(19)
(11) EP 0 374 284 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.06.1990  Patentblatt  1990/26

(21) Anmeldenummer: 88121366.4

(22) Anmeldetag:  21.12.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A63C 11/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR IT LI

(71) Anmelder: Amann, Peter Mario
D-8960 Kempten-St. Mang (DE)

(72) Erfinder:
  • Amann, Peter Mario
    D-8960 Kempten-St. Mang (DE)

(74) Vertreter: Hübner, Hans-Joachim, Dipl.-Ing. 
Mozartstrasse 31
87435 Kempten
87435 Kempten (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung zur Behandlung von Gleitflächen von Skiern


    (57) Eine automatische Skiwachsvorrichtung umfaßt ein Gehäuse mit zwei länglichen Ausnehmungen (16), die je von einer Viel­zahl paralleler Tragelemente (18) vollflächig geschlos­sen sind. Der Skifahrer steht mit beiden Skiern auf die­sen Tragelementen (18). Unterhalb jeder Reihe Tragele­mente (18) wird eine Behandlungseinrichtung (26) auf einem Schlitten (22) bewegt. Der Schlitten (22) trägt eine Spurbahn (52), die mehrere trapezförmig abgewinkel­te Abschnitte (56, 58, 60, 62, 64) aufweist und die mit Mitnehmern (54) der Tragelemente (18) kuppelbar ist. Die Spurbahn (52) kuppelt die Tragelemente (18) unmittelbar vor dem Schlitten (22) und schiebt die Tragelemente (18) in Querrichtung in eine Wartestellung und anschließend hinter dem Schlitten (22) in die Tragstellung zurück.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung der Gleitflächen von Skiern gemäß Einleitungsteil von Patentanspruch 1.

    [0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-A-32 27 922 des Anmelders bekannt. Die Tragelemente bestehen aus Schwenkklappen, die seitlich oder abwärts schwenkbar sind, um den Schlitten passieren zu lassen. Die Lage­rung der Schwenkplatten ist aufwendig und für die Rückstellung wird für jede Schwenkplatte eine Feder benötigt. Außerdem kann in das Gehäuse durch die Aus­nehmung hindurch Schnee fallen, der eine einwandfreie Funktion der Schwenkklappen verhindert. Auch ist in die­ser Veröffentlichung schon angedeutet, daß die Tragele­mente die Form von Streben haben können, die etwa quer zur Schlittenbewegungsbahn weggezogen werden können. Das Wegziehen erfordert aufwendige Antriebseinrichtungen, die gemäß einer dort vorgeschlagenen Ausführungsform über ei­ne Programmsteuerung bei Annäherung des Schlittens selbst­tätig in Funktion treten . Gemäß einer alternativen Lösung ist der Schlitten mit Anlaufnocken versehen, mittels de­nen die Tragelemente aus der Schlittenbewegungsbahn he­rausgedrückt werden. Dieses Antriebssystem ist zwar in Verbindung mit Schwenkklappen verwendbar, nicht jedoch in Verbindung mit linearbeweglich geführten Tragelementen, die nach der Lehre dieser Literaturstelle wegzuziehen sind. Anlaufnocken würden aber auf die Tragelemente schiebend ein­wirken.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die bekannte Vorrichtung zu vereinfachen und so auszubilden, daß die Ausnehmung in der Oberwand des Gehäuses zum Gehäuseinneren vollständig abge­deckt ist und daß diese Abdeckung vorrübergehend geöffnet wird, um den Schlitten mit der Behandlungsvorrichtung pas­sieren zu lassen.

    [0004] Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Einleitungsteils von Patentanspruch 1 durch die Merkmale dessen Kennzeichnungsteils gelöst.

