[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung der Gleitflächen von Skiern
gemäß Einleitungsteil von Patentanspruch 1.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-A-32 27 922 des Anmelders bekannt. Die
Tragelemente bestehen aus Schwenkklappen, die seitlich oder abwärts schwenkbar sind,
um den Schlitten passieren zu lassen. Die Lagerung der Schwenkplatten ist aufwendig
und für die Rückstellung wird für jede Schwenkplatte eine Feder benötigt. Außerdem
kann in das Gehäuse durch die Ausnehmung hindurch Schnee fallen, der eine einwandfreie
Funktion der Schwenkklappen verhindert. Auch ist in dieser Veröffentlichung schon
angedeutet, daß die Tragelemente die Form von Streben haben können, die etwa quer
zur Schlittenbewegungsbahn weggezogen werden können. Das Wegziehen erfordert aufwendige
Antriebseinrichtungen, die gemäß einer dort vorgeschlagenen Ausführungsform über eine
Programmsteuerung bei Annäherung des Schlittens selbsttätig in Funktion treten .
Gemäß einer alternativen Lösung ist der Schlitten mit Anlaufnocken versehen, mittels
denen die Tragelemente aus der Schlittenbewegungsbahn herausgedrückt werden. Dieses
Antriebssystem ist zwar in Verbindung mit Schwenkklappen verwendbar, nicht jedoch
in Verbindung mit linearbeweglich geführten Tragelementen, die nach der Lehre dieser
Literaturstelle wegzuziehen sind. Anlaufnocken würden aber auf die Tragelemente schiebend
einwirken.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die bekannte Vorrichtung zu vereinfachen und so auszubilden,
daß die Ausnehmung in der Oberwand des Gehäuses zum Gehäuseinneren vollständig abgedeckt
ist und daß diese Abdeckung vorrübergehend geöffnet wird, um den Schlitten mit der
Behandlungsvorrichtung passieren zu lassen.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Einleitungsteils von
Patentanspruch 1 durch die Merkmale dessen Kennzeichnungsteils gelöst.
[0005] Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß zwei Reihen von unmittelbar nebeneinander
liegenden Tragelementen vorgesehen sind, wobei die einander gegenüberliegenden Tragelemente
synchron und gegensinnig zwangsweise hin- und zurückbewegt werden. Die Tragelemente
bilden selbst die Abdeckung, sodaß die Ausnehmung bzw. das Ausnehmungspaar bei Nichtgebrauch
der Vorrichtung sowie beim Besteigen der Vorrichtung durch den Skifahrer und beim
Verlassen der Vorrichtung bodenseitig geschlossen ist. Das Innere des Gehäuses ist
daher vor Schneeinfall geschützt und es können auch keine Utensilien und Fremdkörper
in das Gehäuse fallen, die zu einer Beschädigung führen würden. Wegen der Vielzahl
der eng aneinander liegenden Tragelemente ist jedes einzelne Tragelement nur geringfügig
belastet und es reicht ein vergleichsweise kurzer Führungsabschnitt des Tragelementes
innerhalb der gehäusefesten Schiebeführung aus, um die Belastungskraft und das Belastungsmoment
aufzunehmen. Alle Tragelemente sind identisch und können als Kunststoff-Spritzgußformteile
preiswert hergestellt werden. Die Montage ist ebenfalls denkbar einfach, da die Tragelemente
lediglich in die Schiebeführungen eingeschoben werden müssen. Jegliche zusätzlichen
Lagerungen, insbesondere Schwenklager entfallen. Genauso einfach ist ein Auswechseln
beschädigter Tragelemente.
[0006] Die Spurbahn kann aus einer Schiene bestehen, die entweder einen nach oben weisenden
Steg aufweist, der in einem Querschlitz der Tragelemente eingreift oder einen U-Querschnitt
aufweist, in den ein Mitnehmer, beispielsweise eine Rolle des Tragelementes eingreift.
Eine bevorzugte Ausgestaltung besteht darin, daß die Spurbahn als nach oben offene
Nut in einer am Schlitten befestigten Platte ausgebildet ist und daß an jedem Tragelement
ein nach unten weisender Zapfen zum Eingriff in die Nut angeordnet ist.
