Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoff-Einspritzdüse nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Bei Einspritzdüsen dieser Gattung wurde schon vorgeschlagen, eine Induktionsspule
für einen Spritzbeginn- oder Nadelhubgeber stromauf der beiden Schließfedern im Düsenhalter
vorzusehen. Diese Anordnung bedingt jedoch zusätzlichen Bauraum im Düsenhalter, der
in manchen Fällen nur durch eine Vergrößerung der Baulänge des Düsenhalters gewonnen
werden kann. Bei Einspritzdüsen mit nur einer Schließfeder ist es bekannt, eine Induktionsspule
in einer Zwischenscheibe anzuordnen, die zusammen mit dem Düsenkörper am Düsenhalter
festgespannt ist und als Hubanschlag für die Ventilnadel dient (DE-A1 29 39 480).
Bei Einspritzdüsen mit zwei Schließfedern ist diese Anordnungen dann nicht realisierbar,
wenn unmittelbar über der Zwischenscheibe ein Druckstück für die zweite Schließfeder
angeordnet ist, welches sich erst nach Zurücklegung eines Vorhubs der Ventilnadel
mit dieser bewegt.
Vorteile der Erfindung
[0002] Die erfindungsgemäße Anordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß auch Einspritzdüsen mit zwei Schließfedern mit einer
Induktionsspule eines Spritzbeginn- oder Nadelhubgebers versehen werden können, ohne
daß zusätzlicher Einbauraum benötigt wird bzw. der Düsenhalter verlängert oder die
Federanordnung selbst geändert werden muß.
[0003] Durch die in den Unteransprüchen enthaltenen Merkmale sind vorteilhafte Weiterbildungen
der Anordnung gemäß Hauptanspruch möglich.
Zeichnung
[0004] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 einen vergrößerten Längsschnitt durch das Ausführungsbeispiel und
Figur 2 einen Teilbereich der Einspritzdüse nach Figur 1 anhand eines gegenüber dieser
um 90° versetzten Längsschnittes.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0005] Die Einspritzdüse nach Figur 1 hat einen Düsenkörper 10, der zusammen mit einer
Zwischenscheibe 12 durch eine Überwurfmutter 14 an einem Düsenhalter 16 festgespannt
ist. Im Düsenkörper 10 ist eine Ventilnadel 18 verschiebbar gelagert, die mit einem
nach innen gekehrten Ventilsitz im Düsenkörper 10 zusammenarbeitet, welcher mehreren
Spritzöffnungen 20 vorgelagert ist. Die Führungsbohrung der Ventilnadel 18 ist wie
üblich an einer Stelle zu einem Druckraum er weitert, in dessen Bereich die Ventilnadel
18 eine Druckschulter hat und der über einen Kanal 22 mit einem Stutzen 24 am Düsenhalter
16 zum Anschließen einer Kraftstoff-Förderleitung verbunden ist. Der an der Druckschulter
der Ventilnadel 18 angreifende Kraftstoff schiebt die Ventilnadel 18 entgegen dem
abgestuften Kraftverlauf einer im folgenden beschriebenen Schließfederanordnung nach
oben, wobei der Kraftstoff in einer Voreinspritzphase und einer Haupteinspritzphase
durch die Spritzöffnungen 20 ausgespritzt wird.
[0006] Im Düsenhalter 16 ist eine erste Kammer 26 zur Aufnahme einer ersten Schließfeder
28 gebildet, die sich über eine Scheibe 30 am Boden der Kammer 26 abstützt und über
ein Druckstück 32 und eine Druckstange 34 ständig auf die Ventilnadel 18 einwirkt.
In die Kammer 26 ist eine Buchse 35 eingesetzt, die an ihrer unteren Stirnseite eine
gehäusefeste Schulter 36 (Figur 2) bildet, an welcher eine zweite Kammer 38 des
Düsenhalters 16 beginnt. Diese nimmt eine zweite Schließfeder 40 auf, welche die
Druckstange 34 umgibt und sich über eine Scheibe 42 und ein ringförmiges Stützglied
44 an der Schulter 36 abstützt.
[0007] Die Schließfeder 40 greift an einem Druckstück 46 an, welches auf der Druckstange
34 verschiebbar gelagert ist. Das Druckstück 46 stützt sich über eine als getrenntes
Teil ausgeführte Zwischenbuchse 48 an einem von der Zwischenscheibe 12 nicht überdeckten
Bereich 50 der oberen Stirnseite 52 des Düsenkörpers 10 ab. Die Kammern 26 und 38
sind über einen Kanal 56 mit einem Anschlußnippel 58 für eine Leckölleitung verbunden.
[0008] Beim Einspritzvorgang führt die Ventilnadel 18 einen Vorhub h
v aus, bei welchem nur die erste Schließfeder 28 als Gegenkraft wirk sam ist. Dabei
wird eine begrenzte Voreinspritzmenge in den Brennraum der Maschine eingespritzt.
Der Vorhub h
v ist beendet, wenn die obere Stirnseite 60 der Ventilnadel 18 an der Zwischenbuchse
48 zur Anlage kommt. In dieser Stellung verharrt die Ventilnadel 18, bis der weiter
ansteigende Kraftstoffdruck die Gegenkräfte beider Schließfedern 28 und 40 überwindet.