    [0005] Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß zwei Reihen von unmittelbar nebeneinander liegenden Tragelementen vorgesehen sind, wobei die einander gegenüberliegenden Tragelemente synchron und gegensinnig zwangsweise hin- und zurückbewegt werden. Die Tragelemente bilden selbst die Abdeckung, sodaß die Ausnehmung bzw. das Ausnehmungspaar bei Nichtgebrauch der Vorrichtung sowie beim Besteigen der Vorrichtung durch den Skifahrer und beim Verlassen der Vorrichtung bodensei­tig geschlossen ist. Das Innere des Gehäuses ist daher vor Schneeinfall geschützt und es können auch keine Utensilien und Fremdkörper in das Gehäuse fallen, die zu einer Beschä­digung führen würden. Wegen der Vielzahl der eng aneinander liegenden Tragelemente ist jedes einzelne Tragelement nur geringfügig belastet und es reicht ein vergleichsweise kur­zer Führungsabschnitt des Tragelementes innerhalb der ge­häusefesten Schiebeführung aus, um die Belastungskraft und das Belastungsmoment aufzunehmen. Alle Tragelemente sind identisch und können als Kunststoff-Spritzgußformteile preis­wert hergestellt werden. Die Montage ist ebenfalls denkbar einfach, da die Tragelemente lediglich in die Schiebefüh­rungen eingeschoben werden müssen. Jegliche zusätzlichen Lagerungen, insbesondere Schwenklager entfallen. Genauso einfach ist ein Auswechseln beschädigter Tragelemente.

    [0006] Die Spurbahn kann aus einer Schiene bestehen, die entweder einen nach oben weisenden Steg aufweist, der in einem Quer­schlitz der Tragelemente eingreift oder einen U-Querschnitt aufweist, in den ein Mitnehmer, beispielsweise eine Rolle des Tragelementes eingreift. Eine bevorzugte Aus­gestaltung besteht darin, daß die Spurbahn als nach oben offene Nut in einer am Schlitten befestigten Platte ausgebildet ist und daß an jedem Tragelement ein nach unten weisender Zapfen zum Eingriff in die Nut angeordnet ist.

    [0007] Mit dem Merkmal vom Patentanspruch 4 wird erreicht, daß einerseits Tragelemente dicht nebeneinander liegen, um die geschlossene Abdeckung zu erreichen, andererseits aber auch eine ausreichend stabile, gehäusefeste Führung für jedes der Tragelemente gewährleistet ist.

    [0008] Patentanspruch 5 führt zu dem Vorteil, daß sich der Füh­rungsabschnitt zum Tragabschnitt unter einem Winkel von 10° bis etwa 30° erstreckt, sodaß die Tragelemente bei ihrer Bewegung aus der Tragstellung in die Wartestellung gleichzeitig abgesenkt werden. Ein Gleiten der Tragelemen­te an der Gleitfläche des Skis findet also nur unmittelbar nach Beginn der Schiebebewegung aus der Tragstellung und am Ende der Schiebebewegung in die Tragstellung statt. Die­ses relative Gleiten wird durch die Merkmale des Patentan­spruchs 6 völlig eliminiert, da der Nutboden der Spurbahn die Tragelemente in den Ein- und Auslaufabschnitten der Spurbahn im Rahmen des Führungsspiels geringfügig gegen­über denjenigen der benachbarten Tragelemente anhebt, die mit ihrer Verschiebebewegung aus der Tragstellung beginnen bzw. in die Tragstellung enden.

    [0009] Mit dem Merkmal von Patentanspruch 7 wird erreicht, daß die Tragelemente klapper- und wackelfrei in der Tragstellung gesichert und leicht vorgespannt in dieser Stellung gehal­ten werden.

    [0010] Das Merkmal des Patentanspruchs 8 bringt den Vorteil, daß die Flügel aller Tragelemente einer Reihe eine nach außen geneigte Dachfläche bilden.

    [0011] Das Merkmal von Patentanspruch 9 ermöglicht es, den Schlit­ten mit Behandlungseinrichtung im Schnellgang unter den Tragelementen hindurch in die Anfangsstellung zurückzu­fahren.