[0007] Mit dem Merkmal vom Patentanspruch 4 wird erreicht, daß einerseits Tragelemente dicht
nebeneinander liegen, um die geschlossene Abdeckung zu erreichen, andererseits aber
auch eine ausreichend stabile, gehäusefeste Führung für jedes der Tragelemente gewährleistet
ist.
[0008] Patentanspruch 5 führt zu dem Vorteil, daß sich der Führungsabschnitt zum Tragabschnitt
unter einem Winkel von 10° bis etwa 30° erstreckt, sodaß die Tragelemente bei ihrer
Bewegung aus der Tragstellung in die Wartestellung gleichzeitig abgesenkt werden.
Ein Gleiten der Tragelemente an der Gleitfläche des Skis findet also nur unmittelbar
nach Beginn der Schiebebewegung aus der Tragstellung und am Ende der Schiebebewegung
in die Tragstellung statt. Dieses relative Gleiten wird durch die Merkmale des Patentanspruchs
6 völlig eliminiert, da der Nutboden der Spurbahn die Tragelemente in den Ein- und
Auslaufabschnitten der Spurbahn im Rahmen des Führungsspiels geringfügig gegenüber
denjenigen der benachbarten Tragelemente anhebt, die mit ihrer Verschiebebewegung
aus der Tragstellung beginnen bzw. in die Tragstellung enden.
[0009] Mit dem Merkmal von Patentanspruch 7 wird erreicht, daß die Tragelemente klapper-
und wackelfrei in der Tragstellung gesichert und leicht vorgespannt in dieser Stellung
gehalten werden.
[0010] Das Merkmal des Patentanspruchs 8 bringt den Vorteil, daß die Flügel aller Tragelemente
einer Reihe eine nach außen geneigte Dachfläche bilden.
[0011] Das Merkmal von Patentanspruch 9 ermöglicht es, den Schlitten mit Behandlungseinrichtung
im Schnellgang unter den Tragelementen hindurch in die Anfangsstellung zurückzufahren.
[0012] Das Merkmal von Patentanspruch 10 schließlich führt zu dem Vorteil, daß der Schlitten
mit Behandlungseinrichtung in Längsrichtung eine möglichst kurze Baulänge hat, wobei
der seitlich notwendige Raum unter den in der Wartestellung befindlichen Tragelementen
zur Unterbringung von Wachsvorratsbehältern genutzt wird. Die Gesamtlänge der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird dadurch auf ein Minimum gebracht.
[0013] Anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt, sei die Erfindung näher
beschrieben.
[0014] Es zeigt:
FIG. 1 eine Draufsicht auf die Vorrichtung bei Beginn des Behandlungsvorganges,
FIG. 2 eine perspektivische Darstellung der Position der Tragelemente in dem in FIG.
1 dargestellten Ausschnitt 1,
FIG. 3 eine Seitenansicht der Vorrichtung mit Schlitten, Behandlungseinrichtung und
Tragelementen,
FIG. 4 einen Querschnitt durch eine Hälfte der Vorrichtung,
FIG. 5 eine schematische Draufsicht auf die Vorrichtung mit in unterschiedlichen Positionen
befindlichen Tragelementen,
FIG. 6 eine Draufsicht auf die Tragelementenanordnung bei Beginn der Schiebebewegung
aus der Tragstellung bis zum Erreichen der Wartestellung, und
FIG. 7 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung im Bereich der Schiebeführung der
Tragelemente.
[0015] Eine Behandlungsvorrichtung 10 für die Gleitflächen von zwei Skiern weist ein Gehäuse
12 auf, das spiegelbildlich zur vertikalen Längsmittelebene 14 ausgebildet ist. In
jeder Längshälfte des Gehäuses 12 ist eine längliche Ausnehmung 16 vorgesehen, in
die ein Ski hineinpaßt. Beide Ausnehmungen 16 sind mit je einer Reihe Tragelemente
18 geschlossen, auf denen die beiden Skier eines Skifahrers abgestützt sind. Das Gehäuse
12 ist stirnseitig angrenzend an die Ausnehmungen 16 um einen Kopfteil und einen Fußteil
verlängert, in denen die beiden Enden einer Schraubspindel 20 (FIG. 3) für einen längsverfahrbaren
Schlitten 22 gelagert sind und in deren einem Teil sich die Antriebseinrichtung
24 befindet, wie schematisch in FIG. 1 veranschaulicht ist. Die gesamte Vorrichtung
10 ist nur etwa 50% länger als die zu behandelnden Skier.