Danach wird die Ventilnadel 18 samt Zwischenbuchse 48 um die Strecke h
g in Öffnungsrichtung weiterbewegt, bis sie ihren Gesamthub zurückgelegt hat. Dieser
ist begrenzt und bestimmt durch Ringschultern 64, 66 an der Zwischenbuchse 48 und
der Zwischenscheibe 12. An der Ringschulter 64 geht ein im Durchmesser größerer Abschnitt
68 der zwischen Buchse 48 in einen im Durchmesser kleineren Abschnitt 70 über, welcher
in der Zwischenscheibe 12 geführt ist und seinerseits die zentrale Druckstange 34
führt.
[0009] Das Stützglied 44 für die zweite Schließfeder 40 ist oben mit einem passend in die
Buchse 35 eingreifenden Kragen 72 versehen, in welchem eine Induktionsspule 74 einer
Auswerteschaltung für den Spritzbeginn bzw. den Nadelhub eingeklebt ist. Das Druckstück
32 ist mit einem kragenförmigen Ansatz 76 versehen, der den anliegenden Endbereich
78 der Druckstange 34 übergreift und in die Bohrung der Induktionsspule 74 soweit
hineinragt, daß in der dargestellten Schließlage die untere Stirnseite des Ansatzes
76 um ein etwa der Hälfte des Nadelhubes entsprechendes Maß a unterhalb der durch
die Linie b gekennzeichneten Spulenmitte liegt. Der Ansatz 76 und der von diesem
nicht übergriffene Bereich des durch das Stützglied 44 nach oben hindurchragenden
Abschnitts der Druckstange 34 bilden den Kern der Induktionsspule 74, der sich mit
der Ventilnadel 18 hin- und herbewegt und den Magnetkreis der Induktionsspule 74
im gewünschten Sinne signalgebend beeinflußt.
[0010] Der Spulenkörper 80 der Induktionsspule 74 ist mit einem nach oben abstehenden Ansatz
82 versehen, der passend in eine Randaussparung 84 der Buchse 35 eingreift und die
Induktionsspule 74 samt Stützglied 44 gegen Verdrehen sichert. Im Ansatz 82 sind
auch die Wicklungsanschlüsse 86, 88 der Induktionsspule 74 festgelegt, welche durch
einen radialen Durchbruch 90 im Düsenhalter 16 zu Lötstützpunkten 92 an dessen Mantelumfang
führen. Die Wicklungsanschlüsse 86, 88 sind sowohl im radialen Durchbruch 90 als auch
in den Durchführungen im Ansatz 82 des Spulenkörpers 80 durch nachträglich eingebrachtes
Gießharz spaltfrei festgelegt.
[0011] Bei Bedarf kann beispielsweise eine Kompensationsspule der Auswerteschaltung in
einer radialen Sackbohrung im Düsenhalter untergebracht und an die Lötstützpunkte
92 angeschlossen werden.
1. Kraftstoff-Einspritzdüse für Brennkraftmaschinen, mit einem gegen einen Düsenhalter
gespannten Düsenkörper, in welchem ein Ventilsitz gebildet und eine Ventilnadel verschiebbar
gelagert ist, die zum Zweck eines abgestuften Öffnungsdruckverlaufs von zwei in Kammern
des Düsenhalters axial hineinander angeordneten Schließfedern belastet ist, von denen
die weiter von der Ventilnadel abliegende erste Schließfeder auf die Ventilnadel
über ein Druckstück und eine Druckstange einwirkt, welche ein an einer gehäusefesten
Schulter anliegendes ringförmiges Stützglied für die zweite Schließfeder und diese
selbst zentral durchsetzt, dadurch gekennzeichnet, daß an dem ringförmigen Stützglied
(44) für die zweite Schließfeder (40) eine Induktionsspule (74) einer den Spritzbeginn
bzw. den Nadelhub erfassenden Auswerteschaltung befestigt ist, und daß das Druckstück
(32) der ersten Schließfeder (28) einen mit der Ventilnadel (18) sich bewegenden
und dabei den Magnetkreis der Induktionspule (74) beeinflussenden Magnetkern bildet.
2. Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (32)
mit einem den anliegenden Endbereich (78) der Druckstange (34) übergreifenden kragenförmigen
Ansatz (76) versehen ist, welcher mindestens über einen Teil seiner axialen Erstreckung
in die Induktionsspule 74 eintaucht.
3. Einspritzdüse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungsanschlüsse
(86, 88) der Induktionsspule (74) durch einen radialen Durchbruch (90) im Düsenhalter
(16) zu Lötstützpunkten (92) an dessen Mantelumfang geführt sind.
4. Einspritzdüse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gehäusefeste Schulter
(36) für das Stützglied (44) der zweiten Schließfeder (40) an einer in den Düsenhalter
(16) eingeführten Buchse (35) gebildet ist, die eine Randaussparung (84) zur passenden
Aufnahme eines die Wicklungsanschlüsse (86, 88) festlegenden Ansatzes (82) des Spulenkörpers
(80) hat.