    [0012] Das Merkmal von Patentanspruch 10 schließlich führt zu dem Vorteil, daß der Schlitten mit Behandlungseinrichtung in Längsrichtung eine möglichst kurze Baulänge hat, wobei der seitlich notwendige Raum unter den in der Wartestellung befindlichen Tragelementen zur Unterbringung von Wachs­vorratsbehältern genutzt wird. Die Gesamtlänge der er­findungsgemäßen Vorrichtung wird dadurch auf ein Minimum gebracht.

    [0013] Anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel dar­stellt, sei die Erfindung näher beschrieben.

    [0014] Es zeigt:

    FIG. 1 eine Draufsicht auf die Vorrichtung bei Beginn des Behandlungsvorganges,

    FIG. 2 eine perspektivische Darstellung der Position der Tragelemente in dem in FIG. 1 dargestellten Ausschnitt 1,

    FIG. 3 eine Seitenansicht der Vorrichtung mit Schlitten, Behandlungseinrichtung und Tragelementen,

    FIG. 4 einen Querschnitt durch eine Hälfte der Vorrich­tung,

    FIG. 5 eine schematische Draufsicht auf die Vorrichtung mit in unterschiedlichen Positionen befindlichen Tragelementen,

    FIG. 6 eine Draufsicht auf die Tragelementenanord­nung bei Beginn der Schiebebewegung aus der Tragstellung bis zum Erreichen der Wartestel­lung, und

    FIG. 7 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung im Bereich der Schiebeführung der Tragelemente.



    [0015] Eine Behandlungsvorrichtung 10 für die Gleitflächen von zwei Skiern weist ein Gehäuse 12 auf, das spiegelbildlich zur vertikalen Längsmittelebene 14 ausgebildet ist. In je­der Längshälfte des Gehäuses 12 ist eine längliche Aus­nehmung 16 vorgesehen, in die ein Ski hineinpaßt. Beide Ausnehmungen 16 sind mit je einer Reihe Tragelemente 18 geschlossen, auf denen die beiden Skier eines Skifahrers abgestützt sind. Das Gehäuse 12 ist stirnseitig angrenzend an die Ausnehmungen 16 um einen Kopfteil und einen Fußteil verlängert, in denen die beiden Enden einer Schraubspindel 20 (FIG. 3) für einen längsverfahrbaren Schlitten 22 gela­gert sind und in deren einem Teil sich die Antriebseinrich­tung 24 befindet, wie schematisch in FIG. 1 veranschaulicht ist. Die gesamte Vorrichtung 10 ist nur etwa 50% länger als die zu behandelnden Skier.

    [0016] Der Skifahrer besteigt mit angeschnallten Skiern die Vorrich­tung 10 und stellt die Skier auf die beiden Reihen von Trag­elementen 18 innerhalb der Ausnehmungen 16, die noch voll­flächig abgedeckt sind. Nach Münzeinwurf und einer gewissen Verzögerungszeit läuft die Antriebseinrichtung 24 an und bewegt den Schlitten 22 (in FIG. 1 von unten nach oben). Die vor dem Schlitten befindlichen Tragelemente 18 werden nacheinander mittels einer am Schlitten 22 angeordneten Spurbahn 52 in Querrichtung verschoben, womit die beiden Ausnehmungen 16 sukzessive freigelegt werden und eine Be­handlungseinrichtung 26 mit den Gleitflächen der Skier in Kontakt treten kann. Diese Behandlungseinrichtung 26 um­ faßt mindestens eine Reinigungsbürste 28 und eine Wachs­auftragswalze 30, die mit einer in einen Wachsbehälter 32 eintauchenden Wachsaufnahmewalze 34 in Kontakt steht. Die Tragelemente 18 werden aus ihrer die Ausnehmungen 16 abschließenden Tragstellung nach außen unter die außensei­tig an die Ausnehmungen 16 angrenzenden Oberwände in eine Wartestellung geschoben, verharren dort, bis der Schlit­ten 22 vorbeigefahren ist und werden dann unmittelbar hin­ter dem Schlitten wieder in die Tragstellung zurückgescho­ben. Die Skier sind also ständig von etwa 80% der Tragele­mente abgestützt, sodaß ein sicherer Stand gewährleistet bleibt.