[0016] Der Skifahrer besteigt mit angeschnallten Skiern die Vorrichtung 10 und stellt die
Skier auf die beiden Reihen von Tragelementen 18 innerhalb der Ausnehmungen 16, die
noch vollflächig abgedeckt sind. Nach Münzeinwurf und einer gewissen Verzögerungszeit
läuft die Antriebseinrichtung 24 an und bewegt den Schlitten 22 (in FIG. 1 von unten
nach oben). Die vor dem Schlitten befindlichen Tragelemente 18 werden nacheinander
mittels einer am Schlitten 22 angeordneten Spurbahn 52 in Querrichtung verschoben,
womit die beiden Ausnehmungen 16 sukzessive freigelegt werden und eine Behandlungseinrichtung
26 mit den Gleitflächen der Skier in Kontakt treten kann. Diese Behandlungseinrichtung
26 um faßt mindestens eine Reinigungsbürste 28 und eine Wachsauftragswalze 30, die
mit einer in einen Wachsbehälter 32 eintauchenden Wachsaufnahmewalze 34 in Kontakt
steht. Die Tragelemente 18 werden aus ihrer die Ausnehmungen 16 abschließenden Tragstellung
nach außen unter die außenseitig an die Ausnehmungen 16 angrenzenden Oberwände in
eine Wartestellung geschoben, verharren dort, bis der Schlitten 22 vorbeigefahren
ist und werden dann unmittelbar hinter dem Schlitten wieder in die Tragstellung zurückgeschoben.
Die Skier sind also ständig von etwa 80% der Tragelemente abgestützt, sodaß ein sicherer
Stand gewährleistet bleibt.
[0017] Die Form der Tragelemente 18 läßt sich am besten aus FIG.2 erkennen. Jedes Tragelement
18 besteht aus einem Tragabschnitt 38 mit einer Länge gleich der Breite der Ausnehmung
16 und einem Führungsabschnitt 40. Die Oberfläche des Tragabschnittes 38 ist zu derjenigen
des Führungsabschnittes 40 leicht winklig angeordnet. Der Winkel liegt etwa bei 20°.
Der Führungsabschnitt 40 hat zwei seitliche Schultern 42, deren Oberflächen mit derjenigen
des Rumpfes des Führungsabschnittes 40 bündig liegen. Der Tragabschnitt 38 hat bodenseitig
zwei seitliche Flügel 44, die sich über die ganze Breite einer Ausnehmung 16 erstrecken.
Die Flügelbreite ist größer als die Breite der Schultern 42. Dadurch bleibt zwischen
zwei Schultern benachbarter Tragelemente 18 Platz für eine Führungsschiene 46, deren
Rumpf diesem gegenseitigen Abstand der Schultern 42 benachbarter Tragelemente 38 entspricht.
Die Führungsschiene 46 hat beidseitig Führungsstege 48 die am Boden bündig abschließen.
Zwei Führungsstege 48 benachbarter Führungsschienen 46 haben wiederum einen Abstand
gleich der Breite des Rumpfes des dazwischenliegenden Tragelementes 18. Zwei Führungsschienen
46 bilden also zusammen mit der Gehäuseoberwand 36 eine T-Nut, in die der T-förmige
Führungsabschnitt 40 des Tragelementes 18 hineinpaßt. Dabei untergreifen die Führungsstege
48 der Führungs schienen 46 die Schultern 42 des Führungsabschnittes 40 des Tragelementes
18, wie dies insbesondere aus FIG. 7 hervorgeht. Die Flügel 44 jedes Tragelementes
18 bestimmen jeweils die Gesamtbreite der Tragelemente. Die Flügel 44 benachbarter
Tragelemente 18 berühren einander und haben eine zur Relativverschiebung ausreichende
Spielpassung. Diese Flügel 44 sind gegenüber den Schultern 42 soweit nach unten versetzt,
daß sie bei Verschiebung der Tragelemente 18 unter den Führungsschienen 46 entlangfahren
können.
