekammer (17) zwischen zwei Innenkragen (21, 22) angeordnet ist, von
denen zumindest der in Schlagrichtung (4) vordere Innenkragen (21) mit zwei diametral
gegenüberliegenden, mit einem Meißelbund (16) korrespondierenden Axialdurchgängen
(32) versehen ist.
4. Rammbohrgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen einem Stützring (26), der mit zumindest einem Schultersegment (25)
den hinteren Innenkragen (22) an der der Schlagspitze (9) abgewandten Seite hintergreift
und einem Gegenring (28) des Zapfens (11) eine Druckfeder (29) abstützt.
5. Rammbohrgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenring (28) zweiteilig ist und in einer Umfangsnut (27) des Zapfens (11)
angeordnet ist.
6. Rammbohrgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Verdrehsicherung (34) der Schlagspitze (9).
7. Rammbohrgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagspitze (9) in einer mit dem Hauptgehäuse (2) lösbar verbundenen Gehäusespitze
(6) angeordnet ist.
8. Rammbohrgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagspitze (9) mit ihrem dem Hauptgehäuse (2) zugewandten Zapfenende (12)
aus der Gehäusespitze (6) vorragt und die Vorkraglänge (14) nicht größer als der maximale
Hubweg (15) des Meißelbundes (16) zwischen den Anschlägen (18, 19) in der Gehäusekammer
(17) ist.
1. A ram boring machine having a striking piston reciprocating in a tubular housing (2,
6) and a striking tip (9) connected to the housing (2, 6) by a bayonet connection
(33), characterised in that a shank (11) of the striking tip (9) is provided with
at least one radial shoulder segment (24) which engages, on the side remote from the
striking tip (9), behind an internal collar (21) of the housing (2, 6) having at least
one axial through passage (32) corresponding to the shoulder segment (24) and is located
in a housing chamber (17) having a front and a rear stop (18, 19) limiting a stroke
(15) of the striking tip (9), and in that the front stop (18) for the striking tip
(9) is formed integrally with a striking face (36) which is acted on by the striking
piston (3) and limits the forward stroke of the striking piston (3).
2. A ram boring machine according to claim 1, characterised in that the striking tip
(9) is in the form of a chisel (10).
3. A ram boring machine according to claim 1 or claim 2, characterised in that the housing
chamber (17) is located between two internal collars (21, 22) of which at least the
front internal collar (21), in the striking direction (4), is provided with two diametrically
opposite axial passages (32) corresponding to a collar (16) of the chisel.
4. A ram boring machine according to one or more of claims 1 to 3, characterised in that
a compression spring (29) is supported between a thrust ring (26) which engages with
at least one shoulder segment (25) behind the rear internal collar (22) on the side
facing away from the striking tip (9) and a counter-ring (28) of the shank (11).
5. A ram boring machine according to claim 4, characterised in that the counter-ring
(28) is in two parts and is located in a circumferential groove (27) in the shank
(11).
6. A ram boring machine according to one or more of claims 1 to 5, characterised by an
anti-rotation locking device (34) of the striking tip (9).
7. A ram boring machine according to one or more of claims 1 to 6, characterised in that
the striking tip (9) is located in a housing tip (6) detachably connected to the main
housing (2).
8. A ram boring machine according to claim 7, characterised in that the shank end (12)
of the striking tip (9) which faces towards the main housing (2) projects from the
housing tip (6) and that the projecting length (14) is not greater than the maximum
stroke (15) of the chisel collar (16) between the stops (18, 19) in the housing chamber
(17).
1. Bélier de forage comprenant un piston percuteur mobile à va-et-vient dans un carter
tubulaire (2, 6), et un embout percuteur (9) relié au carter (2, 6) au moyen d'une
fermeture baïonnette (33), caractérisé par le fait qu'un tenon (11) de l'embout percuteur
(9) est doté d'au moins une pièce radiale épaulée (24) emprisonnant par-derrière,
du côté tourné à l'opposé de l'embout percuteur (9), un collet intérieur (21) du carter
(2, 6) qui présente au moins un passage axial (32) adapté à ladite pièce épaulée (24)
; est logé dans une chambre (17) du carter, munie de butées antérieure et postérieure
(18, 19) délimitant une course (15) de l'embout percuteur (9) ; et la butée antérieure
(18), affectée à l'embout percuteur (9), est réalisée d'un seul tenant avec une surface
de butée (36) sollicitée par le piston percuteur (3) et limitant la course dudit piston
percuteur (3) vers l'avant.
2. Bélier de forage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'embout percuteur
(9) est réalisé sous la forme d'un trépan (10).
3. Bélier de forage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que la chambre
(17) du carter est interposée entre deux collets intérieurs (21, 22) parmi lesquels
au moins le collet intérieur (21), situé à l'avant dans la direction de percussion
(4), est pourvu de deux passages axiaux (32) diamétralement opposés et correspondant
à une collerette (16) du trépan.
4. Bélier de forage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé par
le fait qu'un ressort de pression (29) prend appui entre une bague (28) complémentaire
du tenon (11) et une bague d'appui (26) emprisonnant par-derrière le collet intérieur
postérieur (22), du côté tourné à l'opposé de l'embout percuteur (9), par au moins
un segment épaulé (25).
5. Bélier de forage selon la revendication 4, caractérisé par le fait que la bague complémentaire
(28) est en deux parties et est disposée dans une saignée périphérique (27) du tenon
(11).
6. Bélier de forage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé par
un arrêt (34) empêchant la rotation de l'embout percuteur (9).
7. Bélier de forage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé par
le fait que l'embout percuteur (9) est logé dans un appendice de carter (6), relié
de manière libérable au carter principal (2).
8. Bélier de forage selon la revendication 7, caractérisé par le fait que l'embout percuteur
(9) fait saillie, au-delà de l'appendice de carter (6), par l'extrémité (12) de son
tenon qui est tournée vers le carter principal (2), et la longueur de débordement
(14) n'excède pas la course maximale (15) de la collerette (16) du trépan, entre les
butées (18, 19), dans la chambre (17) du carter.