    [0017] Die Form der Tragelemente 18 läßt sich am besten aus FIG.2 erkennen. Jedes Tragelement 18 besteht aus einem Tragab­schnitt 38 mit einer Länge gleich der Breite der Ausnehmung 16 und einem Führungsabschnitt 40. Die Oberfläche des Trag­abschnittes 38 ist zu derjenigen des Führungsabschnittes 40 leicht winklig angeordnet. Der Winkel liegt etwa bei 20°. Der Führungsabschnitt 40 hat zwei seitliche Schultern 42, deren Oberflächen mit derjenigen des Rumpfes des Führungs­abschnittes 40 bündig liegen. Der Tragabschnitt 38 hat bodenseitig zwei seitliche Flügel 44, die sich über die gan­ze Breite einer Ausnehmung 16 erstrecken. Die Flügelbrei­te ist größer als die Breite der Schultern 42. Dadurch bleibt zwi­schen zwei Schultern benachbarter Tragelemente 18 Platz für eine Führungsschiene 46, deren Rumpf diesem gegenseitigen Abstand der Schultern 42 benachbarter Tragelemente 38 ent­spricht. Die Führungsschiene 46 hat beidseitig Führungs­stege 48 die am Boden bündig abschließen. Zwei Führungsstege 48 benachbarter Führungsschienen 46 haben wiederum einen Abstand gleich der Breite des Rumpfes des dazwischenliegen­den Tragelementes 18. Zwei Führungsschienen 46 bilden also zusammen mit der Gehäuseoberwand 36 eine T-Nut, in die der T-förmige Führungsabschnitt 40 des Tragelementes 18 hinein­paßt. Dabei untergreifen die Führungsstege 48 der Führungs­ schienen 46 die Schultern 42 des Führungsabschnittes 40 des Tragelementes 18, wie dies insbesondere aus FIG. 7 hervorgeht. Die Flügel 44 jedes Tragelementes 18 be­stimmen jeweils die Gesamtbreite der Tragelemente. Die Flügel 44 benachbarter Tragelemente 18 berühren einan­der und haben eine zur Relativverschiebung ausreichende Spielpassung. Diese Flügel 44 sind gegenüber den Schul­tern 42 soweit nach unten versetzt, daß sie bei Verschie­bung der Tragelemente 18 unter den Führungsschienen 46 entlangfahren können.

    [0018] Wie sich aus FIG. 4 ergibt, sind die außenseitigen Ober­wände 36 des Gehäuses 12 zur Mitte hin unter einem Winkel von etwa 20° ansteigend ausgebildet. Dieser Winkel entspricht dem Winkel zwischen den Oberflächen des Tragab­schnittes 38 und des Führungsabschnittes 40 des Tragelemen­tes 18. Die Führungsschienen 46 verlaufen unter demselben Winkel wie die Oberwand 36, da sie an dieser bodenseitig befestigt sind. Die Oberfläche des Tragabschnittes 38 je­des Tragelementes 18 wird damit an den Enden von einer ho­rizontalen Ebene tangiert. Dieser Tragabschnitt 38 ist in dem in FIG. 4 gezeigten Querschnitt an der Oberfläche leicht konkav ausgebildet. Beim Verschieben der Tragelemente 18 aus der in FIG. 4 gezeigten Tragstellung nach links werden die Tragelemente 18 gleichzeitig abgesenkt, sodaß sie von der Gleitfläche des Skis freikommen.