[0018] Wie sich aus FIG. 4 ergibt, sind die außenseitigen Oberwände 36 des Gehäuses 12
zur Mitte hin unter einem Winkel von etwa 20° ansteigend ausgebildet. Dieser Winkel
entspricht dem Winkel zwischen den Oberflächen des Tragabschnittes 38 und des Führungsabschnittes
40 des Tragelementes 18. Die Führungsschienen 46 verlaufen unter demselben Winkel
wie die Oberwand 36, da sie an dieser bodenseitig befestigt sind. Die Oberfläche des
Tragabschnittes 38 jedes Tragelementes 18 wird damit an den Enden von einer horizontalen
Ebene tangiert. Dieser Tragabschnitt 38 ist in dem in FIG. 4 gezeigten Querschnitt
an der Oberfläche leicht konkav ausgebildet. Beim Verschieben der Tragelemente 18
aus der in FIG. 4 gezeigten Tragstellung nach links werden die Tragelemente 18 gleichzeitig
abgesenkt, sodaß sie von der Gleitfläche des Skis freikommen.
[0019] Zur Bewegung der Tragelemente 18 ist am Schlitten 22 für jede Tragelementenreihe
eine seitlich auskragende Platte 50 befestigt, in der eine Spurbahn 52 ausgebildet
ist, die aus einer nach oben offenen Nut besteht, in welche ein bodenseitiger Zapfen
54 jedes Tragelementes 18 eingreifen kann. Die Form der Spurbahn 52 ergibt sich am
besten aus FIG. 5. Die Spurbahn 52 hat einen Einlaufabschnitt 56 und einen damit
in Längsrichtung ausgerichteten Auslaufabschnitt 58. Die Ein- und Auslaufabschnitte
56, 58 liegen dicht benachbart des Innenrandes der Oberwand 36. Die Spurbahn 52 umfaßt
weiterhin einen Halteabschnitt 60, der sich parallel zu den Ein-und Auslaufabschnitten
56, 58 erstreckt und zwar in einem Querabstand gleich mindestens der Breite der Ausnehmung
16. Zwischen diesem Halteabschnitt 60 und den benachbarten Ein- bzw. Auslaufabschnitten
56, 58 befinden sich Verbindungsabschnitte 62, 64, die spiegelbildlich schräg gestellt
sind. Die Übergänge von den Ein- und Auslaufabschnitten 56, 58 zu den Verbindungsabschnitten
62 und von den Verbindungsabschnitten 62 zum Halteabschnitt 60 sind abgerundet, wie
dies in FIG. 6 deutlich gezeigt ist.
[0020] Bei der Darstellung gemäß FIG. 5 wird der Schlitten 22 von der sich drehenden Schraubspindel
20 nach links bewegt. Die beiden links dargestellten Tragelemente 18 befinden sich
in ihrer Tragstellung. Der Zapfen 54 des zweiten Tragelementes 18 von links läuft
gerade in den Einlaufabschnitt 56 der Spurbahn 52 ein. Der Zapfen 54 gelangt dann
beim Weiterfahren des Schlittens 22 in den Verbindungsabschnitt 62 und bewirkt ein
Auswärtsschieben des Tragelementes. Der Zapfen des vierten Tragelementes 18 ist gerade
in den Halteabschnitt 60 der Spurbahn 52 eingelaufen. Sein Tragelement 18 befindet
sich vollständig unterhalb der Gehäuseoberwand 36 und damit außerhalb der Bewegungsbahn
der Behandlungseinrichtung 26 in Wartestellung. Nach Passieren des Schlittens 22
gelangen die Tragelemente über den Verbindungsabschnitt 64 und den Auslaufabschnitt
58 in die Tragstellung zurück.
[0021] Die Spurbahn 52 könnte als durchgehender Schlitz ausgebildet sein. Im Ausführungsbeispiel
hat sie einen Boden 66, der mindestens im Bereich der Ein-und Auslaufabschnitte 56,
58 und den angrenzenden Teilen der Verbindungsabschnitte 62, 64 vorteilhaft ist. Wie
nämlich aus den Figuren 4 und 7 hervorgeht, fängt dieser Boden 66 bei 66a am Beginn
des Einlaufabschnittes 56 auf tiefem Niveau an, steigt dann langsam auf ein erhöhtes
Niveau an und fällt dann am Anfang des Verbindungsabschnittes 62 auf ein sich stetig
verringerndes Niveau wieder ab. Im Einlaufabschnitt 56 werden die Zapfen 54 der Tragelemente
18 vom Boden 66 der Spurbahn 52 abgestützt und die Tragelemente 18 werden dabei im
Rahmen ihres Führungsspiels geringfügig angehoben, sodaß das benachbarte, dem Verbindungsabschnitt
62 bzw. 64 zugeordnete Tragelement 18 von der Gleitfläche des Skis freikommt. Die
Verschiebung des Tragelementes erfolgt also ohne jeden Kontakt mit der Ski-Gleitfläche.