    [0019] Zur Bewegung der Tragelemente 18 ist am Schlitten 22 für jede Tragelementenreihe eine seitlich auskragende Platte 50 befestigt, in der eine Spurbahn 52 ausgebildet ist, die aus einer nach oben offenen Nut besteht, in welche ein boden­seitiger Zapfen 54 jedes Tragelementes 18 eingreifen kann. Die Form der Spurbahn 52 ergibt sich am besten aus FIG. 5. Die Spurbahn 52 hat einen Einlaufabschnitt 56 und einen da­mit in Längsrichtung ausgerichteten Auslaufabschnitt 58. Die Ein- und Auslaufabschnitte 56, 58 liegen dicht benachbart des Innenrandes der Oberwand 36. Die Spurbahn 52 umfaßt weiterhin einen Halteabschnitt 60, der sich parallel zu den Ein-und Auslaufabschnitten 56, 58 erstreckt und zwar in einem Querabstand gleich mindestens der Breite der Ausnehmung 16. Zwischen diesem Halteabschnitt 60 und den benachbarten Ein- bzw. Auslaufabschnitten 56, 58 be­finden sich Verbindungsabschnitte 62, 64, die spiegelbild­lich schräg gestellt sind. Die Übergänge von den Ein- und Auslaufabschnitten 56, 58 zu den Verbindungsabschnitten 62 und von den Verbindungsabschnitten 62 zum Halteabschnitt 60 sind abgerundet, wie dies in FIG. 6 deutlich gezeigt ist.

    [0020] Bei der Darstellung gemäß FIG. 5 wird der Schlitten 22 von der sich drehenden Schraubspindel 20 nach links bewegt. Die beiden links dargestellten Tragelemente 18 befinden sich in ihrer Tragstellung. Der Zapfen 54 des zweiten Tragelemen­tes 18 von links läuft gerade in den Einlaufabschnitt 56 der Spurbahn 52 ein. Der Zapfen 54 gelangt dann beim Wei­terfahren des Schlittens 22 in den Verbindungsabschnitt 62 und bewirkt ein Auswärtsschieben des Tragelementes. Der Zapfen des vierten Tragelementes 18 ist gerade in den Halte­abschnitt 60 der Spurbahn 52 eingelaufen. Sein Tragelement 18 befindet sich vollständig unterhalb der Gehäuseoberwand 36 und damit außerhalb der Bewegungsbahn der Behandlungs­einrichtung 26 in Wartestellung. Nach Passieren des Schlit­tens 22 gelangen die Tragelemente über den Verbindungsab­schnitt 64 und den Auslaufabschnitt 58 in die Tragstellung zurück.

    [0021] Die Spurbahn 52 könnte als durchgehender Schlitz ausgebil­det sein. Im Ausführungsbeispiel hat sie einen Boden 66, der mindestens im Bereich der Ein-und Auslaufabschnitte 56, 58 und den angrenzenden Teilen der Verbindungsabschnitte 62, 64 vorteilhaft ist. Wie nämlich aus den Figuren 4 und 7 hervorgeht, fängt dieser Boden 66 bei 66a am Beginn des Einlaufabschnittes 56 auf tiefem Niveau an, steigt dann langsam auf ein erhöhtes Niveau an und fällt dann am An­fang des Verbindungsabschnittes 62 auf ein sich stetig verringerndes Niveau wieder ab. Im Einlaufabschnitt 56 werden die Zapfen 54 der Tragelemente 18 vom Boden 66 der Spurbahn 52 abgestützt und die Tragelemente 18 werden dabei im Rahmen ihres Führungsspiels geringfügig angeho­ben, sodaß das benachbarte, dem Verbindungsabschnitt 62 bzw. 64 zugeordnete Tragelement 18 von der Gleitfläche des Skis freikommt. Die Verschiebung des Tragelementes erfolgt also ohne jeden Kontakt mit der Ski-Gleitfläche. In der Längsmitte der Vorrichtung 10 befindet sich ein Mittelsteg 68, an den die beiden Ausnehmungen 16 angren­zen. Mit diesem Mittelsteg 68 stehen bodenseitig Reib­räder 71 in Reibkontakt, die am Schlitten 22 gelagert sind und die Bürste 28 sowie die Auftragwalze 30 antreiben.