In der Längsmitte der Vorrichtung 10 befindet sich ein Mittelsteg 68, an den die beiden
Ausnehmungen 16 angrenzen. Mit diesem Mittelsteg 68 stehen bodenseitig Reibräder
71 in Reibkontakt, die am Schlitten 22 gelagert sind und die Bürste 28 sowie die Auftragwalze
30 antreiben.
[0022] Seitlich neben den beiden Behandlungsvorrichtungen 26 befinden sich auf dem Schlitten
22 Wachsvorratsbehälter 70. Diese Wachsvorratsbehälter 70 nutzen den ansonsten ungenutzten
Raum unterhalb der Oberwände 36 und ermöglichen eine kurze Baulänge der Behandlungsvorrichtung
26, dessen Wachsbehälter 32 nur gerade die für einen Durchgang notwendige Wachsmenge
aufzuweisen braucht. Am Ende eines Arbeitszyklus wird dann eine neue Wachsmenge in
den Wachsbehälter 34 automatisch eindosiert.
[0023] Die Schraubspindel 20 mit Antriebseinrichtung 24 ist an einem Hubrahmen 72 gelagert,
auf dessen Längsschienen der Schlitten 22 verschiebbar oder abrollbar ist. Der Hubrahmen
72 ist mittels vier Hubmagneten 74 absenkbar, um den Schlitten 22 mit Behandlungsvorrichtung
26 unter den in der Tragstellung befindlichen Tragelementen im Schnellgang in die
Ausgangsstellung zurückzufahren.
[0024] Um zu verhindern, daß die Tragelemente 18 bei Erschütterung oder zufällig von selbst
aus der Tragstellung herausgelangen, ist jedem Tragelement 18 eine Blattfeder 76 zugeordnet,
die ein federndes Rastelement darstellt, welches im Ausführungsbeispiel das Tragelement
18 hintergreift und in seine Tragstellung leicht vorspannt.
1. Vorrichtung zur Behandlung der Gleitflächen von Skiern mit einem Gehäuse (12),
dessen Oberwand (36) mindestens eine längliche Ausnehmung (16) von der Länge eines
Skis aufweist, weiterhin mit einer Anzahl Tragelemente (18), im Bereich der Ausnehmung
(16), auf denen der Ski abgestützt ist und mit einem im Gehäuse (12) in dessen Längsrichtung
beweglich geführten und mit einer Antriebseinrichtung (24) verbundenen Schlitten
(22), der mindestens eine Behandlungseinrichtung (26) für die Gleitfläche des Skis
aufweist, wobei die Tragelemente (18) winklig zur Längsrichtung des Gehäuses (12)
verschiebbar gelagert sind und mittels einer Verschiebeeinrichtung (52) am Schlitten
(22) einzeln aus einer in der Bewegungsbahn der Behandlungseinrichtung (26) liegenden
Tragstellung in eine Wartestellung außerhalb dieser Bewegungsbahn bewegbar sind und
nach Passieren der Behandlungseinrichtung (26) in die Tragstellung zurück bewegbar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (18) eng aneinanderliegend angeordnet
sind und in ihrer Tragstellung den Bereich unter der Ausnehmung (16) vollflächig abdecken,
daß jedes Tragelement (18) in einer rechtwinklig zur Längsrichtung des Gehäuses (12)
angeordneten Schiebeführung (46) gelagert ist, daß die Verschiebeeinrichtung für
die Tragelemente (18) eine Spurbahn (52) aufweist, die einen vor der Behandlungseinrichtung
(26) liegenden Einlaufabschnitt (56) und einen in Längsrichtung damit ausgefluchteten
Auslaufabschnitt (58) hinter der Behandlungseinrichtung (26) sowie einen hauptsächlich
in Längsrichtung verlaufenden Halteabschnitt (60) hat, der quer nach außen zum Gehäuselängsrand
hin gegenüber den Ein- und Auslaufabschnitten (56, 58) um etwa die Breite der Ausnehmung
(16) versetzt liegt und die zwei Verbindungsabschnitte (62, 64) aufweist, die je
eine Rich tungskomponente in Längs- und in Querrichtung haben und die den Halteabschnitt
(60) mit den Ein-und Auslaufabschnitten (56, 58) verbinden, daß jedes Tragelement
(18) bodenseitig ein Kupplungsmittel (54) aufweist, mit dem der Einlaufabschnitt (56)
der Spurbahn (52) in der Tragstellung des Tragelementes (18) bei Längsbewegung des