    [0022] Seitlich neben den beiden Behandlungsvorrichtungen 26 be­finden sich auf dem Schlitten 22 Wachsvorratsbehälter 70. Diese Wachsvorratsbehälter 70 nutzen den ansonsten unge­nutzten Raum unterhalb der Oberwände 36 und ermöglichen eine kurze Baulänge der Behandlungsvorrichtung 26, dessen Wachsbehälter 32 nur gerade die für einen Durchgang notwen­dige Wachsmenge aufzuweisen braucht. Am Ende eines Arbeits­zyklus wird dann eine neue Wachsmenge in den Wachsbehälter 34 automatisch eindosiert.

    [0023] Die Schraubspindel 20 mit Antriebseinrichtung 24 ist an ei­nem Hubrahmen 72 gelagert, auf dessen Längsschienen der Schlitten 22 verschiebbar oder abrollbar ist. Der Hubrahmen 72 ist mittels vier Hubmagneten 74 absenkbar, um den Schlit­ten 22 mit Behandlungsvorrichtung 26 unter den in der Trag­stellung befindlichen Tragelementen im Schnellgang in die Ausgangsstellung zurückzufahren.

    [0024] Um zu verhindern, daß die Tragelemente 18 bei Erschütterung oder zufällig von selbst aus der Tragstellung herausgelangen, ist jedem Tragelement 18 eine Blattfeder 76 zugeordnet, die ein federndes Rastelement darstellt, welches im Ausführungs­beispiel das Tragelement 18 hintergreift und in seine Trag­stellung leicht vorspannt.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zur Behandlung der Gleitflächen von Skiern mit einem Gehäuse (12), dessen Oberwand (36) mindestens eine längliche Ausnehmung (16) von der Länge eines Skis aufweist, weiterhin mit einer Anzahl Tragelemente (18), im Bereich der Ausnehmung (16), auf denen der Ski abge­stützt ist und mit einem im Gehäuse (12) in dessen Längsrichtung beweglich geführten und mit einer Antriebs­einrichtung (24) verbundenen Schlitten (22), der min­destens eine Behandlungseinrichtung (26) für die Gleitflä­che des Skis aufweist, wobei die Tragelemente (18) winklig zur Längsrichtung des Gehäuses (12) verschiebbar gelagert sind und mittels einer Verschiebeeinrichtung (52) am Schlitten (22) einzeln aus einer in der Bewegungsbahn der Behandlungseinrichtung (26) liegenden Tragstellung in eine Wartestellung außerhalb dieser Bewegungsbahn be­wegbar sind und nach Passieren der Behandlungseinrich­tung (26) in die Tragstellung zurück bewegbar sind, da­durch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (18) eng an­einanderliegend angeordnet sind und in ihrer Tragstellung den Bereich unter der Ausnehmung (16) vollflächig ab­decken, daß jedes Tragelement (18) in einer rechtwinklig zur Längsrichtung des Gehäuses (12) angeordneten Schiebe­führung (46) gelagert ist, daß die Verschiebeeinrichtung für die Tragelemente (18) eine Spurbahn (52) aufweist, die einen vor der Behandlungseinrichtung (26) liegenden Einlaufabschnitt (56) und einen in Längsrichtung damit ausgefluchteten Auslaufabschnitt (58) hinter der Behand­lungseinrichtung (26) sowie einen hauptsächlich in Längsrichtung verlaufenden Halteabschnitt (60) hat, der quer nach außen zum Gehäuselängsrand hin gegenüber den Ein- und Auslaufabschnitten (56, 58) um etwa die Breite der Ausnehmung (16) versetzt liegt und die zwei Verbin­dungsabschnitte (62, 64) aufweist, die je eine Rich­ tungskomponente in Längs- und in Querrichtung haben und die den Halteabschnitt (60) mit den Ein-und Auslauf­abschnitten (56, 58) verbinden, daß jedes Tragelement (18) bodenseitig ein Kupplungsmittel (54) aufweist, mit dem der Einlaufabschnitt (56) der Spurbahn (52) in der Tragstellung des Tragelementes (18) bei Längsbewegung des Schlittens (22) in Eingriff tritt, und daß die Spur­bahn (52) das alleinige Mittel zum Hin- und Herschieben der Tragelemente (18) darstellt.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurbahn (52) die Form eines Hutquerschnittes mit abgerundeten Ecken hat.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Spurbahn (52) als nach haben offene Nut in einer am Schlitten (22) befestigten Platte (50) ausgebildet ist und daß an jedem Tragelement (18) ein nach unten weisender Zapfen (54) zum Eingriff in die Spurbahn (52) angeordnet ist.
     