Schlittens (22) in Eingriff tritt, und daß die Spurbahn (52) das alleinige Mittel
zum Hin- und Herschieben der Tragelemente (18) darstellt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurbahn (52) die
Form eines Hutquerschnittes mit abgerundeten Ecken hat.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurbahn (52)
als nach haben offene Nut in einer am Schlitten (22) befestigten Platte (50) ausgebildet
ist und daß an jedem Tragelement (18) ein nach unten weisender Zapfen (54) zum Eingriff
in die Spurbahn (52) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Tragelement (18) einen Tragabschnitt (38) und einen sich in Querrichtung
anschließenden Führungsabschnitt (40) aufweist, der bei in Tragstellung befindlichem
Tragelement (18) von der Oberwand (36) des Gehäuses (12) abgedeckt ist und an deren
Unterseite anliegt, daß der Führungsabschnitt (40) deckseitig bündige seitlich vorstehende
Schultern (42) aufweist, die von Führungsstegen (48) von an der Oberwand (36) angeordneten
Führungsschienen (46) untergriffen sind, daß sich zwischen zwei Schultern (42) benachbarter
Tragelemente (18) der Rumpf der Führungsschiene (46) erstreckt, und daß am Tragabschnitt
(38) des Tragelementes (18) beidseitig rechteckige Flügel (44) angeordnet sind, wobei
die Flügel benachbarter Tragelemente (18) einander wenigstens nahezu berühren, und
daß die Flügel (44) des Tragelementes (18) um mindestens die Höhe der Führungsstege
(48) der Führungsschienen (46) tiefer liegen als die Schultern (42) des Führungsabschnittes
(40).
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens die Enden der Oberfläche eines in der Aussparung (16) liegenden Tragabschnittes
(38) jedes Tragelementes (18) von einer Horizontalebene tangiert werden, daß jedes
Tragelement (18) einen von der Gehäuseoberwand (36) abgedeckten Führungsabschnitt
(40) aufweist, der in einer Gehäuseführung (46) verschiebbar gelagert ist und daß
der Führungsabschnitt (40) und die Gehäuseführung (46) sich vom Tragabschnitt (38)
unter einem spitzen Winkel schräg abwärtsweisend erstrecken.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spurbahn (52) mindestens in den an die Verbindungsabschnitte (62, 64) angrenzenden
Bereichen der Ein-und Auslaufabschnitte (56, 58) einen Boden (66) aufweist, der die
Zapfen (54) der Tragelemente (18) bodenseitig abstützt, und daß sich der Boden (66)
sowohl zum Ende des Einlaufabschnittes (56) als auch in den Verbindungsabschnitten
(62,64) zum Halte abschnitt (60) hin absenkt.
7.Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Tragelement (18) eine federnde Rasteinrichtung (76) zugeordnet ist, die
das Tragelement (18) in seiner Tragstellung hält.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flügel (44) des Tragelementes (18) parallel zu den Schultern (42) sei nes
Führungsabschnittes (40) liegen.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitten (22) auf Längsschienen (72) bewegbar gelagert ist, die einschließlich
der Antriebseinrichtung (24) von einer Hubeinrichtung (74) abgestützt sind, in deren
abgesenkter Stellung der Schlitten (22) mit der Behandlungseinrichtung (26) die in
der Tragstellung befindlichen Tragelemente (18) frei unterfahren kann.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitten (22) im Breitenbereich der Ausnehmung (16) mindestens einen Wachsbehälter
(32) aufweist, in den eine Wachsauftrageinrichtung (30,34) der Behandlungseinrichtung
(26) eintaucht und daß der Schlitten (22) mindestens einen Wachsvorratsbehälter (70)
aufweist, der quer zur Schlittenbewegungsbahn zum Wachsbehälter (32) derart versetzt
angeordnet ist, daß er unter der sich an die Ausnehmung (16) seitlich anschließenden
Oberwand (36) des Gehäuses (12) liegt.