    4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Tragelement (18) einen Tragabschnitt (38) und einen sich in Querrichtung anschließenden Führungsabschnitt (40) aufweist, der bei in Tragstellung befindlichem Tragelement (18) von der Oberwand (36) des Gehäuses (12) abgedeckt ist und an de­ren Unterseite anliegt, daß der Führungsabschnitt (40) deckseitig bündige seitlich vorstehende Schultern (42) aufweist, die von Führungsstegen (48) von an der Oberwand (36) angeordneten Führungsschienen (46) untergriffen sind, daß sich zwischen zwei Schultern (42) benachbarter Trag­elemente (18) der Rumpf der Führungsschiene (46) er­streckt, und daß am Tragabschnitt (38) des Tragelementes (18) beidseitig rechteckige Flügel (44) angeordnet sind, wobei die Flügel benachbarter Tragelemente (18) einander wenigstens nahezu berühren, und daß die Flügel (44) des Tragelementes (18) um mindestens die Höhe der Führungs­stege (48) der Führungsschienen (46) tiefer liegen als die Schultern (42) des Führungsabschnittes (40).
     
    5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die Enden der Oberfläche eines in der Aussparung (16) liegenden Trag­abschnittes (38) jedes Tragelementes (18) von einer Ho­rizontalebene tangiert werden, daß jedes Tragelement (18) einen von der Gehäuseoberwand (36) abgedeckten Füh­rungsabschnitt (40) aufweist, der in einer Gehäuseführung (46) verschiebbar gelagert ist und daß der Führungsab­schnitt (40) und die Gehäuseführung (46) sich vom Trag­abschnitt (38) unter einem spitzen Winkel schräg abwärts­weisend erstrecken.
     
    6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurbahn (52) min­destens in den an die Verbindungsabschnitte (62, 64) an­grenzenden Bereichen der Ein-und Auslaufabschnitte (56, 58) einen Boden (66) aufweist, der die Zapfen (54) der Tragelemente (18) bodenseitig abstützt, und daß sich der Boden (66) sowohl zum Ende des Einlaufabschnittes (56) als auch in den Verbindungsabschnitten (62,64) zum Halte ­abschnitt (60) hin absenkt.
     
    7.Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Tragelement (18) eine federnde Rasteinrichtung (76) zugeordnet ist, die das Tragelement (18) in seiner Tragstellung hält.
     
    8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (44) des Tragelementes (18) parallel zu den Schultern (42) sei­ nes Führungsabschnittes (40) liegen.
     
    9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (22) auf Längsschienen (72) bewegbar gelagert ist, die ein­schließlich der Antriebseinrichtung (24) von einer Hub­einrichtung (74) abgestützt sind, in deren abgesenkter Stellung der Schlitten (22) mit der Behandlungsein­richtung (26) die in der Tragstellung befindlichen Trag­elemente (18) frei unterfahren kann.
     
    10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (22) im Breitenbereich der Ausnehmung (16) mindestens einen Wachsbehälter (32) aufweist, in den eine Wachsauftragein­richtung (30,34) der Behandlungseinrichtung (26) eintaucht und daß der Schlitten (22) mindestens einen Wachsvorrats­behälter (70) aufweist, der quer zur Schlittenbewegungs­bahn zum Wachsbehälter (32) derart versetzt angeordnet ist, daß er unter der sich an die Ausnehmung (16) seit­lich anschließenden Oberwand (36) des Gehäuses (12) liegt.
     




    Zeichnung






















    Recherchenbericht